Widerspruch gegen Mast: Außer Spesen nichts gewesen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 27.02.2009, 01:25 (vor 3856 Tagen)

Dass in der Mobilfunkdebatte Sendemastengegner nur unnötiges Hin und Her und auch vermeidbare Kosten verursachen zeigt in seltener Deutlichkeit das Sitzungsprotokoll der Gemeinde Hüttlingen vom 28. November 2008. Da wird ein geplanter Sendemast in der initialen Panikphase zuerst von einer BI und dann vom Gemeinderat abgelehnt, in der Ernüchterungsphase von der BI dann aber doch akzeptiert und in der Erkaltungsphase rudert letztlich auch der Gemeinderat wieder exakt an die gleiche Stelle zurück, wo rund 1 1/2 Jahre zuvor das eigentümliche Unterfangen begann:


Empfangsanlage für Mobilfunk und Antennenmast durch O2 im Reuthof

Das Landratsamt hat am 25.04.2007 das Bauvorhaben der O 2 GmbH & Co OHG zur Errichtung einer Sende- und Empfangsanlage für Mobilfunk mit Antennenmast und Techniküberdachung auf Flst. 808, Reuthof 1 in Hüttlingen genehmigt.

Mit Beschluss vom 02.05.2007 hat der Gemeinderat beschlossen, gegen die Baugenehmigung des Landratsamtes Widerspruch einzulegen.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 24.7.2008 wurde bekannt gegeben, dass sich die Bürgerinitiative und O 2 geeinigt haben. Es wurde ein Kompromiss gefunden, wonach der von O 2 geplante Mobilfunkturm an der ursprünglichen Stelle am Reuthof gebaut werden kann. Grundlage dafür ist die Zusage von O 2 und dem Verpächter, keine weiteren Anbieter über den Turm senden zu lassen.

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart mit Schreiben vom 12.11.2008 mitteilt, haben die Widersprechenden der Bürgerinitiative ihren gegen die Baugenehmigung eingelegten Widerspruch zurückgenommen.

In Anbetracht des gefundenen Kompromisses und der erfolgten Widerspruchsrücknahme bittet das Regierungspräsidium bis zum 28.11.2008 mitzuteilen, ob der Widerspruch der Gemeinde Hüttlingen gegen die Baugenehmigung ebenfalls zurückgenommen wird oder ob das Widerspruchsverfahren fortgeführt und entschieden werden soll.

Der Gemeinderat hat beschlossen:
Der Widerspruch der Gemeinde Hüttlingen gegen die Baugenehmigung des Landratsamts Ostalbkreis vom 25.4.2007 wird zurückgenommen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Recht, Panik, Geld, Baugenehmigung, Gemeinde, Widerspruchsverfahren

Widerspruch gegen Mast: Außer Spesen nichts gewesen

H. Lamarr @, München, Freitag, 27.02.2009, 16:21 (vor 3855 Tagen) @ H. Lamarr

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 24.7.2008 wurde bekannt gegeben, dass sich die Bürgerinitiative und O 2 geeinigt haben. Es wurde ein Kompromiss gefunden, wonach der von O 2 geplante Mobilfunkturm an der ursprünglichen Stelle am Reuthof gebaut werden kann. Grundlage dafür ist die Zusage von O 2 und dem Verpächter, keine weiteren Anbieter über den Turm senden zu lassen.

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart mit Schreiben vom 12.11.2008 mitteilt, haben die Widersprechenden der Bürgerinitiative ihren gegen die Baugenehmigung eingelegten Widerspruch zurückgenommen.

Wer nun glaubt, der aktuelle Stand der Dinge würde sich auf der Website der Bürgerinitiative in irgendeiner Weise bemerkbar machen, der kann sich gerne selbst davon überzeugen ... dass dies in keiner Weise der Fall ist (Stand: 27.02.2009).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Und immer wieder: Außer Spesen nichts gewesen

helmut @, Nürnberg, Freitag, 27.02.2009, 19:25 (vor 3855 Tagen) @ H. Lamarr

Hier im Nürnberger Land bahnt sich wieder so eine Kostenfalle an.

Die gewinnen immer: Die Rechtsanwälte und die Sachverständigen !

Wolf R. Herkner, Jahrgang 1972, befasst sich schon seit mehreren Jahren mit dem Themenkomplex Mobilfunk. Er vertritt deutschlandweit unter anderem Bürgerinitiativen, die sich gegen geplante Sendeanlagen wehren, und hält Vorträge. Im Jahr 2006 erschien sein Buch «Mobilfunkanlagen: Rechte der Nachbarn und Kommunen», von dem es inzwischen die dritte Auflage gibt.

Winner beauftragen Rechtsanwalt

Schön geschrieben, Herkner hat anscheinend noch nicht oft einen Prozeß auch gewonnen


Der Mast steht 70m im Wald, 200 - 550 m von den Häusern entfernt. Andere BIs schlagen solche Standorte als Alternative vor :-)


MfG
Helmut

Und immer wieder: Außer Spesen nichts gewesen

H. Lamarr @, München, Freitag, 27.02.2009, 19:37 (vor 3855 Tagen) @ helmut

Hier im Nürnberger Land bahnt sich wieder so eine Kostenfalle an.

Bekanntlich hatte die Dorfgemeinschaft einen Alternativstandort vorgeschlagen, der 500 Meter weiter im Wald liegt. E-Plus lehnte diesen Vorschlag unter anderem mit der Begründung ab, dass hier Mehrkosten im mittleren bis oberen fünfstelligen Bereich entstünden.

Die gewinnen immer: Die Rechtsanwälte und die Sachverständigen !

Herkner schlägt seinen Mandaten vor, einen unabhängigen Gutachter einzuschalten.

Schluck! Doch nicht etwa Dr. N. aus K.? Das wäre dann eine Winn-Winn-Situation ;-).

Hintergrund zur Situation in Winn

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Tags:
Filz, Geschäftsmodell, Gutachten, Nutznießer, Kommerz

Und immer wieder: Außer Spesen nichts gewesen

balu2003, Samstag, 28.02.2009, 14:27 (vor 3854 Tagen) @ H. Lamarr


Schluck! Doch nicht etwa Dr. N. aus K.?


Warum nicht?

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