Die Entdeckung der Hölle (Allgemein)

Sektor3, Mittwoch, 27.04.2011, 08:58 (vor 4774 Tagen)

In den siebziger Jahren bohrte ein Forscherteam im Norden Russlands das tiefste Loch der Welt. Das gigantische Projekt sollte eigentlich wissenschaftlichen Zwecken dienen - und sorgte plötzlich für weltweite Hysterie. Angeblich waren die Sowjets auf die Hölle gestoßen.

...Wo genau das Schauermärchen seinen Ursprung hatte, ist bis heute ungeklärt...

...Für die flächendeckende Verbreitung jedoch sorgte erst der norwegische Lehrer...

"Ich beschloss herauszufinden, wie weit ich die Leichtgläubigkeit dieser Menschen strapazieren konnte. Es war ein Experiment, um rauszufinden ob sie alles annehmen würden, solange es zu ihrer Weltsicht passt." Am 4. Januar 1990 schrieb er einen Leserbrief an TBN, in dem er sich als "Spezialberater des norwegischen Justizministeriums" ausgab und die schauerliche Geschichte noch ausbaute: In der Nacht nach den Tonaufzeichnungen, so berichtete Rendalen, sei plötzlich eine Säule aus phosphoreszierendem Gas aus dem Bohrloch geschossen. Dann sei aus den Wolkenmassen eine strahlende Gestalt mit Fledermausflügeln aufgetaucht, und am Himmel erschienen die Worte "Ich habe erobert".

Als Beleg seiner Geschichte fügte Rendalen seinem Brief einen norwegischen Artikel aus dem Lokalblatt "Asker Baerums Budstikke" bei. Rendalen erinnert sich: "Tatsächlich handelte der Text von einem Bauinspektor, der sich beschwerte, sein Arbeitgeber habe seine Meinungsfreiheit beschnitten...

...Die Legende war selbst von ihrem Schöpfer nicht mehr aufzuhalten: Rendalen veröffentlichte eine Stellungnahme, dass die Geschichte nur eine Lüge gewesen sei. Er offenbarte seinen Betrug in einer Radio-Talkshow. Er beantwortete die Briefe, die er nun aus aller Welt bekam, mit einem vorgefertigten Standardbrief, der erklärte, das alles sei nur ein Betrug. Doch vor allem im Internet verbreitete sich seine Lügengeschichte unaufhaltsam - bis heute...

(aus dem Spiegel-Artikel: "Russischer Tiefendrill: Hoppla, wir haben die Hölle angebohrt!")

Tags:
Talkshow

Die Entdeckung der Wirksamkeit des Nichts

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 27.04.2011, 09:59 (vor 4774 Tagen) @ Sektor3

Ich hab' auch noch einen!

Da geht es zwar nicht um die Entdeckung der Hölle, sondern nur um das höllisch komplizierte Problem, einer Elektrosmog-Entstörung eine Wirkung anzudichten, obwohl messtechnisch nicht das geringste davon zu merken ist. Die Lösung verrät ein "Gehirnforscher", der, wie könnte es auch anders sein, aus dem Südwesten der Republik kommt. Baden-Württemberg ist das Bundesland mit der längsten Grenze zur Schweiz, vermutlich ist dies der Ansteckungsherd.

"Das Gehirn gerät in Resonanz mit den dominanten Frequenzen des Elektrosmogs und sendet dieses eine Frequenzband so stark in unsere Messapparaturen, dass alles andere im Rauschen untergeht. Das Messgerät versucht, durch Hochregeln noch differenzierte Signale einzufangen, hat aber keinen Erfolg mehr. Vor der nächsten Messphase wird die Raumentstörung vorgenommen. An diesem Vorgang sind wir nicht beteiligt, wir wissen auch nichts über die postulierten Wirkmechanismen der Entstörung. Wenn wir anschließend Probanden in den Raum schicken, zeigt sich meistens, dass das Gehirn nun sehr viel mehr Aufnahmemöglichkeiten hat. Die Messung deutet meist zwar immer noch auf eine Belastung hin, aber der Mensch scheint besser damit umgehen zu können. Nach einer erfolgreichen Entstörungsmaßnahme müssen wir mit unseren Gehirnstrommessgeräten ein deutlich klareres Signal erhalten als vorher. Aber wohlgemerkt: Unsere Frequenzmessgeräte, die ja die rein technische Elektrosmogbealstung messen, werden nach wie vor genau das gleiche Resultat liefern wie bei der ersten Untersuchung des Raums."

Quelle: http://www.geomantie.net/article/read/5373.html

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Baden-Württemberg, Wirkmechanismen

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