Risikogesellschaft (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 07.08.2008, 12:45 (vor 5031 Tagen)

Zur Frage: Risiko oder Gefahr?

Die so genannte Risikogesellschaft - also wir selbst - scheint ein Produkt der modernen Welt, ihrer Technik und ihrer Umstände zu sein. "Risikogesellschaft" ist ein relativ neuer Begriff.

Leichte Kost
Die Sicherheitsforschung und der Begriff Risiko

Etwas schwerere Kost
Risiken und Gefahren verwissenschaftlichter Technologien - Überlegungen zur Technikbewertung (PDF, 67 KByte)

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Risikogesellschaft

ES, Donnerstag, 07.08.2008, 18:09 (vor 5030 Tagen) @ H. Lamarr

Zur Frage: Risiko oder Gefahr?

Die so genannte Risikogesellschaft - also wir selbst - scheint ein Produkt der modernen Welt, ihrer Technik und ihrer Umstände zu sein. "Risikogesellschaft" ist ein relativ neuer Begriff.

Leichte Kost
Die Sicherheitsforschung und der Begriff Risiko

Etwas schwerere Kost
Risiken und Gefahren verwissenschaftlichter Technologien - Überlegungen zur Technikbewertung (PDF, 67 KByte)

Je mehr ich mich mit diesen Links beschäftige, desto mehr Frage ich mich, wie "krank" ist die Menschheit eigentlich, oder wie krank will sie (noch) werden.

Zitat:
Mit gentechnischen Verfahren wird es möglich, die Strategien, mit denen sich andere Pflanzen oder Mikroorganismen natürlicherweise gegen Pilze schützen, auch auf Weizen oder andere Getreidearten zu übertragen.
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Wenn ich solche Aussagen auf "offiziellen" Websites lese, frage ich mich nach der völlig abhanden gekommenen Logik:
Was ist an einer (dauerhaften) Genveränderung in diesem Zusammenhang dann noch "natürlicherweise"?
Was hat diese "niedliche" Darstellung mit einem unkalkulierbaren, nicht rückgängig machbaren Risiko zu tun.
Sind das noch Kinderträume oder reine Korruption?
Natürlich wäre es, man würde nicht "Gott" spielen wollen und sich anmaßen besser zu sein ein als ein über Milliarden Jahre gewachsenes System.
Natürlich wäre es, schadhafte Monokulturen zu vermeiden.
Natürlich wäre es, Pflanzen mit anderen gemischt anzubauen, die sich gegenseitig Mehrwerte bieten...

Diese "Parallelwelten" sind dem Mobilfunkdesaster sehr ähnlich und lassen bei mir nicht wirklich Hoffnung aufkommen.

Aus diesem Kontext heraus kommt mir auch das zuerst gelesene Dokument:
http://www.biosicherheit.de/pdf/schule/risiko_was_ist_ein_risiko.pdf
Nicht mehr ganz so spanisch vor.

Ohne das Mobilfunk dort explizit Erwähnung findet, erscheint es mir auch so extrem kurz gegriffen und subjektiv. Auf das Mobilfunk-Problem nicht nachvollziehbar anwendbar.

--
"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

Tags:
Monokultur

Böse Gentechnik I

AnKa, Donnerstag, 07.08.2008, 23:58 (vor 5030 Tagen) @ ES

Böse Gentechnik II

AnKa, Freitag, 08.08.2008, 00:02 (vor 5030 Tagen) @ ES

Natürlich wäre es, man würde nicht "Gott" spielen wollen und sich anmaßen
besser zu sein ein als ein über Milliarden Jahre gewachsenes System.

"Auch der Mais wurde uns Europäern nicht als Biogemüse gleichsam von Gott geschenkt, sondern vielmehr von den Mayas als Hybrid aus zwei verschiedenen Pflanzen erschaffen. Und die hierzulande beliebte Karotte war eine dünne, weiße und holzige Wurzel, bis der Mensch schließlich ihr Schicksal in die Hand nahm. Tatsächlich greift der Homo sapiens schon seit Jahrtausenden in das Erbgut von Pflanzen ein."

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Böse Gentechnik II

ES, Freitag, 08.08.2008, 17:39 (vor 5029 Tagen) @ AnKa

Natürlich wäre es, man würde nicht "Gott" spielen wollen und sich

anmaßen

besser zu sein ein als ein über Milliarden Jahre gewachsenes System.


"Auch der Mais wurde uns Europäern nicht als Biogemüse gleichsam von Gott
geschenkt, sondern vielmehr von den Mayas als Hybrid aus zwei
verschiedenen Pflanzen erschaffen. Und die hierzulande beliebte Karotte
war eine dünne, weiße und holzige Wurzel, bis der Mensch schließlich ihr
Schicksal in die Hand nahm.
Tatsächlich
greift der Homo sapiens schon seit Jahrtausenden in das Erbgut von Pflanzen
ein."


Richtig, auf eine vertretbare Art und Weise... das konnte damals auch keiner Wissen aber heute weiß man das...

Ich bin auch nicht Grundsätzlich gegen Gentechnik, falls der Eindruck entstanden sein sollte, sondern gegen allzu fahrlässigen Umgang damit.
Man weiß recht genau, dass der Fortschritt in vielen Bereichen an grenzwertigen Situationen angelangt ist, die möglicherweise nicht mehr zurückgestellt werden können.
Auch ein Problem des Mobilfunkszenarios. Wenn es endlich soweit ist, dass man ES festellen will oder kann, möchte ich nicht wissen wer dies den "Usern" vermitteln soll!

...deswegen ist schon lange überfällig nicht mit allem neuen "Zeug" direkt an den Markt zu gehen, sondern entsprechend bedenkliches erst mal über einen ausreichenden Zeitraum in einer gesicherten Testsituation zu verifizieren.

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"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

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