Exposition durch digitale Rundfunk- und TVSender (Allgemein)

Doris @, Sonntag, 15.07.2007, 10:21 (vor 5616 Tagen)

In den beiden untersuchten Gebieten um München und Nürnberg hat sich die über 198 Messpunkte gemittelte Gesamtexposition (analoges und digitales TV sowie Radio [hier aber nur UKW und DAB]) im Zuge der Umstellung auf DVB-T deutlich erhöht.

Fazit

Es hat sich herausgestellt, dass durch die Einführung von DVB-T keine generelle Verminderung der Exposition der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder zu erwarten ist. Entsprechende Aussagen von Herstellern und Betreibern haben sich in den beiden untersuchten Regionen Nord- und Südbayern nicht bestätigt. In Ballungsgebieten bzw. in den Gebieten, in denen eine "portable indoor" Versorgung angestrebt wird, ist eher mit einer Erhöhung der Exposition zu rechnen. Der Codierungsgewinn von DVB-T wird offensichtlich durch die Erhöhung des Programmangebots und dem Bestreben, eine "Inhouse"-Versorgung zu gewährleisten, mehr als aufgezehrt.

Komplett zu lesen: hier

Kommentar:
Vermutlich ist da meinem Verständnis eine deutliche Grenze gesetzt. Aber kann mir mal jemand erklären, warum angenommen wurde, dass durch die Einführung von DVB-T eine Verminderung der Exposition der Bevölkerung erwartet wurde. Was für eine Erklärung gibt es zu der vermuteten Annahme, die nun anscheinend doch nicht eingetreten ist.
Ist es nicht die Klage der Mobilfunkkritiker, dass die Belastung der Bevölkerung durch immer weitere Funktechnik immer größer werden wird. Erscheint mir eigentlich logisch, deshalb bin ich irritiert über die obige Aussage.
Ich gehe auch davon aus, dass durch die flächendeckende Einführung von TETRA die Belastung noch deutlich weiter nach oben geht.

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Rundfunk, Feldmessung

Exposition durch digitale Rundfunk- und TVSender

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.07.2007, 10:53 (vor 5616 Tagen) @ Doris

Aber kann mir mal jemand erklären, warum angenommen wurde, dass durch die Einführung von DVB-T eine Verminderung der Exposition der Bevölkerung erwartet wurde.

Diese Annahme ist im Umstieg von der Analog- auf die Digitaltechnik begründet. Um ein rauschfreies Bild auf Ihrem Fernsehempfänger erzeugen zu können, muss das Empfangssignal bei der Analogtechnik einen gewissen Mindestpegel haben, der seitens der Sender durch eine gewisse Sendeleistung gewährleistet wurde. Beim Digital-TV ist dieser Mindestpegel (theoretisch) kleiner, das heißt, zur Bereitstellung einer gleichwertigen Bildqualität genügt beim Digitalfernsehen im Vergleich zum Analogfernsehen eine geringere Sendeleistung. Denn beim Digital-TV besteht nicht die Gefahr, dass Rauschen den Bildeindruck trübt. Digital = Entweder es ist ein astreines Bild da oder eben überhaupt keines ;-). Dies stimmt aber nur im Prinzip. In der Praxis kommt es bei zu geringer Sendeleistung an den Rändern der Versorgungszonen zwar nicht mehr zu Schnee im Bild, dafür aber schnell zu Bildverzerrungen in Form der bei Digital-TV typischen Klötzchenbildung (Artefakte). Normalerweise bügelt die Fehlerkorrektur bei DVB-T-Empfängern solche Fehler aus, sichtbar werden die erst dann, wenn es zu viele werden (vergl. Tonstörungen bei verkratzten CDs).

Fazit: Offensichtlich hat man die Wirkung der Fehlerkorrektur bei DVB-T deutlich überschätzt, so dass heute mit höherer Sendeleistung als erwartet gefahren werden muss, um eine qualitativ gute Versorgung auch an den Rändern der Versorgungsgebiete zu gewährleisten.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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, Fernsehen, Rundfunk

Exposition durch digitale Rundfunk- und TVSender

Kehrmann, Sonntag, 15.07.2007, 11:01 (vor 5616 Tagen) @ H. Lamarr

Fazit: Offensichtlich hat man die Wirkung der Fehlerkorrektur bei DVB-T deutlich überschätzt, so dass heute mit höherer Sendeleistung als erwartet gefahren werden muss, um eine qualitativ gute Versorgung auch an den Rändern der Versorgungsgebiete zu gewährleisten.

Macht Sie das nicht misstrauisch gegenüber der Kompetenz der Verantwortlichen?
Oder halten Sie das bezüglich der daraus für Betroffene resultierenden Strahlenbelastung für unerheblich?

Exposition durch digitale Rundfunk- und TVSender

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.07.2007, 12:18 (vor 5616 Tagen) @ Kehrmann

Macht Sie das nicht misstrauisch gegenüber der Kompetenz der Verantwortlichen?

Nein, überhaupt nicht! Ich war mal in einem Unternehmen beschäftigt, das vom Verkauf seiner Produkte lebte. Da wurden die Vertriebler Jahr für Jahr danach gefragt, welche Stückzahlen sie von Produkt A oder B zu verkaufen gedenken. Die Antworten hatten ein Jahr später bei der Überprüfung der Prognosen in etwa dieselbe Trefferquote, wie sie mein Lottoschein zeigt. Aber das störte niemanden so richtig, das Personalkarussell hatte sich inzwischen schon weiter gedreht ... Nein, irren ist menschlich und in diesem Punkt ja auch nicht tragisch.

Oder halten Sie das bezüglich der daraus für Betroffene resultierenden Strahlenbelastung für unerheblich?

Der Fehleinschätzung bei DVB-T messe ich lediglich Bedeutung bei der nun schlechteren Energiebilanz bei, die Strahlenbelastung halte ich für unerheblich, da DVB-T meiner Einschätzung nach in aller Regel gegenüber der dominanten Immission durch DECT, Mobilfunk, W-LAN zu vernachlässigen ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Exposition durch einzelne und mehrere Quellen

Kehrmann, Sonntag, 15.07.2007, 15:25 (vor 5616 Tagen) @ H. Lamarr

...

Nein, irren ist menschlich und in diesem Punkt ja auch nicht tragisch.

Oder halten Sie das bezüglich der daraus für Betroffene resultierenden Strahlenbelastung für unerheblich?

Der Fehleinschätzung bei DVB-T messe ich lediglich Bedeutung bei der nun schlechteren Energiebilanz ein, die Strahlenbelastung halte ich für unerheblich, da DVB-T meiner Einschätzung nach in aller Regel gegenüber der dominanten Immission durch DECT, Mobilfunk, W-LAN zu vernachlässigen ist.

Gibt es unter den von Ihnen genannten Quellen (DECT, Mobilfunk, W-LAN) welche, deren möglichen Beitrag Sie als nicht "zu vernachlässigen" bezeichen?
Bis zu welcher Schwelle einer Einzel- bzw. einer Summenbelastung bewerten Sie einen Beitrag einer spez. Belastung bzw. eine Summe von Quellen als "zu vernachlässigen"?

Exposition durch einzelne und mehrere Quellen

H. Lamarr @, München, Montag, 16.07.2007, 12:41 (vor 5615 Tagen) @ Kehrmann

Gibt es unter den von Ihnen genannten Quellen (DECT, Mobilfunk, W-LAN) welche, deren möglichen Beitrag Sie als nicht "zu vernachlässigen" bezeichen?

Ja klar, alles was (Summen-)Immissionen über 1 mW/m² dort bewirkt, wo ich mich länger aufhalten kann, ist für mich (und die Wissenschaftler, die den alten Salzburger Vorsorgewert verabschiedet haben) nicht mehr zu vernachlässigen. Im Freien orientiere ich mich am Ecolog-Vorsorgewert, hätte also keine Probleme damit kurzfristig auch mal 10 mW/m² abzukriegen. Der Grad der bei mir einsetzenden Besorgnis steigt proportional mit der Immission.

Bis zu welcher Schwelle einer Einzel- bzw. einer Summenbelastung bewerten Sie einen Beitrag einer spez. Belastung bzw. eine Summe von Quellen als "zu vernachlässigen"?

Siehe oben

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Exposition durch einzelne und mehrere Quellen

Kehrmann, Montag, 16.07.2007, 18:45 (vor 5615 Tagen) @ H. Lamarr

Ja klar, alles was (Summen-)Immissionen über 1 mW/m² dort bewirkt, wo ich mich länger aufhalten kann, ist für mich (und die Wissenschaftler, die den alten Salzburger Vorsorgewert verabschiedet haben) nicht mehr zu> vernachlässigen. Im Freien orientiere ich mich am Ecolog-Vorsorgewert, hätte also keine Probleme damit kurzfristig auch mal 10 mW/m² abzukriegen.> Der Grad der bei mir einsetzenden Besorgnis steigt proportional mit der Immission.

Ich bin mir nicht im Klaren, ob sich die Werte, die Sie als aus Ihrer Einschätzung nach Besorgnis auslösend nennen, sich auf Sie persönlich oder auf eine von Ihnen mitverantwortbare Grössenordnung für Alle beziehen.
Ich meinte mit meiner Frage (hätte deutlicher sein können) beides.

Exposition durch einzelne und mehrere Quellen

H. Lamarr @, München, Montag, 16.07.2007, 22:18 (vor 5615 Tagen) @ Kehrmann

Ich meinte mit meiner Frage (hätte deutlicher sein können) beides.

Ich meinte mit meiner Antwort ebenfalls beides. Im berümten Salzburger Milliwatt steckt bereits der Sicherheitsfaktor 100 drin, die beteiligten Wissenschaftler hielten seinerzeit also sogar 100 mW/m² für unbedenklich.

Wir (IZgMF) lehnen bekanntlich willkürliche Grenzwertforderungen rundweg ab. Sich gegenseitig mit immer schärferen Forderungen gegenseitig herunterzuschaukeln - gegenwärtig hält elektrosmognews mit 0,1 µW/m² den Rekord - halten wir gelinde gesagt für dilettantisch, denn die Begründung derartiger Individual-Forderungen ist so belastbar wie ein Pudding ohne Haut.

Wir hatten kürzlich Gelegenheit, in einer größeren Runde von neun Kritikern, die z. T. größere Organisationen vertreten, an der Forderung eines gemeinsam getragenen Grenzwerts mitzuwirken. Leider ist es uns nicht gelungen, die Forderung auf 1 mW/m² zu fixieren, nach langen Diskussionen schwenkte die Mehrheit der Teilnehmer (genauer: sieben) auf 100 µW/m² ein, die ab 2010 für den Außenbereich gefordert werden sollen. Erstaunlicherweise wurde dieser Forderung zugestimmt, ohne dass dafür harte wissenschaftlich belegte Fakten beigebracht werden mussten. Einige Teilnehmer der Runde gaben sogar offen zu, dass sie die technische Realisierbarkeit der Forderung nicht interessiere - für uns ist diese Milchmädchenmentalität im Zusammenhang mit etwas so elementar wichtigem, wie einer realistischen Grenzwertforderung, ein Maß an Weltfremdheit, mit dem wir nicht klar kommen.

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Milchmädchen

wer ist das Mass der Welt?

Kehrmann, Dienstag, 24.07.2007, 15:10 (vor 5607 Tagen) @ H. Lamarr

Mit der Auffassunung anderer Menschen nicht klarzukommen, ist durchaus nicht das Privileg weniger.
Eine Bewertung der Auffassung Anderer als "Weltfremdheit" ist - so leicht das sich schreiben lasst - eine bei näherer Betrachtung so weitgehende Festlegung, dass sie zumindest eine Referenz für diese Zumessung enthalten sollte.

Exposition durch digitale Rundfunk- und TVSender

Kuddel, Sonntag, 15.07.2007, 15:45 (vor 5616 Tagen) @ H. Lamarr

In den beiden untersuchten Gebieten um München und Nürnberg hat sich die über 198 Messpunkte gemittelte Gesamtexposition (analoges und digitales TV sowie Radio [hier aber nur UKW und DAB]) im Zuge der Umstellung auf DVB-T deutlich erhöht.

Fazit

Es hat sich herausgestellt, dass durch die Einführung von DVB-T keine generelle Verminderung der Exposition der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder zu erwarten ist.

Wenn ich es richtig verstehe handelt es sich bei der Messung um eine Momentaufnahme. Bei der Umstellung von Analog auf DVB-T werden zunächst die DVB-T Sender eingeschaltet und (Monate..Jahre) später erst die analogen Sender abgeschaltet (so war es zumindestens bei uns in der Gegend). Es gibt also über gewisse Zeit einen Parallelbetrieb beider Systeme, was logischerweise die Gesamtbelastung über diesen Übergangszeitraum erhöht.

muss das Empfangssignal bei der Analogtechnik einen gewissen Mindestpegel haben, der seitens der Sender durch eine gewisse Sendeleistung gewährleistet wurde. Beim Digital-TV ist dieser Mindestpegel (theoretisch) kleiner, das heißt, zur Bereitstellung einer gleichwertigen Bildqualität genügt beim Digitalfernsehen im Vergleich zum Analogfernsehen eine geringere Sendeleistung.

Ein weiterer Aspekt ist die Datenreduktion, d.h. mit einem einzigen physikalischen DVB-T Sendekanal kann man mehrere TV-Sendungen zeitgleich ausstrahlen, folglich benötigt man für die gleiche Anzahl Aussendungen weniger Sender.
Möglich ist dies durch das Weglassen redundanter Informationen (Daten-Kompression). Im analogen TV wird jedes Einzelbild 25mal/s komplett neu übertragen, im Digitalfernsehen im Wesentlichen nur die Veränderungen von Einzelbild zu Einzelbild, so dass wesentlich weniger Informationen und damit mehr Sendekanäle zugleich übertragen werden können.

Leider wird dieser Spareffekt dadurch ausgeglichen, dass man das Programmangebot zeitgleich erhöht. Während wir zu Analogzeiten nur ARD, ZDF und 3.Programm empfangen konnten, gibt es seit DVB-T auch sämtliche Privaten (Pro7-Sat,Vox,Kabel...) sowie 3.Programme aus anderen Bundesländern und verschiedene Regional-Sender.

Ferner wird ja schon diskutiert, was mit den durch die Umstellung freiwerdenden Frequenzen passieren soll...die werden wahrscheinlich mit neuen "Funk-Diensten" belegt werden, so dass wirklich kaum zu erwarten ist, dass die Gesamtexposition abnimmt, obwohl die neue Technik bei Beibehaltung des Programmangebots (und der Bildauflösung) eine Reduktion der Exposition ermöglichen würde.

Was auch noch auf uns zukommt ist HDTV. Hier soll die Bildauflösung erhöht werden, was aber größere Datenmengen verursacht und folglich eine geringere Programmzahl pro Sendekanal bedeutet...Die Rundfunkanstalten argumentieren auch schon, dass zwar im Moment Frequenzen frei werden, aber in Zukunft für HDTV Angebote wieder neue benötigt werden.

Kuddel

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Feldmessung

Exposition durch digitale Rundfunk- und TVSender

KlaKla, Dienstag, 17.07.2007, 11:30 (vor 5614 Tagen) @ H. Lamarr

Fazit: Offensichtlich hat man die Wirkung der Fehlerkorrektur bei DVB-T deutlich überschätzt, so dass heute mit höherer Sendeleistung als erwartet gefahren werden muss, um eine qualitativ gute Versorgung auch an den Rändern der Versorgungsgebiete zu gewährleisten.

Könnte man nicht die Sendeleistung reduzieren, indem man einfach mehr Sender aufstellt? Das Netz verdichtet.

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Meine Meinungsäußerung

Exposition durch digitale Rundfunk- und TVSender

H. Lamarr @, München, Dienstag, 17.07.2007, 12:51 (vor 5614 Tagen) @ KlaKla

Könnte man nicht die Sendeleistung reduzieren, indem man einfach mehr Sender aufstellt? Das Netz verdichtet.

Radio Eriwan würde jetzt antworten: Im Prinzip ja! Aber mach' das mal einem Verantwortlichen klar, dass du ein paar Hunderttausen Euro pro zusätzlichem DVB-T-Sender möchtest, nur um die Funkfeldbelastung (der Bevölkerung), die noch längst nicht am Grenzwert kratzt, weiter zu reduzieren. Überspitzt ausgedrückt: Du wirst kein Geld dafür kriegen, weil die Wenigen, die sich von schwachen Funkfeldern bedroht fühlen oder gar krank davon werden, bisher nicht belastbar nachgewiesen haben, dass es tatsächlich die Funkfelder sind, die ihnen zusetzen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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, Vorsorge, Netzverdichtung

Mehr Infos zum Projekt...

Sparco, Dienstag, 17.07.2007, 13:32 (vor 5614 Tagen) @ Doris

Messungen:
200 "Zufallspunkte" in Wohngebieten in den Regionen München und Nürnberg.

DVB-T Umstellungsbeginn: 30. Mai 2005
Analogabschaltung: 31. August 2005

Vorhermessung (Analog TV): April/Mai 2005
Nachhermessung (DVB-T): Oktober 2005

Mindestversorgungsfeldstärke dBµV/m (µW/m²)

Analog-TV VHF 55 (0,0008)
Analog-TV UHF 70 (0,027)

DVB-T VHF
Feste Außenantenne 49 (0,0002)
Mobil draußen 68 (0,017)
Mobil drinnen 78 (0,167)

DVB-T UHF
Feste Außenantenne 57 (0,0013)
Mobil draußen 82 (0,420)
Mobil drinnen 94 (6,66)

Systemgewinn von DVB-T gegenüber Analog-TV liegt bei etwa 10dB*.
Dieser wurde - besonders in Ballungsgebieten - mehr als aufgebraucht durch immer mehr Programme und der Parametrierung der Sender auf "mobile Versorgung", spez. Indoor.

Zum Vergleich zw. DECT- GSM- UMTS- und DVB-T Immissionen:
Oftmals werden in Messprogrammen Messpunkte in relativer Nähe zu Mobilfunkanlagen gewählt "der Kindergarten gegenüber des Sendemastes, etc.", das mag den Vergleich zu Rundfunkanlagen wie UKW, DAB, DVB-T etc. etwas verzerren.
Außerdem werden die DVB-T Immissionen häufig (wie auch hier im Projekt des emf-forschungsprogramm, IMST / Wuschek) mit dem RMS-Detektor des Spektrumanalysators gemessen, man ist also ausschließlich am thermischen Grenzwertvergleich interessiert...

Wesentlich sinnvoller wäre m.E. der Peak-Detektor, den schreibt auch die Bundesnetzagentur vor, damit würde man um etwa den Crestfaktor** höhere Werte erhalten -> 10-12 dB bei DVB-T.


Gruß
Sparco

*Aufgrund von Modulationsverfahren (COFDM), Fehlerkorrektur, u.a.

** Verhältnis zwischen Spitzenwert und Effektivwert

Tags:
Spitzenwert, Feldmessung

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