Seilschaften: Schleichwerbung für Bienenbroschüre (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 25.03.2009, 23:16 (vor 3909 Tagen)

Na sowas! Da bringt die Neue Rheinische Zeitung in Gestalt von Peter Kleinert einen Bericht darüber, dass das Bienensterben durch Pestizide der Firma Bayer ausgelöst wurde - und nennt dann unter Literatur einzig und allein die Warnke-Bienenbroschüre der KO-Initiative, in der es von vorne bis hinten freilich nicht um Pestizide, sondern allein um EMF als vermuteten Verursacher des Bienensterbens geht. Das ist Irreführung des Lesers! Und ganz im Gegensatz zu den Gepflogenheiten bei der Nennung von Literatur listet dieser Literaturverweis alles auf, was man braucht, um die Broschüre vom Fleck weg zu bestellen. Alternative Literatur wird nicht genannt.

Die NRhZ praktiziert hier eine rabiate Form von Schleichwerbung, die sich mMn mit den postulierten hohen Idealen von KOI-Chef Dr. Richter in keiner Weise vereinbaren lässt.

Da wird doch nicht etwa der Absatz der staubtrockenen Bienenbroschüre, mit der sowieso 99 % der Käufer nichts anzufangen wissen, ins Stocken geraten sein?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Seilschaften: Schleichwerbung für Bienenbroschüre

Kuddel, Donnerstag, 26.03.2009, 00:01 (vor 3909 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Donnerstag, 26.03.2009, 00:36

Im Dezember 2007 schrieb derselbe Autor in derselben Zeitung noch:

Wissenschaftler und Imker sehen zwei Ursachen für’s Bienensterben, Elektrosmog und BAYER-Pestizide

und nun, im März 2009 heißt es nur noch

Bienensterben durch Pestizide

Das zeigt doch, Herr Kleinert's Meinung hat sich innerhalb diese Jahres Richtung Sachlichkeit "entwickelt".

Bei der Überarbeitung seines Artikels hat er schlicht vergessen, die alten Literaturhinweise herauszulöschen... ;-)

Als weiterführende Links gibt Herr Kleinert an:
Weitere Informationen: www.cbgnetwork.de und www.berufsimker.de

Auf keinem der genannten Links ist mit Google-Suche auch nur im entferntesten etwas über Elektrosmog zu finden, wohl aber massenhaft zu "Bayer". Auch der Name "Warnke" taucht auf den Seiten der Berufsimker nicht ein einziges mal auf, ist doch merkwürdig.
Daraus schließe ich, der Berufsverband der Imker nimmt Warnkes "Elektrosmog"- Theorien auch nicht ernst.

Angesichts der KOI-Aussage

"Wissenschaftler und Imker sehen zwei Ursachen für’s Bienensterben"

doch wirklich ein interessantes Ergebnis....

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Bienensterben: Zwei Ansichten

AnKa, Donnerstag, 26.03.2009, 07:24 (vor 3909 Tagen) @ Kuddel

Angesichts der KOI-Aussage "Wissenschaftler und Imker sehen zwei Ursachen für’s Bienensterben" doch wirklich ein interessantes Ergebnis....

Die Aussage würde richtig lauten:

"Mobilfunkkritischer Wissenschaftler und Imkerverband sehen unterschiedliche Ursachen fürs Bienensterben."

Die Selbstverständlichkeit, sich um wahrhafte Aussagen zu bemühen, ist den extremen Mobilfunkgegnern eine ganz und gar fremde Eigenschaft, so meine Erfahrung.

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Altpapierverwertung oder Bienenbroschüre

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 26.03.2009, 18:44 (vor 3908 Tagen) @ AnKa

Die Aussage würde richtig lauten:

"Mobilfunkkritischer Wissenschaftler und Imkerverband sehen unterschiedliche Ursachen fürs Bienensterben."

Stimmt noch immer nicht. Denn das, was von Dr. Warnke in der Bienenbroschüre drinsteht, das hat er vor ungefähr 15 bis 35 Jahren geschrieben also zu einer Zeit, lange bevor das "Bienensterben" thematisiert wurde. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie sich diese Literaturliste an.

In den Kontext des Bienensterbens wurden die alten Warnke-Forschungsarbeiten erst von der sogenannten Kompetenzinitiative gerückt, die auf diese Weise ohne viel Mühe das erste Heft ihrer Broschürenreihe füllen konnte. Dass der Inhalt dieser Broschüre die alten Warnke-Arbeiten sind, mit denen er sich an Wissenschaftler wendete, erklärt, warum die Leser heute (Mitglieder von BIs) weitgehend nur Bahnhof verstehen und völlig überfordert sind. Eigentlich ist das schon eine ziemlich krumme Tour, Laien schön bunt aufbereitet alte Texte auf wissenschaftlichem Niveau anzudrehen, wobei ich jetzt nicht streiten mag, wo Wissenschaft aufhört und Esoterik anfängt. Tatsache ist: Das Blendwerk funktioniert stellenweise so gut, dass die Bienenbroschüre angeblich sogar in Fremdsprachen übersetzt wird. Klingt sehr erfolgreich, faktisch genügt dazu aber eine einzige Person, die auf der Suche nach fertig aufbereitetem "irgendwie belastendem Material" ist und die nur geringe Ansprüche stellt - z.B. was die Verständlichkeit des Inhalts für die adressierte Zielgruppe betrifft. Kein Wunder dass bevorzugt Paniker darauf einrasten, die sind nicht daran interessiert, verständlich aufzuklären, damit sich die Leute selber ein Bild von der Situation machen können.

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Seilschaften: Schleichwerbung für Bienenbroschüre

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 26.03.2009, 19:15 (vor 3908 Tagen) @ Kuddel

... ein interessantes Ergebnis.

Für alle, nur nicht für die "Kompetenzinitiative".

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NRhZ ist kein ernst zu nehmendes Medium

KlaKla, Donnerstag, 26.03.2009, 08:53 (vor 3909 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 26.03.2009, 09:19

Die NRhZ praktiziert hier eine rabiate Form von Schleichwerbung, die sich mMn mit den postulierten hohen Idealen von KOI-Chef Dr. Richter in keiner Weise vereinbaren lässt.

Nun, der Beitrag erschien in der NRhZ. Und da kann Richter & Co bekannten Unsinn seit längerem verbreiten. Der Beitrag, "Was tun gegen Elektrosmog" ist ua. symbolisch für den Unsinn den man da verbreiten kann.

50 % fragwürdige Informationen 50 % Werbung für fragwürdige Produkte.

Auszug: Für Handy und schnurlose Telefonapparate eignet sich der FOSTAC-Chip. „Fostac“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet Fos = Licht, Tac = das Tachyon. Tachyon ist eine Energie aus Lichtteilen. Diese FOSTAC-Produkte sind gespeichert mit Tachyonen-Energie. Das wiederum bewirkt, dass der negative, Lebenskraft raubende Strom, verursacht durch die Mobilfunkstrahlen, dem Menschen die natürliche Lebenskraft wieder in die positive Polung umleitet. Somit ist mit dem Einsetzen des FOSTAC Chip im Handy der Körper nicht mehr den gesundheitsschädlichen Strahlen ausgesetzt.

Ein Klick zu NRhZ "Über uns" erklärt mir so einiges. ;-)

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Seilschaften Medien

KlaKla, Donnerstag, 26.03.2009, 09:34 (vor 3909 Tagen) @ H. Lamarr

Na sowas! Da bringt die Neue Rheinische Zeitung in Gestalt von Peter Kleinert einen Bericht darüber, dass das Bienensterben durch Pestizide der Firma Bayer ausgelöst wurde - und nennt dann unter Literatur einzig und allein die Warnke-Bienenbroschüre der KO-Initiative, in der es von vorne bis hinten freilich nicht um Pestizide, sondern allein um EMF als vermuteten Verursacher des Bienensterbens geht. Das ist Irreführung des Lesers!

Inhaltlich verantwortlich für die gegenwärtige „Neue Rheinische Zeitung“ ist u.a.
der Journalist und Filmemacher Peter Kleinert

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