Blutuntersuchungen um Mobilfunksendeanlagen ▼ (Allgemein)

Doris @, Samstag, 19.01.2008, 23:46 (vor 4339 Tagen)

Mobilfunkunternehmen müssen sich immer häufiger mit selbstorganisierten Blutuntersuchungen von Anliegern beschäftigen, die durch Bürgerinitiativen als Aktion gegen Standorte von Sendeanlagen initiiert werden. Ihr Ziel ist es, den Netzbetreiber durch einen vermeintlichen medizinischen Nachweis der Schädlichkeit des Senders von seinem Vorhaben abzubringen. Thomas Scharfstädt, EMVU-Experte bei E-Plus, beurteilt die Aussagekraft der Untersuchungen skeptisch und rät von solchen Vorhaben ab:
"Aus Sorge um gesundheitliche Wirkungen von Mobilfunksendeanlagen vertrauen viele Bürgerinitiativen und besorgte Anwohner auf Blutuntersuchungen. Eine Analyse des Blutbildes könne eine negative Wirkung der elektromagnetischen Felder nachweisen, so die Annahme. Dies klingt plausibel, denn schließlich nimmt der Hausarzt bei vielen Untersuchungen Bluttests vor, die ein genaues Bild über den Gesundheitsstand zulassen. Mit Hilfe der Blutanalyse werde man dann ein Instrument in der Hand haben, um gegen eine geplante oder bestehende Mobilfunk-Basisstation erfolgreich vorzugehen.
Die vergangenen Jahre sind reich an Beispielen für solche Blutuntersuchungen. Obwohl es bis heute keinem der zahlreichen Projekte gelungen ist, einen Zusammenhang von Messwerten und Mobilfunkfeldern zweifelsfrei zu belegen, geschweige denn eine gesundheitliche Schädigung nachzuweisen, werden laufend neue Untersuchungen gestartet.
Dahinter steckt der Wunsch, etwas "Greifbares" in der Hand zu haben. Diese Aussicht lässt die Bereitschaft der Betroffenen wachsen, sich auf eigene Kosten an Blutuntersuchungen zu beteiligen. Arztpraxen oder Heilpraktiker unterstützen vor Ort nicht selten gerne diese Aktionen. Die Untersuchungen haben allerdings mangels wissenschaftlich verwertbarer Ergebnisse nur wenig Aussagekraft.
Zu den Wegbereitern gehören zweifellos die Untersuchungen aus dem Jahre 2001 in der kleinen Ortschaft Lütjensee bei Hamburg. Mit Unterstützung durch den Medizinphysiker Dr. Lebrecht von Klitzing wurde eine Blut-Reihenuntersuchung in Gang gesetzt, an der sich über 70 Kinder beteiligten. Nicht zuletzt trug das große, diesmal auch überregionale Medieninteresse zur Popularisierung von Blutuntersuchungen bei.
Im Wesentlichen haben sich seither vor allem drei Kategorien in der Öffentlichkeit etabliert:

Einmal-Untersuchungen vor Installation einer Basisstation. Der gesundheitliche Status Quo soll festgehalten werden und somit - im Falle einer später festgestellten Schädigung oder eines wissenschaftlichen Nachweises von Risiken - als Beweismittel dienen. Ob in München-Allach, Buchloe im Ostallgäu, Bopfingen-Aufhausen im Ostalbkreis (Baden-Württemberg) oder im nordrhein-westfälischen Windeck - vielerorts sammeln und analysieren Ärzte auch in jüngster Zeit im Auftrag von Betroffenen Blutproben, um sie für eine spätere Beweisführung zu analysieren.
Vorher- und Nachheruntersuchungen. Untersucht wird das Blut vor der Inbetriebnahme einer Basisstation und einige Wochen oder Monate später. Stärkere regionale Aufmerksamkeit erlangten 2002 die Untersuchungen in den hessischen Nachbargemeinden Korbach und Goldhausen.
Reihen-Untersuchungen mit Nachuntersuchungen. Sie folgen dem gleichen Ansatz wie die Vorher- und Nachheruntersuchungen - mit der Ergänzung, dass die gesundheitliche Entwicklung der Betroffenen in mehreren Schritten dokumentiert wird. Diese Form der Reihenuntersuchungen ist deutlich aufwändiger, teurer und
daher seltener. Reihenuntersuchungen werden weniger als Beweismittel angesehen, um sich gegen einen bestimmten Mobilfunkstandort zu wehren, sondern als eigenständiger wissenschaftlicher Beitrag, da man der "offiziellen" Forschung misstraut.

Zu den bekanntesten und meistdiskutierten Reihenuntersuchungen zählt die 2004 vom Verein "Risiko Umwelt Rimbach e.V." mit Hilfe einer örtlichen Privatklinik initiierte Blutuntersuchungsstudie im Bayerischen Wald. Sie umfasst drei Blutbildanalysen an 43 Kindern und 27 erwachsenen Personen, die im Januar und Juli 2004 sowie im Januar 2005 durchgeführt wurden. Diese Studie in der 2.000-Einwohner zählenden Ortschaft folgt einem durchaus wissenschaftlichen Ansatz - ihr ging eine eingehende ärztliche Befragung der Teilnehmer voraus. Anhand von Urinproben und Fragebogen dokumentierten die Ärzte den gesundheitlichen Zustand der Probanden vor der Inbetriebnahme einer neuen Mobilfunkbasisstation.
Doch auch dieser erhebliche Aufwand bewahrte die Initiatoren nicht vor entscheidenden wissenschaftlichen Fehlern: Zufällige Auswahl der Teilnehmer, keine Kontrollgruppe und keine Feldmessungen vor oder während der Studie. Zudem mussten wichtige immunologische Parameter aus Kostengründen unberücksichtigt bleiben. Diese Mängel erschweren eine wissenschaftliche Bewertung der Rimbach-Ergebnisse.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass die für Sommer 2006 angekündigte Veröffentlichung des Abschlußberichtes auf der Homepage des Vereins "Risiko Umwelt Rimbach e.V." bis heute auf sich warten lässt. Statt Fakten wird dort viel Raum für Interpretation geboten. Das Nichtvorhandensein von Ergebnissen wird im "Zwischenbericht" zu "ersten Merkmalen einer Dauerbelastung" uminterpretiert und mit der Forderung verknüpft, "dass die Grenzwerte der gesundheitsverträglichen Belastung durch Mobilfunkantennen" herabgesetzt werden müssten.
Dieses unscharfe Ergebnis dürfte der "Rimbach-Studie" ein ähnliches Schicksal bescheren, wie anderen vor ihr: Jeder kann aus ihr nach Belieben sein persönliches Ergebnis herauslesen. Die Beteiligten allerdings halten weiterhin keine wirklichen Antworten auf ihre Fragen in der Hand. Deshalb sind Blutuntersuchungen ein zweifelhaftes Instrument, das den Betroffenen weder die Sorge vor gesundheitlichen Folgen nimmt noch eine Bestätigung ihrer Sorgen erbringt."

Quelle: Hese-Forum

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=18203

Tags:
Blutuntersuchung, Bluttest, Rimbach, Ostallgäu, Reticulozyten

Blutuntersuchungen um Mobilfunksendeanlagen

Fee, Sonntag, 20.01.2008, 07:41 (vor 4339 Tagen) @ Doris

Quelle: Hese-Forum

Was kann man für eine andere Stellungnahme erwarten von einem Vertreter von E-Plus. Die bevorzugen und bezahlen aus gutem Grund solche Studien wie Befeldung von 3 x 10 Min, spüren sie was, damit es noch laaange heissen kann: nach heutigem Kenntnisstand keine wissenschaftlichen Beweise unterhalb der Grenzwerte, denn die nächsten Technologien warten schon. Bei den Blutuntersuchungen wird auf die individuell und tageszeitlich unterschiedlichen Werte innerhalb der normalen Streuung hingewiesen oder wenn sich Effekte einfach nicht mehr relativieren lassen darauf, dass das alles nicht gesundheitlich relevant sei.

Blutuntersuchungen um Mobilfunksendeanlagen

KlaKla, Sonntag, 20.01.2008, 09:56 (vor 4339 Tagen) @ Fee
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 20.01.2008, 10:21

Was kann man für eine andere Stellungnahme erwarten von einem Vertreter von E-Plus. Die bevorzugen und bezahlen aus gutem Grund solche Studien wie Befeldung von 3 x 10 Min, spüren sie was, damit es noch laaange heissen kann: nach heutigem Kenntnisstand keine wissenschaftlichen Beweise unterhalb der Grenzwerte, denn die nächsten Technologien warten schon.

So kommt man nicht weiter.
Man sollte sich gerade die Aussage der Gegenseite anhören, denn sie machen einen auf Fehler aufmerksam, die man in der Zukunft bereinigen könnte.
Beispiel:
- keine Kontrollgruppe
- keine Feldmessungen.
- wichtige immunologische Parameter bleiben unberücksichtigt

Wenn Mobilfunk-Kritiker dies immer wider ignorieren, werden weiter Blut- Urinuntersuchungen gemacht, die einen in der Sache nicht weiter bringen.

Dr. Scheiner verzichtet auf Messwerte behauptet aber, dass seine Melatonin-Studie der wissenschaftliche Beweis dafür ist, dass Mobilfunk krank macht. Zu wenig Melatonin, die Blut-Hirn-Schranke öffnet sich und Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs sind die Folge. Aber anerkannte Wissenschafter sehen das anders.

Vom Laien kann man nicht erwarten das er das merkwürdige Spiel einiger Mobilfunk-Kritiker durchschaut.
Angst schüren, Behauptungen aufstellen etc. Ihre Beweggründe sind unterschiedlicher Natur.

Zu ihrem Vorwurf, bzgl. Studien
In der Vergangenheit wurden viele Studien mit Kurzzeitexpositionen gemacht weil die Studien, Handys und nicht Basisstationen betrafen. Aber öffentlich auftretende Mobilfunk-Kritiker machen mobil gegen Basisstationen. Sie führen unterschiedliche Studien an, die Effekte finden, machen aber nicht darauf aufmerksam das es sich um eine Handy-Studie mit Kurzzeitexposition handelt.
Und auf ES-Studien bezogen, haben ES behauptet, sie können die Feldbelastung sofort spüren. Auf diese Aussagen ist man eingegangen und hat entsprechende Studien aufgelegt. ES konnten ihre Behauptung nicht beweisen.

Hinweis: Derzeit läuft eine Umfrage vom BfS.
Risiken elektromagnetischer Felder aus Sicht deutscher Allgemeinmediziner
Soviel zu der Behauptung, dass BfS tut nichts.

Verwandte Threads
Blutuntersuchungen Abzocke?
Retikulocytenanalyse nur ein Rohrkracher?
Die Karawane zieht weiter

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Blutuntersuchung, Inkompetenz, BfS, Scheiner, Melatonin, Blut-Hirn-Schranke, Ärzte, Aerzteinitiative

Blutuntersuchungen um Mobilfunksendeanlagen

Schmetterling @, Sonntag, 20.01.2008, 11:46 (vor 4339 Tagen) @ KlaKla

Wenn Mobilfunk-Kritiker dies immer wider ignorieren, werden weiter Blut- Urinuntersuchungen gemacht, die einen in der Sache nicht weiter bringen.

Sie wissen sicher, wie es besser geht?
Oder kennen jemanden, der weiß, wie es besser zu machen ist, der Ihnen auch verrät, wie es besser zu machen ist und der vor allem die dazu nötige Geldquelle benennen kann?

Vom Laien kann man nicht erwarten das er das merkwürdige Spiel einiger Mobilfunk-Kritiker durchschaut. Angst schüren, Behauptungen aufstellen etc. Ihre Beweggründe sind unterschiedlicher Natur.

Ach ja, wieso haben Sie eigentlich Herrn Prof. Klitzing auf Ihrer Schwarzen Liste stehen?
Ich kenne nicht viele der Personen, die Sie da aufgeführt haben. Aber gerade Herr Prof. Dr. L. von Klitzing ist kein Geldabzocker!!! Warum diskretitieren Sie ihn??? Wieviele der anderen aufgeführten Personen sind echte Abzocker und wer ist es nicht?
Warum sind Sie nicht sorgsam bei solchen Behauptungen? Ist Ihnen eigentlich bewusst, welchen Schaden Sie u.U. mit solch leeren Behauptungen und mit Ihren pauschalen Verurteilungen anrichten können?

Hinweis: Derzeit läuft eine Umfrage vom BfS.
Risiken elektromagnetischer Felder aus Sicht deutscher Allgemeinmediziner
Soviel zu der Behauptung, dass BfS tut nichts.

Ja, wie steht da geschrieben:
Gerade für den Umgang mit Krankheiten oder gesundheitlichen Beschwerden spielen die Hausärzte bzw. Allgemeinmediziner eine wichtige Rolle. Sie dienen als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Laien für die Weitergabe gesundheitsrelevanter Verhaltensempfehlungen.
Wissen Sie, wie meine letzte Empfehlung, die ich von `nem Arzt erhielt lautete? "Da müssen Sie halt leben, wie ein Eremit."

KlaKla, merken Sie eigentlich, dass da wirklich nichts getan wird?
Es wird nur Aktionismus vorgetäuscht.
Warum wird nicht lieber eine Studie gemacht, die den Gesundheitszustand um eine Basisstation zum Inhalt hat? Eine, um welche Teile der Bewohner Beschwerden haben?


der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Mobilfunk-Kritik und Geld verdienen

KlaKla, Sonntag, 20.01.2008, 12:15 (vor 4339 Tagen) @ Schmetterling
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 20.01.2008, 12:55

Ach ja, wieso haben Sie eigentlich Herrn Prof. Klitzing auf Ihrer Schwarzen Liste stehen? Ich kenne nicht viele der Personen, die Sie da aufgeführt haben. Aber gerade Herr Prof. Dr. L. von Klitzing ist kein Geldabzocker!!! Warum diskretitieren Sie ihn??? Wieviele der anderen aufgeführten Personen sind echte Abzocker und wer ist es nicht?

S i e machen aus meiner Liste eine schwarze Liste und Sie schreiben von Geldabzockern. Ich habe schon damals geschrieben, dass es aus meiner Sicht ganz legal ist mit Mobilfunkkritik Geld zu verdienen und nun hänge ich ran, wenn dahinter auch eine Leistung steht.

S i e sollten sich mal überlegen was sie mit ihrer Interpretation auslösen.

Der Hinweis, dass bestimmte Mobilfunk-Kritiker mit ihrer Kritik Profit machen erklärt mir warum man mit dem Thema Mobilfunk und Aufklärung nicht weiter kommt. Sachliche Aufklärung ist nicht Priorität Nr. 1 und Profit muss nicht nur Geld bedeuten.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Geschäft, Seilschaft, Klitzing

Blutuntersuchungen um Mobilfunksendeanlagen

Fee, Sonntag, 20.01.2008, 12:45 (vor 4339 Tagen) @ KlaKla

Durch Ihre Interpretation, schwarze List, Geldabzocker diskreditieren Sie die Leute die damit Geld verdienen, nicht ich.

Warum sind Sie nicht sorgsam bei solchen Behauptungen?

Die Frage geht an sie zurück. Sie schreiben von schwarzer Liste und Geldabzocker.

Wer Geld machen will, wird kaum Mobilfunk-Kritiker, die werden meist kaum für ihr Engagement entschädigt. Die grosse Kohle macht man z.B. als Peter Hidber beim Forum Mobil mit solchen primitiven Aktiönchen, siehe hier http://www.diagnose-funk.ch/politik/033ea2996f071760b/033ea29a1a0bf0503.html
oder als Sonja Bietenhard, die nach jahrelanger Lobbyarbeit ins EJPD wechseln kann.

Allgemeinmediziner werden befragt

KlaKla, Sonntag, 20.01.2008, 13:08 (vor 4339 Tagen) @ Schmetterling
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 20.01.2008, 13:24

Hinweis: Derzeit läuft eine Umfrage vom BfS.

Risiken elektromagnetischer Felder aus Sicht deutscher Allgemeinmediziner

Soviel zu der Behauptung, dass BfS tut nichts.

KlaKla, merken Sie eigentlich, dass da wirklich nichts getan wird?

Schmetterling,
haben sie sich mal Gedanken darüber gemacht, warum man keine von ihnen geforderte Studie macht?
Vielleicht glauben die Verantwortlichen Personen die vielen Geschichten die in Umlauf sind von leidenden Menschen nicht. Vielleicht ist man zu der Erkenntnis gekommen das nicht der Mobilfunk die Leute krank macht sondern Leute wie Dr. Scheiner und Dr. Waldmann-Selsam, die mit Angst schürenden Behauptungen durchs Land reisen.

Blinden Aktionismus würde ich eher den Mobilfunk-Kritikern vorwerfen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz überprüft die von Mobilfunk-Kritikern der ersten Generation aufgestellte Behauptung. Tausende Ärzte berichten über das Leid der Menschen die um Basisstationen leben. Ich bin kein Hellseher aber ich denke das Ergebnis steht heute schon fest. Die Behauptung der Mobilfunk-Kritiker der ersten Generation wird wiederlegt.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
, Arzt

Allgemeinmediziner werden befragt

Schmetterling @, Sonntag, 20.01.2008, 14:58 (vor 4339 Tagen) @ KlaKla

Schmetterling, haben sie sich mal Gedanken darüber gemacht, warum man keine von ihnen geforderte Studie macht?

(Selbstverständlich habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Und ich bin mir auch ganz sicher, dass ich weiß, warum! :yes: :-D )

Sie lehnen Studien auch ab. Habe ich das richtig verstanden?
Sie lehnen eigentlich alles ab, was irgendein Kritiker je versucht hat, so ist zumindest mein Eindruck.

Und so stelle ich Ihnen die Frage, was würden Sie an meiner Stelle tun?


der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Was tun?

KlaKla, Montag, 21.01.2008, 09:16 (vor 4338 Tagen) @ Schmetterling
bearbeitet von KlaKla, Montag, 21.01.2008, 09:31

Sie lehnen Studien auch ab. Habe ich das richtig verstanden?

Nein

Sie lehnen eigentlich alles ab, was irgendein Kritiker je versucht hat, so ist zumindest mein Eindruck.

Ich hatte hier schon mal geschrieben, wenn die was machen würden, was ich als Gut erachte, dann würde ich sie mit meinen Mitteln unterstützen. Aber ich gehe davon aus, dass die nichts Vernünftiges auf die Beine stellen können.

Weil:
1. Sie stellen sich und ihre Aktionen nicht in Frage und ihnen sind in der Vergangenheit zu viele Fehler unterlaufen.
2. mangelnde Kooperation, mangelnder Austausch und Kritik resistent
3. fehlende Transparenz
4. Wer mit dem Thema Profit machen will, legt seinen Schwerpunkt nicht auf sachlich richtige Aufklärung.

Und so stelle ich Ihnen die Frage, was würden Sie an meiner Stelle tun?

Ich würde mich auf allen Seiten informieren und die Informationen kritisch betrachten.
Kontakt zu Leuten aufnehmen die sich mit dem Thema beschäftigen, aber nicht nur zu Gleichgesinnten.
Die unterschiedlichen Informantinnen kritisch diskutieren.
Meine eigene Position zum Thema kritisch hinterfragen und gegebenen Falls auch ändern.
Was als Heilmittel angepriesen wird, wohl auch austesten und dann über Erfolge und Misserfolge berichten.

Ich denke dass Thema wird uns noch viele Jahre beschäftigen. Aber am Anfang stehen die kritischen Diskussionen. Wir sind auch nur Laien und das Thema ist einfach zu komplex.

Den Eintrag von Fee finde ich gut.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Misserfolg

Was tun?

Schmetterling @, Montag, 21.01.2008, 10:14 (vor 4338 Tagen) @ KlaKla

Ich würde mich auf allen Seiten informieren und die Informationen kritisch betrachten.

Das mache ich. Aber es bringt nicht wirklich weiter.

Kontakt zu Leuten aufnehmen die sich mit dem Thema beschäftigen, aber nicht nur zu Gleichgesinnten.

Auch das mache ich. Es gibt in meiner Gegend wenige Möglichkeiten.
Die, die es richtig erwischt hat, sind desillusioniert, um es vorsichtig auszudrücken. Das hilft auch nicht weiter.

Die unterschiedlichen Informantinnen kritisch diskutieren.

Ich denke von mir, dass ich kritisch bin.

Meine eigene Position zum Thema kritisch hinterfragen und gegebenen Falls auch ändern.

Damit kann ich nichts anfangen. Können Sie das näher beschreiben? Was soll ich an meiner Position ändern.

Was als Heilmittel angepriesen wird, wohl auch austesten und dann über Erfolge und Misserfolge berichten.

Nein, das meiste ist Abzocke!
Was mir vorgeschlagen wurde: Zähne sanieren (da bin ich nicht schludrig; richte mich nach meiner Zahnärztin, zu der ich volles Vertrauen habe und die meine Wünsche akzeptiert, solange sie sie für sinnvoll hält)
Akupunktur, Globuli, Ausleitungen...ich brauche kein Trösterli und auch keine Placebo-Medikamente
Mineralien/ Vitamine: der Komplex Mineralien/ Vitamine ist so kompliziert, dass Überdosierungen zum Teil schlimmere Nebenwirkungen haben als eine Unterdosierung...Da kenne ich mich insoweit aus; dass ich es ablehne, als Versuchskarnickel verwendet zu werden. Anders kann ich das nicht sehen.

Das einzige was hilft ist Deexposition.

Ich denke dass Thema wird uns noch viele Jahre beschäftigen. Aber am Anfang stehen die kritischen Diskussionen. Wir sind auch nur Laien und das Thema ist einfach zu komplex.

Den Eintrag von Fee finde ich gut.

Fragen Sie mal Fee, was bis jetzt bei ihr geholfen hat. :-D

der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Tags:
Deexposition

Was tun?

KlaKla, Dienstag, 22.01.2008, 08:54 (vor 4337 Tagen) @ Schmetterling

Damit kann ich nichts anfangen

Ich denke, unsere Ziele sind nicht identisch.
Sie wollen eine Lösung für ihr persönliches Problem, ich will sachlich "richtige" Aufklärung.
Nur wenn wir den kleinsten gemeinsamen Nenner finden können wir vielleicht zusammen arbeiten. Und dazu ist der Austausch wichtig und die Toleranz.

Mobilfunk-Kritiker der ersten Generation haben Einzelfälle aufgegriffen und behaupten seit Jahren, Einzelfälle wie beschrieben werden mehr. Fakten dazu bleiben sie aber schuldig. Was haben sie tatsächlich für den Einzelfall ES-Erkrankter erreicht? Ich würde sagen nichts.

Aber sie haben erreicht, dass man mit dem Thema Mobilfunk-Kritik Profit machen kann. Die Bürger werden aufgewiegelt und laufen eilig zu Baubiologen, Messtechnikern, Rechtsanwälten etc.. Das Ziel ist verrückt, sachliche Aufklärung ist nicht mehr Priorität Nr. 1.. Besuchen sie mal Mobilfunk kritische Veranstaltungen und checken sie selbst. Mir ist aufgefallen, dass der Schwerpunkt auf Dienstleistungen von Dritten gelegt ist. Neueste wissenschaftliche Erkenntnis aus dem Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm werden nicht erwähnt aber alte Sachen wie die Rinderstudie. Die Bilder von verendete Kälber schockt die Menschen.

--
Meine Meinungsäußerung

Was tun?

Schmetterling @, Dienstag, 22.01.2008, 10:30 (vor 4337 Tagen) @ KlaKla

Ich denke, unsere Ziele sind nicht identisch.

Eigentlich eher doch.

Sie wollen eine Lösung für ihr persönliches Problem, ich will sachlich> "richtige" Aufklärung.

Was fordere ich denn, was unsachlich wäre?
Und, wie wollen Sie das machen? Woher wollen Sie die "Wahrheit" erfahren für Ihre "richtige" Aufklärung?
Braucht`s dazu nicht erst mal eine einzige ordentliche Studie? Ich rede dabei von Basisstationen. Wohlgemerkt mache ich keine Wertung darüber, welche der Techniken die schlimmere ist. Es ist wohl immer die, die bei der entsrechenden Person am stärksten und langandauerndsten ankommt.

Im Übrigen habe ich Ihnen gegenüber einen ganz entscheidenden Vorteil: Ich weiß wie ES ist.

Aber sie haben erreicht, dass man mit dem Thema Mobilfunk-Kritik Profit machen kann.

Profit machen auf Kosten Schwächerer verurteile ich sehr.

Die Bürger werden aufgewiegelt und laufen eilig zu Baubiologen, Messtechnikern, Rechtsanwälten etc..

Ich bin von keinem "aufgewiegelt" worden.

Das Ziel ist verrückt, sachliche Aufklärung ist nicht mehr Priorität Nr. 1.. Besuchen sie mal Mobilfunk kritische Veranstaltungen und checken sie selbst. Mir ist aufgefallen, dass der Schwerpunkt auf Dienstleistungen von Dritten gelegt ist. Neueste wissenschaftliche Erkenntnis aus dem Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm werden nicht erwähnt aber alte Sachen wie die Rinderstudie. Die Bilder von verendete Kälber schockt die Menschen.

Die Rinderstudie gefällt mir persönlich sehr. Sie ist noch nicht so sehr ausgefeilt, wissen Sie.
Bilder von verendeten Kälbern schocken mich nicht.
Der Reiz, den diese Studie für mich hat, liegt zum einen in der "Unvorgenommenheit der Rinder" und dann in den unterschiedlichen Schädigungen, die auftreten. Je nachdem, was für ein "Strahlenumfeld" der jeweilige Standort hat.


der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Was tun?

KlaKla, Mittwoch, 23.01.2008, 09:43 (vor 4336 Tagen) @ Schmetterling

Sie wollen eine Lösung für ihr persönliches Problem, ich will sachlich> "richtige" Aufklärung.

Was fordere ich denn, was unsachlich wäre?

Wenn ich schreibe, ich will sachlich richtige Aufklärung bedeute das nicht im Umkehrschluss,
Sie wollen falsche, unsachliche Forderungen!

Und, wie wollen Sie das machen? Woher wollen Sie die "Wahrheit" erfahren für Ihre "richtige" Aufklärung?

Hmm, das mit der Wahrheit, ist so eine Sache. Ich versuchs am Beipiel:
Wenn ich nur Studien zitiere, die meine Meinung stützen, ich aber alle gegenteilige Studien unter den Teppich kehre, dann spreche ich immer noch die Wahrheit. Oder?
Ich denke, die Unabhängigkeit ist von Bedeutung. Nur wer unabhängig ist, der kann beide Seiten zu lassen.
Weil es ihn um die Sache geht und nicht darum, klar zu stellen, wer Recht hat.

Unter sachlich richtige Aufklärung verstehe ich, z.B. Aussagen die sich auf nachprüfbare Fakten stützen. Meinung ist natürlich auch zulässig, soll aber als diese klar zu erkennen sein.

Braucht`s dazu nicht erst mal eine einzige ordentliche Studie?

Vor jeder Studie steht eine These. Die These muss besprochen werden, damit man entscheiden kann, lohnt sich die Ausgabe für eine derartige Studie. Im Dialog kann sich herausstellen, dass eine Studie gar nichts Neues bringen würde, weil die These heute schon wiederlegt ist, aus Fakten anderer Studien oder Bedingungen nicht erfüllt werden können.

Im Übrigen habe ich Ihnen gegenüber einen ganz entscheidenden Vorteil: Ich weiß wie ES ist.

Ich möchte ihnen und anderen ES nicht auf den Schlipp treten aber ich würde sagen, sie beschreiben einen Zustand und sagen, dass ist ES. Soweit ich verstanden habe, gibt es keine anerkannte Definition für ES. Schon wieder ein Problem, was ist unter dem Begriff ES alles Zusammen zu fassen. Ich spreche vorsichtshalber von selbst ernannten ES oder so genannte ES.
Das wird gerne Missverstanden und mir als Abwertung, den ES gegenüber, untergeschoben.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
ES

Blutuntersuchungen um Mobilfunksendeanlagen Teil 1

Schmetterling @, Sonntag, 20.01.2008, 11:01 (vor 4339 Tagen) @ Doris

"Aus Sorge um gesundheitliche Wirkungen von Mobilfunksendeanlagen vertrauen viele Bürgerinitiativen und besorgte Anwohner auf Blutuntersuchungen. Eine Analyse des Blutbildes könne eine negative Wirkung der elektromagnetischen Felder nachweisen, so die Annahme.

Zumindest kann auf diese Art eine Änderung nachgewiesen werden (oder eben auch nicht).
Klar, als Mitarbeiter von E-Plus würde ich auch abraten.

Die vergangenen Jahre sind reich an Beispielen für solche Blutuntersuchungen. Obwohl es bis heute keinem der zahlreichen Projekte gelungen ist, einen Zusammenhang von Messwerten und Mobilfunkfeldern zweifelsfrei zu belegen, geschweige denn eine gesundheitliche Schädigung nachzuweisen, werden laufend neue Untersuchungen gestartet.

Klar, "man" braucht nur zu behaupten: "einen Zusammenhang erkennen wir nicht an"... *lol*

Doch auch dieser erhebliche Aufwand bewahrte die Initiatoren nicht vor entscheidenden wissenschaftlichen Fehlern: Zufällige Auswahl der Teilnehmer,

Ist es besser, wissenschaftlicher, wenn man die Altersklasse 19-35 Jahre wählt? (*lol*)

keine Kontrollgruppe

Woher nimmt man eine unbelastete Kontrollgruppe?

und keine Feldmessungen vor oder während der Studie. Zudem mussten wichtige immunologische Parameter aus Kostengründen unberücksichtigt bleiben. Diese Mängel erschweren eine wissenschaftliche Bewertung der Rimbach-Ergebnisse.

Klar, doch woher soll das dazu benötigte Geld kommen? Ist es nicht Aufgabe der Gesundheitsämter, des Gesundheitswesens, der Wissenschaft, des Staates, seine Bürger zu schützen, und den Beschwerden nachzugehen?

Und die Ärzte? Die, die das Problem erkannt haben und ehrlich helfen wollen, werden diskreditiert. Da gibt es so viele Möglichkeiten, einen Arzt schlecht zu reden, z.B.: als Abzocker, als Unfähiger, als Angstmacher, Titel werden angezweifelt, in der Vergangenheit gekramt, je nachdem wo man bei jemandem den Hebel ansetzten kann.

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Blutuntersuchungen um Mobilfunksendeanlagen Teil 2

Schmetterling @, Sonntag, 20.01.2008, 11:03 (vor 4339 Tagen) @ Doris

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die für Sommer 2006 angekündigte Veröffentlichung des Abschlußberichtes auf der Homepage des Vereins "Risiko Umwelt Rimbach e.V." bis heute auf sich warten lässt. Statt Fakten wird dort viel Raum für Interpretation geboten. Das Nichtvorhandensein von Ergebnissen wird im "Zwischenbericht" zu "ersten Merkmalen einer Dauerbelastung" uminterpretiert und mit der Forderung verknüpft, "dass die Grenzwerte der gesundheitsverträglichen Belastung durch Mobilfunkantennen" herabgesetzt werden müssten.
Dieses unscharfe Ergebnis dürfte der "Rimbach-Studie" ein ähnliches Schicksal bescheren, wie anderen vor ihr: Jeder kann aus ihr nach Belieben sein persönliches Ergebnis herauslesen. Die Beteiligten allerdings halten weiterhin keine wirklichen Antworten auf ihre Fragen in der Hand. Deshalb sind Blutuntersuchungen ein zweifelhaftes Instrument, das den Betroffenen weder die Sorge vor gesundheitlichen Folgen nimmt noch eine Bestätigung ihrer Sorgen erbringt."

Und wieder die Suggestion "Sorge" + "Angst"...
Es geht nicht um Sorgen, sondern um zum Teil erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen!

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Thomas Scharfstädt nicht mehr bei E-Plus

H. Lamarr @, München, Sonntag, 20.01.2008, 15:29 (vor 4339 Tagen) @ Doris

Wie uns Steffen Branse (E-Plus) per E-Mail mitteilt, ist Herr Thomas Scharfstädt seit länger als 1 Jahr nicht mehr bei E-Plus. Deshalb wäre es interessant, wann Scharfstädt den Beitrag geschrieben hat, der, wie im Startposting nachzuprüfen ist, von "Peter Brill" kürzlich ins hese-Forum eingestellt wurde.

Nun, die Spur führt 1 1/4 Jahre zurück zum Oktober 2006 und zum Schweizer Forum Mobil. Seinerzeit wurde dort der Beitrag am 9.10.2006 wohl erstmals veröffentlicht. Das zugehörige PDF wurde ein paar Tage zuvor von Scharfstädt angefertigt. Offenbar müssen sich die Wege von Thomas Scharfstädt und E-Plus kurz darauf getrennt haben. Warum "Peter Brill" den Beitrag (erst) jetzt ins hese-Forum einstellt, bleibt rätselhaft.

Aus meiner Sicht ist der Beitrag von Scharfstädt angenehm sachlich geschrieben und noch immer aktuell. Auch meine Frau eilte mit den Kindern 2002, als "unser" Mast aufgestellt wurde, schnurstracks zur Blutentnahme, weil uns dazu geraten wurde. Wir dachten damals, dass die Blutwerte vorher/nachher ein klares Indiz für eine erlittene Funkfeldbelastung seien. Den ersten Dämpfer bekam meine Frau damals schon von der Ärztin (Allgemeinärztin & Homöopathie), die das Blut abnahm und die signalisierte, dass sie die Aktion für Unsinn halte, die Blutwerte würden auch ohne Funkfelder deutlichen Schwankungen unterliegen. Nach ein paar Monaten der Unversehrtheit unter "unserem" Masten teilten wir die Zweifel der Ärztin und ließen, sehr zur Freude der Kinder, die zweite Blutentnahme unter den Tisch fallen.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Thomas Scharfstädt nicht mehr bei E-Plus

RDW, Sonntag, 20.01.2008, 16:01 (vor 4339 Tagen) @ H. Lamarr

Wie uns Steffen Branse (E-Plus) per E-Mail mitteilt, ist Herr Thomas Scharfstädt seit länger als 1 Jahr nicht mehr bei E-Plus. Deshalb wäre es interessant, wann Scharfstädt den Beitrag geschrieben hat, der, wie im Startposting nachzuprüfen ist, von "Peter Brill" kürzlich ins hese-Forum eingestellt wurde.

Nun, die Spur führt 1 1/4 Jahre zurück zum Oktober 2006 und zum Schweizer Forum Mobil. Seinerzeit wurde dort der Beitrag am 9.10.2006 wohl erstmals veröffentlicht. Das zugehörige PDF wurde ein paar Tage zuvor von Scharfstädt angefertigt. Offenbar müssen sich die Wege von Thomas Scharfstädt und E-Plus kurz darauf getrennt haben. Warum "Peter Brill" den Beitrag (erst) jetzt ins hese-Forum einstellt, bleibt rätselhaft.

Das ist fast richtig.
In Wirklichkeit war dieser Beitrag Bestandteil der Online-Ausgabe des Newwsletters 3/2006 der Forschungsgemeinschaft Funk vom September 2006. Und er war als Ergänzung zu dem Artikel vom Robert-Koch-Institut bezüglich Blutuntersuchungen in der gleichen Ausgabe gedacht.
Siehe beides hier.

Vielleicht hat "Peter Brill" ja gerade aus dem Magazin Umwelt-Medizin-Gesellschaft, 20. Jahrgang, Ausgabe 4/2007, diesen Artikel zu Blutuntersuchungen in Kempten gelesen und fand es an der Zeit, wieder einmal etwas entgegenzusetzen?
Wenn dem so ist, dann kann man auch gleich noch auf die Zusammenfassung der Uni Basel verweisen, in der es zu den Kemptener Ergebnissen ziemlich vernichtend heisst:
"Die Untersuchung genügt grundlegenden wissenschaftlichen Anforderungen nicht: Bei der Rekrutierung der Teilnehmer über Bürgerinitiativen wurde nicht auf eine zufällige Auswahl geachtet, so dass mit einem Selektionsfehler zu rechnen ist. In der Publikation fehlen entscheidende Informationen zur demographischen Zusammensetzung der Teilnehmer, zu ihren Vorerkrankungen und Risikofaktoren. Zudem ist die Hochfrequenzexposition völlig unklar: Wo befanden sich die neuen Mobilfunksender im Verhältnis zum Wohn-/Arbeitsort der Probanden? Um welche Art von Antennen handelte es sich? Wie veränderte sich die Belastung der Teilnehmer nach Inbetriebnahme? Es lässt sich nicht beurteilen, ob sich eher die Blutwerte von Personen mit stärkerer Exposition veränderten oder von weniger stark Belasteten. Es wurden keine statistischen Auswertungen vorgenommen, so dass keine Aussagen zur Signifikanz resp. Zufälligkeit der Befunde möglich sind. Ausserdem lagen die Mittelwerte der Blutuntersuchungen an beiden Zeitpunkten im Normbereich. Die Publikation erfolgte in einer Zeitschrift ohne Peer-Review-Verfahren. Ein Kommentar der Kommission "Methoden und Qualitätssicherung in der Umweltmedizin" des Robert-Koch-Instituts (D) zu dieser Untersuchung ist erschienen in: Lerchl et al., Umweltmedizin in Forschung und Praxis 2007; 12 (1): 54-56."

Ein weiterer Kommentar erübrigt sich.

RDW

Tipps für bessere Blutuntersuchungen

H. Lamarr @, München, Sonntag, 20.01.2008, 17:30 (vor 4339 Tagen) @ RDW

Ein weiterer Kommentar erübrigt sich.

Halbe-Halbe ;-). Die Uni Basel kritisiert nicht die Kemptener Untersuchung, sondern die "große" Germann-Studie, was letztlich freilich keinen nennenswerten Unterschied ausmacht. Die Hinweise auf die Fehler im Studiendesign sind allemal markant, nachvollziehbar und wohl auch unstrittig. Ich sehe darin freilich weniger ein Abwatschen dusseliger Laienstudien, sondern eher konkrete und nicht endlos schwierig umzusetzende Tipps, wie's besser gemacht werden kann. Ich würde mir wünschen, dass die Ärzte Bergmann, Waldmann-Selsam, Scheiner, Kern & Co. solche Hinweise aufgreifen und bei zukünftigen Blutuntersuchungsreihen - so noch welche in Angriff genommen werden - berücksichtigen. Ist doch nicht so schlimm, dass das Bessere des Guten Feind ist.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Selektionsfehler

Tipps für bessere Blutuntersuchungen

RDW, Sonntag, 20.01.2008, 18:23 (vor 4339 Tagen) @ H. Lamarr

Halbe-Halbe ;-). Die Uni Basel kritisiert nicht die Kemptener Untersuchung, sondern die "große" Germann-Studie, was letztlich freilich keinen nennenswerten Unterschied ausmacht.

Stimmt - da habe ich zwei Studien in einen Topf geworfen.

Die Hinweise auf die Fehler im Studiendesign sind allemal markant, nachvollziehbar und wohl auch unstrittig. Ich sehe darin freilich weniger ein Abwatschen dusseliger Laienstudien, sondern eher konkrete und nicht endlos schwierig umzusetzende Tipps, wie's besser gemacht werden kann. Ich würde mir wünschen, dass die Ärzte Bergmann, Waldmann-Selsam, Scheiner, Kern & Co. solche Hinweise aufgreifen und bei zukünftigen Blutuntersuchungsreihen - so noch welche in Angriff genommen werden - berücksichtigen. Ist doch nicht so schlimm, dass das Bessere des Guten Feind ist.

Ich glaube nicht, dass die von Ihnen genannten Personen (und manche anderen) in absehbarer Zeit irgend etwas an ihrer Argumentations- oder Vorgehensweise ändern. Jedenfalls lässt die Vergangenheit keinen anderen Schluss zu.
Aus deren Sicht sogar verständlich: Weshalb etwas anders machen, wenn eine treue Fangemeinde die Stange hält und man immer wieder neue Laien (vorübergehend) überzeugen kann? Mehr Wissenschaftlichkeit und Objektivität würde da nur den Erfolg schmälern und andererseits bei der Experten nichts einbringen: Denn bei denen sind sie mit ihrer Vorgeschichte bis ans Ende ihrer Tage abgeschrieben, so oder so.

RDW

Tipps für bessere Blutuntersuchungen

H. Lamarr @, München, Sonntag, 20.01.2008, 18:41 (vor 4339 Tagen) @ RDW

Mehr Wissenschaftlichkeit und Objektivität würde da nur den Erfolg schmälern und andererseits bei der Experten nichts einbringen: Denn bei denen sind sie mit ihrer Vorgeschichte bis ans Ende ihrer Tage abgeschrieben, so oder so.

Hach - was sind Sie doch desillusionierend!

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tipps für bessere Blutuntersuchungen

Fee, Sonntag, 20.01.2008, 19:26 (vor 4339 Tagen) @ H. Lamarr

Mehr Wissenschaftlichkeit und Objektivität würde da nur den Erfolg schmälern und andererseits bei der Experten nichts einbringen: Denn bei denen sind sie mit ihrer Vorgeschichte bis ans Ende ihrer Tage abgeschrieben, so oder so.

Hach - was sind Sie doch desillusionierend!

Korrektere Blutuntersuchungen sollten in einer staatlichen Studie durchgeführt werden mit Einbezug der Befürworter- und der Gegner-Seite.

Im übrigen gibt es auch von der Gegnerseite aus, Leute die definitiv abgeschrieben sind: z.B. Dr. Kaul.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum