Vom Nutzen des Handys (Allgemein)

caro, Mittwoch, 09.04.2008, 13:11 (vor 4714 Tagen)

Stuttgart (dpa) - Störsender sollen künftig in Baden-Württemberg dafür sorgen, dass Gefängnis-Insassen keine Handys mehr benutzen können. Die Landesregierung stimmte am Dienstag einem Gesetzentwurf des Justizministeriums zu, der nun in den Landtag eingebracht wird. Grundsätzlich sind Handys in Gefängnissen verboten. Jedoch werden sie immer wieder auch auf abenteuerlichen Wegen eingeschmuggelt und von den Häftlingen heimlich für kriminelle Geschäfte oder zur Fluchtvorbereitung verwendet, berichtete das Justizministerium.
dpa el yysw n1 li
081542 Apr 08

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Störsender, Jammer

Knastbrüder - die ideale Probandengruppe

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 09.04.2008, 16:14 (vor 4714 Tagen) @ caro

Störsender sollen künftig in Baden-Württemberg dafür sorgen, dass Gefängnis-Insassen keine Handys mehr benutzen können.

Da bin ich mal gespannt, wie es Knast-Anwohnern ergehen wird, die möglicherweise unfreiwillig in den Genuss so eines Störsenders kommen. Damit ist eigentlich schon klar, die Störsendersignale dürfen das Gefängnisareal nicht verlassen, so dass mit Sicherheit mit kleiner Sendeleistung gearbeitet wird. Aber irgendwo muss die Antenne des Störsenders ja stehen und da wäre es schon mal interessant zu wissen, was dem Insassen der nächstgelegenen Zelle denn da - möglicherweise lebenslänglich - so aufgebrummt wird. Ich sehe schon die ersten Schadenersatzklagen kurz vor der Entlassung stehender Strafgefangener, die vorgeben, von der Dauerbestrahlung krank geworden zu sein. Sieht man dies "positiv", sind die zwangsbefeldeten Gefangenen ein erstklassiges Studieobjekt, nämlich Probanden, von denen man genau weiß, wann sie sich wo wie lange aufgehalten haben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Schadenersatzklage

"ES" - die ideale Probandengruppe

ES, Donnerstag, 22.01.2009, 22:03 (vor 4426 Tagen) @ H. Lamarr

Sieht man dies "positiv", sind die zwangsbefeldeten Gefangenen ein erstklassiges Studieobjekt, nämlich Probanden, von denen man genau weiß, wann sie sich wo wie lange aufgehalten haben.

Ein wirklich perfider Gedanke. Noch schlimmer wird es, wenn man bedenkt, dass zwangsbefeldete "ES" quasi zu "gefangenen" der Mobilfunkindustrie geworden sind...

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"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

"ES" - die ideale Probandengruppe

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 22.01.2009, 22:44 (vor 4426 Tagen) @ ES

Sieht man dies "positiv", sind die zwangsbefeldeten Gefangenen ein erstklassiges Studieobjekt, nämlich Probanden, von denen man genau weiß, wann sie sich wo wie lange aufgehalten haben.

Ein wirklich perfider Gedanke. Noch schlimmer wird es, wenn man bedenkt, dass zwangsbefeldete "ES" quasi zu "gefangenen" der Mobilfunkindustrie geworden sind...

Noch schlimmer? Eigentlich doch nicht, denn ein Gefangener muss im Funkfeld des Störsenders bleiben, ein ES kann sich den Funkfeldern wenigstens entziehen (Keller, Schutzanzug, Funkloch, Baldachin ...) und hat somit um einiges mehr Handlungsspielraum als so ein Knastbruder. Dass das dann "schön" ist, behaupte ich nicht.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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