Kempten: Blutwertveränderungen beobachtet (Allgemein)

Gast, Mittwoch, 03.10.2007, 00:42 (vor 5534 Tagen)

(Kempten) Noch bevor der Sendemast auf dem Sparkassengebäude in der Lindauer Straße im Dezember 2006 in Betrieb ging, gaben 25 Teilnehmer der Mobilfunkinitiative Kempten West Blut- und Urinproben ab und füllten einen speziellen Fragebogen aus. Fünf Monate später - im Mai 2007 - offenbar nach Inbetriebnahme des Masten, wiederholten sie das Prozedere. Damit sollte nachgewiesen werden, dass die Strahlung sich negativ auf ihre Gesundheit auswirke. Jetzt hat die Initiative die Ergebnisse vorgelegt und spricht von "erschreckend deutlich veränderten Hormonwerten".

Einerseits habe sich gezeigt, dass sich die Ausschüttung von Melatonin in die Morgenstunden verschoben hat. Symptomatisch für die erhöhten Werte am Morgen sei, dass man morgens schwer aus dem Bett komme und sich "gerädert" fühle. Gleichzeitig sei der Wert des Stimmungshormons Serotonin bei 21 Teilnehmern um 30 Prozent und mehr gesunken. Dies sei eine "besorgniserregende Tendenz". Serotoninmangel könne dauerhaft zu Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, innerer Unruhe oder Appetitstörungen führen.

Kompletter Bericht ...

Nachricht: www.diagnose-funk.ch

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Kempten, Bayern

Kempten: Blutwertveränderungen beobachtet

charles ⌂ @, Mittwoch, 03.10.2007, 08:44 (vor 5533 Tagen) @ Gast

Na und?

Die Behörden behaupten dann dass die personen zwischendurch auch Sauerkraut gegessen haben. Und man soll dann beweisen dass die Blutveränderungen nicht daran liegen können.

Es wird viel Blut untersuchte (Dr Germann z.B.) aber es ist schwierig direkt eine Link zur Bestrahlung zu legen.

Die Schuljungs, die unmittelbar vor und nach Exposition die Blutproben genommen haben, sind da viel wissenschaftlicher und überzeugender, meiner Meinung nach.
Da konnten keine andere Einflusse im Spiel sein.

Verstehe mich nicht falsch.
Ich bin persönlich auch überzeugt von Änderung des Blutbildes, aber um es offiziell anerkannt zu kriegen dass Elektrosmog die Ursache ist, ist eine andere Sache.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Wissenschaftliches wäre jetzt an der Reihe

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.10.2007, 13:13 (vor 5533 Tagen) @ charles

Es wird viel Blut untersuchte (Dr Germann z.B.) aber es ist schwierig direkt eine Link zur Bestrahlung zu legen.

Da stimme ich Ihnen zu, charles. Wir haben hier ja schon mehrfach kontrovers über das Thema "Blutuntersuchungen" diskutiert. Und auch ich könnte mir vorstellen, dass die Einwirkung schwacher Funkfelder im Blut irgendwelche Spuren hinterlässt. Nur ist meine laienhafte Vorstellung halt völlig belanglos. Auch die mehr oder weniger professionell durchgeführten Experimente von Mobilfunkgegnern sind aus meiner Sicht schon allein deshalb wertlos, weil Mobilfunkgegner voreingenommen sind und nicht neutral. Das Experiment in Kempten bestätigt nur das, was Experimente anderer Mobilfunkgegner zuvor schon ergeben haben, ein größerer Erkenntnisgewinn ist damit - außer bei den Betroffenen - nicht verbunden. Aus meiner Sicht ist die Laienforschung diesbezüglich in einer Sackgasse. Die bekanntermaßen gefundenen Hinweise auf Veränderungen im Blutbild sollten eher Anlass für "richtige" wissenschaftliche Untersuchungen sein, z.B. im Rahmen des DMF. Habe ich jetzt nicht parat, ob die evtl. schon dabei sind, sollte dies nicht der Fall sein, wäre es doch eine vernünftige Forderung, damit langsam mal anzufangen - bevor man sich die Kontrollgruppe der Unbestrahlten aus den Wäldern des Amazonas angeln muss.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Kempten: Blutwertveränderungen beobachtet

Kuddel, Mittwoch, 03.10.2007, 11:16 (vor 5533 Tagen) @ Gast
bearbeitet von Kuddel, Mittwoch, 03.10.2007, 12:29

gaben 25 Teilnehmer der Mobilfunkinitiative Kempten West Blut- und Urinproben ab Fünf Monate später - im Mai 2007 ... dass sich die Ausschüttung von Melatonin in die Morgenstunden verschoben hat.

Gab es eine Kontrollgruppe ?

Ich kann mir vorstellen, daß eine zeitliche Verschiebung des Seretonin- und Melatoninspiegels zwischen Winter und Anfang Sommer natürliche Ursachen hat.
(Im Sommer ißt man weniger Schokolade ;-) und muß früher aufstehen (Sommerzeit))
Ebenso halte ich es für möglich, daß die Erwartungshaltung der Teilnehmer, -daß der Mast Ihre Gesundheit bedroht- Einfluß auf diese Werte hat.

Kuddel

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, Blutuntersuchung

Kempten: Blutwertveränderungen beobachtet

caro, Mittwoch, 03.10.2007, 12:10 (vor 5533 Tagen) @ Kuddel

Ebenso halte ich es für möglich, daß der Erwartungshaltung der Teilnehmer, -daß der Mast Ihre Gesundheit bedroht- Einfluß auf diese Werte hat.

Die Melatoninausschüttung findet nachts im Dunklen statt. eine "Erwartungshaltung" der Teilnehmer scheidet also aus - es sei denn sie sind in der Lage, im Schlaf eine Erwartungshaltung einzunehmen ;-)

Kempten: Blutwertveränderungen beobachtet

Kuddel, Mittwoch, 03.10.2007, 12:14 (vor 5533 Tagen) @ caro

Die Melatoninausschüttung findet nachts im Dunklen statt. eine "Erwartungshaltung" der Teilnehmer scheidet also aus - es sei denn sie sind in der Lage, im Schlaf eine Erwartungshaltung einzunehmen

Wenn im Traum der Mast mit dem letzten "Tatort" verschmilzt, könnte das doch sein ;-)

Kempten: Blutwertveränderungen beobachtet

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.10.2007, 12:46 (vor 5533 Tagen) @ caro

Die Melatoninausschüttung findet nachts im Dunklen statt. eine "Erwartungshaltung" der Teilnehmer scheidet also aus - es sei denn sie sind in der Lage, im Schlaf eine Erwartungshaltung einzunehmen ;-)

Von Kuddels träumerischer Der-Mast-muss-weg-These einmal abgesehen: Ich kenne Leute, die steif und fest behaupten, sie könnten zu beliebigen Zeitpunkten aufwachen - ohne dass sie dazu ein Wecker aus den Schlaf reißen muss. Es würde genügen, sich den Aufwachzeitpunkt nur feste vorzunehmen. Wie gesagt, ist nur eine Behauptung dieser Leute, zuweilen habe aber auch ich den Eindruck, dass bei wichtigen Terminen dieser Aufwacheffekt aufgrund eines Du-darfst-heute-keinesfalls-verpennen-Drucks auch bei mir funktioniert.

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– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Kempten: Blutwertveränderungen beobachtet

KlaKla, Mittwoch, 03.10.2007, 17:03 (vor 5533 Tagen) @ Gast

Einerseits habe sich gezeigt, dass sich die Ausschüttung von Melatonin in die Morgenstunden verschoben hat. Symptomatisch für die erhöhten Werte am Morgen sei, dass man morgens schwer aus dem Bett komme und sich "gerädert" fühle. Gleichzeitig sei der Wert des Stimmungshormons Serotonin bei 21 Teilnehmern um 30 Prozent und mehr gesunken. Dies sei eine "besorgniserregende Tendenz". Serotoninmangel könne dauerhaft zu Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, innerer Unruhe oder Appetitstörungen führen.

Und wie erklärt ihr Euch die Aussagen des DMF zum Thema Melatoninhypothese.
Lerchl, A. Jacobs University Bremen, Bremen, Germany.

--
Meine Meinungsäußerung

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Blutuntersuchung, DMF, Melatonin, Lerchl, Serotonin

Kempten: Blutwertveränderungen beobachtet

Kuddel, Mittwoch, 03.10.2007, 20:28 (vor 5533 Tagen) @ KlaKla

Von Blutuntersuchungen bezüglich Melatoningehalt habe ich kürzlich im Betroffenenbericht von Christine Kind gelesen.

Auf Seite 9 sind tabellarische Angaben der Familienmitglieder zum Melatoningehalt im Blut.
Ich habe mich beim Lesen des Berichtes gefragt, wie man auf die Idee kommt, sich vor- im- und nach dem Urlaub das Blut testen zu lassen.

In einer 2. Fallschilderung aus Sicht des Ehemanns Olaf Kind ist zu lesen:
Im Urlaub verschwanden nach ca.2-3 Tagen alle vorgenannten Symptome. Auf der Rückfahrt ließen wir uns in München in der Praxis von Dr. Scheiner Blut abnehmen

An der Stelle habe ich mich gefragt, ob:
1.) Die Messung des Melatonins durch verschiedene Labore => Dresden vor und nach dem Urlaub, bzw München im Urlaub
2.) Die Messung zu wahrscheinlich verschiedenen Tageszeiten => Üblich ist ja "morgens, nüchtern", die Messung im Urlaub erfolgte aber "auf der Rückfahrt".

..überhaupt zu vergleichbaren Resultaten führen kann ?!?

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Blutuntersuchung, Melatonin, Bluttest, Urintest, Kind

Vom Blut zum Urin und Melatonin

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.10.2007, 21:56 (vor 5533 Tagen) @ Kuddel

Auf der Rückfahrt ließen wir uns in München in der Praxis von Dr. Scheiner Blut abnehmen

Ja, schon, aber wozu? Zur Melatoninbestimmung jedenfalls nicht. Denn Dr. Scheiner verwendet dafür kein Blut, sondern Urin. Er schreibt:

Zur Melatoninbestimmung soll der Melatoninspiegel der nächtlichen Schlafphase, spätestens aber ab 23.00 Uhr, durch ein Sammeln des Urins in dem vom Labor speziell zur Verfügung gestellten Urinsammelbehälter gesammelt werden. Für die meisten bedeutet dies ein einmaliges morgendliches Wasserlassen nach einer (hoffentlich) durchschlafenen Nacht (bis spätestens 7.00 Uhr). (+ zusätzliches Wasserlassen beim evtl. nächtlichen Aufstehen)

Quelle: Hinweise für den Arzt

Offenbar gibt es jedoch unterschiedliche Methoden der Melatoninpegelbestimmung, auch im Blutserum, wie sich in diesem neuen (Juni 2007) Dokument des RKI (Robert Koch Institut) nachlesen lässt. Ob die mit unterschiedlichen Methoden ermittelten Werte vergleichbar sind ist allerdings angesichts der folgenden Bewertung des RKI schon wieder fast belanglos: Die Bestimmung von Melatonin bzw. seinen Metaboliten kann für den klinisch-umweltmedizinischen Bereich nicht empfohlen werden, da die Messergebnisse keine sinnvollen Aussagen oder Rückschlüsse mit Bezug auf biologische Wirkungen von elektromagnetischen Feldern erlauben. Die für die Durchführung von Reihenuntersuchungen bei Mobilfunk-Exponierten postulierten Gründe sind spekulativ und basieren nicht auf einem validierten diagnostischen Ansatz.

Wenn man jetzt davon ausgeht, dass das RKI kein korrumpierter Laden ist, sondern eine der angesehendsten medizinischen Institutionen Deutschlands, dann stehen die EMF-Melatoninuntersuchungen auf schwachen Beinen.

Verantwortlich für den RKI-Text ist Dr. med. B. Heinzow (Landesamt für Gesundheit und Arbeitssicherheit des Landes Schleswig-Holstein). Es wäre wirklich mal interessant, ihn mit Dr. Scheiner zu einem öffentlichen Streitgespräch zusammenzubringen, in dem es um die Klärung der Frage geht: Was ist dran, an der EMF-Melatoninhypothese.

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Melatonin, Bluttest, Urintest, Melatoninbestimmung, Robert Koch Institut

Keller -> Kunstlicht -> Melatoninstörung

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.10.2007, 23:27 (vor 5533 Tagen) @ H. Lamarr

Im Nachhinein ist mir noch etwas eingefallen. Olaf Kind schreibt in seiner Schilderung:

Seit dem 13.01.2004 (dem 1. Geburtstag unserer Tochter ) schläft meine Frau mit Tochter und jüngstem Sohn im Keller.

Das heißt, die Kinds sind schon etwa drei Wochen nach Auftreten der ersten Symptome zum Schlafen in den Keller gezogen. Das ist eine ungewöhnlich schnelle Reaktion. Im Keller aber dominiert normalerweise Kunstlicht, der normale Tages/Nacht-Rhythmus eines Menschen ist im Keller gestört. Bereits schwaches bläuliches Kunstlicht kann schon innerhalb sehr kurzer Zeit die Ausschüttung von Melatonin hemmen (Quelle). Da stellt sich also die Frage, ob der Melatoninspiegel vielleicht dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurde, weil die Kinds im Keller geschlafen haben.

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Melatonin

Wachstumskurven

Kuddel, Mittwoch, 03.10.2007, 23:53 (vor 5533 Tagen) @ H. Lamarr

Ist Frau Kind eigentlich Ärztin oder so etwas in der Richtung ?
Oder ist es in den Ostländern "normal", daß in 2 Wochen-Abständen genaue Statistiken über das Wachstum von Kindern erstellt werden ?

In dieser Fallschilderung von Frau Kind aus dem Jahre 2005 sind solche "Wachtumskurven" der Kinder. Dort wurde sogar festgestellt, daß der Sohn in einem Monat 3mm gewachsen ist.
Wie kann man eine Körpergröße auf 3mm genau messen ?

Nebenbei: Den Kurven zufolge haben die Tochter und der Sohn schon ab Oktober (vor Errichtung des Mastes) eine Abschwächung im Wachtum gezeigt...
Der Mast wurde erst am 16.Dezember eingeschaltet. Trotzdem wird argumentiert, der Mast sei für die Wachtumsdellen verantwortlich.

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Drama, Fallgeschichten, Dresden

Das Schweigen der - Kinds

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 04.10.2007, 00:36 (vor 5533 Tagen) @ Kuddel

Kuddel, bei einer kritischen Analyse der Fallschilderungen der Kinds dürften wir mit ziemlicher Sicherheit einen regelrechten Fragenkatalog zusammenbekommen. Fragen, die unbequem sein müssen, um Klarheit in die Schilderungen der beiden Kinds hineinzukriegen. Gut möglich, dass es für das eine oder andere Fragezeichen eine ganz banale aber plausible Erklärung gibt. Aber dennoch schweigen die Kinds. Jedenfalls reagieren Sie nicht mehr auf E-Mails von uns, vermutlich deshalb, weil wir aus ihrer Sicht jetzt zu den Bösen zählen. Böse, weil wir nicht mehr alles beifällig abnicken, sondern anfangen, auch ihren Fall kritisch zu hinterfragen. Ich finde die Taktik der beiden, den Kopf einfach in den Sand zu stecken, nicht besonders glücklich gewählt. Denn dadurch bleiben offenkundig berechtigte Fragen unbeantwortet im Netz stehen. Und dies wirft nicht unbedingt ein gutes Licht auf die Glaubwürdigkeit der Kinds, zumal ja besonders Frau Kind wegen vieler Auftritte geradezu mediengestählt und um keine Antwort verlegen sein sollte.

Also was machen wir Kuddel: Stellen wir weiter nur rhetorische Fragen, um dem "bestdokumentierten" Fall von ES in Deutschland sein fragwürdiges Prädikat bröselig zu machen, oder lassen wir's bleiben, weil die Chance, dass die Kinds sich hier je mit Sachargumenten zu Wort melden werden kleiner ist, als die Chance, von einem Meteor erschlagen zu werden?

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Frage, Opfer, Schweigen, Diskussionskultur, Fallgeschichten, Dresden, Kind

Öffentliche Fragen nicht gewünscht

KlaKla, Donnerstag, 04.10.2007, 08:47 (vor 5532 Tagen) @ H. Lamarr

Stellen wir weiter nur rhetorische Fragen, um dem "bestdokumentierten" Fall von ES in Deutschland sein fragwürdiges Prädikat bröselig zu machen, oder lassen wir's bleiben, weil die Chance, dass die Kinds sich hier je mit Sachargumenten zu Wort melden werden kleiner ist, als die Chance, von einem Meteor erschlagen zu werden?

In an betracht dessen, dass Familie Kind

a. seit Jahren ihre Leidensgeschichte öffentlich präsentiert
b. die ÖDP öffentlich um Spenden bittet für die Familie

ist es nur Rechtens, öffentlich Fragen zum Fall zu stellen.

Das Familie Kind die Strategie des Schweigens wählt, bei kritischen Fragen, kann zur Folge haben, dass sie immer mehr an Glaubwürdigkeit verliert und der Spendenfluss stagniert. Aus der Strategie des Schweigens der Familie Kind können auch negative Folgen auf die ÖDP zurück fallen. 2008 das Jahr der Wahlen.


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Spenden erwünscht - Fakten totgeschwiegen

--
Meine Meinungsäußerung

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, ödp, Opfer, Spenden, Schweigen, Kind

Recht: Mobilfunk-Beispiele

Gast, Freitag, 05.10.2007, 15:58 (vor 5531 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Gast, Freitag, 05.10.2007, 16:23

Mobilfunk-Beispiele aus der Rechtssprechung (PDF)[/link]

I. Gesundheitliche Aspekte
Urteil des VG Hamburg, Az.: 13 VG 127/97
Das VG hat festgestellt, dass hinsichtlich der athermischen Wirkungen nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht feststellbar sei, dass von einer Mobilfunkanlage schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des BImSchG ausgehen.
Zwar existierten zahlreiche Aussagen darüber, dass vor allem bei niederfrequent gepulsten Hochfrequenzfeldern biologische Effekte hervorgerufen werden können, die nicht auf einer Erwärmung des Körpers beruhen, diese Befunde seien allerdings umstritten. Die Unsicherheit in der wissenschaftlichen Beurteilung - auch im Hinblick auf die Schädlichkeit athermischer Wirkungen - führe anders als im Atomrecht nicht zu der Konsequenz, dass die rechtliche Bewertung von einer Risikosituation auszugehen habe.

II. Baurechtliche Aspekte
Urteil des VGH Baden Württemberg, Az.: 8 S 1848/98
Bei der Errichtung einer Mobilfunkbasisstation eines gewerblichen Netzbetreibers auf einem bisher ausschließlich zu Wohnzwecken genutzten Gebäude handelt es sich um eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung. Denn sie fügt der bisherigen ausschließlich im Wohnen bestehenden Nutzungsart eine neue hinzu, die die Variationsbreite individueller Gestaltungen einer Wohnnutzung überschreitet. Anders als bei einer Amateurfunkantenne. Diese bleibt als Hobby Ausdruckform des Wohnens. Für die neue Nutzung gelten weitergehende Anforderungen, und ist daher baugenehmigungspflichtig.

III. Inhaltliche Anforderungen an Ortsgestaltungssatzung
Urteil des OVG Rheinland-Pfalz, Az.: 1 A 82/86 (BauR 1989, 68)
Eine Gestaltungssatzung ist nur wirksam, wenn für ein räumlich begrenztes Gemeindegebiet eine gestalterische Absicht verfolgt wird, die ihrerseits gebietsspezifisch sein muss, d. h., die durch die Besonderheiten des von
der Satzung erfassten Gebiets geprägt ist. Dabei kann die besondere Prägung des Gebiets sowohl historisch vorgegeben als auch - etwa in einem unbebauten Gebiet - erst aufgrund von planerischen Festsetzungen beabsichtigt sein. Sie müssen jedoch stets charakteristisch sein. Demgegenüber kann es nicht ausreichen, dass die Gemeinde mit der Gestaltungssatzung gestalterische Absichten verfolgt, die für das restliche Gemeindegebiet in gleicher Weise zum Anlass für ähnliche Regelungen genommen werden könnten. Demgemäß darf eine Gestaltungssatzung nicht ausschließlich dem Ziel dienen, die Werbung in der Gemeinde zurückzudrängen. Eine solche Regelung ist von der Ermächtigungsnorm des § 123 LBauO nicht mehr gedeckt.


Verwaltungsgerichtliche Praxis Besprechung 2004 (PDF)

Tags:
, Recht, Baden Württemberg, Verwaltungsgericht, Baugenehmigung, Aktenzeichen, Gerichtsurteil

Der heiße Stuhl für Scheiner?

KlaKla, Donnerstag, 04.10.2007, 08:31 (vor 5532 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 04.10.2007, 08:55

Es wäre wirklich mal interessant, ihn mit Dr. Scheiner zu einem öffentlichen Streitgespräch zusammenzubringen, in dem es um die Klärung der Frage geht: Was ist dran, an der EMF-Melatoninhypothese.

Schon vergessen, Dr. H.-Ch. Scheiner & Co., sie hatten die Möglichkeit sich einer öffentlichen Diskussion zu stellen.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
, Schweigen, Dialog, Duell, Kolloquium, Streitgespräch

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