REFLEX - Gutachten und Endbericht (Forschung)

Alexander Lerchl @, Donnerstag, 01.10.2009, 17:12 (vor 4817 Tagen)

[Hinweis: Nach Prüfung bzgl. Verbotsbehauptung wieder frei gegeben am 04.09.2013]

Am 6.5.2008 wurde ein statistisches Gutachten über die Arbeiten aus 2005 (Diem et al., Mutation Research) und 2008 (Schwarz et al., Int Arch Occup Environ Health) von einem Professor für Statistik erstellt und am 16.5.2008 dem Rat für Wissenschaftsethik übergeben. Hier zunächst Auszüge aus dem Gutachten, der Endbericht des Rates wird weiter unten kommentiert. Die geschwärzten Stellen sollten meine Identität verdecken, einmal wurde dies aber versäumt :-) .

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(Anmerkung: das mit der Verblindung hatte sich ja bereits erledigt).

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Dieses vernichtende Gutachten findet sich seltsamerweise im Endbericht des Rates für WissenschaftsETHIK vom 13.11.2008 nicht wieder! Warum? War es nicht eindeutig genug? Statt dieses Gutachten zu berücksichtigen, werden völlige Nebensächlichkeiten wie die Autorenreihenfolgen als "scientific misconduct" bewertet! Unglaublich!

Der Bericht findet sich hier. Er ist übrigens auch an die Europäische Kommission gegangen.

Vielleicht liegt es daran, dass der Rat für WissenschaftETHIK nicht durchgängig mit unbefangenen Leuten besetzt war? "Einer der drei Ethikräte ist der emeritierte Internist Klaus Lechner. Er ist dem Kollegen Rüdiger seit vielen Jahren "sehr freundschaftlich verbunden"; man ist per du. Umso peinvoller trifft den Emeritus die Nachfrage nach dem ominösen Geschäft. "Deal ist nicht das richtige Wort", sagt Lechner schließlich nach etlichen Windungen, im Übrigen sei er aber an sein "Schweigegelübde" gebunden."

Noch einmal: Unglaublich!
(Aber doch wahr ....)

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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EU, Gutachten, Seilschaft, Reflex, Wien, Ethik-Kommission, Doppelblind, Kesseltreiben, Deal, Endbericht

REFLEX - Gutachten und Endbericht

Sektor3, Donnerstag, 01.10.2009, 18:18 (vor 4817 Tagen) @ Alexander Lerchl

Der mMn beste Mann der Tabakindustrie war der Statistiker P.N. Lee. Für die Tabakindustrie nahm er jede Studie auseinander. Beim Passivrauchen war er der Erste, der intern bestätigte, dass negative Studien korrekt waren. Er hat aber viele Jahre hin alle in diese Richtung gehenden Studien zerpflückt.

Ich gehe mal davon aus, dass um Prof. A. herum weiterhin solche Leute sind. Da muss dann schon alles wasserdicht sein, damit die nicht mit einem Achterbahn fahren.

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Tabaklobbyist

REFLEX - Gutachten und Endbericht

Alexander Lerchl @, Donnerstag, 01.10.2009, 21:51 (vor 4817 Tagen) @ Sektor3

Der mMn beste Mann der Tabakindustrie war der Statistiker P.N. Lee. Für die Tabakindustrie nahm er jede Studie auseinander. Beim Passivrauchen war er der Erste, der intern bestätigte, dass negative Studien korrekt waren.

Sie meinen vermutlich positive Studien (also solche, die einen Zusammenhang zeigten), oder?

Er hat aber viele Jahre hin alle in diese Richtung gehenden Studien zerpflückt.

Ich gehe mal davon aus, dass um Prof. A. herum weiterhin solche Leute sind. Da muss dann schon alles wasserdicht sein, damit die nicht mit einem Achterbahn fahren.

Achterbahnfahren ist fein.
Jede Achterbahn braucht aber ein gewisses Maß an Energie, salopp formuliert, damit die Fahrt nicht zu fad wird. In diesem Fall scheint die Energie in der Nähe von null zu sein (plusminus Standardabweichung :yes: ).

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REFLEX - Gutachten und Endbericht

Sektor3, Donnerstag, 01.10.2009, 22:25 (vor 4817 Tagen) @ Alexander Lerchl

Der mMn beste Mann der Tabakindustrie war der Statistiker P.N. Lee. Für die Tabakindustrie nahm er jede Studie auseinander. Beim Passivrauchen war er der Erste, der intern bestätigte, dass negative Studien korrekt waren.

Sie meinen vermutlich positive Studien (also solche, die einen Zusammenhang zeigten), oder?

Ja, einen positiven Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Gesundheitsschäden.

OK, wenn das das Reflex-Projekt war, dann bliebe noch eine Frage:

Gibt es eine (nach Möglichkeit vertrauenswürdige) Studie, in der EMF Befeldung von Zellen mit 'unprogrammierter' DNA-Synthese (UDS) untersucht wird?
Nach der Studienbeschreibung von Rüdiger könnte diese Untersuchung der DNA-Reparaturen sensibler sein, als die Untersuchung von DNA-Reparaturen.

Endbericht - nach Wiener Art

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 01.10.2009, 23:49 (vor 4817 Tagen) @ Alexander Lerchl

Der Bericht findet sich hier. Er ist übrigens auch an die Europäische Kommission gegangen.

Dieser Endbericht des Ethikrates ...

1) belastet die Labormitarbeiterin Elisabeth K. schwer.
2) entlastet den Senior-Autor Prof. H. Rüdiger völlig.
3) moniert ausführlich eine Nebensächlichkeit - die unberechtigte Nennung der Erstautorin - an der 2008er-Studie (UMTS-Studie).
4) entlastet die 2005er-Studie (Reflex) vom Fälschungsvorwurf.
5) sieht die Aussagekraft der 2005er-Studie wegen "limitierter Daten" reduziert.
6) stellt fest, dass Elisabeth K. den Verblindungscode zwar kannte, ihn aber nicht gezielt zum Zwecke einer Datenfälschung mißbrauchte.
7) stellt fest, dass die Daten der 2008er-Studie nicht als wissenschaftlich verlässlich bezeichnet werden können.
8) ignoriert die umfassende aber auch komplexe Indizienkette, die völlig unabhängig vom Brechen des Verblindungscodes die 2005er- und 2008er-Studie schwer belastet. Und die den ursprünglichen Vorwurf der Datenmanipulation bereits ausgelöst hatte, noch bevor das Brechen des Verblindungscodes überhaupt entdeckt wurde.
9) ignoriert bedeutsame Begleitumstände des Gesamtbildes wie etwa das Scheitern von Replikationsversuchen der beiden Studien (ich meine damit: eine einzige gelungene Replikation wäre ein gewichtiges Argument gewesen, das gegen eine Fälschung gesprochen hätte).

Kommentar: Wien ist seit Jahrhunderten zwischen den Kontinentalplatten des Ostens und Westens eingeklemmt und so zur Diplomatie verdammt. Ein Kunstwerk der Diplomatie, meine ich, ist auch dieser Bericht des Wiener Ethikrates: niemandem tut er so richtig weh und er tadelt gerade soviel, dass sich die Ratsmitglieder nicht den Vorwurf vom bellenden Hund gefallen lassen müssen. Wie bei einem umstrittenen Foul an der Strafraumgrenze vor einem Fußballtor hat der Ethikrat das Foul kurzerhand vor den Strafraum verlagert - und eben keinen Elfmeter gepfiffen. Die einen finden das "unglaublich", andere stoßen darauf die Gläser an. Wie im wirklichen Leben. Aber: Im Gegensatz zum Schiedsrichter beim Fußball ist der Ethikrat der Uni Wien nicht letzte Instanz.

Hinweis Moderator, hier entlang, zum abgetrennten Posting.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Wien, Rüdiger, Replikation, Verblindungscode, Fälschungsverdacht, Ethikkommission, Datenfälschung, Datenmanipulation

REFLEX - Resümee

Alexander Lerchl @, Dienstag, 06.10.2009, 17:06 (vor 4812 Tagen) @ Alexander Lerchl

Mir ist - wie bei anderen Threads auch - aufgefallen, dass die ursprüngliche Diskussion etwas aus dem Ruder läuft und in diesem Fall bei Napoleon, dem IZfMF und dergleichen endet. Daher an dieser Stelle noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Befunde:

1. Die für die Wiener Ergebnisse verwandte Methode des COMET-Assay ist intrinsisch ungenau.

2. Die berichteten Genauigkeiten (geringe Abweichungen) sind unplausibel.

3. Dies wird auch durch das statistische Gutachten eindeutig belegt (die berichteten geringen Abweichungen sind unterhalb der theoretisch zu erwartenden Grenzen).

(@dlsasv: dazu könnten Sie vermutlich auch etwas sagen.)

4. Der Rat für Wissenschaftsethik handelt mit Rüdiger einen Deal aus*.

5. Das statistische Gutachten wird in seiner Eindeutigkeit nicht gewürdigt.

6. Die Medizinische Universität Wien erklärt mehrfach, die Daten seien gefälscht und fordert die Herausgeber auf, die Studien zurückzuziehen.

7. Keine einzige Arbeit wurde bisher zurückgezogen.

8. Rüdiger zitiert seine Arbeiten, als wäre nichts geschehen.

9. Die neu gegründete Österreichische Agentur für Wissenschaftliche Integrität ist von zwei Stellen mit der Überprüfung dieser Fälle beauftragt worden.

* Resultat: nicht der Rede wert. Eine einzige Studie soll zurückgezogen werden, und auch die nur aus formalen Gründen; eine zweite folgt - vielleicht - später. "Nach den anderen haben wir gar nicht gefragt", sagt Helmut Strutzmann, Sprecher des Rektors. Man könne den Verdächtigen leider kaum etwas nachweisen.

Rüdiger verbreitet nun mit sichtlichem Behagen, der Rat habe ihm diesen "Deal" von sich aus angeboten. Bei einem "privaten Treffen" habe man eine "Exit-Strategie" ausgeheckt, sagt er: "Eine Rücknahme aus formalen Gründen, im Gegenzug Schluss mit dem Fälschungsvorwurf."

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MUW, Comet-Assay, OeAWI, Ethikkommission, Deal

REFLEX - Resümee

Doris @, Dienstag, 06.10.2009, 17:41 (vor 4812 Tagen) @ Alexander Lerchl

6. Die Medizinische Universität Wien erklärt mehrfach, die Daten seien gefälscht und fordert die Herausgeber auf, die Studien zurückzuziehen.

Eine Verständnisfrage Herr Dr. Lerchl...
In welchem Zusammenhang steht denn "Int Arch Occup Environ Health"
"UMWELTMEDIZIN IN FORSCHUNG UND PRAXIS" und "GHUP"?

Wer ist der Herausgeber der REFLEX Studie, also welcher Verlag, oder wie sich das nennt und welche Person/en stehen für diese Herausgabe, bzw, in dem Fall dafür, dass die Arbeiten nicht zurückgezogen werden? In den früheren Kommentaren tauchten immer die Namen Karl Heinz Schaller und Hans Drexler auf. Aber auch Gerhard Lehnert lese ich bei IAOEH.

REFLEX - Resümee

Alexander Lerchl @, Dienstag, 06.10.2009, 17:58 (vor 4812 Tagen) @ Doris

6. Die Medizinische Universität Wien erklärt mehrfach, die Daten seien gefälscht und fordert die Herausgeber auf, die Studien zurückzuziehen.

Eine Verständnisfrage Herr Dr. Lerchl...
In welchem Zusammenhang steht denn "Int Arch Occup Environ Health"
"UMWELTMEDIZIN IN FORSCHUNG UND PRAXIS" und "GHUP"?

GHUP (Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin) ist der Herausgeber der Zeitschrift UFP (Umweltmedizin in Forschung und Praxis).

Das International Archive of Occupational and Environmental Health (IAOEH) ist die Zeitschrift, in der die Studie aus 2008 erschien, und zu der ich einen kritischen Kommentar geschrieben habe. Die Herausgeber sind Herr Drexler und Herr Schaller.

Wer ist der Herausgeber der REFLEX Studie, also welcher Verlag, oder wie sich das nennt und welche Person/en stehen für diese Herausgabe, bzw, in dem Fall dafür, dass die Arbeiten nicht zurückgezogen werden? In den früheren Kommentaren tauchten immer die Namen Karl Heinz Schaller und Hans Drexler auf. Aber auch Gerhard Lehnert lese ich bei IAOEH.

Die REFLEX-Studie hat keinen Herausgeber. Wenn Sie den Verlag von IAOEH meinen, ist dies der Springer-Verlag. Die Herausgeber haben sich in dem "Expression of Concern" für die Veröffentlichung der Studie entschuldigt, sie aber nicht zurückgezogen :no:. Der Springer-Verlag bzw. der Schriftleiter der biomedizinischen Zeitschriften hat sich geweigert, den nach der Veröffentlichung meines Kommentars zusätzlich aufgetauchten Belegen nachzugehen ("Springer will not be acting on the findings of the student. The journal has already given you the opportunity to publish your comments on the paper by Schwarz et al. Any further action rests with the authors of the initial paper and with the Editor-in-Chief. "). Ziemlich peinlich. Zu Herrn Lehnert kann ich nichts sagen.

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Medien, Journalisten, Springer-Verlag, IAOEH

REFLEX - Resümee

Doris @, Dienstag, 06.10.2009, 19:03 (vor 4812 Tagen) @ Alexander Lerchl

Zu Herrn Lehnert kann ich nichts sagen.

Wenn ich diese Seite richtig verstehe, ist Gerhard Lehnert der frühere Chefredakteur von IAOEH.
Zu ihm gibt es sehr viel zu sagen.

GHUP (Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin) ist der Herausgeber der Zeitschrift UFP (Umweltmedizin in Forschung und Praxis).

Im dortigen Beirat befindet sich auch Dr. Hans Drexler

Die Herausgeber sind Herr Drexler und Herr Schaller.

o.k. steht hier
Beide sind von der Uni Erlangen, so wie früher Dr. Lehnert und auch der Vizepräsident von GHUP Jürgen Angerer

Der Springer-Verlag bzw. der Schriftleiter der biomedizinischen Zeitschriften hat sich geweigert, den nach der Veröffentlichung meines Kommentars zusätzlich aufgetauchten Belegen nachzugehen ("Springer will not be acting on the findings of the student. The journal has already given you the opportunity to publish your comments on the paper by Schwarz et al. Any further action rests with the authors of the initial paper and with the Editor-in-Chief. "). Ziemlich peinlich.

Ich denke, es gibt für alles einen Grund

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REFLEX - Resümee

Alexander Lerchl @, Dienstag, 06.10.2009, 20:06 (vor 4812 Tagen) @ Doris

Zu Herrn Lehnert kann ich nichts sagen.

Wenn ich diese Seite richtig verstehe, ist Gerhard Lehnert der frühere Chefredakteur von IAOEH.
Zu ihm gibt es sehr viel zu sagen.

Habe gerade mal in den legacy documents gestöbert. Wenn das DER Gerhard Lehnert ist, haben Sie gerade ein Fass aufgemacht, Doris. (Ist man denn nirgendwo sicher vor diesen Verbindungen, in diesem Fall Prof. A.-Lehnert-Angerer?) Auch ist interessant, dass es schon sehr früh Verbindungen gab zwischen Rüdiger und Lehnert (seinerzeit am selben Institut in Hamburg). Jetzt wird mir auch ein sehr seltsamer und von der Sache her vollkommen unverständlicher Brief klar, den ich von einem der Autoren dieser Veröffentlichung bekommen habe, als der REFLEX-Skandal aufflog. Das möchte ich hier nicht weiter kommentieren, aber Ihr Hinweis hat mir (einmal mehr) die Augen geöffnet. Der Befund kommt jedenfalls in den Giftschrank. Das Wespennest, in das ich gestochen habe, ist offenbar viel größer, und die Wespen sind viel aggressiver, als ich gedacht habe.

GHUP (Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin) ist der Herausgeber der Zeitschrift UFP (Umweltmedizin in Forschung und Praxis).

Im dortigen Beirat befindet sich auch Dr. Hans Drexler

Die Arbeitsmedizin in D ist ein überschaubarer Bereich, Häuptlinge (Lehrstuhlinhaber) gibt es nicht so viele. Allerdings gibt es - wie im richtigen Leben - Häuptlinge verschiedener "Stämme", die sich bisweilen nicht gut leiden können.

Die Herausgeber sind Herr Drexler und Herr Schaller.

o.k. steht hier
Beide sind von der Uni Erlangen, so wie früher Dr. Lehnert und auch der Vizepräsident von GHUP Jürgen Angerer

s.o.

Der Springer-Verlag bzw. der Schriftleiter der biomedizinischen Zeitschriften hat sich geweigert, den nach der Veröffentlichung meines Kommentars zusätzlich aufgetauchten Belegen nachzugehen ("Springer will not be acting on the findings of the student. The journal has already given you the opportunity to publish your comments on the paper by Schwarz et al. Any further action rests with the authors of the initial paper and with the Editor-in-Chief. "). Ziemlich peinlich.

Ich denke, es gibt für alles einen Grund

Wohl wahr.

Danke für die Kommentare, Doris, vielen Dank! Das wird ja immer schlimmer. Das habe ich zwar schon öfter gesagt, aber es sind offensichtlich immer noch Steigerungen möglich. Wo leben wir eigentlich?

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Vetternwirtschaft, Seilschaft, Tabak, Rüdiger, Lehnert

Willkommen im Club

Sektor3, Dienstag, 06.10.2009, 21:20 (vor 4812 Tagen) @ Doris

Willkommen im Club, Doris!

langsam aber sicher verliere ich mein "Legacy-Monopol". Auch gut, gemeinsam Suchen macht mehr Spass.

Für einige Zeit habe ich mich gefragt, ob ich denn allein vom Baum der Erkenntnis genascht habe, aber jetzt wir werden immer mehr.

richtig zitieren

dlsasv @, Dienstag, 06.10.2009, 22:29 (vor 4812 Tagen) @ Alexander Lerchl

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Hoppla, der Satz geht ja nach der Klammer noch weiter! :surprised:

Ansonsten würde er, in einen anderen Kontext gerissen, scheinbar etwas ganz anderes sagen wollen:

Auch der Statistiker Peter Bauer von der Medizinischen Universität Wien kommt zu dem Schluss, dass aus der Statistik alleine keine Fälschung abgelesen werden kann, er kritisiert sogar die Einwände von Lerchl, die von ihm teilweise "nicht nachvollzogen" werden können, und fügt weiters hinzu: "Es kann auch nicht gelten, dass die Kritik ausschließlich durch Dr. Lerchl betrieben wird (aus welchen Motiven auch immer)."

Aus: Rufunterdrückung: Das Sittenbild hinter den angeblich gefälschten Handystudien, Profil.at. (Die interaktive Chronolgie der Ereignisse, bis 29. Juli 2008 weiter klicken, oder den Kasten im Print-Artikel lesen)

Plump! :no:

richtig zitieren

Alexander Lerchl @, Dienstag, 06.10.2009, 22:45 (vor 4812 Tagen) @ dlsasv

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Hoppla, der Satz geht ja nach der Klammer noch weiter! :surprised:

Ansonsten würde er, in einen anderen Kontext gerissen, scheinbar etwas ganz anderes sagen wollen:

Auch der Statistiker Peter Bauer von der Medizinischen Universität Wien kommt zu dem Schluss, dass aus der Statistik alleine keine Fälschung abgelesen werden kann, er kritisiert sogar die Einwände von Lerchl, die von ihm teilweise "nicht nachvollzogen" werden können, und fügt weiters hinzu: "Es kann auch nicht gelten, dass die Kritik ausschließlich durch Dr. Lerchl betrieben wird (aus welchen Motiven auch immer)."

Aus: Rufunterdrückung: Das Sittenbild hinter den angeblich gefälschten Handystudien, Profil.at. (Die interaktive Chronolgie der Ereignisse, bis 29. Juli 2008 weiter klicken, oder den Kasten im Print-Artikel lesen)

Plump! :no:

Genau. Und das habe ich erst verstanden, als ich den vollständige Gutachten gelesen habe. Man kann auch durch Weglassen Zitate verfäschen.

Und: "plump" würde ich das nicht nennen. Sondern: verfälschend.

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, Reflex, Zitatverfälschung

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