Nervenärztin erkennt psychische Störungen (Allgemein)

KlaKla, Sonntag, 09.09.2007, 11:04 (vor 5121 Tagen)


Referenten warnen vor Antennen


"WiMAX-Technologie unerforscht"


Dr. Christine Aschermann
, Nervenärztin aus Leutkirch, berichtete von den gesundheitlichen Schäden, die - ihren Beobachtungen zufolge - durch Strahlung hervorgerufen werden. So habe sie bei Menschen, die in der Nähe von Sendemasten leben, eine ganze Reihe von physischen und psychischen Störungen diagnostiziert.

"Die in Rißtissen geplante WiMAX-Technologie ist noch total unerforscht", sagte sie und forderte die Bürger auf, nicht erst zu warten, bis die Gefahren endgültig erforscht seien: "Die Zeit zu handeln ist reif - überreif!" Von der Wissenschaft dürfe man sich keine Unterstützung erwarten, sie sei - wie auch die Politik - abhängig von der Industrie, so Aschermann.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
psychische Störung, Leutkirch

Erforschung der Gefahren, wie ?

Kuddel, Sonntag, 09.09.2007, 14:43 (vor 5121 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von Kuddel, Sonntag, 09.09.2007, 15:40

> "Die in Rißtissen geplante WiMAX-Technologie ist noch total unerforscht",

Was ist an der geplanten Technologie in Rißtissen denn anders, als an anderen Mobilfunktechniken ?
Sie kann ja mal bei Ihren Kollegen in Berlin nachfragen. Dort betreibt die DBD (Deutsche Breitband Dienste) seit 2 Jahren ein Wimax Netz mit mehreren tausend Nutzern.

Die Wimax Technik (IEEE 802.16) unterscheidet sich kaum von der schon langjährig etablierten WLAN Technik (IEEE 802.11g), die in vielen Haushalten vorzufinden ist. Die Frequenz liegt etwas höher (3500MHz),die Modulationsart ist OFDM (ein Vielträgerverfahren), die Leistungen der Modems liegen bei ca 0,1 bis 0,5 Watt. Die Leistungen der Basisstationen je nach Szenario bei 4..15 Watt.

Sind vom Modem (Endgerät) Daten zu übertragen, erfolgt die Aussendung gepulst mit 100Hz bzw 200Hz (ähnlich GSM), je nach Systemanbieter. Die Modulationsart OFDM wird im großen Stil (und mit viel höheren Sendeleistungen) auch bei DVB-T (terrestrisches Digitalfernsehen) verwendet, allerdings ungepulst.

Wird Wimax mit Richtantennen am Modem "line of sight" betrieben, beträgt die Reichweite mehrere Kilometer und erforderlichen Feldstärken sind im Vergleich zu UMTS (für Inhaus Versorgung) eher gering.
In der "Mobility-Version" (Inhaus-Versorgung) beträgt die Reichweite kaum 1 km (Vergleichbar mit UMTS), der Netz-Ausbau würde sehr teuer werden und die Strahlenbelastung (sofern man von "Belastung" sprechen kann) ist dann mit UMTS vergleichbar. => Die Netzbetreiber , welche in Deutschland Lizenzen erworben haben, sind aber finanziell nicht besonders "potent". Es wird meiner Einschätzung nach eher die erste Version, bzw ein Zwischending werden.
Die etablierten Netzbetreiber setzen auf UMTS, das prinzipiell die gleichen Dienste ermöglicht. Verhindert man also ein Wimax, kommt möglicherweise dafür eine UMTS Basis hinzu, bzw eine vorhandene Basis wird ausgebaut.

Meine Meinung: In Gebieten wo es kein DSL gibt, oder das Verlegen der Kabel zu teuer ist (Dörfer), macht Wimax Sinn. Um die "Belastung" zu minimieren sollten Richtantennen ausserhalb des Hauses (am besten auf den Dächern) verwendet werden, so dass die erforderlichen Feldstärken so gering wie möglich bleiben. Mobility-Wimax (Inhaus-Versorgung) halte ich -ähnlich wie UMTS- für "Schnick-Schnack". Man erspart sich nur das Verlegen eines LAN -Kabels, und wer benötigt beim Herumlaufen oder Autofahren Multimedia-Datenraten ?

sagte sie und forderte die Bürger auf, nicht erst zu warten, bis die Gefahren endgültig erforscht seien..

Frau Doktor postuliert in diesem Satz direkt "Gefahren". Den Begriff "Unbedenklichkeit prüfen" wollte sie an dieser Stelle wohl nicht verwenden.

Nun zur Kardinalsfrage, die mich in diesem Zusammenhang beschäftigt:
Wie stellt sich Frau Doktor die "Erforschung der Gefahren" konkret vor und in welchem Zeitrahmen ?

=> Von der (Wimax) Industrie finanziert ? => Dann heißt es hinterher: Wichtige Ergebnisse werden aus Profitgier zurückgehalten". Öffentlich finanziert ? => "Die Mobilfunklobby hat die Politiker bestochen".

=> Invitro oder an Tieren ? => Dann heißt es hinterher: "Menschen reagieren aber anders".

=> An gesunden Probanden ? => Dann heisst es hinterher: "Betrug, weil Gesunde nicht betroffen sind, nur bestimmte Personen reagieren auf die Strahlung".

=> Über 1 Monat oder 1 Jahr ? => Dann heißt es: "Viel zu kurz" (Das ist dann das Ass im Ärmel, so dass es niemals eine neue Technik geben wird).

=> Also bleibt als Konsequenz doch nur, die von Ihr postulierten "Gefahren" über längere Zeiträume an elektrosmog-empfindlichen Personen (ES) zu testen, oder ?

=> Wer meldet sich freiwillig ?


Kuddel

Noch einmal: WiMax-Sendeleistung

H. Lamarr @, München, Dienstag, 11.09.2007, 12:55 (vor 5119 Tagen) @ Kuddel

Die Leistungen der Basisstationen je nach Szenario bei 4..15 Watt.

Und ich habe besorgten Anfragern bislang immer erzählt, mehr wie rd. 3 W sind am Antenneingang nicht zulässig (siehe hier). Da haben wir damals wohl nur die halbe Wahrheit ausgegraben, oder wie sehen Sie das, Kuddel?

=> Also bleibt als Konsequenz doch nur, die von Ihr postulierten "Gefahren" über längere Zeiträume an elektrosmog-empfindlichen Personen (ES) zu testen, oder ?

=> Wer meldet sich freiwillig ?

Niemand. Wollen wir wetten?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Noch einmal: WiMax-Sendeleistung

Kuddel, Dienstag, 11.09.2007, 23:47 (vor 5119 Tagen) @ H. Lamarr

Die Leistungen der Basisstationen je nach Szenario bei 4..15 Watt.


Und ich habe besorgten Anfragern bislang immer erzählt, mehr wie rd. 3 W
sind am Antenneingang nicht zulässig (siehe

Ooops, da hatte ich doch die lokalen Regularien glatt übersehen. Ich hatte mir vor einiger Zeit mal die Webseiten diverser Wimax-Hardware-Anbieter vorgenommen und mir dabei die Datenblätter der Basisstationen und Endgeräte rausgesucht. Es ist wahrscheinlich, dass es international verschiedene Regularien gibt.

Aber schauen wir mal, was Hertzklopfer da ausgegraben hat:
Da steht unter Nutzungsbedingungen:
Zentralstation (ZST): 23dBW/MHz EIRP und 5dBW/MHz absolute Ausgangsleistung.

Teilnehmerstation (TST): 20dBW/MHz EIRP und 2dBW/MHz absolut.

Es handelt sich hier um Angaben zur sog. spektralen Leistungsdichte, deshalb das "pro MHz".
Als Bandbreiten sind -soweit ich weiss- in Europa 3,5 MHz sehr gängig und 7 MHz im Gespräch. Deshalb haben die Frequenzpakete der Anbieter immer eine Bandbreite von 14MHz. Bei 7MHz besteht der Nachteil ,dass der Anbieter nur 2 Frequenzen zur Verfügung hat, da kann er keine so schöne Netzplanung mit machen (Re-use-Faktor), wie bei 3,5MHz.
1,75MHz Bandbreite macht kaum einer, da zu wenig Datenkapazität.

23dBW/MHz entsprechen 200 Watt/MHz und 5dBW/MHz => 3,1Watt/MHz
Bei 3,5MHz Bandbreite wären das also für die ZST: 200W/MHz*3,5MHz=700W EIRP und ca 11W absolut. Bei 7MHz Bandbreite dürften sie also theoretisch auch 1400W EIRP senden. Ob sie das tun ist eine andere Frage.

Für die Endgeräte (TST):
20dBW/MHz EIRP entsprechen 100Watt macht 350Watt EIRP bei 3,5MHz
bzw 3dBW/MHz entspricht 2W/MHz entsprechend 7W absolut.

Das nutzen die Endgeräte aber bei weitem nicht aus. Alle Herstellerangaben, die ich für die Modems gefunden habe kommen nicht über 0,5 Watt Senderausgangsleistung. Zum einen dürfte das wegen der SAR-Richtlinien so sein, zum anderen sind OFDM-Endstufen sehr teuer und leistungshungrig (Wirkungsgrad). Das ist auch der Grund, warum WLAN-Geräte im 802.11g modus meist nur mit 30..50mW EIRP angegeben sind, obwohl sie 100mW EIRP dürften..

Zurück zum Amtsblatt:
Hinzu kommt eine merkwürdige Klausel, dass an der Grenze zur BRD die spektrale Leistungsflußdichte von -122dBW/MHz*m² nicht überschritten werden darf.
Das ist ein Hammer.
Das wäre, wenn ich jetzt richtig gerechnet habe, bei 3,5Mhz Bandbreite eine Flußdichte von sagenhaften 0,0000022 uW/m², also praktisch nichts.

Das hieße bei Sichtverbindung zur Grenze müßte eine Basis mit 700W EIRP einen Abstand von 5000km einhalten...habe ich mich jetzt verrechnet ? :confused:
Da wird die Erdkrümmung wohl vorher zuschlagen.

Nervenärztin erkennt psychische Störungen

helmut @, Nürnberg, Sonntag, 09.09.2007, 22:21 (vor 5121 Tagen) @ KlaKla

Dr. Christine Aschermann[/link], Nervenärztin aus Leutkirch, berichtete von den gesundheitlichen Schäden, die - ihren Beobachtungen zufolge - durch Strahlung hervorgerufen werden. So habe sie bei Menschen, die in der Nähe von Sendemasten leben, eine ganze Reihe von physischen und psychischen Störungen diagnostiziert.

Ja, ja das stellen auch andere Nervenärzte fest. Sie haben sehr viele Kranke, die in der Nähe von Mobilfunkstationen wohnen. In Städten ist das zu fast 100% der Fall. Nervenärzte auf dem Lande berichten ähnliches, sie haben sogar Kranke, die nicht in der Nähe von Mobilfunkstationen wohnen.

Und? Was sagt uns das?

MfG
Helmut

--
In der Mobilfunk-BI und
"In der Abendsonne kann selbst ein kleiner Zwerg große Schatten werfen" (frei nach Volker Pispers)


Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

Nervenärztin erkennt psychische Störungen

Kuddel, Dienstag, 11.09.2007, 00:57 (vor 5120 Tagen) @ helmut

Wir haben zwar noch nicht den 11.11. ...

Hier steht etwas zu psychischen Störungen, welche durch WLAN entstehen können.

Interessant, wie das Thema Mobilfunkkritik in der unbedarften Bevölkerung (unter Computer-Kiddies) wahrgenommen wird...

Nervenärzte erkennen psychische Störungen

KlaKla, Dienstag, 11.09.2007, 11:29 (vor 5119 Tagen) @ KlaKla

Mobilfunkkritische Ärzte sprechen von psychischen Störungen.
BW-Zeitung zu dem Thema.

In der Szene der Mobilfunkgegner umstrittene Ärzte sprechen von psychischen Störungen.
Studie zu dem Thema.

Der Leser möge selbst entscheiden, wem er eine höhere Kompetenz zuspricht.

Verwandter Thread/Beitrag
"Kompetenzinitiative" zu Elektrosensibilität
Wie Elektrosensible zum Phantom verkümmern

--
Meine Meinungsäußerung

Nervenärzte erkennen psychische Störungen

Karl, Dienstag, 11.09.2007, 12:14 (vor 5119 Tagen) @ KlaKla

Mobilfunkkritische Ärzte sprechen von psychischen Störungen.

In der BW-Zeitung werden 6 Artikel aufgelistet, wobei nur einer sich mit dem Thema Mobilfunkstrahlung befasst. In dem Artikel kommen bekante Mobilfunkgegner zu Wort. M. Buchmann und B. Stöcker. Das sind doch keine Referenzen! Gibts da nichts anderes fachlich Fundierteres zu berichten?

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