Offener Brief an E-Plus (Allgemein)

Doris @, Montag, 11.02.2008, 22:54 (vor 5414 Tagen)

Jürgen Groschupp schreibt einen offenen Brief an E-Plus warum er seine Blickrichtung von "Sender möglichst weit raus aus den Wohngebieten" zu "grundsätzliche Verhinderung weiterer Sender" gewechselt hat.
U.a. ein Argument für sein Umdenken sei die Dr. Oberfeld Studie.

Kommentar: Warum ihn gerade die Oberfeld Studie in seinem Umdenken so derart beeinflusst ist für mich nicht nachvollziehbar, denn sein bisheriges Bemühen war die Sender weit raus aus den Wohngebieten zu bringen. Die Auffälligkeiten bei der Oberfeld-Studie lagen im 200 m Radius und dürfte m.E. die bisherige Handlungsweise von Herrn Groschupp nicht in Frage stellen.


hier kann der Brief gelesen werden!

Tags:
Amateur, Brief, Groschupp

Sonderzeichen?

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.02.2008, 00:46 (vor 5414 Tagen) @ Doris

hier kann der Brief gelesen werden!

Was zum Henker ist das nun wieder?! Ich kann den Text noch nicht einmal richtig lesen, weil Sonderzeichen nicht richtig dargestellt werden. Ist das nur bei mir so, oder sehen andere auch keine Sonderzeichen?

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Sonderzeichen oder Erleuchtung?

Thomas, Dienstag, 12.02.2008, 02:02 (vor 5414 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Thomas, Dienstag, 12.02.2008, 02:55

Was zum Henker ist das nun wieder?! Ich kann den Text noch nicht einmal richtig lesen, weil Sonderzeichen nicht richtig dargestellt werden. Ist das nur bei mir so, oder sehen andere auch keine Sonderzeichen?


Hallo spatenpauli,

geht mir genauso, bilde mir aber dadurch keine "ich Besonderheiten ein" nur weil auch ich Sonderzeichen lese! :-)

Sonst kommt AnKa noch daher, und strickt was draus, mit seinen möglichen
Unmöglichkeiten! (Nix für ungut @ AnKa)

Vielleicht hat man Sie ja auf´m Kicker, - oh je, mich dann aber auch, und damit meine Mutmaßung nicht stimmt,
melden sich morgen mit Sicherheit noch andere, denen das genauso geht mit den Sonderzeichen!

Gruß Thomas

Sonderzeichen und Sonderbares

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.02.2008, 13:17 (vor 5413 Tagen) @ Thomas

Lieber Thomas, wenn Sie Ihren eingesprungenen Rittberger fertig gedreht haben, sagen Sie mir doch bitte in schnöden Worten, ob Sie nun die Sonderzeichen im Groschupp-Text sehen - oder nicht ;-). Ihr Text ist diesbezüglich widersprüchlich. Wissen Sie, ich betrachte dieses Forum lieber als Informationsquelle denn als Austragungsort für Schaukämpfe des literarischen Quartetts.

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Sonderbarer Wink

Thomas, Dienstag, 12.02.2008, 19:13 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr

Lieber Thomas, wenn Sie Ihren eingesprungenen Rittberger fertig gedreht haben, sagen Sie mir doch bitte in schnöden Worten, ob Sie nun die Sonderzeichen im Groschupp-Text sehen - oder nicht ;-). Ihr Text ist diesbezüglich widersprüchlich. Wissen Sie, ich betrachte dieses Forum lieber als Informationsquelle denn als Austragungsort für Schaukämpfe des literarischen Quartetts.


Hallo spatenpauli,

habe den eingesprungenen Rittberger fertig und den Wink verstanden, werde
mich bessern.! ;-) Aber manchmal juckt´s mir halt in den Fingern...

Natürlich, Sonderzeichen ohne Ende, war auch tatsächlich dadurch schwierriger
zu lesen, mein kleiner "Vorteil" ist vielleicht das die "kuriosen Sprachkünste" des sprechen lernens
unseres Sohnes noch nicht so lange her ist.

Gruß Thomas

Des Räzelz Lösung

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.02.2008, 21:10 (vor 5413 Tagen) @ Thomas

Natürlich, Sonderzeichen ohne Ende ...

Thomas, das was Sie "Sonderzeichen" nennen sind keine Sonderzeichen im herkömmlichen Sinne, sondern Schmierzeichen, die aus einer fehlerhaften Zeichencodierung resultieren. Sonderzeichen sind spezielle oft landestypische Zeichen, die nicht im einfachen ASCII-Zeichensatz (7 Bit) enthalten sind. Sonderzeichen der deutschen Sprache sind alle Umlaute und das ß, das schon die Schweizer nimmer kennen. Auch µ und "" zählen zu den Sonderzeichen.

Also: Klassisches Missverständnis wegen Definitionsabweichungen. Genau wie auch bei den Diskussionen um ES!

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Des Räzelz Lösung

Thomas, Mittwoch, 13.02.2008, 01:41 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Thomas, Mittwoch, 13.02.2008, 03:33

Thomas, das was Sie "Sonderzeichen" nennen sind keine Sonderzeichen im herkömmlichen Sinne, sondern Schmierzeichen, die aus einer fehlerhaften Zeichencodierung resultieren. Sonderzeichen sind spezielle oft landestypische Zeichen, die nicht im einfachen ASCII-Zeichensatz (7 Bit) enthalten sind. Sonderzeichen der deutschen Sprache sind alle Umlaute und das ß, das schon die Schweizer nimmer kennen. Auch µ und "" zählen zu den Sonderzeichen.

Also: Klassisches Missverständnis wegen Definitionsabweichungen. Genau wie auch bei den Diskussionen um ES!


Hallo spatenpauli,

das meine Antwort "Sonderzeichen oder Erleuchtung" ironisch gemeint war, haben Sie doch wohl gemerkt oder?
Das ich nun nicht in jedem Augenblick die "Humorschwelle" des anderen genau erreichen/erkennen kann, ist ja wohl auch nachvollziehbar.

Oder sind Sie möglicherweise etwas "angesäuert" weil ich manchmal auch in Räzeln schreibe, scheinbar als intelektuelle Herausvorderung für andere?

Oder ist es eher so, das ich hier in diesem Forum einen "Anfangseindruck" erzeugt habe der aber gar nicht beabsichtigt war, sondern deshalb entstand, weil in mich etwas "hineinprojeziert" wurde und ich von so einer hohen Dynamik des Forums etwas überrollt/überrascht war, und deshalb diesen "Anfangseindruck" nicht korrigiert habe?

Damit es vielleicht etwas klarer wird (fühle mich zwar nicht direkt gemeint, aber), bin keiner der loszieht und gegen Sendemasten wettert, laufe auch keinem Mobilfunkkritiker der X-ten Generation hinterher, und glaube schon gar nicht alles was man hier und auch in anderen Foren nachlesen kann, sondern erlaube mir einfach mal eine kritische, fragende und immer wieder neu zu "justierende" Sicht zum Thema "Elektrosmog & Co", mit gelegentlichen Mehrdeutigkeiten für den ein oder anderen "polemischen Stichelfritzen"!! (Sie, spatenpauli, sind nicht gemeint!!)

Für mich reduziert sich allerdings die Frage, ist "Elektrosmog & Co" eine Belastung/Gefährdung für Mensch und Natur, nur darauf, ob wir es uns wirklich leisten wollen und können (im Kollektiv) diesen Weg unverändert so weiter zu beschereiten!!!

Wenn Sie meine persönliche Meinung dazu interessiert, mindestens ein Umdenken ist erforderlich, - und nicht ein weiter so wie bisher!!!

Mit freundlichem Gruß
Thomas

P.S. Wenn in boshafter/linker Weise aber immer wieder "Definitionsungenauigkeiten/ -schwierigkeiten" genutzt werden um aneinander vorbeizureden, ja dann...!! (Sie, spatenpauli, sind wiederum ausdrücklich nicht damit gemeint) ;-)

P.S.S. Korrektur: "...geht mir genauso, bilde mir aber dadurch keine "ich Besonderheiten ein" nur weil auch ich keine Sonderzeichen lese!"
Entschuldigung! ;-)

Sonderzeichen?

charles ⌂ @, Dienstag, 12.02.2008, 13:59 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr

Was zum Henker ist das nun wieder?! Ich kann den Text noch nicht einmal richtig lesen, weil Sonderzeichen nicht richtig dargestellt werden. Ist das nur bei mir so, oder sehen andere auch keine Sonderzeichen?

Das passiert öfters wenn der Original-Schreiber eine andere Tatsaturbelegung genützt hat.
Auch mit englische Texte sehe ich soetwas. Da sind dann die " oder Anführungszeichen ersetzt durch das ? oder Fragezeichen.

Es gibt QWERTY, aber auch AZERTY (welche die Franzosen benützen, und auch noch ein Flämisches AZERTY, welche wieder anders ist.)

Und die Deutschen haben auch ihre eigene Belegung.
Dabei kann man softwaremässig das auch noch anpassen.

Deswegen benütze ich ein normales QWERTY Tastaturenbrett, aber English (United States) und Keyboard United States-International.
Damit kann ich über die Zeichen-Taste und direkt danach den Klinker, Sonderzeichen in Deutsch oder Französisch eingeben.

" é è ü ä ö ç â

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Sonderzeichen?

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.02.2008, 14:45 (vor 5413 Tagen) @ charles

Das passiert öfters wenn der Original-Schreiber eine andere Tatsaturbelegung genützt hat.

Ich empfinde es als Zumutung, einen derart verstümmelten Text lesen zu müssen. So ein Fehler sollte sich doch mit vertretbarem Aufwand korrigieren lassen, wäre doch nur logisch da 1-mal zu investieren bevor x-mal den Leuten die Lust am Lesen vergeht. Mobilfunkkritiker sparen leider zu oft am falschen Ende. Wenn jetzt noch der Inhalt im Kielwasser dieser missratenen Formatierung schwimmt, na dann gute Nacht.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
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Sonderzeichen?

underground, Dienstag, 12.02.2008, 14:54 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr

Ich empfinde es als Zumutung, einen derart verstümmelten Text lesen zu müssen.

Ich auch, aber nicht wegen der fehlenden Sonderzeichen.
NEIN, der ganze Inhalt ist eine Stümmelei, oder sollt ich sagen Stümperei.

underground

Sonderzeichen?

Doris @, Dienstag, 12.02.2008, 15:07 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr

Was zum Henker ist das nun wieder?! Ich kann den Text noch nicht einmal richtig lesen, weil Sonderzeichen nicht richtig dargestellt werden. Ist das nur bei mir so, oder sehen andere auch keine Sonderzeichen?

Ich sehe auch Sonderzeichen. Aber trotz dieser hat es mir persönlich völlig gereicht, was ich gelesen habe.
Ich weiß nicht, was Herrn Groschupp veranlasst so einen Schluss zu ziehen.
Anfangs schreibt er "...dass Mobilfunk krank macht ist für mich nun bittere Gewissheit geworden". Ich möchte da mal etwas vorsichtig sein, mein erster Gedanke war, ob Herr Groschupp vielleicht selber erkrankt ist, denn so hört sich dieser Satz an. Unter diesem Aspekt hätte ich für den emotionalen dramatischen Stil des Briefes noch gewisses VErständnis. Sollte dies nicht der Fall sein und diese Theatralik tatsächlich den jüngsten Berichten zuzuschreiben ist, dann entsetzt mich das gelinde gesagt nicht nur ein bisschen. Nun ist Herr Groschupp nicht irgendein Kritiker, der sich im Netz tummelt, oder seine Erkenntnisse nur im kleinen Rahmen verbreitet, sondern er gehört zum Netzwerk und die sind schon noch sehr aktiv, auch wenn immer wieder behauptet wird, es würde immer weniger Mobilfunkkritiker geben. Ich denke, die haben schon noch eine gewisse Macht was Aufklärungsarbeit betrifft. Er zieht u.a. den BioInitiatve Report heran, der sich m.W. mehr mit Handys beschäftigt, als es eben die Kritiker der 1. Generation tun und er benutzt die Oberfeld-Studie, die noch nicht mal ordentlich veröffentlicht wurde. Ich möchte diese Studie nicht herunterspielen, diesen Auffälligkeiten sollte m.E. nachgegangen werden. Aber wenn bei Herrn Groschupp die Ergebnisse der letzten Wochen und Monate diese WIrkung hatten, dass für ihn nun endgültig feststeht, dass Mobilfunkbasisstationen Krebs verursachen und deshalb um jeden Preis verhindert werden müssen, dann werden wir in den nächsten 10 - 15 Jahren ein Massensterben der Handytelefonierer haben. M.E. hat hier keine Weiterentwicklung in der Denkweise stattgefunden, sondern es ist eher ein riesengroßer Rückschritt, wie er m.E. nicht sein soll und sein darf. Ich bin nicht für ein maßloses weiteres Aufrüsten und sehe der exzessiven Funkausbreitung mit sehr großer Skepsis entgegen, aber das was Herr Groschupp hier für sich gelernt hat und dies auch vermutlich nach außen vertritt, macht mich sprachlos (sprachlos ist vielleicht der falsche Ausdruck für diese viele geschriebenen Worte ;-) )

Der Mast muss weg

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.02.2008, 16:22 (vor 5413 Tagen) @ Doris

M.E. hat hier keine Weiterentwicklung in der Denkweise stattgefunden, sondern es ist eher ein riesengroßer Rückschritt, wie er m.E. nicht sein soll und sein darf.

Ja, genauso sehe ich das auch. Und Groschupp selbst wohl ebenso. Sonst hätte er nicht so demonstrativ die Unterstützung durch "Andere" betont, womit er vermutlich Geschlossenheit signalisieren will. Irgendwie erinnert mich der eigensinnige Vorstoß an dieses berühmte kleine gallische Dorf, nur fehlt unglücklicherweise den Großbettlingern die passende Besetzung bei den tragenden Rollen. Den Brief von Groschupp Zeile für Zeile zu analysieren und die groben Fehler in der Argumentation herauszuarbeiten, besonders die Denkfehler, dies wäre nun eigentlich unsere Aufgabe. Sie, Doris, haben ja schon angefangen damit. Mir aber fehlt dazu momentan der Nerv, denn wer so weit neben der Spur liegt wie Groschupp, der ist mit vertretbarem Aufwand nicht mehr auf die Fahrbahn zu kriegen. Müssen wir mMn auch nicht. Denn mit seinen rund 4100 Einwohnern passt Großbettlingen z.B. 317-mal in München hinein. Die Münchener jedoch unterstützen keine Kritiker der 1. Generation selbst wenn sie einen Doktortitel haben und in einschlägigen Kreisen wohlbekannt sind - betrüblicherweise unterstützen sie aber auch keine Kritiker der 2. Generation ;-). Also was soll's: Sturm im Wasserglas. Freilich nicht ganz: Jürgen Groschupp trägt seinen unglücklichen Standpunkt ganz gerne mal auf Veranstaltungen öffentlich vor, und dies richtet dann wirklichen Schaden an (Presseberichte), weil seine einseitige angstschürende Argumentation die Sendemastengegner hofiert. Das liebe Handy kommt in seiner Denkwelt ja leider nur als Dekorationsgegenstand und nicht als dominantes Risiko vor.

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Der Mast muss weg

Doris @, Dienstag, 12.02.2008, 16:30 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr

Den Brief von Groschupp Zeile für Zeile zu analysieren und die groben Fehler in der Argumentation herauszuarbeiten, besonders die Denkfehler, dies wäre nun eigentlich unsere Aufgabe. Sie, Doris, haben ja schon angefangen damit. Mir aber fehlt dazu momentan die Lust, denn wer so weit neben der Spur ist wie Groschupp, der ist mit vertretbarem Aufwand nicht mehr auf die Fahrbahn zu kriegen.

Egal, ob er noch auf die Fahrbahn zu kriegen ist, ich werde den Brief heute abend so wie es mir halt möglich ist, kommentieren. Vielleicht schaffen wir irgendwann in diesem Leben doch noch eine gewisse Nachdenklichkeit in der Sache.

Jetzt aber, gehe ich schwimmen :-)

Der Mast muss weg

Fee, Dienstag, 12.02.2008, 17:08 (vor 5413 Tagen) @ Doris

Egal, ob er noch auf die Fahrbahn zu kriegen ist, ich werde den Brief heute abend so wie es mir halt möglich ist, kommentieren. Vielleicht schaffen wir irgendwann in diesem Leben doch noch eine gewisse Nachdenklichkeit in der Sache.

Jetzt aber, gehe ich schwimmen :-)

Vielleicht schreibt er diesen Brief aus einem Gefühl der Uferlosigkeit bezüglich Antennen, es hört nie auf, das Aufrüsten geht immer weiter, es kommt immer neues hinzu, die Verstrahlung wird immer schlimmer, der Mastenwald dichter. Für Telefonieanwendungen ist das Netz längestens aufgebaut. Bildchenanwendungen und Internet sollten nur drahtgebunden angeboten werden. Es macht den Anschein, als ob die Welt zu einem Mehrfach-Hotspot werden soll. Kürzlich habe ich gelesen, dass Handy-TV nun auch noch über WiMAX stattfinden soll, obwohl man TV bereits durch DVB-T erhalten kann und nun soll noch DVB-H angeboten werden. Weshalb das alles? Da muss man sich nicht wundern über Ueberreaktionen. Ich wünsche mir die Nachdenklichkeit in der Sache auch mal auf Seiten der Entscheidungsträger.

Der Mast muss weg

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.02.2008, 22:05 (vor 5413 Tagen) @ Doris

Egal, ob er noch auf die Fahrbahn zu kriegen ist, ich werde den Brief heute abend so wie es mir halt möglich ist, kommentieren.

Tapfer, tapfer!

Jetzt aber, gehe ich schwimmen :-)

Da könnten Sie den Jürgen treffen, den der ins Schwimmen gekommen ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Kommentar zum Brief

KlaKla, Dienstag, 12.02.2008, 08:39 (vor 5413 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 12.02.2008, 09:21

Jürgen Groschupp schreibt einen offenen Brief an E-Plus warum er seine Blickrichtung von "Sender möglichst weit raus aus den Wohngebieten" zu "grundsätzliche Verhinderung weiterer Sender" gewechselt hat. U.a. ein Argument für sein Umdenken sei die Dr. Oberfeld Studie.

Kommentar: Kernbotschaft des Briefes
a. ICH bin wichtig
b. Es herrscht Einigkeit unter den Mobilfunk-Kritikern der 1. Generation (Bürgerwelle).
c. Wir lehnen Mobilfunk ab. Gerade durch diese Haltung wurden schlechte Standorte realisiert.

Das Vertreter der Betreiber sich nicht mit derartigen Bürgervertretern an einen Tisch setzen ist verständlich. Es kann kein Dialog statt finden, die Fronten sind verhärtet. Diese Mobilfunk-Kritiker katapultieren sich damit ins Abseits.


Verwandter Thread
Tendenziöse Bürger Aufklärung
Das Spiel mit den Medien

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Meine Meinungsäußerung

Kommentar zum Brief

Doris @, Dienstag, 12.02.2008, 16:24 (vor 5413 Tagen) @ KlaKla

Kommentar: Kernbotschaft des Briefes
a. ICH bin wichtig
b. Es herrscht Einigkeit unter den Mobilfunk-Kritikern der 1. Generation (Bürgerwelle).

er schrieb ja von unterschiedlichen Sichtweisen und emotional geführten Diskussionen. So einig waren die sich nicht, aber sie einigten sich letztendlich doch. Schade eigentlich, das wäre die Möglichkeit gewesen für so manchen Kritiker seine Haltung wirklich komplett zu überdenken. Die Ablehnung eines Senders kann höchstenfalls in einzelnen Orten möglich sein und leider auf Kosten von anderen Orten.

c. Wir lehnen Mobilfunk ab. Gerade durch diese Haltung wurden schlechte Standorte realisiert.]

Und das obwohl Herr Groschupp in seinem Ort die besseren KArten hatte, als so manche andere Orte, da er und sein Anliegen ernstgenommen wurde. Wie sich das wohl weiterentwickeln wird, das würde mich mal interessieren. Nein, ich halte das für keine kluge Entscheidung.

Das Vertreter der Betreiber sich nicht mit derartigen Bürgervertretern an einen Tisch setzen ist verständlich. Es kann kein Dialog statt finden, die Fronten sind verhärtet. Diese Mobilfunk-Kritiker katapultieren sich damit ins Abseits.


In diesem Fall ist es aber anders. In dem Ort von Herrn Groschupp gab es ja anscheinend einen Runden Tisch und eine gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und auch das Gespräch mit den Netzbetreibern. Es sei mal dahingestellt, ob nun ein SEnder raus aus dem Wohngebiet muss oder nicht, aber zumindest hatte Groschupp mit diesem bisherigen Vorschlag ja ERfolg und es gab keine Sender innerhalb des Ortes. Was nun plötzlich passiert ist, dass er auch dieses nicht mehr verantworten kann, ich begreife es nicht. Wie aus der "lesbaren Version" zu erkennen ist, muss auch die REFLEX Studie mal wieder herhalten. Bei der neuesten ERgebnissen meint er wohl die schon mal diskutierten UMTS-ERgebnissen von Dr. Prof. A., die eben nicht auf die Basisstationen übertragen werden können. Warum sind die so derart resistent gegen Fakten, Dr. Prof. A. sagte doch selber zum Reflex-Projekt, dass diese Ergebnisse sich nicht auf Basisstationen beziehen. Und was bewirkt den Herr Groschupp mit seinem Verhalten. Der ganze Ort wird sich nicht einig sein, vielleicht wird es für E-Plus nun einen Standort geben, der noch ungeschickter ist. Wie kann man die Fäden aus der Hand geben, wenn man diese wirklich mal hat. Und außerdem bewirkt er mit seinem Verhalten doch nichts anderes als eine Senderverschiebung. Wenn nicht in Großbettlingen, dann eben im Nachbarort und dafür müssen dann evtl. ein paar Anwohner dort die Mitversorgung von Großbettlingen aushalten.

Lesbare Version

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.02.2008, 14:55 (vor 5413 Tagen) @ Doris

hier kann der Brief gelesen werden!

So - grummel - und hier nun eine lesbare Fassung ohne verhunzte Formatierung - grummel.

Liebe Mobilfunk-Mitstreiter und Interessierte,

im kommenden April sind es nun 10 Jahre, in denen ich mich intensiv mit dem Thema "Risiko Mobilfunk" beschäftige; beginnend in meinem Wohnort Großbettlingen. Die von mir ins Leben gerufene Bürgerinitative und Ortsgruppe im Mobilfunk Bürgerforum e.V. hat sich bisher mit der Strategie "Mobilfunksender raus in den Aussenbereich" (gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung) mit Mobilfunknetzbetreibern an einen Tisch gesetzt. Das hat uns auch Erfolge beschert (Abbau Sendemast im Ort). Der Netzbetreiber sendet seither Mobilfunk - wie die anderen drei Betreiber auch - von einem Sendemast aus 1 km Entfernung. Denn "je größer die Entfernung, umso geringer ist das Risiko". Das war zumindest lange Zeit die Botschaft zahlreicher Fachleute.

Dass diese Technik krank macht, ist für mich inzwischen bittere Gewissheit geworden! Wer sich diesem Fazit nicht anschließen möchte, müsste aber durch aufrüttelnde Nachrichten der letzten Monate, wie z.B. die Warnung der Europäischen Umweltagentur oder den neuesten Ergebnissen der europaweiten REFLEX-Studie, ins Wanken gekommen sein. Berichte über den Abbau tausender Sendemasten und andere Spontanreaktionen in aller Welt häuften sich rasant. Weil man einsehen musste, dass diese Technik krank macht!

Aufgrund Warnungen fundierter Quellen aber auch aus Erkenntnis vieler Erfahrungen hat sich die Sachlage für mich völlig geändert. So wie man stets dazulernt und eine sich stets weiter entwickelnde Wissensgrundlage zum Ändern der Vorgehensweise Anlass gibt, ist für mich nach reichlicher Überlegung der Punkt gekommen den bisherigen Weg des kooperativen Gesprächs mit den Netzbetreibern zu verlassen. Angesichts guter Zusammenarbeit mit unserer Gemeindeverwaltung (insbesondere unserem Bürgermeister) und den Erfolgen aus "gemeinsamer Risikominimierung" fiel diese Entscheidung nicht leicht. Doch es ist allenfalls ein wenig Risikominderung, - keine Schadensverhütung. Es gibt inzwischen wissenschaftlich begründete Argumente, dass uns auch diese "Lösungen" im Aussenbereich letztendlich nicht schützen.

Ich persönlich kann und werde mich nicht mehr an Gesprächen mit Netzbetreibern beteiligen, in denen es darum geht, Alternativstandorte umzusetzen, die bislang helfen sollten, innerörtliche Standorte zu vermeiden. Nur der völlige (!) Verzicht auf jede (!) weitere Sendeanlage wird dem Gebot der Stunde gerecht! Ich werde nicht mehr aktiv daran mitwirken, Mobilfunkstandorte - gleichgültig welcher Art und Motivation - auf den Weg zu bringen.

Dass es sich hierbei um eine teils stark umstrittene "Haltung" in unseren Reihen handelt, ist mir bewusst. Lebhaft diskutiert wurde das Thema "Sendemastverschieben oder Totalablehnung" in einer Versammlung des Mobilfunk Bürgerforum e.V. und beim letzten Treffen des Netzwerk Risiko Mobilfunk Baden-Württemberg. Ich persönlich war nach der Diskussion in beiden Gremien aber sehr froh, dass uns die doch offensichtlich weit auseinander liegenden Sichtweisen zwar nicht ohne Emotionen beschäftigten, - aber sie trennten uns nicht! Darüber bin ich sehr glücklich; fatal wäre eine Spaltung. Denn darüber dürfte sich nur "die andere Seite" freuen.

Mein "neuer Weg" hat natürlich gravierende Auswirkungen auf den Stand der Verhandlungen mit E-Plus um einen geplanten Mobilfunksendemast in ca. 400 m Entfernung vom Ortsrand, in die Mobilfunk Bürger-Info Großbettlingen aktiv eingebunden war. In Kürze steht der Baubeginn bevor.

Daher bat ich die Mitglieder unserer Initiative in einer ausserordentlichen Versammlung um Beurteilung und Handlungsvorschlag. Das für mich überraschende wie beeindruckende Ergebnis war der einstimmige Beschluss im Sinne meines Vorschlages, sich eindeutig gegen einen weiteren Aufbau von Mobilfunksendeanlagen an diesem Standort, jeglichen Standorten auf Großbettlinger Gemarkung und anderswo einzusetzen. Und damit E-Plus zum sofortigen Baustopp aufzufordern! Dies ist mit dem Versand des beiliegenden Offenen Briefes an den "Deutschlandchef" von E-Plus und an den verantwortlichen Leiter der Baumaßnahme (Alcatel-Lucent) in die Tat umgesetzt worden.

Die Gewissheit, richtig gehandelt zu haben, hat eine hochbrisante Studie, die mich vorgestern erreichte, mit traurigem Anlass weiter untermauert: Ergebnisse einer österreichischen Studie haben mir den Atem verschlagen! Von einer 23-fachen (Brustkrebs) bis 121-fachen Krebsrate (Gehirntumor) ist dort zu lesen (Dr. Oberfeld, Januar 2008, Krebsstudie im Zusammenhang mit C-Netz-Mobilfunk).

Es ist mehr als offenkundig: Dieser Mobilfunk macht krank! Der Freilandversuch an Mensch, Tier und Umwelt muss ein Ende haben! Nur eine gesundheitsverträgliche mobile Kommunikation hat Zukunft. GSM, UMTS & Co. müssen der Vergangenheit angehören. Sofort und ohne Umwege. Es herrscht Gefahr in Verzug.

Freundliche Grüße

Jürgen Groschupp
(unterstützt von Mitstreitern aus Großbettlingen)

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Groschupp, Baustopp, Mitstreiter, Diagnose:Funk

Lesbare Version

Karl, Dienstag, 12.02.2008, 15:03 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr

Man sollte den Brief samt Verfasser nicht so wichtig machen.

Offener Brief an E-Plus

Doris @, Dienstag, 12.02.2008, 23:23 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr

Der Netzbetreiber sendet seither Mobilfunk - wie die anderen drei Betreiber auch - von einem Sendemast aus 1 km Entfernung.

Also aus dieser Entfernung dürfte beim größten Teil der Bevölkerung aber kaum mehr was ankommen. Aus Sicht derjenigen, die den Sender fokussieren ist das ja eine ideale Lösung für die Bewohner. Hier sollte einfach auch mal berücksichtigt werden, dass die WErte in einem Schlafzimmer die wichtigsten sind und so eine unglückliche Konstellation, dass der Hauptstrahl einer 1 km entfernten Antenne auch noch ohne jegliches Hindernis direkt in ein Schlafzimmer trifft ist doch wirklich sehr selten.

Denn "je größer die Entfernung, umso geringer ist das Risiko". Das war zumindest lange Zeit die Botschaft zahlreicher Fachleute.

Diese Aussage gilt zumindest was Basisstationen betrifft immer noch und wurde durch die C-Netz Studie, die für Herrn Groschupp so bedeutend ist, auch nicht entkräftet. Das Risiko für die Handytelefonierer könnte größer sein, falls durch die Entfernung zum Mast keine gute Verbindung besteht und somit das Handy mit höherer Leistung arbeiten muss.

Dass diese Technik krank macht, ist für mich inzwischen bittere Gewissheit geworden!

Wie gesagt, hier frage ich mich ob diese Aussage eine persönlichen Hintergrund hat.
Dass diese Technik krank macht zeichnet sich momentan - wenn überhaupt - eher durch Langzeit- und Vieltelefonieren mit einem Handy ab. Aber so genau differenzieren eben so manche Mobilfunkkritiker nicht und gerade die aktiven Kämpfer der 1. Generation veranstalten Infoabende - und zwar vorwiegend dann - wenn ein Sender geplant wird und streuen dann alles pauschal was man so weiß über diese Technik und der uninformierte Zuhörer bezieht dies automatisch auf den zu errichtenden Sender - denn deshalb ist ja die Veranstaltung. Und so beginnt der Kreislauf der Falschinformationen, die sich so fest in den Köpfen festsetzen.

Wer sich diesem Fazit nicht anschließen möchte, müsste aber durch aufrüttelnde Nachrichten der letzten Monate, wie z.B. die Warnung der Europäischen Umweltagentur

hier meint er den BioInitiative Report. Was anscheinend immer noch nicht überall durchgedrungen ist, dass dort niedrigere Grenzwerte für Handytelefonierer gefordert werden, was im Klartext eben dann nicht das bedeutet, was Herr Groschupp anstrebt. Hierzu gibt es einen angenehm - für RTL sehr sachlich gestalteten - Beitrag der die Warnungen der Europäischen Umweltagentur unmissverständlich mit dem Handytelefonieren in Verbindung bringt.

oder den neuesten Ergebnissen der europaweiten REFLEX-Studie, ins Wanken gekommen sein.

Keine beim Reflex-Projekt gefundenen Effekte haben irgendwas mit Mobilfunkbasisstationen zu tun, verkündet selbst Dr. Prof. A. in einem Videobeitrag unmissverständlich.
Das muss doch auch bei diesen Leuten angekommen sein, die informieren sich doch auch. Warum halten sich solche Dinge denn so hartnäckig? Da muss ja wirklich davon ausgegangen werden, dass solche durchaus ernstzunehmenden Auffälligkeiten bewusst eingesetzt werden um uninformierte Leute mobil zu machen gegen die Sendemastbekämpfung, was wirklich zu verurteilen ist. Und sowas hat eine Breitenwirkung, die Leute erzählen das wiederum weiter, jeder versteht noch weniger davon und so entsteht bei vielen die Angst vor jedem Sender

Berichte über den Abbau tausender Sendemasten und andere Spontanreaktionen in aller Welt häuften sich rasant.

Also so rasant war das nun auch wieder nicht. Ja, es gab Abbauten in Thailand und ich meine in Israel. Aber mehr, als dass die Masten abgebaut wurden, wissen wir eben auch nicht. Fakt ist, dass die Leute dort sicherlich nicht ihre Handys den Masten hinterhergeschmissen haben, sondern die wollen und werden weitertelefonieren und zwar eben über einen Masten.

Weil man einsehen musste, dass diese Technik krank macht!

Das wissen die auch nicht. So wie zu lesen war, wurde vorsorglich gehandelt, aber wie gesagt, ein Netz wird auch dort weiterhin geboten, darüber erfahren wir vermutlich nichts.

Aufgrund Warnungen fundierter Quellen aber auch aus Erkenntnis vieler Erfahrungen hat sich die Sachlage für mich völlig geändert. So wie man stets dazulernt und eine sich stets weiter entwickelnde Wissensgrundlage zum Ändern der Vorgehensweise Anlass gibt, ist für mich nach reichlicher Überlegung der Punkt gekommen den bisherigen Weg des kooperativen Gesprächs mit den Netzbetreibern zu verlassen.

Dass Herr Groschupp eine derartige ÜBerlegung anstellt und eine persönliche Entscheidung fällt,muss ihm zugestanden werden....

Angesichts guter Zusammenarbeit mit unserer Gemeindeverwaltung (insbesondere unserem Bürgermeister) und den Erfolgen aus "gemeinsamer Risikominimierung" fiel diese Entscheidung nicht leicht.

Manche Bürgerinitiativen wären froh, sie hätten diese Möglichkeit der Mitsprache bei ihrem Bürgermeister und gemeinsam mit den Netzbetreibern. Ich denke, hier setzt Herr Groschupp was sehr Wichtiges aufs Spiel. Denn ob er mit seiner neuen Vorgehensweise "Sender verhindern" immer noch ein gefragter Gesprächspartner sein wird, wage ich zu bezweifeln. So gibt es dann u.U. Standorte, die für die Bevölkerung deutlich ungünstiger sind als die bisher vereinbarten.

Fortsetzung ...

Offener Brief an E-Plus

Doris @, Mittwoch, 13.02.2008, 14:32 (vor 5412 Tagen) @ Doris

Manche Bürgerinitiativen wären froh, sie hätten diese Möglichkeit der Mitsprache bei ihrem Bürgermeister und gemeinsam mit den Netzbetreibern. Ich denke, hier setzt Herr Groschupp was sehr Wichtiges aufs Spiel.

Hier sieht man es als bahnbrechendes Urteil an zukünftig mitreden zu dürfen

Dieses Urteil wurde hier schon mal diskutiert, der Zeitungsartikel allerdings ist aktuell.

"Das Konzept, das 2006 vom Zweckverband Allgäuer Land in Auftrag gegeben wurde, hat zum Ziel, die Strahlenbelastung für die Bevölkerung durch eine intelligente Standortplanung der Mobilfunkanlagen so gering wie möglich zu halten"

Ob die Ostallgäuer Initiativen die neue Sichtweise von Herrn Groschupp verstehen können, vermute ich eher nicht. In Anbetracht der zügellos ausufernden Funktechnologie sehe ich es als Vorteil, wenn Kritiker es schaffen mit den Netzbetreibern und den Gemeinden/Städten an einen Tisch zu kommen, obwohl die Kritiker trotzdem größtenteils die Verlierer sein werden. Auf dem Land mag man noch etwas mehr erfolgreich sein, aber schon in kleineren Städten müssen die Initiativen oft eine Fülle von neuen Sendern hinnehmen, soviel gute Standorte gibt es gar nicht. Aber der Konsument hat die Macht.

Der Konsument hat die Macht?

Thomas, Donnerstag, 14.02.2008, 01:29 (vor 5412 Tagen) @ Doris

... Aber der Konsument hat die Macht.


Hallo Doris,

fast hätte ich geantwortet, in was für einer Welt leben Sie denn!

Der Konsument hat die Macht, richtig, aber heutzutage doch wohl nur noch "theoretisch" richtig!!

Wie verhällt sich den "der Konsument" heutzutage?
Wen interessiert denn überhaubt noch, was "zwei Häuser weiter" passiert?
Wen interessiert denn überhaubt noch, ob mein eigenes Verhalten möglicherweise nicht ganz so dolle ist?
Wer kümmert sich noch um Themen- oder Sachgebiete, deren bedenkliche Konsequenzen einen
selber aber gar nicht treffen/betreffen?
Wo sind denn die, die die Macht zwar haben, aber nix mehr davon im gemeinschaftlichen Sinne nutzen,
sondern nur noch ihren eigenem egoistischen Bestreben nachgehen?

Wissen Sie wo die sind, die hängen vor der Glotze und lassen sich berieseln,
verabreden sich per "Simserei" und stellen dann fest, huch ein Mensch, welch seltsame Spezie,
schauen durch sie hindurch wenn man ihnen eine einfache Frage stellt, so als ob sie gar nicht davorstehen und fragen,
schauen in eine andere Richtung um fast schon nötigend ein bremsen des Autofahrers zu erzwingen.

Und auch im Internet, in sogenanten Foren, schlagen sich lachend auf die Schenkel, wenn sie mal wieder einen "vorführen" konnten,
nutzen sprachliche Deutungsmöglichkeiten um einen falschen Eindruck (fast schon) zu erzwingen, ...

da sind "Ihre" Konsumenten, die die Macht zwar haben, aber nur in egoistischer Weise mißtbrauchen!!

Sie, Doris, und einige andere gehören allerdings und ausdrücklich nicht dazu!

Nur dann von der Macht des Konsumenten im allgemeinen zu sprechen, ein bischen traurig, unsere heutige Welt, und habe leider noch nicht mal eine Idee, wie "man" dieses verbessern könnte!!!

Obwohl, auch hier in diesem Forum, es einige interessante und lohnende Wege der Formen des Umgangs miteinander gibt!!!

Mit freundlichem Gruß
Thomas

P.S. Nehmen Sie´s mir nicht ganz so krumm, auch ich habe manchmal "andere Launen" die nicht immer nur "mit freundlichem" sind.

Der Konsument hat die Macht?

Doris @, Donnerstag, 14.02.2008, 11:51 (vor 5411 Tagen) @ Thomas

Nur dann von der Macht des Konsumenten im allgemeinen zu sprechen, ein bisschen traurig, unsere heutige Welt, und habe leider noch nicht mal eine Idee, wie "man" dieses verbessern könnte!!!

Die Nachfrage regelt das Angebot. Und wenn fast die ganze Bevölkerung mobil telefonieren will, dann muss und wird dafür gesorgt, dass dies möglich ist. Das sind nicht "meine" Konsumenten, das ist eine realistische Einschätzung der Situation und da macht sich ganz sicherlich auch kein Netzbetreiber, wie Fee es in einem anderen Beitrag angeregt hat, Gedanken. Solange diese Kuh Milch gibt, wird sie gemolken. Verbessern im eigentlichen Sinne können Sie nichts, denn so manch einer hier trat in seinem Leben schon mal an um die Welt zu verbessern :-) Sie können einzig und allein Ihr eigenes Leben so korrekt führen, wie Sie es sich von anderen wünschen und dies noch versuchen auf Ihren Sohn zu übertragen.

P.S. Nehmen Sie´s mir nicht ganz so krumm, auch ich habe manchmal "andere Launen" die nicht immer nur "mit freundlichem" sind.

Ich nehme Ihnen nichts übel, ich sehe es immer noch so, wie ich es geschrieben habe. Der Kunde ist der Architekt des Netzes, deshalb muss man an den Kunden herankommen. Und zwar nicht, indem man ihn gegen die Masten aufbringt, sondern dass er sich Gedanken über sein eigenes Telefonier verhalten macht und auch darüber, wann und warum der Nachwuchs nun wirklich ein eigenes Handy braucht.

Der Konsument hat die Macht?

Fee, Donnerstag, 14.02.2008, 12:30 (vor 5411 Tagen) @ Doris

da macht sich ganz sicherlich auch kein Netzbetreiber, wie Fee es in einem anderen Beitrag angeregt hat, Gedanken.

So wie ich das geschrieben habe, hat es sich nicht auf die Netzbetreiber bezogen, sondern auf die Entscheidungsträger oder Regierungsverantwortlichen, sich Gedanken zu machen und nicht einfach jede Geschäftsidee durchzuwinken, sondern mit mehr Verantwortung zu handeln. Die Verantwortung kann nicht allein dem Kunden zugeschoben werden und außerdem gibt es einen recht großen Anteil in der Bevölkerung, der keine andern Dienste nutzt als Telefonie und SMS und dennoch werden dauernd neue Masten aufgestellt für z.B. Videotelefonie, immer noch schnelleres drahtloses Internet oder Handy-TV.

Der Konsument hat die Macht?

Doris @, Donnerstag, 14.02.2008, 12:54 (vor 5411 Tagen) @ Fee

So wie ich das geschrieben habe, hat es sich nicht auf die Netzbetreiber bezogen, sondern auf die Entscheidungsträger oder Regierungsverantwortlichen, sich Gedanken zu machen und nicht einfach jede Geschäftsidee durchzuwinken, sondern mit mehr Verantwortung zu handeln. Die Verantwortung kann nicht allein dem Kunden zugeschoben werden und außerdem gibt es einen recht großen Anteil in der Bevölkerung, der keine andern Dienste nutzt als Telefonie und SMS und dennoch werden dauernd neue Masten aufgestellt für z.B. Videotelefonie, immer noch schnelleres drahtloses Internet oder Handy-TV.

Ich verstehe Ihre Beweggründe für diese Forderung an die Entscheidungsträger, aber mit welchem Hintergrund soll oder kann ein Entscheidungsträger bzw. Regierungsverantwortlicher Ihrer Meinung nach ein Stop von weiteren Diensten per Funkübertragung begründen. Für wen oder was soll er Verantwortung übernehmen und mit welcher Argumentation? Studien liefern nichts Konkretes, dass eine Beweislage erdrückend wäre. Wenn wir der Meinung sind, dass auch nichts gefunden werden kann, weil nicht danach gesucht wird, wäre das doch eine Möglichkeit hier seine Kräfte zu bündeln. Ob Handy-TV oder noch schnelleres Internet sich auf die Zukunft gesehen rentiert, wird sich zeigen, es wird auf jeden Fall versucht werden den Kunden davon zu überzeugen. Wenn es tatsächlich von einem großen Teil in der Bevölkerung nicht genützt wird, dann wird es sich mit der Zukunft erledigen.
Hier in unserer Gegend wurde mal ein O2 Sender abgebaut, weil er sich nicht rentiert hat.

Der Konsument hat die Macht?

Fee, Donnerstag, 14.02.2008, 14:29 (vor 5411 Tagen) @ Doris

Ich verstehe Ihre Beweggründe für diese Forderung an die Entscheidungsträger, aber mit welchem Hintergrund soll oder kann ein Entscheidungsträger bzw. Regierungsverantwortlicher Ihrer Meinung nach ein Stop von weiteren Diensten per Funkübertragung begründen. Für wen oder was soll er Verantwortung übernehmen und mit welcher Argumentation? Studien liefern nichts Konkretes, dass eine Beweislage erdrückend wäre. Wenn wir der Meinung sind, dass auch nichts gefunden werden kann, weil nicht danach gesucht wird, wäre das doch eine Möglichkeit hier seine Kräfte zu bündeln. Ob Handy-TV oder noch schnelleres Internet sich auf die Zukunft gesehen rentiert, wird sich zeigen, es wird auf jeden Fall versucht werden den Kunden davon zu überzeugen. Wenn es tatsächlich von einem großen Teil in der Bevölkerung nicht genützt wird, dann wird es sich mit der Zukunft erledigen. Hier in unserer Gegend wurde mal ein O2 Sender abgebaut, weil er sich nicht rentiert hat.

Wenn man z.B. die Studien von Hutter et al und Abdel Rassoul ansieht, die Erfahrungsberichte von Betroffenen aus aller Welt, die Santini-Studie, die Hacker-Studie zum Immunsystem, die Krebsstudie von Oberfeld, die Naila-Studie, die Schwarzenburg-Studie und die Valley-Holzkirchen-Studie, die Auswertung von 2000 Studien durch die Bio-Initiative, die Reflex-Studie zu den Handys, die Prof. A.-Studie zu den UMTS-Handys ist m.M. nach genügend gefunden worden, eine bessere Vorsorge zu betreiben, das ständige Aufrüsten zu stoppen, die Grenzwerte zu senken und Schutzgebiete für Schwerbetroffene einzurichten. Z.B. in Brüssel ist man schon in der richtigen Richtung unterwegs. Für was die Entscheidungsträger und Mobilfunkbetreiber Verantwortung zu übernehmen haben werden, für jedes Menschenleben, über das sie Leid und Elend bringen und gebracht haben, diese Verantwortung lässt sich auch nicht auf "die Experten" abwälzen, Krebs ist eine hässliche Krankheit und kann gerade die treffen, die nicht achtsam mit der Strahlung umgehen und heute ES-Hetze betreiben und auch für die kann eines Tages die Stunde kommen, wo es um mehr geht als um "Fun" und wo man mit Schuld und Leid konfrontiert wird.

Im übrigen finde ich es widerwärtig, wie Karl oder karl sowohl hier im Forum wie im RDW-Forum über Uli Weiner geschrieben hat und dass er W-Lan nutzt, stimmt gar nicht. Einige Leute müssen wirklich sehr unzufrieden sein mit ihrem Beruf, wenn sie noch missgünstig sind gegenüber der Rente eines Arbeitsunfähigen, der wegen der Strahlung in einem Wohnwagen im Wald hausen muss. Jetzt mal eine Frage an Spatenpauli: Kennen Sie eigentlich Karl karl persönlich? Hoffe, dass Sie mir diese Frage beantworten, denn auch die K2 sind auf Akzeptanz angewiesen, die bis jetzt außer vielleicht von Befürworterseite nicht eingetroffen ist.

Der Konsument hat die Macht?

H. Lamarr @, München, Freitag, 15.02.2008, 17:12 (vor 5410 Tagen) @ Fee

Jetzt mal eine Frage an Spatenpauli: Kennen Sie eigentlich Karl karl persönlich? Hoffe, dass Sie mir diese Frage beantworten, denn auch die K2 sind auf Akzeptanz angewiesen, die bis jetzt außer vielleicht von Befürworterseite nicht eingetroffen ist.

Nein Fee, ich kenne weder Karl noch karl persönlich. Dass Sie Ihre Frage im Zusammenhang mit der Glaubwürdigkeit der K2 stellen verstehe ich nicht. Die einzige Extrawurst die ich hier brate ist nämlich der Umstand, dass ich den Forenadmin spiele, also Softwareupdates exklusiv einspielen darf. Eine Denkanweisung an Karl/karl steht mir a) nicht zu und b) habe ich auch nicht im Sinn. Solange die Forenregeln beachtet werden, darf hier jeder posten, wie er/sie/es es für richtig hält. Die Akzeptanz von K2 wird mMn nicht in Foren entschieden, sondern dort, wo Sachinformationen von uns Kritikern erwartet/angefordert werden und dieser Bedarf dann auch tatsächlich gedeckt wird. Diese Bühne ist eine ganz andere als dieses oder irgendein anderes Forum.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Der Konsument hat die Macht?

Karl, Freitag, 15.02.2008, 17:39 (vor 5410 Tagen) @ Fee
bearbeitet von Karl, Freitag, 15.02.2008, 18:11

Im übrigen finde ich es widerwärtig, wie Karl oder karl sowohl hier im Forum wie im RDW-Forum über Uli Weiner geschrieben hat und dass er W-Lan nutzt, stimmt gar nicht.

Meine Liebe,
glauben sie mir, auch ich finde es widerwärtig wie sie teilweise hier oder im Gigaherz-Forum schreiben. Es liegt einfach am Geschmack über den man sich bekanntlich streiten kann aber nicht muss.

PS: Ulrich Weiner bekommt angeblich Rente. Sie behaupten es liegt an seiner ES. Mir fällt dazu auf, keine öffentliche Ausschlachtung der Tatsache das Ulrich Weiner aufgrund seiner ES der erste anerkannte arbeitsunfähige Rentner ist! Keine Schlagzeile beim Hensinger, keine wichtige Rundmail, keine Notiz im Newsletter, kein Eintrag im Gigaherz-Forum.

Der Konsument hat die Macht?

Thomas, Freitag, 15.02.2008, 02:00 (vor 5411 Tagen) @ Doris

Hallo Doris,

Fee hat Ihnen im wesentlichen so geantwortet, was auch mich umtreibt, - und

(ich will mit Ihnen keinen Krach, - den wir aus meiner Sicht aber auch nicht kriegen werden, höchstens ein bischen Chilie wegen der Würze ;-) )

Sie "wissen Ahnend" das Sie näher an der "intuitiv empfunden Wahrheit" dransind, nur,
Intuition als Argumentationshilfe zu nutzen, ist etwas wenig, da haben Sie recht!!!

Gruß Thomas

P.S. Halte mich zwar für einen "solide konstruierten ICE", bin aber kein
"hochgepowerter TGW", -soll heißen, habe noch nicht alles mit der nötigen
Achtsamkeit durch- und nachlesen können.

Taiwan ist nicht das Musterländle für UMTS-Masten

H. Lamarr @, München, Freitag, 15.02.2008, 17:42 (vor 5410 Tagen) @ Doris

Berichte über den Abbau tausender Sendemasten und andere Spontanreaktionen in aller Welt häuften sich rasant.


Also so rasant war das nun auch wieder nicht. Ja, es gab Abbauten in Thailand und ich meine in Israel. Aber mehr, als dass die Masten abgebaut wurden, wissen wir eben auch nicht. Fakt ist, dass die Leute dort sicherlich nicht ihre Handys den Masten hinterhergeschmissen haben, sondern die wollen und werden weitertelefonieren und zwar eben über einen Masten.

Zuletzt war das mMn nicht Thailand, sondern Taiwan mit 1500 abgebauten Basisstationen. Ob in Spanien, Israel oder Taiwan oder sonstwo tatsächlich Masten demontiert wurden und aus welchen Beweggründen genau, wissen wir nicht und Herr Groschupp aller Voraussicht nach erst recht nicht. Bedeutungsvolle Entscheidungen ungeprüft allein auf ausländische Presseberichte zu stützen, halte ich jedoch für, naja für naiv und für wenig überzeugend. Da ist der Wunsch Vater des Gedanken. Von einer "rasanten Häufung" zu reden, ohne auch nur einen der Berichte zu nennen ist dieses bekannte Schema der Behauptungen, auf das ich hier schon gar nicht mehr weiter eingehen will.

Interessant ist aber etwas anderes. Wenn in Taiwan 1500 Basisstationen abgebaute werden, dann erweckt dies beim Beobachter den Eindruck, dass die Nationalchinesen ganz besonders auf die Gesundheit Ihrer Bürger achten. Oder nach Groschupp: "Weil man einsehen musste, dass diese Technik krank macht!" Diese hübsche Geschichte hat aber einen kleinen Haken: Die grausigen ICNIRP-Grenzwerte für UMTS stehen bekanntlich bei uns in Deutschland und in vielen anderen Ländern dieser Welt auf 61 V/m. In Taiwan aber sind 100 V/m erlaubt (ab 2 GHz bis 300 GHz), nachzulesen hier. Warum so viel? Ganz sicher nicht, weil man einsehen musste, dass diese Technik krank macht!

Aus meiner Sicht begibt sich Jürgen Groschupp auf sehr sehr dünnes Eis.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Offener Brief an E-Plus Teil 2

Doris @, Dienstag, 12.02.2008, 23:52 (vor 5413 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Doris, Mittwoch, 13.02.2008, 00:17

Doch es ist allenfalls ein wenig Risikominderung, - keine Schadensverhütung. Es gibt inzwischen wissenschaftlich begründete Argumente, dass uns auch diese "Lösungen" im Aussenbereich letztendlich nicht schützen.

Auf was er genau diese Aussage stützt, dass "Lösungen im Aussenbereich letztendlich nicht schützen" ist für mich nicht nachvollziehbar. Deshalb kann ich einen Zusammenhang zwischen den von ihm aufgeführten Argumenten und der plötzlichen totalen Senderverweigerung, weil Sender im Außenbereich auch Schaden anrichten, nicht verstehen.

Ich persönlich kann und werde mich nicht mehr an Gesprächen mit Netzbetreibern beteiligen, in denen es darum geht, Alternativstandorte umzusetzen, die bislang helfen sollten, innerörtliche Standorte zu vermeiden. Nur der völlige (!) Verzicht auf jede (!) weitere Sendeanlage wird dem Gebot der Stunde gerecht! Ich werde nicht mehr aktiv daran mitwirken, Mobilfunkstandorte - gleichgültig welcher Art und Motivation - auf den Weg zu bringen.

Ich finde diese persönliche Entscheidung darf er für sich treffen, das ist sein gutes Recht....

Dass es sich hierbei um eine teils stark umstrittene "Haltung" in unseren Reihen handelt, ist mir bewusst. Lebhaft diskutiert wurde das Thema "Sendemastverschieben oder Totalablehnung" in einer Versammlung des Mobilfunk Bürgerforum e.V. und beim letzten Treffen des Netzwerk Risiko Mobilfunk Baden-Württemberg. Ich persönlich war nach der Diskussion in beiden Gremien aber sehr froh, dass uns die doch offensichtlich weit auseinander liegenden Sichtweisen zwar nicht ohne Emotionen beschäftigten, - aber sie trennten uns nicht! Darüber bin ich sehr glücklich; fatal wäre eine Spaltung. Denn darüber dürfte sich nur "die andere Seite" freuen.

Es wurde also im großen Kreis diskutiert. Ich persönlich lese heraus, dass sie sich nicht einig waren, sondern teilweise sehr weit auseinanderliegende Ansichten zu dem Thema hatten. Einig wurden sie sich darin, dass eine unterschiedliche Sicht der Dinge nicht untereinander zum Streit führen soll. Das finde ich persönlich in Ordnung, es bedeutet nicht, dass alle dem Netzwerk angehörenden Kritiker diese von Herrn Groschupp neue Sicht- und Vorgehensweise teilen oder sogar übernehmen werden.

Mein "neuer Weg" hat natürlich gravierende Auswirkungen auf den Stand der Verhandlungen mit E-Plus um einen geplanten Mobilfunksendemast in ca. 400 m Entfernung vom Ortsrand, in die Mobilfunk Bürger-Info Großbettlingen aktiv eingebunden war. In Kürze steht der Baubeginn bevor.

Das wird allerdings ne heikle Sache werden, ob wir darüber auch erfahren werden, wie sich die Gemeinde und E-Plus dazu stellen wird?

Daher bat ich die Mitglieder unserer Initiative in einer ausserordentlichen Versammlung um Beurteilung und Handlungsvorschlag. Das für mich überraschende wie beeindruckende Ergebnis war der einstimmige Beschluss im Sinne meines Vorschlages, sich eindeutig gegen einen weiteren Aufbau von Mobilfunksendeanlagen an diesem Standort, jeglichen Standorten auf Großbettlinger Gemarkung und anderswo einzusetzen. Und damit E-Plus zum sofortigen Baustopp aufzufordern! Dies ist mit dem Versand des beiliegenden Offenen Briefes an den "Deutschlandchef" von E-Plus und an den verantwortlichen Leiter der Baumaßnahme (Alcatel-Lucent) in die Tat umgesetzt worden.

Herr Groschupp hat eine Einigung in seiner eigenen BI erzielt, wie groß diese ist, wissen wir auch nicht. Es ist keine Einigkeit unter allen Kritikern der 1.Generation, wie von KlaKla in einem anderen Beitrag angeführt.

Die Gewissheit, richtig gehandelt zu haben, hat eine hochbrisante Studie, die mich vorgestern erreichte, mit traurigem Anlass weiter untermauert: Ergebnisse einer österreichischen Studie haben mir den Atem verschlagen! Von einer 23-fachen (Brustkrebs) bis 121-fachen Krebsrate (Gehirntumor) ist dort zu lesen (Dr. Oberfeld, Januar 2008, Krebsstudie im Zusammenhang mit C-Netz-Mobilfunk).

Er hat schon einen Hang zur Dramatik.:-)
Die C-Netz Studie kann aus verschiedenen, sowohl hier als auch im RDW-Forum diskutierten Gründen, zum momentanen Zeitpunkt nicht als Argumentation für Herrn Groschupps Sichtänderung herangezogen werden. Und ich frage mich, ob diese allgemeine Dramatisierung dieser Studie bereits im Vorfeld sich unbedingt positiv auf die Bewertung dieser in fachlichen Kreisen auswirken wird. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie großzügig man mit Zahlen umgeht. Hier ist es schon die 121fache Krebsrate bei Gehirntumoren. RDW bemängelt in seinem Beitrag die Aussage einer 78-fachen Erhöhung bei Gehirntumoren.

Es ist mehr als offenkundig: Dieser Mobilfunk macht krank!

Wobei die Kritiker doch bisher dem C-Netz durchaus freundlicher gesonnen waren.

Der Freilandversuch an Mensch, Tier und Umwelt muss ein Ende haben!

RDW hat Recht. "Freilandversuch" hat sich so verinnerlicht, dass dieses Wort gerne herangezogen wird.

Nur eine gesundheitsverträgliche mobile Kommunikation hat Zukunft. GSM, UMTS & Co. müssen der Vergangenheit angehören.

Oh je, da sind wir weit davon entfernt. Da hat Fee schon Recht, dieses maßlose Aufrüsten für immer mehr Techniken, die der Mensch anscheinend dringend braucht, die lässt auch mich oft zweifeln. Aber die Mehrzahl der Bevölkerung sieht das offensichtlich anders und beim Konsumenten liegt die Macht. Je mehr der Mensch mit dieser Technik sich verbandeln lässt, desto überzeugender und erdrückender müssen die Beweise sein, damit gehandelt werden würde.

Sofort und ohne Umwege. Es herrscht Gefahr in Verzug.

Freundliche Grüße

Jürgen Groschupp
(unterstützt von Mitstreitern aus Großbettlingen)[/i]

Bin gespannt, wie erfolgreich Herr Groschupp auf diesem neuen Weg sein wird.

Doris

Nachtrag:
Da Herr Groschupp ein Einzelkämpfer bei dieser Debatte in seinem Einzugsgebiet ist, wird aus dem "Totalverweigerer" zwangsläufig ein "Sendemastverschieber". Es kann keine Diskussion darüber geben, das eine oder andere zu sein. Wenn Sender hier verhindert werden, werden sie anderswo aufgebaut und nicht alle sind dann darüber erfreut.

Tags:
, Groschupp, Beweggründe

Offener Brief an E-Plus

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 09.09.2010, 13:21 (vor 4473 Tagen) @ Doris

Jürgen Groschupp schreibt einen offenen Brief an E-Plus warum er seine Blickrichtung von "Sender möglichst weit raus aus den Wohngebieten" zu "grundsätzliche Verhinderung weiterer Sender" gewechselt hat.
U.a. ein Argument für sein Umdenken sei die Dr. Oberfeld Studie.

Tja, die Oberfeld-Studie (gemeint ist die berühmt/berüchtigte C-Netz-Studie) hat ja schon vor längerem schwere Treffer hinnehmen müssen. Allerdings habe ich überhaupt nichts davon vernommen, dass Herr Groschupp infolgedessen seinen Standpunkt neu überdacht hat. Es geht immer nur in die eine Richtung, Gegenwind wird eisern ignoriert.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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