Neuwagen funken ab 2011 um Hilfe (Technik)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 17.06.2009, 19:42 (vor 4514 Tagen)

Schlechte Nachrichten für ES: 2010 soll das Notfunksystem eCall in Europa eingeführt und voraussichtlich ab 2011 für Neufahrzeuge Pflicht werden. Das System bewirkt, dass nach einem schweren Unfall das Unfallfahrzeug manuell/automatisch via Mobilfunk die Rettungsdienste alarmiert und die auch die Position des Fahrzeugs durchgibt. Bei Extrem-ES dürfte dieser Service auf wenig Gegenliebe stoßen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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, Notruf, Funkanwendung, Verkehr

Neuwagen funken ab 2011 um Hilfe

Schmetterling @, Mittwoch, 17.06.2009, 20:20 (vor 4514 Tagen) @ H. Lamarr

Orwell dürfte blass werden vor Neid!

Neuwagen funken ab 2011 um Hilfe

charles ⌂ @, Mittwoch, 17.06.2009, 21:20 (vor 4514 Tagen) @ H. Lamarr

Schlechte Nachrichten für ES: 2010 soll das Notfunksystem eCall in Europa eingeführt und voraussichtlich ab 2011 für Neufahrzeuge Pflicht werden. Das System bewirkt, dass nach einem schweren Unfall das Unfallfahrzeug manuell/automatisch via Mobilfunk die Rettungsdienste alarmiert und die auch die Position des Fahrzeugs durchgibt. Bei Extrem-ES dürfte dieser Service auf wenig Gegenliebe stoßen.

Wie blöd und altmodisch!

Das eCall Systeem enthält:
GPS-Empfänger zur Feststellung der Fahrzeugposition zum Zeitpunkt des Unfalles
GSM-Antenne zum Senden des Notrufes an die Notrufzentrale
Steuergerät, das den Standort ermittelt und im Notfall zusammen mit dem Notruf über eine eingebaute Mobilfunk-Einheit an die Notrufzentrale schickt
Crash-Sensor zum Erkennen aller Unfall-Arten
Mikrofon und Lautsprecher, damit die Notrufzentrale mit den Fahrzeuginsassen sprechen kann, um sich nach Zahl der Verletzten und der Schwere der Verletzungen zu erkundigen
Notstromversorgung, um die Funktion auch nach einem Crash mit Zerstörung der Fahrzeug-batterie aufrecht zu erhalten.
Eine Taste, mit der ein Notruf manuell ausgelöst werden kann für medizinische Notfälle, etwa bei plötzlichen Erkrankungen.
Kontrollleuchte, die die Funktionsfähigkeit des Systems anzeigt bzw. eventuelle Fehler

Die haben in ihre Eile gar nicht daran gedacht dass GSM altmodisch ist, und UMTS nicht nur Fotos, sondern Live Videos senden kann.
Also. nur ein Mikrofon und Lautsprecher reicht nicht, da muss auch ein Webcam dazu.
(Da kann Ihr Chef auch sehen ob Sie aus Ihre Nase fressen.)

Übrigens ist es schon lange her, das 1984 Zukunft hiess mit Big Brother is watching you.
Es gibt schon bei sämtliche Betriebswagens sogenannte Black-boxes, damit der Arbeitgeber ganz genau in seinem Büro sehen kann ob Sie beim Kunden sind oder im Puff.

Über diese Entwicklungen von totalitäre Überwachungen hätten die von vor 1945 nut träumen können.

Der Staat weiss genau was Sie verdienen (gemeint ist hier was Sie bekommen, weil Sie Verdienen mehr).
Es ist momentan schon schwierig mit Geld zu zahlen.
In Zwei Jahren kann das nicht mehr, dann kann man nur noch mit Bankpass oder Kreditkarte zahlen, und weiss man auch hahrgenau wo Sie Ihr Geld an ausgeben.

Die RFID chips in mehrere Produkte zeigen die Marketingleute der Rest der Puzzle.

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Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Neuwagen funken ab 2011 um Hilfe

michael, Mittwoch, 17.06.2009, 21:42 (vor 4514 Tagen) @ H. Lamarr

Schlechte Nachrichten für ES: 2010 soll das Notfunksystem eCall in Europa eingeführt und voraussichtlich ab 2011 für Neufahrzeuge Pflicht werden. Das System bewirkt, dass nach einem schweren Unfall das Unfallfahrzeug manuell/automatisch via Mobilfunk die Rettungsdienste alarmiert und die auch die Position des Fahrzeugs durchgibt. Bei Extrem-ES dürfte dieser Service auf wenig Gegenliebe stoßen.

die Frage ist doch, geht das System erst durch den Crashsensor in Betrieb oder gibt es ständig was an den Staat zu melden.
Dem Extrem ES, wie sie schön sagen, ist es vielleicht egal wenn bei einer schlimmen Verletzung paar Minuten gefunkt wird.

Aber Mißbrauch ist halt auch möglich. Ist aber auch egal, der gläserne Bürger kommt und keiner hält es auf.

In dem Zusammenhang sind die aktuellen Diskussionen um den SED Staat und deren Schnüffelei immer wieder amüsant. Der IM musste sich in Kneipen setzen oder nachts um Häuser ziehen, wenn er was erfahren wollte.
Wie einfach ist die Welt da heute.

michael....der so eine Auto nie haben wird

Neuwagen funken ab 2011 um Hilfe

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 17.06.2009, 22:15 (vor 4514 Tagen) @ michael

Dem Extrem ES, wie sie schön sagen, ist es vielleicht egal wenn bei einer schlimmen Verletzung paar Minuten gefunkt wird.

Ihre ist die positive Darstellung. Und jetzt die Negative: Stirbt der Extrem ES im Unfallwagen, wird es (in Rundmails voll dunkler Ahnungen) heißen, der Funk habe ihm den Rest gegeben. Absurder Gedanke? Ja klar! Bevor ich mich in die Mobilfunkdebatte gekniet habe, hätte ich so eine aberwitzige Vermutung nicht für möglich gehalten, mittlerweile habe ich mich fast daran gewöhnt.

Aber Mißbrauch ist halt auch möglich. Ist aber auch egal, der gläserne Bürger kommt und keiner hält es auf.

Ende 2006 schon hat sich eine Gruppe von Datenschützern mit eCall befasst, mit dem Ergebnis:

Auch wenn die Artikel 29-Datenschutzgruppe Bedenken im Zusammenhang mit dem eCall-System hat, gibt sie dem Konzept der freiwilligen Einführung des eCall-Dienstes den Vorzug und empfiehlt dieses.
Aus datenschutzrechtlicher Perspektive ist ein automatisch durch ein Gerät oder manuell ausgelöster und über Mobilfunknetze übertragener Notruf, der zur geografischen Standortbestimmung des Notfalls führt, grundsätzlich zulässig, sofern es diesbezüglich eine spezifische Rechtsgrundlage gibt und hinreichende Vorkehrungen im Bereich des Datenschutzes getroffen werden. Allerdings müssen stets die Zwecke des Notrufsystems und die Relevanz der zu verarbeitenden Daten berücksichtigt werden, insbesondere in Fällen, in denen die Verarbeitung die so genannten erweiterten Daten (Full Set of Data, FSD) umfasst.

Auch der Bundesverkehrsminister hat dazu was zu sagen.

In dem Zusammenhang sind die aktuellen Diskussionen um den SED Staat und deren Schnüffelei immer wieder amüsant. Der IM musste sich in Kneipen setzen oder nachts um Häuser ziehen, wenn er was erfahren wollte.
Wie einfach ist die Welt da heute.

Guckst du hier ;-)

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