Was spricht gegen ein strahlungsmin. Konzept (Allgemein)

Marianne, Montag, 25.06.2007, 22:59 (vor 5076 Tagen)

Liebe Mitstreiter,
jetzt würde es mich sehr interessieren zu hören was gegen ein strahlungsminimiertes Konzept spricht.
Sender in großer Höhe, möglichst im Außenbereich, Grenzwert Außen 10 µW/m², Grundversorgung im Außenbereich, wer mehr möchte bekommt einen Repeater.
Wer könnte damit nicht leben und warum nicht?
Marianne.

Ein paar Gegenargumente ausm Bauch

H. Lamarr @, München, Montag, 25.06.2007, 23:59 (vor 5076 Tagen) @ Marianne

jetzt würde es mich sehr interessieren zu hören was gegen ein strahlungsminimiertes Konzept spricht.

Naja, Konzepte strahlen normalerweise nicht und müssen daher auch nicht strahlungsminimiert werden, Marianne. ;-)

Sender in großer Höhe, möglichst im Außenbereich, Grenzwert Außen 10 µW/m², Grundversorgung im Außenbereich, wer mehr möchte bekommt einen Repeater.

Was mir spontan als Gegenargumentation einfällt ...

1) Da Masten unter 10 m Bauhöhe von der Genehmigungspflicht befreit sind, wird's mit den Sendern in großer Höhe wohl so schnell auf breiter Front nichts werden. Das IZgMF fordert übrigens schon seit langem, dass genau umgekehrt Masten über 10 m Baulänge von der Genehmigungspflicht befreit werden müssten.

2) Wenn Außen höchstens 10 µW/m² erreicht werden dürfen, dann müssen die Betreiber ihre Netze neu weben und auf Teufel komm raus verdichten (kleinere Senderreichweite bei nicht so hohen Masten), damit nirgends die 10 µW/m² überschritten werden. Biegen Sie das den aufgebrachten Anwohnern eines Hauses mal bei, dass der aufgrund Ihres Konzepts neu errichtete Mast jetzt ein "guter" Mast ist. Sie werden Ihr blaues Wunder erleben wenn Sie das außerhalb von Kirchheim probieren täten.

3) Wenn Repeater in Nachbarwohnungen durchschlagen , und davon gehe ich aus, gibt's denselben Ärger landauf landab, den wir heute schon von DECT her kennen (für jedes Mobilfunkband - also z.B. E-Netz und D-Netz - bräuchten Sie übrigens einen eigenen Repeater). So nach dem Motto: Für mich gar nicht einzusehen, dass ICH auf meine Kosten schirmen soll, nur weil Hein Daddel von nebenan meint, er müsse auch noch im Keller erreichbar sein. Marianne, damit entzweien Sie noch die ganze Nation! Wäre mal interessant zu erfahren, welche Messwerte denn andere bei Repeatern gemessen haben, denn prinzipiell ist an der Reapeater-Idee ja schon was dran weil die Dinger ja auch dem Handy-Nutzer (Kinder!) eine schwächere Belastung bringen täten.

4) Meiner Meinung nach halten sich die Leute mehr in Büros und Wohnungen auf als im Freien. Repeater können dort stellenweise ein Vielfaches der "normalen" Funkfelder bewirken. Sie verlagern das Problem der "heissen" Zonen um eine Emissionsquelle lediglich von relativ wenigen Dächern in viele Büros und Wohnungen. Draußen 10 µW/m² und drinnen 2000 µW/m² - solche Härtefälle können Sie nicht ausschließen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Grundversorgung

Ein paar Gegenargumente ausm Bauch

Marianne, Dienstag, 26.06.2007, 08:18 (vor 5076 Tagen) @ H. Lamarr

Was mir spontan als Gegenargumentation einfällt ...

1) Da Masten unter 10 m Bauhöhe von der Genehmigungspflicht befreit sind, wird's mit den Sendern in großer Höhe wohl so schnell auf breiter Front nichts werden. Das IZgMF

Es reicht völlig den Grenzwert von 10 µW/m² im Außenbereicth festzuleben, die Mobilfunkbetreiber müssen sich dann halt was einfallen lassen. Hat mein Nachbar einen auf dem Dach und ich habe davon nur 10 µW/m², kann ich damit gut leben. Daß die Mobilfunkbetreiber mit den niedrigen Masten nicht weit kommen, wird denen schnell selber klar und sie werden etwas ändern.

fordert übrigens schon seit langem, dass genau umgekehrt Masten über 10 m Baulänge von der Genehmigungspflicht befreit werden müssten.

Alle Masten müßten eine Baugenehmigung brauchen, von den Mobilfunkbetreibern muß ein Konzept vorgelegt werden, nicht von den Gemeinden. Da läuft der Hase auch schon in die falsche Richtung. Wer verdient denn sein Geld? Bei der Verlegung von Kabeln für die schnelle Internetverbindung, da sind die Gemeinden gefordert den Ausbau voran zu treiben, daß keine hohen Datenmengen mehr durch die Luft verschickt werden.

2) Wenn Außen höchstens 10 µW/m² erreicht werden dürfen, dann müssen die Betreiber ihre Netze neu weben und auf Teufel komm raus verdichten (kleinere Senderreichweite bei nicht so hohen Masten), damit nirgends die 10 µW/m² überschritten werden. Biegen Sie das den aufgebrachten Anwohnern eines Hauses mal bei, dass der aufgrund Ihres Konzepts neu errichtete Mast jetzt ein "guter" Mast ist. Sie werden Ihr blaues Wunder erleben wenn Sie das außerhalb von Kirchheim probieren täten.

Das Konzept steht mit Masten außerhalb, wenn bei den Bewohnern nur 10 µW/m² übrig bleiben sehe ich da kein Problem. Bei uns wäre alles soweit fertig, nur die Mobilfunkbetreiber machen nicht mit.

3) Wenn Repeater in Nachbarwohnungen durchschlagen , und davon gehe ich aus, gibt's denselben Ärger landauf landab, den wir heute schon von DECT her kennen (für jedes Mobilfunkband - also z.B. E-Netz und D-Netz - bräuchten Sie übrigens einen eigenen Repeater). So nach dem Motto: Für mich gar nicht einzusehen, dass ICH auf meine Kosten schirmen soll, nur weil Hein Daddel von nebenan meint, er müsse auch noch im Keller erreichbar sein. Marianne, damit entzweien Sie noch die ganze Nation! Wäre mal interessant zu erfahren, welche Messwerte denn andere bei Repeatern gemessen haben, denn prinzipiell ist an der Reapeater-Idee ja schon was dran weil die Dinger ja auch dem Handy-Nutzer (Kinder!) eine schwächere Belastung bringen täten.

Die Leute die sich einen Repeater einbauen, haben sicher auch ein DECT. Da sich die leistungsregulierten DECT mittlerweile ausbreiten, ich hoffe daß die Dauerstrahler verboten werden, sollte sich die Situation bessern. Wie ich geschrieben habe hat das Teil in unserer Wohnung diese Metallplatte an der Decke, könnte sein daß dadurch der von oben kommende abgeschirmt wird. Ist doch kein Problem so eine Metallplatte mit einzubauen. Dann bleibt der Dreck dem der ihn haben will. Und mit denen habe ich überhaupt kein Mitleid. Und glauben sie mir, bevor sich einige einen Repeater ins Haus holen, überlegen sie es sich doch noch einmal...

4) Meiner Meinung nach halten sich die Leute mehr in Büros und Wohnungen auf als im Freien. Repeater können dort stellenweise ein Vielfaches der "normalen" Funkfelder bewirken. Sie verlagern das Problem der "heissen" Zonen um eine Emissionsquelle lediglich von relativ wenigen Dächern in viele Büros und Wohnungen. Draußen 10 µW/m² und drinnen 2000 µW/m² - solche Härtefälle können Sie nicht ausschließen.

Daß die Belastung im Außen so niedrig sein soll wird bewirken daß wir in Innenräumen 0,0 µW/m² haben werden. Somit strahlungsfrei, wer dies möchte. Darum gehts. Der Schlafbereich ist das wichtigste, der Privatraum muß geschützt werden. Den Repeater holt man sich freiwillig ins Haus. Das ist auch jedem seine Privatangelegenheit, wie er auch freiwillig sein Handy an den Schädel hält.
Ich sehe nicht ein, warum ich hier im Keller schlafen soll, über 10.000 Euro für Abschirmung ausgeben mußte, damit die Allgemeinheit telefonieren kann. Ich möchte mit dem Dreck nichts zu tun haben und ein strahlungsfreies Zuhause haben! Das sollte jedermanns gutes Recht sein. Einen Repeater des Nachbarn kann ich wenn nötig mit etwas Abschirmfarbe eliminieren.Das sehe ich als das geringere Übel

Ein paar Gegenargumente ausm Bauch

Fee, Dienstag, 26.06.2007, 10:59 (vor 5076 Tagen) @ Marianne

Ich sehe nicht ein, warum ich hier im Keller schlafen soll, über 10.000 Euro für Abschirmung ausgeben mußte, damit die Allgemeinheit telefonieren kann. Ich möchte mit dem Dreck nichts zu tun haben und ein strahlungsfreies Zuhause haben! Das sollte jedermanns gutes Recht sein. Einen Repeater des Nachbarn kann ich wenn nötig mit etwas Abschirmfarbe eliminieren.Das sehe ich als das geringere Übel

Diese Repeater würden sich vor allem für Betroffene in Wohnungen und Reihenhäusern mit mobilfunkfreudigen Nachbarn negativ auswirken, zusätzlich zu deren DECT und W-Lan.

Ein paar Gegenargumente ausm Bauch

Marianne, Dienstag, 26.06.2007, 11:34 (vor 5076 Tagen) @ Fee

Glauben Sie wirklich daß sich jeder so einen Repeater einbauen wird? Ich nicht. Gegen einen Sender auf dem Dach des Nachbarn ist man machtlos. Einen Repeater vom Nachbarn kann man einfacher abschirmen. Die flächendeckende Strahlung wäre minimiert.
Interessant die Repeater zu sehen, die in Dubai sehen anders aus.
[image]Hier ein Foto des Repeaters aus Dubai. Hoffe es ist zu erkennen, davor ist der Feuermelder, dahinter auch in weiß und etwas größer der Sender. Links gehts zu den Schlafzimmern.

Auskunft zu Repeatern

Marianne, Dienstag, 26.06.2007, 11:39 (vor 5076 Tagen) @ Marianne

Habe eben bei der Firma mit den Repeatern bezüglich Belastung angefragt, diese Auskunft habe ich erhalten. Armes Deutschland. Die verkaufen das Zeug und haben keine Ahnung. Geben es auch noch zu:

keine ahnung
sendeleistung entspricht 55db

PANORAMA ANTENNAS Ltd.

((Hinweis Mod: Name und Adresse wegen Datenschutz gelöscht))


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Von: Marianne Buchmann [mailto:buchmann.marianne@t-online.de]
Gesendet: Dienstag, 26. Juni 2007 11:02
An: info@antennenshop.com
Betreff: Fragen zu Artikel RPT 900

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie hoch kann die Belastung in µW/m² in der Nähe des Repeaters werden? Wie hoch ist diese noch in ca. 3 m Abstand?
Danke im voraus,
viele Grüße,
Marianne Buchmann.

Tags:
Repeater

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