5. Geburtstag (Allgemein)

helmut @, Nürnberg, Dienstag, 11.11.2008, 19:35 (vor 5072 Tagen)

Was war denn heute vor 5 Jahren?
Der 11.11.2003 natürlich.
Um 20:23 Uhr postete helmut das erste Mal im IZgMF – Forum, das zu dieser Zeit gerade aus der Taufe gehoben wurde.

http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum_entry.php?id=5

In der Anfangszeit waren es hauptsächlich technische Erklärungen. Dafür galt das meiste Interesse, da die Leute ja von allen möglichen Seiten, vor allem von der Bürgerwelle aufgeklärt bzw verschreckt wurden, aber technische Fakten fehlten. Bald gesellten sich aber auch Leute ins Forum, die beim sozialpsychiatrischen Dienst besser aufgehoben gewesen wären. An MK bzw Margarete Kaufmann oder die vielen anderen Namen, unter denen immerwieder die-der-Selbe postete können sich vielleicht manche noch erinnern. Die letzte Meldung war, daß das Zimmer mit Alufolie tapeziert wurde, das „Problem“ aber damit nicht beseitigt war. Ich denke, da war dann doch „ die Geschlossene “ die nächste Station.


Da zu dieser Zeit auf meinem Hausdach eine UMTS-Antenne errichtet wurde, ließen einige meiner Nachbarn auch nicht lange auf sich warten und meldeten sich im Forum. Besonders wichtig war es für Jürgen, meinen kompletten Namen mit Anschrift hier zu veröffentlichen. Warum, wußte er wahrscheinlich selbst nicht.

In diesen 5 Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, daß das Thema Mobilfunk austauschbar ist mit vielen anderen Themen, wie z.B. Windenergieanlagen, Ökowelle, Politik usw . Interessengruppen oder „an der Sache verdienende“ hetzen und „klären auf“ und das „dumme“ Fußvolk macht die Drecksarbeit und bereitet den Weg zum Geld verdienen.

Bei meinen unmittelbaren Nachbarn war es sicherlich in erster Linie der Neid auf das Geld, das die Antenne einbringt (Flugs baute man sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach) und „mal im Mittelpunkt stehen“.
Warum hat man den über 300 m entfernten Kindergarten, zu dem keine Sichtverbindung besteht, als Aufhänger genommen, wo man doch selbst Tag und Nacht in unmittelbarer Nähe wohnt? Das „Problem“ meiner Nachbarn hätte sonst keine alte Sau interessiert.

Jürgen, der interessanterweise bei British Telecom beschäftigt war, die damals O2 besaßen, gab als Rückrufnummer 0179.... an und glänzte bei den anderen mit „Fachkenntnissen“
Herr „von Siemens“ hätte es eigentlich wissen müssen, doch er wollte mir ernsthaft weiß machen, sein Telefon habe „ein Schnürli“. Doch auf dem Gerät lag da noch ein Mobilteil. Seine Frau Englischlehrerin ließ dann sogar Dr. Moldan aus Iphofen antanzen, dürfte bestimmt 500 € gekostet haben. Dieser wird ihr sicherlich etwas über ihr DECT erzählt haben, hat aber nichts genützt, die Bequemlichkeit siegt bis heute. Ebenso die Sonnenanbeterin, die zwar immer noch behauptet, sie habe kein DECT, dann aber am Fenster oder auf der Terasse beim stundenlangen Sonnenbad damit telefoniert. Und da war da noch der Laborassistent von der Simon-Ohm-Fachhochschule, dessen Handynummer im Telefonbuch stand. Darauf angesprochen: „ ...habe ich nur für den Notfall “ . Bei diesem Anruf erreichte ich ihn zu Hause, also wirklich ein Notfall.


Den Oberhammer leistete sich erst kürzlich ein Taxiunternehmer in der Nachbarschaft, der voll auf Mobilfunk umgestiegen ist und nur noch den ganzen Tag das Handy am Ohr hat. Als das Nachbarhaus zum Verkauf stand, hängte er ein Schild in sein Fenster, mit dem er den potentiellen Käufer auf die nahe Mobilfunkantenne hinwies. Der Hintergrund: Er wollte das Nachbargrundstück billigst kaufen. Doch Pech gehabt, das Haus wurde zum Normalpreis in kurzer Zeit verkauft.

Also Leute, vergebt mir, wenn ich manchmal etwas hart geschrieben habe.

Ich habe auf dem Gebiet im realen Leben soviel erlebt, aber kein Einziger ist mir unter die Augen gekommen, der gesundheitliche Probleme hatte. Alles nur vom hören sagen. Aber ich habe sehr viele getroffen, die mit Hilfe der „Elektrosmoghysterie“ Geschäfte machen bzw vor allem, sich wichtig machen.

Langsam gewinne ich den Eindruck, das Thema „Elektrosmog“ ist ziemlich gegessen. In den Nürnberger Nachrichten u.a. waren früher pro Woche manchmal 5 Artikel zu Mobilfunk, heute sind es alle 5 Wochen einer.

Aber die Welt wird ein neues Problem finden

Zum Feiertag
nicht
MfG
sondern mal

Mit freundlichem Gruß
Helmut

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=26086

5. Geburtstag

Thomas, Dienstag, 11.11.2008, 22:04 (vor 5072 Tagen) @ helmut

Hallo Helmut,

Was war denn heute vor 5 Jahren?
Der 11.11.2003 natürlich.

Um 20:23 Uhr postete helmut das erste Mal im IZgMF – Forum, das zu dieser Zeit gerade aus der Taufe gehoben wurde.

Na dann, herzlichen Glückwunsch. (Meinen 1. habe ich übrigens verpennt)


Also Leute, vergebt mir, wenn ich manchmal etwas hart geschrieben habe.

Mmh..., also ich als Katholik kann da keine Absolution erteilen ohne mit meinem "Obersten" Ärger zu kriegen,
aber als Forenschreiber Thomas kann ich sagen, sie ist Ihnen gewährt! ;-)
Obwohl das ein oder andere von Ihnen schon "knackig" wahr, z.B. Ihre Antworten an Charles, aber der hat bis heute für alle ersichtlich keinerlei Schäden oder sonstiges zurückbehalten, im Gegenteil, munter wie ein Fisch im Wasser!

(Dem Taxifahrer hätte ich allerdings gesagt: Entweder Schild weck oder Handy weck, sonst fahr ich mit dir keinen Meter mehr)

Zum Feiertag nicht
MfG
sondern mal

Mit freundlichem Gruß
Helmut

Ups, da bleibt dann ja heute für mich nur das Kürzel... :-)

MfG
Thomas

Fragen ans Geburtstagskind

H. Lamarr @, München, Dienstag, 11.11.2008, 22:22 (vor 5072 Tagen) @ helmut

Da zu dieser Zeit auf meinem Hausdach eine UMTS-Antenne errichtet wurde, ließen einige meiner Nachbarn auch nicht lange auf sich warten und meldeten sich im Forum.

Sagen Sie mal, helmut, wie ist das denn heute nach fünf Jahren: Haben Sich Ihre Nachbarn wieder beruhigt, ist also der soziale Frieden wiederhergestellt? Oder ist der Bruch, der damals passierte, bis heute nicht verheilt und Sie und Ihre Familie werden geschnitten?

Zusatzfrage: Was meinen Sie, werden Sie den Vertrag aus heutiger Sicht verlängern?

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Fragen ans Geburtstagskind

helmut @, Nürnberg, Mittwoch, 12.11.2008, 08:58 (vor 5071 Tagen) @ H. Lamarr

Sagen Sie mal, helmut, wie ist das denn heute nach fünf Jahren: Haben Sich Ihre Nachbarn wieder beruhigt, ist also der soziale Frieden wiederhergestellt? Oder ist der Bruch, der damals passierte, bis heute nicht verheilt und Sie und Ihre Familie werden geschnitten?

Der soziale Frieden ist "im Allgemeinen" wiederhergestellt. Einige Nachbarn haben sich im Laufe der Zeit sozusagen entschuldigt, "die hatten uns aber auch richtig Angst gemacht, Krebs und so ...". Aber später überlegten wir, Sie wohnen ja noch näher an der Antenne und haben ja auch 2 Kinder.

Die eigentlichen Drahtzieher, Herr von Siemens und Frau Oberlehrer, hatten vorher und nachher kaum Kontakt zur Nachbarschaft, halten sich schon immer für "was Besseres".

Die Mitschreier haben ihren Fehler, sich einspannen zu lassen, selbstverständlich nicht offen zugegeben, warum auch?

Wie schon erzählt, Sonnenstrahlen sind unschädlich, ebenso DECT im Wohnzimmer oder Handy am Ohr. Da wird knallhart gelogen, wenn man das Thema anschneidet. Wie schon erzählt. Die Frau Sonnenanbeterin streitet rigoros ab, ein DECT im Haus zu haben, zeigt sich aber dann mit dem Gerät am Fenster oder nutzt es auf der Terasse.

Wenn Dummheit weh tun würde!

Zusatzfrage: Was meinen Sie, werden Sie den Vertrag aus heutiger Sicht verlängern?

Verlängern, auf jeden Fall, wenn die Kasse stimmt.

Bei einem neuen Standort muß man sich aber im Klaren sein, daß er Nachbarn plötzlich richtig kennenlernen kann, von denen er vorher kaum Notiz nahm. Nur eine Hexenverbrennung im Mittelalter oder die Durchsetzung der Scharia übertrumpft dies.

Am Besten ist, wenn der Hausbesitzer weit weg wohnt.


MfG
Helmut

Tags:
Dummheit, Hexenverbrennung

Soziale Phobie und Mobilfunkgegnerschaft

AnKa, Mittwoch, 12.11.2008, 08:39 (vor 5071 Tagen) @ helmut

Bald gesellten sich aber auch Leute ins Forum, die beim sozialpsychiatrischen Dienst besser aufgehoben gewesen wären.

Sozialphobiker.

Diese haben Angst vor der Nähe zu anderen, fremden Menschen und der damit verbundenen Herausforderung, sich zeigen und ausdrücken zu müssen. Das Handy und der Sendemast stellen das bildgewordene Symbol dar - für die Bedrohung, jederzeit erreicht und "erwischt" werden zu können.

Die Aggression mancher harter Mobilfunkgegner wird so verständlich. Sie haben Angst, doch andere respektieren diese Angst nicht. Sie fühlen sich nicht gesehen und nicht beachtet. Sie sind in Not, aber dabei nicht etwa bemitleidenswert, sondern unsympathisch, weil sie sich einseitig auf "ihre" Erklärung fixieren und in der Gestalt der Mobilfunktechnik ein Objekt gefunden haben, das den Blick auf die wahren Ursachen ihrer Not verstellt. Die ganze Mobilfunkgegnerei trägt deswegen anti-soziale Züge. Sie ist aber für den einzelnen Phobiker nicht dauerhaft durchzuhalten. Je länger einer seine Mobilfunkgegnerschaft durchhalten will, desto mehr Anstrengung muss er aufwenden, denn die Umwelt bestätigt ihm seine Wahnvorstellungen nicht. Life goes on, und wer sich davon isolieren will, dem liefert das Leben die entsprechenden Lektionen.

Äußerlich zeigt sich nach meiner Erfahrung mit Mobilfunkgegnern deren Dilemma daran, dass die, die dabeibleiben, immer aggressiver und "fester im Glauben" werden. Die meisten allerdings gehen mit der Zeit von der Fahne, und dieser Prozess hat sich in den beiden letzten Jahren beschleunigt.

Langsam gewinne ich den Eindruck, das Thema „Elektrosmog“ ist ziemlich gegessen. In den Nürnberger Nachrichten u.a. waren früher pro Woche manchmal 5 Artikel zu Mobilfunk, heute sind es alle 5 Wochen einer.

Ist auch mein Eindruck. Und bestätigt meine Grundüberzeugung: Das Gute setzt sich letztlich immer durch. Das weiche Wasser höhlt den Stein. Sonst müsste man ja auch geradezu verzweifeln.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Tags:
Hardcore-Kritiker, Ueberzeugung, Solidarität, Agression, Wahnvorstellung, Fundis

Das Thema "Elektrosmog" ist ziemlich gegessen...

Doris @, Mittwoch, 12.11.2008, 11:22 (vor 5071 Tagen) @ helmut

Langsam gewinne ich den Eindruck, das Thema „Elektrosmog“ ist ziemlich gegessen. In den Nürnberger Nachrichten u.a. waren früher pro Woche manchmal 5 Artikel zu Mobilfunk, heute sind es alle 5 Wochen einer.

Dieser Satz begegnet mir seit meiner Forenaktivität in regelmäßigen Abständen. Im RDW Forum kam er von "dougie" und trotzdem diskutieren wir immer noch ;-)

Das Thema Mobilfunktechnologie und evtl. gesundheitliche Auswirkungen ist meinem Empfinden nach nicht gegessen, sondern hat sich verändert. Und das ist gut so. Die Aktivitäten haben sich verändert, da das Netz weitestgehend ausgebaut ist. O2 bekommt momentan noch die Sendemastgegner zu spüren. Vermutlich hat sich die Mehrheit der Bevölkerung, die in den Sendemasten eine lebensbedrohliche Angelegenheit gesehen haben, sich dem Reiz des Mobiltelefones nicht entziehen können und braucht natürlich Empfang immer und überall. Und solange der Mast nicht vor der eigenen Haustür steht, werden die auch mehrheitlich toleriert, bzw. nicht mal zur Kenntnis genommen.

In den Nürnberger Nachrichten u.a. waren früher pro Woche manchmal 5 Artikel zu Mobilfunk, heute sind es alle 5 Wochen einer.

Dass die Medien kein Interesse mehr am Thema zeigen, ist ganz sicherlich kein Gradmesser für Unbedenklichkeit ja oder nein. Was ich persönlich im Laufe meiner Aktivität gelernt habe ist, wie wenig Substanz gerade Medieninhalte haben und wie stark die Bevölkerung hier durch schlechte oder gezielte journalistischer Arbeit manipuliert wird und auch manipuliert werden kann. Ein aktuelles Beispiel findet sich hier. Reißerische und auch schlichtweg falsche Überschrift, aber sie bleibt im Gedächtnis. Meine Meinung ist auch, dass wir überflutet werden durch eine Fülle von reißerischen Themen, so dass wirklich Ernstes auch untergeht und der Mensch auch das Gespür dafür verliert.

Geforscht wird nach wie vor, sicherlich nicht mehr in diesem Ausmaß, da man vielleicht
a) auch an Grenzen stößt (Elektrosensibilität ein diffuses Krankheitsbild, immer mehr Frequenzen, Technik ist so schnelllebig, dass die Forschung gar nicht Schritt halten kann)

und
b) die Funktechnik so stark ins tägliche Leben integriert ist und auch wird, dass eine Umkehr gar nicht mehr möglich ist, was sicherlich das ganze Thema auch sehr heikel macht.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass evtl. Tumore, sollte diese tatsächlich ausgelöst werden, wachsen müssen um einen Zusammenhang herstellen zu können und auch zu anerkennen. Und bei der Verbreitung von Handys weltweit, in manchen Ländern als einzige Telefoniermöglichkeit, kann ein evtl. steigendes Gehirntumoraufkommen nicht ignoriert werden. Aber da müssen einfach noch ein paar Jahre ins Land ziehen.

Ein erwachsener Mensch ist letztendlich für sich selber verantwortlich.

Kinder sollten diesem Restrisiko nicht ausgesetzt werden, da es auch keinen vernünftigen Grund gibt für den Besitz eines Handys bei Kindern. Und deshalb muss Aufklärung hier bei den Eltern ansetzen und da ist sie m.E. nach wie vor dringend notwendig und sollte noch nicht gegessen sein. Aber sich hier zu engagieren macht eben nur Arbeit und bringt nichts ein und seinen Lebensunterhalt verdienen kann man damit eben auch nicht. Man kommt vielleicht nur in den Himmel, weil man ein gutes Werk getan hat. Und egal ob die Strahlung schädlich ist, oder nicht, ein gutes Werk ist es immer, Kinder vom Handy fernzuhalten ;-)

Tags:
, Kinder, Manipulation, Medieninhalte

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