Königin Sylvia kümmert sich um Demenz-Kranke (Allgemein)

Eva Weber, Mittwoch, 03.11.2010, 12:20 (vor 3319 Tagen)

Das Posting wurde hier abgetrennt.

... Kommt Abstand, kommt Einsicht. In Anbetracht der demografischen Entwicklung im Land kann der Einsicht freilich Demenz zuvor kommen.

Königin Sylvia von Schweden, die sich sehr um Demenz-Kranke kümmert, da ja auch ihre Mutter daran erkrankte, war einmal zu Gast bei Beckmann. Er fragte, wann denn Demenz so ungefähr beginnt. Sie sagte in etwa: "Bisher lag der Beginn bei ungefähr 70, heute leider oft schon bei 50 Jahren.

Soviel zur demografischen Entwicklung in Bezug auf Demenz!

Eva Weber

Oberstufe der Desinformation

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.11.2010, 12:28 (vor 3319 Tagen) @ Eva Weber

Königin Sylvia von Schweden, die sich sehr um Demenz-Kranke kümmert, da ja auch ihre Mutter daran erkrankte, war einmal zu Gast bei Beckmann. Er fragte, wann denn Demenz so ungefähr beginnt. Sie sagte in etwa: "Bisher lag der Beginn bei ungefähr 70, heute leider oft schon bei 50 Jahren.

Soviel zur demografischen Entwicklung in Bezug auf Demenz!

Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie den üblichen Verdächtigen an dieser Entwicklung abermals auf der Anklagebank sehen? Oder soll das der geneigte Leser nur denken, ohne dass es ausgesprochen wird? Das wäre dann die Oberstufe der Desinformation, gegen die nur eins hilft: Wissen & Bildung.

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Oberstufe der Desinformation

Eva Weber, Mittwoch, 03.11.2010, 13:10 (vor 3319 Tagen) @ H. Lamarr

Königin Sylvia von Schweden, die sich sehr um Demenz-Kranke kümmert, da ja auch ihre Mutter daran erkrankte, war einmal zu Gast bei Beckmann. Er fragte, wann denn Demenz so ungefähr beginnt. Sie sagte in etwa: "Bisher lag der Beginn bei ungefähr 70, heute leider oft schon bei 50 Jahren.

Soviel zur demografischen Entwicklung in Bezug auf Demenz!

Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie den üblichen Verdächtigen an dieser Entwicklung abermals auf der Anklagebank sehen? Oder soll das der geneigte Leser nur denken, ohne dass es ausgesprochen wird? Das wäre dann die Oberstufe der Desinformation, gegen die nur eins hilft: Wissen & Bildung.

Auf Ihren Satz: "In Anbetracht der demografischen Entwicklung im Land kann der Einsicht freilich Demenz zuvorkommen."
schrieb ich lediglich, dass heute leider Demenzerkrankungen lt. Königin Sylvia von Schweden oft schon bei 50 beginnen. In Anbetracht der Erwähnung des demografischen Faktors erschien mir dies für angebracht.

Was Sie weiter denken, daraus schließen, darauf habe ich keinen Einfluss.

Im Übrigen könnte es doch in manchen Dingen tatsächlich von Vorteil sein, wenn die Menschen z.B. ab 50 schon gezwungenermaßen das Denken einstellen müssten.

Eva Weber

Oberstufe der Desinformation

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.11.2010, 14:19 (vor 3319 Tagen) @ Eva Weber

Auf Ihren Satz: "In Anbetracht der demografischen Entwicklung im Land kann der Einsicht freilich Demenz zuvorkommen."
schrieb ich lediglich, dass heute leider Demenzerkrankungen lt. Königin Sylvia von Schweden oft schon bei 50 beginnen. In Anbetracht der Erwähnung des demografischen Faktors erschien mir dies für angebracht.

Warum weisen Sie darauf hin, welchen Zweck hat Ihr Hinweis? Niemand schreibt etwas nur so.

Was Sie weiter denken, daraus schließen, darauf habe ich keinen Einfluss.

Hätten Sie recht, müssten bei Gerichtsverhandlungen die Richter die Anwälte nicht immer wieder ermahnen, keine Suggestivfragen zu stellen. Selbstverständlich können Sie das Denken der Leute in eine bestimmte Richtung provozieren, in der Mobilfunkszene sehe ich zwei Websitebetreiber, die genau mit diesem Trick arbeiten. Der eine wohnt in Stuttgart, die anderen hausen in der Schweiz.

Im Übrigen könnte es doch in manchen Dingen tatsächlich von Vorteil sein, wenn die Menschen z.B. ab 50 schon gezwungenermaßen das Denken einstellen müssten.

Ja, da könnte was dran sein, dennoch: hören Sie nicht auf zu denken, oder polemisch: Um das Denken einzustellen muss man zuvor mal damit angefangen haben, und da bin ich mir bei manchen nicht ganz sicher ... ;-).

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Eva Weber, Mittwoch, 03.11.2010, 21:09 (vor 3319 Tagen) @ H. Lamarr

Auf Ihren Satz: "In Anbetracht der demografischen Entwicklung im Land kann der Einsicht freilich Demenz zuvorkommen."
schrieb ich lediglich, dass heute leider Demenzerkrankungen lt. Königin Sylvia von Schweden oft schon bei 50 beginnen. In Anbetracht der Erwähnung des demografischen Faktors erschien mir dies für angebracht.

Warum weisen Sie darauf hin, welchen Zweck hat Ihr Hinweis? Niemand schreibt etwas nur so.

Natürlich schrieb ich es nicht nur so, genau so wie Sie nicht einfach nur so schrieben: "In Anbetracht der demografischen Entwicklung im Land kann der Einsicht freilich Demenz zuvorkommen." Oder kam Ihnen das einfach so in den Sinn weil Menschen mit einem Mast nicht einverstanden sind oder wollten Sie vielleicht jemandem den Wink mit der Zaunlatte geben?

Ich habe Sie lediglich darauf hingewiesen, dass lt. Königin Sylvia von Schweden Demenz heute schon mit 50 beginnen kann. Nachdem Sie - und damit werde ich deutlich - darauf hingewiesen haben, dass aufgrund des demografischen Faktors eben alte Leute Demenz bekommen können vor Einsicht, habe ich Sie auf eine neue Erkenntnis hingewiesen. Sie müssen es doch nicht glauben, Sie sind doch noch lange nicht 50 oder? Es hat doch keine Gefahr!

Was Sie weiter denken, daraus schließen, darauf habe ich keinen Einfluss.

Hätten Sie recht, müssten bei Gerichtsverhandlungen die Richter die Anwälte nicht immer wieder ermahnen, keine Suggestivfragen zu stellen. Selbstverständlich können Sie das Denken der Leute in eine bestimmte Richtung provozieren, in der Mobilfunkszene sehe ich zwei Websitebetreiber, die genau mit diesem Trick arbeiten. Der eine wohnt in Stuttgart, die anderen hausen in der Schweiz.

Entschuldigung, aber so einen Schmarren in Bezug auf meine Aussage habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Sagen Sie mir, wo ich eine Suggestivfrage gestellt habe und ich gebe Ihnen Antwort, vorausgesetzt es steckt einigermaßen Sinn dahinter?

Im Übrigen könnte es doch in manchen Dingen tatsächlich von Vorteil sein, wenn die Menschen z.B. ab 50 schon gezwungenermaßen das Denken einstellen müssten.

Ja, da könnte was dran sein, dennoch: hören Sie nicht auf zu denken, oder polemisch: Um das Denken einzustellen muss man zuvor mal damit angefangen haben, und da bin ich mir bei manchen nicht ganz sicher ... ;-).

Lieber Spatenpauli, bedenken Sie bitte, ich befinde mich lt. höchster Instanz in einer "subjektiv empfundenen Notlage". Ferner habe ich zeitlebens nie mit Denken angefangen, und ich habe es zeitlebens nie gebraucht und auch nie vermisst. Schwadronieren Sie nicht lange unnötig herum, und nehmen Sie es wie es ist.

Im Übrigen schrieben Sie folgendes: "Vermutlich sind Sie, Frau Weber, beruflich "milieugeschädigt" weil Sie der wörtlichen Rede ungewöhnlich großes Gewicht geben." http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=43058

Haben Sie etwas gegen die wörtliche Rede? Übrigens mein berufliches Milieu war schon o.k. Für mich wenigstens!

Eva Weber

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Notlage

Ein paar Daten zu Demenz

Doris @, Mittwoch, 03.11.2010, 22:34 (vor 3319 Tagen) @ Eva Weber
bearbeitet von Doris, Mittwoch, 03.11.2010, 22:55

Ich habe Sie lediglich darauf hingewiesen, dass lt. Königin Sylvia von Schweden Demenz heute schon mit 50 beginnen kann. Nachdem Sie - und damit werde ich deutlich - darauf hingewiesen haben, dass aufgrund des demografischen Faktors eben alte Leute Demenz bekommen können vor Einsicht, habe ich Sie auf eine neue Erkenntnis hingewiesen.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat ein Datenblatt (man kann auch Fact Sheet sagen ;-) )über die Epidemiologie der Demenz auf ihrer Website

-------> hier kann es angeklickt werden

Ein paar Daten daraus..

Nach umfangreichen Studien aus Deutschland und aus anderen Industrieländern leiden zwischen 6 und knapp 9 % der Menschen im Alter von über 65 Jahren an einer Demenz...

Die Prävalenzrate (Anteil der Kranken an der Bevölkerung) steigt steil mit dem Alter an. Wie aus der Tabelle hervorgeht, verdoppelt sich die Krankenziffer im Abstand von jeweils etwa 5 Altersjahren und nimmt von knapp
über 1 % in der Altersgruppe der 65 - 69Jährigen auf mehr als 30 % unter den über 90Jährigen zu. Überträgt man die altersbezogenen Prävalenzraten auf die deutsche Altersstruktur, so zeigt sich, dass rund zwei Drittel aller Erkrankten bereits das 80. Lebensjahr vollendet haben.

Weniger als 3 % der Erkrankungen treten bereits im Alter von unter 65 Jahren auf. In Deutschland sind ca. 20.000 Patienten von diesen früh beginnenden Demenzen betroffen.

Dass immer mehr jüngere Menschen an Demenz erkranken ist kein Thema, sondern das zunehmende höhere Lebensalter ist die Ursache für immer mehr Demenzerkrankungen.

Demenz hat sich in den letzten 100 Jahren vervielfacht, weil es immer mehr Menschen über 65 Jahre gibt. Deshalb gibt es auch diese Hochrechnungen für das Jahr 2050.

Und hier gibt's noch was über die Ursachen einer früh beginnenden Demenz (unten auf der Seite) -----> hier

Sie müssen es doch nicht glauben, Sie sind doch noch lange nicht 50 oder? Es hat doch keine Gefahr!

Aber hallo, spatenpauli. Jetzt werde ich aber doch neugierig. Sie müssen sich aber verdammt gut gehalten haben und das trotz hautnahem Sender ;-)

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Epidemiologie, Demenz

Ein paar Daten zu Demenz

Eva Weber, Mittwoch, 03.11.2010, 22:56 (vor 3319 Tagen) @ Doris

Dass immer mehr jüngere Menschen an Demenz erkranken ist kein Thema, sondern das zunehmende höhere Lebensalter ist die Ursache für immer mehr Demenzerkrankungen.

Jetzt glaube ich kommt mir der richtige Gedanke um dieses Thema zu beenden. Man muss doch nur der Königin Sylvia von Schweden sagen, dass es eine Studie gibt nach der Handytelefonieren Alzheimer verhindert.

Somit denke ich wird Alzheimer sowieso aussterben!

Eva Weber

Starkes rauchen fördert Demenz

KlaKla, Dienstag, 09.11.2010, 09:57 (vor 3313 Tagen) @ Doris

Amerikanische Wissenschaftler haben im Rahmen einer Langzeitstudie mit 21.000 Teilnehmern festgestellt, dass starkes Rauchen nicht nur das Herz-Kreislauf-System und die Atemwege schädigt, sondern auch negative Wirkungen auf das Gehirn hat. Durch den Tabakkonsum wird das Risiko einer Alzheimer- und Demenzerkrankung um mehr als das doppelte erhöht.

1,3 Millionen Demenzerkrankte in Deutschland

Nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums sind in Deutschland derzeit rund 1,3 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Die Ergebnisse einer jüngsten Studie belegen, dass bis zum Jahr 2050 die Zahl der Betroffenen in Deutschland auf rund 2,6 Millionen steigen wird. Eindeutige Risikofaktoren für die Entstehung einer Demenzerkrankung sind neben dem Rauchen, Fettleibigkeit, Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Aber auch wenig Bewegung und eine ungesunde Ernährung sind eindeutige Risikofaktoren. Quelle: Gesundial News

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Meine Meinungsäußerung

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Tabak, Rauchen, Ablenkungsforschung, Diabetes, Bluthochdruck, Demenz

Starkes rauchen fördert Demenz

Eva Weber, Dienstag, 09.11.2010, 11:37 (vor 3313 Tagen) @ KlaKla

Amerikanische Wissenschaftler haben im Rahmen einer Langzeitstudie mit 21.000 Teilnehmern festgestellt, dass starkes Rauchen nicht nur das Herz-Kreislauf-System und die Atemwege schädigt, sondern auch negative Wirkungen auf das Gehirn hat. Durch den Tabakkonsum wird das Risiko einer Alzheimer- und Demenzerkrankung um mehr als das doppelte erhöht.

1,3 Millionen Demenzerkrankte in Deutschland

Nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums sind in Deutschland derzeit rund 1,3 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Die Ergebnisse einer jüngsten Studie belegen, dass bis zum Jahr 2050 die Zahl der Betroffenen in Deutschland auf rund 2,6 Millionen steigen wird. Eindeutige Risikofaktoren für die Entstehung einer Demenzerkrankung sind neben dem Rauchen, Fettleibigkeit, Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Aber auch wenig Bewegung und eine ungesunde Ernährung sind eindeutige Risikofaktoren. Quelle: Gesundial News

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Es ist wirklich schrecklich, überall, wo man hinschaut, sind und waren Lobbyisten am Werk. Zum Glück gibt es, denke ich, DERZEIT EINE EINZIGE RÜHMLICHE AUSNAHME, UND DAS IST UND BLEIBT, WIE KANN ES ANDERS SEIN, "MOBILFUNK!!!"

Eva Weber

Starkes Rauchen fördert Demenz

Doris @, Dienstag, 09.11.2010, 22:33 (vor 3313 Tagen) @ KlaKla

Amerikanische Wissenschaftler haben im Rahmen einer Langzeitstudie mit 21.000 Teilnehmern festgestellt, ....

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Lange Zeit galt Rauchen nicht als Risikofaktor für eine Alzheimer/Demenzerkrankung und es ging nicht nur um die angebliche Schutzwirkung des Nikotin, sondern allgemein darum, dass Rauchen nicht als Risikofaktor galt. Selbst heute noch findet sich auch auf seriösen Seiten keinen Hinweis auf Rauchen als Risikofaktor. (z.B. Wikipedia. Dort findet sich jedoch unter "neueste Erkenntnisse was Interessantes. Die Ursachen für Alzheimer sind einfach noch nicht ausreichend erforscht.)

An diesem "Umstand" war offensichtlich die Tabakindustrie maßgeblich beteiligt.

Rauchen erhöht das Alzheimer-Risiko (der standard.at)

Ergebnis zahlreicher Studien vom Naheverhältnis zur Tabakindustrie beeinflusst - Dass Rauchen vor Alzheimer schützt, ist ein Mythos

San Francisco - Wer häufig zur Zigarette greift, hat doppelt so hoher Gefahr, im Alter Alzheimer zu entwickeln. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der University of California in San Francisco in der Zeitschrift Journal of Alzheimer's Disease. Sie analysierten eine Reihe früherer Studien zum Thema und erkannten dabei, dass es vor allem auf das Verhältnis der jeweiligen Wissenschaftler zur Tabakindustrie ankommt, ob Rauchen als Risikofaktor für Alzheimer gilt oder nicht.

Grundlage der Forscher bildete eine Meta-Analyse von 43 Studien, die zwischen 1984 und 2007 zum Thema Rauchen und Alzheimer durchgeführt wurden. Der Augenmerk lag dabei auf dem jeweiligen Studienaufbau, von welcher Qualität die Fachzeitschriften waren, in denen die Studien jeweils publiziert wurden, wann die Veröffentlichung erfolgte und auch ob die Autoren Verbindungen zur Tabakindustrie besaßen. Für die letztere Angabe dienten ihnen 877 Dokumente der Tabakindustrie, die bis zum Zeitpunkt der Studienveröffentlichung noch geheim waren.

Folgenreiche Beeinflussung

Dieses Naheverhältnis zur Industrie konnte in jeder vierten Studie nachgewiesen werden. Genau diese Studien waren es jedoch, die den Schluss gezogen hatten, dass Rauchen den Ausbruch von Alzheimer verzögern kann oder sogar davor schützt. Bei den Studien, die keinen derartigen Interessenskonflikt aufwiesen, zeigte sich hingegen ein um den Faktor 1,72 höheres Alzheimer-Risiko bei Rauchern, was fast einer Verdoppelung der Gefahr bedeutet.

Dieses Ergebnis verdeutlicht, wie entscheidend die Verstrickungen zur Industrie Forschungsergebnisse beeinflussen können. "Ähnliche, früher durchgeführte Metaanalysen haben diesen Faktor des Interessenskonfliktes nicht berücksichtigt", betont Studienleiterin Janine K. Cataldo. Dadurch sei über Jahre hinweg in den Medien der Mythos verbreitet worden, dass Rauchen vor Alzheimer schützt. "Die Auswirkungen von Alzheimer auf die Lebensqualität der Betroffenen wie auch auf das Gesundheitssystem steigt ständig. Eine genaue Klärung seiner Risikofaktoren - wozu besonders das Rauchen gehört - ist somit wichtig", so die US-Forscherin.

Und dass es Erhebungen zu einem Einfluss der Geldgeber auf Studienergebnisse bei Mobilfunk gibt, das ist auch kein Geheimnis. Sowohl Dr. Neitzke als auch der in der Schweiz fürchterlich gescholtene Martin Röösli bzw. Kerstin Hug haben dazu Studien durchgeführt.

Und erst kürzlich gab es diese Studie

Systematischer Review und Meta-Analyse der psychomotorischen Wirkungen elektromagnetischer Felder von Mobiltelefonen.

Von: Valentini E, Ferrara M, Presaghi F, Gennaro LD, Curcio G

Die Zusammenfassung dieser Arbeit, die neben dem eigentlichen Thema auch noch eine andere Aussage macht, gibt es in einem WIK-Brief

Übersichtsarbeit zu psychomotorischen Effekten durch Mobilfunkfelder
Für diese Analyse wurden acht Literaturdatenbanken für den Zeitraum ab 1999 nach Studien durchsucht, in denen die menschliche Gehirnfunktion und –leistung unter dem Einfluss von Mobilfunkfeldern an Probanden im Labor untersucht wurden. Die Autoren identifizierten 24 Publikationen, die wenigstens ein Hauptergebnis zu psychomotorischen Messungen enthielten. In der anschließenden Metaanalyse setzten die Wissenschaftler verschiedene statistische Methoden ein, um die in den einzelnen Studien festgestellten Effekte skalenunabhängig bemessen und zusammenführen zu können. Der Einfluss der Herkunft der Studien-Fördergelder und der sogenannte „Publikations-Bias“ (die Tendenz zur ergebnisabhängigen Veröffentlichung, z.B. die Nichtveröffentlichung negativer Studienergebnisse) wurden für die einzelnen Studienendpunkte ebenfalls untersucht. Für einen der psychomotorischen Tests fand man eine Abhängigkeit von der Studienförderung, bei drei Tests einen „Publikations-Bias“.
Als Ergebnis stellen die Autoren fest, dass „EMF, wie sie von Mobiltelefonen ausgesendet werden, die Wahrnehmungsleistung und die Ergebnisse psychomotorischer Tests nicht zu beeinflussen scheinen.“ Dennoch sollten die festgestellten Verzerrungen durch Studien-Förderquellen und einseitige Veröffentlichung „…die Weltgesundheitsorganisation WHO zum Eingreifen ermutigen, damit hierzu offizielle Forschungsstandards und Richtlinien entwickelt werden.“ Weitere Forschung sollte sich auf die Untersuchung wiederholter intensiver sowie chronischer Exposition, vor allem bei besonders sensiblen Bevölkerungsgruppen wie Kindern, konzentrieren.
Bibliographie:


Und eine Anmerkung in eigener Sache:
Ich ertappe mich dabei, dass ich die Entscheidung solche Sachen einzustellen (jeder weiß, wieviel Arbeit dahinter steckt) teilweise schon unter dem Aspekt bewerte, ob Frau Weber sich solcher Beiträge sofort annimmt, sich in ihrer Wahrnehmung bestätigt fühlt und das Ganze sofort wieder in die unleidige Diskussion der Elektrosensibilität führt, was regelmäßig in Endlossträngen, weg vom eigentlichen Thema, endet. MMn verdünnt genau sowas jegliche sachliche Diskussion und sowas hatten wir hier im Forum schon einmal.

Deshalb speziell für Frau Weber:

Evtl. Auswirkungen von EMF speziell auf Kinder sind nach wie vor in der Wissenschaft Thema.

Mit Ihrer angeblichen Elektrosensibilität hat dies nichts zu tun.

Biologische Wirkungen, über deren gesundheitliche Relevanz jedoch noch diskutiert wird, sind nicht automatisch eine Bestätigung Ihrer Beschwerden bzw. derer von anderen im Netz aktiven EHS. Diese Argumentation fällt mir momentan gehäuft auf.

Dass auch die Mobilfunkindustrie mit unlauteren Mitteln versucht zu kämpfen, das wird wohl niemand ernsthaft bezweifeln. Aber einen starken Sehfehler haben Sie und all diejenigen, welche die Lobby hinter den Gutmenschen nicht sehen (wollen).

Tags:
Alzheimer, Tabak, Gutmensch, WIK

Alzheimer, Mobilfunk & Rauchen

Sektor3, Freitag, 12.11.2010, 17:12 (vor 3310 Tagen) @ Doris

Ben Goldacre beschäftigt sich mit der Frage: Stoppt Qualm den Alzheimer?
Sein Ergebnis:

"Das hängt davon ab, wen man fragt. Forscher, die von der Tabakindustrie bezahlt werden, spielen das erhöhte Risiko von Rauchern herunter. Bis das Gegenteil herauskommt."

Prof. A beschäftigt sich u.a. mit der Frage: Löst Handystrahlung Alzheimer aus?
Seine Ergebnisse:

2004:

Prof. A: Die nachgewiesenen Genschäden und Änderungen der Genfunktion sind die Grundlage der Krebsentstehung und der Entstehung aller chronischen Erkrankungen. Mit Handystrahlen wird ja die Entstehung von Hirntumoren, auch die Entstehung von der Alzheimer´schen Krankheit in Zusammenhang gebracht. Das ist nicht bewiesen, aber die Erkenntnisse, die wir jetzt hinzugefügt haben, sprechen dafür, dass die Entstehung solcher Krankheiten durch elektromagnetische Felder möglich ist.

2007:

Wir wissen heute, dass dem Ausbruch chronischer Erkrankungen wie Krebs und Alzheimer je nach der Intensität einer schädlichen Einwirkung in der Regel eine Latenzzeit von bis zu 20 und mehr Jahren vorausgeht. Es ist bis heute nicht bewiesen, dass die Mobilfunkstrahlung unterhalb des geltenden Richtwertes eine solche schädliche Einwirkung darstellt.


Offenbar konnte das APOPIS Projekt (Jan 2004 - Dez 2006) die Fragen von Prof. A. zu Alzheimer noch nicht gut genug beantworten, so dass er die Alzheimer-Forschung nun auch noch für das MEMOSAD-Projekt (01.01.2008 - 31.12.2010) mit EU-Finanzierung koordiniert.

Tags:
Alzheimer, Forschung, Tabak, Latenzzeit

Demenz-Report: Düstere Prognose für Ostdeutschland

Doris @, Donnerstag, 24.02.2011, 13:36 (vor 3206 Tagen) @ Doris

Demenz-Report: Düstere Prognose für Ostdeutschland

Berlin / sz Berlin (dpa) - Ostdeutschland wird nicht nur das Altenheim der Republik, sondern auch das Pflegeheim. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt oder Sachsen leben in 15 Jahren deutlich mehr Demenz-Patienten als jetzt - sagen Statistiker.

weiter.....

Den kompletten Report gibt es hier

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