"Wagen Sie es, nein zu sagen" (Allgemein)

Gast, Donnerstag, 15.05.2008, 07:31 (vor 4226 Tagen)
bearbeitet von Gast, Donnerstag, 15.05.2008, 07:59

Ein unangenehm pulsierendes Pfeifgeräusch durchdringt den Saal des voll besetzten Gemeindehauses in Fichtenberg, als der Baubiologe Siegfried Zwerenz den W-LAN Router einsteckt. Durch ein Hochfrequenzmessgerät wird die unsichtbare Strahlung für alle Anwesenden hörbar.

"Neben Mobilfunktechnologie und Schnurlostelefonen ist W-LAN Technik eine weitere Emissionsquelle hochfrequenter, elektromagnetisch gepulster Strahlung, der wir täglich ausgesetzt sind", erläutert der Vorsitzende des Vereins Bürgerwelle, der sich schon seit Jahren mit dieser Thematik kritisch auseinander setzt und von Fichtenberger Bürgern zur Veranstaltung eingeladen worden war. Und er warnt vor diesem Frequenzbereich, "der in der Natur für körpereigene Prozesse vorbehalten ist und daher hochsensibel gehandhabt werden sollte". Natürlich gebe es gesetzliche Grenzwerte, die sich allerdings nur auf die Erwärmung von Körperzellen bezögen und andere festgestellte Auswirkungen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen bis hin zum Nachlassen der Gedächtnisleistung bisher nicht berücksichtigten.

"Mobilfunk ist staatlich gewollt, schließlich wurden bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen 50 Milliarden Euro eingenommen", so der Referent. Er verweist auf eine alarmierende Studie der Europäischen Umweltagentur, die ein 20- bis 200-fach erhöhtes Krebsrisiko bei langjähriger Handynutzung sehe und Parallelen zu Umweltgiften wie Asbest ziehe. "Gerade diese Gefahr durch mögliche Veränderungen in der Erbsubstanz und deren Folgen muss Anlass für die Politik sein, endlich die Vorsorge der Gesundheit in den Vordergrund zu stellen. Das Risiko dieser Technologie ist nach jetzigem Wissensstand nicht kalkulierbar," warnt Zwerenz. Mehr...

Südwest Presse - Rundschau von VOLKER DIEDERICH
veröffentlicht am 13.05.2008

Lesen die dazu:
Maximaler Profit mit minimaler Funkstrahlung
L. v. Klitzing nicht ohne Eigeninteresse

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Baubiologe, Krebs, Zwerenz, Bürgerwelle, Geschäft, Pulsung, Umweltgift, Schlafstörung

Fehlende Redlichkeit ▼

AnKa, Donnerstag, 15.05.2008, 08:29 (vor 4226 Tagen) @ Gast

Ein unangenehm pulsierendes Pfeifgeräusch durchdringt den Saal des voll besetzten Gemeindehauses in Fichtenberg, als der Baubiologe Siegfried Zwerenz den W-LAN Router einsteckt. Durch ein Hochfrequenzmessgerät wird die unsichtbare Strahlung für alle Anwesenden hörbar.

Eine dramatisierende Demonstration. Wie wohl die auf den Menschen einwirkende UV-Strahlung (Krebsrisiko!) in Herrn Zwerenz' Gerät klingt? Bestimmt lässt sich ein besonders hässliches Knisterkrachspratzeln einjustieren. Und um den Effekt zu verstärken, rate ich: laut aufdrehen!

Dieser "Bürgerwelle"-Verein scheint in der Tat nichts anderes als die Propagandaabteilung der deutschen Baubiologenbewegung darzustellen. Man kann nicht bestreiten, dass die Damen und Herren jedenfalls geschäftstüchtig sind. Auf ein bißchen mehr oder weniger Redlichkeit kommt es da wohl eher nicht an.

Troll-Wiese:
http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=21221

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Einäugige unter sich

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 15.05.2008, 12:59 (vor 4226 Tagen) @ Gast

Als ein Vertreter der Kommunalpolitik ergreift Karl Fischer, Gemeinderat aus Durlangen, das Wort und schildert eindrücklich die Erfahrungen seiner Kommune. Dort sei beschlossen worden, keine Mobilfunksender auf gemeindeeigenen Grundstücken zuzulassen und an alle Grundstücksbesitzer zu appellieren, sich ebenso zu verhalten. Sein Resümee: Je intensiver sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigt habe, desto kritischer werde die Mobilfunktechnologie beurteilt.

Merkwürdiges Resümee, bei mir war es genau anders herum. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto klarer wurde mir, wie hemmungslos einschlägige Frontleute der Kritiker übertreiben und verdrehen. Wer sich - warum auch immer - nur auf einer Seite informiert, dem fällt diese Schieflage freilich nicht auf. Von einem rechtschaffenen Gemeinderat hätte ich jetzt aber schon erwartet, dass er diese Binsenweisheit kennt und sich beide Seiten einer Medaille anschaut, bevor er solche Texte wie oben abdrückt. Und mit beiden Seiten meine ich sicher nicht a) Bürgerwelle und b) Gigaherz/Kompetenzinitiative.

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Verdrehung, Bürgerwelle, Inkompetenz, Schieflage

Wer ist das Gegenstück zu Bürgerwelle?

Doris @, Donnerstag, 15.05.2008, 21:45 (vor 4226 Tagen) @ H. Lamarr

Wer sich - warum auch immer - nur auf einer Seite informiert, dem fällt diese Schieflage freilich nicht auf.

Vielleicht, weil man beim Googeln zum Thema Mobilfunkkritik vorwiegend nur die von Ihnen kritisierten Seiten findet. Wir alle haben doch so angefangen. Sich auf beiden Seiten informieren machen doch nur die allerwenigsten, weil es verdammt viel Arbeit macht. Und diejenigen, die sich als elektrosensibel bezeichnen, fühlen sich bestätigt durch das was sie auf den einschlägigen Seiten finden und hinterfragen die Ungereimtheiten nicht, weil es ihnen in ihrer Situation vielleicht auch nicht so wichtig ist, die kämpfen nämlich an einer anderen Front.

Von einem rechtschaffenen Gemeinderat hätte ich jetzt aber schon erwartet, dass er diese Binsenweisheit kennt und sich beide Seiten einer Medaille anschaut, bevor er solche Texte wie oben abdrückt. Und mit beiden Seiten meine ich sicher nicht a) Bürgerwelle und b) Gigaherz/Kompetenzinitiative.

Da sich das IZgMF von den anderen mobilfunkkritischen Seiten unterscheidet, wäre es doch die Gelegenheit für alle, die sich hier informieren, aufzuzeigen, wer denn das - seriöse und neutrale - Gegenstück zu Bürgerwelle und Kompetenzinitiative ist. Meine Meinung und auch Erfahrung ist, dass wenn man sich auf beiden Seiten informiert, muss man schon etwas tiefer in der Materie drin stecken um zu erkennen, dass die einen aufbauschen und Aktuelles ausblenden und die anderen einen auch nicht wirklich weiterbringen. Und das durchaus aktive Gegenstück zu Bürgerwelle und Co sind u.a. die Netzbetreiber und blenden die nicht auch Aktuelles aus?
Also, wer von der Gegenseite bietet einem interessierten Neuling etwas, mit dem er wirklich was anfangen kann?

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Das "Gegenstück" ist das Denken

AnKa, Freitag, 16.05.2008, 00:14 (vor 4225 Tagen) @ Doris

Da sich das IZgMF von den anderen mobilfunkkritischen Seiten unterscheidet, wäre es doch die Gelegenheit für alle, die sich hier informieren, aufzuzeigen, wer denn das - seriöse und neutrale - GEgenstück zu Bürgerwelle und Kompetenzinitiative ist. Meine Meinung und auch Erfahrung ist, dass wenn man sich auf beiden Seiten informiert, muss man schon etwas tiefer in der Materie drin stecken um zu erkennen, dass die einen aufbauschen und Aktuelles ausblenden und die anderen einen auch nicht wirklich weiterbringen.

Also, meine Erfahrung ist das nicht.

Als ich das erste mal auf einer von Mobilfunkgegnern organisierten Bürgerveranstaltung war (vor ca. 6 oder 7 Jahren), tat mir von Anfang an der hochmoralische Impetus der Hauptsprecher fast schon körperlich weh.

Diese öffentlich zur Schau getragene "wir sorgen uns um das Wohl der Bürger"- Theatralik, untrennbar verbunden mit einer knochenhart unerschütterlichen, jederzeit aggressionsbereiten Besserwisserei zur Schau getragen, das war mir von Anfang an widerlich. Diese hochroten Wutköpfe der zumeist älteren Besucher.

Da muss man nicht "etwas tiefer in der Materie drin stecken", um zu erkennen, dass es ein Unglück wäre, wenn solche Leute was zu sagen bekommen.

Und das durchaus aktive Gegenstück zu Bürgerwelle und Co sind u.a. die Netzbetreiber und blenden die nicht auch Aktuelles aus?

Das "Gegenstück" ist das Denken selbst. Jeder ist potentielles Gegenstück gegen solche Demagogen. Dies ist ein beruhigender Gedanke.

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Demagogen

Wer ist das Gegenstück zu Bürgerwelle?

H. Lamarr @, München, Freitag, 16.05.2008, 00:43 (vor 4225 Tagen) @ Doris

Da sich das IZgMF von den anderen mobilfunkkritischen Seiten unterscheidet, wäre es doch die Gelegenheit für alle, die sich hier informieren, aufzuzeigen, wer denn das - seriöse und neutrale - GEgenstück zu Bürgerwelle und Kompetenzinitiative ist.

Schön wär's, Doris. Die Realität der IZgMF-Website aber sieht anders aus, weil dort noch die alten Beiträge aus unserer 1G-Kritikerzeit stehen. Irgendwie bringe ich's nicht übers Herz, diese alten Sünden zu löschen. Steckt schließlich ne Menge Arbeit drin und ist für mich ein kleines Stück eigener Zeitgeschichte. Wir überlegen derzeit, ob und wie wir die Liste der BIs in andere Hände geben, denn BIs sind in aller Regel Sendemastengegner. Wir nicht (mehr).

Also, wer von der Gegenseite bietet einem interessierten Neuling etwas, mit dem er wirklich was anfangen kann?

Muss es denn ein Duett sein? Den einschlägigen Kritikerseiten stehen meiner Meinung nach ganz passable Seiten gegenüber, die erheblich sachlicher an die Thematik rangehen. Da sollte für jeden was dabei sein. Welche Seite für wen die richtige ist, vermag ich nicht abzuschätzen. Oder hätten Sie gedacht, dass mir Gigaherz in der Anfangsphase mal wichtig war? Die Bürgerwelle war es nie, wegen des grauenvollen Webauftritts, der Menschen missachtete und Suchmaschinen hofierte, war die BW-Website für mich schon nach kurzer Zeit irrelevant.

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Sigi's Aussagen restaurativ

Karl, Donnerstag, 15.05.2008, 19:19 (vor 4226 Tagen) @ Gast

Sigi Zwerenz "Gerade diese Gefahr durch mögliche Veränderungen in der Erbsubstanz und deren Folgen muss Anlass für die Politik sein, endlich die Vorsorge der Gesundheit in den Vordergrund zu stellen."

Hey Sigi, die Politik ist schon länger aktiv als dir lieb ist. Die Regierung legte Grenzwerte für Mobilfunkantennen & Handys fest, gewährt den Betreibern freie Handhabung in der Netzverdichtung. Damit die strahlungsarmen Handys funktionieren. Die Bundesbehörde stellt Informationen bereit. Nur du als Baubiologe bekämpfst immer noch Mobilfunkantennen und argumentierst mit Ergebnissen aus Handystudien. :cool:

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, Zwerenz, Risiko, Netzverdichtung

Sigi's Aussagen restaurativ

AnKa, Donnerstag, 15.05.2008, 20:35 (vor 4226 Tagen) @ Karl

Hey Sigi, die Politik ist schon länger aktiv als dir lieb ist. Die Regierung legte Grenzwerte für Mobilfunkantennen & Handys fest, gewährt den Betreibern freie Handhabung in der Netzverdichtung. Damit die strahlungsarmen Handys funktionieren. Die Bundesbehörde stellt Informationen bereit. Nur du als Baubiologe bekämpfst immer noch Mobilfunkantennen und argumentierst mit Ergebnissen aus Handystudien.

(Das ist besonders widersinnig, nicht? Will die Sendemasten aus der Stadt schaffen, und warnt vor der Leistung der Handys.)

(Das legt den Schluss nahe, daß es dem Mann nicht um eine Lösung geht, sondern um das Nutzen der Angst, die er den Leuten einredet.)

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Wie man aus Milben Urzeitmonster erschafft

Kuddel, Donnerstag, 15.05.2008, 21:54 (vor 4226 Tagen) @ Gast
bearbeitet von Kuddel, Donnerstag, 15.05.2008, 22:53

Nehmen wir doch mal eine andere (reale) Gesundheitsbeeinträchtigung, welche wesentlich mehr Menschen zu schaffen macht, als der Mobilfunk: Die Stechmücke.

Diese kann gefährliche Krankheiten übertragen und auch sonst das Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen.

Ich kann z.B. nicht entspannt schlafen, wenn so ein kleines Ding im Schlafzimmer summt...

Man könnte doch wunderbar in einer öffentlichen Veranstaltung so ein Viech unter eine Mikroskopkamera packen und es in Elefantengröße auf eine Leinwand projizieren.

Nichts anderes macht der Elektrosmog-Tester des Herrn Swerenz.
Er verstärkt kleine elektrische Felder millionenfach, um sie nach anschließender technischer Umwandlung (Demodulation) "hörbar" zu machen.
Ohne Verstärkung (und Batterie) würde man nichts hören. Bei einem Handy allerdings ginge es auch ohne Batterie....

Wenn ich die Mücke nicht hören würde, könnte ich entspannter schlafen...

Hausstaubmilben sehen übrigens in passender Vergrößerung wie Urzeitmonster aus ...gruselig.
Ein Dia-Abend voller Riesen-Bilder solcher Kleinstlebewesen kann das Wohlbefinden sicher nachhaltig negativ beeinflussen. Bei zart besaiteten Wesen könnter er sogar einen chronischen Putzfimmel auslösen !
(Bei Herrn Zwerenz' Zuhörern allerdings eher einen Abschirm-Fimmel ...)

Zurück zum Anfang: Ich erwarte im Anschluß an eine solche Veranstaltung, daß ein verantwortungsvoller Gemeinderat alle offenen Gewässer zuschütten läßt, damit sich die Mücken nicht mehr vermehren können.... Das wäre nachhaltige Politik im Sinne der Bevölkerung...

K

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Baubiologe Zwerenz?

H. Lamarr @, München, Freitag, 16.05.2008, 00:24 (vor 4225 Tagen) @ Gast

der Baubiologe Siegfried Zwerenz

Baubiologe? Seit wann denn das? Ich dachte er sei Heilpraktiker. Damit müsste der Interessenskonflikt für Siegfried Zwerenz an der Schmerzgrenze angekommen sein.

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Baubiologe, Zwerenz, Interessenkonflikt, Heilpraktiker

Baubiologe Zwerenz?

AnKa, Freitag, 16.05.2008, 00:30 (vor 4225 Tagen) @ H. Lamarr

der Baubiologe Siegfried Zwerenz

Baubiologe? Seit wann denn das? Ich dachte er sei Heilpraktiker. Damit müsste der Interessenskonflikt für Siegfried Zwerenz an der Schmerzgrenze angekommen sein.

(1) Ordnungswidrig handelt, wer als Inhaber einer Erlaubnis nach § 1 die Heilkunde im Umherziehen ausübt.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu zweitausendfünfhundert Euro geahndet werden.

Jedenfalls scheint er eine geschickte Masche gefunden zu haben, das Werbeverbot für Heilpraktiker zu umgehen.

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Tags:
, Baubiologe, Zwerenz, Seilschaft, Heilpraktiker

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