München: GSM & UMTS ziehen in U-Bahn ein (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 04.12.2008, 23:14 (vor 4344 Tagen)

Heute ging in München zumindest formell die Ära der toten Handys in der U-Bahn zuende. Die Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Netzbetreiber besiegelten vertraglich, die Netzversorgung zukünftig auch in den U-Bahn-Schächten zu gewährleisten. München war die einzig verbliebene deutsche Großstadt, die keinen Handy-Empfang in ihrer U-Bahn gewährleistete. Ausschlaggebend dafür waren keine gesundheitlichen Bedenken, vielmehr machten Meinungsumfragen im Auftrag der MVG ein ums andere mal deutlich, dass die Passagiere mehrheitlich Handytelefonate in der U-Bahn - weil störend - ablehnten. Zum Ärger der Münchener CSU erteilte noch am 13. April 2005 die rot-grüne Rathausmehrheit der Mobilfunkversorgung der U-Bahn eine klare Absage. Warum die Stadt jetzt umdisponiert hat ist nicht bekanntgegeben worden.

Presseinformation

Weichen für Handyempfang in der Münchner U-Bahn gestellt

Mobilfunkbetreiber starten Aufbau des Netzes

München, 4. Dezember 2008. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Netzbetreiber E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone haben den Vertrag über die Mobilfunkversorgung der Münchner U-Bahn unterzeichnet. Mit der Vertragsunterzeichnung beginnen die Netzbetreiber nun sofort mit dem Aufbau des Netzes, nachdem sie die letzten Monate bereits für die vorbereitenden Planungen genutzt hatten. Die Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Euro werden alleine von den Netzbetreibern getragen. Die Arbeiten beginnen Anfang 2009 mit dem Ausbau der Zentralstation am Hauptbahnhof. Danach sollen die unterirdischen Bahnhöfe sowie die Strecken zur Neuen Messe München und zur Allianz Arena folgen. Bis zum nächsten Oktoberfest soll auch der Bahnhof Theresienwiese mit versorgt sein.

Die Netzbetreiber E-Plus, O2, T-Mobile und - federführend - Vodafone werden nun rasch mit der Installation der Sende- und Empfangsanlagen beginnen. Insbesondere die Ausrüstung der Tunnelstrecken mit Mobilfunktechnik ist eine logistische Herausforderung, da die Anlagen zum Teil nur nachts während der sehr kurzen Betriebsruhe der U-Bahn aufgebaut werden können und die U-Bahnen morgens wieder pünktlich fahren müssen. Viele Arbeiten können zwar parallel zum Fahrbetrieb erfolgen, aber die Installation der Tunnelantennen kann jeweils nur in zwei bis drei Stunden pro Nacht erledigt werden.

Rund 75 Kilometer Tunnelstrecke und 89 unterirdische U-Bahnhöfe gilt es mit den Funkstandards GSM und UMTS zu versorgen. Dazu werden rund 100 Verstärkereinheiten und über 250 Sendeantennen benötigt. Mit Glasfaser sind die einzelnen Einheiten an die Zentralstation am Hauptbahnhof angebunden. Von dort aus werden die Gespräche und Daten dann an die Vermittlungsstellen der jeweiligen Netzbetreiber weitergeleitet.

MVG-Chef Herbert König: „Unsere Techniker und die Kollegen von Vodafone haben in den vergangenen Monaten ganze Arbeit geleistet und zügig sämtliche Vorbereitungen getroffen, die für die Ausrüstung der U-Bahn mit Mobilfunktechnik erforderlich waren. So musste zum Beispiel geklärt werden, welche Räume im U-Bahnnetz für die Mobilfunktechnik genutzt werden können, welche Leitungen zur Verfügung stehen und wie der Einbau logistisch abgewickelt wird. All das wurde festgelegt, vertraglich fixiert - und nun wie geplant auch unterschrieben."

„Wir freuen uns sehr über den Vertragsabschluss und arbeiten mit Hochdruck am Aufbau des Netzes. Wir werden voraussichtlich im Frühjahr 2009 die ersten Teilstrecken in Betrieb nehmen", so Vodafone-Technikleiter Dieter Vogelhuber.
Rückfragen zu diesem Thema bitte an:

Dr. Margarete Steinhart, Externe Kommunikation Vodafone, T: 0711/1396-3700 Bettina Hess, Pressestelle SWM/MVG, T: 089/2361-5042

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Handy, U-Bahn, Glasfaser, Presseinformation

München: GSM & UMTS ziehen in U-Bahn ein

rudinp, Freitag, 05.12.2008, 18:35 (vor 4343 Tagen) @ H. Lamarr

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen - bekannt war das Ganze aber schon seit dem 11.1.2008. Die Zusammenfassung der Ereignisse und Zitate lassen sich hier nachlesen:

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=19167

Es ist schade, dass weder eine der Initiativen noch die Presse nach dem Ende des Wahlkampfes im Februar aktiv geworden ist - man hätte danach zumindest die Möglichkeit gehabt, irgendwelchen Entscheidungsträgern öffentlich ein paar heikle Fragen stellen zu können. Dafür wäre die IZgMF ja sicherlich nicht die schlechteste Plattform gewesen, oder?

Bezeichnend übrigens die eine Aussage in diesem Artikel vom vergangenen 5. Oktober:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/728/316609/text/

Gescheitert ist die zunächst von den Sicherheitsbehörden angestrebte Kombilösung mit dem digitalen Polizeifunk, der in den kommenden Jahren eingeführt werden soll.

War das nicht einmal die Absicht hinter der Sache?

Paradox: Alle Münchner Haushalte bekamen einen Brief, dass die Mitarbeiter der Müllabfuhr heuer ihre Weihnachts-Trinkgelder einem "Antikorruptionsbeauftragten" abliefern müssen. Sollte dieser letztere vielleicht nicht besser die MVG-Entscheidungsträger mal genauer unter die Lupe nehmen...?

München: GSM & UMTS ziehen in U-Bahn ein

KlaKla, Freitag, 05.12.2008, 19:06 (vor 4343 Tagen) @ rudinp

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen - bekannt war das Ganze aber schon seit dem 11.1.2008. Die Zusammenfassung der Ereignisse und Zitate lassen sich hier nachlesen:

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=19167

Es ist schade, dass weder eine der Initiativen noch die Presse nach dem Ende des Wahlkampfes im Februar aktiv geworden ist - man hätte danach zumindest die Möglichkeit gehabt, irgendwelchen Entscheidungsträgern öffentlich ein paar heikle Fragen stellen zu können. Dafür wäre die IZgMF ja sicherlich nicht die schlechteste Plattform gewesen, oder?

Glauben Sie wirklich, irgend eine BI hatte auf die Entscheidung Einfluss nehmen können? Ich denke nein. Man hätte die unterschiedlichen Akteure (Münchner Umweltinstitut, Funkpause, Bürgerwelle, IZgMF, Verein der Elektrosensiblen, Bündnis90/Die Grünen, die Linkspartei und die ödp) zu einem Gemeinschaftsprojekt aktivieren müssen. Und, haben Sie's versucht?

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Umweltinstitut München, Bürgerwelle, Die Grünen, Funkpause, ÖDP

München: GSM & UMTS ziehen in U-Bahn ein

rudinp, Freitag, 05.12.2008, 21:49 (vor 4343 Tagen) @ KlaKla

Man hätte die unterschiedlichen Akteure (Münchner Umweltinstitut, Funkpause, Bürgerwelle, IZgMF, Verein der Elektrosensiblen, Bündnis90/Die Grünen, die Linkspartei und die ödp) zu einem Gemeinschaftsprojekt aktivieren müssen. Und, haben Sie's versucht?

Wenn ich so direkt gefragt werde, antworte ich auch direkt: Klar habe ich das - zumindest drei der oben genannten "Akteure" (plus ein hier nicht erwähnter) sowie die drei großen Münchner Zeitungen.
Die einzige Reaktion war die Veröffentlichung meiner Zusammenfassung im Wortlaut hier im Forum (siehe oben).

Mehr habe ich als Einzelperson nicht erreicht - wie auch. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass das Thema einfach niemanden wirklich interessiert.

Tags:
ödp, Solidarität, Münchener Umweltinstitut

München: GSM & UMTS ziehen in U-Bahn ein

helmut @, Nürnberg, Samstag, 06.12.2008, 18:26 (vor 4342 Tagen) @ rudinp

Mehr habe ich als Einzelperson nicht erreicht - wie auch. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass das Thema einfach niemanden wirklich interessiert.


Den Eindruck habe ich schon sehr lange.


In den Nürnberger U-Bahnen ist Handynutzung seit Jahren "ganz normal" und wird intensiv betrieben


MfG
Helmut

Kein Profit - Keine Unterstützung

KlaKla, Samstag, 06.12.2008, 19:42 (vor 4342 Tagen) @ rudinp

Mehr habe ich als Einzelperson nicht erreicht - wie auch. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass das Thema einfach niemanden wirklich interessiert.

So könnte man es sehen. Nur noch Profit orientierte Aktionen finden evtl. noch Mitstreiter.
Unter Profit verstehe ich, auch Profilierung.

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Meine Meinungsäußerung

München: GSM & UMTS ziehen in U-Bahn ein

Schutti @, Samstag, 06.12.2008, 13:09 (vor 4343 Tagen) @ H. Lamarr

LOL, wie fortschrittlich.
hier in Wien würde JEDER Anbieter der nicht (bis auf unwesentliche Lücken) die Ubahn versorgt von JEDER Zielgruppe nur ausgelacht werden und das nicht erst seit gestern.
Nicht nur die geschmähten Jugendlichen möchten ihr Handy dort nutzen sondern auch die Geschäftsleute und auch alle anderen.
Die telefonierenden und SMSenden Leute sind ein recht kompletter Querschnitt durch die Bevölkerung.

München: GSM & UMTS ziehen in U-Bahn ein

zigarette2007, Mittwoch, 14.01.2009, 07:05 (vor 4304 Tagen) @ Schutti

Die Anderen Großstätten haben ja Seit Jahren Mobilfunk epfang in der U-Bahn

Die MVG hat seit 10 Jahren ein Angebot der Mobilfunkbetreiber die MVG Teilte Vor einegen Jahren mit das die Mobilfunkbetreiber nicht selber Zahlen Wollen das hat nicht gestimmt MVG Wollte kein Handy Empfang auch Viele Ältere Leute haben gesagt wir wollen kein handy Empfang weil die älteren Leute die Jenigen sind die Schreien Wenn sie einen U-Bahn Schläger Begegnen warum wurde nicht für hmehr sicherheit gesorgt

Die CDU und die Polizei haben das Handy Empfang ind der U-Bahn gefordert

Wenn es nach der MVG geht würden die nie Handy Empfang ermöglichen die gehen nur nach was die CSU Möchte um keinen Ärger zu Bekommen wegen der Sicherheit

Die MVG hat gesagt vor 2 Jahren wir Ermöglichen die Kameras in den U-Bahnen im buss haben sie die kameras eingebuat aber nicht in alle in den gesamten u-bhnen mit Strassenbahn sind nur 4 mit Kameras wenn ein U-Bahn Schläger da ist dann reden sie schön Groß wir machen jetzt was Kameras EC: dan bauen die eine u-Bahn aus und wenn die ganze sache vergessen ist mit den U-Bahn Schläger dan wird nichts mehr gemacht

Ich würde am Liebsten was gegen die MVG sagen aber das Wäre ne Beleidigung

Die sind ja so Lächerlich da muss ein u-bahnschläger erst eine 90 Jährige rentnerin Tot Brügeln das die erst was machen dann glaub ich nicht mal das die dan da was machen Scheiss MVG

Tut mir leid wenn ich so Reagiere aber da kann ich nicht anderst wenn ich an Sowas denke

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