Lang lebe das Ganzkörperkondom! (Allgemein)

ama, Mittwoch, 20.07.2011, 19:47 (vor 3562 Tagen)

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen:

http://www.der-mast-muss-weg.de/

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IHK – Ulm läßt ihr Gebäude gegen Mobilfunkmasten abschirmen
„Schonraum ohne Handystrahlung“
(Südwestpresse, 03.06.2009).pdf >>
[*LINK: http://www.der-mast-muss-weg.de/pdf/presse/IHK_Ulm_Abschirmung.pdf ]

Aus dem Bericht der Südwestpresse:

„Wenn innerhalb des abgeschirmten Raums mobil telefoniert werde, vervielfache sich die gesundheitsschädliche Strahlung. Die Handwerkskammer hatte die elektromagnetischen Wellen schon im Ausweichquartier an der Keltergasse messen lassen. Die Telekom-Antennen an der Olgastraße und die zahlreichen Mobilfunkstationen in der City sorgten für erhöhte Werte. Kollegen klagten über Beschwerden. Daher befindet sich hinter der vorgehängten Fassade des Kammerneubaus nun eine geerdete Karbonschicht, auch die Wärmeschutzverglasung hält den Elektrosmog ab. So beträgt die Mobilfunkstrahlung im Gebäude 1,1 Mikrowatt pro Quadratmeter, direkt außerhalb sind es 4556 Mikrowatt. Gesundheitliche Belastungen beginnen offenbar bei 1000 Mikrowatt. „Das sind physikalisch gemessene Werte“, betont Christiane Birnbaum, „es ist also kein esoterischer Schnickschnack.“ Sie betrachtet den Neubau als „Schonraum“ für die 70 Mitarbeiter der Kammerverwaltung.“
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[*/QUOTE*]

Da wird ein ganzes Haus (?) eingepackt, verdämmt, isoliert. Mit einem Wort: DICHTGEMACHT.

Das heißt aber, daß INNEN, im Haus, sendende Mobiltelefone mit voller Leistung abstrahlen müssen. Wie schön, ein echter Hirngrill.


Ob die Leute dort das auch wissen? :wink:

Tags:
Kondom, Hensinger, Zwergenaufstand

Erst schirmen, dann warnen

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 20.07.2011, 20:10 (vor 3562 Tagen) @ ama

Da wird ein ganzes Haus (?) eingepackt, verdämmt, isoliert. Mit einem Wort: DICHTGEMACHT.

Das heißt aber, daß INNEN, im Haus, sendende Mobiltelefone mit voller Leistung abstrahlen müssen. Wie schön, ein echter Hirngrill.

Probieren Sie's mal mit inverser Logik:

Eben weil das Haus aufwendig geschirmt wurde "muss" jetzt ein Handyverbot ausgesprochen werden, weil die Leute sonst ahnungslos mit Handys telefonieren würden, die mit Maximalleistung senden! Ohne Schirmung wäre das nicht nötig.

Also ich finde das geradezu geniales strategisches Marketing der Baubiologie: erst schirmen, dann warnen!

Dass ausgerechnet eine IHK den Nachweis dafür erbringt, halte ich für bedenklich.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Erst schirmen, dann warnen

ama, Mittwoch, 20.07.2011, 20:36 (vor 3562 Tagen) @ H. Lamarr

Ich wette um 1 Euro, daß es in dem Haus KEINEN Warnhinweis gibt.

Dieses Haus zeigt, wie idiotisch die Warnungen der Baubiologen sind. Warum? Antwort: Weil die Baubiologen nur einen Teil der Realität wahrnehmen, bzw. nur einen Teil erzählen, selbst wenn sie die ganze Wahrheit je wahrgenommen haben sollten.

Die Messungen im Haus zeigen, daß innen das Feld abgeschwächt ist. Gemessen wird aber bloß, was von draußen kommt.

Wenn von innen gesendet wird, MUSS gegen die Dämpfung gesendet werden, also mit hoher bis maximaler Leistung. Mit anderen Worten: ein Mikrowellengrill. Das einzige, was dazu noch fehlt, sind die Metallreflektoren.

Gekochtes Hirn dank Baubiologen. Super.

Erst schirmen, dann warnen

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 20.07.2011, 22:22 (vor 3562 Tagen) @ ama

Ich wette um 1 Euro, daß es in dem Haus KEINEN Warnhinweis gibt.

Da mir dieser Betrag das zu versteuernde Einkommen verdoppeln würde, bitte hier entlang.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Erst schirmen, dann warnen

ama, Mittwoch, 20.07.2011, 23:42 (vor 3562 Tagen) @ H. Lamarr

"Ich wette um 1 Euro, daß es in dem Haus KEINEN Warnhinweis gibt."

"Da mir dieser Betrag das zu versteuernde Einkommen verdoppeln würde, bitte hier entlang. "

Was!? Da gibt es in dem Haus einen Hinweis, daß die Dämpfung der Wände die Handys zum Senden mit hoher oder Höchstleistung bringt? Den will ich sehen. :-)

Erst schirmen, dann warnen, dann wundern

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 21.07.2011, 00:08 (vor 3562 Tagen) @ ama

"Ich wette um 1 Euro, daß es in dem Haus KEINEN Warnhinweis gibt."

"Da mir dieser Betrag das zu versteuernde Einkommen verdoppeln würde, bitte hier entlang. "

Was!? Da gibt es in dem Haus einen Hinweis, daß die Dämpfung der Wände die Handys zum Senden mit hoher oder Höchstleistung bringt? Den will ich sehen. :-)

Ich frag' da morgen mal nach. Auch, ob die DECT im Haus verwenden.

Wenn ich das richtig sehe, funktioniert die Carbonfarbbeschichtung der IHK-Fassade durch Absorption. Dann sollte die Beschichtung sich nicht negativ auf die DECTs innen drin auswirken.

Sich vor EMF-Einwirkung von außen mit (Klingelingeling) teurer Carbonfarbbeschichtung zu schützen, nur um drinnen dann munter mit DECT zu hantieren, das wäre allerdings schon ziemlich dämlich. Nicht weil von DECT eine Gefahr ausginge, sondern wegen der völlig unnötigen Beschichtung der Fassade.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Erst schirmen, dann warnen, dann wundern

ama, Donnerstag, 21.07.2011, 00:49 (vor 3562 Tagen) @ H. Lamarr

"Ich frag' da morgen mal nach. Auch, ob die DECT im Haus verwenden."

An DECT hatte ich gar nicht gedacht, sondern daran, daß im Haus Leute mit Handys telefonieren. Zumindest die Besucher (eine IHK!) werden es tun.

Erst schirmen, dann warnen, dann wundern

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 21.07.2011, 01:05 (vor 3562 Tagen) @ ama

"Ich frag' da morgen mal nach. Auch, ob die DECT im Haus verwenden."

An DECT hatte ich gar nicht gedacht, sondern daran, daß im Haus Leute mit Handys telefonieren. Zumindest die Besucher (eine IHK!) werden es tun.

Ach Manno! Erst jetzt habe ich gesehen, dass die Geschichte aus der "Südwest Presse" schon Mitte 2009 geschrieben wurde. Naja, ich probier's dennoch, hoffentlich wissen die dann noch, wovon ich rede.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Handwerkskammer Ulm & Elektrosmog: Eine für alle

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 21.07.2011, 09:51 (vor 3561 Tagen) @ ama

IHK – Ulm läßt ihr Gebäude gegen Mobilfunkmasten abschirmen

Erster Satz, erster Fehler!

Nicht die IHK, Ulm, hat schirmen lassen, sondern die Handwerkskammer, Ulm.

Und das kam laut Telefonrecherche von heute morgen so: 2007 bekam die Handwerkskammer einen Neubau. Weil die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin eine auf Umweltgrößen sensibel reagierende Person ist, kam schon in die Planung der baubiologische Touch mit hinein. Schätzungsweise 30'000 Euro Mehrkosten soll die Carboneinlage in der Fassade gekostet haben, bei mehreren Millionen Baukosten eine nicht umstrittene Investition.

Den Wetteinsatz von 1 Euro bitte unverzüglich überweisen, denn im Gebäude, so sagte man mir, gelte tatsächlich ein Handyverbot und es werde überall mit Verbotsschildern auch darauf hingewiesen. Die Akzeptanz bei Besuchern sei allerdings nur so lala, es gäbe immer wieder Diskussionen. DECT gibt es laut Auskunftgeber nicht im Haus, da sind die Handwerker konsequent.

Kommentar: Wie so oft beim Thema EMF, z.B. wenn sich eine Bürgerinitiative um eine einzige Person herum bildet, oder ein Parteivorsitzender EMF zum Wahlkampfthema erklärt, so auch hier: Eine einzige Person ist für die Schirmung der Kammer in Ulm bestimmend gewesen. Sendemastengegner verschweigen diese Schieflage stets in ihren Meldungen, da wird dann draus, "Handwerkskammer Ulm schützt sich vor der Strahlung" oder so ähnlich. Bisher ist freilich noch jeder dieser Versuche, EMF-Angst öffentlich als Massenphänomen vorzugaukeln, mit lautem Knall zerplatzt, wenn einer die Behauptungen zu ihren Anfängen zurückverfolgt hat.

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Tags:
Fehler, Klarstellung, Handwerkskammer

Einer für alle

Kuddel, Donnerstag, 21.07.2011, 20:36 (vor 3561 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Donnerstag, 21.07.2011, 21:30

Kommentar: Wie so oft beim Thema EMF, z.B. wenn sich eine Bürgerinitiative um eine einzige Person herum bildet,...

Es gibt auch Fälle, wo ein ganzes "Land" mit der Stimme einer Person spricht, die ein öffentliches Amt bekleidet und nichts anderes als die Meinung eines Baubiologenverbandes wiedergibt.

Ein Beispiel dafür ist der "neue Vorsorgewert des Landes Salzburg" von 1uW/m².
Gemeint ist der von der "Landessanitätsdirektion Salzburg" empfohlene Vorsorgewert.

Häufig liest man beispielsweise:

Im Februar 2002 wurde von der Landessanitätsdirektion Salzburg aufgrund von "empirischen Erkenntnissen der letzten Jahre" eine erneute Senkung vorgeschlagen,..

Wessen "empirische Erkenntnisse" ?
=> Ganz offensichtlich sind die Erkenntnisse der Baubiologen (also der Privatwirtschaft) gemeint und nicht unabhängig von der "Landessanitätsdirektion" erhobene Daten.

Die "Landessanitätsdirektion" ist in EMF Belangen m.M.n. eine reine "One-Man Show", bestehend aus dem Baubiologen(fan) Dr. Gerd Oberfeld, der in seinen Broschüren (PDF 1,1MB) die allgemeine Empfehlung ausgibt:

(G Oberfeld) > Informieren Sie sich über Elektrosmog! Im Internet unter: www.salzburg.gv.at/umweltmedizin, als Taschenbuch: Wolfgang Maes, „Stress durch Strom und Strahlung“
Lassen Sie elektrische und magnetische Felder und elektromagnetische Strahlung am Schlafplatz, im Wohnbereich und am Arbeitsplatz von einem qualifizierten Messtechniker nach dem Standard der baubiologischen Messtechnik (SBM) messen und Vorschläge zur Reduzierung machen. Messergebnisse und Vorschläge müssen in schriftlicher Form vorliegen.

Es hört sich natürlich viel besser an, wenn ein "Land Salzburg" einen Wert empfiehlt, als wenn W. Maes, der Funktionär eines Dachverbandes für Wünschelrutengänger das tut.

Einer für alle:

Land Salzburg = W. Maes
Ökotest = W. Maes
BUND = W. Maes
Bündnis 90 = W. Maes ?
Bürgerwelle = W.Maes ?
...

K

Tags:
Oberfeld, Landessanitätsdirektion, Maes, Seilschaft

Kristallisationspunkt für Elektrosmog-Themen

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 21.07.2011, 23:05 (vor 3561 Tagen) @ H. Lamarr

Wie so oft beim Thema EMF, z.B. wenn sich eine Bürgerinitiative um eine einzige Person herum bildet ...

Ein' hab ich noch: Tollwood!

Vor ein paar Jahren hat sich der Veranstalter des regelmäßig in München stattfindenden Tollwood-Festivals eine zeitlang intensiv mit dem Thema Elektrosmog beschäftigt. Damals lasen z.B. im großen Zelt vor vielleicht 300 Besuchern Thomas Grasberger und Franz Kotteder aus ihrem Buch "Mobilfunk. Ein Freilandversuch am Menschen" und danach gab es eine kontroverse Diskussion zwischen Vertretern beider Lager. Zusätzlich versuchte der Veranstalter (Tollwood GmbH) überregional wahrgenommene Mobilfunkgegner auf eine gemeinsame Grenzwertforderung einzustimmen. Dazu wurden in München eigens mehrere Treffen in den Tollwood-Büros organisiert.

Aber war das wirklich ein ganzer Festivalbetrieb, der sich urplötzlich am Thema EMF entzündet hat und mit allerlei öffentlichen Aktionen sein Engagement in dieser Sache zeigte? Nein, natürlich nicht. Das Engagement von Tollwood geht allein auf die Geschäftsführerin zurück, die (angeblich) eine überzeugte Elektrosensible ist, aber keine Extrem-EHS, sondern eher sowas wie Gro Harlem-Brundtland.

Inzwischen hat Tollwood sein EMF-Engagement längst eingestellt, der erfolgreiche Wirtschaftsbetrieb kam mit der desolaten und in sich zerstrittenen Truppe der Mobilfunkgegner auf Dauer nicht zurecht, ich darf das so sagen, das IZgMF war damals nämlich auch mit dabei und moserte an der seinerzeit "gefundenen" Grenzwertforderung 100 µW/m² herum, weil dieser jegliche wissenschaftliche Rückhalt fehlte. Egal, heute redet sowieso keiner mehr davon, was damals ausgeschnapst wurde.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Tollwood, Brundtland, Kontroverse

Handwerkskammer Ulm & Elektrosmog: Hensingers Irrtum

H. Lamarr @, München, Samstag, 20.08.2016, 15:01 (vor 1704 Tagen) @ H. Lamarr

IHK – Ulm läßt ihr Gebäude gegen Mobilfunkmasten abschirmen

Erster Satz, erster Fehler!

Nicht die IHK, Ulm, hat schirmen lassen, sondern die Handwerkskammer, Ulm.

Der Fehler geht auf das Konto von Peter Hensinger (Der Mast muss weg), denn im Original des Beitrags ist klar und deutlich von Handwerkskammer und nicht von IHK (Industrie- und Handelskammer) die Rede.

Da in der Anti-Mobilfunk-Szene gerne einer vom anderen abschreibt oder sich noch einfacher mit Copy-Paste Inhalte beschafft, hat Hensingers Fehler rund ein Dutzend Abnehmer gefunden, irgendein bedeutender Abnehmer ist freilich nicht dabei. Wie denn auch.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
, Abschirmung, Hensinger, Baubiologen, Ulm, Handwerkskammer

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