EHS-Provokationsstudie durch Dr. Kunz (Allgemein)

Doris @, Freitag, 01.01.2010, 20:14 (vor 3916 Tagen)

Zwar nichts Weltbewegendes und sicherlich auch kein echter Erkenntnisgewinn.

Aber halten wir es einfach mal fest hier:

Im Jahresbericht 2009 des FGF (Seite 5/6) habe ich über die nach wie vor nicht veröffentlichte EHS-Provokationsstudie von Dr. Kunz, Fraunhofer Institut für Informations und Datenverarbeitung, IITB, Karlsruhe, gelesen.

Das in 2006 bei der Zeitschrift ‚Environmental Health Perspectives’ (EHP) eingereichte Publikationsmanuskript (Kunz) wurde im Oktober 2007 abgelehnt. Nach Anfrage beim Editor der Zeitschrift ‚Bioelectromagnetics’ und dessen positiver Rückmeldung wird das Manuskript nun formell an die dortigen Anforderungen angepasst und soll dann erneut eingereicht werden. Bis Ende 2009 gab es jedoch, wie auch in 2008, keinen Fortschritt, da der Projektnehmer nach eigenen Angaben zu sehr mit einem internationalen Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft beschäftigt ist. Unterstützung von Seiten der FGF bei der Bearbeitung des Manuskripts lehnte er ab.

Ein bisschen Googeln brachte zutage, dass die Studie bereits 2001 ! angeleiert wurde.

2001 brachte esmog Augsburg eine Meldung auf ihrer Homepage, dass Probanden gesucht werden.

Hier im Forum war diese Studie auch mal Thema. (warum "Blauer Engel" nicht daran teilnehmen konnte und insgesamt erklärte sie warum diese "Lampentests" nicht funktionieren.

Was uns im Endbericht, sollte dieser mal veröffentlicht werden, erwarten wird, kann hier dem Abstract entnommen werden.

Ob dieses Ergebnis nach so langer Zeit noch bedeutend sein wird? Sofortreaktionen innerhalb 2 Minuten bringen das allseits bekannte Ergebnis.

Tags:
FGF, EHS, Bioelectromagnetics, Lampentest, Provokationsstudie, Karlsruhe, Kunz

Bedeutung von Provokationsstudien

Doris @, Freitag, 01.01.2010, 20:59 (vor 3916 Tagen) @ Doris

Sinn oder Unsinn der Provokationsstudien wurden hier zu Genüge diskutiert und werden von den Betroffenen mittlerweile kritisch gesehen.

Zurück geht das Ganze auf die "Prager Konferenz" im Jahre 2004, welche durch "wuffs" Ausführungen bei einem Teil der Kritiker einen sehr negativen Anstrich erhalten hat. Die Beschlüsse aus dem Prager Workshop beruhen auf die Ausführungen und Erfahrungen der dortigen Referenten und deren Arbeit seit Beginn der EHS-Forschung und kann in diesem umfangreichen Bericht nachgelesen werden.

Eine deutsche 6-seitige Zusammenfassung der Forschungsgemeinschaft Funk gibt es hier (ist sicherlich von wuff in seinen umfangreichen Diskussionssträngen bereits eingestellt worden).

Auf Seite 4 unten steht..

Die nicht-öffentliche Sitzung der Arbeitsgruppen am dritten Tag der Konferenz wurde von Dr. Michael R. geleitet. Drei Untergruppen (working subgroups
– WSG) wurden ins Leben gerufen. Prof. Lena Hillert war die Leiterin der Untergruppe zu medizinischer Klassifikation, Diagnose und Behandlung. Prof. Norbert Leitgeb leitete die Untergruppe Forschungsbedarf. Die Leiterin der Untergruppe „Strategien staatlicher Behörden“ und „Kommunikation mit den Betroffenen“ war Dr. Jill Meara.

Auf Seite 5 steht dann unter der WSG 2 was zur Bedeutung der Provokationsstudien und auf Seite 6 unten steht als Abschluss, dass alle Beteiligten erneut die Notwendigkeit der Provokationsstudien unterstrichen.

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Provokationstest, Provokationsstudie

Problelauf widerlegt die üblichen Einwände

H. Lamarr @, München, Freitag, 01.01.2010, 21:00 (vor 3916 Tagen) @ Doris

Ob dieses Ergebnis nach so langer Zeit noch bedeutend sein wird?

Den folgenden Auszug aus der Kurzpräsentation des Ergebnisses finde ich wegen des ersten Experimentteils durchaus bedeutend, denn a) halten sich anscheinend wesentlich mehr EHS als ich dachte für "Schnellwahrnehmer", b) wird wieder einmal die Bedeutung der Verblindung bei derartigen Tests deutlich und c) wurde durch den Probelauf dem Einwand einer "falschen Befeldung" (kein realer Feldmix, fehlende NF, auf die Modulation kommt es an ...) nachhaltig begegnet. Bei einzelnen EHS, die sich für Sofort- oder Schnellwahrnehmer halten, gab "wuff" regelmäßig zu Bedenken, dass diese Leute ihre Fähigkeiten überschätzten würden und deshalb ihr Scheitern programmiert sei, obschon diese Leute möglicherweise dennoch EHS wären. Diesmal aber waren es gleich 29 EHS, die überdies im Probelauf die Tauglichkeit des Provokationsprofils bestätigten. Dieser Umstand widerlegt mMn die Entschuldigung von "wuff" auf plausible Art und Weise. Er wird sich, wie ich ihn kenne, sicherlich dazu bei GHz äußern und eine andere Erklärung geben.

Was mir anhand des PDFs nicht klar wurde ist (auf Seite 1) die Rolle der 2 Minuten, denn während der Provokation wurde anscheinend nicht im 2-min-Raster, sondern im 10-min-Raster der HF-Generator ein-/ausgeschaltet.

So, hier nun also der Auszug aus Kunz' Ergebnissen ...

Im 1. Experimentteil mit offener Expositionssituation (Versuchsleiter und Proband wussten ob das Feld an- oder ausgeschaltet war) wurde zunächst von allen 29 freiwilligen Probanden, die an diesem Experiment teilnahmen, bestätigt, dass sie das im Versuch eingesetzte elektromagnetische Feld reproduzierbar sinnlich wahrnahmen. So haben alle Probanden in diesem Experimentteil entsprechend ihrer Empfindungen auf die Frage „Empfinden Sie das Feld?" mit „Ja" bei der „Feld an" - Phase und mit „Nein" bei der „Feld aus" - Phase geantwortet. Zudem hielten alle Probanden das Experiment für geeignet zur Identifizierung ihrer persönlichen Elektrosensitivität.

Im 2. Experimentteil haben alle Probanden die 12 Fragen nach der Empfindung des Feldes während der Experimentphasen eindeutig mit „Ja" oder „Nein" beantwortet.
Der Mittelwert der Anzahl richtiger Antworten lag beim betrachteten Kollektiv von 29 Probanden mit 6.1 (50.83%) nahe der Ratewahrscheinlichkeit von genau 6 (50%) richtigen Antworten.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Feldmix

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