Schädigung der Spermien? (Allgemein)

Gast, Dienstag, 01.07.2008, 11:35 (vor 5211 Tagen)

Wdowiak 2007
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Kein statistisch signifikanter Unterschied wurde in der Sperma-Konzentration festgestellt.

Erogul 2006
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)[/b]
Statistisch signifikante Unterschiede der Spermienmotilität wurden in den Kategorien schnell progressiv, langsam progressiv und keine Motilität beobachtet. Die elektromagnetische Befeldung verursachte einen geringfügigen Abfall in der schnell progressiven und langsam progressiven Motilität. Außerdem führte sie zu einem Anstieg in der Kategorie mit keiner Motilität der Spermien (Kategorie D).
Zwischen der exponierten und nicht-exponierten Gruppe war kein statistisch signifikanter Unterschied in der Spermien-Konzentration feststellbar.

Falzone 2002
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Die gepulste 900 MHz-GSM-Befeldung zeigte keine Wirkung auf das Membranpotenzial der Mitochondrien. Zusätzlich wurden keine Veränderungen in den kinematischen Parametern der Spermien-Motilität bei einer spezifischen Absorptionsrate von 2,0 W/kg beobachtet. Allerdings waren zwei kinematische Parameter der Spermien-Geschwindigkeit und -Bewegung nach der Exposition bei der spezifischen Absorptionsrate von 5,7 W/kg signifikant vermindert. Hierbei handelt es sich nicht um einen thermischen Effekt.
Weitere Untersuchungen müssen durchgeführt werden, um zu klären, ob es sich bei den beobachteten Wirkungen bei der spezifischen Absorptionsrate von 5,7 W/kg um Artefakte handelt oder zelluläre Mechanismen nachgewiesen werden können.

Agarwal 2007
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Die Nutzung von Handys verringerte die Samen-Qualität bei Männern durch Verminderung der Spermien-Anzahl, der Spermienmotilität, der Lebensfähigkeit und des Prozentsatzes an Spermien mit normaler Morphologie. Die Verminderung der Spermien-Parameter war abhängig von der Dauer der täglichen Handy-Exposition.

Davoudi 2002
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Die Daten deuten auf eine verminderte Beweglichkeit der progressiv schnell-beweglichen Spermien hin, verursacht durch elektromagnetische Wellen von GSM-Mobiltelefonen.

Fejes 2005
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)[/u]
Die Dauer des Besitzes und die tägliche Übertragungszeit korrelierten negativ mit dem Anteil schnell progressiver freibeweglicher Spermien und positiv mit dem Anteil langsam progressiver freibeweglicher Spermien. Die geringen (weniger als 15 Minuten pro Tag) und hohen (mehr als 60 Minuten pro Tag) Übertragungszeit-Kontroll-Gruppen unterschieden sich ebenfalls bei den schnell progressiven freibeweglichen Spermien. Die anhaltende Nutzung von Handys könnte negative Wirkungen auf die Eigenschaften der Spermienmotilität haben.

Quelle: EMF-Portal

Die öÄK warnt: Das Handy in der Hosentasche oder SMS unter der Schulbank versenden, könnte die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und sollte daher unterlassen werden. (Schandl)

Der Mast muss weg wirft folgende Frage auf:
Welche Konsequenzen soll ein Gesundheitsamt ziehen aus den oben genannten Forschungsergebnissen?
Soll das Gesundheitsamt einen UMTS-Ausbau Stopp auf Grund dieser Daten empfehlen?

Tags:
Artefakte, Spermien, OeAeK, Unfruchtbarkeit, Mitochondrien, Handy-Exposition

Schädigung der Spermien?

KlaKla, Dienstag, 01.07.2008, 16:58 (vor 5211 Tagen) @ Gast
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 01.07.2008, 17:26

Wdowiak 2007
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Kein statistisch signifikanter Unterschied wurde in der Sperma-Konzentration festgestellt.

Ist das jetzt ein Fehler?

Soll das Gesundheitsamt einen UMTS-Ausbau Stopp auf Grund dieser Daten empfehlen?

Wenn 6 von 6 Studien gleiches Ergebnis haben ja.

Aber da diese Information von ... stammen, habe ich nachgeprüft wie viele Studien es gibt zu dem Thema.
Ich konnte insgesamt 22 Studien finden und komme sage nun nein.

Übrig bleibt persönliche Vorsorge:
Benutzt ein Head-Set und nehmt das Handy aus der Hosentasche wenn ihr telefoniert.

--
Meine Meinungsäußerung

Schädigung der Spermien?

Doris @, Dienstag, 01.07.2008, 22:54 (vor 5211 Tagen) @ Gast
bearbeitet von Doris, Dienstag, 01.07.2008, 23:51

Wdowiak 2007
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Kein statistisch signifikanter Unterschied wurde in der Sperma-Konzentration festgestellt.

Diese Ergebniswiedergabe stimmt so nicht.

In den Gruppen B (sporadische Handynutzer) und C wurden (regelmäßige Handynutzer) im Vergleich zur Gruppe A (keine Handynutzer) geringere Prozentanteile in der Spermienmotilität der Kategorie A (mehr als 50 % der Spermien zeigen Motilität) festgestellt. Die höchste Anzahl an normalem Spermien (mehr als 30 %) wurde in der Gruppe A beobachtet und die geringste in der Gruppe C. Kein statistisch signifikanter Unterschied wurde in der Sperma-Konzentration festgestellt.

D.h. die Spermienqualität der "Nicht Handynutzer" war die beste und ein Einfluss auf die Qualität zeigte sich auch hier bei Handynutzung.

Dieses Thema wurde schon mal diskutiert und der Beitrag aus dem hese rüberkopiert war interessant. Einfluss auf die Spermien durch Handys scheint es zu geben, ob es ein kausaler Zusammenhang ist, ist nicht geklärt.

Welche Konsequenzen soll ein Gesundheitsamt ziehen aus den oben genannten Forschungsergebnissen?
Soll das Gesundheitsamt einen UMTS-Ausbau Stopp auf Grund dieser Daten empfehlen?

Ein UMTS Ausbau Stopp aufgrund dieser Ergebnisse zu fordern, halte ich für naiv. Diese Forderung bezieht sich ja auch auf die Masten und die Ergebnisse zeigten sich bei Handynutzung. Und was haben diese Ergebnisse mit UMTS zu tun? Man fordert ja auch nicht den Straßenausbau zu stoppen, weil es Risiken beim Autofahren gibt. Wenn sich derartige Ergebnisse bestätigen, dann müsste es in die Vorsorgeempfehlungen mit rein.

Schädigung der Spermien?

KlaKla, Dienstag, 01.07.2008, 23:30 (vor 5211 Tagen) @ Gast

Erogul 2006
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)[/b]
Statistisch signifikante Unterschiede der Spermienmotilität wurden in den Kategorien schnell progressiv, langsam progressiv und keine Motilität beobachtet. Die elektromagnetische Befeldung verursachte einen geringfügigen Abfall in der schnell progressiven und langsam progressiven Motilität. Außerdem führte sie zu einem Anstieg in der Kategorie mit keiner Motilität der Spermien (Kategorie D).
Zwischen der exponierten und nicht-exponierten Gruppe war kein statistisch signifikanter Unterschied in der Spermien-Konzentration feststellbar.

Hier ist sogar ein positiver Effekt zu verzeichnen.

--
Meine Meinungsäußerung

Schädigung der Spermien?

Doris @, Dienstag, 01.07.2008, 23:46 (vor 5211 Tagen) @ KlaKla

Außerdem führte sie zu einem Anstieg in der Kategorie mit keiner Motilität der Spermien (Kategorie D).

Hier ist sogar ein positiver Effekt zu verzeichnen.

ja, als natürliche Empfängnisverhütung ;-)

Schädigung der Spermien?

KlaKla, Mittwoch, 02.07.2008, 16:55 (vor 5210 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 02.07.2008, 17:17

ja, als natürliche Empfängnisverhütung ;-)

Ok, Spaß bei Seite.

Es gibt doch noch viel mehr Einflüsse.
Erhöhte Luftschadstoff-Werte belasten männliche Fruchtbarkeit

Und hier noch weiter Ursachen.
Hormonelle Schwächen
Überwärmung des Hodens
Erkrankungen von Hoden und Prostata
Medikamente wie Zytostatika und Beruhigungsmittel
Toxische Ursachen: Rausch- und Genussgifte, Schwermetalle
Mangel an Zink, Mangan, Kalium, Selen, Vitamin C und E
Psychische Ursachen

Tabak wird weiterhin verkauft. Rauchverbot in ausgesuchten Räumen und für Kinder und Jugendlichen.
Man könnte lediglich ein Handyverbot für Kinder und Jugendliche anstreben.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Vitamine, Fruchtbarkeit, Spermien

Allgegenwärtige Schädigung von Allem

AnKa, Mittwoch, 02.07.2008, 17:12 (vor 5210 Tagen) @ KlaKla

Und hier noch weiter Ursachen.
Hormonelle Schwächen
Überwärmung des Hodens
Erkrankungen von Hoden und Prostata
Medikamente wie Zytostatika und Beruhigungsmittel
Toxische Ursachen: Rausch- und Genussgifte, Schwermetalle
Mangel an Zink, Mangan, Kalium, Selen, Vitamin C und E
Psychische Ursachen

Tabak wird weiterhin verkauft. Rauchverbot in ausgesuchten Räumen und für Kinder und Jugendlichen.

Da geht die Mobilfunkstrahlung dann ja beinahe unter dagegen.

Natürlich könnte man den Mobilfunk letztlich doch als Meta-Ursache für die allgegenwärtige Schädigung von Allem herbeizitieren. Denn nach Meinung von Waldmann-Selsam & Co. ist es ja der Mobilfunk selbst, der mittelbar und unmittelbar für....

Hormonelle Schwächen,
Überwärmung des Hodens,
Erkrankungen von Hoden und Prostata,
Medikamentenbedarf wie Zytostatika und Beruhigungsmittel,
Mehrbedarf an Zink, Mangan, Kalium, Selen, Vitamin C und E infolge völlig durcheinandergeratenene Stoffwechsels, und Psychische Ursachen infolge Stress durch permanenten Sendemastenanblick

...verantwortlich ist.

Ich könnte mir sogar ein Wirkmodell dafür vorstellen, dass der Mobilfunk die zunehmende Gottlosigkeit in unserer Gesellschaft, den Niedergang des Kinderwunsches und die Fortführung des Irakkrieges verursacht. Schliesslich standen die Dinge in der Welt noch nie so schlimm wie heutzutage, unter dem Bann des allgegenwärtigen Mobilfunks. Wenn das mal kein Kausalzusammenhang ist, was denn dann?

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Schädigung der Spermien?

Doris @, Mittwoch, 02.07.2008, 22:46 (vor 5210 Tagen) @ KlaKla

Es gibt doch noch viel mehr Einflüsse. Erhöhte Luftschadstoff-Werte belasten männliche Fruchtbarkeit

Au ja, dann fordern wir jetzt einfach ein Verbot von Ozon ;-)

Und hier noch weiter Ursachen.
Hormonelle Schwächen
Überwärmung des Hodens
Erkrankungen von Hoden und Prostata
Medikamente wie Zytostatika und Beruhigungsmittel
Toxische Ursachen: Rausch- und Genussgifte, Schwermetalle
Mangel an Zink, Mangan, Kalium, Selen, Vitamin C und E
Psychische Ursachen

Wissen Sie, es gibt bei allem viele mögliche Ursachen ein direkter und ausschließlicher Zusammenhang wird es wohl nie geben.

Tabak wird weiterhin verkauft. Rauchverbot in ausgesuchten Räumen und für Kinder und Jugendlichen.
Man könnte lediglich ein Handyverbot für Kinder und Jugendliche anstreben.

Vielleicht liegt auch hier der Unterschied. Tabak und Alkohol ist verboten für Kinder und Jugendliche. Das Jugendschutzgesetz regelt viele Dinge zum Wohl des Kindes und Jugendlichen. Hier sehe ich das Problem, die Nutzung des Handys ist eben nicht altersgebunden und ich denke, bei der Einführung der Mobilfunktechnologie hat auch niemand damit gerechnet, dass diese sich mal in alle Altersschichten ausbreiten wird. Und wer will das jetzt noch aufhalten.

Das Anstreben eines Handyverbots für Kinder und Jugendliche, wie Sie es oben schreiben, halte ich unter den momentanen Gegebenheiten aus Vorsorgegründen durchaus für erstrebenswert. Allerdings sehe ich bei Jugendlichen schon Probleme, die haben das Handy als wichtigsten Bestandteil in ihr Leben integriert und wissen gar nicht mehr, wie es sich ohne lebt. Außerdem ist es die wichtigste Zielgruppe der Netzbetreiber und da rührt keiner dran, solange keine weiteren Fakten vorliegen. So bitter das ist, aber evtl. Tumore müssen erst wachsen und einen Zusammenhang aufzeigen, vorher wird sich nichts tun.
Aber ein Kind unter 12 Jahren erleidet sicherlich noch keinen psychischen Schaden, wenn es handylos ist und außerdem gehört es in diesem Alter noch unter die persönliche Aufsicht der Eltern oder eines anderen Erwachsenen aber nicht unter die Aufsicht eines Handys.

Tags:
, Handyverbot

Forderung Altersbeschränkung auf Prepaid-Karten

KlaKla, Donnerstag, 03.07.2008, 06:44 (vor 5209 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 03.07.2008, 07:23

Ich stimme ihnen zu.
Daher ist sachliche Aufklärung so wichtig. Die unterschiedlichen Lügen und Behauptungen von Laien die in Umlauf sind, tragen jedoch dazu bei, dass selbst Warnungen des BfS ignoriert werden. Sie verhindern geradezu sachliche Aufklärung.

Das wiederum ist für die Mobilfunkindustrie gut, so können sie fleißig Kinder und Jugendlichen bewerben die ihre Eltern entsprechend unter Druck setzen. Sie fordern ihr eigenes Handy. Die Verantwortung liegt bei den Eltern die dem Duck nach geben. Durch die Prepaid-Karten werden Eltern und Kinder gerade zu auf den Geschmack gebracht. Kindern wird der sorglose Umgang mit der Technik von klein auf an bei gebracht.

Soweit mir bekannt, werden Handys nicht an Kinder/Jugendlichen verkauft. Prepaid-Karten schon. Sie unterliegen keiner Altersbeschränkung. Davon leite ich die Forderung ab, der Verkauf von Prepaid-Karten soll alters beschränkt (16 Jahre) werden. Das bedeutet, Eltern in die Verantwortung nehmen. Wie mit Videofilmen und Computer-Spielen.

Und ein generelles Werbeverbot der Handynutzung durch Kinder.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
, Werbung, Lügen

Haben Handynutzer mehr Sex ?

Kuddel, Mittwoch, 02.07.2008, 00:05 (vor 5211 Tagen) @ Gast

Es ist doch bekannt, daß die Spermienzahl in starkem Maße von der Dauer der "Enthaltsamkeit" abhängt.
=> Längere Enthaltsamkeit = höhere Spermienzahl.

Wenn Handynutzer weniger Spermien haben, so könnte man daraus interpretieren, daß sie im Durchschnitt häufiger Sex haben ?!?

Haben Handynutzer mehr Sex ?

AnKa, Mittwoch, 02.07.2008, 12:08 (vor 5210 Tagen) @ Kuddel

Wenn Handynutzer weniger Spermien haben, so könnte man daraus interpretieren, daß sie im Durchschnitt häufiger Sex haben ?!?

Vielleicht steht das im Zusammenhang damit, dass Handynutzer im Schnitt jünger sind als der Durchschnitt der Bevölkerung? Und damit auch in vierlei körperlicher Hinsicht aktiver als der Bevölkerungsschnitt?

Ob die Verkünder der Spermien-Handytheorie das bedacht haben?

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Haben Handynutzer mehr Sex ?

Doris @, Mittwoch, 02.07.2008, 13:31 (vor 5210 Tagen) @ AnKa

Das geht m.M.n. am Thema vorbei...

Es ist doch bekannt, daß die Spermienzahl in starkem Maße von der Dauer der "Enthaltsamkeit" abhängt.
=> Längere Enthaltsamkeit = höhere Spermienzahl.

Hier steht was zu "Enthaltsamkeit und Einfluss auf den männlichen Samen"

Die Qualität wird durch Enthaltsamkeit nicht besser, lediglich das Volumen steigt.

Wenn Handynutzer weniger Spermien haben, so könnte man daraus interpretieren, daß sie im Durchschnitt häufiger Sex haben ?!?

Vielleicht steht das im Zusammenhang damit, dass Handynutzer im Schnitt jünger sind als der Durchschnitt der Bevölkerung? Und damit auch in vierlei körperlicher Hinsicht aktiver als der Bevölkerungsschnitt?

Ob die Verkünder der Spermien-Handytheorie das bedacht haben?

In den meisten Studien wurde weniger einen Nachteil auf die Anzahl der Spermien festgestellt. Handyexpositionen scheinen sich negativ auf die Motilität (Beweglichkeit der Spermien) auszuwirken. Somit passt das Argument mit Alter der Handynutzer und aktiveres Liebesleben nicht. Und ab welchem Alter die Pfeife danach der Bewegung zuvor vorgezogen wird, geht aus dem Komentar im Anschluss an den Focus-Artikel hervor. ;-)

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