UMTS-Studie (Prof. H. Rüdiger) Verdacht auf Fälschung (Forschung)

KlaKla, Freitag, 23.05.2008, 17:18 (vor 4936 Tagen)

[Hinweis: Nach Überprüfung bzgl. Verbotsbehauptung wieder frei gegeben am 30.03.2012]

MedUni Wien: Handystudien womöglich gefälscht

An der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin der Medizinischen Universität Wien um den mittlerweile emeritierten Professor Hugo Rüdiger könnten zwei Studien zur Schädlichkeit von Handystrahlung gefälscht worden sein.

MedUni-Rektor Wolfgang Schütz sprach in einer Aussendung von "gravierenden Verdachtsmomenten". Er werde die Herausgeber der beiden Journale, in denen die Studien veröffentlicht worden waren, informieren. Rüdiger wies die Anschuldigungen hingegen zurück. Mehr ...

Handystrahlung
Gefälschte Daten in Uni-Studien?

Zwei Studien der Medizinischen Universität Wien (MUW) über schädliche Auswirkungen von Handystrahlung dürften sich als Manipulation herausgestellt haben. Der Rektor der Med-Uni, Wolfgang Schütz, hat die Autoren seiner Universität aufgefordert, die Publikationen zurückzuziehen, weil "gravierende Verdachtsmomente an der wissenschaftlichen Korrektheit" aufgetaucht seien, heißt es in einer Aussendung.

Konkret geht es um zwei Arbeiten, die von Mitarbeitern der Uni in den Jahren 2005 und 2008 publiziert wurden. In den Studien wird eine DNA-schädigende Wirkung an bestimmten Zelltypen durch Mobilfunk-Strahlung (GMS- und UMTS-Signale) beschrieben. Die Statistik wurde aber von anderen Forschergruppen angezweifelt. Eine daraufhin von der MUW angeordnete Überprüfung ergab den Verdacht, dass die Daten "nicht experimentell gemessen, sondern vielmehr fabriziert wurden", so das Rektorat. Mehr ...

Daher das große Schweigen. Auch das Ergebnisse der Reflex-Studien steht auf dem Spiel.
Vertane Chance
Prof. Dr. Alexander Lerchl stellt sich mit einem hochinteressanten Thema zu einer hoffentlich zustande kommenden Diskussion.

Bin mal gespannt ob diese Nachricht auch weiter geleitet wird per Rundmail!

(Hinweis Moderator: Weitere Informationen zur UMTS-Studie
Beitrag zur Auslegung der UMTS-Studie / Abstract zur UMTS-Studie /
Vortrag vom Ex-Tabaklobbyisten zur UMTS-Studie)

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Schweigen, Rüdiger, MUW, Arbeitsgruppe Wien, Laborantin, Ignorieren, Fälschungsverdacht, Lerchl, Pressemitteilung, DNA-Strangbrüche, UMTS-Studien, emeritiert

UMTS/GSM-Handystudien womöglich gefälscht

H. Lamarr @, München, Freitag, 23.05.2008, 18:53 (vor 4935 Tagen) @ KlaKla

Die OTS-Pressemeldung der Uni Wien ist hier um einige Links ergänzt worden.

Was für ein Motiv könnte die Mitarbeiterin wohl angetrieben haben, die Daten zu fälschen?

Wenn Reflex über diese Sache fällt, sieht es um den Report der BioInitiative auch nicht mehr ganz so gut aus. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

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Verblindung nicht ausreichende gewährleistet

KlaKla, Samstag, 24.05.2008, 10:45 (vor 4935 Tagen) @ H. Lamarr

Wie ich dem hese-forum entnehme war die Verblindung nicht ausreichend gewährleistet.

Da ist mir noch folgendes aufgefallen: im paper von Schwarz et al. wird gesagt, die Auswertung sei blind erfolgt, aber von der selben Person durchgeführt worden. In der Antwort von Rüdiger steht das gleiche (alle mikroskopischen Untersuchungen wurden mit kodierten Objektträgern und von derselben Forscherin (E.K.) durchgeführt). Normalerweise werden derartigen Kodierungen von Personen vorgenommen, die mit dem Experiment und der Auswertung nichts zu tun haben. Hier scheint es so zu sein, dass ein und dieselbe Person kodiert und ausgewertet hat. von Lerchel

Wenn dadurch die Ergebnisse der Studie wertlos werden, ist die Frage warum H. Rüdiger dieses Vorgehen überhaupt duldete, dass ein und die gleichen Person kodiert und auswertet?

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Hese-Project, Verblindung

Verblindung nicht ausreichende gewährleistet

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.05.2008, 18:28 (vor 4934 Tagen) @ KlaKla

Wie ich dem hese-forum entnehme war die Verblindung nicht ausreichend gewährleistet.

Ein Kommentator in ORF On Science erklärt das am 24.5.08/9:00 so:

Bei Rüdigers Arbeit gings um Experimente mit kultivierten Zellen. Die einzige Verblindung besteht darin, dass der auswertende Experimentator nicht weiß, ob er grad ein "bestrahltes" oder Kontrollsample vor sich hat. Das ist unbedingt notwendig, weil der womöglich zu erwartende Effekt winzig und die Auswertung - bei der verwendeten Methode - sehr subjektiv durch den Experimentator erfolgt (der sagt im wesentlichen "zeigt/zeigt keinen Effekt" bei jedem Sample).

Wenn in so einem Fall dann die Verblindung wegfällt, kann man die Ergebnisse in die Tonne treten, ohne wenn, kann und vielleicht. Da kann man die Studie genausogut ohne Experimente schreiben;-)

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Verblindung nicht ausr. gewährleistet - 2. Teil

Doris @, Sonntag, 01.06.2008, 09:47 (vor 4927 Tagen) @ H. Lamarr

Im Hese Forum ist eine ergänzte Chronologie der Herren Rüdiger/Prof. A. eingestellt, die ein neues Licht auf die Sache wirft.
Während ursprünglich die beiden Herren bereit waren, die UMTS Studie zurückzuziehen, da die Aussage im Raum stand, Frau K. hätte 2006 den Code der Verblindung geknackt, sagte diese nun am 29.05. aus, sie hätte diese Aussage nie gemacht und es sei auch so nicht gewesen. Sie hätte den Dienstvorgesetzten um Richtigstellung seines Briefes gebeten, was ihr auch zum 22. Mai zugesagt worden wäre.
Aufgrund dieser neuen Sachlage sind Rüdiger und Prof. A. der Meinung, dass somit auch eine Manipulation der UMTS Daten schwer möglich sei und sind nicht mehr bereit die UMTS Studie zurückzuziehen.


Ganzer Text im hese-Forum

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, UMTS-Studie, Laborantin

Focus-Bericht

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.05.2008, 14:02 (vor 4935 Tagen) @ KlaKla

Nur ein Wir-auch-Bericht. Neues steht in dem Focus-Bericht nicht drin.

Unschön: Offenbar hat die Uni Wien ihre Presse-Information ohne angemessene Rücksprache mit der betroffenen Forschergruppe herausgegeben, um ihren Ruf unter allen Umständen zu wahren. Dem Vernehmen nach lag der Uni bereits zum Zeitpunkt der Herausgabe eine Erklärung von Dr. Rüdiger zu den Anschuldigungen vor, diese fand jedoch keine Berücksichtigung.

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UMTS-Studie, Wien, Focus

Focus-Bericht

Alexander Lerchl @, Samstag, 24.05.2008, 18:23 (vor 4934 Tagen) @ H. Lamarr

Unschön: Offenbar hat die Uni Wien ihre Presse-Information ohne angemessene Rücksprache mit der betroffenen Forschergruppe herausgegeben, um ihren Ruf unter allen Umständen zu wahren. Dem Vernehmen nach lag der Uni bereits zum Zeitpunkt der Herausgabe eine Erklärung von Dr. Rüdiger zu den Anschuldigungen vor, diese fand jedoch keine Berücksichtigung.

Das ist falsch. Es fanden Untersuchungen statt, und selbstredend hatten die Beteiligten Gelegenheit sich zu äußern. Die beschuldigte technische Assistentin hatte ja auch sofort alles gestanden. Was kann es da noch für Zweifel geben?

Alexander Lerchl

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Klarstellung, Labortechnikerin

Zweifel und Fragen

Doris @, Samstag, 24.05.2008, 18:35 (vor 4934 Tagen) @ Alexander Lerchl

Was kann es da noch für Zweifel geben?


Zweifel oder vor allen Dingen Fragen ergeben sich aus der ganzen Geschichte.

Frau Krachtovil hat die Sache gestanden und sicherlich hat sie auch eine Erklärung für ihr Verhalten abgegeben. Das wäre wirklich sehr interessant.

Es heißt lediglich, die Mitarbeiterin hat sofort ihr Arbeitsverhältnis gekündigt? Und wie geht sowas weiter? Damit ist es sicherlich nicht getan. Gefälschte Studien werden doch sicherlich von der Mobilfunkindustrie nicht so ohne weiteres hingenommen. Man denke an die C-Netz Studie von Dr. Oberfeld, was das für einen Wirbel ausgelöst hat bei den Netzbetreibern, die die Sache vor Gericht brachten. Dieser Fall dürfte doch nicht anders gehandhabt werden?

Komisch ist auch, von den Netzbetreibern hört man bis zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nichts. Bei der Oberfeld Studie kamen die FMK Newsletter umgehend und zu der Sache kam bis jetzt noch gar nichts.

Was wurde denn nun gefälscht?

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.05.2008, 19:03 (vor 4934 Tagen) @ Alexander Lerchl

Die beschuldigte technische Assistentin hatte ja auch sofort alles gestanden. Was kann es da noch für Zweifel geben?

Aus den bisherigen Verlautbarungen geht mMn nicht klar hervor, was denn nun genau die Assistentin überhaupt manipuliert hat:

a) Sie hat den Code der Verblindung geknackt, sagte Rüdiger gegenüber APA. Die Daten seien aber richtig zustandegekommen.

b) Sie hat nicht nur den Code der Verblindung geknackt, sondern zusätzlich Messdaten "fabriziert" anstatt experimentell auszuzählen, sagt der Rektor der Uni Wien.

Da tut sich ein ziemlich großer Widerspruch auf, denn a) sieht eher nach einem formellen Fehler aus, der die Studie nicht so stark beschädigt, während b) auf eine regelrechte Fälschung hindeutet, deren Folgen Sie ja auch in den statistischen Auswertungen der UMTS-Studie gefunden haben wollen. Es deutet also mehr darauf hin, dass b) zutreffend ist.

Allerdings drückt sich sogar der Rektor der Uni Wien in seiner Presse-Information noch sehr vorsichtig aus und spricht (nur) von einem Verdacht, der durch das Geständnis der Assistentin wesentlich erhärtet worden sei.

Nach wie vor völlig unklar ist die Motivation der Assistentin. Warum setzt jemand mit so etwas seine berufliche Laufbahn aufs Spiel? Ich hätte das gerne von ihr selber gewusst, sie ist aber leider telefonisch unerreichbar. Dieser Mangel an Information lässt Gerüchten freien Lauf. Die an Verschwörungstheorien interessierte Szene kann z.B. mühelos den Verdacht äußern, die Industrie habe die Assistentin heimlich engagiert, um nach einer angemessenen Wartezeit den beiden Rüdiger-Studien den Garaus zu machen. Die Sache mit dem Mobilfunk-Justiziar an der Spitze der Wiener Untersuchungskommission gibt diesem (virtuellen) Gerücht auch prompt Nahrung. Und halten Sie diese Überlegung jetzt bitte nicht für puren Unsinn: Wir haben einige Frontleute der Kritiker auf die Affäre hingewiesen - und Antworten bekommen, dass es einem die Schuhe auszieht. Die obige Überlegung ist für bestimmte Kreise nicht nur möglich, sondern jetzt schon real.

[Ergänzende Informationen Reflex-Replikationen - Sammelstrang / REFLEX - Gutachten und Endbericht / OeAWI - Stellungnahme (PDF)]

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Manipulation, Labortechnikerin

Ach Du liebe Zeit

Alexander Lerchl @, Samstag, 24.05.2008, 22:02 (vor 4934 Tagen) @ H. Lamarr

a) Sie hat den Code der Verblindung geknackt, gegenüber APA. Die Daten seien aber richtig zustandegekommen.

Völliger Unsinn, sorry.

b) Sie hat nicht nur den Code der Verblindung geknackt, sondern zusätzlich Messdaten "fabriziert" anstatt experimentell auszuzählen, sagt der Rektor der Uni Wien.

So sieht es aus (Beitrag im Laborjournal "too good to be true")

Da tut sich ein ziemlich großer Widerspruch auf, denn a) sieht eher nach einem formellen Fehler aus, der die Studie nicht so stark beschädigt, während b) auf eine regelrechte Fälschung hindeutet, deren Folgen Sie ja auch in den statistischen Auswertungen der UMTS-Studie gefunden haben wollen. Es deutet also mehr darauf hin, dass b) zutreffend ist.

So ist es (b). Das ist auch kein Widerspruch, sondern eine Fehlinterpretation Ihrerseits. Die Studien sind definitiv (und zudem ziemlich dumm) XXXXXX worden. Punkt. Ich "wollte" auch keine XXXXXX nachweisen, ich habe sie lediglich identifiziert.

[Hinweis Admin vom 21.02.2021: zwei Wörter gelöscht, die Teilnehmer "Alexander Lerchl" im Zusammenhang mit "Reflex" gemäß einem Urteil des OLG Bremen vom Dezember 2020 nicht mehr öffentlich äußern darf]

Allerdings drückt sich sogar der Rektor der Uni Wien in seiner Presse-Information noch sehr vorsichtig aus und spricht (nur) von einem Verdacht, der durch das Geständnis der Assistentin wesentlich erhärtet worden sei.

Er drückt sich alles andere als vorsichtig aus, ich bitte Sie! Er nennt klar Ross und Reiter. Was soll er denn noch sagen?

Nach wie vor völlig unklar ist die Motivation der Assistentin. Warum setzt jemand mit so etwas seine berufliche Laufbahn aufs Spiel? Ich hätte das gerne von ihr selber gewusst, sie ist aber leider telefonisch unerreichbar. Dieser Mangel an Information lässt Gerüchten freien Lauf. Die an Verschwörungstheorien interessierte Szene kann z.B. mühelos den Verdacht äußern, die Industrie habe die Assistentin heimlich engagiert, um nach einer angemessenen Wartezeit den beiden Rüdiger-Studien den Garaus zu machen.

Ach Du liebe Zeit. Jetzt sind wir also wieder bei der Verschwörungsebene. Nicht zu fassen. Wirklich nicht zu fassen! [XXXXXXXXXXX Textpassage gelöscht am 02.06.2015 - Hintergrund XXXXXXXXXXX]. Und jetzt, nach der Aufdeckung des Skandals, das als Undercover-Geschichte zu deklarieren, hat schon was. Ich bin beeindruckt. Irgendwas geht immer. Offensichtlich.

A. Lerchl

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Fehlinterpretation, Arbeitsgruppe Wien, Verblindungscode, Fälschungsverdacht

Ach Du liebe Zeit ▼

KlaKla, Sonntag, 25.05.2008, 11:32 (vor 4934 Tagen) @ Alexander Lerchl

b) Sie hat nicht nur den Code der Verblindung geknackt, sondern zusätzlich Messdaten "fabriziert" anstatt experimentell auszuzählen, sagt der Rektor der Uni Wien.

So sieht es aus (Beitrag im Laborjournal "too good to be true")

Elisabet K. konnte die ihr vorgelegten Proben vor der Auszählung klassifizieren in bestrahlt/nicht bestrahlte Proben. Dadurch ersparte sie sich das Auszählen der Proben und schätze nur noch. Richtig?

Hat Elisabet K. H. Rüdiger bekannt gegeben, dass sie die Proben vor der Auszählung klassifizieren konnte? Und konnte sie dies auch schon mit den Proben der Reflex-Studie? Hat sie auch bei der Reflex-Studien geschätzt statt gezählt? Findet sich gleiche Daten Auffälligkeiten bei der Reflex-Studie?

Momentan so lese ich, spricht man noch vom Verdacht der Fälschung, der sich durch die Aussage der E.K. erhärte. Müssen sich die Verantwortlichen sowie E.K. vor dem Justizgericht für den Tatvorwurf der Fälschung verantworten?

Ach Du liebe Zeit. Jetzt sind wir also wieder bei der Verschwörungsebene. Nicht zu fassen. Wirklich nicht zu fassen! [XXXXXXXXXXX Textpassage gelöscht am 02.06.2015 - Hintergrund XXXXXXXXXXX] Und jetzt, nach der Aufdeckung des Skandals, das als Undercover-Geschichte zu deklarieren, hat schon was. Ich bin beeindruckt. Irgendwas geht immer. Offensichtlich.

Unterschätzen sie mal nicht die Fantasie, die entflammt wenn nicht ausreichende Transparenz vorhanden ist. Immerhin könnten sich die Goldstücke (UMTS- & Reflex-Studie) der Mobilfunk-Kritiker zu einem Gold bemalten Stein entpuppen. Gerade den Geschäftemachern unter den Mobilfunk-Kritikern entziehen sie eins der wenigen auf Fakten basierendes Argument, "Beweis: Erbgutschäden unter HF-Bestrahlung".

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=21417

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Meine Meinungsäußerung

Ingenieurin bereits aus dem Verkehr gezogen?

AnKa, Sonntag, 25.05.2008, 00:18 (vor 4934 Tagen) @ H. Lamarr

Nach wie vor völlig unklar ist die Motivation der Assistentin. Warum setzt jemand mit so etwas seine berufliche Laufbahn aufs Spiel? Ich hätte das gerne von ihr selber gewusst, sie ist aber leider telefonisch unerreichbar.

Das halte ich für verständlich. Wer weiss, was ihr auf der rechtlichen Seite blüht.

Dieser Mangel an Information lässt Gerüchten freien Lauf. Die an Verschwörungstheorien interessierte Szene kann z.B. mühelos den Verdacht äußern, die Industrie habe die Assistentin heimlich engagiert, um nach einer angemessenen Wartezeit den beiden Rüdiger-Studien den Garaus zu machen.

Die Mobilfunkindustrie fälscht also in eine Studie absichtlich Daten hinein, die den Mobilfunk wieder mal alt und krebserregend aussehen lassen. Und dies nur, um danach die Fälschung öffentlich zu machen?

Interessante Theorie. Von hinten durch Brust und Brillengestell ins Auge.

Das würde immerhin erklären, warum Sie die Ingenieurin, die da als Agentin tätig war, nicht mehr telefonisch erreichen. Entweder die Mobilfunkmafia hat ihr bereits einen gefälschten weissrussischen Pass besorgt und sie unbemerkt ausser Landes geschafft, wahrscheinlich in irgendeinen Gulag. Oder die Dame ist inzwischen in einen Wiener Brückenpfeiler einbetoniert worden.

Wie ich die Psycho-Fraktion innerhalb der Mobilfunkkritikerszene kenne, wird wohl bald die zuletzt genannte Version auf Gigaherz & Co. die Runde machen.

Unsinn: Wir haben einige Frontleute der Kritiker auf die Affäre hingewiesen - und Antworten bekommen, dass es einem die Schuhe auszieht. Die obige Überlegung ist für bestimmte Kreise nicht nur möglich, sondern jetzt schon real.

Veröffentlichen! Veröffentlichen!

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UMTS-Studien, REFLEX - alles Schwindel?

AnKa, Samstag, 24.05.2008, 14:48 (vor 4935 Tagen) @ KlaKla

MedUni Wien: Handystudien womöglich gefälscht

"Nach SPIEGEL-Informationen hat eine Labortechnikerin einer Wiener Universität die Daten manipuliert."

Diese Aussage aus dem SPIEGEL erinnerte mich an Teilnehmerin Doris' prophetische Worte:

"Der Beitrag behandelt neben dem eigentlich Thema "Verursacht UMTS DNA-Strangbrüche" auch die Frage, wie korrekt wird bei Studien gearbeitet und ob Wissenschaftler käuflich sind. Wissenschaftler, die nichts finden, sind schnell im Verdacht der Betreiberseite zuzugehören führt Dr. Lerchl an."

Einmal können wir in diesem Fall konstatieren: Spiel, Satz, Sieg für Dr. Lerchl.

UND es macht doch der ganze Vorgang für jedermann deutlich: Die im Volk grassierende Mobilfunkangst ist ein steter Antreiber zur Erzeugung immer wieder neuer Studien. Diese Angst will bedient sein. Es muss ab und zu was rauskommen bei diesen Studien. Sonst schläft das Thema ein, und damit erstirbt der hauptsächliche Antrieb zur Finanzierung immer neuer Studien.

Ansgt - Studien - noch mehr Angst - noch mehr Studien .... da steht dann schon mal eine einzelne Laborantin unter Druck, Ergebnisse zu liefern.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

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Angst, Labortechnikerin

Was wirklich schlimm ist ▼

Alexander Lerchl @, Samstag, 24.05.2008, 18:33 (vor 4934 Tagen) @ AnKa

UND es macht doch der ganze Vorgang für jedermann deutlich: Die im Volk grassierende Mobilfunkangst ist ein steter Antreiber zur Erzeugung immer wieder neuer Studien. Diese Angst will bedient sein. Es muss ab und zu was rauskommen bei diesen Studien. Sonst schläft das Thema ein, und damit erstirbt der hauptsächliche Antrieb zur Finanzierung immer neuer Studien.

Angst - Studien - noch mehr Angst - noch mehr Studien .... da steht dann schon mal eine einzelne Laborantin unter Druck, Ergebnisse zu liefern.

Genau so sehe ich das auch. Und, wie gesagt, man kann aus theoretischen Gründen die Nicht-Existenz eines Effektes nicht beweisen. Woraus die Bevölkerung und die Politiker (die ja gewählt werden möchten;-) ) den Schluss ziehen, es könnte ja was dran sein, selbst wenn zig Studien trotz guter Qualität wieder und wieder nichts finden, was auf eine Gefährdung der Gesundheit hinweisen würde. Dann doch lieber noch ein paar Studien extra.

Was den konkreten Fall so schlimm macht, ist die Tatsache, dass bereits an der 2005er Studie (Mutation Research, 1800 MHz GSM) schriftlich starke Zweifel angemeldet wurden (Leserbrief), und zwar genau wegen der so verdächtig hohen Übereinstimmung der Werte. Trotzdem wurde weitergemacht als wäre nichts geschehen. Weder die anderen Autoren noch die Gutachter oder die Zeitschrift haben die Daten mit der angebrachten Vorsicht betrachtet. Das ist das, was mich wirklich fassungslos macht.

Alexander Lerchl

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=21419

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Die Achse Wien - Berlin

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.05.2008, 19:26 (vor 4934 Tagen) @ Alexander Lerchl

bereits an der 2005er Studie (Mutation Research, 1800 MHz GSM) schriftlich starke Zweifel angemeldet wurden (Leserbrief), und zwar genau wegen der so verdächtig hohen Übereinstimmung der Werte.

Ja, aber: Am HF-Teil von Reflex (2005) waren zwei unabhängige Labore beteiligt, nämlich nicht nur Rüdiger in Wien, sondern auch Tauber in Berlin. Das wirft jetzt die Frage auf, wo denn die Proben der Berliner Gruppe ausgezählt wurden - etwa in Wien von besagter Assistentin oder in Berlin? Reflex war für mich wegen dieser Replikation innerhalb des Reflex-Teams so etwas wie der Mercedes unter den Studien - im Sinne von: am Resultat ist was dran. Wenn es jetzt aber tatsächlich so ist, dass diese Replikation nicht vollständig war (Auszählung der Berliner Proben in Wien, warum auch immer), dann - ja dann habe ich ein Argument weniger. Sollte die Replikation dagegen doch vollständig gewesen sein, dann - ja dann gilt Reflex für mich weiterhin viel, denn es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass in beiden Gruppen gleichzeitig gemogelt wurde.

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Wurde bei REFLEX auch gemogelt?

Doris @, Sonntag, 25.05.2008, 23:16 (vor 4933 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Doris, Montag, 26.05.2008, 00:33

Ja, aber: Am HF-Teil von Reflex (2005) waren zwei unabhängige Labore beteiligt, nämlich nicht nur Rüdiger in Wien, sondern auch Tauber in Berlin. Das wirft jetzt die Frage auf, wo denn die Proben der Berliner Gruppe ausgezählt wurden - etwa in Wien von besagter Assistentin oder in Berlin?

Ok, ich kann Ihnen keine Fakten, sondern nur eine Vermutung liefern

Bei den Studien im EMF Portal sind m.E. offensichtlich immer alle Namen genannt, die an den Studien in irgendeiner Weise mitgewirkt haben. So ja auch Frau Elisabeth K., ehemals Diem, die als CTA für die Auszählung zuständig war.
In der Tauber Studie - und wenn ich jetzt nicht auf dem falschen Dampfer bin, müsste es diese Studie sein, sind ja wirklich viele Namen genannt, aber Elisabeth K. bzw. damals noch Diem ist nicht dabei.

Sollte die Replikation dagegen doch vollständig gewesen sein, dann - ja dann gilt Reflex für mich weiterhin viel, denn es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass in beiden Gruppen gleichzeitig gemogelt wurde.

Dies hier müsste ja dann die andere Arbeit der REFLEX Studie aus dem Wiener Labor sein.
Prof. Lerchl verweist in diesem Strang hier bereits auf eine damals geäußerte und offensichtlich nicht weiter beachtete Kritik an dieser Wiener Studie. Bereits in diesem Beitrag hier, habe ich ein wenig was zu der damaligen Kritik gefunden. Es war Frau Dr. Vijayalaxmi, die Kritik an den damaligen Wiener Ergebnissen geübt hat. Und über den Inhalt habe ich mittlerweile doch einiges gefunden.

Nachtrag: Rüdiger/Elisabeth K. und Pilger reagierten zwar auf die Kritik, aber da habe ich nichts gefunden.

Prof. Lerchl zeigt sich fassungslos, dass trotz Kritik weitergemacht wurde

Was den konkreten Fall so schlimm macht, ist die Tatsache, dass bereits an der 2005er Studie (Mutation Research, 1800 MHz GSM) schriftlich starke Zweifel angemeldet wurden (Leserbrief), und zwar genau wegen der so verdächtig hohen Übereinstimmung der Werte. Trotzdem wurde weitergemacht als wäre nichts geschehen. Weder die anderen Autoren noch die Gutachter oder die Zeitschrift haben die Daten mit der angebrachten Vorsicht betrachtet. Das ist das, was mich wirklich fassungslos macht.

Ich frage mich eigentlich, warum werden derartige Kritiken wie damals von Dr. Vijayalaxmi tatsächlich nicht in der Weise berücksichtigt, wie dies bei offensichtlich doch ernstzunehmenden Ergegbnissen hätte getan werden müssen. Es sind doch gerade wichtige Studienergebnisse, die als Grundlage für wichtige Entscheidungen herangezogen werden. Ich habe den Eindruck, hier kann jeder tun was er will, ohne dafür rechtlich belangt zu werden (Frau Elisabeth K. räumt Fälschung ein, kündigt ihr Arbeitsverhältnis und was nun?) Auch nach den ganzen Diskussionen hier der letzten Tagen habe ich den Eindruck, dass Forschungen offensichtlich nicht die Bedeutung haben, die sie doch eigentlich haben müssten. Kann es sein, dass jetzt erst, wo die Ergebnisse von Rüdiger/Prof. A. brisanter werden, da sich der Verdacht verdichtet, dass jetzt etwas mehr Aufregung in die ganze Geschichte kommt.

Und hat Dr. Lerchl deshalb den Gang in die Öffentlichkeit über verschiedene Foren (wobei seine ursprüngliche Forenauswahl nicht den Erfolg brachte, den er sich wohl erhoffte ;-) ) angetreten, damit seine Kritik nicht genauso unbeachtet bleiben wird, wie die damals von Dr. Vijayalaxmi?

Und nach wie vor frage ich mich, weshalb haben die Österreichischen Netzbetreiber damals auf die Veröffentlichung der C-Netz Studie durch Dr. Oberfeld so schnell und heftig reagiert und zu den angefochteten UMTS (REFLEX??) Ergebnissen gibt es bis heute noch keine Meldung. Eine Genschädigung durch ein Handy am Ohr wäre doch in Anbetracht der Verbreitung, vor allen Dingen auch bei Kindern, doch wesentlich dramatischer zu beurteilen als eine KRebserkrankung die evtl. in einem Zusammenhang mit einem Sender stehen würde, wo doch wesentlich mehr andere Confounder noch mit reinspielen könnten. Auf die Oberfeld Veröffentlichung zeigten sich die Netzbetreiber derart empört über ein verantwortungsloses Schüren von Ängsten und bei evtl. DNA Brüchen durch Handy Intensitäten werden lediglich ein paar Medien aktiv und mit ihnen die üblichen wildgewordenen Kommentarschreiberlinge der Befürworterseite.

Versteht das einer? Ich nicht :no:

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Vijayalaxmi, Rüdiger, Laborantin, Gutachter, Sittenbild

Fragenkatalog für Prof. Hugo Rüdiger

H. Lamarr @, München, Montag, 26.05.2008, 00:26 (vor 4933 Tagen) @ Doris

Versteht das einer? Ich nicht :no:

Also ich glaube das kann ein Außenstehender noch gar nicht verstehen, weil uns dazu momentan zu wenig Informationen aus erster Hand zur Verfügung stehen. Wenn Sie konkrete Fragen an Hugo Rüdiger haben, schreiben Sie mir diese oder stellen Sie diese hier ins Forum ein. Im zweiten Anlauf hat der E-Mail-Kontakt nämlich geklappt und Rüdiger schrieb zurück, selbstverständlich würde er alle unsere Fragen beantworten. Auf den Vorschlag ins Forum zu kommen, ist er allerdings nicht eingegangen.

Vielleicht das noch: Die Presse ist mit voreiligen Bewertungen schnell zur Stelle, wie Sie an anderer Stelle hier im Stang gezeigt haben. Die Veröffentlichung einer Gegendarstellung wiegt einen so entstandenen Schaden längst nicht auf. Nehmen wir mal an, dass Rüdiger recht behält und die Ingenieurin zwar geschummelt hat, die Kernaussagen der beiden Studien davon aber nicht betroffen sind, dann bleiben im Gedächtnis der Leute dennoch die Schlagzeilen haften: Entwarnung - brisante Handystudien waren gefälscht. Bei so einem "Spiel" mit den Medien gewinnt immer der, der Aufschlag hat, in diesem Fall also Alexander Lerchl - egal was da noch an Gegenwehr kommt. Mit gewinnen meine ich die Prägung der öffentlichen Meinung. Lerchl hat da was konsequent durchgezogen und sogar Warnschüsse abgesetzt. Rüdiger & Prof. A. haben ihn, glaub' ich, unterschätzt, er ist eben nicht wie Vijayalaxmi, die nur innerhalb des Elfenbeinturms Alarm geschlagen hat.

Der Fragenkatalog soll Montag-Abend an Rüdiger rausgehen.

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Vijayalaxmi, Rüdiger, Gegendarstellung

Kernaussagen - welche Kernaussagen???

Alexander Lerchl @, Montag, 26.05.2008, 09:04 (vor 4933 Tagen) @ H. Lamarr

Nehmen wir mal an, dass Rüdiger recht behält und die Ingenieurin zwar geschummelt hat, die Kernaussagen der beiden Studien davon aber nicht betroffen sind, dann bleiben im Gedächtnis der Leute dennoch die Schlagzeilen haften: Entwarnung - brisante Handystudien waren gefälscht.

(Fettdruck von mir)

Entschuldigung, was meinen Sie denn mit Kernaussagen, die von der Schummelei nicht betroffen seien? Da die Daten gefälscht bzw. sogar frei erfunden wurden, was die betroffene Mitarbeiterin frank und frei zugegeben hat, gibt es keine Kernaussagen mehr, sondern höchstens eine Kernschmelze.

Alexander Lerchl

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Kernaussagen - welche Kernaussagen???

AnKa, Montag, 26.05.2008, 09:16 (vor 4933 Tagen) @ Alexander Lerchl

gibt es keine Kernaussagen mehr, sondern höchstens eine Kernschmelze.

(Metaphern sind was Schönes, nicht?)

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1 x Kernaussage

H. Lamarr @, München, Montag, 26.05.2008, 13:20 (vor 4933 Tagen) @ Alexander Lerchl

Entschuldigung, was meinen Sie denn mit Kernaussagen, die von der Schummelei nicht betroffen seien?

Ich meine diese Kernaussage: Bei Befeldung deutlich unterhalb der geltenden Grenzwerte konnten in Zellkulturen DNS-Schäden (Doppelstrangbrüche) nachgewiesen werden.

Und warum kann es nicht sein, dass die Assistentin nicht alle Daten der Studien verfälscht hat? Dann kommt es doch stark darauf an, welche Gewichtung den verfälschten Daten beigemessen wird. Beispiel: Nehmen wir mal an, Sie verdienen so schlecht, dass Sie keine Einkommensteuer zahlen müssen. In der Steuererklärung nennen Sie treu und brav alle Einnahmen und relevanten Ausgaben. Und Spendenquittungen reichen Sie gewohnheitsmäßig auch mit ein, obwohl dies völlig unnötig ist, weil Sie ja sowieso keine EK-Steuer zu zahlen haben, der steuermindernde Effekt der Spenden also wirkungslos verpufft. Auf ähnliche Weise könnte doch auch die Schummelei der Studiendaten zwar faktisch real, für die Gesamtwirkung jedoch mehr oder weniger belanglos sein.

Es ist wirklich ein Jammer, dass ich hier mit Ihnen diskutiere, sozusagen als Ersatzspieler. Viel lieber wäre es mir, die AG Rüdiger würde sich der Diskussion annehmen. Dann kämen Fakten aus erster Hand auf den Tisch und ich müsste hier nicht so herumeiern ...

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DNA-Strangbrüche, Zellen

Spiegel-Artikel

Alexander Lerchl @, Montag, 26.05.2008, 17:30 (vor 4933 Tagen) @ H. Lamarr

http://handy.t-online.de/c/15/14/09/32/15140932.html

Falls Sie den Artikel von heute noch nicht kennen.

Viele Grüße,

Alexander Lerchl

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Spiegel

Spiegel-Artikel tendenziös ?

KlaKla, Montag, 26.05.2008, 19:34 (vor 4932 Tagen) @ Alexander Lerchl
bearbeitet von KlaKla, Montag, 26.05.2008, 20:07

http://handy.t-online.de/c/15/14/09/32/15140932.html

Falls Sie den Artikel von heute noch nicht kennen.

Viele Grüße,
Alexander Lerchl


Wie man der Stellungnahme von Dr. Rüdiger aus dem hese-Forum entnehmen kann, konnte die beschuldigte Technische Assistentin seit 2006 erkennen, welche der beiden Kammern der Hochfrequenzexpo­sitionsanlage im Labor jeweils das elektromagnetische Feld getragen habe und wel­che als unbelastete Kontrolle fungierte. Somit wäre die Darstellung vom Spiegel-online nicht korrekt. Dem Leser wird suggeriert, sie habe davon schon Kenntnis gehabt, als sie an der Reflex-Studie gearbeitet hat.

Ich gehe mal davon aus, dass sie mit Spiegel-online gesprochen haben. Es macht auf mich den Anschein, dass man das Fehlverhalten der Technischen Assitentin heranziehen um damit auch die Ergebnisse der Reflex-Studie zu stürzen ohne tatsächlich Beweise dafür zu haben. Ganz nach der Devise, hängen bleibt immer ein bisschen was. Interessant ist, dass der Spiegel-online keine Stellungnahme von Dr. H. Rüdiger hat und man beachte, wer den Artikel verfasst hat, Manfred Dworschak.

Was soll man nun von Ihnen und Spiegel-online halten?

Und das in der Kommission ein Jurist der auch bei einem Unternehmen der Mobilfunkindustrie beschäftigt ist, stellt doch keine unabhängige Kommission mehr da. Interessenkonflikte können entstehen daher ist so was normalerweise nicht zulässig. Würden sie eine ihrer Arbeiten zurück ziehen wenn man mit ihnen so verfährt, ich denke nein.

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Meine Meinungsäußerung

Spiegel und Manfred Dworschak ▼

Doris @, Montag, 26.05.2008, 22:55 (vor 4932 Tagen) @ KlaKla

Ich gehe mal davon aus, dass sie mit Spiegel-online gesprochen haben. Es macht auf mich den Anschein, dass man das Fehlverhalten der Technischen Assitentin heranziehen um damit auch die Ergebnisse der Reflex-Studie zu stürzen ohne tatsächlich Beweise dafür zu haben. Ganz nach der Devise, hängen bleibt immer ein bisschen was. Interessant ist, dass der Spiegel-online keine Stellungnahme von Dr. H. Rüdiger hat und man beachte, wer den Artikel verfasst hat, Manfred Dworschak.

Was soll man nun von Ihnen und Spiegel-online halten?

Nach meinem Empfinden ist es für eine doch ernstzunehmende Sache alles andere als klug, dass ausgerechnet Manfred Dworschak sich erneut in seiner ihm eigenen Art mit dem Thema Mobilfunk beschäftigt hat. Der Name Dworschak ist in der Kritikerszene mittlerweile so bekannt und steht ganz sicherlich nicht für sachliche und seriöse Berichterstattung zu diesem Thema und deshalb wird wohl der Großteil der Kritiker spätestens jetzt nur müde abwinken und der Sache keine weitere Bedeutung mehr beimessen. Und Rüdiger/Prof. A. wird wie Dr. Oberfeld als Opfer der Mobilfunkindustrie in die Kritikergeschichte eingehen.
Schon der Auftakt im Laborjournal durch Siegfried Bär war gekennzeichnet durch das Kratzen an der Seriösität von Dr. Prof. A., indem sehr ausführlich dessen Tabakvergangenheit aufgezeigt wurde. Nachdem nun auch noch ein Kontakt zwischen Manfred Dworschak und Prof. Lerchl zu erkennen ist, bekommt das Ganze einen etwas muffigen Beigeschmack. Ich finde das eigentlich sehr schade, denn ich denke, Prof. Lerchl muss sich seiner Sache sehr sicher sein und belastbare Fakten liefern, wenn er sein Duell in der Öffentlichkeit führt. Durch derartige Medienbegleitung schadet er seinem doch hoffentlich seriösen und ehrlichen Anliegen.
Nun kann man zwar sagen, es ist doch egal, was ein paar verrückte Mobilfunkkritiker davon halten. Nur darf nicht vergessen werden, es war Prof. Lerchl selber, der genau diesen Weg durch die Kritikerforen gewählt hat und da sollte man mit den dortigen Spielregeln vertraut sein. Mit "Spiegel" und ausgerechnet mit Manfred Dworschak hat er sich keinen Gefallen getan.

Das schreibt der Spiegel Artikel übrigens zu
"Handystrahlung"
Das Wort sorgt zuweilen für Beunruhigung, vor allem unter Physik-Unkundigen. Mobiltelefone (und die zugehörigen Sendemasten) bauen hochfrequente gepulste elektromagnetische Felder auf. In Deutschland werden in GSM-Handynetzen Frequenzen um 900 und 1800 Megahertz verwendet. Mobiltelefonie ist nicht die einzige Technologie, die solche Felder erzeugt. Auch beispielsweise schnurlose (DECT-)Telefone tun das.

Über mögliche gesundheitliche Folgen der Mobilfunktechnik wird unter Laien viel gestritten. Tausende wissenschaftliche Studien beschäftigen sich damit - bislang ohne einen Beleg für eine Schadwirkung liefern zu können. Hinlänglich bekannt ist jedoch, dass Handys für eine leichte Erwärmung von wenigen Grad Celsius am Kopf sorgen können. Unter Insidern ist dies auch als "Wollmützeneffekt" bekannt.

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=21473

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, Oberfeld, Rüdiger, Ex-Tabaklobbyist, Dworschak

Diffamierung von Manfred Dworschak

AnKa, Dienstag, 27.05.2008, 00:24 (vor 4932 Tagen) @ Doris

Nach meinem Empfinden ist es für eine doch ernstzunehmende Sache alles andere als klug, dass ausgerechnet Manfred Dworschak sich erneut in seiner ihm eigenen Art mit dem Thema Mobilfunk beschäftigt hat. Der Name Dworschak ist in der Kritikerszene mittlerweile so bekannt und steht ganz sicherlich nicht für sachliche und seriöse Berichterstattung zu diesem Thema und deshalb wird wohl der Großteil der Kritiker spätestens jetzt nur müde abwinken und der Sache keine weitere Bedeutung mehr beimessen.

Manfred Dworschak hat einen lesefreundlichen und deswegen unterhaltsamen, durchaus sachgerechten Artikel zum zweifelhaft-wirren Wirken der exaltierten Panikmacherin Cornelia Waldmann-Selsam geschrieben; Titel: "Der Hamster ist Zeuge".

Das hat ihm bleibenden Hass in einem großen Teil der Mobilfunkgegner-Gemeinde eingebracht.

Dass der Name des Autors "in der Kritikerszene mittlerweile so bekannt" ist, kann man positiv werten: Was der Mann geschrieben hat, das hat gesessen. Wo die Berichterstattung Dworschaks unsachlich gewesen sein soll, teilt Doris hier nicht mit. Dass ausgerechnet die überdrehte Mobilfunkgegnerszene mit ihren psychotisch anmutenden Behauptungen von den Mobilfunktoten und Strahlenopfern die objektive Seite darstellen soll, Dworschaks Berichterstattung zu kritisieren, mutet wie ein schlechter Witz an.

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Diffamierung von Manfred Dworschak

H. Lamarr @, München, Dienstag, 27.05.2008, 00:52 (vor 4932 Tagen) @ AnKa

Manfred Dworschak hat einen lesefreundlichen und deswegen unterhaltsamen, durchaus sachgerechten Artikel zum zweifelhaft-wirren Wirken der exaltierten Panikmacherin Cornelia Waldmann-Selsam geschrieben ....

Mag ja alles sein, Anka, aber diesmal hat der Dworschak nicht gut recherchiert, schon im ersten Absatz fliegt er aus der Kurve, weil er dort unterstellt, dass Reflex getürkt wurde. Und genau das hat Rüdiger in seiner jüngsten Stellungnahme bei hese schon sehr glaubhaft widerlegt. Ich habe sowieso den Eindruck, dass der Angriff von Lerchl indirekt auf Reflex zielt, weil das Ding noch immer der Burgfried der Kritiker ist.

Wenn Sie mich fragen, wollte Dworschak mit seinem Artikel gar nicht neutral informieren, sondern nur der "Kompetenzinitiative" eins überbraten, aus purer Rache, weil die ihn und seinen ehemaligen Chef wegen der Hamster-Geschichte so gnadenlos mit ellenlangen Folterbriefen gequält haben. Da wäre aber wohl jeder auf dem Zahnfleisch dahergekommen, denn der Gegner ist ein Literaturprofessor, der für sein Leben gerne schreibt. Vielleicht haut er jetzt schon wieder in die Tasten: armer Dworschak :-D.

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Diffamierung von Manfred Dworschak

AnKa, Dienstag, 27.05.2008, 01:14 (vor 4932 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn Sie mich fragen, wollte Dworschak mit seinem Artikel gar nicht neutral informieren, sondern nur der "Kompetenzinitiative" eins überbraten, weil die ihn und seinen ehemaligen Chef wegen der Hamster-Geschichte so gnadenlos mit ellenlangen Folterbriefen gequält haben.

Wenn ich mich in den Herrn Dworschak versuche reinzuversetzen, sage ich: das hat den nicht gequält, sondern amüsiert.

Wenn Sie sich übrigens mal seinen Artikel durchlesen, könnte Ihnen auffallen, dass er ein aufmerksamer Leser des hiesigen Forums sein könnte.

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Das jüngste Ger(ü)cht

H. Lamarr @, München, Dienstag, 27.05.2008, 13:08 (vor 4932 Tagen) @ AnKa

Wenn Sie sich übrigens mal seinen Artikel durchlesen, könnte Ihnen auffallen, dass er ein aufmerksamer Leser des hiesigen Forums sein könnte.

Nee, das will mir nicht auffallen. Wenn einer wie Manfred Dworschak hier mitlesen täte, müsste er - um nicht zu zerplatzen - posten. So wie Sie das machen. Übrigens: Erwähnten Sie nicht mal in Ihren Anfangstagen hier, Sie seien Journalist? ;-)

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Das jüngste Ger(ü)cht

Doris @, Dienstag, 27.05.2008, 15:00 (vor 4932 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn Sie sich übrigens mal seinen Artikel durchlesen, könnte Ihnen auffallen, dass er ein aufmerksamer Leser des hiesigen Forums sein könnte.

Nee, das will mir nicht auffallen.

Da bin ich ja beruhigt, mir ist beim Lesen des Artikels diesbezüglich auch nichts aufgefallen..

Wenn einer wie Manfred Dworschak hier mitlesen täte, müsste er - um nicht zu zerplatzen - posten. So wie Sie das machen. Übrigens: Erwähnten Sie nicht mal in Ihren Anfangstagen hier, Sie seien Journalist? ;-)

Sie meinen....:surprised: ....
aktiver Teilnehmer ist er ja.....
gehört schon zum Stammpersonal
.... und eigentlich wäre es doch fast langweilig ohne ihn (und diese Aussage von mir !)
Also dieses Gerücht hat was..

Aber ich denke, es ist nur ein Gerücht, es gibt etwas ganz Spezielles auf das ich achte und das deutet auf keine Verbindung der beiden hin :-)

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Gerücht

Das jüngste Ger(ü)cht

AnKa, Mittwoch, 28.05.2008, 08:10 (vor 4931 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn Sie sich übrigens mal seinen Artikel durchlesen, könnte Ihnen auffallen, dass er ein aufmerksamer Leser des hiesigen Forums sein könnte.

Nee, das will mir nicht auffallen. Wenn einer wie Manfred Dworschak hier mitlesen täte, müsste er - um nicht zu zerplatzen - posten.

Das sehen Sie sehr falsch. Unter Journalisten sind Forennutzer eine sehr kleine Minderheit.

Jedoch dürfte klar sein, daß man sich in Ihrem Forum sehr gut auf dem aktuellen Stand der Dinge halten kann, wie gerade eben am Fall "UMTS-Studien" live mitzuverfolgen. Falls Sie das nicht bereits selbst bemerkt haben. Was glauben Sie, warum Ihr Forum von der Extremen-Fraktion so peinlich genau beobachtet (und diffamiert) wird?

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Diffamierung von Manfred Dworschak

Doris @, Dienstag, 27.05.2008, 01:06 (vor 4932 Tagen) @ AnKa

Wo die Berichterstattung Dworschaks unsachlich gewesen sein soll, teilt Doris hier nicht mit.

Ich habe es Ihnen überlassen, Ihre Sicht der Berichterstattung durch Herrn Dworschak darzulegen, ;-)

Manfred Dworschak hat einen lesefreundlichen und deswegen unterhaltsamen, durchaus sachgerechten Artikel zum zweifelhaft-wirren Wirken der exaltierten Panikmacherin Cornelia Waldmann-Selsam geschrieben; Titel: "Der Hamster ist Zeuge".

Erinnert sehr stark an Ihren Lieblingsbeitrag "Erzeugen von Angst als Methode", der Auftakt zu Ihrer Teilnahme hier in diesem mobilfunkkritischen Forum, das Sie seitdem mit sehr viel Engagement mitgestalten. Und ein Teil Ihrer Beiträge sind durchaus recht amüsant.

Ich persönlich empfinde den Spiegel Beitrag nach wie vor als polemisch und auch in gewisser Weise hinterhältig. Frau Dr. Waldmann-Selsam ist wohl naiverweise dem Irrtum aufgesessen, dass sie hier ernstgenommen wird und wahrscheinlich hat ihr der Journalist dies auch zumindest während der Vorbereitung zu diesem Beitrag vermittelt. Vielleicht finden Sie das toll, ich nicht und das obwohl ich nicht zur

überdrehten Mobilfunkgegnerszene mit ihren psychotisch anmutenden Behauptungen von den Mobilfunktoten und Strahlenopfern

gehöre.

Sie bemängeln, dass ich nicht mitgeteilt habe, wo die Berichterstattung von Herrn Dworschak unsachlich war, dafür verweise ich Sie auf eine fachmännische Stellungnahme über Sachlichkeit bzw. Unsachlichkeit einer Berichterstattung, unabhängig, ob man sich bei dem Inhalt vor Vergnügen auf die Schenkel klopft.

Diffamierung von Manfred Dworschak

AnKa, Dienstag, 27.05.2008, 01:28 (vor 4932 Tagen) @ Doris

Erinnert sehr stark an Ihren Lieblingsbeitrag "Erzeugen von Angst als Methode", der Auftakt zu Ihrer Teilnahme hier in diesem mobilfunkkritischen Forum, das Sie seitdem mit sehr viel Engagement mitgestalten.

Das ist nur die halbe Wahrheit, so ist zu vermuten. Eigentlich inspirierend ist wohl dieser Artikel gewesen.

Frau Dr. Waldmann-Selsam ist wohl naiverweise dem Irrtum aufgesessen, dass sie hier ernstgenommen wird und wahrscheinlich hat ihr der Journalist dies auch zumindest während der Vorbereitung zu diesem Beitrag vermittelt. Vielleicht finden Sie das toll, ich nicht und das obwohl ich nicht zur überdrehten Mobilfunkgegnerszene mit ihren psychotisch anmutenden Behauptungen von den Mobilfunktoten und Strahlenopfern gehöre.

Manchmal müssen Journalisten täuschen, um an Informationen zu kommen. Das halte ich für legitim. Frau Waldmann-Selsam wäre wohl nicht so auskunftsfreudig gewesen, wenn sie vermutet hätte, es werde ein kritischer Artikel über ihr Wirken geschrieben. Das heisst, eigentlich hätte sie es ja vermuten müssen. Aber Glaube verblendet.

Sie bemängeln, dass ich nicht mitgeteilt habe, wo die Berichterstattung von Herrn Dworschak unsachlich war, dafür verweise ich Sie auf eine fachmännische Stellungnahme über Sachlichkeit bzw. Unsachlichkeit einer Berichterstattung, unabhängig, ob man sich bei dem Inhalt vor Vergnügen auf die Schenkel klopft.

Der Beitrag Dworschaks ist nicht als Bericht, sondern als Hintergrundbericht einzuordnen. Er ist namentlich gekennzeichnet. Die Forderung, daß der Mann ausschließlich sogenannt "objektive" Berichte zu schreiben hätte (wobei, was "objektiv" ist, ausgerechnet eine Gruppe fundamentalistischer Mobilfunkgegner bestimmen will), ist anmaßend und entspringt totalitärem Denken. Ob es überhaupt Objektivität (scharf abgrenzbar zur Subjektivität) gibt bzw. geben kann, ist übrigens strittig.

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Diffamierung von Manfred Dworschak

Thomas, Dienstag, 27.05.2008, 02:19 (vor 4932 Tagen) @ AnKa
bearbeitet von Thomas, Dienstag, 27.05.2008, 03:39

... . Ob es überhaupt Objektivität (scharf abgrenzbar zur Subjektivität) gibt bzw. geben kann, ist übrigens strittig.


Wohl wahr, wohl wahr,

aus dieser Sicht dann aber ableitend zu postulieren, gegebene Grenzwerte

der "Mobilfunk-Strahlung" , oder allgenmeiner einer EMF-Problematik, seien sicher,

ist dann mindestens ebenso strittig!

Und nun ... ?

Vielleicht doch mal die Arbeiten Dr. Warnkes ernster nehmen, denn da stehen einige "den gordischen Knoten" auflösende Antworten drin. :yes:

Diese Antworten erschließen sich aber nur in einem Zusammenhang und nicht, wenn Sie (wie hier) keinen Zusammenhang mehr herstellen konnten
und mir daraus (dann) Zitate andichten, die ich garnicht herstellte.

Comprende!!

Diffamierung von Manfred Dworschak

AnKa, Dienstag, 27.05.2008, 09:08 (vor 4932 Tagen) @ Thomas

... . Ob es überhaupt Objektivität (scharf abgrenzbar zur Subjektivität) gibt bzw. geben kann, ist übrigens strittig.

aus dieser Sicht dann aber ableitend zu postulieren, gegebene Grenzwerte der "Mobilfunk-Strahlung" , oder allgenmeiner einer EMF-Problematik, seien sicher, ist dann mindestens ebenso strittig!

Niemand kann behaupten, Grenzwerte böten absolute Sicherheit. Man kann die völlige Unschädlichkeit einer Technik wie überhaupt irgendeines Vorganges nicht beweisen. Was ab dieser Erkenntnis greift und anwendbar ist, sind Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen. Bei Mobilfunksendemasten ist es sehr unwahrscheinlich, dass deren Minimalstrahlung irgendjemanden schädigt. Es ist noch niemand aufgetaucht, der dies zweifelsfrei bewiesen hätte.

Vielleicht doch mal die Arbeiten Dr. Warnkes ernster nehmen, denn da stehen einige "den gordischen Knoten" auflösende Antworten drin. Diese Antworten erschließen sich aber nur in einem Zusammenhang und nicht, wenn Sie (wie hier) keinen Zusammenhang mehr herstellen konnten und mir daraus (dann) Zitate andichten, die ich garnicht herstellte.

Bein Ihnen, ehrlich gesagt, weiss ich nicht, ob das Antworten überhaupt lohnt. Sie zitieren, aber wollen nicht zitiert haben. Sie verweisen stolz auf Ihren Warnke, was allerdings keinen Ersatz für irgendeinen Inhalt darstellt. Es gibt bestenfalls in Ihrem Kopf den "gordischen Knoten", den Sie komischerweise in unser Gespräch transferieren, ohne daß Sie dessen Wesen überhaupt beschreiben. So hat man es schwer, Ihren Assoziationen zu folgen. Sie diskutieren mit Ihren eigenen Gespenstern, nicht mit einem wirklichen Gegenüber.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Differenzierung von AnKa

Thomas, Mittwoch, 28.05.2008, 01:08 (vor 4931 Tagen) @ AnKa

Oh je, also nochmal, - aber nur weil Sie es sind. :-)

Diese Antworten erschließen sich aber nur in einem Zusammenhang und nicht, wenn Sie (wie hier) keinen Zusammenhang mehr herstellen konnten
und mir daraus (dann) Zitate andichten, die ich garnicht herstellte.

Wenn Sia ab hier (Foreninterner link) lesen ergibt sich aus dem Zusammenhang eine erkennbare und korrekte Antwort meinerseits,
Sie aber zerpflücken diesen Zusammenhang und beziehen sich dann auf Ihren, dann frei erdichteten Zusammenhang,
und weichen dann auch noch aus auf Ihre umgedeutete Interpretation "meiner" Anführungszeichen.

Jetzt Comprende? :yes: :no:

Denn das muß reichen als Erklärung, wenn nicht, schick´ ich meinen Papagei vorbei, der ist besser drauf im stetig gleichen wiederholen,
unabhängich davon, ob´s stimmt oder nicht, er erkennt halt keine anderen Zusammenhänge.

Diffamierung von Manfred Dworschak

Thomas, Dienstag, 27.05.2008, 01:47 (vor 4932 Tagen) @ Doris

Hallo Doris, Sie verblüffen mich erneut mit Ihren (zu)treffenden Antworten,
- Hut ab und weiter so!

Mit freundlichem Gruß, Thomas

P.S. Bei diesem "Turbo-Tempo" hier im Forum komme ich manchmal nur noch so grade mit! :yes:

Wo bleibt A. Lerchl

KlaKla, Dienstag, 27.05.2008, 15:29 (vor 4932 Tagen) @ Doris

Der Name Dworschak ist in der Kritikerszene mittlerweile so bekannt und steht ganz sicherlich nicht für sachliche und...

Dworschak ist eine Sache, und Dr. A. Lerchl eine andere. Hier im Forum hat er Andeutungen gemacht aber auf viele Fragen die er hätte beantworten können so sehe ich es, nicht geantwortet. Wenn Dworschak ähnlich gut bedient wurde mit Informationen wie hier das Forum wundert mich sein Artikel wenig.

Dr. A. Lerchl könnte Klarheit schaffen, nur wo bleibt er nach dem sich die Sachlage verändert hat.

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Meine Meinungsäußerung

Hugo Rüdiger: 12 Fragen & Antworten

H. Lamarr @, München, Dienstag, 27.05.2008, 10:03 (vor 4932 Tagen) @ H. Lamarr

Im zweiten Anlauf hat der E-Mail-Kontakt nämlich geklappt und Rüdiger schrieb zurück, selbstverständlich würde er alle unsere Fragen beantworten.

Unseren Fragenkatalog haben wir heute früh, Dienstag 27. Mai 2008 um 2:00 an Prof. Rüdiger abgeschickt, gut sieben Stunden später trafen bereits um 9:20 die Antworten ein.

Frage 1) Welche Kritikpunkte seitens Prof. Lerchl sind aus Ihrer Sicht jetzt überhaupt noch gerechtfertigt?

Es gibt 2 Punkte, die aber für die Validität der Daten und für die Schlußfolgerungen unerheblich sind:

1. Die Zeilensummen in Tab. 1 des UMTS papers ergeben nicht überall genau 500. Das hängt mit der Auswertetechnik zusammen und ist für das Ergebnis praktisch unerheblich.

2. Einige Daten wurden nicht wie im Manuskript geschrieben in Dreifachbestimmung, sondern sogar in Vierfachbestimmung erhoben.


Frage 2) Wie ist der aktuelle Stand in Bezug auf die Forderungen der Med. Universität, Wien, hat der Rektor eingelenkt?

Bisher nicht, aber ich habe heute wieder ein Gespräch in der Uni. Dabei wird es hoffentlich auch um die unzutreffenden und teilweise herabsetzenden Äußerungen in der Presseerklärung des Rektors gehen, sowie um die wirklich unglaubliche Tatsache, daß die dreiköpfige Prüfungskommission unter dem Vorsitz eines Juristen der Telekom zu ihren Empfehlungen gekommen ist.


Frage 3) Wie stehen Sie zu folgender Äußerung von Prof. Lerchl: "Was den konkreten Fall so schlimm macht, ist die Tatsache, dass bereits an der 2005er Studie (Mutation Research, 1800 MHz GSM) schriftlich starke Zweifel angemeldet wurden (Leserbrief), und zwar genau wegen der so verdächtig hohen Übereinstimmung der Werte. Trotzdem wurde weitergemacht als wäre nichts geschehen. Weder die anderen Autoren noch die Gutachter oder die Zeitschrift haben die Daten mit der angebrachten Vorsicht betrachtet."

Zu dem angeführten Leserbrief von Vijayalaxmi et al, gibt es eine Antwort, welche die dort geäußerten Zweifel entkräftet. Diese Antwort wurde von Mutation Research zusammen mit dem genannten Leserbrief abgedruckt.


Frage 4) Wie stehen Sie zu folgender Äußerung von Prof. Lerchl (bezieht sich auf die jüngere Studie, siehe auch: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=21429): "Die jeweiligen Mittelwerte und Standardabweichungen wurden aus 12 und nicht, wie in der Publikation angegeben, aus 3 Einzeldaten berechnet. Die Angaben und die statistische Analyse in der Publikation sind also allein aus diesem Grund ganz sicher falsch."

Das stimmt so nicht.


Frage 5) Gibt es neue Erkenntnisse über die Motivation der Laborantin, die Verblindung aufzudecken und 2008 sogar Daten zu fälschen?

Sie selber gibt vor der Kommission dafür kein plausibles Motiv an - warum auch immer.


Frage 6) Gehe ich recht in der Annahme, dass die Datenfälschungen der Laborantin im April 2008 nichts mit den beiden Mobilfunk-Studien zu tun haben?

Ja, bei den Fälschungen, die im April 2008 und nicht mehr unter meiner Verantwortung erfolgt sind, handelt es sich um Experimente zum Einfluß von Sauerstoffradikalen auf gentoxische Parameter.


Frage 7) Drohen der Laborantin möglicherweise zivil- und strafrechtliche Konsequenzen?

Das kann ich nicht beurteilen.


Frage 8) Sind die Proben, die die Laborantin auszuwerten hatte, in irgendeiner Weise archiviert worden, so dass nachträglich geprüft werden kann, ob es zu einer Manipulation gekommen ist?

Hoffentlich. Immerhin sind aber alle Rohdaten im Labor vorhanden. Sie wurden aber von der Kommission gar nicht angeschaut.


Frage 9) Was wäre aus Ihrer Sicht jetzt notwendig, um den Konflikt im Rahmen wissenschaftlicher Gepflogenheiten "sauber" auszutragen?

Es wäre bereits ein großer Fortschritt, wenn eine neue unabhängige Prüfungskommission eingesetzt würde, und wenn seitens der Universität keine unzutreffenden Informationen verbreitet würden.


Frage 10) Sehen Sie einen Weg, die positiven Bescheide der prüfenden Statistiker zu veröffentlichen, denen zufolge aus Ihren Statistiken nicht zwangsläufig auf eine unkorrekte Datenerhebung zu schließen wäre?

Das statistische Gutachten habe ich nur lesen können, ich habe aber selber keine Kopie erhalten. Ein schriftlicher Prüfungsbericht der Kommission liegt mir ebenfalls nicht vor (gibt es den überhaupt?), und ich bin von der Kommission bisher auch nicht gehört worden.


Frage 11) Wie geht es Ihnen? Steht Ihre ehemalige AG zu Ihnen?

Es war immer üblich, daß alle beteiligten Mitarbeiter auch auf den Publikationen stehen. Das würden sie ja nicht gewollt haben, wenn die Zweifel an den Daten gehabt hätten.


Frage 12) Wären Sie bereit, eine Podiumsdiskussion mit Prof. Lerchl zu führen?

Für faire Diskussionen bin ich als Wissenschaftler immer zu haben.

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Anfrage, Vijayalaxmi, Analyse, Rüdiger, Laborantin

Rolle der Mobilfunk-Industrie

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.05.2008, 15:00 (vor 4935 Tagen) @ KlaKla

Hier ist nachzulesen, dass womöglich ein in Diensten der Mobilfunk-Industrie stehendes Kommissionsmitglied der Uni Wien den Verdacht der Fälschung von Studiendaten mit Nachdruck ins Licht der Öffentlichkeit gezogen hat.

Die ungewöhnlich offensive Vorgehensweise der Uni Wien in dieser Affäre beruht auf der Empfehlung einer Expertenkommission, die den Verdachtsmomenten gegen die Rüdiger-Gruppe nachgegangen ist. Der Vorsitzende dieser Kommission soll nun eben in Diensten der Mobilfunk-Industrie stehen. Das ändert zwar nichts daran, dass es offensichtlich erhebliche Mängel an den beanstandeten Studien gibt, es zeigt jedoch, dass versucht wird, aus der Affäre möglichst viel Kapital zu schlagen, Kapital im Sinne einer ultimativen Entwarnung in der breiten Öffentlichkeit. Auch dies ist nicht zu beanstanden, Kritiker spielen dieses Spiel mindestens ebenso gerne, doch fällt auf, dass der ganze Rummel in Gang gesetzt wurde, ohne dass die Hauptpersonen Rüdiger und Prof. A. in den Medien zu Wort gekommen sind. Offensichtlich können beide Seiten - Kritiker und Industrie - der Versuchung nicht widerstehen, sofort die großen Geschütze aufzufahren anstatt erst Pro und Kontra einzusammeln und sorgsam abzuwägen. Für mich heißt das: Bevor die beiden nicht ihre Erklärungen abgegeben haben, ist der Vorfall nur eine Affäre und kein Skandal.

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Stellungnahme Dr. Rüdiger

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.05.2008, 16:12 (vor 4935 Tagen) @ H. Lamarr

Die Wiener Zeitung schreibt u.a.:

Rüdiger verwehrte sich gegen die Vorwürfe, dass die Studien gefälscht seien. "Es ist unglaublich, ich bin fassungslos", so der Wissenschafter gegenüber der APA. Er räumte ein, dass es bei der 2008 veröffentlichten Studie - "aber nur bei dieser" - insofern Probleme gegeben habe, als die sogenannte "Verblindung" nicht mehr gegeben war. Die besagte Mitarbeiterin habe 2006 den Code geknackt, mit denen die Proben aus Objektivitätsgründen für die Experimentatoren verschlüsselt waren.

Obwohl das nichts daran ändere, dass die Daten "richtig zustandegekommen" sind, habe er, Rüdiger, sich gegenüber Schütz ursprünglich bereit erklärt, die Publikation zurückziehen zu lassen oder mit einem entsprechenden "erratum" zu versehen. Dieses Einverständnis habe er zurückgezogen, "als ich erfuhr, dass der Leiter der Kommission für die Begutachtung ein Jurist der Mobilfunk-Industrie ist".

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Rüdiger, Mobilfunk-Industrie, Verblindung, Labortechnikerin, Erratum

was sagt die "besagte Mitarbeiterin"?

Doris @, Samstag, 24.05.2008, 16:24 (vor 4935 Tagen) @ H. Lamarr

Rüdiger verwehrte sich gegen die Vorwürfe, dass die Studien gefälscht seien. "Es ist unglaublich, ich bin fassungslos", so der Wissenschafter gegenüber der APA. Er räumte ein, dass es bei der 2008 veröffentlichten Studie - "aber nur bei dieser" - insofern Probleme gegeben habe, als die sogenannte "Verblindung" nicht mehr gegeben war. Die besagte Mitarbeiterin habe 2006 den Code geknackt, mit denen die Proben aus Objektivitätsgründen für die Experimentatoren verschlüsselt waren.

Obwohl das nichts daran ändere, dass die Daten "richtig zustandegekommen" sind, habe er, Rüdiger, sich gegenüber Schütz ursprünglich bereit erklärt, die Publikation zurückziehen zu lassen oder mit einem entsprechenden "erratum" zu versehen. Dieses Einverständnis habe er zurückgezogen, "als ich erfuhr, dass der Leiter der Kommission für die Begutachtung ein Jurist der Mobilfunk-Industrie ist".

Derartige Aussagen liefern lediglich Futter für Verschwörungstheoretiker und klären die Sache nicht wirklich. Es stellt sich allerdings zu Recht die Frage, warum es ein Jurist der Mobilfunkindustrie sein muss, der diese Kommission leitet. Aber interessanter wäre doch auf jeden Fall, wenn sich die besagte Mitarbeiterin, die, "die Tat gestanden" hat, sich zu der ganzen Geschichte äußern würde.

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Verschwörungstheoretiker

Sissi

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.05.2008, 17:20 (vor 4935 Tagen) @ Doris

Aber interessanter wäre doch auf jeden Fall, wenn sich die besagte Mitarbeiterin, die, "die Tat gestanden" hat, sich zu der ganzen Geschichte äußern würde.

Den Namen der Mitarbeiterin, eine Ingenieurin, nennt dieser Blog hier.

Ich habe versucht, Frau Kratochvil in Wien anzurufen, es kommt aber leider nur die Ansage der Telefongesellschaft, dass der Anschluss nicht verfügbar sei. Sie hat also anscheinend die Nase voll und den Hörer ausgehängt ...

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Anfrage, Laborantin

Sissi (II)

H. Lamarr @, München, Freitag, 30.05.2008, 12:36 (vor 4929 Tagen) @ H. Lamarr

Im hinteren Teil dieses PDFs sind über Frau K. ein paar Lebenslaufdaten zu erfahren. Passt alles nicht so recht ins Bild, sie scheint bislang ein engagiertes und völlig unbescholtenes Mitglied der Gesellschaft gewesen zu sein. Sie ist sogar in einem Philisterchargenkabinett vertreten (@Anka: Schlagobers), was immer das auch sein mag.

Telefonisch ist sie nach wie vor unerreichbar - auch am Handy.

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Sissi (III)

AnKa, Freitag, 30.05.2008, 13:49 (vor 4929 Tagen) @ H. Lamarr

Passt alles nicht so recht ins Bild, sie scheint bislang ein engagiertes und völlig unbescholtenes Mitglied der Gesellschaft gewesen zu sein.

Dies passt dann gar excellent ins Bild, wenn man in Betracht zieht, daß auch ihre "Gesellschaft" Wiener Wissenschaftlichkeit Gegenstand der Untersuchung sein müsste.

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Philisterchargenkabinett

Doris @, Freitag, 30.05.2008, 22:20 (vor 4928 Tagen) @ H. Lamarr

Sie ist sogar in einem Philisterchargenkabinett vertreten (@Anka: Schlagobers), was immer das auch sein mag.

Was österreichisches, derartige Studentenvereinigungen gibt es in Deutschland auch
was religiöses......
was philosophisches?
etwas für Studenten

Die Grundlagen dieser Vereinigungen sind Religio, Patria, Scientia und Amicitia
Durch bestimmte Farben (Couleurstudenten, couleurstudentische Traditionen) bezeugen sie ihre Zugehörigheit zu einer bestimmten Vereinigung.

Da dies eine Welt ist, die mir persönlich fremd ist, wirkt es auf mich irgendwie skurill. Aber ich habe den Eindruck, dass die eine sehr große Verbundenheit untereinander haben und eine Zugehörigkeit zu so einer Vereinigung schließt m.E. eine Vereinsamung und Isolierung eines Menschen aus, da die untereinander Werte und Traditionen pflegen, die in der heutigen Zeit immer mehr verkümmern.

Philisterchargenkabinett ▼

AnKa, Samstag, 31.05.2008, 19:55 (vor 4927 Tagen) @ Doris

Die Grundlagen dieser Vereinigungen sind ...

Na, ja. Wie man es nimmt. Studentische Verbindungen in Österreich sind besonders konservativ. Ihre Mitglieder eint das Versprechen, lebenslang füreinander einzustehen. Diese Leute befördern und bevorzugen im späteren Berufsleben einander, was zur Folge hat, dass mitunter nicht der (fachlich) Beste in eine Position kommt, sondern der mit den besten Verbindungen. Es geht also ums Vitamin B. Drumherum gibt es viel Brimborium ("Farben" tragen, usw.). Mitglieder solcher Gruppen sorgen zuallererst füreinander. Deswegen würde ich große Sorge haben, wenn die sich in meiner Firma breitmachen würden. Dann bestimmt nicht mehr das Streben nach bestmöglicher Effizienz, sondern heimliche Vetternwirtschaft die Regeln.

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=21641

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Stellungnahme (II) Dr. Rüdiger

H. Lamarr @, München, Dienstag, 27.05.2008, 00:21 (vor 4932 Tagen) @ H. Lamarr

Im hese-Forum stellt Hugo Rüdiger am 26. Mai 2008 einige Dinge klar und beantwortet damit schon viele Fragen. Die Affäre stellt sich jetzt in einem ganz anderen Licht als bisher dar. Ich habe aus dem Text von Rüdiger folgendes herausgelesen:

- Reflex (GSM-Studie, 2005) ist von den Vorwürfen nicht betroffen weil a) die Assistentin seinerzeit nicht manipuliert hat und b) die Resultate von unabhängigen Laboren bestätigt wurden.

- Es kam weder 2005 bei der Reflex- noch später (2008) bei der UMTS-Studie zu einer Fälschung und zu keinem Fabrizieren von Daten.

- Lediglich die UMTS-Studie ist in Mitleidenschaft gezogen, weil die Assistentin beim Auswerten der Proben wusste, welche befeldet wurde und welche nicht. Sie hatte dazu den Code der Verblindung geknackt. Aber auch hier hat keine Manipulation der Daten stattgefunden.

- Die Statistiken der Studien geben nach Auskunft von Statistikern keinen zwingenden Grund, anzunehmen, dass die Daten nicht korrekt erhoben wurden.

- Im April 2008 hat die Assistentin tatsächlich Daten gefälscht, dieser Vorfall hat mit der Reflex- und UMTS-Studie jedoch nichts zu tun.

- Die Motive der Assistentin sind nicht bekannt.

- Das Vorgehen der Uni-Wien gegenüber Rüdiger ist fragwürdig, weil die Assistentin an acht Studien mitgewirkt hat, der Rektor jedoch nur fordert, die beiden Mobilfunk-Studien zurückzuziehen. Er beruft sich dabei auf die Empfehlung einer dreiköpfigen Untersuchungskommission, der ein Jurist der Mobilfunkindustrie vorstand.

Nach dieser erhellenden Erwiderung von Rüdiger stellt sich (mir) der Sachverhalt schon merklich anders dar. Spiel, Satz, Sieg für Dr. Lerchl, wie Teilnehmer Anka noch am 24. Mai orakelte, sehe ich jetzt nicht mehr. Außerdem zeigt Rüdiger sich selbstbewusst, ohne Anzeichen einer Kernschmelze. Offenbar hat er sich jetzt gefangen und ist imstande, substanzielle Gegenargumente auf den Tisch zu legen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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UMTS-Studie, Rüdiger, Arbeitsgruppe Wien, Laborantin, Fälschungsverdacht, Laborbuch

Verblindung light

AnKa, Dienstag, 27.05.2008, 00:27 (vor 4932 Tagen) @ H. Lamarr

Sie hatte dazu den Code der Verblindung geknackt. Aber auch hier hat keine Manipulation der Daten stattgefunden.

Ach so.

Na, dann.

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Verblindung light

H. Lamarr @, München, Dienstag, 27.05.2008, 00:34 (vor 4932 Tagen) @ AnKa

Sie hatte dazu den Code der Verblindung geknackt. Aber auch hier hat keine Manipulation der Daten stattgefunden.


Ach so.

Na, dann.

Nicht vergessen, Anka: Im Zweifel für den Angeklagten. Gilt, glaub' ich, noch immer.

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Stellungnahme (II) Dr. Rüdiger

Thomas, Dienstag, 27.05.2008, 00:59 (vor 4932 Tagen) @ H. Lamarr

- Es kam weder 2005 bei der Reflex- noch später (2008) bei der UMTS-Studie zu einer Fälschung und zu keinem Fabrizieren von Daten.

- - -

- Im April 2008 hat die Assistentin tatsächlich Daten gefälscht, dieser Vorfall hat mit der Reflex- und UMTS-Studie jedoch nichts zu tun.


Hallo spatenpauli,

wegen der zeitlichen Nähe von April 2008 zur ebenfalls 2008 veröffentlichen UMTS-Studie,
kennen Sie da genaueres an welcher Arbeit (Studie?) die Daten (absichtlich auffallend?) gefälscht wurden?

Sonst bleibt ja wohl noch schneller hängen, - was, wie, - 2008, wurden da nicht Daten einer UMTS-Studie von einer Assistentin gefälscht?

Schöner wäre es deshalb, wenn man sagen könnte: "Nein, es waren Daten einer .... -Arbeit (Studie?)

Gruß Thomas

2 Paar Stiefel: UMTS-Studie & Datenfälschung 2008

H. Lamarr @, München, Dienstag, 27.05.2008, 12:59 (vor 4932 Tagen) @ Thomas

... wegen der zeitlichen Nähe von April 2008 zur ebenfalls 2008 veröffentlichen UMTS-Studie, kennen Sie da genaueres an welcher Arbeit (Studie?) die Daten (absichtlich auffallend?) gefälscht wurden?

Ja, das klingt ein bisschen verwirrend, beides hat aber nichts miteinander zu tun. Die UMTS-Studie wurde zwar erst Anfang 2008 wissenschaftlich publiziert, zu diesem Zeitpunkt war sie jedoch längst fertig. Gemacht wurde sie 2006/2007. Prof. A. hat hierzulande erstmals Anfang Oktober 2007 über die UMTS-Studie berichtet (Vortragsreihe an der Offenen Universität Gelsenkirchen), das war diese Geschichte, wo der-mast-muss-weg sich beihnahe überschlagen hat. Die int. Erstveröffentlichung fand anlässlich der EBEA 2007 statt.

Dass im April 2008 dann die Laborantin an der Uni Wien tatsächlich Daten gefälscht hat, hat mit der UMTS-Studie überhaupt nichts zu tun (siehe hier, Frage 6), das sind zwei Paar Stiefel.

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Fälschung, UMTS-Studie, Wien, Laborantin, Offene Akademie

2 Paar Stiefel: UMTS-Studie & Datenfälschung 2008

Doris @, Dienstag, 27.05.2008, 15:32 (vor 4932 Tagen) @ H. Lamarr

Dass im April 2008 dann die Laborantin an der Uni Wien tatsächlich Daten gefälscht hat, hat mit der UMTS-Studie überhaupt nichts zu tun (siehe hier, Frage 6), das sind zwei Paar Stiefel.

Nochmals ganz langsam zum Mitschreiben.
Sie - bzw. eigentlich Prof. Rüdiger - wollen damit sagen, dass die UMTS Studie, deren Korrekheit von Prof. Lerchl öffentlich angezweifelt wird, zwar ein paar Ungereimtheiten aufweist, die auch bestätigt werden, aber dass Frau K. die "Handystudien" absichtlich gefälscht hat, wie es durch sämtliche Medien geistert, ist schlichtweg eine Falschmeldung?

Frau K. hat zwar nach eigener Aussage Daten manipuliert, aber definitiv nicht bei den beiden Handystudien (REFLEX und UMTS), sondern bei einer anderen Arbeit, die nichts mit Mobilfunk zu tun hat?

Nein, nicht wahr... das habe ich doch wohl falsch verstanden?

Und was wollte uns Prof. Lerchl denn hier dann sagen?

Und zu Frage 3 aus Dr. Rüdigers Antworten. Seine Erwiderung auf die Kritik ist zwar zwar schon in Mutation Research abgedruckt, aber offensichtlich kann man den nur gegen Bezahlung lesen und bei meiner Recherche fand ich zwar im FGF Infoline 2/2005 damals die Kritik von Vijayalaxmi, aber eben nicht die Antwort von Dr. Rüdiger, die diese Zweifel laut seinen Worten entkräfteten.

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Vijayalaxmi, Laborantin

2 Paar Stiefel: UMTS-Studie & Datenfälschung 2008

H. Lamarr @, München, Dienstag, 27.05.2008, 23:02 (vor 4931 Tagen) @ Doris

Nochmals ganz langsam zum Mitschreiben.
Sie - bzw. eigentlich Prof. Rüdiger - wollen damit sagen, dass die UMTS Studie, deren Korrekheit von Prof. Lerchl öffentlich angezweifelt wird, zwar ein paar Ungereimtheiten aufweist, die auch bestätigt werden, aber dass Frau K. die "Handystudien" absichtlich gefälscht hat, wie es durch sämtliche Medien geistert, ist schlichtweg eine Falschmeldung?

Genau so isses!

Frau K. hat zwar nach eigener Aussage Daten manipuliert, aber definitiv nicht bei den beiden Handystudien (REFLEX und UMTS), sondern bei einer anderen Arbeit, die nichts mit Mobilfunk zu tun hat?

Genau so isses! Wobei noch anzumerken ist: Aus wissenschaftlicher Sicht ist es schon ein dicker Lapsus, wenn lediglich die Verblindung bei der Auszählung der Proben nicht gewährleistet war. Die Laborantin mag dann ohne Betrugsabsicht ordentlich gezählt haben, weil sie aber wusste, welche Probe bestrahlt war und welche nicht, ist nicht auszuschließen, dass sie unbewusst beim Zählen ihre Erwartungshaltung mit eingebracht hat. Damit hat die Studie wissenschaftlich Schlagseite. Und das dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, dass Rüdiger ursprünglich bereit war, die UMTS-Studie zurückzuziehen (was er jetzt aus Verärgerung gegenüber der Uni nicht mehr ist). Reflex ist laut Rüdiger von alledem nicht betroffen, weil bei Reflex die Verblindung noch intakt war .

Nein, nicht wahr... das habe ich doch wohl falsch verstanden?

Doch, Sie haben das genau richtig verstanden. So stellt sich der Sachverhalt momentan anhand der Informationen von Rüdiger dar.

Und was wollte uns Prof. Lerchl denn hier dann sagen?

In erster Näherung wohl das Gegenteil. Die Diskrepanz liegt aller Voraussicht nach in der völlig unterschiedlichen Gewichtung einzelner Streitaspekte durch die Streitparteien. Da die direkte Kommunikation untereinander offenbar nicht ganz so einfach ist und zudem nur stockend verläuft, die Kommunikation aber der Schlüssel zur Streitbeilegung ist, wird die Kontroverse uns wohl noch ein paar Wochen Adrenalinschübe bescheren.

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2 Paar Stiefel - oder: Des Kaisers neue Kleider...

AnKa, Mittwoch, 28.05.2008, 08:27 (vor 4931 Tagen) @ H. Lamarr

Reflex ist laut Rüdiger von alledem nicht betroffen, weil bei Reflex
die Verblindung noch intakt war .

REFLEX ist schon seit langem in anderer Hinsicht betroffen. Die Studienergebnisse waren trotz Abstimmungsarbeit mit den ursprünglichen Studienherstellern (- Rüdiger -) nicht reproduzierbar.

Mittlerweile liegt auch zu diesem Komplex eine Publikation zum Versuch vor, die Ergebnisse unabhängig zu reproduzieren, in diesem Fall von der Arbeitsgruppe Speit, Ulm [6]. Es wurden keine genschädigenden Effekte gefunden. Weder die im REFLEX-Programm beobachteten DNA-Strangbrüche (nachgewiesen im COMET-Assay) noch das Auftreten von Mikrokernen konnte bestätigt werden. Diese Arbeit ist auch deshalb relevant, weil die Kooperation zwischen den Arbeitsgruppen aus Wien und Ulm sehr eng war. Die Arbeitsgruppe von Prof. Speit war seinerzeit gebeten worden, einige in Wien gefertigte Mikrokern-Präparate überprüfend auszuwerten, was gelegentlich als "unabhängige Reproduktion" der REFLEX-Ergebnisse fehlinterpretiert worden war.

Von der Ulmer Arbeitsgruppe wurde das freundlicherweise von der Arbeitsgruppe Rüdiger zur Verfügung gestellte Zellsystem (ES-1-Zellen) verwendet, die Exposition wurde in einer Expositionsanlage der IT´IS Foundation durchgeführt, wie sie auch die Wiener Gruppe eingesetzt hatte. Um technische Probleme entweder der Wiener oder der Ulmer Expositionsanlage auszuschließen, fand eine technische Überprüfung der Anlagen statt. Im Verlauf der Zusammenarbeit wurden Mitarbeiter ausgetauscht und Proben parallel ausgewertet. Hierbei wurde auch überprüft, ob das unterschiedliche Vorgehen bei der Analyse der COMET Assays (Einordnung "per Auge" in Schadensklassen bzw. computergestützte Auswertung) einen Einfluss auf die Ergebnisse hatte, was aber offenbar nicht der Fall war. Ohnehin hätte dies die unterschiedlichen Ergebnisse bei den Mikrokernen nicht erklärt.

Da stimmt etwas Grundsätzliches nicht, wenn REFLEX trotz solcher grundlegende Zweifel nahelegender Erkenntnisse immer noch verteidigt wird, als gelte es, einen alten, ausgepowerten Klepper wieder und wieder ins Rennen zu schicken. Des Kaisers neue Kleider....

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Comet-Assay, Ulm, DNA-Strangbrüche, Speit, Mikrokern

Ping-Pong

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 28.05.2008, 11:40 (vor 4931 Tagen) @ AnKa

REFLEX ist schon seit langem in anderer Hinsicht betroffen. Die Studienergebnisse waren trotz Abstimmungsarbeit mit den ursprünglichen Studienherstellern (- Rüdiger -) nicht reproduzierbar.

Das war der Ping. Und hier der Pong: Laut Franz Prof. A. konnte Prof. Speit deswegen nicht erfolgreich replizieren, weil er das falsche Signal verwendete.

Dass Reflex widerspruchsfrei ist, behauptet ja auch keiner. Ihr Link zur BfS-Stellungnahme gegenüber Reflex zeigt die Angriffspunkte der Studie ja klar und deutlich. Meiner Einschätzung nach wird momentan aber etwas anderes diskutiert, nämlich nicht Reflex (2005), sondern die UMTS-Studie (2008) und deren Mängel. Nur durch Rückwärtsinterpolation ist jetzt auch Reflex in die Schusslinie geraten, obwohl die aktuelle Diskussion dies gar nicht hergibt, da die offenbar gar nicht schweigsame Laborantin klar benannt hat, ab wann Sie was getürkt hat. Und da ist Reflex eben nicht dabei. Das heißt: Der Wissensstand bezüglich Reflex hat sich kein bisschen verändert - dennoch wird jetzt auch diese Studie pauschal in die Verdächtigungen einbezogen. Das erinnert an eine Generalabrechnung, bei der auch alte Leichen ausgegraben werden. Das könnte zur Folge haben, dass nun eine Leichengräberstimmung einsetzt, und im Gegenzug ebenfalls gegraben wird. Da lässt sich mit Sicherheit was finden. Aug' um Aug', Zahn um Zahn. Weiterbringen wird uns dieses Ping-Pong mMn aber auf Dauer nicht.

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Wann war was?

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 28.05.2008, 17:00 (vor 4931 Tagen) @ H. Lamarr

Dass Reflex widerspruchsfrei ist, behauptet ja auch keiner. Ihr Link zur BfS-Stellungnahme gegenüber Reflex zeigt die Angriffspunkte der Studie ja klar und deutlich. Meiner Einschätzung nach wird momentan aber etwas anderes diskutiert, nämlich nicht Reflex (2005), sondern die UMTS-Studie (2008) und deren Mängel. Nur durch Rückwärtsinterpolation ist jetzt auch Reflex in die Schusslinie geraten, obwohl die aktuelle Diskussion dies gar nicht hergibt, da die offenbar gar nicht schweigsame Laborantin klar benannt hat, ab wann Sie was getürkt hat. Und da ist Reflex eben nicht dabei. Das heißt: Der Wissensstand bezüglich Reflex hat sich kein bisschen verändert - dennoch wird jetzt auch diese Studie pauschal in die Verdächtigungen einbezogen....

Zunächst zur Klarstellung (siehe auch hier): Bereits im Juli 2007 habe ich die Medizinische Universität Wien über die Verdachtsmomente bzgl. der REFLEX-Studie von 2005 (Mutation Research, GSM 1800) hingewiesen. Aufgrund der Neubesetzung der Kommission tagte sie erst im Februar 2008 zum ersten Mal zu dieser Publikation und holte statistische Gutachten ein. Es ist also nachweislich falsch, wenn behauptet wird, die Universität hätte die Verdachtsmomente als "wenig ernstzunehmend angese­hen". Am 7. April 2008 habe ich die Universität dann über den zweiten Fall informiert (Int Arch Occup Environ Health, UMTS), nachdem meine Kommentare zur Veröffentlichung angenommen worden waren.

Zur Gültigkeit der übrigen Studien, bei denen die Technische Assistentin und Co-Autorin beteiligt war (siehe Liste; der Name der Autorin Kratochvil war früher Diem): natürlich ist es nicht nur legitim, sondern zwingend geboten, sich alle Studien und Veröffentlichungen anzusehen, deren Daten durch die Hände dieser Mitarbeiterin gegangen sind. Dass Herr Rüdiger behauptet, die Mitarbeiterin hätte nur für April 2008 eingestanden, Daten gefälscht zu haben, ist bestimmt nicht geeignet, die Untersuchung aller REFLEX-Studien aus Wien zu verhindern.

Schwarz C, Kratochvil E, Pilger A, Kuster N, Prof. A. F, Rüdiger HW.
Radiofrequency electromagnetic fields (UMTS, 1,950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes.
Int Arch Occup Environ Health. 2008 May;81(6):755-67. Epub 2008 Feb 16.

Ivancsits S, Pilger A, Diem E, Jahn O, Rüdiger HW.
Cell type-specific genotoxic effects of intermittent extremely low-frequency electromagnetic fields.
Mutat Res. 2005 Jun 6;583(2):184-8.

Diem E, Schwarz C, Prof. A. F, Jahn O, Rüdiger H.
Non-thermal DNA breakage by mobile-phone radiation (1800 MHz) in human fibroblasts and in transformed GFSH-R17 rat granulosa cells in vitro.
Mutat Res. 2005 Jun 6;583(2):178-83.

Ivancsits S, Diem E, Jahn O, Rüdiger HW.
Age-related effects on induction of DNA strand breaks by intermittent exposure to electromagnetic fields.
Mech Ageing Dev. 2003 Jul;124(7):847-50.

Ivancsits S, Diem E, Jahn O, Rüdiger HW.
Intermittent extremely low frequency electromagnetic fields cause DNA damage in a dose-dependent way.
Int Arch Occup Environ Health. 2003 Jul;76(6):431-6. Epub 2003 Jun 12.

Ivancsits S, Diem E, Pilger A, Rüdiger HW, Jahn O.
Induction of DNA strand breaks by intermittent exposure to extremely-low-frequency electromagnetic fields in human diploid fibroblasts.
Mutat Res. 2002 Aug 26;519(1-2):1-13.

Alexander Lerchl

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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UMTS-Studie, Reflex, Wissenschaftliches Fehlverhalten, MUW, Arbeitsgruppe Wien, Laborantin, Verblindungscode, Diem, IAOEH, Laborbuch, Pilger

Pressemitteilung Prof. A.

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 28.05.2008, 17:41 (vor 4931 Tagen) @ Alexander Lerchl

eben erschienen:

PRESSEMITTEILUNG

REFLEX-Studie* von den Vorgängen an der Universität Wien nicht betroffen

Der Rektor der Medizinischen Universität Wien hat die Autoren einer 2005 in der Fachzeitschrift Mutation Research publizierten Arbeit (Diem et al. 2005) aufgefordert, diese zurückzunehmen, da die Ergebnisse, die aus der Abteilung für Arbeitsmedizin der Universität Wien stammen, gefälscht sein könnten. Belege für diese Annahme sind nicht vorgelegt worden. Statt dessen verweist er auf das Fehlverhalten einer an der bestreffenden Untersuchung beteiligten Laborantin, das entsprechend dem gegenwärtigen Kenntnisstand auf den Zeitraum nach 2006 beschränkt ist.

Anmerkung von mir: ja, was denn nun: nur April 2008 oder ab 2006? Können sich Herr Prof. A. und Herr Rüdiger nicht einigen??

Die Ergebnisse, die in dieser Publikation mitgeteilt werden, wurden von 2002 bis 2004, also einige Jahre vor 2006, im Rahmen des REFLEX-Projektes erarbeitet. Sie sprechen dafür, dass die Mobilfunkstrahlung in isolierten menschlichen Zellen Genschäden auslösen kann. Diese Beobachtung wurde in der Zwischenzeit in zwei anderen unabhängigen Laboratorien weitgehend bestätigt und steht darüber hinaus in Einklang mit den Ergebnissen zahlreicher weiterer Untersuchungen, die mit anderen Methoden durchgeführt wurden.

Als Koordinator des REFLEX-Projektes und Mitautor habe ich dem Rektor der Medizinischen Universität Wien mitgeteilt, dass ich mich aus den oben genannten Gründen gegenwärtig nicht in der Lage sehe, seiner Aufforderung nachzukommen. Die Publikation in Mutation Research, von deren Richtigkeit ich immer noch überzeugt bin, ohne triftigen Grund zurückzuziehen, entspricht nicht meiner Auffassung von der Verantwortung eines Wissenschaftlers gegenüber der Öffentlichkeit.

Prof. Dr. med. Franz Prof. A.
Koordinator des REFLEX-Projektes

Alexander Lerchl

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Reflex-Koordinator, MUW, Diem, Mutation Research, DNA-Strangbrüche

Reflexsche Datumsprobleme

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 28.05.2008, 19:16 (vor 4930 Tagen) @ Alexander Lerchl

eben erschienen:

PRESSEMITTEILUNG

Wo haben Sie die denn aufgetrieben? Google-News weiß davon noch nichts.

Anmerkung von mir: ja, was denn nun: nur April 2008 oder ab 2006? Können sich Herr Prof. A. und Herr Rüdiger nicht einigen??

Reflex hat sich von Anfang an mit Datumsproblemen herumschlagen müssen. Es gab mal eine Zeit, da war die Cordis-Datenbank über Beginn und Ende der Studie derart falsch informiert, dass sich der Manipulationsvorwurf tatsächlich so gerade noch auch auf Reflex hätte ausdehnen lassen - wenn Reflex erst Mitte 2006 beendet worden wäre - was aber nicht zutreffend ist.

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Mal ein Vorteil

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 28.05.2008, 21:37 (vor 4930 Tagen) @ H. Lamarr

PRESSEMITTEILUNG

Wo haben Sie die denn aufgetrieben? Google-News weiß davon noch nichts.


Das ist der Vorteil, wenn man mit offenem Visier antritt; dann ist man im Verteiler (zumindest manchmal :-) )

Reflex hat sich von Anfang an mit Datumsproblemen herumschlagen müssen. Es gab mal eine Zeit, da war die Cordis-Datenbank über Beginn und Ende der Studie derart falsch informiert, dass sich der Manipulationsvorwurf tatsächlich so gerade noch auch auf Reflex hätte ausdehnen lassen - wenn Reflex erst Mitte 2006 beendet worden wäre - was aber nicht zutreffend ist.

Interessanter Link, vielen Dank. Was es alles gibt:-| . Wenn Sie sagen "was aber nicht zutreffend ist" klingt das ziemlich apodiktisch. Sie übernehmen Inhalte von Pressemitteilungen offenbar als Tatsachen (nicht zum ersten Mal) und übersehen dabei die Interessenlage derjenigen, denen nicht daran gelegen ist, den heiligen Gral REFLEX zu beflecken. Das hat nicht nur Gründe, die in der Vergangenheit, sondern auch solche, die in der Zukunft liegen (siehe Aktuelles und so weiter).

Alexander Lerchl

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Mal ein Vorteil

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 28.05.2008, 23:53 (vor 4930 Tagen) @ Alexander Lerchl

Interessanter Link, vielen Dank. Was es alles gibt:-| . Wenn Sie sagen "was aber nicht zutreffend ist" klingt das ziemlich apodiktisch.

Kunststück! Wenn Reflex 2004 abgeschlossen wurde und Rüdiger 2005 publizierte, dann ist es doch trivial, die Behauptung zurückzuweisen, Reflex wäre 2006 beendet worden. Ich weiß wirklich nicht, was daran apodiktisch sein soll, hier sprechen leicht nachprüfbare Fakten und keine Vermutungen.

Sie übernehmen Inhalte von Pressemitteilungen offenbar als Tatsachen (nicht zum ersten Mal) und übersehen dabei die Interessenlage derjenigen, denen nicht daran gelegen ist, den heiligen Gral REFLEX zu beflecken.

Gut, dass Sie "offenbar" geschrieben haben. Wie kommen Sie nur zu dieser Einschätzung? Nachvollziehen kann ich diese nicht. Ist für mich aber nicht weiter schlimm, mir ist es ohnehin lieber, unter- als überschätzt zu werden.

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Prof. A., Rüdiger und das Arbeitsklima

AnKa, Donnerstag, 29.05.2008, 00:22 (vor 4930 Tagen) @ Alexander Lerchl

Sie übernehmen Inhalte von Pressemitteilungen offenbar als Tatsachen (nicht zum ersten Mal) und übersehen dabei die Interessenlage derjenigen, denen nicht daran gelegen ist, den heiligen Gral REFLEX zu beflecken. Das hat nicht nur Gründe, die in der Vergangenheit, sondern auch solche, die in der Zukunft liegen (siehe Aktuelles und so weiter).

Gottseidank sehen das auch andere so kritisch und bleiben am Ball:

Auf Lerchls Insistieren hin wurde die Wiener Universität tätig. Nun harrt noch die unrühmliche Rolle der Professoren Prof. A. und Rüdiger einer Klärung. "Das werden wir als Nächstes untersuchen", sagt Wolfgang Schütz (Rektor der medizinischen Universität Wien; AnKa).

Dem Rektor ist die menschliche Dimension solcher Dramen nicht fremd: "Das ist ganz typisch für wissenschaftliche Betrugsdelikte", sagt Schütz. "Nicht selten steckt dahinter eine junge Mitarbeiterin, die sich mit ihrem Chef sehr gut stellen will."

Tja. Der Erwartungsdruck. Er hat viele Quellen. Ich will hier jetzt mal nicht darüber spekulieren, ob Prof. A. und Rüdiger angenehme Chefs sind. Und im Zweifelsfall steckt halt, zumal im Österreich des grassierenden Untertanengeists, wieder mal das durchtriebene Weib dahinter. Wer auch sonst.

Wenn allerdings an der Uni Wien bei der Bearbeitung solcher Studien ein "Es- muss-was-rauskommen-das-die-Folgestudie-begründet"-Klima herrschen sollte, und das sich in mittelbaren oder gar unmittelbaren Druck auf Mitarbeiter übersetzt, dann hat die Wiener Universität ein Problem.

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Der Wissensstand bzgl. REFLEX

AnKa, Donnerstag, 29.05.2008, 00:03 (vor 4930 Tagen) @ H. Lamarr

Das heißt: Der Wissensstand bezüglich Reflex hat sich kein bisschen verändert

Pardon:

Von welchem "Wissenstand" bezüglich Reflex sprechen Sie?

Wir haben auf der einen Seite die weltberühmte Prof. A.-REFLEX-Studie, und wir haben auf der anderen Seite eine wissenschaftlich fundierte Ulmer Replikation, die die Ergebnisse nicht nachvollziehen konnte.

Wie definieren Sie angesichts dieser Situation den Wissensstand?

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REFLEX - nur zur Erinnerung

Doris @, Donnerstag, 29.05.2008, 00:05 (vor 4930 Tagen) @ H. Lamarr

REFLEX ist schon seit langem in anderer Hinsicht betroffen. Die Studienergebnisse waren trotz Abstimmungsarbeit mit den ursprünglichen Studienherstellern (- Rüdiger -) nicht reproduzierbar.

Das war der Ping. Und hier der Pong: Laut Franz Prof. A. konnte Prof. Speit deswegen nicht erfolgreich replizieren, weil er das falsche Signal verwendete.

In dem verlinkten Beitrag steht folgendes

- Erfolgreich wiederholt wurde der Reflex-Befund von Prof. Scherer, Uni Basel, und von Prof. Chung (oder so ähnlich) in China.

Der Mann heißt zwar nicht Scherer, sondern es handelt sich um Primo Schär und aufgrund seinen Ergebnisse, sorgte damals dieser Zeitungsartikel für einen gewissen Wirbel.

Die Grundlage zu diesem Zeitungsbericht wurde auf dem "Science Brunch": Genotoxizität durch EMF: Phantomrisiko oder reale Gefahr? der Forschungsstiftung Mobilkommunikation geschaffen, auf welcher der Studienleiter Prof. Primo Schär neben einer allgemeinen Einführung zu Genschädigungen eben diese Ergebnisse vorstellte. (Quelle: RDW Homepage 28/2006).
Interessant übrigens auch die anonymisierte Einschätzung der Teilnehmer zur Genotoxität durch EMF (S. 3 - 5).

Allerdings ist diese angebliche Replikationsstudie bis heute noch nicht veröffentlicht.

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Schär, Science-Brunch, Phantomrisiko

REFLEX - nur zur Erinnerung

AnKa, Donnerstag, 29.05.2008, 00:11 (vor 4930 Tagen) @ Doris

Allerdings ist diese angebliche Replikationsstudie bis heute noch nicht veröffentlicht.

Die Studienersteller werden jetzt drei Kreuze machen darüber.

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REFLEX - nur zur Erinnerung

Doris @, Donnerstag, 29.05.2008, 00:43 (vor 4930 Tagen) @ AnKa

Allerdings ist diese angebliche Replikationsstudie bis heute noch nicht veröffentlicht.

Die Studienersteller werden jetzt drei Kreuze machen darüber.

Zur Vervollständigung auch noch Daten zu Prof. Huai Jiang. Eine Replikationsstudie habe ich nicht gefunden, aber mit DNA Brüchen hat sie sich beschäftigt - zumindest hat sie zur Gestaltung dieses Manuskripts (in dem auch die REFLEX Studie genannt ist) beigetragen.

The authors gratefully thank Deqiang Lu for his helpful work for the EMF exposure
experiment and Prof. Huai Jiang for her helpful suggestion to this manuscript

Sie steht auch für diesen - in den Kritikerkreisen sehr bekannten - Satz

Kommentar der chinesischen Wissenschaftlerin und WHO-Beraterin Prof. Dr. Huai Chiang: Früher haben wir mit diesen Mikrowellen Geburtenkontrolle gemacht. Heute telefonieren wir damit. Sehr schön.

So, nun ist aber Schluss für heute. Gute Nacht ;-)

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DNA-Brüche

Was hat Schär denn repliziert: NF- oder HF-Test?

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 29.05.2008, 00:48 (vor 4930 Tagen) @ Doris

eben diese Ergebnisse vorstellte.

Ja glauben Sie denn, Doris, ich hätte es geschafft, anhand dieses PDFs klar sagen zu können, Schär hat HF untersucht? Sieht eher nach NF aus! Leider sind andere Webquellen zur selben Fragestellung (NF oder HF) ebenso wischiwaschi, so dass mir absolut nicht klar ist, was Schär denn nun genau repliziert hat. Wissen Sie's?

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Was hat Schär denn repliziert: NF- oder HF-Test?

Doris @, Donnerstag, 29.05.2008, 07:31 (vor 4930 Tagen) @ H. Lamarr

eben diese Ergebnisse vorstellte.

Ja glauben Sie denn, Doris, ich hätte es geschafft, anhand dieses PDFs klar sagen zu können, Schär hat HF untersucht?

nein, aus der pdf nicht (aber lustig sieht die aus ;-) ) aber aus dem Zeitungsartikel geht hervor, dass es sich sowohl um HF als auch NF handelt. Dann muss eben bei Science Brunch mehr vorgestellt worden sein als nur die netten Folien, den aufgrund der Infos auf dieser Veranstaltung entstand der Zeitungsartikel. Aber es geht ja auch hervor, dass die Veröffentlichung erst nach der Veranstaltung erfolgen wird.

Leider sind andere Webquellen zur selben Fragestellung (NF oder HF) ebenso wischiwaschi, so dass mir absolut nicht klar ist, was Schär denn nun genau repliziert hat. Wissen Sie's?

Wissen tu ich erst was, wenn ich die Antwort direkt von dort habe, der es gemacht hat bzw. wenn es schwarz auf weiß vorliegt.
Interessant ist aber auch der Inhalt dieser FGF Infoline. Da steht auch was zu Schär und den anderen, die sich an der Replikation versucht haben. Die Geheimnistuerei um seine Daten und das Schweigen bis heute allerdings kann ich nicht deuten.
Aber was anderes ist mir aufgefallen.
Speit sagt, sie konnten die Ergebnisse von Wien nicht replizieren, trotz.......

Günter Speit (Universität Ulm, BRD) stellte als nächster Redner die von seiner Arbeitsgruppe durchgeführten Replikationsexperimente der Wiener Arbeitsgruppe Rüdiger vor, die auch schon veröffentlicht sind. Trotz der Verwendung der gleichen Zellen, der gleichen Expositionseinrichtung, der gleichen Methoden und dem Austausch von Mitarbeitern konnten im Gegensatz zur Wiener Gruppe keine Effekte, weder mit dem Comet-Assay (Aufspüren von DNS-Strangbrüchen), noch mit dem Mikrokern-Assay (Fehler bei der Chromosomenreplikation, Stunden nach der Exposition) gefunden
werden.
...

Bedeutet das, diejenigen die in Wien an der Studie mitgearbeitet haben, haben teilweise auch in Ulm mitgearbeitet? Wäre interessant, ob es sich hier z.B. um Frau Kratochil (Diem) handelt. Nachschauen kann ich momentan nicht, da das EMF Portal mal wieder nicht geht.

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FGF, Schär, Replikation, Science-Brunch, Speit, DNA-Brüche

REFLEX ist ein toter Hund

AnKa, Donnerstag, 29.05.2008, 08:30 (vor 4930 Tagen) @ Doris

Bedeutet das, diejenigen die in Wien an der Studie mitgearbeitet haben, haben teilweise auch in Ulm mitgearbeitet? Wäre interessant, ob es sich hier z.B. um Frau Kratochil (Diem) handelt. Nachschauen kann ich momentan nicht, da das EMF Portal mal wieder nicht geht.

Dass eine wissenschaftliche Studie neben widersprüchlichen Ergebnissen auch noch permanent Fragen auf diesem Niveau aufwirft, zieht das ganze Ding doch sehr in Zweifel. Um nicht sagen zu müssen: stellt es der Lächerlichkeit anheim.

Wir erinnern uns an die zahllosen Alarm-Rundbriefe und Internet-Meldungen, mit REFLEX sei jetzt dies und jenes bewiesen worden, der Menschheit drohe Krebs undsoweiter.

REFLEX ist für die Kampagnen der Angstschürer wertlos geworden. Man kann auf einen toten Hund einprügeln so oft man will, er wird dennoch nicht mehr aufstehen.

Und noch eins: Die Wiener Uni sollte sehr um ihre Glaubwürdigkeit bemüht sein. Es wächst der Verdacht, dass wissenschaftliche Arbeiten nicht mit der Zielrichtung, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erfolgt sind. Sondern es scheinen die erzeugten Ergebnisse vor allem darauf hinzuzielen, das Rad am Laufen zu halten: Folgestudien, Zuschüsse, Gelder. Das ist nicht bloss eine Frage nach REFLEX, sondern nach der dort herrschenden Kultur insgesamt. Welche WIRKLICHEN Zielvorgaben haben die Mitarbeiter dort eigentlich? Und werden die offen ausgesprochen oder verstehen sie sich von selbst? Wie sieht es mit der Verantwortung der Leitung aus?

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

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Finanzierung, Wien, Rundbrief

REFLEX ist ein toter Hund

Doris @, Donnerstag, 29.05.2008, 20:39 (vor 4929 Tagen) @ AnKa
bearbeitet von Doris, Donnerstag, 29.05.2008, 21:09

Dass eine wissenschaftliche Studie neben widersprüchlichen Ergebnissen auch noch permanent Fragen auf diesem Niveau aufwirft, zieht das ganze Ding doch sehr in Zweifel. Um nicht sagen zu müssen: stellt es der Lächerlichkeit anheim.

Muss ich Sie verstehen? :confused:
Ich kann hier Ihrem Gedankengang eigentlich nicht folgen.
Mit der Frage, ob es Mitarbeiter gibt, die sowohl in Wien als auch in Ulm mitgewirkt haben, meine ich vermutlich was anderes als Sie.
Da ich momentan aus verschiedenen Gründen nicht weiterkomme mit Fakten einholen, müsste ich jetzt einen hypothetischen Gedankengang äußern und das würde nur noch mehr verwirren.

Wir erinnern uns an die zahllosen Alarm-Rundbriefe und Internet-Meldungen, mit REFLEX sei jetzt dies und jenes bewiesen worden, der Menschheit drohe Krebs undsoweiter.

JA, aber das ist doch ein alter Hut und die Entwicklung dieses Forums ist doch so, dass sich die Teilnehmer hier nicht derartig äußern. Ich finde momentan gibt es soviele Spekulationen, soviele Verdächtigungen, die sich derart verselbständigen, wie z.B. "Handystudien gefälscht", dass ich es nicht verstehe, warum Sie es gerade hier einstellen. Gerade im Moment grenzt sich doch dieses Forum und auch dessen Teilnehmer gerade von derartigen Meldungen ab.

REFLEX ist für die Kampagnen der Angstschürer wertlos geworden. Man kann auf einen toten Hund einprügeln so oft man will, er wird dennoch nicht mehr aufstehen.

Wirklich :confused: Wissen Sie schon Näheres. Was ist momentan anders, als der bisherigen Stand? An der REFLEX Studie und deren Ergebnisse hat sich doch nichts geändert, zumindest nichts was mit Fakten belegt werden kann. Es drängt sich mir schon auch der Verdacht auf, ob es sich vielleicht doch um eine gezielte Vernichtung der REFLEX Studie geht. Die war doch auch vor der Elisabeth K.-Affäre eigentilch kein Thema hier. Und außerdem, die REFLEX Studie ist doch nicht die einzige Studie, die Genschädigungen festgestellt hat. In der kürzlich hier eingestellten Zusammenfassung von Vijalamaxi geht doch hervor, dass über 50 % der Studien keine DNA Brüche feststellen, fast 30 % haben was gefunden und 20 % waren sich uneins. Sie können doch nicht diese 30 % einfach mit Ihren Zweifeln an der REFLEX Studie unter den Tisch fegen. Wir wissen doch alle, dass die Ergebnisse nicht reproduziert wurden bisher und somit nicht viel aussagen. Wenn dem so wäre, würden wir vielleicht nicht mehr mühselig hier diskutieren. Und dieser Bericht hier, den Diagnose Funk einstellte, ist ja auch nicht ohne.

Und noch eins: Die Wiener Uni sollte sehr um ihre Glaubwürdigkeit bemüht sein.

So wie hoffentlich jede andere Uni auch...

Es wächst der Verdacht, dass wissenschaftliche Arbeiten nicht mit der Zielrichtung, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erfolgt sind.

Ja meinen Sie, das passiert an anderen Unis nicht?

Sondern es scheinen die erzeugten Ergebnisse vor allem darauf hinzuzielen, das Rad am Laufen zu halten: Folgestudien, Zuschüsse, Gelder.

Warum soll bei einer Technologie, die sich so rasant und so flächendeckend verbreitet hat und zu der es noch keine Erkenntnisse zu Langzeitauswirkungen gibt und die ursprünglich sicherlich nicht gedacht war, dass sie immer noch jüngere Kinder benutzen, nicht weiter geforscht werden? Ich verstehe Sie wirklich nicht. Sind Sie auch der Meinung, dass bei der Mobilfunktechnologie genügend geforscht wurde und dass dies eingestellt werden kann?

Das ist nicht bloss eine Frage nach REFLEX, sondern nach der dort herrschenden Kultur insgesamt. Welche WIRKLICHEN Zielvorgaben haben die Mitarbeiter dort eigentlich? Und werden die offen ausgesprochen oder verstehen sie sich von selbst? Wie sieht es mit der Verantwortung der Leitung aus?

Ich verstehe Ihre Kritik hier eigentlich nicht unbedingt, die könnte doch auf alle anderen Unis, die Studien durchführen genauso übertragen werden. Wissen Sie irgendwas zu den Vorgängen dort, was uns noch nicht bekannt ist?

Was mich da doch schon wundert. Da wird jetzt ein Tanz veranstaltet und nach dem aktuellen STand der Dinge ist REFLEX nicht betroffen. Zumindest liegen keine Fakten vor, sondern nur persönliche Meinungen. Kein Mensch spricht davon, ob die unzähligen Studien, die nichts finden und an deren Finanzierung oft die Industrie beteiligt ist, ob die alle in Ordnung sind. Die Motivation der Frau K. für ihr Tun wird mit psychischer Auffälligkeit erklärt, für die Motivation in die andere Richtung würden ganz sicherlich eindeutig erklärbare Motive sprechen. Frau K. ist sich wohl kaum bewusst, welchen Schaden sie den Kritikern mit ihrem Tun angerichtet hat. Alles stürzt sich nun auf zwei Studien, die eigentlich nichts beweisen und vor allen Dingen nichts bewirken und parallel dazu läuft eine Reinwaschung der Studien ohne Effekte und mit einem Rundumschlag wird die Mobilfunktechnologie zur sicheren Technik erklärt, die nach Meinung mancher nicht mal mehr einer weiteren Forschung bedarf.
Und an Ihren Beiträgen momentan verstehe ich eines nicht. Was ist der Hintergrund, warum Sie sich so auf die Aussagekraft der REFLEX Studie stürzen?
Sie sind jetzt schon recht lange und vor allen Dingen recht eifrig hier im Forum, obwohl Sie im Gegensatz zu den meisten aktiven Teilnehmern hier nicht mobilfunkkritisch eingestellt sind. Für mich kristallisierte sich raus, dass Sie auf Sendemastgegner und Angstschürer nicht gut zu sprechen sind. Bei einem evtl. steigenden Gehirntumorrisko erschienen Sie mir nachdenklich und verurteilten aus diesem Grund die BIs , die die Sendemasten raus aus den Wohngebieten forderten. Will heißen, Sie sehen einen evtl. Zusammenhang zwischen schlechter Verbindung und Gehirntumor. Für einen Gehirntumor im Zusammenhang mit Handyintensitäten muss es eine Erklärung geben. Eine Erklärung können DNA Brüche sein, die auch unterhalb der Grenzwerte auftreten. Aus diesem Grund verstehe ich Ihre Denke nicht unbedingt. Sollte ich mich getäuscht haben in Ihnen und es geht Ihnen auch bei der Forderung Masten nahe zum Handytelefonierer zu setzen auch heute noch nur um Polemik? Auch Ihre Verteidigung des Spiegel Berichts und seinem Journalisten (auch wenn ich jetzt nicht davon ausgehen, dass Sie es sind) macht mich stutzig. Denn ein weiteres ARgument, warum ich diesen Beirag für tendenziös halte, ist, wieso hat sich Dworschak ausgerechnet die Meinung von Speit eingeholt und nicht die z.B. von Primo Schär oder Tauber, auch wenn von denen noch nichts veröffentlicht ist? Dass Speit so wertet ist doch nachvollziehbar.

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Schär, Tauber, Speit, Vijalamaxi

REFLEX ist ein toter Hund

AnKa, Freitag, 30.05.2008, 00:53 (vor 4929 Tagen) @ Doris

Da ich momentan aus verschiedenen Gründen nicht weiterkomme mit Fakten einholen, müsste ich jetzt einen hypothetischen Gedankengang äußern und das würde nur noch> mehr verwirren.

Tja, schade. Das würde doch evtl. interessant.

JA, aber das ist doch ein alter Hut und die Entwicklung dieses Forums ist doch so, dass sich die Teilnehmer hier nicht derartig äußern. Ich finde momentan gibt es soviele Spekulationen, soviele Verdächtigungen, die sich derart verselbständigen, wie z.B. "Handystudien gefälscht", dass ich es nicht verstehe, warum Sie es gerade hier einstellen. Gerade im Moment grenzt sich doch dieses Forum und auch dessen Teilnehmer gerade von derartigen Meldungen ab.

Ich stelle dieses Forum ausdrücklich nicht auf eine Stufe mit den angstschürenden, teilweise bis ins Verhetzende gehenden Rundbriefen, die mir in den vergangenen Jahren bekannt geworden sind.

Ausdrücklich nicht. Können Sie mir unbesehen glauben.

Es drängt sich mir schon auch der Verdacht auf, ob es sich vielleicht doch um eine gezielte Vernichtung der REFLEX Studie geht. Die war doch auch vor der KRatochvil-Affäre eigentlich kein Thema hier.

Warum "eigentlich" nicht? Die REFLEX-Studie ist seit Ulm nicht mehr vertrauenswürdig. WARUM ist dieser Umstand "eigentlich kein Thema hier"?

Ja meinen Sie, das passiert an anderen Unis nicht?

Meinen Sie, wenn Vergleichbares aus anderen Unis berichtet würde, stünde die Uni Wien irgend besser da? Befinden wir uns auf einem Bazar?

Sind Sie auch der Meinung, dass bei der Mobilfunktechnologie genügend geforscht wurde und dass dies eingestellt werden kann?

Es wird geforscht wie verrückt. Das heisst: Es wird im Untergrundrauschen, im "Echogras", gesucht wie nicht gescheit. Dort entdeckt man natürlich jede Menge Peaks, wird sie immer und immer wieder entdecken. Woanders ist bislang nichts zu entdecken, so weit man auch schaut.

Was mich da doch schon wundert. Da wird jetzt ein Tanz veranstaltet und nach dem aktuellen STand der Dinge ist REFLEX nicht betroffen. Zumindest liegen keine Fakten vor, sondern nur persönliche Meinungen. (...) Und an Ihren Beiträgen momentan verstehe ich eines nicht. Was ist der Hintergrund, warum Sie sich so auf die Aussagekraft der REFLEX Studie stürzen?

Das liegt doch auf der Hand: Die "Aussagekraft der REFLEX Studie" ist durch eine Replikationsstudie (Ulm) ENTKRÄFTET worden.

Das ist Grund genug, die REFLEX-Studie zumindest erst einmal in den Backlog zu stellen, "zur weiteren Verwendung".

Und: In Teilen war bei der REFLEX-Studie das selbe Personal involviert, das an der Wiener Uni gerade seinen Schiffbruch inszeniert hat. Das wiederum ist Grund genug für kräftiges Strinrunzeln.

Auch Ihre Verteidigung des Spiegel Berichts und seinem Journalisten (auch wenn ich jetzt nicht davon ausgehen, dass Sie es sind) macht mich stutzig. Denn ein weiteres ARgument, warum ich diesen Beirag für tendenziös halte, ist, wieso hat sich Dworschak ausgerechnet die Meinung von Speit eingeholt und nicht die z.B. von Primo Schär oder Tauber, auch wenn von denen noch nichts veröffentlicht ist? Dass Speit so wertet ist doch nachvollziehbar.

Sie verstehen die Arbeitsweise und das Selbstverständnis von Journalisten nicht.

Für Journalisten gibt es immer ein nächstes Mal: neue Erkenntnisse, neue Ansichten und Meinungen, neue Fakten, Folgeinterviews, die nächste Ausgabe. Ein Journalist stellt seine Person hintan und berichtet über das, was ist (was wiederum nichts anderes als das ist, das ihm zugänglich ist und plausibel erscheint). Das begründet seine bescheidene Haltung, und diese Haltung hält Journalisten gegenüber den Vorwürfen totalitärer Hetzer entspannt, die sich in Internetbeiträgen, Leserbriefen und Rundbriefen (statt auf die Sachauseinandersetzung) ausdrücklich auf die Namen der Journalisten stürzen.

Indem sich die Schürer auf die Namen der Journalisten fixieren, offenbaren sie ihre totalitäre Haltung, das ganze totalitäre Wesen ihrer Kampagnen.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

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Totalitär, Journalisten

Was hat Schär denn repliziert: NF- oder HF-Test?

Doris @, Montag, 02.06.2008, 20:59 (vor 4925 Tagen) @ H. Lamarr

Ja glauben Sie denn, Doris, ich hätte es geschafft, anhand dieses PDFs klar sagen zu können, Schär hat HF untersucht? Sieht eher nach NF aus! Leider sind andere Webquellen zur selben Fragestellung (NF oder HF) ebenso wischiwaschi, so dass mir absolut nicht klar ist, was Schär denn nun genau repliziert hat. Wissen Sie's?

Ich weiß es zwar immer noch nicht, aber im Newsletter 2/2007 von FGF äußert sich Jürgen Kiefer zu Konflikte um die genotoxische Wirkung von EMF im Radiofrequenzbereich. Und da gibt es u.a. ein paar Details zu der Basler Studie von Primo Schär.

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FGF, Schär

Replikation durch Primo Schär

Doris @, Freitag, 13.06.2008, 23:33 (vor 4914 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Doris, Freitag, 13.06.2008, 23:53

Ja glauben Sie denn, Doris, ich hätte es geschafft, anhand dieses PDFs klar sagen zu können, Schär hat HF untersucht? Sieht eher nach NF aus! Leider sind andere Webquellen zur selben Fragestellung (NF oder HF) ebenso wischiwaschi, so dass mir absolut nicht klar ist, was Schär denn nun genau repliziert hat. Wissen Sie's?

Jetzt kommen wir der Sache schon etwas näher.

Laut Primo Schär vom Departement Biomedizin der Universität Basel waren die zwei Wiener Studien bisher die einzigen Arbeiten, die von Strangbrüchen im Erbgut durch Handystrahlung berichteten. Ein solcher Effekt sei bisher hauptsächlich bei niederfrequenten Magnetfeldern beobachtet worden ; unter anderem in Schärs eigenem Labor. Für die hochfrequente Handystrahlung hingegen habe diese Wirkung von einer Tübinger Arbeitsgruppe nicht bestätigt werden können. Allerdings habe man sich hier auf die Trägerfrequenz der Mobilfunkwellen konzentriert; Daten zu einer durch das Sprechen modulierten Frequenz seien vom Tübinger Team nicht publiziert worden. Entsprechende Untersuchungen liefen derzeit in Basel, doch bis die abgeschlossen und ausgewertet seien, vergingen wohl noch einige Wochen, so Schär.

Die Replikationsstudie von Dr. Speit in Ulm war sowohl bei der Bewertung durch das BfS als auch im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Datenmanipulation hier im Forum ein Argument um die Aussagekraft der REFLEX Studie zu schwächen. Eine Erklärung, warum Speit die REFLEX Befunde nicht replizieren konnte, lieferte Dr. Prof. A. u.a. auch hier

Die Arbeitsgruppe um Prof. Speit, Uni Ulm, konnte trotz sauberer Arbeit die Ergebnisse (HF) der Reflex-Studie nicht bestätigen, weil sie wegen eines Kommunikationsfehlers mit Continuous-Wave-Signalen (CW) gearbeitet hätte. Prof. Rüdiger, Uni Wien, hätte DNS-Schäden jedoch nicht bei CW-, sondern bei GSM-Signalen beobachtet. Bei CW-Signalen habe auch Rüdiger keine Effekte beobachtet.

Und Primo Schär bestätigt doch offensichtlich die Aussage von Dr. Prof. A.

Allerdings habe man sich hier auf die Trägerfrequenz der Mobilfunkwellen konzentriert; Daten zu einer durch das Sprechen modulierten Frequenz seien vom Tübinger Team nicht publiziert worden.

Mir stellt sich bei dieser Aussage auch noch die Frage,
Sind keine Untersuchungen zu einer durch das Sprechen modulierten Frequenz gemacht worden, oder sind die durchgeführt, aber nicht publiziert worden?

Fakt ist auf jeden Fall, dass die vermisste Replikationsstudie durch Primo Schär offensichtlich im Laufe der nächsten Wochen/Monate veröffentlicht werden soll. Das wird dann wieder neue Erkenntnisse bringen.

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Schär, DNA, Strangbrüche, Speit, DNA-Brüche, CW-Signal

2 Paar Stiefel: UMTS-Studie & Datenfälschung 2008

Thomas, Mittwoch, 28.05.2008, 03:06 (vor 4931 Tagen) @ H. Lamarr

Hallo spatenpauli,

erstmal Dank für Ihre Antwort und die 12 Fragen (die schon beantwortet sind), - sollte es wirklich so leicht sein,
ahnungslos oder möglicherweise absichtlich in der heutigen "Medienwelt" zu manipulieren?

Spontan fällt mir dazu der unsägliche Fall von Konstantin Meyl ein, der regelrecht "geschlachtet" wurde von W. Bruhn,
K. Keck und anderen, aber nicht deshalb, weil seine Thesen eindeutig und belegbar falsch wären,
sondern nur (zum Spaß?) in "bekannter-Manier" verwässert, verunglimpft und in ungenauer Weise dann auch spötisch entstellt wurden...

Ich mach mal Pause, muß einiges neu sortieren...

Mit freundlichem Gruß
Thomas

unsäglich

Robert, Mittwoch, 28.05.2008, 21:09 (vor 4930 Tagen) @ Thomas

Spontan fällt mir dazu der unsägliche Fall von Konstantin Meyl ein, der regelrecht "geschlachtet" wurde von W. Bruhn, K. Keck und anderen, aber nicht deshalb, weil seine Thesen eindeutig und belegbar falsch wären, sondern nur (zum Spaß?) in "bekannter-Manier" verwässert, verunglimpft und in ungenauer Weise dann auch spötisch entstellt wurden...

Ach Thomas,

überlassen Sie die Bewertung der Meylschen Thesen denen, die etwas davon verstehen. Wenn man sich zB den Unfug zu seiner Neutrinolyse anhört (DGEIM 2002), dann wird es einem einfach nur schlecht. Schwachsinn pur. Glauben Sie es bitte.
Der steht mit der Wirklichkeit auf Kriegsfuss.
Eigentlich traurig, aber er ist nicht mal der einzige.

--
Niemand ist unnütz.
Man kann zumindest noch als schlechtes Beispiel dienen.

unsäglich und unredlich

Thomas, Mittwoch, 28.05.2008, 23:55 (vor 4930 Tagen) @ Robert

überlassen Sie die Bewertung der Meylschen Thesen denen, die etwas davon verstehen.


Hallo Robert,

und genauso soll ich wohl auch die Bewertung einer EMF-Problematik "denen" überlassen, die etwas davon verstehen, vieles aber gar nicht sehen (wollen)?

Bei allem Respekt Robert, wo leben Sie denn?

Konsequent zu Ende gedacht käme das ja einer Entmachtung und Entmündigung von fast Allen durch Wenige gleich, weit, weit entfernt von einem Gemeinwesen mit selbstbestimmten, mündigen und verantortungsbewustenm Bürgern.

Sie deuteten mal an, das Ihre Frau Biologie studiert hätte und selbst sie (Ihre Frau) die Arbeiten von Dr. Warnke nicht recht verstehen könne, wo mit ja wohl auch gemeint war, - dann könne ich die Arbeiten erst recht nicht verstehen. (Ich hab das damals einfach mal höflich übersehen)

Und genau das ist ein Beispiel für unredliche Diskussionskultur und nur dieses wahr/ist gemeint gewesen zum "unsäglichen Fall ... "

Übrigens, hier in diesem Forum gibt es sehr interessante weitere (fast viele) Beispiele, in der diese Unredlichkeit erkennbar ist, man sie teiweise fast schon bis zur Kunst erhoben hat!!

Und nun iss gut, - bin dann mal wirklich weg.

Gruß Thomas

Professor Herbert L. König

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 29.05.2008, 00:17 (vor 4930 Tagen) @ Thomas

Spontan fällt mir dazu der unsägliche Fall von Konstantin Meyl ein, ...

Naja, Meyl und seine Lebensgefährtin Angelika sind schon ein schillerndes Gespann. Selbst Dr. Klaus Buchner, der sonst nicht zimperlich ist, hat mit dem Meylschen Skalarwellen-Formelwerk so seine Probleme.

Was ich Ihnen erzählen möchte ist aber etwas ganz anderes. Zufällig kam im Gespräch mit einem Kollegen eine Begebenheit mit Prof. Herbert L. König zum Vorschein. Der Kollege hat Bücher von König lektoriert und die beiden trafen sich auch privat. Ein Esoteriker sei König nicht gewesen. König hätte aber gerne Esoterik-Messen besucht, um dort mit den Leuten zu reden. Und bei so einer Messe soll sich dann vor etwa 15 Jahren folgendes zugetragen haben. Im Rahmenprogramm der Messe war ein Vortrag über die "Schirmung von Erdstrahlen" angekündigt. König und der Kollege marschierten promt in den entsprechenden Saal und haben auf dem Weg dorthin auch den Referenten getroffen. Im Saal angekommen warteten Sie dann mit anderen aufs Eintreffen des Referenten. Der aber ließ sich nicht blicken. Nach vielleicht 20 Minuten über der Zeit kam der Messe-Veranstalter und verkündete, der Vortrag falle aus weil sich der Referent nicht wohl fühle. König ließ sich damit nicht abspeisen und hakte im 3er-Gespräch nach. Der Veranstalter gestand dabei ein, dass der Referent wohlauf sei. Als er jedoch gesehen habe, wie König auf dem Weg zu seinem Vortrag war - da habe den Mann der Mut verlassen, er hätte sich außerstande gesehen, kritischen Fragen des Profs etwas entgegen zu setzen. Und da habe er halt gekniffen.

Nett, nicht?

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Esoterik, Skalarwellen, Buchner, Professor, Meyl, Geheimlehren

Professor Herbert L. König

Thomas, Donnerstag, 29.05.2008, 02:34 (vor 4930 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Thomas, Donnerstag, 29.05.2008, 03:00

Hallo spatenpauli,

Naja, Meyl und seine Lebensgefährtin Angelika sind schon ein schillerndes Gespann. Selbst Dr. Klaus Buchner, der sonst nicht zimperlich ist, hat mit dem Meylschen Skalarwellen-Formelwerk so seine Probleme.

und wieso wächst die Erde, was sie ja eigentlich gar nicht darf, oder was war mit dem Tamarack-Minen Experiment, dessen Ergebniss dann "drittklassig" beerdet wurde?

Aber egal, dazu schweig ich mal!

Es ging mir auch eher um die Umgangsform als unrühmliches Beispiel, - denn eins ist ja wohl sonnenklar, man kann ganz allgemein gesprochen ergänzend, aufbauend zusammenarbeiten, oder sich gegeseitig "plattmachen", nur mit dem Letzteren löst man im Allgemeinen keine Probleme.

Was ich Ihnen erzählen möchte ist aber etwas ganz anderes. Zufällig kam im Gespräch mit einem Kollegen eine Begebenheit mit Prof. Herbert L. König zum Vorschein. Der Kollege hat Bücher von König lektoriert und die beiden trafen sich auch privat. Ein Esoteriker sei König nicht gewesen. König hätte aber gerne Esoterik-Messen besucht, um dort mit den Leuten zu reden. Und bei so einer Messe soll sich dann vor etwa 15 Jahren folgendes zugetragen haben. Im Rahmenprogramm der Messe war ein Vortrag über die "Schirmung von Erdstrahlen" angekündigt. König und der Kollege marschierten promt in den entsprechenden Saal und haben auf dem Weg dorthin auch den Referenten getroffen. Im Saal angekommen warteten Sie dann mit anderen aufs Eintreffen des Referenten. Der aber ließ sich nicht blicken. Nach vielleicht 20 Minuten über der Zeit kam der Messe-Veranstalter und verkündete, der Vortrag falle aus weil sich der Referent nicht wohl fühle. König ließ sich damit nicht abspeisen und hakte im 3er-Gespräch nach. Der Veranstalter gestand dabei ein, dass der Referent wohlauf sei. Als er jedoch gesehen habe, wie König auf dem Weg zu seinem Vortrag war - da habe den Mann der Mut verlassen, er hätte sich außerstande gesehen, kritischen Fragen des Profs etwas entgegen zu setzen. Und da habe er halt gekniffen.

Nett, nicht?

Wirklich nett, - und in Foren gibts dann zum "halt gekniffen" die Varianten: ausweichen, entstellen,
verdrehen, ungenaue Bezüge herstellen, polemisieren, diskreditieren, andere Leut zitieren, nicht antworten,
dann doch antworten aber mit verschleiertem Bezug, und so weiter und so fort ...

Auch nett? Wohl kaum.

Dank für Ihre Erzählung.

Gruß Thomas


@ AnKa: Man schreibt als ein Gespenst im Auftrag von Thomas, weil der macht Urlaub bei diesem
(manchmal) link-verdrehten Reis hier im Forum!

Professor Herbert L. König

Robert, Donnerstag, 29.05.2008, 21:25 (vor 4929 Tagen) @ Thomas

Naja, Meyl und seine Lebensgefährtin Angelika sind schon ein

schillerndes Gespann.

Lebensgefährtin? Ist mir völlig neu.
Vorsicht Spatenpauli, Sie könnten sich eine Abmahnung einholen.

und wieso wächst die Erde, was sie ja eigentlich gar nicht darf, oder was
war mit dem Tamarack-Minen Experiment, dessen Ergebniss dann
"drittklassig" beerdet wurde?

Ach Thomas!
Sie glauben gerne, gell?

Aber wenn uns allen der Herr Meyl das Wasserauto, das er in seinem DGEIM 2002 Vortrag beschreibt (1600er VW-Motor, gespeist mit Wasserstoff der durch Neutrinos aus Wasser erzeugt wurde, Verbrauch 2,8 l Wasser pro 100km soweit ich das kapiert habe) endlich mal in Aktion vorführen würde, dann schmeiss ich mich angesichts der derzeitigen Benzinpreise in den Staub und schreie: Ich widerrufe und glaube an den Meister!

Thomas, lassen wir das. Bitte keine Antwort, macht keinen Sinn und der Quatsch hat in dem wirklich interessanten Thread eigentlich nichts verloren.

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Meyl, DGEIM

Wurzelbehandlung

H. Lamarr @, München, Freitag, 30.05.2008, 01:29 (vor 4929 Tagen) @ Robert

Vorsicht Spatenpauli, Sie könnten sich eine Abmahnung einholen.

So wie RDW? Eine Blaumeise hat gezwitschert, dass der aktuelle Datenbank-Defekt des RDW-Forums nur eine vorgeschobene Begründung sei, in Wahrheit habe aber irgend jemand RDW ein Ultimatum gestellt, das er vor seinem Urlaub nicht mehr erfüllen konnte und weshalb er kurzerhand das Forum abgeklemmt hat. Bildlich gesprochen geht es wohl um eine Art Entlausung der Postings, wobei die dunklen Schatten der Vergangenheit damit überhaupt nichts zu tun haben. Wenn er zurück ist und das Forum wieder anklemmt, werden wir ja sehen, ob die Reißzähne noch alle da sind.

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Unterstellung, Behauptung

Rolle der MI und Rolle der Presse...

Doris @, Sonntag, 25.05.2008, 15:20 (vor 4934 Tagen) @ H. Lamarr

Hier ist nachzulesen, dass womöglich ein in Diensten der Mobilfunk-Industrie stehendes Kommissionsmitglied der Uni Wien den Verdacht der Fälschung von Studiendaten mit Nachdruck ins Licht der Öffentlichkeit gezogen hat.

Dasselbe Blatt, aus der Sie die o.g. Informationen bezogen haben, hat heute einen interessanten Artikel im Angebot, welche Rolle die Presse durch ihre Form der Berichterstattung spielt.

Qualität setzt sich eben durch. Editorix, ein Forum von und für Online-Journalisten, nahm sich gestern exemplarisch eine aktuelle Meldung vor. Und wer hätte das erwartet - die meisten schreiben einfach nur ab.


Es ging um zwei österreichische Handy-Studien, in die möglicherweise gefälschte Daten einflossen. Spiegel Online berichtete darüber mit der Überschrift "Studien über Gefahren der Handystrahlen gefälscht”. Und vergaß glatt zu erwähnen, dass es dazu zwei ganz unterschiedliche Darstellungen gibt. Eine vom heutigen Rektor einer Wiener Universität, die andere von dem für die Studie verantwortlichen Professor.

Wir ließen beide Seiten zu Wort kommen und informierten auch darüber, dass Professor Rüdiger die Vorwürfe weitgehend zurückwies. Und ließen nicht aus, dass der Rektor, der die Studien öffentlich als gefälscht darstellt, eine Kommission zur Begutachtung der Studien offenbar durch einen Juristen der Mobilfunk-Industrie leiten ließ. Es ist also eine Geschichte, bei der viele Fragen offen blieben, und die deshalb ein großes Fragezeichen verdiente.

Und nun kommt ins Spiel, was Editorix den Copy-und-Paste-Journalismus nennt. Da gebe es die einen, die fleißig Spiegel online lesen und einfach die betreffende SpOn-Meldung nacherzählen, die wiederum auf Meldungen österreichischer Medien basierte. Dazu gehörten unter anderem Golem, Verivox, Teltarif und PC-Welt. Golem habe sich immerhin noch bemüht, die von Agenturen angelieferte Meldung ein bisschen anzureichern. Nur zwei Publikationen machten es besser, wie die Nachrichtentester von Editorix befanden:

"Heise und der Inquirer hingegen haben es geschafft, sich die Original-Quellen herauszusuchen und formulieren ihre eigene Nachricht daraus. Völlig vorbeigegangen ist die Geschichte bis dato übrigens an Chip, Computerbild, ZDNet und so weiter.”

Und übrigens, so nebenbei erfährt man, dass es Elektrosensible auch in Santa Fe gibt und auch dass es denen dort nicht anders geht, wie hier auch ;-)

Antwort von Prof. Adlkofer & Dr. H. Rüdiger

KlaKla, Sonntag, 25.05.2008, 11:37 (vor 4934 Tagen) @ KlaKla

Nachstehend finden Sie unsere Antwort auf die Presseaussendung des Rektors der Medizinischen Universität Wien.

Wir halten es nicht für gerechtfertigt, die genannten beiden Studien zur erbgutschädigenden Wirkung von Mobilfunkfeldern aufgrund der Anweisung des Rektors der Medizinischen Universität Wien zurückzuziehen, weil wir überzeugt sind, daß die wissenschaftlichen Aussagen in diesen Publikationen korrekt sind.

Für diese unsere Auffassung spricht, dass Ergebnisse beider Studien inzwischen von anderen unabhängigen Arbeitsgruppen bestätigt sind. Damit kann an der grundsätzlichen Richtigkeit der publizierten Daten kaum ein Zweifel bestehen.

Das angesprochene "Fabrizieren von Daten" durch eine technische Assistentin hat nicht an der ehemaligen klinischen Abteilung für Arbeitsmedizin stattgefunden sondern betrifft die jetzige Organisationsstruktur in einem engen Zeitraum nämlich April 2008. Daß nun auch alles falsch sein muß, was unter Mitwirkung dieser Laborantin in früheren Jahren erarbeitet wurde, ist eine einseitige Vermutung, die wir auf Grund der vorliegenden Fakten nicht nachvollziehen können.

Dass die Statistik in unseren Arbeiten angezweifelt wurde, ist zutreffend. Dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass die Kritiker mit den angewandten Testverfahren nicht vertraut sind. Die statistische Auswertung der Daten in unseren Arbeiten entspricht der in mehreren eigenen Publikationen und in solchen anderer Autoren.

Erbgutschädigende Wirkung von Mobilfunkfeldern ist bedeutsam für die Risikobewertung dieser neuen Technologie. Die Publikationen zu diesem Thema, von deren Richtigkeit wir überzeugt sind, ohne triftigen Grund zurückzuziehen, entspricht nicht unserer Auffassung von der Verantwortung des Wissenschaftlers gegenüber der Öffentlichkeit. Das könnte als falsches Signal verstanden werden, daß nämlich damit auch alle gesundheitlichen Bedenken ausgeräumt wären.

Wir bedauern, daß der Rektor den Weg einer Presse-Aussendung gewählt hat. Wir halten dies im vorliegenden Falle nicht für den geeigneten Weg.


Professor Dr. Franz Adlkofer, München
Professor Dr. Hugo W. Rüdiger, Wien

(Hinweis Moderator: Die Klinische Abteilung für Arbeitsmedizin, innerhalb der die unter Fälschungsverdacht stehende Studie entstand, ist bereits Anfang 2007 geschlossen worden.)

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
UMTS-Studie, Reflex, Prof. Adlkofer, Fälschungsverdacht, Datenfälschung, Kratochvil

Antwort von Prof. Adlkofer & Dr. H. Rüdiger

KlaKla, Sonntag, 25.05.2008, 12:14 (vor 4934 Tagen) @ KlaKla

Interessanter weise machen sich nun Prof. Adlkofer und Dr. Rüdiger direkt daran ihre Pressemeldung an der Diskussion beteiligte User zu versenden. Bedauerlich dabei ist, dass sie keine Fragen beantworten.

Wie können die beiden von einer korrekten wissenschaftlichen Aussage sprechen wenn eine Mitarbeiterin bei der Auswertung der Proben Fehler gemacht haben soll. Bis heut ist den Laien nicht klar, ob die Auswertung der Proben aus Berlin in Wien statt gefunden haben. Wenn dies der Fall wäre, ist Schluss mit Lustig. Dann könnte E.K. gleiche Methode der Auszählung vor genommen haben wie nun bei UMTS-Studie.

Mangelnde Transparenz eröffnet Spielraum für Vermutungen. Warum stellen sich die beiden nicht dem Dialog auch oder gerade mit dem Laienpublikum. Denn Prof. Adlkofer badete in der Vergangenheit gerne in der Menge des Laienpublikums.

Selbstverständlich sind Erbgut schädigende Wirkungen von Mobilfunkfeldern bedeutsam bei der Risikobewertung aber die Ergebnisse sollen auf Ehrlicherweise erzielt worden sein und Zweifel sollten ausgeräumt werden.

Ich finde die Vorgehensweise vom Rektor gut, denn gerade die UMTS- und Reflex-Studien sind ein wichtiges Argument der Mobilfunk-Kritiker. Wenn man Zweifel an diesen Studien hat und diese vertuscht, bestellt man dadurch den Nährboden der Gerüchte.

(Hinweis Moderator: SPIEGEL ONLINE)

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
UMTS-Studie, Spiegel, Fälschungsverdacht, Kratochvil

Viele Fragen bleiben offen

H. Lamarr @, München, Sonntag, 25.05.2008, 15:40 (vor 4934 Tagen) @ KlaKla

Wir halten es nicht für gerechtfertigt, die genannten beiden Studien zur erbgutschädigenden Wirkung von Mobilfunkfeldern aufgrund der Anweisung des Rektors der Medizinischen Universität Wien zurückzuziehen, weil wir überzeugt sind, daß die wissenschaftlichen Aussagen in diesen Publikationen korrekt sind.

Für diese unsere Auffassung spricht, dass Ergebnisse beider Studien inzwischen von anderen unabhängigen Arbeitsgruppen bestätigt sind. Damit kann an der grundsätzlichen Richtigkeit der publizierten Daten kaum ein Zweifel bestehen.

Ein gewichtiges Gegenargument. Allerdings ist mir noch immer nicht klar, ob die Proben der AG Tauber, Berlin, auch tatsächlich in Berlin ausgewertet wurden (Reflex, 2005). Außerdem wäre es für die Transparenz gut, wenn alle erfolgreichen und auch alle misslungenen Replikationen mal beim Namen genannt werden, und zwar aufgeschlüsselt nach HF und NF! Denn eine erfolgreiche Replikation, die z.B. der NF-Befeldung gegolten hat, bedeutet noch lange nicht, dass dies auch für HF-Befeldung gilt.

Das angesprochene "Fabrizieren von Daten" durch eine technische Assistentin hat nicht an der ehemaligen klinischen Abteilung für Arbeitsmedizin stattgefunden sondern betrifft die jetzige Organisationsstruktur in einem engen Zeitraum nämlich April 2008.

Da tippe ich mal auf einen Schreibfehler, das sollte bestimmt 2007 heißen.

Daß nun auch alles falsch sein muß, was unter Mitwirkung dieser Laborantin in früheren Jahren erarbeitet wurde, ist eine einseitige Vermutung, die wir auf Grund der vorliegenden Fakten nicht nachvollziehen können.

Das kann ich nun wiederum nicht nachvollziehen. Wenn die Assistentin 2007 geschummelt hat ist der Verdacht doch naheliegend, dass es 2005 möglicherweise ebenso war. Solange das Motiv der Assistentin nicht klar ist, lässt sich mMn nichts ausschließen.

Dass die Statistik in unseren Arbeiten angezweifelt wurde, ist zutreffend.

Missverständlich: Wird hier nun nur bestätigt, dass es Zweifel (von anderen) gibt, oder werden die Zweifel hiermit als berechtigt anerkannt?

Dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass die Kritiker mit den angewandten Testverfahren nicht vertraut sind. Die statistische Auswertung der Daten in unseren Arbeiten entspricht der in mehreren eigenen Publikationen und in solchen anderer Autoren.

Jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr! Ich dachte die Statistik wäre zwangsläufig falsch, weil die Assistentin bei der Auswertung der Proben irgendwelche Zahlen erfunden hat. So aber ist aus Sicht der Kritisierten die Statistik richtig und nur das angewandte (ungewöhnliche) Verfahren Kritikern wie Prof. Lerchl nicht vertraut.

Erbgutschädigende Wirkung von Mobilfunkfeldern ist bedeutsam für die Risikobewertung dieser neuen Technologie. Die Publikationen zu diesem Thema, von deren Richtigkeit wir überzeugt sind, ohne triftigen Grund zurückzuziehen, entspricht nicht unserer Auffassung von der Verantwortung des Wissenschaftlers gegenüber der Öffentlichkeit. Das könnte als falsches Signal verstanden werden, daß nämlich damit auch alle gesundheitlichen Bedenken ausgeräumt wären.

Damit wurde die Brisanz gut auf den Punkt gebracht.

Wir bedauern, daß der Rektor den Weg einer Presse-Aussendung gewählt hat.
Wir halten dies im vorliegenden Falle nicht für den geeigneten Weg.

Immer ein geeigneter Weg ist die Schaffung von Transparenz. Deshalb habe ich die beiden Professoren eingeladen, sich hier und/oder bei hese in die Diskussion einzumischen, damit Irrwege und Fehlinterpretationen erst gar nicht auf fruchtbarem Boden gedeihen können.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Fehlinterpretation, Anfrage

Viele Fragen bleiben offen

Alexander Lerchl @, Sonntag, 25.05.2008, 16:01 (vor 4934 Tagen) @ H. Lamarr

Das angesprochene "Fabrizieren von Daten" durch eine technische Assistentin hat nicht an der ehemaligen klinischen Abteilung für Arbeitsmedizin stattgefunden sondern betrifft die jetzige Organisationsstruktur in einem engen Zeitraum nämlich April 2008.

Da tippe ich mal auf einen Schreibfehler, das sollte bestimmt 2007 heißen.

Nein, April 2008 war schon gemeint. Dazu morgen mehr ...;-)

Alexander Lerchl

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Viele Fragen bleiben offen

KlaKla, Montag, 26.05.2008, 17:49 (vor 4933 Tagen) @ Alexander Lerchl
bearbeitet von KlaKla, Montag, 26.05.2008, 20:19

Nein, April 2008 war schon gemeint. Dazu morgen mehr ...;-)


Sie meinen das hier: Laborantin hat Daten "offenkundig fabriziert"

Elisabeth K. stand schon eine Weile unter Verdacht - auch eine aktuelle Studie, der sie zugearbeitet hatte, war mit befremdlichen Daten aufgefallen. Schütz ließ deshalb die Angestellte im April zwei Wochen lang heimlich beobachten. Ergebnis: Elisabeth K. habe ihre Daten "offenkundig fabriziert", sagt Schütz. "Es ging ihr um die Erzeugung vorgefasster Ergebnisse." Der tatsächliche Verlauf ihres Experiments hingegen war der Labortechnikerin ziemlich gleichgültig: "Die hat gar nicht ins Mikroskop geschaut", berichtet der Rektor sichtlich verblüfft.

Spiegel-online
Erschienen am 26. Mai 2008 | Von Manfred Dworschak

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Labortechnikerin

E-Mails sind keine Briefe

H. Lamarr @, München, Sonntag, 25.05.2008, 17:36 (vor 4934 Tagen) @ H. Lamarr

Deshalb habe ich die beiden Professoren eingeladen, sich hier und/oder bei hese in die Diskussion einzumischen ...

Genauer gesagt: Ich dachte, ich hätte die beiden Professoren eingeladen. Denn die E-Mail an Prof. Rüdiger kam überraschend als unzustellbar zurück: Der Empfänger sei unbekannt! Merkwürdig, denn ich habe die Funktion Rückantwort genutzt, die Adresse also nicht selber fehlerhaft eingegeben. Beim genaueren Hinsehen stand da nämlich "rudiger" wo "ruediger" hätte stehen sollen. Da anzunehmen ist, dass Prof. Rüdiger seine eigene E-Mail-Adresse kennt und korrekt eingeben kann, gehe ich davon aus, dass er die Gegendarstellung nicht selber in Umlauf gebracht, sondern jemand damit beauftragt hat. Alles nicht weiter tragisch. Allerdings ist auch diese Variante (theoretisch) möglich: Die Gegendarstellung kommt überhaupt nicht von den beiden Profs, denn E-Mail-Absenderadressen lassen sich mühelos fälschen. Sicherheitshalber habe ich mir jetzt eine korrekte Adresse von Prof. Rüdiger aus dem Internet geangelt und ihm die Einladung noch einmal zugeschickt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Reaktion Dr. Lerchl auf Rüdiger/Prof. Adlkofer

Doris @, Sonntag, 25.05.2008, 21:02 (vor 4933 Tagen) @ KlaKla

Es steht jedem frei, sich nach Belieben lächerlich zu machen, so wie Sie dies hier tun. Sie schaden aber nicht nur sich selbst immer weiter, sondern Sie beschädigen Ihre und die Reputation Ihrer Mitarbeiter und ihrer Institutionen, insbesondere der Medizinischen Universität Wien und der ETH Zürich, immer mehr. Ich habe verschiedentlich versucht, Sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, von sich aus die Konsequenzen zu ziehen, leider ohne Erfolg. Hier ein Beispiel:

Am 6. Mai habe ich allen Autoren der Studie von Schwarz et al. (UMTS-verursachte Strangbrüche; Int Arch Occup Environ Health) eine Nachricht gesendet, auf die ich keine Antwort erhielt und die folgendes zum Inhalt hatte:

"Vor kurzem erhielt ich von einem Studenten (nicht von meiner Universität) eine Datei (Abstract) zugeschickt, die Sie für einen Kongress eingereicht hatten (EBEA 2007, Bordeaux; die Autoren des Beitrags waren Elisabeth Kratochvil, Claudia Schwarz, Alexander Pilger, Prof. Adlkofer und Hugo Rüdiger). Die Existenz und Validität dieser Datei wurde mir von dritter Seite unabhängig bestätigt. Die Datei enthält die Daten über die Auswirkungen von UMTS, so wie sie in der späteren Publikation in Abb. 1 gezeigt wurden, allerdings ohne negative und positive Kontrollen, also nur die Daten der exponierten und schein-exponierten Zellen. Die Daten waren mit denen in der Publikation 100% identisch (Anmerkung für die Leser: es ist üblich, Ergebnisse vor der Publikation in einer Zeitschrift auf Kongressen vorzustellen).

Die Datei war eine Word-Datei, und der Student wies mich darauf hin, dass durch einen Rechts-Klick die hinter der Abbildung liegende Excel-Datei (Anmerkung: Datenbank) geöffnet werden kann. Bei der Analyse dieser Daten fielen mir zwei Dinge sofort auf:

1) Die jeweiligen Mittelwerte und Standardabweichungen wurden aus 12 und nicht, wie in der Publikation angegeben, aus 3 Einzeldaten berechnet. Die Angaben und die statistische Analyse in der Publikation sind also allein aus diesem Grund ganz sicher falsch.

2) Knapp die Hälfte der Anzahl der A-Zellen wurde nicht eingetragen, sondern aus den Anzahlen der B-E Zellen berechnet. Bedeutet das, dass diese Zellen gar nicht gezählt wurden?"

Soweit der Text, auf den ich, wie gesagt weder von Ihnen noch von den anderen Autoren jemals eine Antwort erhielt. Dass Sie jetzt öffentlich erklären, alles sei nach wie vor in Ordnung, der Rektor der Medizinischen Universität habe einen Fehler gemacht, und alle außer Ihnen kennen die Methoden der Statistik, ist beschämend.

Sind Sie, die ja mit den eigentlichen Experimenten nichts zu tun hatten, eigentlich die beiden einzigen Autoren, die die Arbeiten nicht zurückziehen wollen? Sprechen Sie für alle anderen Autoren?

Prof. Dr. Alexander Lerchl, Bremen



http://www.hese-project.org/Forum/index.php?story_id=2902&parent=0&forum_id=1

Tags:
UMTS-Studie, Klarstellung, Prof. Adlkofer, Rüdiger, Fälschungsverdacht, Kratochvil, Steinpilze

Bitte bei den Tatsachen bleiben

H. Lamarr @, München, Montag, 26.05.2008, 00:48 (vor 4933 Tagen) @ KlaKla

(Hinweis Moderator: Die Klinische Abteilung für Arbeitsmedizin, innerhalb der die gefälschte Studie entstanden war, ist bereits Anfang 2007 geschlossen worden.)

Immer schön langsam Mod.: Was genau gefälscht wurde steht noch nicht fest, die Studie ist es ganz sicher nicht (wie solle man vollständige Studien fälschen?). Nach gegenwärtigem Stand der Dinge gibt es Ungereimtheiten bei den angewandten Statistik-Methoden und offensichtlich hat eine Assistentin Laborproben nicht ordnungsgemäß unter dem Mikroskop analysiert, sondern die Auszählung von DNS-Bruchstücken zugunsten ihres Bauchgefühls gegen Schätzwerte ersetzt.

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Bitte bei den Tatsachen bleiben

Moderator X @, Montag, 26.05.2008, 08:15 (vor 4933 Tagen) @ H. Lamarr

(Hinweis Moderator: Die Klinische Abteilung für Arbeitsmedizin, innerhalb der die gefälschte Studie entstanden war, ist bereits Anfang 2007 geschlossen worden.)

Immer schön langsam Mod.: Was genau gefälscht wurde steht noch nicht fest, die Studie ist es ganz sicher nicht (wie solle man vollständige Studien fälschen?). Nach gegenwärtigem Stand der Dinge gibt es Ungereimtheiten bei den angewandten Statistik-Methoden und offensichtlich hat eine Assistentin Laborproben nicht ordnungsgemäß unter dem Mikroskop analysiert, sondern die Auszählung von DNS-Bruchstücken zugunsten ihres Bauchgefühls gegen Schätzwerte ersetzt.

Der Hinweis entspringt einer Meldung vom Focus.
Ich hatte vergessen den Link zu setzen, welches ich nun nachgeholt habe.

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Erfunden, getrickst - eine Causa Austria?

AnKa, Donnerstag, 29.05.2008, 10:06 (vor 4930 Tagen) @ KlaKla

MedUni Wien: Handystudien womöglich gefälscht

Erfundener Funkmast, getrickste Daten und Studien... ob solche Details wohl gar den Zipfel einer Causa Austria darstellen?

Untertanengeist und hohe Wissenschaft, verträgt sich das denn - insbesondere beim Auswerten von Studiendaten, die nicht wollen, wie sie sollen?

Professoren und Doktoren genießen in Österreich viel Respekt. Dort haben die 68er nicht so genau unter die Talare geschaut wie hierzulande.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

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