Mobilfunk: Gräfelfing im Streit mit Nachbargemeinden (Allgemein)

Gast, Sonntag, 28.03.2010, 09:41 (vor 3544 Tagen)

Mobilfunk-Streit: Planegg verklagt Gräfelfing

Würmtal - Das Verhältnis zwischen Planegg und Gräfelfing eskaliert. Planegg hat beschlossen, gegen den von Gräfelfing geplanten 40-Meter-Mobilfunkmasten an der Ortsgrenze zu klagen.

Am Dienstag brachte der Gräfelfinger Gemeinderat sein Mobilfunkkonzept auf den Weg. Elementarer Bestandteil ist der Bau eines 40 Meter hohen Mastes am Professor-Max-Dieckmann-Platz, nur wenige Meter von Planeggs Ortsgrenze entfernt. Für Planegg ist der Mast der Casus Belli.

Im Umweltausschuss am Donnerstagabend griffen die Planegger Gemeinderäte ihre Nachbarkollegen scharf an. Gräfelfing habe sich „verrannt“, sagte Bürgermeisterin Annemarie Detsch. „Die Verhältnismäßigkeit ist nicht mehr gewahrt.“

Peter von Schall (FDP-Fraktion) berichtete, dass die Gräfelfinger Bürgerinitiative eine Klage gegen die Gemeinde anstrengen werde. „Es wäre gut, wenn wir uns anschließen. Das sind wir den Planegger Bürgern schuldig.“ Gerhard Schleburg (CSU) nannte den Standort am Dieckmann-Platz den „brutalst möglichen“ für Planegg. „Warum setzen sie ihren Mast direkt an unsere Ortsgrenze?“

Die Absprachen zwischen Gräfelfing und den Mobilfunkanbietern seien „nebulös“, sagte Schleburg. „Planegg ist gut versorgt. Wir brauchen den Mast nicht.“ SPD-Gemeinderat Thomas Roy warnte davor, Gräfelfing für sein Konzept zu verurteilen. „Es ist reines Glück, dass Planegg gut versorgt ist mit Masten. Gräfelfing hat dieses Glück nicht.“ Acht Jahre habe die Nachbargemeinde an ihrem Konzept getüftelt. „Es war beileibe keine überstürzte Entscheidung. Wir hatten viele Jahre Zeit, das Thema mit Gräfelfing zu diskutieren“, sagte Roy, der sich dennoch der Auffassung seiner Ratskollegen anschloss, den Klageweg zu beschreiten.

Nach Auffassung eines von der Gemeinde mit der Prüfung des Sachverhalts beauftragten Rechtsanwalts habe Planegg jedoch „äußerst geringe“ Erfolgsaussichten. Mobilfunkmasten im Außenbereich seien privilegiert und damit zulässig. Ein möglicher Hebel für Planegg wäre es, den Nachweis zu erbringen, in der eigenen Planungshoheit negativ betroffen zu sein. „Dies ist aber nicht zu erkennen“, so die Auffassung des Rechtsanwalts. Dennoch entschloss sich der Ausschuss einmütig, Klage einzureichen. Thomas Roy schlug vor, sich mit einem Planegger Bürger zusammenzuschließen. „Dessen Rechtsposition ist deutlich besser als die einer Kommune. Damit erhöhen wir unsere Chancen.“
© Copyright merkur-online.de, veröffentlicht am 26.03.10

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[Admin: Bisherigen Postingtitel "Gräfelfing" am 26.07.14 ergänzt]

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Gräfelfing

AnKa, Sonntag, 28.03.2010, 12:07 (vor 3544 Tagen) @ Gast

Nach Auffassung eines von der Gemeinde mit der Prüfung des Sachverhalts beauftragten Rechtsanwalts habe Planegg jedoch „äußerst geringe“ Erfolgsaussichten. Mobilfunkmasten im Außenbereich seien privilegiert und damit zulässig.

Eine spannende Entwicklung. Das St.-Florians-Prinzip in seiner interkommunalen Variante.

Besonders interessant: Gräfelfing kann auf die Privilegierung "seiner" Sendemastenstandorte pochen. Eine Regelung, die man gegenüber den Mobilfunkfirmen einst verdammte, nutzt man nun gegenüber der Nachbarkommune selbst aus.

Den "Planer", der für Gräfelfing gearbeitet hat, scheint der Nachbarort jedenfalls nicht weiter geschert zu haben. Dabei zeigt der Blick auf die Karte, dass Gräfelfing und Planegg ineinander übergehen. Eine Ortsgrenze, die sich etwa durch Grünstreifen oder einen Bach/Fluss ergeben würde, ist in der Draufsicht nicht auszumachen.

Das dörfische Inseldenken der Gräfelfinger ist in der Rückschau fragwürdig. Wenn jede Gemeinde, so wie die Gräfelfinger, sich auf diese Weise ihr isoliertes Konzept herbeiplanen würde, dann kämen theoretisch landes- und bundesweit unter dem Strich mehr Sendemasten heraus als nötig.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Gräfelfing

KlaKla, Sonntag, 28.03.2010, 13:38 (vor 3544 Tagen) @ Gast

Realisierung des Mobilfunk-Standortkonzeptes so nahe wie noch nie

... Von diesem Kompromiss hielten Frank Sommer (Grüne) und Jürgen Lüsch (CSU) überhaupt nichts. Sie wiesen darauf hin, dass den Anliegern samt Kindergarten eine so eklatante Schlechterstellung bei den Strahlenwerten nicht zuzumuten sei. Sommer: „Wir müssen nach zehn Jahren endlich Farbe bekennen, ob uns die Gesundheitsvorsorge wichtig genug ist, die Optik hintanzustellen.“ Wenn nicht, müsse man das Konzept eben fallen lassen. Das bedeute allerdings keineswegs den Erhalt des Ist-Zustandes, sondern einen sofortigen massiven Ausbau der Dachstandorte. Sommer: „Es liegen vier Anträge von einem Betreiber vor, drei andere warten noch.“

Die Gräfelfinger Modell Gestalter scheinen an die Grenzen ihres Modells zu stoßen. Das Vorgehen des amtierenden Bürgermeisters und Partner ist mMn Rücksichtslos und Egoistisch. Je nach Belieben widmet man sich der Sorge um Kinder. Sommer verteidigt sein Modell mit einen Horrorszenarium. Dabei ist der Netzausbau eine unumgängliche Weiterentwicklung die durch den Bedarf der Nutzer entsteht.

Nicht klar ist ob die Betreiber auf die von ENORM ausgewiesenen Standorte gehen oder man hier Ausnahmen verhandelt. Wenn hier Ausnahmen zur Regel werden ist das Modell gescheitert. Das Konzept von ENORM war nicht billig und jede Ausnahme wird heute durch das Umweltinstitut den Bürgern als notwendiger aber optimierter Standort verkauf.

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Mobilfunk Gräfelfing: Bauch gewinnt 22:3 gegen Hirn

H. Lamarr @, München, Sonntag, 28.03.2010, 18:59 (vor 3543 Tagen) @ KlaKla

Das Gräfelfinger Mobilfunk-Standortkonzept ist beschlossen. Der Gemeinderat billigte das in einem Werdegang von zehn Jahren erarbeitete Konstrukt mit 22:3 Stimmen.

Neben dem Konzept beschloss der Gemeinderat auf Antrag des Bürgervereins, das Umweltinstitut München solle mit Messungen dauerhaft überprüfen, dass die Mobilfunkbetreiber sich an die Vorgaben hielten.

Die AIG-Gemeinderäte Hans Furbach und Ralf Brandtner führten in der Sitzung am Dienstag einen Schlagabtausch unter der Gürtellinie. Furbach warf Frank Sommer (Grüne), der die Gemeinde auch anwaltlich vertritt, vor, aus wirtschaftlichen Interessen zu handeln. „Wieviel Geld haben uns die beiden schon gekostet“, fragte der AIG-Chef bezogen auf Sommer und Gutachter Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut München.

Kompletter Beitrag

Kommentar: Ich finde diese Anfrage nach den Kosten dieses nicht enden wollenden Standortkonzepts für wichtig und richtig. Und auch die heftige Reaktion auf diese Anfrage kommt mir sehr bekannt vor, sogar der Journalist, der den Beitrag verfasste, konnte sich die persönliche Wertung nicht verkneifen, es habe einen "Schlagabtausch unter der Gürtellinie" gegeben. Die AIG-Leute haben da einen Nerv getroffen, die Lobby der Sendemastengegner hat das aber schon ganz routiniert im Griff, wie an den empörten Kommentaren zu einer ähnlichen Anfrage in Attendorn zu erkennen ist. Meine Meinung: Die unpopuläre Anfrage der AIG-Gemeinderäte richtet sich gegen eine "heilige Kuh", die von nicht wenigen gemolken wird, und deren Bedeutung landauf landab von den hinlänglich bekannten Angstpredigern künstlich groß geredet wird.

Das ist schon faszinierend! Die Wissenschaft ist gerade dabei, nach endlosen Untersuchungen das Theater um biologische Folgen von Sendemasten weil harmlos als erledigt zu den Akten zu legen, und dennoch tönt ein Politiker in Gräfelfing noch immer: ... das Gräfelfinger Modell gebe „der Gesundheit der Bevölkerung Vorrang vor Partikularinteressen“ und sei das deutschlandweit bestgeprüfte Konzept seiner Art. Ächtz, da bleibt einem die Luft weg! Wenn dabei nicht zigtausende von Euros sinnlos versenkt würden, wäre diese Fehleinschätzung keine Zeile wert, so aber vergeudet die Gemeinde munter weiter Geld, indem sie jetzt auch noch auf eigene Kosten regelmäßige Kontrollmessungen will. Es kommt anscheinend auf die richtigen Berater an, dann lässt sich auch Unsinniges mit großer Mehrheit verabschieden. Der Trick ist mMn der: Die Leute werden dort mit irgendwelchen Details derart zugemüllt, dass es ihnen gar nicht mehr auffällt, dass dem ganzen Zirkus die Grundlage fehlt: Es gibt keinerlei ernst zu nehmende Hinweise, dass Mensch, Flora und Fauna von Mobilfunk-Sendemasten in irgendeiner Weise biologisch nachteilig beeinflusst werden. Um dies so zu sehen, muss man allerdings in der Lage sein, permanentes substanzlose Gefasel von Angst- und Geschäftemachern auszublenden, die sogar vor interessensgelenkten Fälschungen nicht zurückschrecken, wie hier an einem Beispiel nachzulesen ist.

22:3 gewinnt diesmal Bauch gegen Hirn, ein schöner Erfolg der jahrelangen Desinformation in der Mobilfunkdebatte, die Zeche zahlen die Bürgerinnen und Bürger von Gräfelfing.

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Mobilfunk Gräfelfing: Bauch gewinnt 22:3 gegen Hirn

KlaKla, Montag, 29.03.2010, 18:09 (vor 3542 Tagen) @ H. Lamarr

Die AIG-Gemeinderäte Hans Furbach und Ralf Brandtner führten in der Sitzung am Dienstag einen Schlagabtausch unter der Gürtellinie. Furbach warf Frank Sommer (Grüne), der die Gemeinde auch anwaltlich vertritt, vor, aus wirtschaftlichen Interessen zu handeln. „Wieviel Geld haben uns die beiden schon gekostet“, fragte der AIG-Chef bezogen auf Sommer und Gutachter Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut München.

Keine neutrale Berichterstattung, war wohl die falsche Partei.

Die Fragen der AIG-Gemeinderäte sind mMn berechtigt. Statt auf die Fragen mit nachprüfbaren Fakten zu antworten wurde polemisiert. Sommer steht der Gemeinde als Anwalt beratend zur Seite und dass sicher nicht unentgeltlich und somit besteht ein Interessenkonflikt. Und zu den jährlichen Messungen durch das Umweltinstitut München e.V. ist zu fragen warum keine übliche Ausschreibung statt findet. Meiner Meinung nach stinkt das geradezu nach Vetternwirtschaft. Was sollen die jährlichen Messungen bewirken, Ruhe bei ortsansässigen Phobiker oder Wählerstimmen für Göbel und Sommer bei den nächsten Wahlen?

Heidenreich verlangt nach einem besseren Konzept, nichts leichter als das. Informiert Euch und schaut mal über die Gemeindegrenzen hinaus. Klärt die Bürger auf und überlasst dies nicht einfach selbst ernannte Kompetenzler oder Politiker die im Interessenkkonflikt stehen. Wer mit dem Handy telefonieren will, muss Sendemasten akzeptieren. Damit Belastungen so gering wie möglich sind, sollten Basisstationen da errichtet werden wo Nutzer sind. Die Basisstation vom DECT/WLAN haben die Bürger ja auch nicht im Garten stehen. Da wird geduldet was hier bekämpft wird.

Weiter Beitrag: Mobilfunk bleibt Zankapfel

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Mobilfunk Gräfelfing: Nur 17 % weniger EMF?

H. Lamarr @, München, Montag, 29.03.2010, 18:53 (vor 3542 Tagen) @ KlaKla

Weiter Beitrag: Mobilfunk bleibt Zankapfel

Dort steht:

Jürgen Lüsch (CSU) sagte: "Wir geben damit der Gesundheit den Vorrang vor Einzelinteressen. Die Strahlenbelastung wird um ein Sechstel geringer sein."

Also, entweder hat sich da der Herr Lüsch vertan, oder der Journalist oder beide haben sich nicht vertan, sondern das ruhmreiche Gräfelfinger Modell bringt tatsächlich nur rund 17 % weniger Funkfeldbelastung! Doch wenn es so wäre, dann wäre das der Witz des Jahrhunderts, die Entlastung ließe sich messtechnisch nämlich nicht einmal nachweisen, weil - Kuddel korrigieren Sie mich bei Bedarf - die Messungenauigkeit handelsüblicher EMF-Messgeräte weitaus größer ist als 17 %!

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Mobilfunk Gräfelfing: Nur 17 % weniger EMF?

KlaKla, Montag, 29.03.2010, 19:51 (vor 3542 Tagen) @ H. Lamarr

Also, entweder hat sich da der Herr Lüsch vertan, oder der Journalist oder beide haben sich nicht vertan, sondern das ruhmreiche Gräfelfinger Modell bringt tatsächlich nur rund 17 % weniger Funkfeldbelastung! Doch wenn es so wäre, dann wäre das der Witz des Jahrhunderts, die Entlastung ließe sich messtechnisch nämlich nicht einmal nachweisen, weil - Kuddel korrigieren Sie mich bei Bedarf - die Messungenauigkeit handelsüblicher EMF-Messgeräte weitaus größer ist als 17 %!

Mit anderen Zahlen, wer zuvor 300 µW/m2 hatte hat danach nur noch 249 µW/m2.
Das ist aber eine magere Ausbeute. ;-) Was hat das den Steuerzahlern bloß gekostet.

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Mobilfunk Gräfelfing: Nur 17 % weniger EMF?

H. Lamarr @, München, Montag, 29.03.2010, 22:42 (vor 3542 Tagen) @ KlaKla

Mit anderen Zahlen, wer zuvor 300 µW/m2 hatte hat danach nur noch 249 µW/m2.

Bei einem in der HF-Messtechnik gar nicht mal so miesen Messfehler von ±3 dB (Faktor 2), darf ein solches Messgerät anstelle der tatsächlichen 300 µW/m² einen beliebigen Wert anzeigen zwischen 150 µW/m² und 600 µW/m². Deine 249 µW/m² gehen also in der Messungenauigkeit förmlich unter, du kannst sie messtechnisch mit einem Gerät der 3-dB-Klasse nicht gerichtsfest von 300 µW/m² unterscheiden. Das ist ungefähr so, als ob einer sagt, er habe 10 Gramm Gewicht abgenommen und sich dann auf eine Waage mit 100 Gramm Messfehler stellt, um die Gewichtsabnahme zu "beweisen". Die Hersteller nennen ja nicht ohne Grund den Messfehler, der z.B. durch unvermeidbare Schwankungen von Temperatur, Luftfeuchte, Alterung, Betriebsspannung usw. ausgelöst wird.

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Unbequeme Fragen sorgen für emotionale Regung

KlaKla, Freitag, 02.04.2010, 11:31 (vor 3539 Tagen) @ KlaKla

Die AIG-Gemeinderäte Hans Furbach und Ralf Brandtner sorgten mit ihren provokativen Äußerungen dafür, dass der grüne Gemeinderat Frank Sommer, Stadtplaner Frank Müller-Diesing und Bürgermeister Christoph Göbel sich zu lautstarken Äußerungen hinreißen ließen. Als Erster verlor Frank Sommer die Contenance. Furbach hatte Sommer, der die Kommune beim Mobilfunk-Konzept anwaltlich vertritt, in aller Unverblümtheit wirtschaftliche Motive unterstellt. Daraufhin forderte Sommer in gehobenem Ton, Furbach solle Beweise auf den Tisch legen oder solche Vorwürfe bleiben lassen.

Zimmer-Lautstärke reichte auch Bürgermeister Christoph Göbel im Dialog mit der AIG nicht ganz aus. Göbel, der auch Anzüglichkeiten, Unterstellungen und plumpe Fallen üblicherweise mit politischer Routine an sich abperlen lässt, verlor die Fassung und tauschte das Florett gegen den Krummsäbel. „Ich lasse mir diesen Müll nicht mehr bieten“, bellte er in Richtung AIG. Zuvor hatte das Duo Furbach/Brandtner einmal mehr unterstellt, die Gemeinde beziehe sich auf die alten Bebauungspläne oder bezeichne sie als nichtig – ganz wie es ihr passe.

Zu einem ausgesprochenen Eklat kam es , als Ralf Brandtner die Beauftragung von Frank Müller-Diesing durch die Gemeinde hinterfragte. Er sehe nicht ein, sich „von externen Kräften eine Meinung aufdrücken zu lassen“. Schließlich verfüge die Verwaltung selbst über Mitarbeiter mit bestem Fachwissen.

Während Göbel sich empört gegen die Unterstellung verwahrte, die Verwaltung schiebe Arbeit ab, und von „Verunglimpfung der Mitarbeiter“ sprach, griff Müller-Diesing zur Jacke und verabschiedete sich mit den Worten: „Ich komme wieder, wenn hier vernünftig diskutiert wird.“

http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/sorgt-eklat-plenum-697018.html

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Gräfelfing

KlaKla, Dienstag, 30.03.2010, 11:36 (vor 3542 Tagen) @ KlaKla

Ich habe noch mal die alten Unterlagen von ENORM durchgeschaut.
Auf der Karte von Raithel stehen zwei neue Standorte zur Diskussion. Warum ???

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Planegg: Der hässliche Mast soll weg

H. Lamarr @, München, Montag, 29.03.2010, 09:28 (vor 3543 Tagen) @ Gast

Würmtal - Das Verhältnis zwischen Planegg und Gräfelfing eskaliert. Planegg hat beschlossen, gegen den von Gräfelfing geplanten 40-Meter-Mobilfunkmasten an der Ortsgrenze zu klagen.

Bislang dachte ich, die Planegger hätten gesundheitliche Sorgen wegen des Masten. Wie auf der Website der Gemeinde nachzulesen ist, stört der Mast jedoch wegen der Verschandelung eines beliebten Freizeitgeländes. Ob dies nur ein vorgeschobener Grund ist, weil die Argumentation mit "gesundheitlichen Bedenken" vor Gericht ohnehin keine Erfolgsaussichten hat, kann ich nicht beurteilen. Momentan sieht es so aus, als ob Gräfelfing das Steitobjekt irrationaler gesundheitlicher Bedenken wegen den Planeggern zuschieben möchte, diese das Geschenk jedoch aus rationalen städtebaulichen Erwägungen ablehnen. Dies bedeutet, dass es keine Lösung geben wird.

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Geschäftsanbahnung: Umweltinstitut peilt Planegg an

H. Lamarr @, München, Samstag, 26.07.2014, 12:45 (vor 1963 Tagen) @ Gast

Würmtal - Das Verhältnis zwischen Planegg und Gräfelfing eskaliert. Planegg hat beschlossen, gegen den von Gräfelfing geplanten 40-Meter-Mobilfunkmasten an der Ortsgrenze zu klagen.

Auszug aus merkur-online.de vom 25. Juli 2014:

Beim Thema Mobilfunk scheint es eine Annäherung zwischen den Würmtal-Gemeinden zu geben. Planegg und Krailling interessieren sich nun selbst für das Gräfelfinger Modell, das zumindest Planegg bisher strikt ablehnte.

Viel Konkretes gibt es noch nicht. Doch glaubt man der Einschätzung von Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst, könnte in die verhärtete Mobilfunkfront zwischen Gräfelfing und Planegg, die im Streit um einen am Neunerberg geplanten Mobilfunkmast gipfelte, langsam Bewegung kommen.

Am Donnerstag berichtete Uta Wüst dem Bauausschuss, dass es eine Besprechung der drei Kommunen auf Bürgermeister-Ebene gab. Allerdings musste Planeggs Bürgermeisterin Annemarie Detsch sich da schon krankheitsbedingt vertreten lassen. Bei dem Treffen waren auch Experten des Umweltinstituts München zugegen, die das von ihnen betreute Gräfelfinger Konzept vorstellten. Dabei sei man sich einig gewesen, dass ein gemeinsames Vorgehen beim Mobilfunk vielversprechend sei. Bürgermeisterin Wüst: „Planegg zeigt sich jetzt auch offen für das Konzept des Umweltinstituts.“

Kommentar: Der Merkur bemüht sich meiner Einschätzung nach seit langem, das Umweltinstitut München, das eigentlich nur ein Verein ist, medial als funkelnden Stern am Himmel über Bayern darzustellen. Heute habe ich diesen subjektiven Eindruck einmal mit einer Stichprobe versucht zu objektivieren. Wie oft nennt online der Merkur den Verein und wie oft die Süddeutsche? Die Abfrage beim Merkur brachte heute 85 Treffer, bei der Süddeutschen wird der Verein dagegen nur 29-mal erwähnt. Der subjektive Eindruck täuschte also nicht.

Aus meiner Sicht ist das Umweltinstitut München (UI) auf dem Gebiet "Elektrosmog" alles andere als ein funkelnder Stern, eher ein schwarzes Loch: Der Verein schürt geschickt und unentgeltlich Ängste gegenüber Mobilfunk. Zumindest früher nutzte er dazu auch lokal ansässige Bürgerinitiativen als "nützliche Idioten", die die Broschüren des UI freiwillig verteilten. Das UI fördert so den Druck von Bürgern auf Gemeinden, sobald dort das Thema Sendemast hochkocht. Sucht eine Gemeinde dann Rat, ist das UI zur Stelle, jetzt aber kostenpflichtig, z.B. mit Messungen, Beratung oder mit teuren aber weitgehend wertlosen Immissionsprognosen.

Erkennbar ist die schönende Darstellung des Merkur oben z.B. an der Passage "... waren auch Experten des Umweltinstituts München zugegen ...". Über den Begriff "Experten" will ich mich jetzt nicht auslassen, dazu ist dieser Euphemismus zu dehnbar. Aber die Mehrzahl ist objektiv falsch: Mit Hans Ulrich-Raithel (nicht zu verwechseln mit Hans-Ulrich Raithel) hat das UI seit Jahren nur einen einzigen EMF-Experten, der jedoch als Quereinsteiger in diesem Fach Autodidakt ist und sich daher seinerseits die Dienste eines unabhängigen echten Experten (Messtechnik) mit Sitz am Chiemsee gesichert hat.

Hintergrund
Umweltinstitut München: Gutachten Herrenberg kritisch gesehen

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Geschäftsanbahnung: Umweltinstitut peilt Planegg an

KlaKla, Samstag, 26.07.2014, 20:09 (vor 1962 Tagen) @ H. Lamarr

2008 wirft Planegg Gräfelfing Ignoranz vor

Die Festsetzungen zum Thema Mobilfunk waren in Planegg bereits 2007 negativ aufgefallen. Im Zuge der ersten Beteiligungsrunde äußerten die Gemeinderäte ihre Bedenken hinsichtlich der Strahlung in die anliegenden Planegger Gebiete. Mit ihrem Konzept verlagere Gräfelfing den Konflikt lediglich auf das Hoheitsgebiet anderer Kommunen, hieß es im blauen Rathaus.

Wohngebiet zweiter Klasse dank Gräfelfinger Modell
Bebauungsplan 1c Bahnlinie und Wallfahrerweg sowie Freihamer Straße und Geigerstraße

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Geschäftsanbahnung: auch Krailling hat angebissen

H. Lamarr @, München, Freitag, 01.08.2014, 11:08 (vor 1957 Tagen) @ H. Lamarr

Bürgermeisterin Wüst: „Planegg zeigt sich jetzt auch offen für das Konzept des Umweltinstituts.“

Und jetzt hat auch Krailling angebissen, der Nachbarort von Planegg.

Auszug aus merkur-online:

Der Gemeinderat [von Krailling, Anm. Spatenpauli] kam überein, einen Bebauungsplan Mobilfunk aufzustellen. Mit der Untersuchung verschiedener Standortvarianten will man das Umweltinstitut beauftragen, das jetzt ein Angebot unterbreiten soll. Für einen Suchbereich fallen laut Ulrich-Raithel Kosten von mehr als 5000 Euro an, bei mehreren Bereichen reduziere sich der Betrag.

Bingo!

Hintergrund
Maximaler Profit mit minimaler Funkstrahlung

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Planegg und Krailling unterwerfen sich Gräfelfinger Modell

Gast, Mittwoch, 30.09.2015, 15:21 (vor 1532 Tagen) @ Gast

Das "Gräfelfinger Modell" soll, erweitert um die Gemeinden Planegg und Krailling, realisiert werden. Mobilfunkanbieter müssten dann ihre Sendeantennen möglichst außerhalb von Wohngebieten aufstellen ...

Derzeit untersucht das Umweltinstitut München im Auftrag der drei Gemeinden die Möglichkeiten einer Umsetzung des Modells auf ihrer Flur. Für Mitte bis Ende November erwartet Markus Ramsauer, der im Gräfelfinger Rathaus das gemeinsame Projekt federführend betreut, das Gutachten. Dann, sagt Ramsauer, "wird wieder verhandelt", auch mit den Betreibern der Mobilfunknetze, die sich mit vorgegebenen Standorten anfreunden müssen. Im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren seien diese Gespräche inzwischen einfacher geworden, erklärt Ramsauer, denn bei den Betreibern sei heute "eine andere Sensibilität" erkennbar als damals.

... Offen ist weiterhin, was am Neunerberg geschieht, wo der dort bislang geplante vierzig Meter hohe Gittermast zwischen Gräfelfing und Planegg nach wie vor umstritten ist. Ein konkreter Lösungsvorschlag, betont Ulrich-Raithel, sei auch hier nicht vom Umweltinstitut zu erwarten, wohl aber "Spielräume", wozu auch der Bahndamm zähle. Varianten an diesem Standort werden auch in beiden Gemeinden erwogen. Mehr ...

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Planegg will Mobilfunkmast verhindern

Gast, Dienstag, 05.07.2016, 16:05 (vor 1253 Tagen) @ Gast

... Offen ist weiterhin, was am Neunerberg geschieht, wo der dort bislang geplante vierzig Meter hohe Gittermast zwischen Gräfelfing und Planegg nach wie vor umstritten ist. Ein konkreter Lösungsvorschlag, betont Ulrich-Raithel, sei auch hier nicht vom Umweltinstitut zu erwarten, wohl aber "Spielräume", wozu auch der Bahndamm zähle. Varianten an diesem Standort werden auch in beiden Gemeinden erwogen.

Auszug aus merkur.de vom 05.07.2016

Das Gräfelfinger Mobilfunkkonzept sorgt in Planegg für Unruhen. Grund ist der am Neunerberg geplante 40-Meter-Mast. Die Gemeinde hat jetzt reagiert.

Die Planungen lagen jahrelang auf Eis. Nun hat der Gräfelfinger Bauausschuss kürzlich für den Bau des ersten von fünf geplanten Großmasten grünes Licht gegeben. Dieser soll an der Jahnstraße unweit des TSV-Sportgeländes entstehen und ist Teil des örtlichen Mobilfunkkonzepts. In Planegg schrillen derweil die Alarmglocken, ist doch einer der vier weiteren 40-Meter-Masten am Standort Neunerberg, direkt an der Ortsgrenze der beiden Würmtal-Gemeinden, geplant.

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Gemeinde melken wie ne Kuh - Planegg

KlaKla, Sonntag, 14.08.2016, 15:02 (vor 1213 Tagen) @ Gast

Sendemast soll „Mehrwert“ schaffen

KlaKla, Samstag, 22.04.2017, 07:49 (vor 962 Tagen) @ Gast

Die Gräfelfinger Pläne für einen Mobilfunkmast am Neunerberg stoßen in Planegg auf wenig Gegenliebe – auch nach einem Treffen von Gemeinderäten. Gräfelfings Bürgermeisterin wirbt weiter für das Vorhaben, die Planegger Grünen wollen eine Bürgerversammlung.

Planegg – Das Gräfelfinger Mobilfunkkonzept mit wenigen großen Masten statt vieler kleiner Antennen sorgt für Gesprächsbedarf zwischen den Gemeinden. Vielen Planeggern ist der geplante 40-Meter-Mast am Neunerberg, direkt an der Grenze zu Planegg, ein Dorn im Auge. Zuletzt gab es dazu zwar ein Treffen von Vertretern der Ratsfraktionen aus Gräfelfing, Planegg und Krailling. Für Begeisterung sorgt das Gräfelfinger Projekt in Planegg aber nach wie vor nicht.

Zwei kleinere Dachantennen in Planegg und Gräfelfing, die stärker strahlen würden, hält Wüst als Alternative für wenig geeignet. „Sie würden weder eine ausreichende Sendeleistung garantieren noch eine gesundheitliche Entlastung bringen.“ Diese Argumente hätten auch den Großteil des Gräfelfinger Gemeinderates überzeugt.

... „Vielleicht könnte man auch etwas Besonderes daraus machen“, sagt Uta Wüst. So könnte man den Mast in einen Aussichtsturm verwandeln und so einen Mehrwert für die Bürger schaffen.... Mehr ...

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Kommentar:
Am Max-Dieckmann-Platz steht lt. EMF-Datenbank schon ein Sendemast. Es ist schon merkwürdig, dass die Bürgermeisterin Wüst viel Geld ausgibt um den "günstigsten" Standort mit Hilfe des Umweltinstitut München für ihre Gemeinde zu finden. Die Ableitung, aus dem Funkturm einen Aussichtsturm zumachen ist schon merkwürdig. Hier scheint die Angst vor der "Verstahlung" verfolgen zu sein. Mit ihren Gedanken an Gesundheitsvorsorge für Alle scheint sie wohl an ihre Grenzen zu geraten. :no: Wie belegt sie, dass mehrere kleinere Dachantennen stärker strahlen würden? Je mehr Masten, desto kleinzelliger das Netz, desto mehr Strahlung für alle aber auf niedrigerem Niveau. Gerade das Umweltinstitut München hat mMn ein kommerzielles Interesse daran, dass das Gräfelfinger-Modell weiter am Leben erhalten wird. Die Gemeinde Gräfelfing sowie die umliegenden sind die potenzielle Kunden des Umweltinstitut München.

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Krailling - Protest gegen Sendemast am Sportplatz

KlaKla, Samstag, 14.07.2018, 08:39 (vor 514 Tagen) @ Gast

Auszug SZ vom 12.07.2018

Die 50-Jährige kann ihre Wut kaum in Worte fassen: "Unzumutbar", "makaber", "optisch eine Katastrophe": Gemeint ist der neue Mobilfunkmast am Kraillinger Sportplatz, welcher Ende Juni mit den ersten Sendern ausgestattet wurde. "Für uns, die nur wenige hundert Meter entfernt wohnen, ist das eine Katastrophe", sagt die Kraillingerin. ... Für sie steht jedoch fest: "Der Mast muss weg!" Unterstützung erhält sie von ihren Angehörigen und einigen Mitbewohnern der Anlage.

... Zwar wäre der Mobilfunkanbieter mit seiner Anlage gern in der Bergstraße geblieben, die Kommune aber wollte einen verträglicheren Standort. Das sei auch gelungen, beteuert Ulrich. "Die Strahlenbelastung für die umliegende Besiedelung sinkt um ein Drittel", sagt der Physik-Ingenieur.

Das bezweifelt die Kraillingerin. Schließlich käme die neue Sendetechnik LTE hinzu. Überhaupt leuchtet ihr nicht ein, weshalb der Kraillinger Westen vom Sportplatz aus mit einem Mobilfunknetz versorgt werden muss. "Ein Standort an der Sanatoriumswiese oder am Bauhof würde das Gebiet doch viel besser abdecken." Sie fürchtet, dass hohe Kosten für Abschirmmaßnahmen auf die Bewohner der Siedlungen am Hackerberg zukommen, die sich vor der Mobilfunkstrahlung schützen wollen. 5000 bis 10 000 Euro kämen pro Wohnung zusammen. Um zu klären, wie stark die Belastung tatsächlich ist, haben Eigentümer-Beirat und Hausverwaltung zuletzt ein Ingenieurbüro mit einer Messung beauftragt.

Prognosewert 1,4 V/m = 5 mW/m² lt. Immissionsgutachten Seite 13

Kommentar: Nun steht der Funkmast und die Anwohner müssen sich arrangieren mit dem strahlenden Nachbarn. Ob sie wollen oder nicht. Vorschlag, sucht eine Beratungstelle auf, wichtig dabei, ohne Interessenskonflikt. Damit man nicht angesteckt wird von der Funk-Hysterie und anschließend leichte Beute ist für Nutznießer. Denn, je mehr man daran glaubt, dass Funkwellen krank machen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie Befindlichkeitsstörungen wahrnehmen. Erstaunlich ist für mich, Psychosomatik macht selbst vor Herzinfarkten nicht halt.

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Krailling - von der Bergstraße zum Sportplatz

KlaKla, Samstag, 14.07.2018, 11:00 (vor 514 Tagen) @ KlaKla

Heiliger sankt Florian

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Alter Standort Bergstraße StNr. 530219 (Mitte)

Neue Standort Sportplatz StNr. 530405 erteilt am 11.07.2018 (oben links)

Durch die Standortverschiebung fürchten sich nun die Anwohner der Siedlung am Hackerberg.
Nicht berücksichtigt im Immissionsgutachten von Ulrich wurde LTE. Ich vermute, dass Ulrich mit dem Programm NIRView gar keine Belastungen durch LTE oder 5G richtig simulieren kann. Das Programm ist mehr als 20 Jahre alt und meines Wissens nach wurde es nicht weiter entwickelt.

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Krailling - Unnötge Ausgaben einer WEG für Messungen

KlaKla, Dienstag, 17.07.2018, 09:19 (vor 511 Tagen) @ KlaKla

Sie fürchtet, dass hohe Kosten für Abschirmmaßnahmen auf die Bewohner der Siedlungen am Hackerberg zukommen, die sich vor der Mobilfunkstrahlung schützen wollen. 5000 bis 10000 Euro kämen pro Wohnung zusammen. Um zu klären, wie stark die Belastung tatsächlich ist, haben Eigentümer-Beirat und Hausverwaltung zuletzt ein Ingenieurbüro mit einer Messung beauftragt.[/b][/color]

Prognosewert 1,4 V/m = 5 mW/m² lt. Immissionsgutachten Seite 13

Kommentar: Der Prognosewert von Ulrich liegt bei 4 m übern Grund, draußen. Überprüfen lässt sich diese Aussage nur schwierig. Akkreditierte Messtechniker messen viel weiter unten. Längst bekannt ist, das Gebäude dämpfen. Warum nun die Hausverwaltung Messungen ausführen lässt ist mir schleierhaft. Denn wer bewertet die Messwerte, ein Baubiologe oder ein akkreditierter Messtechniker? Wäre es da nicht besser, die Broschüre "Schirmung elektromagnetischer Wellen im persönliche Umfeld" vom Landesamt für Umwelt an alle Bewohner zu verteilen. Die Messwerte werden weit unterm Grenzwert sein und die subjektive Gefahrenschwelle liegt bei jedem wo anders.

Zu bedenken ist, die Sorge vor Funkwellen wird seit Jahren beflügel von Nutznießern (Baubiologen, Messtechniker, Umweltmediziner, RA etc.). Sie füttern das Internet mit Angst schürenden Material. Welches dann durch Umweltvereine wie der BUND/BUND-Naturschutz verbreitet wird. Zum Baubiologen lässt man sich nur ausbilden, wenn noch ein lukrativer Markt vorhanden ist. Angeregt wird der Markt durch besorgte Bürger die das Material kostlos verteilen. Das Verschieben vom Sendemasten weil Bürger sich lautstark als besorgt outen ist wohl die lukrativeste Geschäftsidee. Ausgefüllt wird diese von dem Physikochemiker Hans Ulrich (Funktechanalyse). Er erzeugt wie man hier sehen kann immer wieder neue besorgte Bürger und bleibt im Geschäft. Wo ist er hin, der Weitblick von Politiker?

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Nutznießer, Messung, Immission, Immobilien, Fee-2-Projekt, Dämpfung, Broschüre

Mobilfunk Standortvermieter Turnverein Planegg-Krailling

Gast, Sonntag, 15.07.2018, 09:59 (vor 513 Tagen) @ Gast

Auszug Merkur April 2016

Dem neuen TV-Präsidenten Achim Loecher und einem Experten vom Münchner Umweltinstitut gelingt es bei der Delegiertenversammlung in Krailling, die Bedenken von Vereinsmitgliedern zu zerstreuen.

Nach der Überzeugungsarbeit eines Physikers und ihres neuen Präsidenten Achim Loecher sind die Mitglieder des TV Planegg-Krailling jetzt einigermaßen beruhigt: Anfangs hatten einige von ihnen wegen der Strahlung Bedenken gegen den Bau eines Mobilfunkmasten auf ihrem Sportplatz, mittlerweile akzeptieren sie diese Pläne. Ein Experte vom Umweltinstitut München berichtete bei der Delegiertenversammlung am Donnerstag, der Standort auf dem Vereinsgelände gewährleiste, dass die Strahlenbelastung für Krailling so gering wie möglich gehalten werden kann.

"Wenn wir den Mast auf unserem Sportplatz bauen, ist die Belastung für unsere Sportler am geringsten. Sogar die Smartphones, die die Kinder ständig in der Hosentasche tragen, sind deutlich gefährlicher", argumentierte Loecher, der den Abend moderierte. Außerdem hätte der Verein durch den Funkmasten zusätzliche Mieteinnahmen. Die eigentliche Entscheidung fällt das Vereinspräsidium...

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