Hochspannung lässt Weizen kalt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 05.07.2008, 19:18 (vor 5440 Tagen)

In den vergangenen Wochen war ich außerhalb von München beschäftigt. Auf dem Weg dorthin kam ich täglich an einem großen Weizenfeld vorbei, das direkt unter einer Hochspannungstrasse liegt und auch weit darüber hinaus reicht. Das Besondere an diesem Feld ist seine großflächige Gleichmäßigkeit. Sollte die Hochspannung sich also irgendwie auf das Wachstum der Gräser auswirken - auch nur schwach - so müsste dies in der Fläche deutlich sichtbar werden. Eine Farbveränderung oder kürzere Halme z.B. wären sicherlich schnell zu erkennen. Das Feld aber sieht unter und neben den Hochspannungsleitungen exakt gleich aus, ich konnte nicht die geringsten Abweichungen zwischen diesen beiden Zonen erkennen. Eine elektrische Feldstärke von schätzungsweise 4500 V/m und eine magnetische Flussdichte von vielleicht 20 µT scheinen dem Weizen direkt unterhalb der Trasse wurscht zu sein, er wächst dort nicht anders als in der schwächer oder gar nicht belasteten Zone.

Die folgenden Fotos wurden alle direkt unterhalb der Hochspannungsseile, also ohne seitlichen Versatz, gemacht.

[image]

[image]

[image]


Bei EMF und Pflanzen fällt mir als erstes Dr. Volker Schorpp ein, der sich bekanntlich intensiv mit der Frage beschäftigt, ob die Funkfelder von Sendeantennen Bäume schädigen können. Also schickte ich ihm die hier gezeigten Fotos und bot ihm an, die Bilder zu kommentieren, was er dann auch mit folgender Kurzantwort tat:

Die Hochspannungsleitungen erzeugen niederfrequente Felder (elektrische und magnetische). Den Einfluss solcher Felder auf das Wachstum von Pflanzen habe ich weder ausgiebig recherchiert noch selbst untersucht und will deshalb nichts zu den Bildern sagen.

Grundsätzlich jedoch lässt sich aus der Tatsache, dass ein Raucher bis ins hohe Alter kein Krebs bekommt nicht ableiten, dass Rauchen kein Krebs verursacht. Das heißt, wenn es irgendwo HV-Leitungen gibt, entlang denen sich das Wachstum von Pflanzen offensichtlich oder nachweislich anders verhält, so sind die co-kausalen Bedingungen herauszufinden.

Ich beschränke mich derzeit auf Wirkungen von Hochfrequenzfeldern auf Pflanzen. Dass z.B. UKWellen das Teilungswachstum von bestimmten Pflanzen beeinflussen ist schon vor 1950 bekannt und mehrfach bestätigt. Man sah diesen Effekt industriell positiv im Sinne größerer Erträge.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Hochspannungstrasse, Bild, Baum, Schorpp, Pflanzen

Hochspannung lässt Weizen kalt

Thomas, Sonntag, 06.07.2008, 03:05 (vor 5440 Tagen) @ H. Lamarr

In den vergangenen Wochen war ich außerhalb von München beschäftigt. Auf dem Weg dorthin kam ich täglich an einem großen Weizenfeld vorbei, das direkt unter einer Hochspannungstrasse liegt und auch weit darüber hinaus reicht. Das Besondere an diesem Feld ist seine großflächige Gleichmäßigkeit. .......

Hallo spatenpauli,

jetzt habe ich doch tatsächlich eine Bitte, - wenn Sie das nächste Mal an dem Kornfeld vorbeikommen und es Zeit und Laune erlauben, mal ein paar Fotos im 90 Grad Winkel zu Ihren eingestellten Fotos geschoßen (in ca. 200-300 Meter Abstand zur Freileitung) , denn damit könnte man einen möglichen vorhandenen feldstärkeabhängigen (E/M) Effekt erkennen.

Mit freundlichem Gruß von der "Nachteule" :-)
Thomas

Hochspannung lässt Weizen kalt

AnKa, Sonntag, 06.07.2008, 17:18 (vor 5439 Tagen) @ Thomas

jetzt habe ich doch tatsächlich eine Bitte, - wenn Sie das nächste Mal an dem Kornfeld vorbeikommen und es Zeit und Laune erlauben, mal ein paar Fotos im 90 Grad Winkel zu Ihren eingestellten Fotos geschoßen (in ca. 200-300 Meter Abstand zur Freileitung) , denn damit könnte man einen möglichen vorhandenen feldstärkeabhängigen (E/M) Effekt erkennen.

Vielleicht auch noch ein paar Bilder vom Hubschrauber aus. Zur Sicherheit aus allen möglichen Winkeln. Falls möglich, auch aus unmöglichen.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Weizenfeld von oben

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.07.2008, 10:04 (vor 5438 Tagen) @ AnKa

Vielleicht auch noch ein paar Bilder vom Hubschrauber aus. Zur Sicherheit aus allen möglichen Winkeln. Falls möglich, auch aus unmöglichen.

Hubschrauberflug? Bittesehr! Laden Sie die KMZ-Ortsmarke ( z.B. Doppelklick auf den Link unten oder Rechtsklick darauf und "Ziel speichern unter ..." ), öffnen Sie diese unter Google-Earth und fliegen Sie die HV-Trasse nach belieben entlang

Weizenfeld.kmz

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Hochspannung lässt Weizen kalt

H. Lamarr @, München, Montag, 07.07.2008, 15:01 (vor 5438 Tagen) @ Thomas

... damit könnte man einen möglichen vorhandenen feldstärkeabhängigen (E/M) Effekt erkennen.

Wie soll das denn funktionieren? Der Blick entlang der Trasse, wie in den Fotos, ist mMn eher geeignet, irgendwelche Abweichungen im Pflanzenwachstum gegenüber dem unbefeldeten Weizen links und rechts der Trasse zu erkennen. Bei 90° gedrehtem Blickwinkel spielt die Höhe des Betrachterstandorts schon eine starke Rolle, denn bin ich zu tief, verdecken die unbefeldeten Vordergrundpflanzen mögliche Veränderungen im Hintergrund unterhalb der Seile. Ich vermute, Sie wollen auf das Durchhängen der Seile hinaus, dass also in der Mitte zwischen zwei Masten die höchste Feldstärke auftritt und dort der Weizen vielleicht deshalb irgendwelche erkennbaren Reaktionen zeigt. So ich an dem Feld mal wieder vorbeikomme, werde ich versuchen, auch dieses Szenario mit Fotos zu dokumentieren.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Hochspannung lässt Mais & Zuckerrüben kalt

H. Lamarr @, München, Montag, 07.07.2008, 17:27 (vor 5438 Tagen) @ H. Lamarr

Um ja nichts anbrennen zu lassen, Thomas, habe ich heute nach dem Eigentümer des Feldes nicht "gegoogled", sondern "gesherlockholmsed". Das hat richtig Spaß gemacht und führte von einer verblüfften Rathaus-Mitarbeiterin über einen netten Bauamtsmenschen schließlich zur Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), denn die ist Eigentümer des Flurstücks, auf dem das besagte Weizenfeld wächst. Von dem zuständigen LfL-Betriebsleiter wollte ich nun wissen, ob ihm bei seinem Feld unter den Hochspannungsmasten im Laufe der Jahre irgendetwas aufgefallen sei, hinsichtlich der Pflanzen im Hochvoltbereich. Die Antwort war ein klares Nein. Das Feld sei unauffällig, aufgefallen sei ihm weder in postiver noch in negativer Hinsicht etwas. Auch dann nicht, als dort Zuckerrüben angepflanzt worden sind oder der merklich höher als Weizen wachsende Mais. In keinem Fall habe er irgendwelche Auffälligkeiten beobachtet.

Damit wäre also auch ein denkbarer Langzeitaspekt ausgeräumt.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Hochspannung lässt Mais & Zuckerrüben kalt

Anna, Montag, 07.07.2008, 19:29 (vor 5438 Tagen) @ H. Lamarr

Damit wäre also auch ein denkbarer Langzeitaspekt ausgeräumt.

Nein !
das denke ich nicht, weil ja bis zu Ihrer Anfrage niemand die besagten Weizenkörner unter dem Aspekt der elektromagnetischen Belastung betrachtet hat und sie als "schon belastetes Material" nach der erneuten Ausbringung wieder betrachtet hat und vielleicht noch ein drittes Mal wieder deren Nachkommen.

Das würde einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren in Anspruch nehmen. Erst wenn das vollzogen worden wäre und die Pflanzen immer noch so gesund ausschauen würden wie auf Ihrem Bild, könnte ich überzeugt werden, daß die technischen Einrichtungen den Pflanzen in ihrer Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit (Inhaltstoffe als gesunde Nahrung für die Menschen) nicht geschadet haben. :yes:

Anna

Hochspannung lässt Mais & Zuckerrüben kalt

H. Lamarr @, München, Montag, 07.07.2008, 19:45 (vor 5438 Tagen) @ Anna

Das würde einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren in Anspruch nehmen. Erst wenn das vollzogen worden wäre und die Pflanzen immer noch so gesund ausschauen würden wie auf Ihrem Bild, könnte ich überzeugt werden, daß die technischen Einrichtungen den Pflanzen in ihrer Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit (Inhaltstoffe als gesunde Nahrung für die Menschen) nicht geschadet haben.

Nachdem es aber keinerlei Anhaltspunkte gibt, dass die Hochspannung überhaupt irgendwie auf die Pflanzen unterhalb der Trasse biologisch einwirkt, würde ich eine solche 3-Jahres-Studie für Verschwendung von Steuermitteln halten. Verstehen Sie Anna, es fehlt schlicht der vernünftige Grund. Anders wär's, wenn die HV-Trasse irgendeine Wirkung gezeigt hätte. Zum Trost habe ich Ihnen diesen Link hier rausgesucht - viel Spaß! Am schönsten finde ich den Satz: Aus der Aufzeichnungskurve des Messschreibers ist die Schreckreaktion der Pflanze auf den Gedanken, eines ihrer Blätter zu versengen, klar ersichtlich. Klar ersichtlich, Anna, ist hier ganz was anderes, etwas, das auch bei unserem Hauptthema eine Hauptrolle spielt: die unglaubliche Macht der banalen Behauptung.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Hochspannung lässt Mais & Zuckerrüben kalt

Anna, Montag, 07.07.2008, 23:22 (vor 5438 Tagen) @ H. Lamarr

Das würde einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren in Anspruch nehmen. Erst wenn das vollzogen worden wäre und die Pflanzen immer noch so gesund ausschauen würden wie auf Ihrem Bild, könnte ich überzeugt werden, daß die technischen Einrichtungen den Pflanzen in ihrer Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit (Inhaltstoffe als gesunde Nahrung für die Menschen) nicht geschadet haben.

Nachdem es aber keinerlei Anhaltspunkte gibt, dass die Hochspannung überhaupt irgendwie auf die Pflanzen unterhalb der Trasse biologisch einwirkt, würde ich eine solche 3-Jahres-Studie für Verschwendung von Steuermitteln halten.

Da kenne ich ein paar schon ausgeführte Studien, deren Kosten ans Bein geschmiert sind.

Verstehen Sie Anna, es fehlt schlicht der

vernünftige Grund. Anders wär's, wenn die HV-Trasse irgendeine Wirkung gezeigt hätte.

Da gehts dem Weizen wie den Kinder, da hat man bisher wahrscheinlich ebenfalls gedacht, es gibt keine Anhaltsdpunkte für eine Schädigung durch Hochspannung, deshalb brauchen wir auch nicht forschen, obs den Kindern schadet. Da fehlt anscheinend auch ein vernünftiger Grund. Leukämie reicht da nicht, dazu sind es zu wenige Fälle in Häusern, über die gegen den Willen der Leute solche Überlandleitungen gelegt wurden.

Zum Trost habe ich Ihnen

diesen Link hier rausgesucht - viel Spaß!

Ich wüßte nicht, wie mich Ihr link trösten könnte. Diese Arbeiten kenne ich seit 20 und mehr Jahren. Sie zeigen nur, daß Pflanzen Lebewesen sind mit einer Reaktion auf Menschen und ihre Attacken auf sie. Haben Sie schon mal eine Mimose berührt? Oder ihren Finger an eine Venusfliegenfalle gehalten?
Nein? Dann sollten Sie Ihren eingestellten Link doch etwas genauer und vor allem respektvoller beäugen.

Übrigens einen tollen Fotoapparat haben Sie da Spatenpauli, die Halme schauen wirklich prächtig aus, unberührt von Sturm und Regen. Wie machen die das blos?

Am schönsten finde ich den Satz:

Aus der Aufzeichnungskurve des Messschreibers ist die Schreckreaktion der Pflanze auf den Gedanken, eines ihrer Blätter zu versengen, klar ersichtlich. Klar ersichtlich, Anna, ist hier ganz was anderes, etwas, das auch bei unserem Hauptthema eine Hauptrolle spielt: die unglaubliche Macht der banalen Behauptung.

Folgendes klingt wie eine Behauptung ist aber Tatsache.

In einem umzäunten Wildparkgehege standen Bäume, von denen sich die dort lebenden Tiere fleißig ihre Nahrung holten. Eines Tages ging ein Tier nach dem anderen ein, sodaß der Aufseher die restlichen Tiere aus dem Gehege nahm und in ein anderes Gehege brachte. Auch da kamen die Tiere der Reihe nach um.
Was war geschehen?

Die Bäume hatten um sich vor dem totalen Kahlfraß zu schützen im Umkreis von ca 50 km ausnahmslos ein Gift gebildet, das die Tiere nicht mehr vertrugen.

So, lieber Spatenpauli, wer hat den Bäumen gesagt, daß sie das tun sollen?
Es gibt eben etwas, das man nicht messen kann, was Lebewesen bewegt und veranlaßt sich selber zu helfen, wenn ihnen nicht geholfen wird.

Das Geheimnis ist bereits gelüftet, wer sich dafür interessiert wird es schon finden.

Anna

rural legend

Raylauncher @, Montag, 07.07.2008, 23:33 (vor 5438 Tagen) @ Anna

In einem umzäunten Wildparkgehege standen Bäume, von denen sich die dort lebenden Tiere fleißig ihre Nahrung holten. Eines Tages ging ein Tier nach dem anderen ein, sodaß der Aufseher die restlichen Tiere aus dem Gehege nahm und in ein anderes Gehege brachte. Auch da kamen die Tiere der Reihe nach um.

Was war geschehen?

Die Bäume hatten um sich vor dem totalen Kahlfraß zu schützen im Umkreis von ca 50 km ausnahmslos ein Gift gebildet, das die Tiere nicht mehr vertrugen.

"Urban legend" könnte man sagen, wenn es nicht auf dem Lande passiert wäre: Somit "rural legend"

Raylauncher

Hochspannung lässt Weizen kalt

Thomas, Dienstag, 08.07.2008, 02:36 (vor 5438 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Thomas, Dienstag, 08.07.2008, 02:59

... damit könnte man einen möglichen vorhandenen feldstärkeabhängigen (E/M) Effekt erkennen.

Wie soll das denn funktionieren? Der Blick entlang der Trasse, wie in den Fotos, ist mMn eher geeignet, irgendwelche Abweichungen im Pflanzenwachstum gegenüber dem unbefeldeten Weizen links und rechts der Trasse zu erkennen. Bei 90° gedrehtem Blickwinkel spielt die Höhe des Betrachterstandorts schon eine starke Rolle, denn bin ich zu tief, ...

Nee, so war das nicht gemeint. Die Strecke am Horizont (entlang der Baumreihe) beträgt geschätzte 200 (?) Meter, damit erfassen Sie dann aber nur 100 Meter abnehmende Feldstärke von der Trasse, und nicht 200 bis 300 Meter im rechten Winkel zur Trasse.

Der Hintergrund der Überlegung ist der, das je nach Quelle 100 bis 200 Meter Abstand zu Hochspannungstrassen empfohlen werden.
(Stichwort: Leukemie)

Zu dem zu tief, wenn das Feld flach und eben ist, dann ist gerade ein sehr flacher, spitzer Winkel der Aufnahme günstig, ähnlich wie bei dem eingestellten Foto.

.. .So ich an dem Feld mal wieder vorbeikomme, werde ich versuchen, auch dieses Szenario mit Fotos zu dokumentieren.

Da bin ich doch gestern extra zu "meinem Feld" gefahren, um zu schauen, ob die Linie (erkennbar als Wachstumsverzögerung der Pflanzen) wieder zu erkennen ist, die ich letztes Jahr dort bemerkte. Doch so ein Mist, dieses Jahr nur "Wiesen" und kein Getreide angepflanzt!

Aber bevor Sie nachfragen, weit und breit auch keine 110 kV-Überlandleitung.

Argumentation Dr. Schorpps irreführend

Raylauncher @, Sonntag, 06.07.2008, 17:06 (vor 5439 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Raylauncher, Sonntag, 06.07.2008, 17:36

Die Hochspannungsleitungen erzeugen niederfrequente Felder (elektrische und magnetische). Den Einfluss solcher Felder auf das Wachstum von Pflanzen habe ich weder ausgiebig recherchiert noch selbst untersucht und will deshalb nichts zu den Bildern sagen.

Grundsätzlich jedoch lässt sich aus der Tatsache, dass ein Raucher bis ins hohe Alter kein Krebs bekommt nicht ableiten, dass Rauchen kein Krebs verursacht. Das heißt, wenn es irgendwo HV-Leitungen gibt, entlang denen sich das Wachstum von Pflanzen offensichtlich oder nachweislich anders verhält, so sind die co-kausalen Bedingungen herauszufinden.

Die Argumentation von Dr. Schorpp ist insofern irreführend und damit substanzlos, da es sich bei dem Weizenfeld im Gegensatz zu einem Raucher nicht nur um einen oder einige Organismen handelt, bei der eben ein Effekt zufällig nicht aufgetreten ist. Ein Weizenfeld besteht aus Millionen Pflanzen. Bestünde eine nennenswerte Wahrscheinlichkeit, dass die von der Leitung ausgehenden Felder einen Einfluss (positiv oder negativ) auf das Wachstum von Weizen ausübten, würde sich dies zumindest bei einzelnen Pflanzen bemerkbar machen.

Ich beschränke mich derzeit auf Wirkungen von Hochfrequenzfeldern auf Pflanzen. Dass z.B. UKWellen das Teilungswachstum von bestimmten Pflanzen beeinflussen ist schon vor 1950 bekannt und mehrfach bestätigt. Man sah diesen Effekt industriell positiv im Sinne größerer Erträge.[/i]

Interessant wäre in diesem Zusammenhang, in welcher Studie (Verfasser, wo und wann veröffentlicht) diese Wirkung festgestellt wurde und bei welchen Feldstärken und Frequenzen die Beobachtungen auftraten.

Raylauncher

Sonnenblumen auch

Robert, Sonntag, 06.07.2008, 22:49 (vor 5439 Tagen) @ H. Lamarr

War mal auf einer Veranstaltung einer "baubiologischen Gesundheitsberaterin" (Schulung 2 Wochen. Laienverständlich, versteht sich).
Die sagte, dass Sonnenblumen "Strahlenflüchter" seien, also oberhalb von Wasseradern nicht wachsen würden.
Hab sie dann gefragt, warum man sowas bei den riesigen Sonnenblumenfeldern nicht sieht. Da war sie überfordert....

--
Niemand ist unnütz.
Man kann zumindest noch als schlechtes Beispiel dienen.

Sonnenblumen auch, aber mit Stichstoff ...

Thomas, Montag, 07.07.2008, 04:28 (vor 5439 Tagen) @ Robert
bearbeitet von Thomas, Montag, 07.07.2008, 05:08

War mal auf einer Veranstaltung einer "baubiologischen Gesundheitsberaterin" (Schulung 2 Wochen. Laienverständlich, versteht sich). Die sagte, dass Sonnenblumen "Strahlenflüchter" seien, also oberhalb von Wasseradern nicht wachsen würden. Hab sie dann gefragt, warum man sowas bei den riesigen Sonnenblumenfeldern nicht sieht. Da war sie überfordert....


Hallo Robert,

lesen Sie noch mal Dr. Warnke, nitrosativer/oxidativer Stress, da steht´s doch drin.

Als kleine Hilfe, durch Düngung der Pflanzen mit Stickstoff, überlagern sie den Strahlenflüchter -Effekt dermaßen,
das sie nichts mehr bei den riesigen Sonnenblumefeldern sehen.

Und damit es auch so bleibt, werden große Mengen an Pestiziden/Herbiziden ausgebracht, die die Pflanze
dann vor Krankheiten schützen ...

Gruß Thomas

P.S. "War" mal hier im Forum und antwortete "einem der Physik studiert hatte" und bekam nie eine
mit Sachargumenten begründete Antwort.

Nzwo

AnKa, Montag, 07.07.2008, 07:00 (vor 5439 Tagen) @ Thomas

Als kleine Hilfe, durch Düngung der Pflanzen mit Stickstoff, überlagern sie den Strahlenflüchter -Effekt dermaßen, das sie nichts mehr bei den riesigen Sonnenblumefeldern sehen.

Und damit es auch so bleibt, werden große Mengen an Pestiziden/Herbiziden ausgebracht, die die Pflanze dann vor Krankheiten schützen ...

Stickstoffdünger = Pestizid?

Öfter mal was Neues, was?

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Nzwo

Thomas, Dienstag, 08.07.2008, 03:41 (vor 5438 Tagen) @ AnKa

Als kleine Hilfe, durch Düngung der Pflanzen mit Stickstoff, überlagern

sie den Strahlenflüchter -Effekt dermaßen, das sie nichts mehr bei
den riesigen Sonnenblumefeldern sehen.

Und damit es auch so bleibt, werden große Mengen an

Pestiziden/Herbiziden ausgebracht, die die Pflanze dann vor Krankheiten
schützen ...

Stickstoffdünger = Pestizid?

Öfter mal was Neues, was?


Cheffe, nicht = Pestizid, sondern + Pestizid, denn die "Düngers-Leut" und die "Pestizids-Leut"
müßen doch verdienen, oder?

Öfter mal was Altes, wie?

Sonnenblumen auch, aber mit Stichstoff ...

H. Lamarr @, München, Montag, 07.07.2008, 12:47 (vor 5438 Tagen) @ Thomas

Als kleine Hilfe, durch Düngung der Pflanzen mit Stickstoff, überlagern sie den Strahlenflüchter -Effekt dermaßen, das sie nichts mehr bei den riesigen Sonnenblumefeldern sehen.

Einspruch Thomas, Ihre Antwort besteht den Plausibilitätstest nicht reibungslos. Der Dünger wird aufs gesamte Feld ausgebracht, wirkt also auf alle Pflanzen gleichermaßen. Das heißt, alle Pflanzen werden ein bisschen höher, kräftiger, grüner oder was auch immer. Die Schadwirkung müsste sich dann jedoch ebenso zeigen wie beim ungedüngten Feld. An den Wasseradern müssten die Blumen ein Tick kürzer wachsen, mickriger aussehen oder blassere Farben haben. So wächst z.B. der Weizen bei "meinem" Feld am Rand kürzer. Einzige Störgröße ist dort Wassermangel: Weil die Sonne bis zum Boden durchkommt, diesen austrocknet und die Randpflanzen so insgesamt weniger Wasser kriegen. Diese Störgröße macht sich ringsum deutlich bemerkbar. Einen Sättigungseffekt, demzufolge z.B. Düngen die geringere Wasserzufuhr derart kompensiert, dass auch die Randpflanzen so hoch wachsen wie die anderen, kann ich nicht erkennen.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Sonnenblumen auch, aber mit Stichstoff ...

Thomas, Dienstag, 08.07.2008, 03:28 (vor 5438 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Thomas, Dienstag, 08.07.2008, 03:59

Als kleine Hilfe, durch Düngung der Pflanzen mit Stickstoff, überlagern sie den Strahlenflüchter -Effekt dermaßen, das sie nichts mehr bei den riesigen Sonnenblumefeldern sehen.

Einspruch Thomas, Ihre Antwort besteht den Plausibilitätstest nicht reibungslos. Der Dünger wird aufs gesamte Feld ausgebracht, wirkt also auf alle Pflanzen gleichermaßen. Das heißt, alle Pflanzen werden ein bisschen höher, kräftiger, grüner oder was auch immer. Die Schadwirkung müsste sich dann jedoch ebenso zeigen wie beim ungedüngten Feld.

So rum gedacht ist Ihre Antwort durchaus plausibel, aber nur wenn einschränkend gilt,
daß eine Erhöhung des Düngeranteiles um X% auch eine Erhöhung der Schadwirkung um die selben X% bedingen

Um dieses allerdings festzustellen (oder zu widerlegen), dürften die Felder dann aber mal nicht mit Pflanzenschutzmitteln "hochgepempelt" werden.

Apropos Dünger, wie perfiede der wirkt, wirken kann und auch benutzt wird, kann man hier (interner Link) zum Thema Tabak (Rauchen) nachlesen!!

P.S. Bin "eigentlich" schon weg, nein nein, nicht "schmollend ;-) " ,sondern in äescht, mit Kind und Kegel und Frau auf Insel,
so ca. 2,5 - Wochen, wenn keiner dazwischen-Funkt...

Gruß Thomas

Das verdorbene Weizenfeld

AnKa, Dienstag, 08.07.2008, 07:38 (vor 5438 Tagen) @ Thomas
bearbeitet von AnKa, Dienstag, 08.07.2008, 08:16

So rum gedacht ist Ihre Antwort durchaus plausibel, aber nur wenn einschränkend gilt, daß eine Erhöhung des Düngeranteiles um X% auch eine Erhöhung der Schadwirkung um die selben X% bedingen

Was uns ja übrigens auch spatenpaulis Foto eines so geschädigten Weizenfeldes zweifelsfrei dokumentiert:

[image]

Man erkennt auf dem Bild ein Feld mit völlig verdorbenem Pflanzenbewuchs, gen- und pestizidgeschädigt und für die menschliche Nahrungskette wahrscheinlich eine große Gefahr.

Seit Jahrzehnten bereits wird also die Menschheit mit diesem Dreck vergiftet.

Man sollte Greenpeace alarmieren.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Sonnenblumen auch, aber mit Stichstoff ...

Robert, Montag, 07.07.2008, 21:15 (vor 5438 Tagen) @ Thomas

Hallo Thomas,

lesen Sie noch mal Dr. Warnke, nitrosativer/oxidativer Stress, da steht´s doch drin.

wusste gar nicht, dass sich der Dr. Warnke mit Erdstrahlen beschäftigt.

Als kleine Hilfe, durch Düngung der Pflanzen mit Stickstoff, überlagern sie den Strahlenflüchter -Effekt dermaßen, das sie nichts mehr bei den riesigen Sonnenblumefeldern sehen.

Es soll doch auch Bio-Sonnenblumenöl geben. Also nix mit Stickstoff und sonstiger Chemie. Sieht man es da?

P.S. "War" mal hier im Forum und antwortete "einem der Physik studiert hatte" und bekam nie eine mit Sachargumenten begründete Antwort.

Dem armen Kerl geht es wahrscheinlich so wie mir.
Ich habe auch Probleme, Ihnen zu erklären, warum es kein Hartmann-Gitter gibt und dass sich Felder nicht mit 18,4 km/h ausbreiten.
Ich wüsste gar nicht, wo ich da bei Ihnen anfangen sollte. Also sein Sie mir bitte nicht böse.

Grüsse

Robert

--
Niemand ist unnütz.
Man kann zumindest noch als schlechtes Beispiel dienen.

Sonnenblumen auch, aber mit Stichstoff ...

Thomas, Dienstag, 08.07.2008, 04:06 (vor 5438 Tagen) @ Robert

Robert,

leider gibt es viele "arme" Kerle, manche haben aber auch immerhin noch Humor ...


Gruß

P.S. Vielleicht ja auch mit 19.1 km/h, entspräche dann etwa 26% und nich 25% ... ;-)

Mobilfunk lässt Weizenkeimen nicht kalt

charles ⌂ @, Montag, 07.07.2008, 12:57 (vor 5438 Tagen) @ H. Lamarr

DECT ist Allacher Kresse wursch

H. Lamarr @, München, Montag, 07.07.2008, 14:21 (vor 5438 Tagen) @ charles

Wir setzen unsere beliebte Reihe "Hausfrau forscht" fort, heute mit der Folge: DECT ist Allacher Kresse wurscht (Allach = Stadtteil von München).

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Kresse

Frau kocht, Mann forscht

Anna, Montag, 07.07.2008, 15:26 (vor 5438 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Anna, Montag, 07.07.2008, 17:04

Wir setzen unsere beliebte Reihe "Hausfrau forscht" fort, heute mit der Folge: DECT ist Allacher Kresse wurscht (Allach = Stadtteil von München).

"Hausfrau forscht"

Scharf hingeschaut :lookaround:

Charles
hat in seinem Bildvergleich Pflanzen gezeigt, die von Handys bestrahlt waren.

Spatenpauli
zeigte Pflanzen unter Hochspannungsleitungen.

Franz
bestrahlte mit Dect.

Außerdem handelt es sich bei allen drei Versuchen um verschieden empfindliche Pflanzen. Wie soll da ein Vergleich stattfinden?

Was aber schon zu untersuchen wäre, ob sich in der zweiten und dritten Generation aller abgebildeten Pflanzen Unterschiede zur Mutterpflanze zeigen. Da fehlt dem einen oder anderen Wissensdurstigen aber das "Knowhoff" ;-).

Gut für die Verursacher, schlecht für zukünftige Lebewesen.

Anna

Charles verschweigt mindestens die Hälfte!

AnKa, Dienstag, 08.07.2008, 08:27 (vor 5438 Tagen) @ Anna

Scharf hingeschaut :lookaround:

Charles hat in seinem Bildvergleich Pflanzen gezeigt, dievon Handys bestrahlt waren.

Das stimmt nicht.

Charles hat Pflanzen gezeigt, die mit Wasser gegossen worden sind, das von einem Handy bestrahlt worden ist. Die Pflanzen selbst wurden nicht bestrahlt (sofern sichergestellt war, daß der beauftragte Laborant nicht doch heimlich ein Handy in der Hosentasche stecken hatte).

[image]

Was Charles uns hingegen nicht gezeigt hat:

- Pflanzen, die mit Selterswasser (wahlweise auch ohne CO2, wie Volvic, Vittel, Evian) gegossen worden sind.

- Pflanzen, die mit Weihwasser aus dem Kölner Dom gegossen worden sind.

- Pflanzen, die mit Wasser aus der heiligen Quelle von Lourdes gegossen worden sind.

- Pflanzen, die mit heidnisch geweihtem Wasser gegossen worden sind (z.B. in einem 14-tägigen Ritus jeden Tag dreimal von einem Schamanen besprochen und einem Tiergeist geweiht).

- Pflanzen, die mit verfluchtem Wasser gegossen worden sind (Hexenspruch siebenmal am Tag, sieben Tage lang, am letzten Tag darin eine lebende Kröte ausgekocht und diese in der darauf folgenden Vollmondnacht unter siebenmaliger Verwünschung an die Kirchentür geworfen).

Weitere Versuche mit valternativ behandelten Wässern wären denkbar. Um den Versuchsaufwand zu rationalisieren, wäre ein DOE anzuraten.

Der Vorgang zeigt jedenfalls, daß uns Charles hier nur einen Bruchteil der Wahrheit vorgeführt hat, aber so tut, als liefere er wissenschaftlich belastbare Erkenntnisse. Man sollte einen Bannspruch über ihn verhängen.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Charles verschweigt nichts !

charles ⌂ @, Dienstag, 08.07.2008, 09:15 (vor 5438 Tagen) @ AnKa

Es war einfaches Kranwasser.
Also von der öffentliche Wasserleitung.

So fern mir bekannt wurden keine Sprüche angewanndt.
Nur wurde ein Teil des Wassers (was gut wachsen lässt) getrennt mit ein Handy bestrahlt, und das Wachstum blieb hinten.
Also keine Sprüche, kein Weihwasser, keine Hexerei.
Nur ein normales Handy.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Charles verschweigt!

AnKa, Dienstag, 08.07.2008, 17:34 (vor 5437 Tagen) @ charles

[image]

Nur wurde ein Teil des Wassers (was gut wachsen lässt) getrennt mit ein Handy bestrahlt, und das Wachstum blieb hinten. Also keine Sprüche, kein Weihwasser, keine Hexerei. Nur ein normales Handy.

Das ist nur äußerlich. Nach Warnke überträgt der Mobilfunk Informationen ins Gewebe hinein. Also auch ins Wasser.

Erstens also die Frage, auf welcher Frequenz, wie lange, in welchen Zeitabständen, mit welcher Leistung sendete das Handy? War ständig eine Verbindung aufgebaut? Wurde das kontrolliert?

Und zweitens die Frage: Was wurde über das Handy übertragen? Es muss einen Unterschied machen, ob zum Beispiel die Zeitansage, ein Dauergespräch mit der Liebsten oder bloß ein Rauschen übertragen wurde. Wenn sich das Giesswasser zum Beispiel ständig irgendwelche t-mobile-Dienst-Stimmen hat anhören müssen, dann dürfte es nach 20 Miunuten völlig versäuert gewesen sein.

Sie sehen: eine verpfuschte Versuchsplanung kann die besten Ergebnisse zunichte machen.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Charles verschweigt nichts !

charles ⌂ @, Dienstag, 08.07.2008, 18:17 (vor 5437 Tagen) @ AnKa

Wenn Anka ein wenig weiter geguckt hätte als seine Nase lang ist, und nicht sofort wieder angefangen hat mit fantasieren, hätte er den Versuchsanordnung auf meinen Link sehen können.
Und das Handy wurde nur eine Minute als Strahlungsquelle benutzt.
Nur eine Minute!

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Charles verschweigt nichts !

AnKa, Mittwoch, 09.07.2008, 07:14 (vor 5437 Tagen) @ charles

Wenn Anka ein wenig weiter geguckt hätte als seine Nase lang ist, und nicht sofort wieder angefangen hat mit fantasieren, hätte er den Versuchsanordnung auf meinen Link sehen können. Und das Handy wurde nur eine Minute als Strahlungsquelle benutzt. Nur eine Minute!

Vielleicht sind Sie mit dem Handy-Giesswasser zu sparsam umgegangen? Unbewusst? Weil es Ihnen unheimlich ist? Stimmte denn die Relation Wassermenge:Samenanzahl mit den anderen Versuchsbehältern überein?

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Charles verschweigt nichts !

caro, Mittwoch, 09.07.2008, 12:14 (vor 5436 Tagen) @ charles

Wenn Anka ein wenig weiter geguckt hätte als seine Nase lang ist, und nicht sofort wieder angefangen hat mit fantasieren, hätte er den Versuchsanordnung auf meinen Link sehen können. Und das Handy wurde nur eine Minute als Strahlungsquelle benutzt. Nur eine Minute!

Eine kleine Beobachtung:
Beim Einzug in unsere belastete Wohnung hatten wir ein Alpenveilchen dabei, das bis dahin unauffällig gewesen war - viele grüne Blätter, ab und zu Mal ein paar Blüten. In den 15 Monaten in der belasteten Wohnung (die Pflanze stand am Küchenfenster, in der Küche waren sehr hohe Werte) ein wundersamer Wandel: Das Alpenveilchen hatte keinerlei grüne Blätter mehr, dafür aber permanent mindestens 20 Blüten, immer neue kamen nach, geradezu eine Dauer-Explosion. Ein Dauerzustand über mehr als ein Jahr hinweg: keinerlei Blätter mehr, aber massig Blüten.
Nach Umzug in die jetzige Wohnung normalisierte sich die Pflanze wieder. Bekam wieder grüne Blätter, hat nur noch ab und zu ein paar Blüten.

extrem spekulativ

Raylauncher @, Mittwoch, 09.07.2008, 23:17 (vor 5436 Tagen) @ caro

Eine kleine Beobachtung:
Beim Einzug in unsere belastete Wohnung hatten wir ein Alpenveilchen dabei, das bis dahin unauffällig gewesen war - viele grüne Blätter, ab und zu Mal ein paar Blüten. In den 15 Monaten in der belasteten Wohnung (die Pflanze stand am Küchenfenster, in der Küche waren sehr hohe Werte) ein wundersamer Wandel: Das Alpenveilchen hatte keinerlei grüne Blätter mehr, dafür aber permanent mindestens 20 Blüten, immer neue kamen nach, geradezu eine Dauer-Explosion. Ein Dauerzustand über mehr als ein Jahr hinweg: keinerlei Blätter mehr, aber massig Blüten. Nach Umzug in die jetzige Wohnung normalisierte sich die Pflanze wieder. Bekam wieder grüne Blätter, hat nur noch ab und zu ein paar Blüten.

Diese Beobachtung auf eine Wirkung von EMF zurückzuführen ist schon extrem spekulativ. Wesentlich näher liegende Ursachen für das Blühwunder wären Veränderungen in Bezug auf Licht, Temperatur, Düngung, Wasser, der Jahreszeit etc. Die Fülle möglicher Confounder ist dermaßen groß, dass Ihrer Beobachtung in Bezug auf EMF nicht die geringste Bedeutung zukommt. Untersuchungen an Pflanzen unter kontrollierten Bedingungen konnten regelmäßig keinerlei Unterschiede feststellen, soweit die Leistungsdichten unterhalb der thermischen Schwelle lagen.

Raylauncher

Kommunizieren mit Pflanzen

AnKa, Mittwoch, 09.07.2008, 23:22 (vor 5436 Tagen) @ caro

Eine kleine Beobachtung:
Beim Einzug in unsere belastete Wohnung hatten wir ein Alpenveilchen dabei, das bis dahin unauffällig gewesen war - viele grüne Blätter, ab und zu Mal ein paar Blüten. In den 15 Monaten in der belasteten Wohnung (die Pflanze stand am Küchenfenster, in der Küche waren sehr hohe Werte) ein wundersamer Wandel: Das Alpenveilchen hatte keinerlei grüne Blätter mehr, dafür aber permanent mindestens 20 Blüten, immer neue kamen nach, geradezu eine Dauer-Explosion. Ein Dauerzustand über mehr als ein Jahr hinweg: keinerlei Blätter mehr, aber massig Blüten. Nach Umzug in die jetzige Wohnung normalisierte sich die Pflanze wieder. Bekam wieder grüne Blätter, hat nur noch ab und zu ein paar Blüten.

Vielleicht fühlten Sie sich in der "belasteten" Wohnung nicht wohl und haben Ihre üble Laune Ihre Pflänzchen spüren lassen? Und die sind dann davor seelisch eingeknickt? Manche Leute glauben an so was. So wie andere an schlimme Mobilfunkmasten glauben.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Kommunizieren mit Pflanzen

Doris @, Mittwoch, 09.07.2008, 23:30 (vor 5436 Tagen) @ AnKa

dafür aber permanent mindestens 20 Blüten, immer neue kamen nach, geradezu eine Dauer-Explosion. Ein Dauerzustand über mehr als ein Jahr hinweg keinerlei Blätter mehr, aber massig Blüten.

Vielleicht fühlten Sie sich in der "belasteten" Wohnung nicht wohl und haben Ihre üble Laune Ihre Pflänzchen spüren lassen? Und die sind dann davor seelisch eingeknickt?

Anka, der passt nicht, wenn man seelisch eingeknickt ist dann blüht man doch nicht verstärkt, sondern verwelkt...

Kommunizieren mit Pflanzen

AnKa, Mittwoch, 09.07.2008, 23:45 (vor 5436 Tagen) @ Doris

Anka, der passt nicht, wenn man seelisch eingeknickt ist dann blüht man
doch nicht verstärkt, sondern verwelkt...

Na ja, vielleicht hat ja caro ein Gespür für liebe Blumen, die Ihr Gutes wollen und die sie folglich in ihrem Kummer aufgemuntert haben.

(Das erinnert mich hieran: Zur Zeit des Ereignisses in Tschernobyl kannte ich eine anthroposophische Frau, die war ganz fest der Meinung, dass die Natur in diesem Frühjahr, als der Reaktor hochging, extra stark wuchern und blühen wollte, als Zeichen an uns einfältige Menschen...)

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Kalte Küche

Kuddel, Donnerstag, 10.07.2008, 00:02 (vor 5436 Tagen) @ caro

Daß ein Alpenveilchen während und nach der Blütephase alle Blätter verliert ist ein normaler Zyklus.

Hier ist zu lesen (ich zitiere ein paar Auszüge)

Alpenveilchen mögen möglichst hell, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen, damit ihre Blätter und Blüten keinen Schaden nehmen. Gleichzeitig gehen sie bei zu viel Wärme sehr schnell hinüber. Optimal ist eine Zimmertemperatur von 12-15 Grad. (Bai Caro gibts nur kalte Küche ;-) )
Alpenveilchen sind heikel.....wenn ein Alpenveilchen nach der Blüte nicht tot ist, kann man es weiter pflegen und es soll sogar mit den Jahren prächtiger werden. Die Blätter werden gelb und ziehen dann erstmal ein. Es bleibt nur die flache, runde Knolle übrig. Das Alpenveilchen braucht dann eine Ruhezeit relativer Trockenheit bis im nächsten Juni. Wenn neue Blättchen zu sehen sind, topft man es in frische Erde ein (Knolle halb über und halb unter der Erde) und stellt es hell, aber nicht sonnig auf.

RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum