Widerrechtlich installierte Antennen (Allgemein)

Doris @, Mittwoch, 16.04.2008, 13:11 (vor 5934 Tagen)

Antennen unerlaubt am Sendemast installiert

Das Mobilfunkunternehmen Vodafone räumt Fehler ein und will den Vorgang "korrigieren"

Großbettlingen - Der Mobilfunkanbieter Vodafone hat am Sendemasten Frauenholz in Großbettlingen widerrechtlich Antennen installiert. Das Unternehmen hat den Verstoß gegenüber Bürgermeister Martin Fritz eingeräumt - und ein Gespräch abgesagt.

Seit zehn Jahren engagiert sich der Großbettlinger Jürgen Groschupp gegen Mobilfunksendemasten in seiner Gemeinde. Sein neuester Coup: er hat herausgefunden, dass das Mobilfunkunternehmen Vodafone am Sendemasten Frauenholz mehr Antennen installierte, als in den Verträgen dazu vereinbart worden waren. "Ich schau mir die Antennen an dem Masten von Zeit zu Zeit schon mal genauer an", so Groschupp. Geschaut hat er auch wieder um den Jahreswechsel 2007/2008 herum. Dabei ist dem Ingenieur aufgefallen, dass an dem Mast mehr Antennen hängen, als auf den Plänen verzeichnet worden sind

Groschupp unterrichtete den Bürgermeister Martin Fritz von seinen Beobachtungen - und der hat dann entsprechende Schritte veranlasst. "Das Unternehmen hat mir gegenüber eingeräumt, dass Antennen nachinstalliert wurden und dass damit der Nutzungsumfang der Vereinbarung überschritten worden ist" so der Bürgermeister. Denn mit der Errichtung des Sendemastens Frauenholz vor acht Jahren ist in einem Nutzungsvertrag festgehalten worden, dass jegliche Nachrüstung mit der Gemeinde Großbettlingen abgesprochen werden muss. Und für Vodafone war vereinbart worden, sechs Sektoren- und vier Richtfunkantennen zu installieren. Tatsächlich sind dann aber "vier Sektoren- und sechs Richtfunkantennen angebracht worden", sagt Margarete Steinhart, die Pressesprecherin von Vodafone. Und weiter: "Das war ein Fehler unsererseits, den wir bedauern. Das darf nicht passieren. Wir wollen nun schnellstmöglich Transparenz herstellen und den Vorgang korrigieren."

Für heute war deshalb im Rathaus Großbettlingen ein Gespräch zwischen Fritz und Vertretern des Mobilfunkunternehmens anberaumt worden. Das ist am Mittwoch aber abgesagt worden, "im beiderseitigen Einvernehmen", wie Großbettlingens Hauptamtsleiter Edmund Zanger berichtet. Vor weiteren Gesprächen wolle das Unternehmen "von allen vier Betreibern, die den Mobilfunkmast nutzen, der Gemeinde aktualisierte Pläne vorlegen, damit alle Fakten auf dem Tisch liegen", so Margarete Steinhart. Dann gelte es zu klären, wie der Fehler korrigiert werden könne. Für das Unternehmen heißt das, mit dem Bürgermeister zu verhandeln, inwieweit der Vertrag an die gegebenen Verhältnisse angepasst werden kann. "Mehr kann ich dazu zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen", so Margarete Steinhart.

In Großbettlingen will man aber noch nicht einmal so weit denken. Denn für die Gemeinde geht es erst einmal darum, "den tatsächlichen Sachstand zu klären", wie Bürgermeister Fritz in den vergangenen Tagen erläuterte. Und das wolle man mit der Sachkenntnis eines Baubiologen machen, der die Gemeinde in der Vergangenheit schon verschiedentlich unterstützt habe, berichtete der Hauptamtsleiter am Mittwochnachmittag in Vertretung des Bürgermeisters. Das Unternehmen habe aber selbst zwei Sachverständige vorgeschlagen. Und die, so hat der Mobilfunkgegner Jürgen Groschupp wiederum recherchiert, seien "schon mehrfach als Gefälligkeitsgutachter für Mobilfunkunternehmen in Erscheinung getreten".


http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1680949

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BI, Groschupp, Vorstand

auf SWR ein Videobeitrag dazu

Doris @, Donnerstag, 15.05.2008, 21:05 (vor 5904 Tagen) @ Doris

Zu der in Großbettlingen widerrechtlich installierten Antenne -was laut RA Kniep - kein Einzelfall ist, gibt es einen SWR Videobeitrag vom 09.05.08

Quelle: Diagnose Funk

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Video, SWR

Dubios Großbrettling oder Linsenhofen

Gast, Freitag, 16.05.2008, 17:16 (vor 5904 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Gast, Freitag, 16.05.2008, 17:52

Laut EMF-Datenbank gibt es im Ort 72663 Großbettling keine Mobilfunkantennen.
[image]
Rechts von Großbettling in Ort 72636 Linsenhofen zwischen Grünewaldstraße und Dürerplatz
soll ein 50 m hoher Sendemast stehen.

Standortbescheinigung Nr. 750776 Erteilt am 07.11.2007
22 angemeldete Mobilfunkantennen, keine Richtfunkanlagen.

Links von Großbettlingen an der Kirchenstraße Richtung Altdorf weißt die EMF-Datenbank einen Standort aus.
Ein Klick auf das Dreieck gibt keine Daten aus.

Wo steht der kritische Sendemast wirklich?

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EMF-Datenbank

Dubios Großbettlingen oder Linsenhofen

Doris @, Freitag, 16.05.2008, 21:49 (vor 5903 Tagen) @ Gast

Laut EMF-Datenbank gibt es im Ort 72663 Großbettling keine Mobilfunkantennen.

Das ist ja schon aus seinem Offenen Brief an E-Plus bekannt, dass alle Antennen in Großbettlingen außerhalb des Ortes liegen. Wenn man mal die Karte, so wie Sie sie eingestellt haben, nach allen Seiten verschiebt, sieht man, dass rund um Großbettlingen allerdings recht viele Antennen stehen. Die geplante E-Plus Antenne, gegen die sich Herr Groschupp aktuell ausgesprochen hat, war offensichtlich nördlich geplant in dem grünen Bereich oberhalb der gelben Straße (und das sollen ja laut seinem Brief an E-Plus 400 m sein)

[image]

Rechts von Großbettling in Ort 72636 Linsenhofen zwischen Grünewaldstraße und Dürerplatz soll ein 50 m hoher Sendemast stehen.

Standortbescheinigung Nr. 750776 Erteilt am 07.11.2007
22 angemeldete Mobilfunkantennen, keine Richtfunkanlagen.

diesen Sender und auch die Daten dazu habe ich nicht gefunden, obwohl ich die Karte genau an der STelle geöffnet habe, wie Sie und von dort aus gesucht habe.

Nachtrag: Ich hab' den Sender nun gefunden, aber der scheint m.E. doch weiter weg als 1 km von Großbettlingen zu sein und steht ja in einem anderen Ort und zwar im Ort drin. Der Sender, um den es geht, muss außerhalb von Großbettlingen sein und in freier Natur stehen.

Links von Großbettlingen an der Kirchenstraße Richtung Altdorf weißt die EMF-Datenbank einen Standort aus.

Von der Karte aus am linken Rand einmal per Mausklick verschoben, sehe ich eine Antenne irgendwo im Grünen, an der 16 x Mobilfunk installiert ist, allerdings auch kein Richtfunk. Außerdem wird bei der beanstandeten Vodafone Antenne immer von einem Standort 1 km außerhalb in Verbindung mit "Frauenholz" gesprochen. "Frauenholz" finde ich gar nicht, in welche Richtung diese Gemarkung/Ort ?? sein soll, weiß ich nicht. Wie gesagt, die einzige große Antenne, die ich gefunden habe, ist links von Großbettlingen, paralell zu der Großbettlinger Straße und da ist laut Standortbescheinigung offensichtlich im März 2008 was dazugekommen, denn so lautet das aktuelle Datum.

Ein Klick auf das Dreieck gibt keine Daten aus.

Ich weiß nicht, welche Antenne Sie hier meinen, bei mir spucken alle angeklickten Dreiecke Daten aus.

Wo steht der kritische Sendemast wirklich?

In/im/am ?? Frauenholz, 1 km außerhalb von Großbettlingen und wo das ist, erkenne ich aus der Karte ebenfalls nicht.

Linsenhofen

Gast, Samstag, 17.05.2008, 08:32 (vor 5903 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Gast, Samstag, 17.05.2008, 08:55

72636 Linsenhofen zwischen Grünewaldstraße und Dürerplatz soll ein 50 m hoher Sendemast stehen.

Standortbescheinigung Nr. 750776 Erteilt am 07.11.2007
22 angemeldete Mobilfunkantennen, keine Richtfunkanlagen.

[image]

Großbettlingen

Gast, Samstag, 17.05.2008, 08:49 (vor 5903 Tagen) @ Doris

Von der Karte aus am linken Rand einmal per Mausklick verschoben, sehe ich eine Antenne irgendwo im Grünen, an der 16 x Mobilfunk installiert ist, allerdings auch kein Richtfunk. Außerdem wird bei der beanstandeten Vodafone Antenne immer von einem Standort 1 km außerhalb in Verbindung mit "Frauenholz" gesprochen. "Frauenholz" finde ich gar nicht, in welche Richtung diese Gemarkung/Ort ?? sein soll, weiß ich nicht. Wie gesagt, die einzige große Antenne, die ich gefunden habe, ist links von Großbettlingen, paralell zu der Großbettlinger Straße und da ist laut Standortbescheinigung offensichtlich im März 2008 was dazugekommen, denn so lautet das aktuelle Datum.

Standortbescheinigung Nr. 751470 Erteilt am 13.03.2008
16 x Mobilfunk

[image]

ca. 2 km entfernt von Großbettling Zentrum
ca. 1 km entfernt von Altdorf Zentrum

Großbettlingen

Doris @, Samstag, 17.05.2008, 13:59 (vor 5903 Tagen) @ Gast

Standortbescheinigung Nr. 751470 Erteilt am 13.03.2008
16 x Mobilfunk

[image]

ca. 2 km entfernt von Großbettling Zentrum
ca. 1 km entfernt von Altdorf Zentrum

Aus sehr zuverlässigen Quelle habe ich erfahren, dass dies die Antenne ist, um die es geht. Warum kein Richtfunk vermerkt ist, weiß ich nicht. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Eintragungen der Bundesnetzagentur wirklich zu einem hohen Prozentsatz sehr ungenau sind.

Formaler Fehler

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.05.2008, 20:56 (vor 5901 Tagen) @ Doris

[image]

ca. 2 km entfernt von Großbettling Zentrum

Aus sehr zuverlässigen Quelle habe ich erfahren, dass dies die Antenne ist, um die es geht. Warum kein Richtfunk vermerkt ist, weiß ich nicht. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Eintragungen der Bundesnetzagentur wirklich zu einem hohen Prozentsatz sehr ungenau sind.

Zum Ortsrand von Großbettlingen muss die EMF schon 1,6 km zurück legen. Meiner Einschätzung nach ist unter diesen Umständen der Turm eher einer der Harmlosen. Da ist es aus gesundheitlicher Sicht völlig egal, ob da nun zwei Antennen mehr oder weniger drauf sind, die paar Mikrowatt in Großbettlingen werden niemanden krank machen. Das Gesundheitsthema bei diesem Wald-Standort hochzuspielen halte ich für grundverkehrt. Griffiger ist der formale Fehler, der in dieser Form nicht passieren darf. Denn zwei Antennen mehr als geplant, aber in nur 20 Meter Abstand, sind eben nicht egal. Dies aber beträfe dann eher die Standortbescheinigung und nicht einen Vertrag über eine Nutzungsbeschränkung, wie im Film. Aller Voraussicht nach gibt es also bei diesem Masten eine Diskrepanz zwischen Standortbescheinigung und Realität.

Dazu schreibt die BNetzA:

Anpassung
Die Standortbescheinigung ist keine statische, einmal erteilte Bescheinigung. Die Standortbescheinigung ist vielmehr das Ergebnis einer für jeden einzelnen Standort durchgeführten Bewertung, die mit jeder Änderung der Installation oder der Funkparameter angepasst wird, d.h. sie ist im Veränderungsfalle neu zu beantragen.

Überprüfung
Die Reg TP überprüft unregelmäßig und ohne Vorankündigung vor Ort Standorte von Funkanlagen, für die eine Standortbescheinigung erteilt wurde. Die Überprüfung wird von den Reg TP-Außenstellen bundesweit nach einheitlichen Vorgaben durchgeführt.
Überprüft wird die Übereinstimmung der Antragsdaten des Betreibers, die im Rahmen des Standortverfahrens gemacht wurden, mit der tatsächlichen Installation.

Wäre also eine neue Forderung seitens der Kritiker, dass das Überprüfungsverfahren geändert werden muss, damit Fälle der Zuwiderhandlung wie in Großbettlingen oder hier bei uns in München nicht nur zufällig ans Licht kommen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Standortbescheinigung

Der Sturm im Wasserglas

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 15.05.2008, 23:36 (vor 5904 Tagen) @ Doris

Und für Vodafone war vereinbart worden, sechs Sektoren- und vier Richtfunkantennen zu installieren. Tatsächlich sind dann aber "vier Sektoren- und sechs Richtfunkantennen angebracht worden", sagt Margarete Steinhart, die Pressesprecherin von Vodafone.

Ich verstehe unsere altvorderen Kritiker wieder einmal nicht. Was soll das Geschrei?

Mensch Leute, Ingenieur Jürgen - hier geht es um Richtantennen!

Wenn das stimmt, was die oben zititierte Textpassage sagt, müsste sich der Jürgen Groschupp doch vor Freude auf die Schenkel hauen anstatt den SWR wegen einer Lappalie in Marsch zu setzen. Denn so wie es sich jetzt darstellt, ist der Gewinner doch ganz klar Großbettlingen. Warum? Ganz einfach deswegen, weil zwei Sektorantennen weniger als geplant montiert worden sind. Sektorantennen sind zur flächigen Versorgung der Bevölkerung vorgesehen und befelden diese daher zwangsläufig. Das ist bei Richtfunk anders. Dessen Antennen sind nicht zur flächigen Versorgung vorgesehen, sondern zur gezielten Funkverbindung mit einem anderen Funkturm. Richtfunk verläuft ähnlich wie ein Laserstrahl, er benötigt Sichtkontakt und belastet die Bevölkerung daher praktisch nicht. Auch dann nicht, wenn zwei dieser Antennen mehr als geplant montiert worden sind.

Was bitte also soll das Auffahren der Medien-Panzer, es geht doch nur um einen formellen Fehler, der noch nicht einmal zum Nachteil der Bevölkerung ist. Aus dem SWR-Bericht konnte ich das allerdings nicht heraushören, da wurde eher die bekannte Platte abgespielt: Aufbauschen bis die Nähte platzen. Unter "normalen" Umständen wäre die Geschichte nur eine Randnotiz wert, dass dazu ein TV-Bericht gebracht wurde hat mMn nicht viel mit dem banalen Thema und ganz viel Vitamin B zu tun.

Offenbar auch dies alles nur eine Initiativfrage der Kompetenz-Kompetenz. Haben wir wirklich nichts Substanzielleres mehr zu kritisieren?

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Vitamine, Klarstellung, SWR, Groschupp, Richtfunk, Substanzlos

Der Sturm im Wasserglas

caro, Freitag, 16.05.2008, 13:07 (vor 5904 Tagen) @ H. Lamarr

Was bitte also soll das Auffahren der Medien-Panzer, es geht doch nur um einen formellen Fehler, der noch nicht einmal zum Nachteil der Bevölkerung ist. Aus dem SWR-Bericht konnte ich das allerdings nicht heraushören, da wurde eher die bekannte Platte abgespielt: Aufbauschen bis die Nähte platzen. Unter "normalen" Umständen wäre die Geschichte nur eine Randnotiz wert, dass dazu ein TV-Bericht gebracht wurde hat mMn nicht viel mit dem banalen Thema und ganz viel Vitamin B zu tun.

Mensch, spatenpauli: Seit wann glauben Sie denn vorbehaltlos einem einzelnen Zeitungsbericht bzw. einer Vodafone-Sprecherin? Der Stand in Großbettlingen ist doch: Ein unabhängiger Sachverständiger prüft, was wirklich am Turm hängt. Vielleicht nicht nur zu viel Richtfunk? Da muss man auf jeden Fall erst Mal die Ergebnisse abwarten, nicht wahr?

Der Sturm im Wasserglas

H. Lamarr @, München, Freitag, 16.05.2008, 13:33 (vor 5904 Tagen) @ caro

Mensch, spatenpauli: Seit wann glauben Sie denn vorbehaltlos einem einzelnen Zeitungsbericht bzw. einer Vodafone-Sprecherin? Der Stand in Großbettlingen ist doch: Ein unabhängiger Sachverständiger prüft, was wirklich am Turm hängt. Vielleicht nicht nur zu viel Richtfunk? Da muss man auf jeden Fall erst Mal die Ergebnisse abwarten, nicht wahr?

Habe ich nicht ausdrücklich deutlich gemacht, dass ich hier unter Vorbehalt schreibe? Das hätte aber auch für den SWR-Beitrag gelten müssen! Wieso wurde der unter derart wackeligen spekulativen Voraussetzungen gemacht? Und warum zum Henker weiß der Bürgermeister von Großbettlingen nicht, wieviele Antennen er vertraglich zugelassen hat und wieso muss ein Sachverständiger (Baubiologe?) zur Zählung aufgeboten werden, kann das denn nicht anhand von Beweisfotos auch der Ingenieur Groschupp zum Sonderpreis erledigen?

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– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Kritik, Sachverständiger

Der Sturm im Wasserglas

caro, Freitag, 16.05.2008, 13:46 (vor 5904 Tagen) @ H. Lamarr

Habe ich nicht ausdrücklich deutlich gemacht, dass ich hier unter Vorbehalt schreibe? Das hätte aber auch für den SWR-Beitrag gelten müssen! Wieso wurde der unter derart wackeligen spekulativen Voraussetzungen gemacht? Und warum zum Henker weiß der Bürgermeister von Großbettlingen nicht, wieviele Antennen er vertraglich zugelassen hat und wieso muss ein Sachverständiger (Baubiologe?) zur Zählung aufgeboten werden, kann das denn nicht anhand von Beweisfotos auch der Ingenieur Groschupp zum Sonderpreis erledigen?

Die zentrale Frage finde ich: Wieso weiß Vodafone selbst als Eigentümer nicht, wie viel am Mast hängt und muss sich erst Mal einen "Überblick" verschaffen? Gibt aber keine Unterlagen heraus, so dass die Gemeinde einen Sachverständigen bezahlen muss.

Der Sturm im Wasserglas

H. Lamarr @, München, Freitag, 16.05.2008, 23:08 (vor 5903 Tagen) @ caro

Die zentrale Frage finde ich: Wieso weiß Vodafone selbst als Eigentümer nicht, wie viel am Mast hängt und muss sich erst Mal einen "Überblick" verschaffen? Gibt aber keine Unterlagen heraus, so dass die Gemeinde einen Sachverständigen bezahlen muss.

Ja, caro, da gebe ich Ihnen recht, da scheinen tatsächlich alle Beteiligten ein wenig wirr zu sein. Groschupp, Verursacher der ganzen Geschichte, ist davon nicht ausgenommen, lesen Sie selbst, was er 2005 für einen Leserbrief geschrieben hat:

... Bereits in der Ortsmitte Raidwangens sinkt der Wert unter 100 µW/m². Bezogen auf den (eklatant hohen!!) deutschen UMTS-Grenzwert von 10.000.000 µW/m² bedeutet das einen Faktor von 0,00001. Nun werde ich im Artikel korrekt zitiert, dass wir selbst bei diesen Werten für uns und unsere Nachbarn aus Raidwangen Bauchschmerzen haben. Wir haben es von unseren Referenten (Dr. Schorpp, Dr. Waldmann-Selsam) gehört, dass unzählige Elektrosensible bereits hier unter schwersten Gesundheitsschäden leiden, - manche ohne die Ursache zu erahnen.

Merken Sie worauf ich rauswill? Unzählige Elektrosensible leiden also schon bei 100 µW/m². Manche ohne die Ursache zu erahnen. Ich halte diese Aussage für geradezu absurd. Betroffene selbst wissen nichts über die Ursache schwerster Gesundheitsschäden, zwei durchreisende Handlungsreisende in Sachen Mobilfunkpanik wissen es aber haargenau! Und Ingenieur Groschupp glaubt jedes Wort. Was ist von Leuten zu halten, die so einen grauenvollen Quatsch auch noch als Tatsache hinstellen, anstatt sich davon zu distanzieren. Sind das glaubwürdige Informanten? Für mich nicht.

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Marketingkonzept, Groschupp, Distanzieren

Vom Ablasszahlen

AnKa, Samstag, 17.05.2008, 06:53 (vor 5903 Tagen) @ H. Lamarr

Merken Sie worauf ich rauswill? Unzählige Elektrosensible leiden also schon bei 100 µW/m². Manche ohne die Ursache zu erahnen. Ich halte diese Aussage für geradezu absurd. Betroffene selbst wissen nichts über die Ursache schwerster Gesundheitsschäden, zwei durchreisende Handlungsreisende in Sachen Mobilfunkpanik wissen es aber haargenau! Und Ingenieur Groschupp glaubt jedes Wort. Was ist von Leuten zu halten, die so einen grauenvollen Quatsch auch noch als Tatsache hinstellen, anstatt sich davon zu distanzieren.

Es gibt hierzulande Ingenieure, die sind durch eine harte Schule gegangen. Ingenieure sind seit den 70ern vernatwortlich gemacht worden für Umweltverschmutzung, Atomkraftwerke und das Waldsterben, weil sie Fabriken, Autos und allerlei chemisches Gerät bauen. Und dind es nicht auch Ingenieure, die gewissenlos die Technik entwickelt haben, die uns neuerdings allesamt in die Klimakatastrophe führt?

Manchem Ingenieur haben die jahrzehntelangen Schuldzuweisungen an seinen Berufsstand schwer zugesetzt. Er will endlich wieder was gutmachen an der Menschheit. Herr Groschupp hat sich dafür entschieden, für das Gute einzutreten, ergo für die Milliarden Elektrosensiblen, denen er und seine Kollegen seit Menschengedenken so sehr gesundheitlich zusetzen.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Fehlerhafte Bauausführung

Karl, Samstag, 17.05.2008, 10:55 (vor 5903 Tagen) @ caro
bearbeitet von Karl, Samstag, 17.05.2008, 11:29

Mensch, spatenpauli: Seit wann glauben Sie denn vorbehaltlos einem einzelnen Zeitungsbericht bzw. einer Vodafone-Sprecherin? Der Stand in Großbettlingen ist doch: Ein unabhängiger Sachverständiger prüft, was wirklich am Turm hängt. Vielleicht nicht nur zu viel Richtfunk? Da muss man auf jeden Fall erst Mal die Ergebnisse abwarten, nicht wahr?

Spatenpaulis Rebellion erklärt sich, wenn man seine Geschichte auch mal ließt.

Erkenntnis, seiner persönlichen Geschichte in Kurzform
Wenn Fehler in der Bauausführung, einfach Anzeige erstatten bei der BNetzA. Die Standortbescheinigung entspricht nicht der Bauausführung, Fotos dazu und die BNetzA prüft vor Ort. Damit kann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Vodafone in Gang gebracht werden.

Wer dazu nen Sachverständigen (Baubiologen) braucht und nen Advokaten, der weiß selbst nicht viel oder er will geschickt Werbung betreiben! Vitamin B war ja vorhanden. Wenn es Schluss endlich um Richtfunk geht, ist der SWR-Beitrag manipulativ.

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Bauausführung

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