Ravensburg stimmt neuen Masten zu (Allgemein)

Gast, Freitag, 26.11.2010, 01:03 (vor 3799 Tagen)

Die Mobilfunkanlage im Blaserturm wird erweitert. Außerdem gibt es demnächst voraussichtlich einen neuen, 25 Meter hohen Sendemast am Feuerwehrgerätehaus in Weißenau. Der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Ravensburger Gemeinderates hat beide Vorhaben mit knapper Mehrheit gebilligt.

Für den Mast in Weißenau wird allerdings noch ein Baugenehmigungsverfahren nötig, in dem die Anlieger ihre Bedenken geltend machen können, stellte Bauordnungsamtsleiter Martin Albeck klar. In der Sitzung ging es nur um die grundsätzliche Erlaubnis seitens der Stadt als Eigentümer der Gebäude. Im Falle des Blaserturmes ist ein Genehmigungsverfahren nicht notwendig, weil es sich nur um die Erweiterung einer bereits bestehenden Anlage handelt. Baubürgermeisterin Stephanie Utz meinte, dass sich bei der Standortfrage von neuen Mobilfunkanlagen prinzipiell kein Konsens finden lasse, „weil wir weder der Position der Mobilfunkbetreiber noch der Gegner hundertprozentig entsprechen können“. Die Stadt müsse ihre eigene Haltung finden – zu verhärtet die Fronten zwischen Betreibern und Kritikern der Handytechnik. Die Agendagruppe Mobilfunk (die Kritiker) ließ noch in der Sitzung verlauten, die Anlage in Weißenau sei „nicht zu verantworten“. In dem Wohngebiet habe jeder ein Festnetztelefon, das reiche aus.

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Gemeinderat, Ravensburg, Bürgermeister, Baugenehmigungsverfahren

Wenn Wutbürger fordern

AnKa, Freitag, 26.11.2010, 06:38 (vor 3798 Tagen) @ Gast

Aus dem Artikel:

Die Agendagruppe Mobilfunk (die Kritiker) ließ noch in der Sitzung verlauten, die Anlage in Weißenau sei „nicht zu verantworten“. In dem Wohngebiet habe jeder ein Festnetztelefon, das reiche aus.

Wenn Wutbürger sich etwas ausdenken, von dem sie glauben, es verbessere die Welt, dann kommen in aller Regel der totale Anspruch auf Bevormundung und das beanspruchte Recht anderen etwas zu verbieten dabei heraus.

Und dazu wieder mal, wie bei nahezu allen Sendemastengegnern, der Verzicht auf Logik und Grundwissen: Wenn die Ravensburger Sendemastengegner durchsetzen, dass in einer bestimmten Gegend einfach mal so kein Sendemast zu stehen hat, dann wird man dort fürderhin mit stets hoher Sendeleistung am Kopf telefonieren müssen. Das nehmen diese Leute anscheinend locker in Kauf, sie selbst telefonieren offenbar nicht mobil - ein Umstand, der Rückschlüsse auf das soziale Profil erlaubt. Da wollen welche nichts Neuem mehr angesichtig werden. Dieser ganze Fortschritt heutzutage, er widert manche eben einfach an.

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Egoismus, Wutbürger, Festnetz

Mobilfunkkonzept Ravensburg: Gut gemacht!

H. Lamarr @, München, Samstag, 27.11.2010, 03:39 (vor 3797 Tagen) @ AnKa

Wenn die Ravensburger Sendemastengegner durchsetzen, dass in einer bestimmten Gegend einfach mal so kein Sendemast zu stehen hat, dann wird man dort fürderhin mit stets hoher Sendeleistung am Kopf telefonieren müssen.

Diesmal wahrscheinlich nicht, "Anka"!

Auszug aus dem Entwurf für das "Handlungskonzept Mobilfunk" (PDF) der Stadt Ravensburg.

§ 2 Immissionsminimierung
Die Strahlenbelastung durch Mobilfunksendeanlagen an den OMEN soll reduziert werden, soweit dadurch die Strahlenbelastung durch Mobilfunktelefone nicht über die Maßen gesteigert wird. Nach Möglichkeit sollen sowohl lokal auftretende Immissionsspitzen als auch die mittlere flächenbezogene Strahlenbelastung abgesenkt werden.

Allerdings findet das Handlungskonzept nicht den Befall Ravensburger Sendemastengegner, die sich mehr Mitsprache wünschen. Ob die Mannen um Wolfgang Blüher auch den erfreulich sachkundig formulierten §2 des Handlungskonzepts bekämpfen, ist mir nicht bekannt. Zuzutrauen wäre es ihnen, denn Herr Blüher ist Werbefachmann, Fragen zur Linkbilanz von Handy-Mast-Verbindungen fallen nicht unbedingt in seinen Kompetenzbereich, denn wie er selber mal auf einem Treffen in München sagte: "Die Technik dahinter interessiert mich nicht".

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Referenten, Lobbyismus, Mobilfunkkonzept, Bürgerbeteiligung, Blüher

Mobilfunkkonzept Ravensburg: Gut gemacht!

RDW ⌂ @, Samstag, 27.11.2010, 06:53 (vor 3797 Tagen) @ H. Lamarr

§ 2 Immissionsminimierung
Die Strahlenbelastung durch Mobilfunksendeanlagen an den OMEN soll reduziert werden, soweit dadurch die Strahlenbelastung durch Mobilfunktelefone nicht über die Maßen gesteigert wird. Nach Möglichkeit sollen sowohl lokal auftretende Immissionsspitzen als auch die mittlere flächenbezogene Strahlenbelastung abgesenkt werden.

Das klingt für mich nach einer Quadratur des Kreises und ist schnell mal so hingeschrieben.
Und was mag "nicht über die Maßen gesteigert" bedeuten?

.....Herr Blüher ist Werbefachmann, Fragen zur Linkbilanz von Handy-Mast-Verbindungen fallen nicht unbedingt in seinen Kompetenzbereich, denn wie er selber mal auf einem Treffen in München sagte: "Die Technik dahinter interessiert mich nicht".

Das merkt man, siehe diesen Zeitungsartikel. Ein Auszug daraus:
"Ein weiterer Punkt, den Wolfgang Blüher am Dienstag ansprach, war der Umgang mit dem Begriff „Omen“ (Orte mit empfindlicher Nutzung). Das sind beispielsweise Wohngebiete, Schulen, und Krankenhäuser. Im ersten Paragrafen schreibt der Gutachter: „Bei dem Auf- und Ausbau der Mobilfunknetze verfolgt die Stadt Ravensburg das Ziel, an Orten mit empfindlicher Nutzung eine möglichst geringe Belastung der Bevölkerung […] zu gewährleisten.“
Die Agendagruppe will hier, dass nicht nur diese Orte berücksichtigt werden, sondern das komplette Stadtgebiet."

Also was will die Agendagruppe um Wolfgang Blüher? Sender komplett raus aus dem Stadtgebiet?
Ich glaube nicht dass man mit solchen Menschen auf der Basis von Sachargumenten diskutieren kann, weder technischer noch gesundheitlicher Art. In meinen Augen sind das beratungsresistente Ideologen, deren Einbindung in Entscheidungsprozesse letztendlich nur Schaden anrichten kann. Man kann nur versuchen sie dennoch zu informieren und darauf hoffen, dass sie irgendwann vernünftig werden und Ruhe geben.

RDW

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Beratungsresistent, Blüher, Agenda Arbeitskreis Mobilfunk Ravensburg

Mobilfunkkonzept Ravensburg: Gut gemacht!

KlaKla, Samstag, 27.11.2010, 08:24 (vor 3797 Tagen) @ RDW

Also was will die Agendagruppe um Wolfgang Blüher?

„Wir müssen es schaffen, dorthin zu kommen, dass wir in Zukunft nicht davon ausgehen, wie viele Masten die Mobilfunkbetreiber brauchen, sondern wir sollten festlegen, wie viel Strahlung die Stadt für einen ausreichenden Empfang wirklich braucht“, sagte Blüher.

Meinem Verständnis nach ist Blühers Ziel, ein Vorsorgewert unterhalb der amtlichen Grenzwerte.

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Meine Meinungsäußerung

Mobilfunkkonzept Ravensburg: Gut gemacht!

H. Lamarr @, München, Samstag, 27.11.2010, 13:50 (vor 3797 Tagen) @ RDW

§ 2 Immissionsminimierung
Die Strahlenbelastung durch Mobilfunksendeanlagen an den OMEN soll reduziert werden, soweit dadurch die Strahlenbelastung durch Mobilfunktelefone nicht über die Maßen gesteigert wird. Nach Möglichkeit sollen sowohl lokal auftretende Immissionsspitzen als auch die mittlere flächenbezogene Strahlenbelastung abgesenkt werden.

Das klingt für mich nach einer Quadratur des Kreises und ist schnell mal so hingeschrieben.
Und was mag "nicht über die Maßen gesteigert" bedeuten?

Ja mei, zur Klärung dieser Frage lassen sich wieder mehrere Ausschusssitzungen einberufen. Bei Glühwein und Lebkuchen wird dann bierernst um einen Kompromiss gerungen, mit dem alle zufrieden sind, die Gegener in aller Regel aber nicht. Da es ohnehin "nur" um Vorsorge geht, ist es eigentlich wurscht, ob man sich nun bei 30 %, 50 % oder 70 % trifft. Wichtiger scheint mir die soziale Komponente solcher runden Tische zu sein, die den "Sprechern" das berauschende Gefühl vermitteln, auf Augenhöhe mitreden zu dürfen - obwohl sie doch kaum etwas von der Sache verstehen. Deswegen sind diese Tische ja auch immer rund. Stellt man ein paar Holzpferde, Polizei- und Feuerwehrautos drauf und dreht das Ganze, leuchten die Äuglein der Akteure noch viel mehr ;-).

Zur Kompromissfindung zwischen Sendemast- und Handy-Immission mag das folgende Schaubild dienen, da müsste eigentlich auch der blutigste technische Laie mit dem Finger sofort auf den 150-Meter-Punkt zeigen:

[image]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Bild, Feldstärke, Mobilfunkkonzept, Immission, Handynutzer

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