Großdemonstration in Stuttgart: Wie es wirklich war (Allgemein)

AnKa, Dienstag, 17.11.2009, 08:01 (vor 3530 Tagen)

(Vorsicht Satire!)

Bagatellisierende Berichte in den Landesschauen unserer von der Mobilfunklobby manipulierten Republik können nicht darüber hinwegtäuschen:

Die Grossdemonstration in Stuttgart gegen Mobilfunkwahnsinn, Strahlenkrebstod und Völkerverstrahlung – sie war ein voller Erfolg!

An dieser Stelle sei nun noch einmal der WAHRE Verlauf der Grossdemonstration dargestellt! Auf verfälschende Berichte in den von der Mobilfunklobby kontrollierten Massenmedien können wir nämlich verzichten!

Hier also der WAHRE Bericht:

Gegen Mittag trafen sich rund 90.000 (und nicht, wie verfälschend kolportiert wurde, bloß 2.000) Elektrosensible friedlich vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Wie auf ein unsichtbares Zeichen hin hoben alle erstmal ihre Arme:

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So wurde für jedermann ersichtlich: Niemand trägt heute ein Handy mit sich! Die allgegenwärtige, heimtückische Zwangsbestrahlung durch den Mitmenschen, der neben Dir geht - sie sollte heute, für einen Nachmittag nur, tabu sein. Für einen Moment blitzte die Keimzelle einer friedlichen, strahlenfreien Gesellschaft auf – einfach nur durch eine menschliche Geste, indem alle miteinander die Arme hoben, wie um zu sagen: Handyfrei ist machbar, Nachbar. Bruder. Weggefährte. Freund.

Es war ein erhebender Moment.

Dann wurden die Transparente ausgepackt, und los ging es.

Auf dem Weg in die verstrahlte Stuttgarter Innenstadt kam es zu ersten Problem bei Teilnehmern der Demonstration. Die allgegenwärtige Verstrahlung wie auch die gleichzeitige Belästigung durch mobilfunklobby-gesteuerte Presseleute begann manchen zuzusetzen:

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Einige der Elektrosensiblen reagierte verwirrt, manche sogar panisch. Man hatte die Wirkung der in der Stadt vorherrschenden Mobilfunkstrahlung unterschätzt.

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Einige der Lieben Mitstreiter brachen aus dem bis dahin geordnet verlaufenen Demonstrationszug aus, um Eingänge zu Kellern ausfindig zu machen.

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Um die Demonstranten zu provozieren, aktivierte die Mobilfunklobby einen Drei-Sektoren-Sendemasten und setzte diesen in Marsch gegen die Eletrosensiblen:

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Die gezielte Provokation sollte wohl die Demonstranten davon abhalten, ihren Marsch auf die Innenstadt fortzusetzen. Jetzt wurde allen klar, dass auch der an diesem Tag erhöhte Strahlenpegel im gesamten Stuttgarter Raum auf Machenschaften der Lobby zurückzuführen gewesen ist. Und auch aus dem nahegelegenen Stadtpark liess die Lobby einen Sendemasten auf die wehrlosen Lieben Mitstreiter loswüten!

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Die Situation drohte zu eskalieren, weil einige der Demonstranten, in verständlicher Empörung, zu Gegenmaßnahmen ansetzten:

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Einige griffen zu Pflastersteinen, andere flohen. Der Demonstrationszug drohte auseinanderzubrechen.

Zum Glück für alle behielt Unser Guter Führer Uli W. klaren Kopf. Er versammelte die Lieben Mitstreiter vor dem Tor zum Gotteshaus und rief sie zur Besinnung. Hasendraht-Strahlenabwehruniformen wurden verteilt. Die Situation beruhigte sich.

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Die Demonstration konnte in aller Ruhe zu Ende geführt werden.

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Bei der Abschlusskundgebung lauschten alle dann noch einmal den vom Podium wie Blitze auf Zweifler, Gegner und Mobilfunklobbyisten herabgeschleuderten Worten der Heiligen Nelly, Unserer Guten Frau Von Den Funklöchern.

Liebe Mitstreiter! Der Kampf geht weiter!

Vergesst das Spenden nicht!

(Vorsicht Satire!)

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Tags:
Realsatire

Großdemonstration in Stuttgart: Wie es wirklich war

underground, Dienstag, 17.11.2009, 08:18 (vor 3530 Tagen) @ AnKa

Herzlichen Glückwunsch zu dieser sehr gut gelungenen Realsatire.
Hab selten so gelacht.

Großdemonstration in Stuttgart: Wie es wirklich war

H. Lamarr @, München, Dienstag, 17.11.2009, 17:10 (vor 3529 Tagen) @ AnKa

Vergesst das Spenden nicht!

Gut getroffen, Anka! Ihr Schlusssatz könnte den Nagel auf den Kopf getroffen haben und das eigentliche Motiv der Veranstaltung beim Namen nennen.

Schade dass die öffentlich wahrgenommenen Elektrosensiblen nicht Ihre Krativität haben, es stünde um deren Sache vermutlich weitaus besser.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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