Stärkere Funkbelastung durch Radio und Fernsehen (Allgemein)

KlaKla, Samstag, 19.05.2007, 10:50 (vor 4758 Tagen)

Sendemasten sind eher unbedenklich
Doch welche Wellen umgeben uns wirklich, wie nahe kommen wir den Grenzwerten beim alltäglichen Bummel durch die Stadt? Eine Frage, die sich anhand von Messreihen beantworten lässt. Immer wieder gehen Messtrupps auf Pirsch im Wellenwald. Mit für manche Mobilfunkkritiker erstaunlichem Ergebnis: An keinem von 895 Messpunkten konnte etwa eine breit angelegte Untersuchung des Landesamtes für Umweltschutz Baden-Württemberg eine Gesamtbelastung von mehr als zehn Prozent der gültigen Grenzwerte feststellen. An nur acht Messpunkten wurden mehr als 5 Prozent erreicht, an 60 Prozent der Messpunkte lag die Belastung bei weniger als einem Hundertstel der Grenzwerte.

Mehr Belastung durch Radio- als Mobilfunk-Wellen

Pikant: Nicht die Handynetze sorgten für den Wellensalat in der Luft, sondern die Funkwellen von Radio- und Fernsehsendern. Die Werte im Vergleich: 47 Prozent Lang-, Mittel- und Kurzwelle, 15 Prozent UKW, 18 Prozent TV und 20 Prozent Mobilfunk. Werte, die sich auch mit connect-Messungen aus dem Frühjahr 2004 decken. Damals waren Redakteure mit einer isotropen Mess-Sonde von Rohde & Schwarz in Stuttgart unterwegs und fanden das Bild bestätigt. Selbst in den Redaktionsräumen, die mit DECT und Mobilfunk reichlich gesegnet sind, sorgte die UKW-Strahlung für die größte Belastung.
Quelle: connect

Kommentar: Hier werden doch Äpfel mit Birnen verglichen. Radio und Fernsehsender sind viel weiter von der Bevölkerung entfernt und arbeiten auf unterschiedlichen Frequenzen. Mich wundert nur, das eine Zeitschrift wie Connect ähnlichen Unsinn verzapft wie Dr. H.-Ch. Scheiner.

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Fernsehen, Rundfunk, Elektrosmogmessung

Stärkere Funkbelastung durch Radio und Fernsehen

helmut @, Nürnberg, Sonntag, 20.05.2007, 11:08 (vor 4757 Tagen) @ KlaKla

Kommentar: Hier werden doch Äpfel mit Birnen verglichen. Radio und Fernsehsender sind viel weiter von der Bevölkerung entfernt und arbeiten auf unterschiedlichen Frequenzen.

Hallo KlaKla, daß Sie sich da mal nicht täuschen.
Beispiel Regensburg, dort steht "mitten im Wohngebiet" (Augsburger Str. / A3) ein Funkturm mit einem "Mindestabstand" von über 200m. Grund: Digitale Rundfunksender im UHF-Bereich
Da sind die Mobilfunkantennen mit 10m Abstand richtig niedlich ;-)

MfG
Helmut

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In der Mobilfunk-BI und
"In der Abendsonne kann selbst ein kleiner Zwerg große Schatten werfen" (frei nach Volker Pispers)


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Stärkere Funkbelastung durch Radio und Fernsehen

KlaKla, Montag, 21.05.2007, 20:27 (vor 4756 Tagen) @ helmut

Hallo KlaKla, daß Sie sich da mal nicht täuschen.

Beispiel Regensburg, dort steht "mitten im Wohngebiet" (Augsburger Str. / A3) ein Funkturm mit einem "Mindestabstand" von über 200 m. Grund: Digitale Rundfunksender im UHF-Bereich. Da sind die Mobilfunkantennen mit 10 m Abstand richtig niedlich ;-)

Stimmt, aber die Entfernung spielt eine Rollen. In ihrem Beispiel, Montagehöhe für Mobilfunk 22 m, Sonstige Funkanlage 138 m.
Lt. Auskunft BNetzA Ausschöpfungsgrad der Grenzwerte:
Bedingung (1 + 2): 0.258 % Amateurfunk, Rundfunk, Fernsehfunk TV
Bedingung (3 + 4): 0.202 % Betriebsfunk, Datenfunk, Mobilfunk, Polizeifunk, Rettungsfunk

Wo ist mein Fehler?

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Stärkere Funkbelastung durch Radio und Fernsehen

helmut @, Nürnberg, Freitag, 25.05.2007, 21:21 (vor 4752 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von helmut, Freitag, 25.05.2007, 21:38

Wo ist mein Fehler?

Die Messungen wurden zu nahe am Turm vorgenommen, einige hundert Meter weiter weg würde sich der Wert für Rundfunk wesentlich erhöhen.

Der Regensburger Sender "Hohe Linie" nördlich von Tegernheim hat in der Schulstraße Tegernheim ca 0,4%, obwohl die Entfernung wesentlich weiter und der Höhenunterschied größer ist


MfG
Helmut

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Stärkere Funkbelastung durch Radio und Fernsehen

KlaKla, Donnerstag, 31.05.2007, 09:44 (vor 4746 Tagen) @ helmut

Die Messungen wurden zu nahe am Turm vorgenommen, einige hundert Meter weiter weg würde sich der Wert für Rundfunk wesentlich erhöhen.

Der Regensburger Sender "Hohe Linie" nördlich von Tegernheim hat in der Schulstraße Tegernheim ca 0,4%, obwohl die Entfernung wesentlich weiter und der Höhenunterschied größer ist

Werde mich noch mal zu diesem Thema melden, hab nur momentan wenig Zeit.

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Äpfel und Birnen

caro, Montag, 21.05.2007, 14:11 (vor 4756 Tagen) @ KlaKla

Mehrere Messungen, die in den letzten Wochen in verschiedenen Stadtteilen Stuttgarts durchgeführt wurden, belegen das Gegenteil. Zum Einen lag die Mobilfunk-Belastung in den meisten Fällen deutlich höher als die Radio- und Fernsehbelastung. Zum Anderen lagen die Werte an mehreren Stellen deutlich über 10% des Grenzwertes. Gemessen haben Ingenieurbüros, die Bundeesnetzagentur und das em-Institut im Auftrag eines Betreibers.

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