Solariumverbot für Minderjährige abgesegnet (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 19.06.2009, 20:58 (vor 4512 Tagen)

Solariumbesuch

Künstliche Sonne erst ab 18

Der Bundestag hat ein neues Strahlenschutzgesetz verabschiedet. Es verbietet Minderjährigen wegen der erhöhten Krebsgefahr, Solarien zu besuchen.

Die Neuregelung des Gesetzes fand am Freitag im Bundestag eine große Mehrheit. Es soll Kinder und Jugendliche besser vor den schädlichen Wirkungen künstlicher UV-Strahlen schützen. Für die Neuregelung votierten CDU/CSU, SPD, Grüne und Die Linke. Die FDP stimmte dagegen. Der Bundesrat muss noch abschließend entscheiden.

Kommentar: Warum die FDP wohl dagegen gestimmt hat?

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Hier die Begründung der Jungen Liberalen:

JuLis gegen ein Verbot für die Nutzung von Solarien von Jugendlichen.

Nachdem erneut bekannt wurde, dass Solarien wegen des Krebsrisikos gefährlich sind, werden Stimmen nach einem Verbot laut. Das Bundesumweltministerium arbeitet an einem Gesetz, das Jugendlichen unter 18 Jahren ab 2009 den Besuch von Sonnenstudios verbieten soll. Die Jungen Liberalen sehen ein Verbot als den falschen Weg an. Nico Völker, Vorsitzender der JuLis MV, erklärte dazu:

„Nach dem Vormarsch gegen das Rauchen folgt nun der nächste Feind der Regierung: Das Solarium. Wir sprechen uns gegen ein solches Verbot aus, weil wir in die Eigenverantwortung der Jugendlichen vertrauen. Ein Verbot entmündigt die Jugend und nimmt ihnen Freiheiten.“ [Anm. Admin: Seufz, so kann nur einer reden, der keine Kinder hat...]

„Nur übermäßige UV-Bestrahlung ist wirklich gefährlich. Was hier geschehen muss, ist mehr Aufklärungsarbeit. Die meisten der 13 bis 18-jährigen jungen Damen, die ins Solarium gehen, besuchen Gymnasien. Mit ein bisschen mehr Aufklärung brauchen wir keine Prohibition der Solarien.“, so Völker weiter.
„Der Missstand besteht nicht in zu vielen Freiheiten, sondern in zu wenig Aufklärungsarbeit und unzureichenden Qualitätskontrollen der Solarien.“

Nee, Jungs, so läuft das nicht :no:.

Die Entscheidung in den Puff zu gehen wird schließlich auch nicht im Kopf getroffen, sondern in der Hose (Quelle: Udo Jürgens).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Eigenverantwortung

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