Erklärungsmodell, warum ES bei Tests versagen ▼ (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 12.12.2008, 00:10 (vor 4064 Tagen)

Hier etwas für die E-Techniker unter den ES. Momentan geht der Trend bei ES ja dahin, dass es nicht einzelne Signale sind, die Beschwerden auslösen, sondern Signalkombinationen. Verblüffenderweise kommt es schon bei schnöden Handys zu einer NF/HF-Signalkombination, die mMn aber bislang so gut wie nicht beachtet wurde obwohl Nils Kuster sie schon vor Jahren untersucht hat. Bei Handytelefonaten kommt es durch den 217-Hz-Systemtakt bei dieser Frequenz und deren Oberwellen zu erheblichen NF-Magnetfeldern (teilweise sogar stärker als ICNIRP empfiehlt), die durch den im Systemtakt schwankenden Strombedarf des HF-Endverstärkers im Handy verursacht werden. Modellabhängig zeigen sich dabei von Handy zu Handy deutliche Unterschiede. Möglicherweise spüren einige ES bei ungünstigen Handy-Modellen diese NF-Felder, glauben jedoch irrtümlich (und behaupten dies auch), HF-Felder wahrnehmen zu können. Dies könnte erklären, warum diese Personen im Laborversuch (alleinige Befeldung mit HF) versagen. Gemein: Die irrtümliche Zuordnung der Beschwerden zur HF-Komponente eines Handys ist fast zwangsläufig, weil die NF-Komponente immer nur parallel zur HF-Komponente auftritt und nicht alleine.

So, hier also Infos zu dieser interessanten, leider nur in Englisch verfügbaren Studie:

Niederfrequente EMF-Exposition durch GSM Mobiltelefone

Ziel ist abzuklären, wie gross die niederfrequente EMF-Belastung im Kopf durch GSM-Mobiltelefone ist. Die bisherige Forschung hat sich hauptsächlich auf die hochfrequente Komponente der EMF von Mobiltelefonen konzentriert, obwohl auch niederfrequente EMF vorkommen. Es bestehen jedoch Hinweise, dass gerade diese niederfrequenten EMF für gesundheitliche Auswirkungen relevant sein könnten.

Projektdauer: 2002 - 2004

Durchführung: Prof. Dr. Niels Kuster, IT'IS Foundation, Zürich.
Typ: PDF
Bericht der IT'IS Foundation: Assessment of ELF Exposure from GSM Handsets and Development of an Optimized RF/ELF Exposure Setup for Studies of Human Volunteers
Letzte Änderung: 08.03.2006 | Grösse: 2912 kB | Typ: PDF

Quelle: BAG, Schweiz

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=27078
[nur registrierten Teilnehmern nach Login zugänglich]

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ELF, Magnetfeld, Kuster, NF-Belastung, IT'IS Foundation

Erklärungsmodell, warum ES bei Tests versagen

charles ⌂ @, Freitag, 12.12.2008, 11:16 (vor 4064 Tagen) @ H. Lamarr

Schön das Sie das geunden haben, Spatenpauli.

Es stärkt auch meine Stellung, dass das nur Anhören meiner Geräusche von niederfrequente Modulationen, zur bestimmte Beschwerden bei *ES* führen kann.

Und das Geräusch von ein aufgenommene Pulsrate von ein Handy klingt ganz anders eals eine saubere 217 Hz, oder 100 Hz im Vergleich zur eine DECT Basisstation.

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Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Auch Holländer hören keine Magnetfelder

H. Lamarr @, München, Freitag, 12.12.2008, 14:47 (vor 4064 Tagen) @ charles

Es stärkt auch meine Stellung, dass das nur Anhören meiner Geräusche von niederfrequente Modulationen, zur bestimmte Beschwerden bei *ES* führen kann.

Die einzige Übereinstimmung sehe ich da in den Frequenzwerten. Aber: Sie reden von akustisch wahrnehmbaren Schallwellen, Kuster redet von unhörbaren Magnetfeldern.

Und das Geräusch von ein aufgenommene Pulsrate von ein Handy klingt ganz anders eals eine saubere 217 Hz, oder 100 Hz im Vergleich zur eine DECT Basisstation.

Das hatten wir schon mal, charles: Bei Handy und DECT zeigt die Hüllkurve eine mehr oder weniger verschliffene Rechteckform und das bedeutet nach der Demodulation ein hässliches Geräusch statt eines schönen Klangs. Fahren Sie mal einen NF-Endverstärker in die Begrenzung, da kappt der ihnen die Signalspitzen von ansonsten allerfeinsten Sinussignalen und dies hören sie sofort am Klirr (Verzerrung) der Oberwellen.

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Oberwellen

Erklärungsmodell, warum ES bei Tests versagen

H. Lamarr @, München, Dienstag, 27.01.2009, 14:24 (vor 4018 Tagen) @ H. Lamarr

Möglicherweise spüren einige ES bei ungünstigen Handy-Modellen diese NF-Felder, glauben jedoch irrtümlich (und behaupten dies auch), HF-Felder wahrnehmen zu können.

Nehmen wir mal an diese These würde stimmen, dann sind Mobilfunk-Sendemasten schlagartig aus der Schusslinie, weil diese keine niederfrequenten Magnetfelder in die Welt abstrahlen. Sendemastengegnern würde damit glatt die Existenzgrundlage entzogen - also darf diese These aus ideologischer Sicht nicht stimmen.

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Existenzgrundlage, Wutbürgertum

GSM verursacht nennenswerte 217-Hz-Magnetfelder

H. Lamarr @, München, Sonntag, 16.10.2016, 00:51 (vor 1199 Tagen) @ H. Lamarr

Niederfrequente EMF-Exposition durch GSM Mobiltelefone

Ziel ist abzuklären, wie gross die niederfrequente EMF-Belastung im Kopf durch GSM-Mobiltelefone ist. Die bisherige Forschung hat sich hauptsächlich auf die hochfrequente Komponente der EMF von Mobiltelefonen konzentriert, obwohl auch niederfrequente EMF vorkommen. Es bestehen jedoch Hinweise, dass gerade diese niederfrequenten EMF für gesundheitliche Auswirkungen relevant sein könnten.

Projektdauer: 2002 - 2004

2013 gab es dazu noch eine Publikation über eine weiterführende Untersuchung, die im Rahmen des Mobi-Kids-Projekts durchgeführt wurde und anhand von 47 unterschiedlichen Handys zeigte, dass auf den Kopf einwirkende 217-Hz-Magnetfelder (GSM-Modus) im Mittel eine Flussdichte von 0,22 µT haben, der Maximalwert erreichte fast das Doppelte.

Abstract
Although radio frequency (RF) electromagnetic fields emitted by mobile phones have received much attention, relatively little is known about the extremely low frequency (ELF) magnetic fields emitted by phones. This paper summarises ELF magnetic flux density measurements on global system for mobile communications (GSM) mobile phones, conducted as part of the MOBI-KIDS epidemiological study. The main challenge is to identify a small number of generic phone models that can be used to classify the ELF exposure for the different phones reported in the study. Two-dimensional magnetic flux density measurements were performed on 47 GSM mobile phones at a distance of 25 mm. Maximum resultant magnetic flux density values at 217 Hz had a geometric mean of 221 (+198/−104) nT. Taking into account harmonic data, measurements suggest that mobile phones could make a substantial contribution to ELF exposure in the general population. The maximum values and easily available variables were poorly correlated. However, three groups could be defined on the basis of field pattern indicating that manufacturers and shapes of mobile phones may be the important parameters linked to the spatial characteristics of the magnetic field, and the categorization of ELF magnetic field exposure for GSM phones in the MOBI-KIDS study may be achievable on the basis of a small number of representative phones. Such categorization would result in a twofold exposure gradient between high and low exposure based on type of phone used, although there was overlap in the grouping.

Zur Erinnerung: Mobi-Kids untersucht, ob EMF bei Kindern und Jugendlichen das Risiko für Hirntumoren erhöht. Wir werden bald etwas über die Resultate dieser Großstudie hören (findet in 14 Ländern statt). Mobi-Kids wird von der EU mit rd. 3,5 Mio. Euro gefördert und ist die Studie, der die EU gegenüber Franz Adlkofers Mophorad-Projekt knapp den Vorzug gegeben hat. Adlkofer wollte diese fachlich begründete Niederlage nicht hinnehmen und bastelte sich als Erklärung die Verschwörungstheorie zusammen, die Fälschungsvorwürfe gegen sein "Reflex"-Projekt hätten den Zweck gehabt, Mophorad gegenüber der EU anlässlich der Fördermittelvergabe zu stigmatisieren.

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Mobi-Kids

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