Senderstudien (Rundfunk <=> Krebs) (Allgemein)

Kuddel, Mittwoch, 26.03.2008, 01:28 (vor 5360 Tagen)

Nach der ganzen fruchtlosen Debatte um die Oberfeld-Studie fragt man sich, ob es nicht schon längst entsprechende Erfahrungen mit Rundfunksendern gibt, welche schließlich seit weit mehr als 50 Jahren in großem Umfang aktiv sind.

Wenn man in Google den Begriff "Senderstudien" eingibt, so ist einer der ersten Treffer diese Seite

Schon die Spalte "Schwächen" in der Tabelle deutet (fairer weise) darauf hin, daß hier etwas umstritten ist.
Nun handelt es sich hier um Radio-Fernsehsender mit 100-fach höheren Leistungen, als im Mobilfunk üblich, allerdings sind die Abstände zu Rundfunk- Sendeantennen bzw. deren Höhe meist auch deutlich größer, als beim Mobilfunk (Basisstationen).

Kritiken und Zusammenfassungen zu diesen Studien findet man z.B. hier und die Schlußfolgerung, daß in der Forschung Nachholbedarf besteht:

"Insbesondere die australische Studie ist jedoch so ernst zu nehmen, dass eine von vornherein geplante Studie (eventuell mit eingebetteter Fallkontrollstudie für eine individuelle Expositionsschätzung) im Umkreis mehrerer Sendeanlagen empfehlenswert wäre."

Nun gibt es offensichtlich im DMF eine Pilotstudie unter Leitung der Universität Mainz, welche die entprechenden Schwächen bisheriger Studien vermeiden und Ende August 2007 abgeschlossen sein sollte.

Gibt es da schon etwas, bzw (falls es jemand weiß) wann ist mit einem Abschlußbericht zu rechnen ?

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Rundfunk, Fernseh-Sender

Senderstudien (Rundfunk <=> Krebs)

Doris @, Mittwoch, 15.10.2008, 01:29 (vor 5157 Tagen) @ Kuddel

Nun gibt es offensichtlich im DMF eine Pilotstudie unter Leitung der Universität Mainz, welche die entprechenden Schwächen bisheriger Studien vermeiden und Ende August 2007 abgeschlossen sein sollte.

Gibt es da schon etwas, bzw (falls es jemand weiß) wann ist mit einem Abschlußbericht zu rechnen ?

Der Abschlussbericht der Senderstudie, die im Rahmen des DMF durchgeführt wurde, liegt nun vor.

Epidemiologische Studie zum Zusammenhang zwischen Kinderkrebs und Expositionen um große Sendeeinrichtungen

Fazit:

Die Studie ergibt keine Hinweise für ein erhöhtes Kinderleukämierisiko durch die Felder von Fernseh- und Radiosender. Das aussagekräftige Studiendesign der vorliegenden Studie, vor allem die individuelle Expositionsabschätzung für fast 8.000 Kinder, der 20-jährige Beobachtungszeitraum und der Fokus auf 24 der leistungsstärksten Sendeanlagen in Deutschland, schwächt vereinzelte auffällige Befunde früherer weniger belastbarer Studien deutlich ab. Das Fehlen eines bekannten biologischen Wirkmechanismus spricht zusätzlich gegen einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung und Kinderleukämie.

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Rundfunk

Senderstudien (Rundfunk <=> Krebs)

charles ⌂ @, Mittwoch, 15.10.2008, 09:35 (vor 5157 Tagen) @ Doris

Das sehen die Betroffenen der ABC Studios von TooWong in Australien doch anders.

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Charles Claessens
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Senderstudien (Rundfunk <=> Krebs)

Heidi Hentschel, Mittwoch, 15.10.2008, 11:28 (vor 5157 Tagen) @ Doris

Jetzt mal ohne, daß ich es in einem Zusammenhang zum Mobilfunk direkt bringen möchte, wozu mir auch das Fachwissen sprich die Kompetenz fehlt, aber ist es nicht so, daß die Krebsrate in den vergangenen 15 Jahren nicht um ein Vielfaches gestiegen ist? Das sollte uns zwar nicht dazu veranlassen pauschal von der Mobilfunkindustrie als alleinigen Verursacher zu sprechen, aber absolut verwerflich ist auch nur die geringste Wirkung von Mobilfunkstrahlung kategorisch auszuschließen.Und solange die Wissenschaft noch nicht zu einem eindeutigen Schluß gekommen ist, sollte man allein auf eine vorsorgliche Weise damit umgehen, über mögliche Risiken, die ja nicht ausgeschloßen werden können,hinweisen. Daß Menschen besser informiert werden, und die Möglichkeit haben,sich vorsorglich für oder gegen einen Mobilfunkturm vor ihrer Nase zu entscheiden, auch wenn man ihn vielleicht nicht verhindern kann.Es sollte eine Art Kennzeichnungspflicht geben, einen Beipackzettel wenn man so will.Natürlich hat es alle diese Krankheiten auch schon vor dem Mobilfunk gegeben. Die bekannten äußeren Faktoren für eine Krebsenstehung waren vor dem Mobilfunk noch eher gegeben als heute. Natürlich spielt auch eine familiäre Veranlagung eine Rolle. Vielleicht zeigen sich die Folgen auch erst bei unseren Kindeskindern. Außerdem ist die Krebsentstehung zu komplex, um sie wirklich bis in den letzten Winkel begreifen zu können,zumindest für die meisten auf unserem Planeten. Und überhaupt, sind Krebserkrankungen unser einziges Problem?

Kundige Mobilfunkkritik bedeutet Arbeit

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 15.10.2008, 11:58 (vor 5157 Tagen) @ Heidi Hentschel

... aber ist es nicht so, daß die Krebsrate in den vergangenen 15 Jahren nicht um ein Vielfaches gestiegen ist? Das sollte uns zwar nicht dazu veranlassen pauschal von der Mobilfunkindustrie als alleinigen Verursacher zu sprechen ...

Merken Sie was, Frau Hentschel? Sie stellen Frage nur rhetorisch, denn die Antwort steht für Sie längst fest! Dies trübt Ihren Blick auf andere Ursachen des Krebsanstiegs, denn selbst die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Der Krebsanstieg ist tatsächlich nicht wegzudiskutieren. Die Ursache aber ist längst klar: Der Anstieg der Inzidenzrate (Neuerkrankungen) ist eine unmittelbare Folge der Altersentwicklung im Land, je mehr Alte, desto höher das Krebsaufkommen. Absolut gesehen ist meines Wissens die Krebsrate konstant geblieben, ich meine sogar dass es Länder gibt (USA), wo sie sogar fällt. So einfach ist das. Und wenn sie es nicht so einfach haben möchten, dann müssen Sie sich hineinknien in die Statistiken und versuchen, einen Zusammenhang zwischen Inzidenzrate und der Verbreitung von Funkdiensten nicht nur zu behaupten, sondern eine saubere Beweisführung zu machen. Sie könnten z.B. den Ansatz verfolgen, wie ist die Krebsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen, denn bei denen zieht meine Argumentation nicht. Also, wenn Sie's wirklich wissen möchten, dann durchstöbern Sie jetzt mal die Statistiken, die Sie beim Robert-Koch-Institut auch online einsehen können. Wenn Ihnen dies aber zu mühsam ist, dann empfehle ich Ihnen die Seite einer Stuttgarter Bürgerinitiative, die Ergüsse der Komptenzinitiative oder die Neuigkeiten der Bürgerwelle, dort bekommen Sie vorgefertigte und aus dünnen Brettern fein säuberlich zurechtgehobelte Scheinargumente für Instant-Kritiker en masse.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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, Krebsrate, RKI, Altersstruktur

Kundige Mobilfunkkritik bedeutet Arbeit

Heidi Hentschel, Mittwoch, 15.10.2008, 12:15 (vor 5157 Tagen) @ H. Lamarr

Können Sie eine Frage oder einen kleinen Denkanstoß nicht von einer Behauptung,was den Zusammenhang betrifft, unterscheiden? Ich bezeichne mich selber als durchschnittlich intelligent. Studien, egal durch welche Seite diese initiiert sind, würde ich nicht wirklich verstehen? Und trotzdem nehme ich mir das Recht, mich mit meinen Möglichkeit, egal wie diese beschränkt sind oder nicht, mich an dieser Diskussion zu beteiligen. Mir wird oft Aggressivität vorgeworfen, aber Ihre Beiträge wirken auf mich sehr Aggressionsmotiviert. Aber ich muß in einem Punkt meinen Hut vor Ihnen ziehen, Sie wissen, auf welche Weise Sie die Menschen packen können, es geht bei mir nicht links hinein ins Ohr und rechts wieder raus...

Kundige Mobilfunkkritik bedeutet Arbeit (II)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 15.10.2008, 13:34 (vor 5157 Tagen) @ Heidi Hentschel

Können Sie eine Frage oder einen kleinen Denkanstoß nicht von einer Behauptung,was den Zusammenhang betrifft, unterscheiden?

Doch, ich schon! Denke ich zumindest.

Ich bezeichne mich selber als durchschnittlich intelligent.

Ich mich auch, mehr wie 110 schaffe ich nicht.

Studien, egal durch welche Seite diese initiiert sind, würde ich nicht wirklich verstehen?

Das macht Sie sehr anfällig für die Interpretationen anderer. Wenn Sie Ihr Ohr allein den Interpretationen der bekannten Kritiker schenken werden Sie einseitig informiert und sehen ein Zerrbild der Wirklichkeit, wie es mMn z.B. Frau Waldmann-Selsam immer wieder neu aber einfallslos an die Wand projiziert. Wenn Sie den Gedanken zulassen, EMF sind möglicherweise ja doch unschuldig, empfangen und verstehen Sie auch andere Botschaften, um sich (verantwortungsbewußt) eine eigene Meinung bilden zu können.

Und trotzdem nehme ich mir das Recht, mich mit meinen Möglichkeit, egal wie diese beschränkt sind oder nicht, mich an dieser Diskussion zu beteiligen.

Das ist Ihr gutes Recht, jedem Teilnehmer ergeht dies so. Sie müssen halt schauen, mit wem Sie sich anlegen: mit einem Fliegen- oder mit einem Schwergewicht.

Mir wird oft Aggressivität vorgeworfen, aber Ihre Beiträge wirken auf mich sehr Aggressionsmotiviert.

Spricht da eine Psychologin aus Ihnen? Aber ja, stimmt schon, ohne eine gehörige Portion Aggression gegen das, was in meinen Augen pure Desinformation und/oder Geschäftemacherei ist, würde ich vermutlich schon vor zwei, drei Jahren den Kritiker an den Nagel gehängt haben. Dabei kommt es auch zu ungerechten Aggressionen. Momentan z.B. Ihnen gegenüber, weil das Thema "Krebsentwicklung" hier schon mehrfach diskutiert wurde und Sie dieses Rad nun neu erfinden. Was charles soeben dazu geschrieben hat empfinde ich als wertlos, weil er seinen Einwand nicht mit einer Quelle stützt. Ohne Quelle geht bei mir momentan gar nichts mehr, dafür habe ich viel zuviel schlechte Erfahrungen mit Lügen, Halbwahrheiten und purem Unvermögen gemacht. Aber dieses Suchen nach einer stützenden Quelle macht eben Arbeit, zuweilen sogar sehr viel Arbeit, weil man auf der Suche so viel anderes Spannendes findet.

Aber ich muß in einem Punkt meinen Hut vor Ihnen ziehen, Sie wissen, auf welche Weise Sie die Menschen packen können, es geht bei mir nicht links hinein ins Ohr und rechts wieder raus...

Ich will Sie nicht packen, um Ihnen weh zu tun oder Sie umzukrempeln, sondern um Ihnen das zweite Auge zu öffnen. Ich weiß wovon ich rede, schließlich bin ich selber jahrelang einäugig durch die Gegend geirrt - zur großen Freude mancher echten und mancher unechten Mobilfunkkritiker (unechte sind für mich Kritiker, die in Wahrheit andere Interessen verfolgen und Mobilfunkkritik nur als Mittel zum Zweck betrachten). Inzwischen bin ich ergebnisoffener und gegen die Panikmacher, ich will lediglich die Wahrheit wissen: Machen schwache Funkfelder krank oder nicht. Da ich damit keine finanziellen oder politische Interessen verfolge kann ich es mir leisten, halbwegs unbefangen ans Ergründen dieser Frage heranzugehen und mir durch das Gestrüpp von Behauptungen, Unterstellungen und Fehlinformationen mit einer Heckenschere ausgerüstet meinen eigenen Weg zu bahnen oder dort entlang zu marschieren, wo sich mit Hilfe der Teilnehmer dieses Forums neue Wege abzeichnen.

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Kundige Mobilfunkkritik bedeutet Arbeit (II)

Heidi Hentschel, Mittwoch, 15.10.2008, 14:15 (vor 5157 Tagen) @ H. Lamarr

1. ich bin noch nicht lange in diesem Forum und ich habe auch nicht die Zeit, mir alles durchzulesen.

Aber wenn meine Desinformation Sie schon aggressiv macht, meinen Sie dann wirklich Sie sind Dialog-fähig. So etwas macht Sie schon aggressiv? Das ist doch peinlich, oder nicht.? Haben Sie irgendwie Druck, zuviel Testosteron? Schmerzen, Streß?

Kundige Mobilfunkkritik bedeutet Arbeit (II)

Schmetterling @, Donnerstag, 16.10.2008, 06:34 (vor 5156 Tagen) @ H. Lamarr

Inzwischen bin ich ergebnisoffener und gegen die Panikmacher, ich will lediglich die Wahrheit wissen: Machen schwache Funkfelder krank oder nicht. Da ich damit keine finanziellen oder politische Interessen verfolge kann ich es mir leisten, halbwegs unbefangen ans Ergründen dieser Frage heranzugehen und mir durch das Gestrüpp von Behauptungen, Unterstellungen und Fehlinformationen mit einer Heckenschere ausgerüstet meinen eigenen Weg zu bahnen oder dort entlang zu marschieren, wo sich mit Hilfe der Teilnehmer dieses Forums neue Wege abzeichnen.

Spatenpauli, Sie sind nicht unbefangen.

Kundige Mobilfunkkritik bedeutet Arbeit

charles ⌂ @, Mittwoch, 15.10.2008, 12:29 (vor 5157 Tagen) @ H. Lamarr

Nein, das ist nicht richtig.

Heutzutage werden auch immer mehr jüngere Menschen von krebs befallen.

Und dier offiezelle Daten stimmen auch nicht.
Es gibt Länder wo das Krebsregister seit 2003 nicht mehr beibehalten wird.

Also, wenn ich herumschaue, nimmt die Krebsrate zu.

Aber, wie gesagt, es gibt mehrere Ursachen für Krebs, und nicht nur SEndemasten.
Bei Elektrosmog ist es UND, UND und UND.

Und, dabei kommt noch, das man krebs heilen kann mittels Strahlung.
Damit meine ich Rife/Clark Frequenzen und angepasste Nahrung.

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Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Senderstudien (Rundfunk <=> Krebs)

Doris @, Mittwoch, 15.10.2008, 12:02 (vor 5157 Tagen) @ Heidi Hentschel

Jetzt mal ohne, daß ich es in einem Zusammenhang zum Mobilfunk direkt bringen möchte, wozu mir auch das Fachwissen sprich die Kompetenz fehlt

In dieser Studie wurde neben den Rundfunksendern die Mobilfunkbasisstationen mit einbezogen. In der kompletten Studie kann dies nachgelesen werden. Dazu braucht es dann weder Fachwissen und Kompetenz, sondern nur die Bereitschaft mehr zu lesen, als das was uns aufbereitet angeboten wird. Das ist jetzt keine Kritik an Ihnen als Person, sondern ich will Ihnen damit nur sagen, wenn jemand wirklich ernsthaft an Zusammenhängen zwischen Symptomen und Mobilfunk interessiert ist, muss er mehr lesen, als das, was uns diverse Bürgerinitiativen in derer speziellen aufbereiteten Art und Weise präsentieren.

aber ist es nicht so, daß die Krebsrate in den vergangenen 15 Jahren nicht um ein Vielfaches gestiegen ist?

Dieses Thema wurde hier in diesem Forum schon sehr häufig diskutiert. Ich persönlich mache die Erfahrung, dass je nachdem welchen Zeitungsartikel man liest, desto unterschiedlicher sind die Zahlen. Meine persönliche Meinung ist, dass die Zahl der Krebserkrankungen in den letzten Jahren gestiegen ist. Unterschieden werden muss, ob alte Menschen an Krebs erkranken, was man als "natürlich" ansehen muss, oder ob junge Menschen an Krebs erkranken.

Das sollte uns zwar nicht dazu veranlassen pauschal von der Mobilfunkindustrie als alleinigen Verursacher zu sprechen,

das suggerieren aber vereinzelte mobilfunkkritische Akteure

aber absolut verwerflich ist auch nur die geringste Wirkung von Mobilfunkstrahlung kategorisch auszuschließen.

und das suggerieren vereinzelt Akteure der Befürworterseite.
Beides ist m.E. falsch

Und solange die Wissenschaft noch nicht zu einem eindeutigen Schluß gekommen ist, sollte man allein auf eine vorsorgliche Weise damit umgehen, über mögliche Risiken, die ja nicht ausgeschloßen werden können,hinweisen.

Wird im Zusammenhang mit Handynutzung ja auch getan. Krebs durch Basisstationen schließt die Wissenschaft m.M.n. so ziemlich aus.

Daß Menschen besser informiert werden, und die Möglichkeit haben,sich vorsorglich für oder gegen einen Mobilfunkturm vor ihrer Nase zu entscheiden, auch wenn man ihn vielleicht nicht verhindern kann.

Es würde nicht so viele Mobilfunktürme geben, wenn die Menschen nicht in jeder Lebenssituation von allen möglichen und unmöglichen Plätzen spontan irgendjemand per Handy das Neueste mitteilen möchten. Das müsste man den Leuten nahe bringen. Es gibt auch Sendemastgegner, die nicht aufs Handy verzichten wollen.
Laut aktuellem wissenschaftlichen Stand gibt es keine Gefahren, die in Zusammenhang mit Basisstationen gebracht werden. Ob korrekt oder nicht, das können Sie und ich nun glauben oder nicht, aber das ist letztendlich nicht entscheidend. Dieser wissenschaftliche Stand ist entscheidend für Maßnahmen und auch für Vorsorgegedanken.

Es sollte eine Art Kennzeichnungspflicht geben, einen Beipackzettel wenn man so will.

Einen Beipackzettel für Handys und DECT oder für Mobilfunkbasisstationen?

Natürlich hat es alle diese Krankheiten auch schon vor dem Mobilfunk gegeben. Die bekannten äußeren Faktoren für eine Krebsenstehung waren vor dem Mobilfunk noch eher gegeben als heute. Natürlich spielt auch eine familiäre Veranlagung eine Rolle. Vielleicht zeigen sich die Folgen auch erst bei unseren Kindeskindern. Außerdem ist die Krebsentstehung zu komplex, um sie wirklich bis in den letzten Winkel begreifen zu können,zumindest für die meisten auf unserem Planeten.

Richtig. Essen Sie gerne Ihr Steak medium (soll laut Nobelpreisträger zur Hauser Darmkrebs begünstigen) und dazu einen Kopfsalat bzw. frische Champignons oder sonstiges frisches Gemüse (soll laut aktueller Meldung so stark pestizidhaltig sein, dass bereits ein einmaliger Genuss zu Vergiftungen führen kann)?
Ja, dann könnte der Krebs auch daher kommen, oder wissen Sie, ob gerade mal wieder ein Atomkraftwerk "leckt", oder was das Flugzeug über Ihnen alles ablässt, oder leben Sie an einer stark befahrenen Straße, haben SIe sich mit Gentechnik und Nanotechnologie auseinandergesetzt.....
Überall müsste man Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Wenn wir uns mit jedem Thema genauso intensiv beschäftigen würden, wie mit Mobilfunk, könnten wir uns vor lauter Angst die "Kugel" geben. Wo setzen wir an und vor allen Dingen, jeder setzt irgendwo anders an. Ich kenne Menschen in meinem Umfeld, die nach überstandenen Krebserkrankungen einiges in ihrem Leben ändern (Ernährung usw.), Distanz von der schnurlosen Technik wird übrigens von den wenigsten mit in die Lebensveränderung einbezogen.

Und überhaupt, sind Krebserkrankungen unser einziges Problem?

Nein, aber in speziell dieser Senderstudie war es das einzige Problem und zwar speziell "Leukämie bei Kindern"

Senderstudien - BfS-Pressemitteilung ▼

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 15.10.2008, 12:50 (vor 5157 Tagen) @ Doris

Pressemitteilung vom 15.10.2008 | 12:19

Pressefach: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Kein erhöhtes Leukämierisiko für Kinder um starke Fernseh- und Radiosender in Deutschland

Starke Radio- und Fernsehsender haben in Deutschland keinen Einfluss auf das Risiko von Kindern, an Leukämie zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universität Mainz im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt hat. Wie ein Sprecher des BfS weiter mitteilte, wurden die Untersuchungen im Rahmen des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF) gefördert.

Die so genannte KISS-Studie ( Kindliche Leukämien und Expositionen in der Umgebung von hochfrequenten SendeStationen) wurde vom BfS initiiert, da frühere Studien vereinzelt Hinweise auf ein erhöhtes Kinderleukämierisiko in der Umgebung von Radio- und Fernsehsendern gezeigt hatten. Diese Studien seien aber wenig aussagekräftig gewesen. In der jetzt vorgelegten Untersuchung ist die Belastungsabschätzung gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von Radio- und Fernsehsendern deutlich verbessert worden, sagt Studienleiter Joachim Schüz.

Bei der Untersuchung handelte es sich um eine große sog. Fall-Kontroll-Studie. Studiengebiet seien alle westdeutschen Gemeinden gewesen, die im Umkreis von 16 leistungsstarken Mittelwellensendern und acht UKW/TV-Sendern liegen. Die Studie vergleicht 1.959 an Leukämie erkrankte Kinder (sog. Fälle) mit 5.848 nicht erkrankten Kindern (sog. Kontrollen). Als Fälle seien Kinder bis zum Alter von 14 Jahren definiert worden, die zwischen 1984 und 2003 an einer Leukämie erkrankt sind und die zum Zeitpunkt der Diagnose in der Studienregion lebten. Die nötigen Informationen über die erkrankten Kinder stellte das Deutsche Kinderkrebsregister am IMBEI der Universität Mainz zur Verfügung. Drei Kontrollen pro Fall wurden zufällig aus der Allgemeinbevölkerung ausgewählt. Die Kontrollen mussten dabei das gleiche Alter und Geschlecht wie der Fall aufweisen.

Die Expositionsbestimmung verlief rückwirkend bezogen auf den Zeitpunkt ein Jahr vor Diagnose. Auf Basis der Koordinaten der Wohnadressen und der aktuellen und historischen Betreiberdaten zur Sendeleistung und räumlichen Antennenausrichtung der jeweiligen Sendeanlagen wurde die Feldstärke berechnet. Eine Überprüfung der so berechneten Feldstärken mit tatsächlich gemessenen Feldstärken ergab eine gute Übereinstimmung. Die Feldstärkenberechnung liefert eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur alleinigen Verwendung der Distanz zwischen Sendeanlage und Wohnung, worauf fast alle früheren Studien beruhten.

„Wir haben keinerlei Hinweise auf ein erhöhtes Leukämierisiko für Kinder gefunden“, erklärt Joachim Schüz. „Weder für die Mittelwellensender noch für UKW- und Fernseh-Sender.“ Das treffe für die Zeit vor der großflächigen Einführung des Mobilfunks zu (1983-1991) als auch danach (1992-2002). Anders als bei einer 2007 veröffentlichten Studie zu Kinderkrebs um Kernkraftwerke (KIKK) lässt sich auch bei Kindern unter fünf Jahren in den höchstbelasteten Gebieten in der Nähe der Sender kein erhöhtes Leukämierisiko nachweisen.

Die Studie schwäche vereinzelte auffällige Befunde von früheren weniger belastbaren Studien deutlich ab. Das liege am aussagekräftigen Design der neuen Untersuchung, insbesondere an der individuellen Expositionsabschätzung für fast 8.000 Kinder, am 20-jährigen Beobachtungszeitraum und dem Fokus auf 24 der leistungsstärksten Sendeanlagen in Deutschland. Das Fehlen eines bekannten biologischen Wirkmechanismus spreche zusätzlich gegen einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung und dem Risiko, an einer Kinderleukämie zu erkranken.

Die Ergebnisse der Studie wurden im „Advance Access“ des American Journal of Epidemiology veröffentlicht http://aje.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/kwn230 ).

Der zugehörige Abschlussbericht kann auf der Internetseite http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/epidemiologie/epidemiologie_abges/epi_015.html abgerufen werden.


Annegret Kriewald
Bundesamt für Strahlenschutz
Pressearbeit - PB 2
Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter
Email: presse@bfs.de
Tel. 03018 333-1134
Fax. 03018 333-1150
EMail: AKriewald@bfs.de


Salzgitter - Veröffentlicht von pressrelations

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=25185

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Senderstudien - Review von Schüz und Ahlbom

Doris @, Montag, 20.10.2008, 20:18 (vor 5152 Tagen) @ H. Lamarr

Exposition bei elektromagnetischen Feldern und das Risiko für Kinder-Leukämie: ein Review.

Extremely low-frequency magnetic fields have been classified as possibly carcinogenic to humans, mainly based on epidemiological studies consistently showing an association between long-term average exposures to magnetic fields above 0.3/0.4 microT and the risk of childhood leukaemia. No mechanism to explain this finding has been established and no support for a causal link emerged from experimental studies. Chance or bias cannot be ruled out with reasonable confidence as an explanation for the observed association. If the association is causal, it explains only a small fraction of childhood leukaemia cases. There were some reports of childhood leukaemia clusters in the vicinity of high-power radio and television broadcast transmitters in studies in Australia and Italy. However, recent large-scale systematic studies in Korea and Germany show no association between exposure to radio frequency electromagnetic fields emitted from broadcast towers and childhood leukaemia risk. Studies on mobile phone use and leukaemia risk in adolescents and young adults may be indicated.
(Quelle: Pubmed)

Kommentar:
Welche koreanische Studie hier gemeint ist, weiß ich nicht, da gibt es verschiedene und in keiner Zusammenfassung lese ich so eine eindeutige Aussage wie bei der deutsche Studie

Studien aus Korea:
Ha et al (2003) (2007)

Park et al (2004)

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