Verdacht: Sparlampen strahlen stärker als angenommen (Allgemein)

Doris @, Dienstag, 02.03.2010, 19:21 (vor 3614 Tagen)

Kaum eingeführt, und schon umstritten: Neue Studien zeigen, dass die Sparlampen viel stärker strahlen als bis jetzt angenommen. Der Bund hat dazu nun auch eine Studie gemacht. Noch ist sie unter Verschluss.
Energiesparlampen stehen unter anderem wegen ihrer Strahlung in einem schlechten Licht.

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Studie die elektrische Strahlung, die von Sparlampen ausgeht, erneut untersucht. Die Resultate liegen bei den beiden Ämtern bereits auf dem Tisch, doch informiert wird erst in wenigen Wochen. Grund: Die Studie über die elektrischen Felder kommt wohl zu einem anderen Schluss als eine Studie aus dem Jahr 2004. Bereits damals liess das BFE gemeinsam mit dem BAG untersuchen, ob die elektromagnetischen Felder von Energiesparlampen für die menschliche Gesundheit gefährlich sind.

kompletter Beitrag....
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Quelle: Berner Zeitung 10.02.2010

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, Energiesparlampen

Verschwörungstheorie: In den Fängen der Lampenmafia

H. Lamarr @, München, Dienstag, 02.03.2010, 20:49 (vor 3614 Tagen) @ Doris

Ehrlich - ich habe mich redlich bemüht, diesen Artikel unvoreingenommen zu lesen!

Doch da war dann dieser Vorspann, der ans übliche Munkeln & Raunen erinnert und der vom Text dann in keiner Weise mehr gestützt wird. Und dann war da dieser eigentümliche Unterton, als ob es etwas zu verbergen gäbe, der Autor es aber anscheinend doch schon vorab weiß.

Wenig überzeugend dann diese Kernaussage:

"Sollte die Studie tatsächlich belegen, dass eine Sparlampe in Kopfnähe viel stärker strahlt als zum Beispiel ein Computerbildschirm bei geringer Distanz ..."

Ich kenne niemanden, der seinen Kopf stundenlang in 30 cm Abstand unter ESLs hält. Bestenfalls bei Schreibtischleuchten mit ESL wäre so etwas denkbar, meine hier im Büro ist rund 1 Meter von meinem Kopf weg. Und das halte ich doch immerhin schon seit ungefähr zehn Jahren unbeschadet aus.

Aus meiner Sicht tut der Autor unnötig geheimnisvoll, so als ob der E-Smog von ESLs etwas sei, was nur alle paar Jahre erforscht werde. Eigentlich ist der ganze Artikel nur ein großes Luftloch, das einzig für mich brauchbare ist die Info: da kommt 'ne neue Studie.

Die Stiftung Warentest schrieb schon 2006: Eingeschaltete Energiesparlampen entwickeln hochfrequente Felder, ähnlich wie Computermonitore. Ob diese Felder dem Menschen langfristig schaden, ist bisher nicht bekannt. Halten Sie zur Sicherheit Abstand. Etwa anderthalb Meter. Ab dieser Entfernung liegt die Feldstärke unter dem strengen TCO-Grenzwert für Computermonitore (10 Volt pro Meter).

Wissen Sie was, Doris! Wir alle werden mit Artikeln wie dem aktuellen systematisch auf "strahlungsarme ESLs" geeicht. Es wiederholt sich mMn das gleiche Spielchen wie bei DECT. Auch dort wurde über Jahre hinweg der Markt vorsorglich weichgewarnt, strahlungsarme Geräte aber gab und gab es lange nicht. Das steigert den Leidensdruck (Kaufbereitschaft) enorm. Erst als der Markt mit strahlungsreichen DECTs vollends gesättigt war, kamen - welch eine Freude - innerhalb kürzester Zeit jede Menge strahlungsarme Modelle, um die Menschen von ihren "Leiden" zu erlösen. Also, strahlungsreich hurtig obwohl noch intakt in die Tonne entsorgt und strahlungsarm in die Wohnung gekauft, das bringt hübsch Umsatz. Und einige Mobilfunkgegner glauben noch immer, es sei ihr Verdienst, dass die Industrie "einlenkte" und sich den strahlungsarmen DECTS aus Vorsorgegründen hingab - Traumtänzer.

Wollen wir wetten, dass die strahlungsarme ESL genauso kommen wird wie das strahlungsarme DECT? Anfangs selbstverständlich mit einem sehr profitablen Aufpreis gegenüber "normalen" ESLs. Und damit wir alle diesen Aufpreis auch als sinnvolle Vorsorgemaßnahme für unsere Birnen sehen, wird man uns jetzt noch ein paar Jahre ordentlich Angst einjagen vor den "gefährlichen" Standard-ESLs. Der Peter Schlegel und alle anderen BBs werden damit zu Marktbereitern der "Lampenmafia", Journalisten mit Artikeln wie dem Aktuellen sowieso. Ein Entkommen aus dieser Zwickmühle gibt es für sie nicht, wenn sie es denn überhaupt bemerken würden ;-).

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Energiesparlampen, Journalisten, Intrige, Leidensdruck

Verschwörungstheorie: In den Fängen der Lampenmafia

Kuddel, Dienstag, 02.03.2010, 21:22 (vor 3614 Tagen) @ H. Lamarr

Immer wieder erstaunlich, wie die Presse es versteht, Baubiologen (in diesem Fall ein Bauingenieur) zum "Strahlenexperten" zu befördern.

Verschwörungstheorie: In den Fängen der Lampenmafia

Doris @, Dienstag, 02.03.2010, 23:49 (vor 3614 Tagen) @ H. Lamarr

Ehrlich - ich habe mich redlich bemüht, diesen Artikel unvoreingenommen zu lesen!

Darauf habe ich ja auch gezielt hingearbeitet
Ich habe dem "Produkt" sozusagen die "Umverpackung" genommen, damit Ihre Wertung höchstneutral sein wird. ;-)
(gefunden habe ich es nämlich hier)

meine hier im Büro ist rund 1 Meter von meinem Kopf weg. Und das halte ich doch immerhin schon seit ungefähr zehn Jahren unbeschadet aus.

Sie scheinen kein empfindliches Pflänzchen zu sein. Und mit Ihrer Elektrosmogresistenz sind Sie für die Elektrosmogwarner so kontraproduktiv, wie Altkanzler Helmut Schmidt für die Tabakkritiker. Ihr beide scheint doch was gemeinsam zu haben ;-)

Aus meiner Sicht tut der Autor unnötig geheimnisvoll, so als ob der E-Smog von ESLs etwas sei, was nur alle paar Jahre erforscht werde. Eigentlich ist der ganze Artikel nur ein großes Luftloch, das einzig für mich brauchbare ist die Info: da kommt 'ne neue Studie.

Das war einer der Gründe, warum ich die Sache überhaupt eingestellt habe. Eigentlich interessieren mich Energiesparlampen bezüglich des Elektrosmogs nicht. Die Gründe sind wohl dieselben, wie die Ihrigen.
Interessant ist an der Sache für mich nur, was an dem Faktenblatt (rechts oben auf der Seite gibt es übrigens die "alte" Studie aus dem JAhre 2004) des BAG und BFE nach den so bedrohlich angekündigten Erkenntnissen geändert werden wird. Und da die Sache noch "unverdorben" ist, können wir dann sehen, was daraus gemacht wird.

Was ich an den ESL bemängele und was in dem Artikel ja auch angesprochen wird, ist das Abnehmen der Helligkeit. Wir haben auch solche Exemplare bei uns im Wohnzimmer. Die Helligkeit hat allerdings schon nach einem Zeitraum nachgelassen, wo dies eigentlich annähernd noch nicht sein dürfte. Aber niemand kann sich so recht aufraffen der Sache nachzugehen und zu reklamieren, denn es könnte ja auch ein Materialfehler sein. Außerdem sind Lampen/Licht/Helligkeit ein heikles Thema bei uns. Das Ausstatten unserer Räume mit passendem Licht (welches meinen Ansprüchen nie genügt) macht aus meinem sonst mehr als geduldigen Mann einen Menschen, der mir völlig fremd ist, dass ich ihn dann in diesen Situationen immer mit "Sie" anspreche. Durch die "Nachteile" der ESL jedoch, dass sie etwas Zeit brauchen, bis sie hell genug sind und wohl auch nachlassen, ist das nun wieder eine erneute Herausforderung für unseren Ehefrieden :wink:

Diagnose-Funk verzichtet auf Verdacht

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.03.2010, 00:43 (vor 3614 Tagen) @ Doris

Ich habe dem "Produkt" sozusagen die "Umverpackung" genommen, damit Ihre Wertung höchstneutral sein wird. ;-)
(gefunden habe ich es nämlich hier)

Hätten Sie doch bloß den Link weggelassen! Gleich bei der Titelzeile hat bei mir das ABS angesprochen, die Selbstdiagnosler haben nämlich die lästige Einschränkung "Verdacht" ersatzlos weggelassen. Und so heißt es dort nun in vollendeter Verlogenheit:

Sparlampen strahlen stärker als angenommen

21 - 22 - 23 - bloß nicht aufregen - 21 - 22 - 23 - bloß nicht aufregen - 21 - 22 - 23 - bloß ...

So, jetzt geht es wieder. Wieso machen mir derartige Manipulationen überhaupt Druck? Tatsächlich demontiert Diagnose-Funk sich mit solchen üblen Verfälschungen doch selber nach allen Regeln der Kunst, ich sollte also erfreut sein. Ob Franz Prof. A., wusste, worauf er sich einlässt, als er schrieb, Ziel von Diagnose-Funk sei die "Aufklärung der Bevölkerung über mögliche gesundheitliche Risiken der Mobilfunkstrahlung auf wissenschaftlicher Grundlage". Ich sehe dies anders: Mit laienhaft verfälschten Titelzeilen auf (derzeit noch) unbekannter Grundlage lässt sich ebenso wenig ehrliche Aufklärung bewerkstelligen wie mit gefälschten wissenschaftlichen Studien.

meine hier im Büro ist rund 1 Meter von meinem Kopf weg. Und das halte ich doch immerhin schon seit ungefähr zehn Jahren unbeschadet aus.

Sie scheinen kein empfindliches Pflänzchen zu sein. Und mit Ihrer Elektrosmogresistenz sind Sie für die Elektrosmogwarner so kontraproduktiv, wie Altkanzler Helmut Schmidt für die Tabakkritiker. Ihr beide scheint doch was gemeinsam zu haben ;-)

Das werden jetzt einige wohl eher als Kompliment verstehen, dass Sie den Altkanzler und mich im selben Satz erwähnen - mich aber trifft es hart - und Sie wissen auch warum :wink:.

Aus meiner Sicht tut der Autor unnötig geheimnisvoll, so als ob der E-Smog von ESLs etwas sei, was nur alle paar Jahre erforscht werde. Eigentlich ist der ganze Artikel nur ein großes Luftloch, das einzig für mich brauchbare ist die Info: da kommt 'ne neue Studie.

Das war einer der Gründe, warum ich die Sache überhaupt eingestellt habe. Eigentlich interessieren mich Energiesparlampen bezüglich des Elektrosmogs nicht. Die Gründe sind wohl dieselben, wie die Ihrigen.
Interessant ist an der Sache für mich nur, was an dem Faktenblatt (rechts oben auf der Seite gibt es übrigens die "alte" Studie aus dem JAhre 2004) des BAG und BFE nach den so bedrohlich angekündigten Erkenntnissen geändert werden wird. Und da die Sache noch "unverdorben" ist, können wir dann sehen, was daraus gemacht wird.

Diagnose-Funk kann dies leider nicht so nüchtern und sachlich sehen, warum auch immer.

Was ich an den ESL bemängele und was in dem Artikel ja auch angesprochen wird, ist, das Abnehmen der Helligkeit. Wir haben auch solche Exemplare bei uns im Wohnzimmer. Die Helligkeit hat allerdings schon nach einem Zeitraum nachgelassen, wie es eigentlich nicht sein dürfte. Aber niemand kann sich so recht aufraffen der Sache nachzugehen und zu reklamieren, denn es könnte ja auch ein Materialfehler sein. Außerdem sind Lampen/Licht/Helligkeit ein heikles Thema bei uns. Das Ausstatten unserer Räume mit passendem Licht (welches meinen Ansprüchen nie genügt) macht aus meinem sonst mehr als geduldigen Mann einen Menschen, der mir völlig fremd ist, dass ich ihn dann in diesen Situationen immer mit "Sie" anspreche ;-). Durch die "Nachteile" der ESL jedoch, dass sie etwas Zeit brauchen, bis sie hell genug sind und wohl auch nachlassen, ist das nun wieder eine erneute Herausforderung für unseren Ehefrieden :wink:

Ach du meine Güte, für mich sind ESLs Verbrauchsartikel, irgendwo gekauft, reingedreht und fertig. Zufällig habe ich da kürzlich "Schnellstarter" erwischt, die auf Anhieb deutlich heller leuchten als andere Exemplare, die bis zu 1 Minute vor sich hinfunzeln. Wieso ESLs Ihren Haussegen in Schieflage bringen können, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Melden Sie dieses bislang völlig unterschätzte Störpotenzial der ESLs bitte schnellstens an Diagnose-Funk, damit die die Bevölkerung warnen können. Vielleicht so:

Erfahrungsbericht: Wie die Sparlampen meine Ehe zerstörten - schrecklich!

Tschuldigung, den Seitenhieb auf D-F konnte ich mir jetzt nicht verkneifen :lookaround:.

Worüber um alles in der Welt streitet ihr denn in Sachen ESLs?

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Verdacht: Sparlampen strahlen stärker als angenommen

helmut @, Nürnberg, Mittwoch, 03.03.2010, 09:04 (vor 3614 Tagen) @ Doris

Über Diskussionen über die "Gefährlichkeit" dieser Strahlung muß ich immer wieder nur schmunzeln.

Als Funkamateur der mit seinen Empfängern am liebsten "das Gras wachsen hören will" betreibe ich Energiesparlampen parallel zum Funkempfang ohne daß dieser wesentlich und nur auf wenigen Frequenzen geringst gestört wäre. Selbst DCF77-Funkuhren funktionieren problemlos in unmittelbarer Nähe von Energiesparlampen.
Elektronische Geräte müssen "Funkempfangsschutzvorschriften" einhalten deren maximale Pegel für die Strahlung im Nanowatt-Bereich liegen - das ist ein Millionstel bis ein Milliardstel derer für Sendefunkanlagen.
Baubiologische Grenzwerte werden hier wieder mal variabel nach Bedarf interpretiert ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage oder Nachweis von Meßwerten!

MfG
Helmut

Verdacht: Sparlampen strahlen stärker als angenommen

Roger @, Mittwoch, 03.03.2010, 09:30 (vor 3614 Tagen) @ helmut

Über Diskussionen über die "Gefährlichkeit" dieser Strahlung muß ich immer wieder nur schmunzeln.

Als Funkamateur der mit seinen Empfängern am liebsten "das Gras wachsen hören will" betreibe ich Energiesparlampen parallel zum Funkempfang ohne daß dieser wesentlich und nur auf wenigen Frequenzen geringst gestört wäre. Selbst DCF77-Funkuhren funktionieren problemlos in unmittelbarer Nähe von Energiesparlampen.
Elektronische Geräte müssen "Funkempfangsschutzvorschriften" einhalten deren ..

Hallo ,
Stimmt. :yes:
10 cm Abstand von der ESL-Lampe ( Aldi ) steht bei uns, ein DCF 77- und 433Mhz- Empfänger.
Letzteres bekomt von dem 60 m entfernt angebrachten Außensender sein Signal.
Es geht alles einwandfrei.

mfg

DCF-Uhr synchronisiert nicht

Kuddel, Mittwoch, 03.03.2010, 20:37 (vor 3613 Tagen) @ helmut

Selbst DCF77-Funkuhren funktionieren problemlos in unmittelbarer Nähe von Energiesparlampen.

Die Wahrscheinlichkeit, daß das Vorschaltgerät der ESL gerade auf einer Subharmonischen von 77,5kHz werkelt , ist ja nun nicht sonderlich hoch.

Ich habe hier einen elektronischen Trafo für eine Halogenbeleuchtung mit 5*20 Watt, welcher tatsächlich das DCF77 Signal im ganzen Haus plättet.
Nach langem Suchen herausgefunden, als ich eine Batterie wechselte und die Uhr sich nicht stellen wollte.
Leider ist der Trafo hinter einer Holzverkleidung, daher habe ich mich noch nicht aufraffen können, ihn auszutauschen.

Die meisten Uhren gleichen ihr Quarzwerk auch nur bei Batteriewechsel und ansonsten nur 1 mal am Tag mit dem Funksignal ab, um Batterie zu sparen.

Nachts um 2 ist der Trafo sowieso aus und jetzt wo ich's weiß, mache ich das Licht eben aus, wenn ich mal die Batterie einer Funkuhr wechsle :wink:

Ansonsten laufen die Uhren ja auch ohne Funkempfang mit Quarzsteuerung weiter, so daß es Otto-Normalverbraucher kaum merken dürfte.

Verdacht: Sparlampen strahlen stärker als angenommen

Doris @, Dienstag, 30.03.2010, 22:30 (vor 3586 Tagen) @ Doris

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Studie die elektrische Strahlung, die von Sparlampen ausgeht, erneut untersucht. Die Resultate liegen bei den beiden Ämtern bereits auf dem Tisch, doch informiert wird erst in wenigen Wochen. Grund: Die Studie über die elektrischen Felder kommt wohl zu einem anderen Schluss als eine Studie aus dem Jahr 2004. Bereits damals liess das BFE gemeinsam mit dem BAG untersuchen, ob die elektromagnetischen Felder von Energiesparlampen für die menschliche Gesundheit gefährlich sind.[/i]

So, nun ist die Arbeit veröffentlicht.

Neue Studie zu elektromagnetischen Feldern von Energiesparlampen
Bern, 30.03.2010 - Dank einer neu entwickelten Messmethode können elektromagnetische Felder von Energiesparlampen erstmals genau bestimmt und die durch sie erzeugten Stromflüsse im menschlichen Körper präzise abgeschätzt werden. Diese neue Messmethode wurde in einer im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit und des Bundesamts für Energie durchgeführten Studie angewendet. Die so ermittelten Werte liegen bei einem Abstand von 30 Zentimetern bei allen getesteten Energiesparlampen weit unter den international empfohlenen Grenzwerten. Im Sinne der persönlichen Vorsorge empfehlen die Bundesämter, zu Energiesparlampen einen Mindestabstand von 30 Zentimetern einzuhalten, insbesondere wenn die Lampe – beispielsweise eine Schreibtischlampe - über längere Zeit in Betrieb ist.

Die heute in Bern vorgestellte Studie wurde von der „It'Is Foundation" (Foundation for Research on Information Technologies in Society) in Zürich durchgeführt. Mit einer neuen, aus einem Körperphantom und einer Computersimulation bestehenden Messmethode (siehe Faktenblatt) wurden die von den elektromagnetischen Feldern der Energiesparlampen erzeugten Ströme im menschlichen Körper abgeschätzt. Die so ermittelten Werte können direkt mit den von der International Commission for Nonionizing Radiation Protection (ICNIRP) empfohlenen und international anerkannten Grenzwerten verglichen werden. Die Grenzwerte gelten für unmittelbare Muskel- und Nervenreizungen. Bei allen in der Studie getesteten Sparlampen liegen die Werte bei einem Abstand von 30 Zentimetern zwischen Energiesparlampe und Körper weit unter den Grenzwerten der ICNIRP: Alle Lampen erreichten weniger als 10% des Grenzwerts. Wird der Abstand kleiner, steigen die Werte jedoch stark und teilweise über die Grenzwerte hinaus an.

In der Studie wurden auch die elektromagnetischen Felder von LED-Lampen und klassischen Glühlampen ermittelt. Im Vergleich zu den Energiesparlampen erzeugen sie generell nur sehr schwache elektromagnetische Felder.

Aufgrund der Studienresultate kann davon ausgegangen werden, dass die elektromagnetischen Felder von Energiesparlampen - bei Einhaltung eines Mindestabstands von 30 Zentimetern - keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Im Sinne einer persönlichen Vorsorge und weil die Langzeitauswirkungen noch ungenügend erforscht sind, empfehlen die Bundesämter, diesen Mindestabstand zu Sparlampen einzuhalten, insbesondere wenn die Lampe über längere Zeit in Betrieb ist, wie zum Beispiel eine Schreibtischlampe oder eine Nachttischlampe zum Lesen.


Hier ist die komplette englischsprachige Studie

Das Faktenblatt - auch Fact Sheet genannt ;-) - dazu

Verdacht: Das Unken geht unter Berufung auf TCO weiter

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 31.03.2010, 00:10 (vor 3586 Tagen) @ Doris

Die so ermittelten Werte liegen bei einem Abstand von 30 Zentimetern bei allen getesteten Energiesparlampen weit unter den international empfohlenen Grenzwerten.

So weit, so gut. Jetzt hat aber der findige Baubiologe Peter Schlegel so seine eigenen Vorstellungen, welcher Grenzwert denn auf die ESL anzuwenden ist. Und so nimmt Schlegel nicht den "amtlichen" der ICNIRP, sondern den der schwedischen Arbeitsschutzorganisation TCO (TCO 03) für PC-Bildschirme. Wo genau die Unterschiede zwischen den beiden Grenzwerten sind weiß ich nicht, beim flüchtigen Vergleich der im "Fact Sheet" genannten Werte mit den hier genannten Werten wurde aber schon deutlich, dass die TCO-Werte erheblich niedriger liegen. Ob es aber überhaupt zulässig ist, diese TCO-Werte von PC-Monitoren auf ESL umzubiegen, das wäre mal eine erhellende Information, die ich bisher vergeblich gesucht habe. Solange in diesem Punkt keine Klarheit herrscht, wird die Baubiologie kaum von TCO ablassen und Diagnose-Funk wird sich für die Desinformation (siehe oben im Stang) nicht entschuldigen. Auf TCO wird weder in der neuen Studie noch im Faktenblatt mit nur einer Silbe eingegangen. Möglicherweise liegt das daran, dass in Expertenkreisen das, was Peter Schlegel mit TCO gemacht hat, in keiner Weise anerkannt ist, so wie bei uns die von Herrn Maes "frei erfundenen" baubiologischen EMF-Grenzwerte außerhalb der Baubiologie eher nur belächelt werden.

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Verdacht: Das Unken geht unter Berufung auf TCO weiter

cassandra, Donnerstag, 01.04.2010, 08:43 (vor 3585 Tagen) @ H. Lamarr

So weit, so gut. Jetzt hat aber der findige Baubiologe Peter Schlegel so seine eigenen Vorstellungen, welcher Grenzwert denn auf die ESL anzuwenden ist. Und so nimmt Schlegel nicht den "amtlichen" der ICNIRP, sondern den der schwedischen Arbeitsschutzorganisation TCO (TCO 03) für PC-Bildschirme.

Und das ist auch der entscheidende Punkt. TCO orientiert sich am technisch Machbaren fuer Bildschirme. ICNIRP weist Grenzwerte fuer den Gesundheitsschutz aus. Die Anwendbarkeit von TCO auf Energiesparlampen ist selbstverstaendlich nicht gegeben; selbst wenn, TCO haette ohnehin keine Relevanz fuer Gesundheitsaspekte.

Wo bleibt das TCO-Siegel für ESLs?

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 01.04.2010, 13:12 (vor 3585 Tagen) @ cassandra

TCO haette ohnehin keine Relevanz fuer Gesundheitsaspekte.

Ja aber wie war das denn mit den PC-Monitoren?! In den 90ern ließ sich praktisch kein Monitor mehr verkaufen, wenn er nicht das TCO-Prädikat für "strahlungsarm" trug. Nach den ICNIRP-Grenzwerten hatte damals kein Hahn gekräht, obwohl sie auch für PC-Monitore galten und vermutlich jeder Monitor diese ICNIRP-Grenzwerte mühelos einhielt. Soviel ich weiß, blühte TCO Anfang der 80er mit weit unter ICNIRP liegenden Empfehlungen auf, weil die ersten EHS sich zu Wort meldeten, damals nicht wegen Funkfeldern, sondern wegen der Bildschirmarbeitsplätze. Ein genialer Marketing-Schachzug der Monitor-Hersteller, um die Nachfrage (kauft strahlungsarm und ihr bleibt gesund) anzukurbeln, oder doch nur die Anwendung von "Alara" aus ehrenwerten Gründen? Wir werden es wohl nie erfahren. Andererseits wiederholt sich das jetzt womöglich bei ESL, da lässt sich das Vorgehen "am lebenden Objekt" gut beobachten. Platz wäre ja für ein TCO-Wapperl auf dem Lampensockel, nur scheint TCO diesmal zu schlafen, mir ist nicht bekannt, dass die Schweden ihr Siegel bei ESLs selber ins Gespräch gebracht hätten. Den Job übernahm - wenn ich mich nicht irre - vor etlichen Jahren als erster der Schweizer Baubiologe Peter Schlegel. Mit Erfolg: Inzwischen haben auch schon die Schweizerischen Warentester (K-Tipp) die TCO 03 für ESL-Tests herangezogen - und das wird bestimmt nicht der letzte Beispringer gewesen sein.

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Kein TCO-Siegel für Energiesparlampen

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 01.04.2010, 22:27 (vor 3584 Tagen) @ H. Lamarr

... mir ist nicht bekannt, dass die Schweden ihr Siegel bei ESLs selber ins Gespräch gebracht hätten.

Haben sie auch nicht. Wie auf der Website der Organisation nachzulesen ist, tauchen Energiesparlampen unter den zertifizierbaren Produkten nicht auf.

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Strahlungsarme Energiesparlampen

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.04.2010, 23:37 (vor 3561 Tagen) @ H. Lamarr

Ein genialer Marketing-Schachzug der Monitor-Hersteller, um die Nachfrage (kauft strahlungsarm und ihr bleibt gesund) anzukurbeln, oder doch nur die Anwendung von "Alara" aus ehrenwerten Gründen? Wir werden es wohl nie erfahren. Andererseits wiederholt sich das jetzt womöglich bei ESL ...

In diesem PDF des BfS werden bereits strahlungsarme Energiesparlampen erwähnt! Gegenüber Standard-ESLs gleicher Wattage sollen sie das dominante elektrische Feld um 90 % reduzieren, das Magnetfeld ist bei allen ESLs ohne Bedeutung (Ausnahme: Kolbenform-Induktionslampen).

Hier kann man den Preis einer strahlungsarmen Energiesparlame mit einem gleichwertigen Standardmodell vergleichen: Das Modell "Megaman COMPACT CLASSIC SENSIBLE" (11 W) kostet dort gegenwärtig 12,05 Euro (Einzelstückabnahme), das Standardmodell "Megaman COMPACT CLASSIC 1" (11 W) kommt auf 6,50 Euro. Die strahlungsarme Lampe ist um 85 % teurer als die Standardlampe. Die Produktbeschreibung des strahlungsarmen Modells ist allerdings ausgesprochen nichtssagend, was die versprochene Strahlungsarmut angeht. So nichtssagend, dass auch das Standardmodell unter anderer Bezeichnung und mit 85 % Aufpreis als strahlungsarm verkauft werden könnte.

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Aus dem Faktenblatt

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 31.03.2010, 10:32 (vor 3586 Tagen) @ Doris

Das Faktenblatt - auch Fact Sheet genannt ;-) - dazu

"Tabelle 1 zeigt die berechneten maximalen Stromdichten im Menschen für alle 11 Energiesparlampen.
Der Abstand zwischen Mensch und Energiesparlampe beträgt in diesem Szenario nur 2 cm. Es ist also keine realistische Situation, sondern ein worst-case Szenario. Der höchste Wert beträgt die Hälfte des Basisgrenzwertes. Die entsprechende Energiesparlampe (Lampe Nr. 4) ist in der Schweiz nicht erhältlich, ebenso wie Lampe Nr. 3. Die anderen, in der Schweiz erhältlichen Energiesparlampen, erzeugen Stromdichten, die fünf- bis zehnmal kleiner sind als der Grenzwert."

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Sparlampen: Niels Kuster ärgert sich über Fehlinterpretation

Doris @, Sonntag, 04.04.2010, 18:31 (vor 3581 Tagen) @ Doris

ETH-Professor: «Der Bund verbreitet Unsinn»

Elektrosmog von Sparlampen: Studienleiter ärgert sich über Fehlinterpretation

Bern Die Bundesämter für Energie und Gesundheit haben vergangene Woche fälschlicherweise vor einer Elektrosmog-Gefahr von Energiesparlampen gewarnt. Eine eigens in Auftrag gegebene Studie, so die Mitteilung, habe ergeben, dass in unmittelbarer Nähe von Energiesparlampen Strahlengrenzwerte überschritten würden. Die Bundesämter empfehlen deshalb, einen Sicherheitsabstand von 30 Zentimetern zu wahren, wie BFE-Vizedirektor Michael Kaufmann im «Kassensturz» erklärte. Zahlreiche grosse Schweizer Medien haben die entsprechende Warnung weiterverbreitet.

ETH-Professor Niels Kuster, der die Studie im Auftrag von BFE und BAG durchgeführt hat, ärgert sich über die Fehlinformation. «Was da verbreitet wurde, ist Unsinn. Die Studie zeigt, dass selbst bei einem Abstand von zwei Zentimetern zur Lampe die relevanten Grenzwerte nicht überschritten werden.»

Darauf angesprochen, gibt die Strahlenschutz-Expertin im BAG, Mirjana Moser, zunächst an, dass die Aussage zu den überschrittenen Grenzwerten «aus Versehen» in der Medienmitteilung gelandet sei. Nach Absprache mit dem BFE sagt dessen Sprecher schliesslich: «Der entsprechende Satz bezieht sich auf elektrische Felder im Abstand von 15 Zentimetern. Dort werden die Grenzwerte bei einigen getesteten Lampen überschritten.»

Das ist korrekt, laut Studienleiter Kuster aber irrelevant. «Bei Sparlampen diese Werte zu messen, ist Unsinn. Von ihnen lässt sich nicht zuverlässig auf die effektive Strahlenbelastung schliessen.» Um eine mögliche Gesundheitsgefährdung abzuschätzen, seien nur die im Körper gemessenen Ströme von Bedeutung. Auch das BAG selber schreibt dies in einem Faktenblatt zu Energiesparlampen auf seiner Website.

Langzeituntersuchungen gibt es noch keine

Die im Körper gemessenen Werte liegen bei allen getesteten, in der Schweiz erhältlichen Lampen weit unter den Grenzwerten, fünf- bis zehnmal tiefer, als erlaubt wäre. Die Grenzwerte ihrerseits sind bereits sehr streng angesetzt. Erst wenn sie um das Fünfzigfache überschritten werden, können die Strahlen Nerven- und Muskelreizungen hervorrufen.

So kommt auch Strahlenschutz-Expertin Moser zum Schluss: «Nach aktuellem Wissensstand ist von keiner Gesundheitsgefährdung auszugehen.» Die Warnung des BAG, den Sicherheitsabstand einzuhalten, sei im Sinne einer persönlichen Vorsorge zu verstehen. Ausserdem lägen noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu allfälligen Langzeitfolgen vor.

Die Stiftung für Konsumentenschutz, die nach der Warnung von BFE und BAG gefordert hatte, dass die Hersteller von Sparlampen die Strahlungswerte dekla-rieren müssten, bleibt bei ihrer Haltung. Geschäftsleiterin Sara Stalder: «Zumindest für empfindliche Menschen ist es wichtig, dass sie beim Kauf über die Strahlung der Lampen informiert sind.»

Quelle: Sonntagszeitung 02.04.2010
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Das verstehe ich, über die Fehlinterpretation habe ich mich auch geärgert.

Tags:
Energiesparlampen, Sicherheitsabstand, Kuster

Sparlampen: Niels Kuster ärgert sich über Fehlinterpretation

H. Lamarr @, München, Sonntag, 04.04.2010, 21:11 (vor 3581 Tagen) @ Doris

Das verstehe ich, über die Fehlinterpretation habe ich mich auch geärgert.

Das Theater um Energiesparlampen begann im Februar 2004 und ist vergleichbar zur Inszenierung um die Schweinegrippe. Aber was soll ich lange reden, das Wetter war bei uns über Ostern nicht so toll, also lesen Sie vorab unsere nagelneue ESL-Geschichte ... ;-) Falls es noch Verbesserungsvorschläge dazu geben sollte, gerne, her damit! Ansonsten landet die Geschichte demnächst auf der Leitseite und kriegt dann auch einen eigenen Eintrag hier im Forum, wo dann diskutiert werden kann.

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