SAR-Basiswert (Allgemein)

KlaKla, Dienstag, 06.05.2008, 13:01 (vor 4230 Tagen)

Um die nachgewiesenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die durch eine übermäßige Erwärmung des Körpers entstehen, zuverlässig auszuschießen, wird von internationalen Expertengremien eine Begrenzung des SAR-Wertes für den Gesamtkörper auf 0,08 W/kg (Basisgrenzwert) empfohlen.
Für die Teilkörperbereiche Kopf und Rumpf beträgt der Basisgrenzwert der SAR 2 W/kg
und für die Extremitäten 4 W/kg, jeweils gemittelt über 10 g Körpergewebe.

Verständnis Frage:
Leitet sich der Teilkörperwert SAR 2 W/kg und Extremitätenwert SAR 4 W/kg ab vom
Gesamtkörperwert 0,08 W/kg?

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Grenzwert, SAR-Wert, Basiswert, Teilkörperwert

SAR-Basiswert

Raylauncher @, Dienstag, 06.05.2008, 21:56 (vor 4230 Tagen) @ KlaKla

Verständnis Frage:
Leitet sich der Teilkörperwert SAR 2 W/kg und Extremitätenwert SAR 4 W/kg ab vom Gesamtkörperwert 0,08 W/kg?

Nein, das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun. Während sich die Gesamtkörperexposition immer im Fernfeld (weitgehend ebene Wellenfront) abspielt, hat man es bei der Teilkörperexposition aufgrund der unmittelbar am Körper befindlichen Sendeantenne mit dem reaktiven Nahfeld zu tun. Die Ermittlung der Teilkörperexposition gestaltet sich somit auch wesentlich schwieriger und ist eigentlich nur durch aufwändige Versuche festzustellen. Gemessene skalare Feldstärkewerte sind hierbei nicht aussagekräftig!

Raylauncher

Tags:
, Ganzkörperexposition

SAR-Basiswert

KlaKla, Mittwoch, 07.05.2008, 11:58 (vor 4229 Tagen) @ Raylauncher

Verständnis Frage:
Leitet sich der Teilkörperwert SAR 2 W/kg und Extremitätenwert SAR 4 W/kg ab vom Gesamtkörperwert 0,08 W/kg?

Nein, das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun. Während sich die Gesamtkörperexposition immer im Fernfeld (weitgehend ebene Wellenfront) abspielt, hat man es bei der Teilkörperexposition aufgrund der unmittelbar am Körper befindlichen Sendeantenne mit dem reaktiven Nahfeld zu tun. Die Ermittlung der Teilkörperexposition gestaltet sich somit auch wesentlich schwieriger und ist eigentlich nur durch aufwändige Versuche festzustellen. Gemessene skalare Feldstärkewerte sind hierbei nicht aussagekräftig!

Also betrachtet man die drei SAR-Basiswerte losgelöst von einander.
Eine Änderung am zulässigen SAR-Teilkörperwert hat nicht zur Folge, dass der SAR-Gesamtkörperwert sich zwangsläufig dadurch mitändert?

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
, SAR-Wert, Basiswert, Teilkörperwert, Ganzkörperwert

SAR-Basiswert

KlaKla, Donnerstag, 08.05.2008, 11:28 (vor 4228 Tagen) @ Raylauncher

Nein, das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun. Während sich die Gesamtkörperexposition immer im Fernfeld (weitgehend ebene Wellenfront) abspielt, hat man es bei der Teilkörperexposition aufgrund der unmittelbar am Körper befindlichen Sendeantenne mit dem reaktiven Nahfeld zu tun. ...

Davon abgeleitet, könnte man die Forderung aufstellen, den SAR-Basiswert für Teilkörperexposition zu reduzieren. Da viele Handys eh schon mit niedrigeren SAR-Wert auf dem Markt sind, dürfte das nicht so Problematisch für die Wirtschaft sein.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Teilkörperexposition

SAR-Basiswert

helmut @, Nürnberg, Donnerstag, 08.05.2008, 11:38 (vor 4228 Tagen) @ KlaKla

Davon abgeleitet, könnte man die Forderung aufstellen, den SAR-Basiswert für Teilkörperexposition zu reduzieren. Da viele Handys eh schon mit niedrigeren SAR-Wert auf dem Markt sind, dürfte das nicht so Problematisch für die Wirtschaft sein.

Ganz so leicht ist das nicht. Mit der gleichen Vermutung könnte man munkeln, die Autoindustrie sollte doch nur noch Autos mit maximal 10 KW (PS) herstellen. Würde den Spritverbrauch und die Unfallzahlen und Unfallschäden drastisch senken.

Die SAR-Werte bei den Mobiltelefonen dürften für gute Funktionalität auch in schlechtversorgten (Wald-)gebieten nicht viel weniger betragen, auch wenn man das senken wollte. -- Von Nix kommt Nix --

Das Handy befindet sich nun mal unmittelbar am Körper, am geforderten Sicherheitsabstand ist da nichts mehr zu verhandeln. Und mit weniger Senderleistung würde man sich einen Wettbewerbsnachteil für schlecht versorgte Gebiete einhandeln

Bei den Basisstationen dürfte da wesentlich mehr Luft drin sein .

MfG
Helmut

--
In der Mobilfunk-BI und
"In der Abendsonne kann selbst ein kleiner Zwerg große Schatten werfen" (frei nach Volker Pispers)


Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

SAR-Basiswert

KlaKla, Donnerstag, 08.05.2008, 11:53 (vor 4228 Tagen) @ helmut

Die SAR-Werte bei den Mobiltelefonen dürften für gute Funktionalität auch in schlechtversorgten (Wald-)gebieten nicht viel weniger betragen, auch wenn man das senken wollte. -- Von Nix kommt Nix --

OK, aber die Industrie baut doch kein Handy mit niedrigerem SAR-Wert wenn dann damit die Technik nicht mehr funktioniert. Oder wollen sie mir sagen, dass ein Handy mit niedrigen SAR-Wert bei schlechter Verbindung trotzdem bis zu 2 W/kg aufdreht?

--
Meine Meinungsäußerung

SAR - die große Unbekannte

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 08.05.2008, 12:22 (vor 4228 Tagen) @ KlaKla

Die SAR-Werte bei den Mobiltelefonen dürften für gute Funktionalität auch in schlechtversorgten (Wald-)gebieten nicht viel weniger betragen, auch wenn man das senken wollte. -- Von Nix kommt Nix --


OK, aber die Industrie baut doch kein Handy mit niedrigerem SAR-Wert wenn dann damit die Technik nicht mehr funktioniert. Oder wollen sie mir sagen, dass ein Handy mit niedrigen SAR-Wert bei schlechter Verbindung trotzdem bis zu 2 W/kg aufdreht?

Ich denke du bist da auf dem Holzdampfer in verkehrter Richtung unterwegs. Ein Handy hat keinen SAR-Wert, sondern es verursacht einen. Und zwar an dem Punkt des menschlichen Körpers, der der Handy-Antenne am nächsten ist. Und weil ein Punkt eine reichlich vage Größenangabe ist, hat man sich in Europa auf eine Punktgröße geeinigt, wie sie 10 Gramm Körpergewebe beansprucht. Normalerweise ist dieser Punkt am Ohrwaschl. Dort pumpt das Handy einen unerfreulich großen Teil seiner Sendeleistung rein (bis zu 60 %), mehr als 2 W pro Kilogramm privates Ohrwaschelgewebe dürfen's aber nicht sein. Deshalb messen die Hersteller bei ihren Handy-Modellen, wieviel Leistung die im ungünstigsten Fall ins Gewebe einbringen. Da kommt dann also ein Maximalwert raus, je kleiner der ist, desto besser für die Ohren und desto schlechter für die Verbindung zur Basisstation. Aufdrehen tut ein Handy bei schlechter Verbindung zwar die Sendeleistung, den SAR-Wert juckt dies aber nicht, denn der ist sowieso bei Maximalleistung ermittelt worden.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

SAR - die große Unbekannte

KlaKla, Donnerstag, 08.05.2008, 15:48 (vor 4228 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 08.05.2008, 16:15

Ich denke du bist da auf dem Holzdampfer in verkehrter Richtung unterwegs.
Ein Handy hat keinen SAR-Wert, sondern es verursacht einen.

...

Ok, und was ändert es, wenn ich fordere, den SAR-Basiswert für Teilkörperexposition auf sagen wir mal 1 W/kg zu reduzieren? Würde man der Forderung nach kommen, müssten alle Handyhersteller garantieren den SAR-Wert 1 W/kg nicht zu überschreiten? Dann müssen alle Handys mit einem SAR-Wert > 1 W/kg aus dem Handel gezogen werden.

Nach Erhebung des BfS, bewegen sich die SAR-Werte der auf dem Markt befindlichen Handys zwischen
0,10 W/kg und 1,94 W/kg.
87 % der derzeitig auf dem deutschen Markt befindlichen Handys kommen mit einem SAR-Wert < 1 W/kg aus.
29 % der derzeit auf dem deutschen Markt befindlichen Handys überschreiten nicht mal mehr einen
SAR-Wert von 0,6 W/kg.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
SAR-Wert, Basiswert

Ach so!: Grenzwertforderung für Handys

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 08.05.2008, 22:25 (vor 4228 Tagen) @ KlaKla

Ok, und was ändert es, wenn ich fordere, den SAR-Basiswert für Teilkörperexposition auf sagen wir mal 1 W/kg zu reduzieren?

Was das ändert? Null,Null oder einfach nix! Du kannst gerne auch 0,1 W/kg fordern - leider bist du nicht in der Position, dass irgendein Hersteller deine Forderung überhaupt wahr nimmt.

Wenn ich dich recht verstehe, willst du von den allgegenwärtigen Forderungen nach Grenzwertsenkungen im Fernfeld (Sendemasten) weg und möchtest stattdessen eine Grenzwertsenkung bei den Handys. Ja? Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn du die Senkung von 2 auf 1 W/kg irgendwie sachlich begründen könntest, z.B. mit konkreten Forschungsresultaten. Forderungen nach Grenzwertsenkungen aus persönlichen Launen heraus halte ich beim Handy für ebenso unsinnig wie bei Sendemasten. Dagegen erscheint mir die Idee, die grassierende Senksucht von den Masten wegzulenken und auf Handys hinzulenken angesichts des momentanen Forschungsstandes (Interphone & Co.) für fast schon überfällig. Seltsam: Alle starren auf die Masten, eine Grenzwertsenkung bei Handys fordert meines Wissens niemand. Das Thema wäre allerdings auch einen eigenen neuen Strang wert.

Quergedanke: Ob den Baubiologen klar ist, dass der Staat ihnen die Geschäftsgrundlage nähme, würde er die baubiologischen Grenzwerte tatsächlich einführen? So eine Senkung wäre für die gesamte Branche vermutlich der Schock des Jahres und es wäre spannend zu beobachten, wie darauf reagiert werden würde. Frau Sohmer weiß die Antwort schon heute ;-).

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
, Handy, Grenzwertsenkung

Ach so!: Grenzwertforderung für Handys

Doris @, Freitag, 09.05.2008, 00:01 (vor 4228 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn ich dich recht verstehe, willst du von den allgegenwärtigen Forderungen nach Grenzwertsenkungen im Fernfeld (Sendemasten) weg und möchtest stattdessen eine Grenzwertsenkung bei den Handys. Ja? Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn du die Senkung von 2 auf 1 W/kg irgendwie sachlich begründen könntest, z.B. mit konkreten Forschungsresultaten. Forderungen nach Grenzwertsenkungen aus persönlichen Launen heraus halte ich beim Handy für ebenso unsinnig wie bei Sendemasten.

Grenzwertsenkungen bei Handys sind doch Thema, das wurde hier doch schon einmal angesprochen.

Auf die gelungene Wiederholung der Reflex-Studie angesprochen sagte Prof. Bernhardt: "Wenn es tatsächlich gelingt, Reflex im Reagenzglas zu wiederholen, dann haben wir ein Problem." In diesem Fall müsste das Ergebnis mit Tierversuchen verifiziert werden. Ließe sich daraus dann eine Gefährdung für Menschen ableiten, müssten die Grenzwerte gesenkt werden.

Und Prof. Bernhard meinte mit dieser Äußerung die Grenzwerte fürs Handy und nicht für die Basisstationen. Bei Grenzwertsenkungen denken die meisten automatisch an die Basisstationen. Dass dies gerade in Fachkreisen eher nicht das Thema ist, hat mir RDW hier in seiner Antwort erklärt.

Es ist ein absoluter Fehler, "Grenzwerte" immer auf Basisstationen zu beziehen. Die große Mehrheit der Studien befassen sich mit Expositionen durch Mobiltelefone sowie den zugehörigen Grenzwerten für Teilkörperexposition.
Während Fachleuten dieser Unterschied durchaus bewusst ist, fehlt dieses Verständnis den meisten Laien - und Mobilfunkkritikern. Und es gibt nicht wenige, die ganz bewusst mit dieser Möglichkeit des Missverständnisses spielen und im Zweifelsfall ihre Hände in Unschuld waschen: "Man habe sie nur falsch verstanden".

Dagegen erscheint mir die Idee, die grassierende Senksucht von den Masten wegzulenken und auf Handys hinzulenken angesichts des momentanen Forschungsstandes (Interphone & Co.) für fast schon überfällig. Seltsam: Alle starren auf die Masten, eine Grenzwertsenkung bei Handys fordert meines Wissens niemand.

Eine Grenzwertsenkungen, wie sie von den Mobilfunkkritikern gefordert wird, kann es m.E. nicht geben, ohne die Möglichkeiten dieser Technologie gravierend einzuschränken. Die Mobilfunkkritiker wollen die Masten weit weg von der Bevölkerung und die Grenzwerte auch noch so gesenkt, dass so gut wie gar nichts mehr ankommt. Deshalb tauchen ja auch immer noch die Aussagen auf, dass bereits bei 0,0 ??? (weiß Gott wieviel Nullen) 1 µW noch problemlos telefoniert werden kann. Na ja, problemlos wohl nicht, da können sich u.U. in ferner Zukunft Probleme einstellen. Dass die Handys hier mit höherer Leistung arbeiten müssen und das mit evtl. Folgen, scheint bei diesen Forderungen egal zu sein. Eine Grenzwertsenkung, die zum Schutz der Bevölkerung (und die Bevölkerung telefoniert mit dem Handy) eingeführt wird und gleichzeitig keine Einschränkung der mobilen Möglichkeiten zur Folge hat, kann nur durch eine Netzverdichtung realisiert werden. Ob man sich darüber wohl immer im Klaren ist? Und eine Grenzwertsenkungen, die den Handytelefonierer nicht höher belastet und die mit gravierenden Einschränkungen beim Telefonieren verbunden ist (Funklöcher, keine Indoorversorgung) wird es nur geben, wenn Gesundheitsschäden bei einem großen Teil der Bevölkerung eindeutig der Belastung durch Basisstationen zuzuschreiben ist. Ich denke, dieser Beweis wird sehr schwer, wenn überhaupt zu erbringen sein.

Quergedanke: Ob den Baubiologen klar ist, dass der Staat ihnen die Geschäftsgrundlage nähme, würde er die baubiologischen Grenzwerte tatsächlich einführen?

Der Elektrosmog ist nur eine Geschäftsgrundlage der Baubiologen, die haben noch Erdstrahlen, Wasseradern usw. und den Beruf des Baubiologen gab es schon vor der massiven Verbreitung der Mobilfunktechnologie. Und da die Baubiologen in Einklang mit der Natur stehen und dem Menschen nur "Gutes" wollen, werden sie selbstverständlich finanzielle NAchteile in Kauf nehmen ;-)

Ach so!: Grenzwertforderung für Handys

H. Lamarr @, München, Freitag, 09.05.2008, 00:25 (vor 4228 Tagen) @ Doris

Und eine Grenzwertsenkungen, die den Handytelefonierer nicht höher belastet und die mit gravierenden Einschränkungen beim Telefonieren verbunden ist (Funklöcher, keine Indoorversorgung) wird es nur geben, wenn Gesundheitsschäden bei einem großen Teil der Bevölkerung eindeutig der Belastung durch Basisstationen zuzuschreiben ist.

Ähem, räusper, Sie reden hier doch von Basisstationen, Doris. Was aber spräche dagegen, den Teilkörper-Grenzwert für Handys auf das Niveau des Blauen Engels zu senken, also auf 0,6 W/kg. In Anbetracht von Interphone und Reflex (naja, jetzt mit Vorbehalt) wäre dies doch die naheliegenste und einfachste Reaktion. Es müssten nur ein paar Handy-Modelle vom Markt genommen werden und es käme in gewissen Situationen zu Komforteinbußen bei den Handy-Nutzern.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Teilkörper-Grenzwert

Ach so!: Grenzwertforderung für Handys

Doris @, Freitag, 09.05.2008, 00:52 (vor 4228 Tagen) @ H. Lamarr

Und eine Grenzwertsenkungen, die den Handytelefonierer nicht höher belastet und die mit gravierenden Einschränkungen beim Telefonieren verbunden ist (Funklöcher, keine Indoorversorgung) wird es nur geben, wenn Gesundheitsschäden bei einem großen Teil der Bevölkerung eindeutig der Belastung durch Basisstationen zuzuschreiben ist.

Ähem, räusper, Sie reden hier doch von Basisstationen, Doris.
den Handy-Nutzern.

Wissen Sie was, ich gestehe, dass ich es nicht kapiere, was Sie mir sagen wollen :-P Kann es sein, wir reden aneinander vorbei?
Es kann auch sein, ich habe da in meinem Beitrag einen Satz unterschlagen. Ich wollte die Situation darstellen, die die Mobilfunkkritiker bei ihren Grenzwertsenkungen fordern. Also sehr geringe Belastung der gesamten Bevölkerung durch Elektrosmog von Basisstationen (aber selbstverständlich darf es keine höhere Belastung der Handytelefonierer bewirken) kann nur durch Einschränkung mancher Dienste umgesetzt werden. Und diese Form der Grenzwertsenkung wird es m.M.n. nur geben, wenn Schädigung durch schwache Felder anerkannt sind. Da hat doch kuddel hier die verschiedenen Möglichkeiten anschaulich dargestellt.

spräche dagegen, den Teilkörper-Grenzwert für Handys auf das Niveau des Blauen Engels zu senken, also auf 0,6 W/kg. In Anbetracht von Interphone und Reflex (naja, jetzt mit Vorbehalt) wäre dies doch die naheliegenste und einfachste Reaktion.

Und das Netz würde nicht verdichtet werden, dass auch bei niedrigerem Grenzwert für Handys ein problemloses Telefonieren auch zuhause möglich wäre, sondern dies wären die Komforteinbußen für den Handytelefonierer?
Wenn ja, aber auch Einbußen für die Netzbetreiber?

Es müssten nur ein paar Handy-Modelle vom Markt genommen werden und es käme in gewissen Situationen zu Komforteinbußen bei den Handy-Nutzern.

Also ab und zu Funklöcher und kein Telefonieren aus dem hintersten Winkel eines Hauses?

Tags:
, Grenzwertsenkung, Schädigung durch schwache Felder

Ab und zu Funklöcher, prima

Anna, Freitag, 09.05.2008, 10:47 (vor 4227 Tagen) @ Doris

Also ab und zu Funklöcher und kein Telefonieren aus dem hintersten Winkel eines Hauses?

Jajajaja.

Anna

Ab und zu Funklöcher, prima

H. Lamarr @, München, Freitag, 09.05.2008, 13:57 (vor 4227 Tagen) @ Anna

Jajajaja.

Oder: Wer anderen ein Funkloch gräbt fällt selbst hinein ;-)

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Mißgriff

Anna, Freitag, 09.05.2008, 17:14 (vor 4227 Tagen) @ H. Lamarr

Jajajaja.

Oder: Wer anderen ein Funkloch gräbt fällt selbst hinein ;-)

Schade, daß Sie den Grund für meinen Jubel entstellt haben.
Wenn nämlich der ganze Satz den Doris eingestellt hatte beherzigt würde, könnte im Laufe der Zeit mehr Ruhe einkehren in den Kreisen der belasteten Menschen. :yes:


Anna

Griff ins Klo

H. Lamarr @, München, Dienstag, 13.05.2008, 01:21 (vor 4224 Tagen) @ Anna

mehr Ruhe einkehren in den Kreisen der belasteten Menschen.

Weltbevölkerung: 6 699 061 382 Menschen (Stand: 13. Mai 2008 1:07:53 Uhr)
Pro Stunde werden es 9277 Menschen mehr.
Die Petition um Grenzwertsenkung haben nach rund sieben Wochen maximal 1820 Menschen weltweit unterzeichnet, das sind so viele wie in knapp 12 Minuten neu geboren werden.

Die Kreise, von denen Sie sprechen Anna, sind nur unter starken Mikroskopen zu erkennen.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Griff ins Klo?

Thomas, Dienstag, 13.05.2008, 03:02 (vor 4224 Tagen) @ H. Lamarr

Weltbevölkerung: 6 699 061 382 Menschen (Stand: 13. Mai 2008 1:07:53 Uhr)
Pro Stunde werden es 9277 Menschen mehr. Die Petition um Grenzwertsenkung haben nach rund sieben Wochen maximal 1820 Menschen weltweit unterzeichnet, das sind so viele wie in knapp 12 Minuten neu geboren werden.

Die Kreise, von denen Sie sprechen Anna, sind nur unter starken Mikroskopen zu erkennen.


Hallo spatenpauli,

ist das jetzt eine verklausulierte verdrehte und eigentlich dann doch irgendwie gemeinte verfrustete humorige Entschuldigung an Anna,
oder eher eine Antwort in von Andaren bekannter "Schwurbelpapst und Ausweichkönig" - Weise?? ;-)

Mit freundlichem Gruß
Thomas,

und frohe Pfingsten nachträglich.

Mit Hurra in den Sumpf der Inkompetenz

H. Lamarr @, München, Freitag, 09.05.2008, 14:21 (vor 4227 Tagen) @ Doris

Kann es sein, wir reden aneinander vorbei?

Und wie! Vergessen Sie doch einfach mal kurz die Basisstationen und rufen Sie sich ins Gedächtnis, dass der momentane Forschungsstand Risiken des Mobilfunks nicht bei den Masten sieht, sondern bei den Handys. Und was passiert auf Seiten der Kritiker? Wird da etwa mit Macht darauf gedrängt, den zulässigen SAR-Wert von 2 W/kg am Kopf zu senken? Nein! Nichts dergleichen passiert. Dabei wäre dies doch wissenschaftlich einigermaßen gut mit Vorsorge begründbar, besonders auch mit Blick auf die Kinder. Dennoch dreht sich bei Mobilfunkkritikern praktisch alles nur um die Sendemasten, das Risiko Handy wird eher als Alibi nur mal eben so erwähnt. Wenn Kritiker von Grenzwertsenkung reden, dann meinen sie zu 99 % die Sendemasten. Das ist absolut irrational und ein trauriges Verdienst unserer Frontleute, die nicht müde werden, in eben diese verkehrte Kerbe zu hauen.

Nur eines passt mMn nicht in dieses Bild hinein: die Forderung der BioInitiative. Auch die kümmert sich allem Anschein nach mit Hingabe nur um die Masten und lässt Handys links liegen. Jedenfalls habe ich noch nichts mitbekommen, dass die BioInitiative eine Senkung der Belastung bei Handys fordert. Da ist für mich ganz grob der Wurm drin und ich bin gespannt, wie die gutachterliche Bewertung des BioInitiative-Reports ausgehen wird. Möglicherweise ist es aber auch so, dass die Leute, die nach außen hin der BioInitiative eine Stimme geben (Cindy Sage), den Originalton verzerrt wiedergeben. Dafür habe ich einen ganz konkreten Anhaltspunkt. Auf jeden Fall beäuge ich die Marschrichtung der BioInitiative mit Vorsicht, und seitdem die Kompetenzinitiative ihre Finger nach der BioInitiative ausstreckt, sogar mit Misstrauen.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Geschäft, Handy, BioInitiative, Sage, Inkompetenz, Grenzwertsenkung

"Masten raus aus Wohngebieten"...

AnKa, Freitag, 09.05.2008, 14:56 (vor 4227 Tagen) @ H. Lamarr

Und was passiert auf Seiten der Kritiker? Wird da etwa mit Macht darauf gedrängt, den zulässigen SAR-Wert von 2 W/kg am Kopf zu senken? Nein! Nichts dergleichen passiert.

Wenn die maximale Sendeleistung der der Handys gesenkt wird, müssen die Sendemasten zwangsläufig enger zusammenrücken, spatenpauli.

Unsere "Masten raus aus Wohngebieten"-Helden haben da ein Argumentationsproblem. Der jahrelange Funkmasten-Alarmismus hat sie in ihrem Denken unflexibel gemacht.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Tags:
Wohngebiet, Handynutzer

Senderverdichtung - keine Komforteinbußen?

Doris @, Freitag, 09.05.2008, 18:57 (vor 4227 Tagen) @ AnKa

Und was passiert auf Seiten der Kritiker? Wird da etwa mit Macht darauf gedrängt, den zulässigen SAR-Wert von 2 W/kg am Kopf zu senken? Nein! Nichts dergleichen passiert.

Wenn die maximale Sendeleistung der der Handys gesenkt wird, müssen die Sendemasten zwangsläufig enger zusammenrücken, spatenpauli.

Halt nur dann, wenn Telefonieren ohne jegliche Einschränkung auch mit gesenkten Grenzwerten für Handys weiterhin gelten soll.
Deshalb war meine Frage an spatenpauli ja auch, was er unter Komforteinbußen versteht. Denn ich sehe es auch so, egal, welche Grenzwerte gesenkt werden, es hängt doch immer mit einer Senderverdichtung zusammen, oder aber es gäbe einen Grund (z.B. Interphone Studie, die eben auch Vieltelefonierer beinhaltet), warum z.B. von politischer Seite auch die Endlostelefonate per Handy eingeschränkt werden sollten. Dann wäre nur noch Outdoorversorgung gegeben und eben auch mal ein paar Funklöcher. Es hätte mich schon interessiert, welche Folgen eine Senkung des Handy Grenzwertes auf 0,6 W/kg hätte.

Tags:
Outdoor

Senderverdichtung - keine Komforteinbußen?

H. Lamarr @, München, Freitag, 09.05.2008, 19:29 (vor 4227 Tagen) @ Doris

Denn ich sehe es auch so, egal, welche Grenzwerte gesenkt werden, es hängt doch immer mit einer Senderverdichtung zusammen

Glaub' ich nicht. Wir haben in Deutschland inzwischen so dichte Netze, dass auch leistungsschwache Handys (kleiner SAR-Wert) in aller Regel ein Netz finden. Unter Komforteinbußen verstehe ich, dass eben nicht immer und überall ein Netz in 1A-Qualität zur Verfügung steht. Um dieses Manko aufzufangen, könnten sich ein paar Milliönchen rentieren, die in die Weiterentwicklung der Empfängertechnik gesteckt werden. Das neue 4G-Netz soll z.B. die Mimo-Technik nutzen, mit der heute schon bei W-LAN ein ordentlicher Gewinn an Übertragungsqualität/Reichweite geschafft wird, ohne dass dazu die Sendeleistung angehoben werden musste.

Es hätte mich schon interessiert, welche Folgen eine Senkung des Handy Grenzwertes auf 0,6 W/kg hätte.

Aus meiner Sicht:

- Handy-Hersteller müssten sich ein bisschen mehr beim Antennen-Design anstrengen. Dass das geht, zeigen die vielen Modelle mit SAR < 0,6 W/kg.
- Handy-Nutzer sind klar die Gewinner. Wenn sich strahlungsarm als Prädikat erst mal durchgesetzt hat, wäre wohl auch die Akzeptanz einer weniger guten Dienstgüte in Extremsituationen (Bergwanderung, Tiefgarage etc.) größer.
- Netzbetreiber bekämen ein paar Reklamationen mehr zu hören und müssten, wenn sie das nicht wollen, vielleicht doch den einen oder anderen Füllsender aufbauen, um das Gemeckere abzustellen. Die "fliegenden Plattformen" wären dafür möglicherweise ideale ortsungebundene Problemlöser, wenn die Dinger nur mal aus dem Experimentierstadium raus kämen. Allerdings müsste auch ein SAR-reduziertes Handy dazu rd. 25 km Luftstrecke überwinden können. Ob ein 0,6 W/kg-Modell das schafft, weiß ich nicht.
- Anwohner von Basisstationen sollten ebenfalls weniger abkriegen, weil Handys nicht mehr so leicht in ferner gelegene Funkzellen umgebucht werden können und daher die BTSn ihre Schäfchen dichter bei der Stange halten muss, was weniger Sendeleistung bedeutet.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Was ist mit BOS etc. ?

Raylauncher @, Freitag, 09.05.2008, 20:54 (vor 4227 Tagen) @ H. Lamarr

Die ganze Diskussion um ein Absenken der Teilkörperexposition ist doch müßig und dreht sich wie so oft nur um Funktelefone. Bei letzteren ist es doch jedem selbst überlassen, ob und welches Endgerät er nutzt.

Anders sieht es bei den nicht so eng gestrickten Netzen aus, z.B. beim Profifunk oder bei BOS (Tetra, Tetrapol, analoge Funksprechgeräte usw. usw.). Da ist man auf größere Reichweiten und Zuverlässigkeiten angewiesen und verschenkt diese nicht leichtfertig durch überzogene und unbegründete Vorsorgemaßnahmen. Eine Reduktion der zulässigen SAR und die daraus resultierende Netzverdichtung würde diese Netze exorbitant verteuern ohne dass die dadurch zusätzlich geschaffenen Kapazitäten überhaupt genutzt würden - und das zahlen wir alle dann teilweise über unsere Steuern. Ich weiß nicht, welchen SAR-Wert ein analoges BOS Handfunkgerät (z.B. FuG 13) hat. Mehr als ein Handy wirds wohl allemal sein. Und auch dort (zumindest bei den aktuellen Geräten) sollten ja die 2 W/kg Teilkörperexposition eingehalten sein. Und ganz im Gegensatz zum privaten Handy sucht sich dort der Nutzer nicht das Modell mit einem ihm genehmen SAR-Wert aus oder kann dessen Nutzung ohne weitere Konsequenzen meiden.

Raylauncher

Was ist mit BOS etc. ?

H. Lamarr @, München, Samstag, 10.05.2008, 00:23 (vor 4227 Tagen) @ Raylauncher

Ich weiß nicht, welchen SAR-Wert ein analoges BOS Handfunkgerät (z.B. FuG 13) hat. Mehr als ein Handy wirds wohl allemal sein.

Wohl eher nicht, das FuG 13 ist ein Sprechfunkgerät, das sich (normalerweise) keiner direkt an den Kopf hält.

[image]

Außerdem spricht doch prinzipiell nichts dagegen, nur die SAR für die Allgemeinbevölkerung zu reduzieren (z.B. wegen der Kinder) und die SAR für beruflich mit Funk hantierende Menschen auf dem bisherigen hohen Wert von 4 statt 2 W/kg zu belassen. Prinzipiell habe ich deshalb geschrieben, weil es mir nicht einleuchtet, warum manche, die das "Pech" haben, mit Funk oder starken Magnetfeldern beruflich zu tun zu haben, mehr aushalten müssen als Otto Normalverbraucher. Schließlich kann man durch Training, Üben oder Meditieren keine Resistenz gegen Felder erwerben, wenn die schaden, dann schaden die jeden. Wenn ich mich nicht irre, ist z.B. die zulässige Magnetfeldbelastung seitens EU-Unfallverhütungsvorschrift kürzlich nach oben hin korrigiert worden. Nicht ganz unbeteiligt daran war die Autoindustrie, die mit ihren Schweißrobotern (Punktschweißung) den Arbeitern enorm hohe Feldbelastungen zumutet, die durch die Grenzwerterhöhung sozusagen nachträglich legalisiert wurde. Bei Schweißströmen von etlichen 100 A muss es z.B. bei Handschweißzangen zu enormen Feldbelastungen kommen.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Was fordert die BioInitiative wirklich?

Doris @, Samstag, 10.05.2008, 00:38 (vor 4227 Tagen) @ H. Lamarr

Kann es sein, wir reden aneinander vorbei?

Und wie!

Und immer noch mehr. Ich konnte wohl nicht rüberbringen, was ich meinte. :-)

Vergessen Sie doch einfach mal kurz die Basisstationen und rufen Sie sich ins Gedächtnis, dass der momentane Forschungsstand Risiken des Mobilfunks nicht bei den Masten sieht, sondern bei den Handys.

Dies ist immer in meinem Gedächtnis!

Sie wissen, dass ich mich für Grenzwertsenkungen für Basisstationen nicht besonders interessiere, da mir nicht klar ist, wie weit diese gesenkt werden sollen, damit es passt.

Forderungen nach Grenzwertsenkungen für Handys scheinen auf jeden Fall sinnvoller.
Nun haben wir das geklärt und wenn Sie mich jetzt wieder nicht verstehen, dann müssen Sie sich das hier zulegen :-)

Wenn Kritiker von Grenzwertsenkung reden, dann meinen sie zu 99 % die Sendemasten.

Das ist richtig, obwohl in Fachkreisen bei Grenzwertsenkungen eher nicht von Sendern geredet wird.

Übrigens, China erwog offensichtlich mal die Grenzwerte für Handys zu senken. Leider geht aus dem Beitrag kein Datum hervor. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen älteren Artikel handelt, da von UMTS Einführung die Rede ist, die unter den Umständen einer Grenzwertsenkung für Handys evtl. nicht möglich gewesen wäre.

Nur eines passt mMn nicht in dieses Bild hinein: die Forderung der BioInitiative. Auch die kümmert sich allem Anschein nach mit Hingabe nur um die Masten und lässt Handys links liegen. Jedenfalls habe ich noch nichts mitbekommen, dass die BioInitiative eine Senkung der Belastung bei Handys fordert.

die ganze Sache mit der BioInitiative Group und den Forderungen nach Grenzwertsenkungen erscheint mir sowieso komisch. Ganz am Anfang, als der Report erschien, war auch die Rede von Handygrenzwerten.
So wurde Jacqueline McGlade in diesem Bericht zitiert.

Mainz, 11.11.2007: Erstmals warnt eine europäische Fachbehörde ausdrücklich vor gesundheitlichen Gefahren des Mobilfunks. Im ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ sagte die Direktorin der Europäischen Umweltagentur (EEA), Professor Jacqueline McGlade: "Handys mögen schwach strahlen, aber es gibt genügend Beweise für Wirkungen auch bei schwacher Strahlung, dass wir jetzt handeln müssen.

hier geht es doch eindeutig um Handys und der Handlungsbedarf bezieht sich dann doch auch auf diese.
Franz Prof. A. äußerte sich in dem REPORT Beitrag ja auch zu Grenzwertsenkungen. Es mag einfach deshalb irritierend sein, weil eben Grenzwertsenkungen in Kritikerkreisen immer mit Masten in Verbindung gebracht werden. Aber das ist eben nicht so und gerade Franz Prof. A. meinte nicht die Masten, sondern die Handys. Dies ist aus diesem Beitrag ganz deutlich zu erkennen

BZ: Derzeit gilt für Handy-Strahlung ein Grenzwert von zwei Watt pro Kilogramm Gewebe. Ist das ausreichend?

Prof. A.: Keiner kann im Moment mit Sicherheit sagen, wie und ob überhaupt EMF, wie sie von Handys ausgehen, gefährlich sind. Daher bin ich für das Vorsorgeprinzip. So wäre etwa eine Senkung der Grenzwerte auf ein Watt pro Kilogramm von der Industrie sicher nicht zu viel verlangt.

Die BioInitiative fordert zwar schon 1 mW/m² im Freien und das bezieht sich auf die Basisstationen, aber RDW schreibt hier

Im August 2007 legte die zuvor noch nicht in Erscheinung getretene internationale "BioInitiative Working Group", die sich nach eigenen Angaben aus 14 Wissenschaftlern und Experten sowie weiteren externen Fachleuten zusammensetzt, ein mehrteiliges Grundlagenpapier vor, das Argumente für tiefere Grenzwerte für niederfrequente Magnetfelder sowie die Immissionen von Mobilfunkanwendungen liefern soll.[/b]

Ich persönlich habe hier den Eindruck, dass nur die Aussage mit den 1 mW/m² im Freien und den 100 µW/m² im Innern herausgepickt wurde und schwupps die BioInitiative ausschließlich für Grenzwertsenkungen bei Basisstationen steht.

Tags:
Handy, BioInitiative, Grenzwertsenkung, McGlade, Zitat Prof. A.

Böses Spiel mit der BioInitiative?

H. Lamarr @, München, Samstag, 10.05.2008, 01:31 (vor 4227 Tagen) @ Doris

Ich persönlich habe hier den Eindruck, dass nur die Aussage mit den 1 mW/m² im Freien und den 100 µW/m² im Innern herausgepickt wurde und schwupps die BioInitiative ausschließlich für Grenzwertsenkungen bei Basisstationen steht.

Haargenau so sehe auch ich das. Und deshalb ist es vielleicht eben doch kein "Versehen", dass die Petition, die von Janet Newton stammt, hierzulande so beharrlich der BioInitiative in die Schuhe geschoben wird. Damit spannen die Kompetenzinitiativler die ahnungslose BioInitiative vor Ihren Sendemastengegner-Karren und kriegen so plötzlich ein Ansehen, das sie sonst nicht hätten. Kann ja kaum was passieren, die von der BioInitiative können ja fast alle kein Deutsch. Ja, je länger ich drüber nachdenke, desto unwahrscheinlicher wird für mich die Ausrede vom Versehen. Nicht blöde, wenn die's so machen - aber auch verschlagen und irreführend!

Auch Cindy Sage gibt lediglich ihre persönliche Einschätzung des BioInitiative-Reports wieder. Die BioInitiative selbst hat keine akustische Stimme. Wer wissen will, was die wirklich sagen, muss durch den Report durch - oder auf die Stellungnahmen dazu warten.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
BioInitiative, Sage, Kompetenzinitiative, Karren, BioInitiative-Report

Baubiologin Cindy Sage

Kuddel, Samstag, 17.05.2008, 22:55 (vor 4219 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Samstag, 17.05.2008, 23:34

Nur eines passt mMn nicht in dieses Bild hinein: die Forderung der BioInitiative. Auch die kümmert sich allem Anschein nach mit Hingabe nur um die Masten und lässt Handys links liegen.

Wieso paßt das nicht ins Bild ?

Cindy-Sage's Geschäftsgrundlage sind "schwache Felder" und nicht Handy's

Schauen Sie doch mal auf die Webseite von Cindy Sage's Firma Siehe hier.

Cindy Sage ist eine waschechte Baubiologin und betreibt eine Kette von Architektur-Büro's speziell für EMF-armes wohnen mit Filialen in 5 Städten
(Arizona, 3*Californien und Denver-Colorado)
Zu ihren Kunden zählen reiche Filschauspieler (Tom Cruise,Nicole Kidman), Golfclubs, Krankenhäuser, Stadtplanungsbüro's etc

Das Angebot Ihrer Leistungen umfaßt unter anderem:

"Messungen von EMF in Häusern und Büros"

"Abschirmung von Privathäusern und Büro's"

"Beratung zur Minimierung Magnetischer Felder durch Masseschleifen und Elektrokabel"

"Funk-Mast-Planungen" (Sie ist quasi ein Herr Eisenreich )

"EMF-Dosis-Messungen über längere Zeiträume"

etc.

Tags:
Baubiologie, Geschäft, Interessenkonflikt, BioInitiative, Sage, Hese-Project

Cindy Sage ist der Dr. Adlkofer der BioInitiative

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.05.2008, 23:08 (vor 4218 Tagen) @ Kuddel

Nur eines passt mMn nicht in dieses Bild hinein: die Forderung der BioInitiative. Auch die kümmert sich allem Anschein nach mit Hingabe nur um die Masten und lässt Handys links liegen.

Wieso paßt das nicht ins Bild ?

Cindy Sage ist eine waschechte Baubiologin und betreibt eine Kette von Architektur-Büro's speziell für EMF-armes wohnen mit Filialen in 5 Städten

Ach du meine Güte! Gibt es in der Kritikerszene denn gar nichts mehr, das bei leichtem Druck nicht anfängt zu bröseln? Irritiert bin ich vor allem deshalb, weil Cindy Sage angeblich die Mutter der BioInitiative (BI) ist, sie soll die Wisschenschaftler zusammengetrommelt und die Infrastruktur der Gruppe aufgebaut haben. Im Organisationskomitee der BI sitzt sie auf jeden Fall. Daraus muss zwar jetzt nicht zwangsläufig ein Interessenskonflikt resultieren, in den USA kursiert allerdings eine CD mit einem Interview mit Cindy Sage, da tritt sie tatsächlich mit der üblichen Dramatik der Kritiker der 1. Generation auf, also als Sendemastengegnerin. Ich hatte mal Gelegenheit, einen ins deutsche übersetzten Text von ihr kennen zu lernen: Kuddel, da war über DECT eine Passage drin, die sage ich ihnen jetzt nicht, weil Sie augenblicklich bewusstlos werden würden. Ob die Passage aus dem Film ist weiß ich nicht, ich fürchte, da müssen Sie gucken gehen.

Cindy Sage ist für die BioInitiative das, was Franz Adlkofer für das Reflex-Projekt ist: Koordinator & Promoter. Ich denke wenn man das beachtet, dann müsste auch ein Differenzieren möglich sein.

X

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Interessenkonflikt, BioInitiative, Prof. Adlkofer, Cindy Sage, 1G-Kritiker

Cindy Sage ist der Dr. Adlkofer der BioInitiative ▼

Kuddel, Montag, 19.05.2008, 23:57 (vor 4217 Tagen) @ H. Lamarr

Ich habe mir den Beitrag angesehen.

Cindy war erfreut darüber, daß Ihr Bio-Initiative Report in Europa eine "überwältigende" Resonanz hervorgerufen hat, im Gegensatz zur USA.

Sie wirkt auf jeden Fall sehr überzeugend.

Ms. Sage spricht in dem Beitrag hauptsächlich (zu 90%) über das Risiko von Hirntumoren bei Mobilfunk-Telefon-Nutzung und daß sie besorgt ist, weil viele Kinder heute Mobiltelefone benutzen.

In dem Punkt muß man ihr ja auch Recht geben.

Schnurlostelefone sind Ihrer Meinung nach wie Mobiltelefone zu betrachten.

Sie macht auch keinen Unterschied zwischen Bluetooth-Headsets und direkter Handynutzung. Beides ist für Sie inakzeptabel....

Ganz extrem wurde es an dem Punkt, wo sie über RFID sprach. Sie meinte Hunde könnten durch die RFID-Identifikationschips Tumore bekommen.
Insofern merkwürdig, weil doch diese Chips "passiv" sind, d.h. gar keine Felder emittieren. Erst beim Auslesen werden Felder benötigt/emittiert.

K

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=21322

Cindy Sage: Deutsche Übersetzung des Interviews

Doris @, Mittwoch, 18.03.2009, 10:15 (vor 3914 Tagen) @ H. Lamarr

in den USA kursiert allerdings eine CD mit einem Interview mit Cindy Sage,

Das Interview mit Cindy Sage gibt es nun in deutscher Synchronisation. So kann sich jeder selber ein Bild machen und bewerten.

http://www.broschuerenreihe.net/online/bioinitiative-interview-mit-cindy-sage.html

Ganz unten auf der Seite gibt es eine deutsche Zusammenfassung des BioInitiative Report.

Quelle: Kompetenzinitiative

[Hinweis Moderator - 31.07.2010 10:35 Uhr
Vorsicht mit Links, die auf die Webseiten der Kompetenzinitiative gehen.
Die Seiten sind womöglich infiziert mit Trojaner, Spyware und Würmer. Weitere Detail sind hier nachzulesen.]

Tags:
Video, BioInitiative, Sage

Cindy Sage: Deutsche Übersetzung des Interviews

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 18.03.2009, 10:54 (vor 3914 Tagen) @ Doris

Das Interview mit Cindy Sage gibt es nun in deutscher Synchronisation. So kann sich jeder selber ein Bild machen und bewerten.

Angeschaut habe ich's mir jetzt (noch) nicht vollständig, ich fürchte jedoch, dass eine Passage drin ist, in der DECT als regelrecht todbringende Technik gebrandmarkt wird - ohne auch nur im geringsten zwischen DECT-Basis und DECT-Handteil zu differenzieren. Fürs Image der BioInitiative hoffe ich, dass diese in der Tat mörderische Passage (inzwischen) rausgeschnitten ist, mörderisch im Sinne von mörderisch neben der Spur. Das was ich bis jetzt gesehen habe ist enttäuschend und aus meiner Sicht nicht sachgerechte Auflärung der Bevölkerung vor möglichen Risiken der Funktechnik, sondern virale Werbung für das Dienstleistungsspektrum der Baubiologie. Genauso gut hätten dort Wolfgang Maes, Dr. Karl Richter oder Dr. med Joachim Mutter sitzen können. Nur vom Organisationstalent her würde ich Mrs. Sage mit Prof. Franz Prof. A. vergleichen.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Werbung, BioInitiative, Kritik, Dienstleistung, Glaubenskrieger

Cindy Sage: amerikanische Baubiologin

Kuddel, Mittwoch, 18.03.2009, 12:36 (vor 3914 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Mittwoch, 18.03.2009, 13:12

Angeschaut habe ich's mir jetzt (noch) nicht vollständig,

Bringt auch nicht wirklich neue Erkenntnisse ggü üblicher 1G Kritik.
Ständig nimmt Fr. Sage Bezug auf "Studien", die angeblich bei 1/1000 :surprised: der heutigen Grenzwerte Effekte (Tumore) gefunden haben (welche sollen das sein ?), um dann (insbesondere in der 2. Hälfte des Interviews) spekulativ die schlimmsten Szenarien auch für kleinste Felder auszumalen. Auch Theorien zu "Informationsgehalt" und ähnliche esoterische Dinge werden erwähnt, welche nach ihrer Meinung (es könnte ja sein daß..) Effekte bei geringsten Strahlendosen nicht ausschließen.

NF und Hf-Studien wirft sie in einen Topf.

Die Schädlichkeit von Mobilfunk sei schon eindeutiger nachgewiesen, als die des Rauchens.. und in ein paar Jahren wird es mindestens genausoviele Mobilfunkopfer, wie Raucher-Opfer geben..
Laut einer Studie seien Kopftumore bei jugendlichen Handynutzern 800% erhöht...

Ich fürchte jedoch, dass eine Passage drin ist, in der DECT als regelrecht todbringende Technik gebrandmarkt wird - ohne auch nur im geringsten zwischen DECT-Basis und DECT-Handteil zu differenzieren.

Die Passage habe ich nicht gefunden, lediglich, daß Sie aufgrund Ergebnissen von Hardell, Schnurlostelefone mit Mobiltelefonen gleichsetzt, ebenso wie Bluetooth, obwohl 1000 fach geringere Leistung, aber es ist ja eine Funktechnik...

Genauso gut hätten dort Wolfgang Maes, Dr. Karl Richter oder Dr. med Joachim Mutter sitzen können.

Sehe ich genauso, aber Cindy ist sicher hübscher anzuschauen auf ihrem "Therapeutensessel"....:-)
(Achten Sie mal auf die sehr professionelle Hand-Gestik, sowas lernt man in Kommunikations-Seminaren für Manager )

Fast zum Schmunzeln brachten mich ihre alarmierende Diagnose zur Gefährlichkeit von RFID Chips gegen Ende des Beitrags, weil Sie damit ihren (für Laien) sehr professionell wirkenden Betrag aus meiner Sicht besonders stark disqualifiziert:
Sie verteufelt RFID-Chips, weil in einer Studie herausgefunden wurde, daß in Nähe der Chips bei Tieren (elektronische "Hundemarke") oft Tumore entstehen.
Das deutet gerade deshalb auf ihre sehr kritklose, selektive (plumpe oder auch naive) Auswahl der Studien hin, weil diese RFID Chips in der Realität absolut passiv sind, d.h. weder HF oder NF-Felder erzeugen. Sie haben nämlich keine eigene Energiequelle.
Wenn sie also Tumore hervorrufen, dann sicher nicht, weil sie Felder erzeugen, sondern eher aufgrund anderer Effekte wie Abstoßungsreaktionen des Fremdkörpers oder chemischen Giftstoffen in der Kapselung.
K

Tags:
Baubiologe, Sage, Geschäftsfeld

Cindy Sage und Hirntumore bei Jugendlichen

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 18.03.2009, 13:48 (vor 3914 Tagen) @ Kuddel

Laut einer Studie seien Kopftumore bei jugendlichen Handynutzern 800% erhöht...

Eine Blitzrecherche beim Bayerischen Krebsregister hat folgende Fallzahlen für Hirntumore ergeben:

Jahr ... Alter 10 -15 ... Alter 15 - 20 ... Summe Fallzahlen

2003 ........ 11 ................. 28 ................... 39
2004 ........ 17 ................. 07 ................... 24
2005 ........ 20 ................. 09 ................... 29

Die Prognose von Frau Sage, die sich, so meine ich mich zu erinnern auch nur auf eine Prognose von Lloyd Morgan stützt, hat mit den realen Fallzahlen im Freistaat herzlich wenig zu tun. Einfach mal so ein Plus von 800 % bei Tumoren in Hirnen Jugendlicher in die Welt zu setzen ist für mich das typische Angstschüren auf niedrigstem Niveau. Und die sogenannte Kompetenzinitiative bezahlt dafür sogar noch Geld, um US-Panik auf deutsch zu verbreiten - als wenn wir nicht genug einheimische Paniker hätten. Eigentlich müsste das Verbreiten von Panik mit erkennbar dünner Argumentation und mit erkennbar finanziellem Interessenshintergrund verboten sein! Wieso dürfen Hinz & Kunz unter dem Deckmantel des scheinheiligen "Wir-wollen-euch-armen-Würstchen-doch-nur-helfen" ein Horrorszenario nach dem anderen ungestraft in die Welt setzen damit die Umsätze stimmen? :no:

Ich fürchte jedoch, dass eine Passage drin ist, in der DECT als regelrecht todbringende Technik gebrandmarkt wird - ohne auch nur im geringsten zwischen DECT-Basis und DECT-Handteil zu differenzieren.

Die Passage habe ich nicht gefunden ...

Aha, dann wurde sie offenbar rausgeschnitten, weil das einem in der Produktionskette dieser Übersetzung offensichtlich zu starker Tobak war. Im englischen Original, das ja ebenfalls bei YouTube herumschwirrt, sollte diese "mörderische" Passage zu DECT noch drin sein.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Kinder, Panik, Angstschürer, Hirntumor

Cindy Sage: Deutsche Übersetzung des Interviews

KlaKla, Mittwoch, 18.03.2009, 13:44 (vor 3914 Tagen) @ Doris

Das Interview mit Cindy Sage gibt es nun in deutscher Synchronisation. So kann sich jeder selber ein Bild machen und bewerten.

http://www.broschuerenreihe.net/online/bioinitiative-interview-mit-cindy-sage.html

Wirkt seriös.
Die Werbung für die Sprecherin .... Baubiologin IBN wirkt aufdringlich.

Sage behauptet, wenn die USA das Europäische Messverfahren für den SAR-Wert übernimmt, steigt dadurch das Risiko für die Handynutzer an Hirntumoren zu erkranken. In Europa wird der SAR-Wert üblicherweise über 10 g Gewebe gemittelt, in den USA dagegen über 1 g Gewebe. Des weiteren behauptet sie, nach 10 Jahren kommt der Hirntumor. Ihrer Überlegung zu folge, müsste sich in Europa bei den Handynutzern ein Anstieg von Hirntumor oder Akustikusneuronom abzeichnen.

Das die Gefahr im Informationsgehalt liegt, und daher geringe Strahlung schon zu Schädigungen führen können verstehe ich nicht.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
, Risiko, Logik, Sage

SAR - Grenzwert Empfehlung aus dem Jahr 2002

Gast, Sonntag, 18.05.2008, 11:43 (vor 4218 Tagen) @ KlaKla

Ok, und was ändert es, wenn ich fordere, den SAR-Basiswert für Teilkörperexposition auf sagen wir mal 1 W/kg zu reduzieren? Würde man der Forderung nach kommen, müssten alle Handyhersteller garantieren den SAR-Wert 1 W/kg nicht zu überschreiten? Dann müssen alle Handys mit einem SAR-Wert > 1 W/kg aus dem Handel gezogen werden.

Nach Erhebung des BfS, bewegen sich die SAR-Werte der auf dem Markt befindlichen Handys zwischen 0,10 W/kg und 1,94 W/kg. 87 % der derzeitig auf dem deutschen Markt befindlichen Handys kommen mit einem SAR-Wert < 1 W/kg aus. 29 % der derzeit auf dem deutschen Markt befindlichen Handys überschreiten nicht mal mehr einen SAR-Wert von 0,6 W/kg.

Ergänzung: Kriterien für die Vergabe des Blauen Engels
Den Blauen Engel erhält ein Handy, das übersichtliche Verbraucherinformationen, recyclinggerechte Konstruktion und kostenlose Rücknahme und Verwertung bietet. Es muss jedoch vor allem einen SAR-Wert von 0,6 W/kg vorweisen. Die spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, welche Strahlungsleistung der Kopf beim Telefonieren aufnimmt. Der gesetzliche Grenzwert liegt in Deutschland bei 2 W/kg.

Zur Festlegung des Grenzwertes wurde in Deutschland eine Empfehlung der deutschem Strahlenschutzkommission (SSK) zugrundegelegt, die als Obergrenze einen Wert von 2 W/kg gemittelt über jeweils 10 g Körpergewebe nennt. Diese Empfehlung basiert auf einer Leitlinie der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (ICNIRP), der sich auch der Rat der
Europäischen Gemeinschaft angeschlossen hat.

Um den SAR-Wert von 0,6 W/kg einordnen zu können, zeigt die Tabelle SAR-Grenz- und Vorsorgewerte verschiedener Institutionen. Oben in der Tabelle steht der bereits erwähnte ICNIRP-Grenzwert, der auch in den meisten europäischen Ländern gilt. Aufsehen erregen aktuelle Pläne der chinesischen Regierung, einen verbindlichen SAR-Grenzwert von 1,0 W/kg für Mobiltelefone einzuführen. Alle weiteren SAR-Werte in der Tabelle sind Vorsorgewerte bzw. Werte für Label.

[image]
Quelle: Strahlentelex 07/ 2002

Tags:
Kinder, Grenzwerte, SAR-Wert, Blauer Engel, Grenzwert Empfehlung

SAR-Basiswert

helmut @, Nürnberg, Donnerstag, 08.05.2008, 12:27 (vor 4228 Tagen) @ KlaKla

Die SAR-Werte bei den Mobiltelefonen dürften für gute Funktionalität auch in schlechtversorgten (Wald-)gebieten nicht viel weniger betragen, auch wenn man das senken wollte. -- Von Nix kommt Nix --

OK, aber die Industrie baut doch kein Handy mit niedrigerem SAR-Wert wenn dann damit die Technik nicht mehr funktioniert. Oder wollen sie mir sagen, dass ein Handy mit niedrigen SAR-Wert bei schlechter Verbindung trotzdem bis zu 2 W/kg aufdreht?

Nein, das kann es dann eben nicht. Der SAR-Wert wird ja bei Maximum gemessen. Und wenn man den SAR-Wert des Mobiltelefones weiter senken will als durch die Gerätekonstruktion machbar, muß man eben die maximale Leistung senken. Dann sendet das Handy im MaxFall nur noch mit 0,1 Watt. Würde sogar Akku sparen. Aber wenn es darauf ankommt, kann es dann eben nicht mehr weiter hochfahren wie ein "Gutes Handy".

"Profinutzer" kennen die Unterschiede mit welchem Handy sie noch telefonieren können wo Andere längst fluchen.

Durch den fortgeschrittenen Netzausbau ist dieses Problem allerdings meist nur noch Nebensache. Aber wenn´s drauf ankommt, könnte halt das "bessere" Handy noch die Verbindung halten wo das "schlechtere" schlapp macht.

MfG
Helmut

Tags:
Handy, SAR-Wert

SAR-Basiswert

KlaKla, Donnerstag, 08.05.2008, 15:31 (vor 4228 Tagen) @ helmut

Nein, das kann es dann eben nicht. Der SAR-Wert wird ja bei Maximum gemessen. Und wenn man den SAR-Wert des Mobiltelefones weiter senken will als durch die Gerätekonstruktion machbar, muß man eben die maximale Leistung senken. Dann sendet das Handy im MaxFall nur noch mit 0,1 Watt. Würde sogar Akku sparen. Aber wenn es darauf ankommt, kann es dann eben nicht mehr weiter hochfahren wie ein "Gutes Handy".

Gut, und das bedeutet das heute die Industrie schon vorsorgt indem sie nicht den SAR-Basiswert für Teilkörperexposition von 2 W/kg voll ausschöpft. Im Zuge der Netzverdichtung wohl auch nicht mehr so problematisch. Muss nur noch der Kunde mit ins Boot geholt werden. Es reicht, wenn man ihn darauf aufmerksam macht, er sollte auf einen niedrigen SAR-Wert bei Kauf eines Handys achten.

So kann Vorsorge ohne gesetzliche Verpflichtungen für die Industrie betrieben werden.
Jeder macht einen Schritt auf den anderen zu obwohl keine Beweise für eine Schädigung vorliegt.

Das ist natürlich nur eine Hypothese. :-)

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Handy, Vorsorge, Netzverdichtung, SAR-Wert

SAR-Basiswert

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 08.05.2008, 12:37 (vor 4228 Tagen) @ helmut

Bei den Basisstationen dürfte da wesentlich mehr Luft drin sein .

Wie meinen Sie das denn? Bessere HF-Empfangsstufen und Antennen auf Seiten der BTS, damit Handy nicht so laut schreien muss?

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum