EMF und Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen (Allgemein)

Doris @, Mittwoch, 09.12.2009, 00:18 (vor 4424 Tagen)

Von Thomas S, Heinrich S, von Kries R, Radon K., LMU München, gibt es eine aktuelle Arbeit die sich mit dem Einfluss von EMF und dem Verhalten von bayerischen Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt.

So wie ich das sehe, müsste diese Arbeit Teil der MobilEe-Studie sein, die im Rahmen des deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm durchgeführt wurde.

Die Autoren kommen (laut Abstract) zu folgendem Ergebnis

Seven percent of the children and 5% of the adolescents showed an abnormal mental behaviour. In the multiple logistic regression analyses measured exposure to RF fields in the highest quartile was associated to overall behavioural problems for adolescents (OR 2.2; 95% CI 1.1-4.5) but not for children (1.3; 0.7-2.6). These results are mainly driven by one subscale, as the results showed an association between exposure and conduct problems for adolescents (3.7; 1.6-8.4) and children (2.9; 1.4-5.9). As this is one of the first studies that investigated an association between exposure to mobile telecommunication networks and mental health behaviour more studies using personal dosimetry are warranted to confirm these findings.

Weiterführende Links zur Information:

Studie der Autoren aus dem Jahre 2008. (Der Punkt zu der psychischen Gesundheit ist auf Seite 3 aufgeführt).

Abschlussbericht (255 Seiten)
MobilEe - Mobilfunk: Exposition und Befinden, LMU München (Tabellen zu den Verhaltensauffälligkeiten ab Seite 186) (wurde hier im Forum bereits vor einem Jahr diskutiert)

Zusammenfassung des DMF (Akute Gesundheitseffekte durch Mobilfunk bei Kindern)

Tags:
Kinder, MobileE-Studie, Epidemiologie, Radon, Abstract, Heinrich, Verhaltensprobleme

EMF und Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen

AnKa, Mittwoch, 09.12.2009, 01:13 (vor 4424 Tagen) @ Doris

Die Autoren kommen (laut Abstract) zu folgendem Ergebnis

Seven percent of the children and 5% of the adolescents showed an abnormal mental behaviour. In the multiple logistic regression analyses measured exposure to RF fields in the highest quartile was associated to overall behavioural problems for adolescents (OR 2.2; 95% CI 1.1-4.5) but not for children (1.3; 0.7-2.6). These results are mainly driven by one subscale, as the results showed an association between exposure and conduct problems for adolescents (3.7; 1.6-8.4) and children (2.9; 1.4-5.9). As this is one of the first studies that investigated an association between exposure to mobile telecommunication networks and mental health behaviour more studies using personal dosimetry are warranted to confirm these findings.

Also, ich lese da:

Fazit

Die Ergebnisse der Studie geben keine Hinweise auf einen Einfluss der gemessenen Gesamtmobilfunkexposition auf gesundheitliche Beschwerden bei Kindern oder Jugendlichen. Dies gilt sowohl für selbst berichtete Beschwerden der letzten 6 Monate (Kopfschmerzen, Gereiztheit, Nervosität, Schwindel, Müdigkeit, Angst, Einschlafprobleme) als auch für akute Beschwerden am Mittag oder Abend (Kopfschmerzen, Gereiztheit, Nervosität, Schwindel, Müdigkeit, Angst, Einschlafprobleme). Vereinzelt wurde eine Assoziation zwischen subjektiver Mobilfunkbelastung und gesundheitlichen Beschwerden gefunden. Dies unterstreicht, die Wichtigkeit der Bestimmung der objektiven, tatsächlichen Exposition durch Messung. Dies ist die erste Studie, in der die Mobilfunkexposition von Kindern und Jugendlichen gemessen wurde. Insgesamt ist diese sehr niedrig und liegt weit unter den bestehenden Grenzwerten.

Wie denn nun?

Und wenn ich überlege, dass Mobilfunkexposition während Handygebrauch zur gleichen Zeit stattfindet wie der Umgang mit dem Handy (der, wie ich meine, eine Rückkoppelung zur nervlichen Belastung des Kindes/Jugendlichen haben muss, weil ein Handy ein unablässig forderndes Spielzeug darstellt), dann frage ich mich, wie die Studienautoren diesen Confounder abgetrennt haben wollen.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

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