Aßling & Mobilfunk: 140'000 Euro in den Sand gesetzt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 29.06.2011, 01:44 (vor 3540 Tagen)

Es ist nur ein kurzer Satz. Für die Gemeinde Aßling ist er aber überaus bedeutungsschwer: Telefonica O2 hat seine beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingereichte Normenkontrollklage zurückgenommen.

Am Donnerstag, 14. Juli, wäre es in der Münchner Ludwigstraße 23 um die Frage gegangen, ob die Kommune in ihrem Bestreben, Wildwuchs von Handy-Sendemasten zu vermeiden, rechtens agiert hat. Deshalb war extra der Aßlinger Flächennutzungsplan geändert worden. In ihm wurden sogenannte Konzentrationszonen festgesetzt, auf denen Sendeanlagen möglichst abseits von Bebauung erstellt werden dürfen. Anderswo aber nicht. Parallel dazu wurde noch ein Bebauungsplan aufgestellt, der ansonsten nach dem sogenannten Mobilfunkpakt genehmigungsfreie Masten bis zu einer Höhe von zehn Metern im bebauten Bereich verbietet. Rund 140 000 Euro hat sich das Aßling in den vergangenen Jahren kosten lassen.

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Kommentar: 140'000 Euro wofür? Um die Bürger der Gemeinde vor etwas zu schützen, was nicht nur in Aßling vorgesehen war, sondern weltweit praktiziert wird, ohne dass jemand zu Schaden kommt. Warum ausgerechnet Aßlinger auf die schwachen Funkwellen von Aßlinger Sendemasten regieren sollen, die Anwohner der anderen gut 60'000 Sendemasten-Standorte in Deutschland dagegen nicht, dafür gibt es mMn nur eine Erklärung: Irgendwer hat die Aßlinger Politprominenz übern Tisch gezogen und ihr ein X für ein U vorgemacht. Eigentlich müsste dort Strafantrag wegen sinnloser Verschwendung von 140'000 Euro gestellt werden. Die kleine Gemeinde feiert mMn keinen Riesenerfolg, sondern eine Riesendummheit.

Bei der Titelzeile des Artikels im Münchener Merkur hätte der GHz-Präsident Pate stehen können, auch er sieht sich Giganten gegenüber. Wieso ausgerechnet der kleinste der vier Mobilfunkbetreiber in Deutschland beim Merkur zum Giganten anschwillt, Einstein hätte es uns vielleicht erklären können.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Krötenwanderung, Bauleitplanung, Diagnose-Funk, Mobilfunkpakt, Standortplaner, Antennenwildwuchs, Aßling, Landesverband, Honorar, Müller-Diesing

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