Unendlich viel telefonieren ... (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 20.10.2007, 00:26 (vor 5152 Tagen)

Unendlich viel telefonieren
und das bei gleichzeitiger Kostenkontrolle, das wird bei Vodafone jetzt noch günstiger.

Nehmen wir mal an, dass sich die Hinweise auf Spätfolgen (Kopftumoren) bei intensiver Handynutzung zu Beweisen verdichten, dann dürfte Vodafone die Verführung zum hemmungslosen Telefonieren noch einmal im Halse stecken bleiben. Denn in der Pressemeldung werden die möglichen Spätfolgen mit keiner Silbe erwähnt, obwohl sie auch Vodafone längst bekannt sein müssen.

Analogie: In den 1970/80ern hatte Milupa mit Zucker gesüßten Tee in Nuckelfläschchen in den Handel gebracht - mit verheerenden Folgen für die Milchzähne einer ganzen Generation von Kleinkindern. Dass Milupa trotz warnender Studien erst spät und dann auch noch unzureichend auf die zahnzerfressende Wirkung der erfolgreichen Teefläschen hinweisen wollte, wurde der Firma zum Verhängnis. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs, mit der dieser 1991 Milupa zu Schadenersatz und Schmerzensgeld verurteilte, hat als "Milupa-Urteil" Rechtsgeschichte geschrieben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Unendlich viel telefonieren ...

Doris @, Samstag, 20.10.2007, 09:46 (vor 5152 Tagen) @ H. Lamarr

Nehmen wir mal an, dass sich die Hinweise auf Spätfolgen (Kopftumoren) bei intensiver Handynutzung zu Beweisen verdichten, dann dürfte Vodafone die Verführung zum hemmungslosen Telefonieren noch einmal im Halse stecken bleiben. Denn in der Pressemeldung werden die möglichen Spätfolgen mit keiner Silbe erwähnt, obwohl sie auch Vodafone längst bekannt sein müssen.
Analogie: In den 1970/80ern hatte Milupa mit Zucker gesüßten Tee in Nuckelfläschchen in den Handel gebracht - mit verheerenden Folgen für die Milchzähne einer ganzen Generation von Kleinkindern ...

Mir ist diese Milupa Geschichte bekannt, in den Jahren als ich in der LEbensmittelüberwachung tätig war, war gerade diese Geschichte mit all den unzähligen Gutachten eine wichtiges Thema in unserer Behörde.
Was mir nicht einleuchtet, dass von Vodafone - aufgrund der momentanen Hinweise - Verantwortung erwartet wird. Diese Hinweise sind doch auch den wirklichen Entscheidungsträgern bekannt. Da versagt dann doch eher die Politik, die sich ihrer Verantwortung nicht bewusst ist. Was mir an der Sache allerdings momentan auffällt, ist dass die Warnungen zu "Handys und Kinder" eher deutlicher werden.
Und zu Ihrer Anmerkung, dass Vodafone die Verführung zum hemmungslosen Telefonieren bei den momentanen Hinweisen mal im Hals stecken bleiben könnte, verweise ich auf diesen Beitrag von "dougie", den ich nach Ihren Argumenten nun doch in einem anderen Licht sehe

Jeder halbwegs intelligente und unvoreingenommene Mensch hatte jetzt jahrelang Zeit sich ein Bild vom wahren Gefährdungspotenzial Mobilfunk zu machen.
Das Ergebniss sollte inzwischen klar und einleuchtend sein.

Ich grüble jetzt, was er damit meinen könnte,denn ihm als Mitarbeiter von Nokia sind die neuen Erkenntnisse ja auch bekannt. Spricht er seine seit Jahren bekannten Entwarnungen in Sachen Mobilfunk aus, oder aber verbirgt sich hinter dem o.g. Satz die Aussage, dass eben das Handy das wahre Gefährdungspotential ist und nicht die Masten.:lookaround:

Unendlich viel telefonieren ...

H. Lamarr @, München, Samstag, 20.10.2007, 14:15 (vor 5152 Tagen) @ Doris

Ich grüble jetzt, was er damit meinen könnte,denn ihm als Mitarbeiter von Nokia sind die neuen Erkenntnisse ja auch bekannt. Spricht er seine seit Jahren bekannten Entwarnungen in Sachen Mobilfunk aus, oder aber verbirgt sich hinter dem o.g. Satz die Aussage, dass eben das Handy das wahre Gefährdungspotential ist und nicht die Masten.:lookaround:

1 x Kasten Franziskaner-Hefeweißbier darauf, dass Herr Grafe nur die pure Entwarnung im Sinn hat. Die Hinweise auf Spätfolgen beim intensiven Handygebrauch verdichten sich zwar, für die Feststellung "Handys begünstigen die Entstehung von Kopftumoren" reicht es aber (noch) nicht. Aus meiner Sicht wird sich innerhalb der kommenden 10 bis 15 Jahre das Zünglein an der Waage in die eine oder andere Richtung bewegt haben. Denn dann sollte in epidemiologischen Studien auch der heutige von Pauschaltarifen massiv geförderte üppige Handygebrauch ausreichend Berücksichtigung gefunden haben. Dann kann dougie entweder sagen, ich hab's ja schon immer gewußt - oder er wird Schluckbeschwerden haben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Unendlich viel telefonieren ...

caro, Samstag, 20.10.2007, 19:13 (vor 5151 Tagen) @ H. Lamarr

Nehmen wir mal an, dass sich die Hinweise auf Spätfolgen (Kopftumoren) bei intensiver Handynutzung zu Beweisen verdichten, dann dürfte Vodafone die Verführung zum hemmungslosen Telefonieren noch einmal im Halse stecken bleiben. Denn in der Pressemeldung werden die möglichen Spätfolgen mit keiner Silbe erwähnt, obwohl sie auch Vodafone längst bekannt sein müssen.

Machen Sie sich da Mal keine Sorgen. Im Halse stecken bleibt solchen Unternehmen nichts. Es sei denn, der Gewinn sinkt. Ansonsten verkündet die für Baden-Württemberg zuständige Pressesprecherin von Vodafone gerne öffentlich: "Wir glauben, dass keinerlei Gesundheitsgefährdungen bestehen." Geschickte Wortwahl. Glauben kann ich auch in der Kirche.

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