Kein Sendemast in Ochsenhausen (Allgemein)

Gast, Mittwoch, 07.02.2007, 23:06 (vor 5842 Tagen)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit grosser Freude darf ich Ihnen mitteilen, dass in der Stadt Ochsenhausen (Anm. Red: liegt in Baden-Württemberg) heute aufgrund einer Gemeinderatsentscheidung mit 6 zu 3 Stimmen das Einvernehmen zu einem Bauantrag für eine über 40 Meter hohe Gittermast-Mobilfunkanlage (E-Plus) nicht hergestellt wurde.

Zu diesem Erfolg haben auch Sie meine Damen und Herren beigetragen, wofür ich mich sehr herzlich bedanken möchte.

Ich gehe davon aus, daß das Thema damit noch nicht ganz vom Tisch ist, daher bin und wäre ich für Tipps zum weiteren Vorgehen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer

Hinweis Red.: Diese Erfolgsmeldung ging nicht allein ans IZgMF, sondern an eine ganze Reihe von Kritikern.

Kein Sendemast in Ochsenhausen

michael, Donnerstag, 08.02.2007, 07:41 (vor 5842 Tagen) @ Gast

Nun freut euch mal nicht zu früh, das letzte Wort spricht das Landratsamt.
Dort wird letztlich über den Bauantrag entschieden und das kann auch gegen die Gemeindeentscheidung laufen. (wie so oft)

michael

Kein Sendemast in Ochsenhausen

Marianne, Donnerstag, 08.02.2007, 09:03 (vor 5842 Tagen) @ Gast

Gratulation erst einmal.
Wer ist der Grundstückseigentümer? Die Gemeinde oder ein Privatmann?

Kein Sendemast in Ochsenhausen

Doris @, Donnerstag, 08.02.2007, 16:46 (vor 5842 Tagen) @ Marianne

> Gratulation erst einmal.

Wer ist der Grundstückseigentümer? Die Gemeinde oder ein Privatmann?

Nein, dazu kann ich gar nicht gratulieren. Denn telefonieren wollen die Leute in Ochsenhausen auch und dementsprechend müssen die Leute dort versorgt werden. Also muss doch zwangsläufig ein Sender, der z.B. im Nachbarort/stadt steht mit stärkerer Leistung senden, damit die dort telefonieren können. Das bedeutet aber für die Leute, die in der Nähe dieser Basisstation wohnen, dass die stärker belastet werden. Das haben wir hier im Ort, wo unser Sender mitten im Ort (wir liegen etwas günstig auf einer Anhöhe) auch Orte bis zu 8 km Luftlinie entfernt mitversorgen und das - wie Sie Marianne immer so schön schreiben - eben auch durch die Schlafzimmer mancher anderer hindurch. Denn wenn 8 km entfernt noch gut telefoniert werden kann, dann können Sie sich vorstellen, was das für den bedeutet, der nur wenige Meter vor der Antenne direkt im Hauptstrahl lebt. So ist es bei uns im Ort.
Und die Situation wie in Ochsenhausen die hatten wir vor kurzem hier im Einzugsgebiet unserer BI. Das 10 km von mir entfernte STädtchen war total stolz darauf es geschafft zu haben, dass die von Vodafone geplante Antenne vom Gemeinderat abgelehnt wurde. Da de Stadt hier noch der STandortvermieter hätte sein sollen, konnten die es natürlich ablehnen. Der Bürgermeister lässt sich feiern, weil ihm die Gesundheit seiner Bürger sehr wichtig sei. Als Abschlusssatz stand im Zeitungsartikel. "Beruhigt gingen die Leute nach dem einstimmigen Bescheid nachhause". Zwei Sachen gibt es hier für mich zu sagen. Beruhigt gingen die Leute nachhause ist eine totale Fehlmeinung falsch aufgeklärter Leute. Die meisten Leute gehen heim zu ihren DECT-Telefonen, oft nichtsahnend, dass sie da ihren eigenen Sender haben. Und außerdem ist es nicht fair, telefonieren zu wollen, es als Triumpf zu feiern einen Sendemast abgelehnt zu haben und sich aber von dem im Nachbarstädtchen befindlichen Sender versorgen zu lassen durch die Wohnungen mancher Familien hindurch.
Genau diese Situation führt innerhalb unserer BI zu lebhaften Diskussionen.
Marianne, ich wäre an Ihrer Meinung zu der von mir geschilderten Situation sehr interessiert.

mfg
Doris

Doris

Tags:
Doppelmoral, Wutbürgertum, Standortvermieter, verwerflich

Mangelhafte Aufklärung hat Folgen

KlaKla, Donnerstag, 08.02.2007, 17:28 (vor 5842 Tagen) @ Doris

Nein, dazu kann ich gar nicht gratulieren. Denn telefonieren wollen die Leute in Ochsenhausen auch und dementsprechend müssen die Leute dort versorgt werden. Also muss doch zwangsläufig ein Sender, der z.B. im Nachbarort/stadt steht mit stärkerer Leistung senden, damit die dort telefonieren können. Das bedeutet aber für die Leute, die in der Nähe dieser Basisstation wohnen, dass die stärker belastet werden.

Ja, was für den Einen gut ist, ist für den Anderen schlecht.
Die mangelhafte Aufklärung hat genau dass was Sie hier beschreiben zur Folge.


Verwandter Thread
Wir fordern mehr Masten
Viele kleine statt eine große Funkzelle

--
Meine Meinungsäußerung

Mangelhafte Aufklärung hat Folgen

Karl, Donnerstag, 08.02.2007, 18:36 (vor 5842 Tagen) @ KlaKla

Wir fordern mehr Masten


Journalist Steffen Haubner, hat's kapiert.

So schützen Sie sich

Auf den ersten Blick scheint es paradox, aber die Strahlenbelastung des einzelnen Mobiltelefonierers nimmt ab,
je mehr Sendemasten aufgestellt werden. Das liegt daran, dass sich die Leistung der Endgeräte der Empfangssituation anpasst. Außerdem kann die Leistung der einzelnen Sendemasten reduziert werden, wenn es mehr davon gibt. Im Grunde wären also mehr Sendemasten zu begrüßen, was aber die Anwohner nicht unbedingt begeistern dürfte.

Mangelhafte Aufklärung hat Folgen

Marianne, Freitag, 09.02.2007, 14:09 (vor 5841 Tagen) @ Karl

Wir fordern mehr Masten

Journalist Steffen Haubner, hat's kapiert.


Die Leistung wird trotzdem nicht reduziert. Also weiter alle Sender verhindern, bis die Mobilfunkbetreiber bereit sind z.B. die Leistung zu reduzieren.

Kein Sendemast in Ochsenhausen

Marianne, Donnerstag, 08.02.2007, 19:20 (vor 5842 Tagen) @ Doris

Auf die Frage antworte ich gerne. Grundsätzlich gehören die derzeitgen Mobilfunksender nicht in die Nähe von Wohngebieten. Es sollte ein strahlungsminimiertes Konzept erarbeitet werden. Hohe Sender außerhalb, Mikrosender innerhalb. Nur Outdoor-Versorgung. Dann wäre dies ohne Probleme möglich. Da die Mobilfunkindustrie uns gekauft hat und grünes Licht für alles bekommt, interessiert die das rein gar nicht.
Daß bei mehreren Sendern die Leistung niedriger geschalten wird, glaube ich keinesfalls.
Der derzeitige Ausbau betrifft auch weniger das Telefonieren, da geht es um Dienste wie Fernsehen übers Handy; Dateien, Fotos und Videos verschicken; mit dem Handy im Internet surfen; u.v.m. Wimax nicht zu vergessen. Auf all diesen Quatsch müssen wir für unsere Volksgesunheit verzichten. Deshalb kämpfe ich gegen jeden Masten, da er ohne Hirn und Verstand errichtet wird, rausbläst was das Zeug hergibt.
Mit einer ordentlichen, stahlungsminimierten Planung könnte jeder telefonieren und wir hätten keine Probleme.
Da uns die Politik im Stich läßt, sich einen Dreck um uns schert, müssen wir die Mobilfunkindustrie zwingen ihre Politik menschenfreundlicher zu gestalten. Indem alle Sender boykotiert werden, sie keine Grundstückseigentümer mehr finden, die ihre Häuser und Grundstücke vermieten. Dann müssen sie sich etwas einfallen lassen, um überhaupt noch funken zu können und auf unsere Forderungen eingehen.
Mobilfunk ja, aber nicht wie es derzeit läuft.

Kein Sendemast in Ochsenhausen

Doris @, Donnerstag, 08.02.2007, 20:15 (vor 5842 Tagen) @ Marianne

Hallo Marianne,

danke für Ihre Antwort. Grundsätzlich kann ich Ihnen in vielen Punkten recht geben.

Auf die Frage antworte ich gerne. Grundsätzlich gehören die derzeitgen Mobilfunksender nicht in die Nähe von Wohngebieten.

Aber auch diese Sender werden bekämpft. Auf der großen Podiumsdiskussion, auf der ich vor kurzem war (und hier berichtet habe) soll der Sender 600 m außerhalb des Ortes auf eine Anhöhe rauf. Die Gemeindeverwaltung hat extra den TÜV beauftragt eine Berechnung zu erstellen, wie die Belastung im bebauten Wohngebiet sein wird. Da wurden Werte im Bereich des Salzburger Vorsorgewertes errechnet. Wie schon geschrieben, es gibt schlechte Stimmung im Ort, da gibt es selbstverständlich auch Leute, die den MAsten befürworten, sogar welche, die anscheinend finanziell knapp sind und den Masten befürworten. Das ist eine hochgefährliche Mischung, denn die Leute waren teilweise clever genug die Gefahr zu erkennen, dass da jemand sich den Masten auf sein Gebäude installieren lässt und dann haben sie den mitten im Ort. Wie geschrieben, da war Hr. Zwerenz als persönlicher Berater der Leute anwesend. Wäre es nicht seine Aufgabe, die Leute objektiv über die Situation aufzuklären.
Fazit: M.M.n. werden zum momentanen Zeitpunkt von vielen BI alle Sender bekämpft, vermutlich auch mit der ARgumentation, die Sie geben (die nicht grundsätzlich falsch ist) und oft werden dann schlechtere Standorte gewählt oder andere Sender strahlen stärker mit den bekannten Folgen. Ich glaube nicht, dass die Netzbetreiber ihren Plan deswegen komplett aufgeben, denn denen geht es in erster Linie darum die Handybedürfnisse der Menschen zu befriedigen und die meisten Menschen wollen telefonieren, leider auch viele Sendemastgegner.

Es sollte ein strahlungsminimiertes Konzept erarbeitet werden. Hohe Sender außerhalb, Mikrosender innerhalb. Nur Outdoor-Versorgung. Dann wäre dies ohne Probleme möglich.

Auf meine Frage nach einer guten Versorgung im ländlichen Bereich, wo Sender mit Makrozellen errichtet werden, damit eine hohe Reichweite erreicht wird, hat mir Herr Wölfe mal so geantwortet. Ein Sender auf den höchsten Punkt im Ort (z.B. den Kirchturm) und zur Abdeckung außerhalb der Orte hohe Funktürme ins freie Feld, die stärker strahlen. Schlecht finde ich diesen Vorschlag nicht. Als ich das mit den Kirchtürmen mal in einer Versammlung anpries, wurde ich beinahe gelyncht.

Daß bei mehreren Sendern die Leistung niedriger geschalten wird, glaube ich keinesfalls.

Diese Gedanken machte ich mir auch schon, aber da stellt sich dann die Frage, warum sollen die Leistung immer noch hoch sein, wenn mehrere Sender da sind. Ich sehe es eher so, dass die Netzbetreiber gar nicht bereit sind mehr Sender zu errichten. Das kostet jede Menge Geld, die berufen sich auf die Grenzwerte und somit ist für die alles im grünen Bereich. Ich glaube auch, dass die Netzbetreiber gerne dieses ARgument gegen die mobilfunkkritische ARbeit benutzen, dass wegen des massiven Widerstandes auf stärker strahlende Sender ausgewichen werden muss. Sicherlich ist es unangenehmer für die Netzbetreiber, wenn sie auf diesen massiven Widerstand stoßen. Aber so ganz nehme ich das ARgument auch nicht ab. Auch in Zeiten, wo es noch weniger Widerstand ab wurden STandorte so gewählt, die mehr als schlecht für die Anwohner sind. So z.B. in unserer Gemeinde. Sollten Erkrankungen um die Sender auftauchen, dann gehen die Zahlen in der STatistik unter, selbst KRebshäufungen um Sender werden mit Messungen unter dem Grenzwert abgewunken.
Da geht momentan keiner vor Ort, der wirklich an einer ernsthaften Aufklärung interessiert ist.

Der derzeitige Ausbau betrifft auch weniger das Telefonieren, da geht es um Dienste wie Fernsehen übers Handy; Dateien, Fotos und Videos verschicken; mit dem Handy im Internet surfen; u.v.m. Wimax nicht zu vergessen.

Allerdings wird das nur dort angeboten, wo auch Bedarf besteht. Wir haben hier in unserem Sender seit 3 Jahren UMTS installiert und es wurde bis heute nicht zugeschaltet. Ich gehe davon aus, weil der Bedarf nicht hoch genug ist, eine andere Erklärung hätte ich nicht.

Da uns die Politik im Stich läßt, sich einen Dreck um uns schert, müssen wir die Mobilfunkindustrie zwingen ihre Politik menschenfreundlicher zu gestalten. Indem alle Sender boykotiert werden, sie keine Grundstückseigentümer mehr finden, die ihre Häuser und Grundstücke vermieten. Dann müssen sie sich etwas einfallen lassen, um überhaupt noch funken zu können und auf unsere Forderungen eingehen. Mobilfunk ja, aber nicht wie es derzeit läuft.

Das ist von der Grundidee her zwar richtig, aber zum einen wird dies, wenn überhaupt noch lange nicht realisiert werden. Und so lange leben Menschen unter schlechteren Bedingungen als mit einem besser ausgebauten Funknetz. Der Sender muss ja nicht mitten im Ort stehen. Und meine persönliche Meinung, wo ich total anders denke. Mehr und schneller ERfolg wäre da, wenn statt der Sender die Handys boykottiert werden würden. Und deshalb behaupte ich nach wie vor, dass die Aufklärung in eine total falsche Richtung ging. Und nicht alle - aber sehr viele Sendemastgegner haben ein Handy und auch ein DECT-Telefon.

Allerdings respektiere ich ganz klar die Menschen, die in der Nähe eines Senders wohnen und vielleicht dadurch auch schon erkrankt sind. Dies möchte ich auf jeden Fall hervorheben.

mfg
Doris

Kein Sendemast in Ochsenhausen

Marianne, Donnerstag, 08.02.2007, 21:28 (vor 5842 Tagen) @ Doris

Aber auch diese Sender werden bekämpft. Auf der großen Podiumsdiskussion, auf der ich vor kurzem war (und hier berichtet habe) soll der Sender 600 m außerhalb des Ortes auf eine Anhöhe rauf. Die Gemeindeverwaltung hat extra den TÜV beauftragt eine Berechnung zu erstellen, wie die Belastung im bebauten Wohngebiet sein wird. Da wurden Werte im Bereich des Salzburger Vorsorgewertes errechnet.

Dem würde ich nicht glauben, der TÜV ist betreiberfreundlich. Wer garantiert daß danach nicht einfach weiter aufgedreht wird? Wimax und was weiß ich noch alles drauf kommt? Es gibt kein Vertrauen zu den Betreibern. Und daran sind sie selber schuld. Sie wollen keine Eingeständnisse eingehen, werden sich nie darauf einlassen einen Grenzwert vertraglich festzulegen.

Wie schon geschrieben, es gibt schlechte Stimmung im Ort, da gibt es selbstverständlich auch Leute, die den Masten befürworten, sogar welche, die anscheinend finanziell knapp sind und den Masten befürworten. Das ist eine hochgefährliche Mischung, denn die Leute waren teilweise clever genug die Gefahr zu erkennen, dass da jemand sich den Masten auf sein Gebäude installieren lässt und dann haben sie den mitten im Ort. Wie geschrieben, da war Hr. Zwerenz als persönlicher Berater der Leute anwesend. Wäre es nicht seine Aufgabe, die Leute objektiv über die Situation aufzuklären. Fazit: M.M.n. werden zum momentanen Zeitpunkt von vielen BI alle Sender bekämpft, vermutlich auch mit der ARgumentation, die Sie geben (die nicht grundsätzlich falsch ist) und oft werden dann schlechtere Standorte gewählt oder andere Sender strahlen stärker mit den bekannten Folgen. Ich glaube nicht, dass die Netzbetreiber ihren Plan deswegen komplett aufgeben, denn denen geht es in erster Linie darum die Handybedürfnisse der Menschen zu befriedigen und die meisten Menschen wollen telefonieren, leider auch viele Sendemastgegner.

Telefonieren ja, mehr nicht. Die Betreiber haben derzeit noch kein Interesse den Bedürfnissen der Bevölkerung nachzukommen. Wie kann es sein daß wenn sich ein Ort gegen einen Sender ausspricht, und zwar alle, die Betreiber dennoch versuchen einen Mammutmasten zu errichten?

Es sollte ein strahlungsminimiertes Konzept erarbeitet werden. Hohe Sender außerhalb, Mikrosender innerhalb. Nur Outdoor-Versorgung. Dann wäre dies ohne Probleme möglich.

Auf meine Frage nach einer guten Versorgung im ländlichen Bereich, wo Sender mit Makrozellen errichtet werden, damit eine hohe Reichweite erreicht wird, hat mir Herr Wölfe mal so geantwortet. Ein Sender auf den höchsten Punkt im Ort (z.B. den Kirchturm) und zur Abdeckung außerhalb der Orte hohe Funktürme ins freie Feld, die stärker strahlen. Schlecht finde ich diesen Vorschlag nicht. Als ich das mit den Kirchtürmen mal in einer Versammlung anpries, wurde ich beinahe gelyncht.

Nicht schlecht, allerdings mit einem Grenzwert von 10 µW/m² (Gesamt aller Betreiber). Dann ja. Telefonieren ist möglich, mehr nicht.

Daß bei mehreren Sendern die Leistung niedriger geschalten wird, glaube ich keinesfalls.

Diese Gedanken machte ich mir auch schon, aber da stellt sich dann die Frage, warum sollen die Leistung immer noch hoch sein, wenn mehrere Sender da sind.

Wieso bläst der Versorgungskanal eines GSM Senders 24 Stunden, ob telefoniert wird oder nicht? Hier könnte die Belastung ganz einfach verringert werden. Interessiert die Betreiber aber nicht. Also, warum sollen sie nicht aufdrehen wie es ihnen Spaß macht? Warum lassen sie sich nicht auf einen Grenzwert ein wenn man Ihnen so einen Vorschlag machen würde? Weil sie uns gekauft haben und jetzt großkotzig mit ihren Rechten umgehen. Wir sind nur Bezahler, der Mensch zählt nicht. Daß die Anwohner verstrahlt werden, wird wissend in Kauf genommen.

Da uns die Politik im Stich läßt, sich einen Dreck um uns schert, müssen wir die Mobilfunkindustrie zwingen ihre Politik menschenfreundlicher zu gestalten. Indem alle Sender boykotiert werden, sie keine Grundstückseigentümer mehr finden, die ihre Häuser und Grundstücke vermieten.

Dann müssen sie sich etwas einfallen lassen, um überhaupt noch funken zu können und auf unsere Forderungen eingehen.

Mobilfunk ja, aber nicht wie es derzeit läuft.

Das ist von der Grundidee her zwar richtig, aber zum einen wird dies, wenn überhaupt noch lange nicht realisiert werden.

Das kann sehr schnell gehen, deshalb müssen wir weiter Druck machen!

Und so lange leben Menschen unter schlechteren Bedingungen als mit einem besser ausgebauten Funknetz.

Nur mit einem Grenzwert von 10 µW/m², ansonsten wirds mit mehr Sendern auch nicht besser.

Der Sender muss ja nicht mitten im Ort stehen. Und meine persönliche Meinung, wo ich total anders denke. Mehr und schneller ERfolg wäre da, wenn statt der Sender die Handys boykottiert werden würden.

Mach ich auch.

Und deshalb behaupte ich nach wie vor, dass die Aufklärung in eine total falsche Richtung ging. Und nicht alle - aber sehr viele Sendemastgegner haben ein Handy und auch ein DECT-Telefon.

Bei uns nicht!

Kein Sendemast in Ochsenhausen

H. Lamarr @, München, Freitag, 09.02.2007, 00:06 (vor 5841 Tagen) @ Marianne

Daß bei mehreren Sendern die Leistung niedriger geschalten wird, glaube ich keinesfalls.

Ich versuche mal, das Prinzip zellularer Netze zu erklären, ohne mich allzusehr in Details (Sektorantennen, Rundstrahler, Füllsender) zu verirren:

Mobilfunk (GSM) beruht heute darauf, dass das zu versorgende Gebiet in Funkzellen aufgeteilt wird (zellulares Netz). Über so eine Funkzelle lassen sich typischerweise maximal rd. 30 Handy-Gespräche gleichzeitig abwickeln. Wollen mehr Leute telefonieren, bekommen diese keine Verbindung - sie müssen warten und der Betreiber verdient kein Geld. Häuft sich diese Situation bei einer Funkzelle, wird der Betreiber die Zelle in mehrere kleinere Zellen aufteilen (z. B. zwei oder drei), in denen dann wiederum jeweils bis zu 30 Gespräche gleichzeitig abgewickelt werden können. Wird eine große Zelle in drei kleine aufgeteilt (statt 1 Mast jetzt 3 Masten), steigt die Gesprächskapazität also von 30 auf 90 Gespräche.

Jetzt ist es aber so, dass Funkzellen sich möglichst wenig überlappen sollen, denn in solchen Grenzbereichen kommt es gerne zu Verbindungsstörungen, zu so genannten Interferenzstörungen, da die Handys hier die Signale unterschiedlicher Basisstationen in etwa gleich stark empfangen. Ein Betreiber hat daher großes Interesse daran, die Überlappung von Funkzellen möglichst klein zu halten. Auf obiges Beispiel bezogen bedeutet dies, dass besagte drei Sendemasten nur noch deutlich kleinere Gebiete ausleuchten dürfen! Die Betonung liegt hier auf dürfen, denn es wäre für die Versorgungsqualität schädlich, wenn ein Betreiber sich nicht um Interferenzen kümmern würde und alle drei Masten zum Ärger von Anrainern mit der vollen Sendeleistung des ursprünglichen (einzelnen) Masten arbeiten ließe. Alle drei Masten müssen daher mit einer geringeren Sendeleistung betrieben werden, als zuvor der einzelne Mast. Dies müsste sich am ursprünglichen Mast messtechnisch auch leicht nachweisen lassen: sobald die neuen Funkzellen in Betrieb gehen, sollte an diesem Masten die Funkfeldbelastung der Anrainer spürbar geringer werden.

Ich will versuchen, mal einen Netzplaner zu befragen, inwieweit das oben beschriebene Szenario in der Praxis zutreffend ist - oder ob es bei Sonderfällen (z. B. Ersatz von 1 x Rundstrahler gegen 3 x Sektorantenne) nicht zum Tragen kommt. Das Thema scheint mir jedenfalls sehr wichtig zu sein, da hier ein ziemlich großes Informationsgefälle herrscht.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Interferenzstörung

Ochsenhausener G'schichtn

AnKa, Freitag, 09.02.2007, 04:35 (vor 5841 Tagen) @ H. Lamarr

(Marianne: ) Dem würde ich nicht glauben, der TÜV ist betreiberfreundlich. Wer garantiert daß danach nicht einfach weiter aufgedreht wird?

Jetzt ist es aber so, dass Funkzellen sich möglichst wenig überlappen sollen, denn in solchen Grenzbereichen kommt es gerne zu Verbindungsstörungen, zu so genannten Interferenzstörungen, da die Handys hier die Signale unterschiedlicher Basisstationen in etwa gleich stark empfangen. Ein Betreiber hat daher großes Interesse daran, die Überlappung von Funkzellen möglichst klein zu halten. Auf obiges Beispiel bezogen bedeutet dies, dass besagte drei Sendemasten nur noch deutlich kleinere Gebiete ausleuchten dürfen! Die Betonung liegt hier auf dürfen, denn es wäre für die Versorgungsqualität schädlich, wenn ein Betreiber sich nicht um Interferenzen kümmern würde und alle drei Masten zum Ärger von Anrainern mit der vollen Sendeleistung des ursprünglichen (einzelnen) Masten arbeiten ließe. Alle drei Masten müssen daher mit einer geringeren Sendeleistung betrieben werden, als zuvor der einzelne Mast.

Und jetzt Marianne.

Kein Sendemast in Ochsenhausen

Marianne, Freitag, 09.02.2007, 08:17 (vor 5841 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Marianne, Freitag, 09.02.2007, 08:52

Das mit den Interferenzen wurde uns vom Nova Institut auch erklärt. Nur verstehe ich nicht wie das dann an Orten funktioniert wo ein Sender neben dem anderen steht, auf gegenüberliegenden Häusern. Da scheint es dann keine Interferenzen zu geben. X verschiedene Frequenzen kreuzen sich und da macht es scheinbar gar nichts aus. In den Städten gibt es das ja überall.
Wie geht dann das?

Interferenzen

Schmetterling @, Freitag, 09.02.2007, 09:20 (vor 5841 Tagen) @ Marianne

Wann genau gibt es Interferenzen?

der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Interferenzen

Marianne, Freitag, 09.02.2007, 09:47 (vor 5841 Tagen) @ Schmetterling

Wann genau gibt es Interferenzen?

der Schmetterling

Uns wurde erklärt, wenn die Sender zu nahe beieinander stehen. Aber das kann so nicht stimmen, denn wie schon geschrieben stehen ja oft viele Sender sehr nah zusammen, auch gegenüber mit wenigen Metern Entfernung.
Das sollten uns die Profis hier im Forum erklären, vielleicht fragt AnKa ja ihre Mobilfunker-Freunde/Kollegen.

Interferenzen

AnKa, Freitag, 09.02.2007, 10:46 (vor 5841 Tagen) @ Marianne

Uns wurde erklärt, wenn die Sender zu nahe beieinander stehen. Aber das kann so nicht stimmen, denn wie schon geschrieben stehen ja oft viele Sender sehr nah zusammen, auch gegenüber mit wenigen Metern Entfernung. Das sollten uns die Profis hier im Forum erklären, vielleicht fragt AnKa ja ihre Mobilfunker-Freunde/Kollegen.

Kann ich leider nicht mit dienen, da ich keine/n an der Hand habe.

Interferenzen

michael, Freitag, 09.02.2007, 11:23 (vor 5841 Tagen) @ Marianne

Jeder Betreiber hat sein Netz in Funkzellen aufgeteilt. Diese müssen räumlich streng abgetrennt sein, denn da entsehen die Interferenzen bei der Überlappung
der gleichen Frequenz.

Das gilt aber nur für jeden Betreiber an sich, da jeder sein eigenes Frequenzband hat. Stehen sich E-plus und Vodadoof knapp gegenüber dann macht das nichts, weil beide auf unterschiedlichen Frequenzen arbeiten.

Sonst wäre auch keine Mehrfachbelegung von Masten möglich.

Die Leistungsreduzierung bei engen Zellen ist schon richtig, aber was nützt das wenn 5 Meter daneben ein anderer Betreiber volle Kanne bläst.

michael

Interferenzen

Marianne, Freitag, 09.02.2007, 11:41 (vor 5841 Tagen) @ michael

Habe nachgemessen, bei uns stehen z.B. T-Mobile Sender (GSM + UMTS + GPRS-EDGE) in einer Entfernung von 1,51 km. Da gibt es scheinbar keine Interferenzen.
Liebe Doris, wozu braucht T-Mobile alle 1,5 km einen Sender? Soviel wird bei uns sicher nicht telefoniert.

Interferenzen

Doris @, Freitag, 09.02.2007, 14:36 (vor 5841 Tagen) @ Marianne

Habe nachgemessen, bei uns stehen z.B. T-Mobile Sender (GSM + UMTS +
GPRS-EDGE) in einer Entfernung von 1,51 km. Da gibt es scheinbar keine
Interferenzen.
Liebe Doris, wozu braucht T-Mobile alle 1,5 km einen Sender? Soviel wird
bei uns sicher nicht telefoniert.

So ganz begriffen habe ich Ihre Zeilen nicht. Wollen Sie damit sagen, da steht ein D1 Sender und 1,5 km weiter steht der nächste D1 Sender, also insgesamt 2 Sender (Sektoren- oder Rundstrahlantennen?)
Aber ich kann Ihnen die Frage warum das so ist nicht beantworten.
Die Frage würde mich allerdings auch interessieren. Warum braucht T-Mobile im Abstand von 1,5 km je einen Sender? Wir haben hier doch TEchniker im Forum, die hier eine Erklärung liefern könnten.
Marianne, seit wann stehen diese beiden SEnder?
Wurden beide ungefähr zur selben Zeit aufgestellt?
sind beide D1 Sender mit allen o.g. Techniken ausgestattet?
Marianne sagt, soviel wird bei ihnen sicherlich nicht telefoniert, also was kann dann der Grund sein?

mfg
Doris

Interferenzen

Marianne, Freitag, 09.02.2007, 15:42 (vor 5841 Tagen) @ Doris

So ganz begriffen habe ich Ihre Zeilen nicht. Wollen Sie damit sagen, da steht ein D1 Sender und 1,5 km weiter steht der nächste D1 Sender, also insgesamt 2 Sender (Sektoren- oder Rundstrahlantennen?)

Richtig! Habe eben unseren Sender-Ortsplan nochmals angesehen, wir haben noch 2 Sender am anderen Ortsende, die stehen nur 1,0 km voneinander entfernt. Scheinbar machen die Interferenzen hier nichts aus. Und wozu all diese Sender?

Marianne, seit wann stehen diese beiden SEnder?

Schon länger, mindestens 5 Jahre.

Wurden beide ungefähr zur selben Zeit aufgestellt?
sind beide D1 Sender mit allen o.g. Techniken ausgestattet?

Nur 2 (je Ortsteil einer) mit UMTS, alle mit GSM und GPRS-EDGE.

Interferenzen

michael, Freitag, 09.02.2007, 12:04 (vor 5841 Tagen) @ Marianne

Aber das kann so nicht stimmen, denn wie schon geschrieben stehen ja oft viele Sender sehr nah zusammen, auch gegenüber mit wenigen Metern Entfernung.

Die Netze der Betreiber sind in Funkzellen aufgeteilt. Diese Zellen sind Leistungsmäßig räumlich klar abzugrenzen. Kommt es bei engen Zellen zur Überlagerung der Sendeleistung enstehen die Interferenzen. Das betrifft aber nur den selben Betreiber auf der gleichen Frequenz. Stehen nun mehrere Anlagen in sehr engen Räumen handelt es sich um verschiedene Betreiber die auf anderen Frequenzen arbeiten.

Aus dem Grund sind auch Mehrfachbelegungen von Sendemasten möglich.

Oder eben viele Anlagen in kurzen Abständen anzutreffen.

Nun wird von den Betreibern immer die enge Zellenstruktur mit vielen Anlagen
mit der folgenden kleinen Leistungen angepriesen.

Aber was nützt mir die kleine Zelle von E-Plus wenn z. B. daneben Vodadoof mit voller Kanne bläst?

michael

Kein Sendemast in Ochsenhausen

caro, Freitag, 09.02.2007, 12:39 (vor 5841 Tagen) @ H. Lamarr

Ein Betreiber hat daher großes Interesse daran, die Überlappung von Funkzellen möglichst klein zu halten. Auf obiges Beispiel bezogen bedeutet dies, dass besagte drei Sendemasten nur noch deutlich kleinere Gebiete ausleuchten dürfen! Die Betonung liegt hier auf dürfen, denn es wäre für die Versorgungsqualität schädlich, wenn ein Betreiber sich nicht um Interferenzen kümmern würde und alle drei Masten zum Ärger von Anrainern mit der vollen Sendeleistung des ursprünglichen (einzelnen) Masten arbeiten ließe. Alle drei Masten müssen daher mit einer geringeren Sendeleistung betrieben werden, als zuvor der einzelne Mast. Dies müsste sich am ursprünglichen Mast messtechnisch auch leicht nachweisen lassen: sobald die neuen Funkzellen in Betrieb gehen, sollte an diesem Masten die Funkfeldbelastung der Anrainer spürbar geringer werden.


Schön wäre es, wenn die Masten in so einem Fall mit geringerer Sendeleistung betrieben würden. Das ist allerdings ein großes Märchen. Bei uns gab es Interferenzen, weil zwei Standorte desselben Betreibers offenbar viel zu dicht aufeinander stehen. Statt die Leistung zu reduzieren, wurde der Downtilt (Neigungswinkel nach unten) der uns benachbarten Antennen massiv verstärkt. Die Folge: Der Hauptstrahl dieser Antennen prallt jetzt (mit voller, nicht reduzierter Sendeleistung) genau auf die benachbarten Häuser statt wie vorher darüber hinweg zu gehen. Die ohnehin hohe Belastung in unserem Schlafzimmer hat sich dadurch noch einmal glatt verdoppelt (Messungen vorher und hinterher belegen dies). Zu einer Reduzierung der Sendeleistung ist der Betreiber nicht bereit, ohne Angabe von Gründen. Dabei wäre dies bei dem kleinen Versorgungsgebiet, um das es in diesem Fall geht, nach Auskunft eines Ingenieurs ohne Weiteres ohne Qualitätseinbußen möglich.

Kein Sendemast in Ochsenhausen

wahrnehmer, Freitag, 09.02.2007, 13:56 (vor 5841 Tagen) @ caro

Liebe Caro,

auf Ihr posting vom 9.2. 12.33
hätte ich Fragen:

sollte sich in einem Streitfall solchen und ähnlichenn Ausmaßes, nicht die Regulierungsbehörde, jetzt Bundesnetzagentur um eine Einigung kümmern?

Es gehört doch zu deren Pflichten, bevor eine Standortbescheinigung erteilt wird und danach eine Betriebserlaubnis, die Eingaben der Betreiber anzuschauen, den Ort zu besichtigen und wenn alles ihre Ordnung ist, mit Stempel zur Errichtung der Basisstation frei zu geben,
oder nicht, wenn die Berechnungen und örtlichen Gegebenheiten nicht stimmen.

Ein großes Manko finde ich ist, daß die Netzbetreiber, haben sie erst einmal die Standortbescheinigung und die Betriebserlaubnis, sie auf ihre Ständer nachträglich draufsetzen können was sie wollen ( nur höher werden dürfen sie nicht), siehe die Fälle T-mobil mit EGDE.

Nur im Protestfall kommt dann einer, der einmal nachmißt, oder stimmt das nicht?

Wenn sich nach der Betriebserlaubnis herausstellt, daß hier geschwindelt wurde, kann ja nachgeregelt werden, sowohl behördlich wie auch von Seiten der Betreiber.

Oder irre ich mich?

Was alles genau gehört denn nun zu den aktuellen Pflichten dieser Behörde?

Was kann man tun, wenn man denkt, man ist über das gesetzlich geregelte Maß hinaus von außerhäuslichen Quellen bestrahlt?


Hat sich die ehemalige Regulierungsbehörde mit dem Namenswechsel auch in ihren Aufgaben und gesetzlich geregelten Pflichten und Maßnahmen verändert?

Geht es da so, daß man nur seinen Namen ändern muß um dem täglichen Ansturm der Beschwerden Herr zu werden? Das kenne ich von Konzernen zur Genüge.
Bitte, wer kann mir Links für meine Weiterarbeit geben? Ich will die Zusammenhänge verstehen


wahrnehmer

Kein Sendemast in Ochsenhausen

caro, Freitag, 09.02.2007, 15:06 (vor 5841 Tagen) @ wahrnehmer

sollte sich in einem Streitfall solchen und ähnlichenn Ausmaßes, nicht die Regulierungsbehörde, jetzt Bundesnetzagentur um eine Einigung kümmern?

Es gehört doch zu deren Pflichten, bevor eine Standortbescheinigung erteilt wird und danach eine Betriebserlaubnis, die Eingaben der Betreiber anzuschauen, den Ort zu besichtigen und wenn alles ihre Ordnung ist, mit Stempel zur Errichtung der Basisstation frei zu geben, oder nicht, wenn die Berechnungen und örtlichen Gegebenheiten nicht stimmen.

Ein großes Manko finde ich ist, daß die Netzbetreiber, haben sie erst einmal die Standortbescheinigung und die Betriebserlaubnis, sie auf ihre Ständer nachträglich draufsetzen können was sie wollen ( nur höher werden dürfen sie nicht), siehe die Fälle T-mobil mit EGDE.

Nur im Protestfall kommt dann einer, der einmal nachmißt, oder stimmt das nicht?

Wenn sich nach der Betriebserlaubnis herausstellt, daß hier geschwindelt wurde, kann ja nachgeregelt werden, sowohl behördlich wie auch von Seiten der Betreiber.

Oder irre ich mich?

Was alles genau gehört denn nun zu den aktuellen Pflichten dieser Behörde?


Die Bundesnetzagentur macht in so einem "Streitfall" überhaupt nichts.So lange die Grenzwerte eingehalten sind (was ja immer der Fall ist), genehmigt sie auch nachträglich eine deutliche Verstärkung des "Downtilts".
Für die Standortbescheinigung sind eventuelle Interferenzen übrigens kein Kriterium für die Netzagaentur. Bei "unserem" Standort waren auch die angegebenen Standort-Koordinaten nicht richtig. Kommt wohl öfters vor, sagte mir die Bundesnetzagentur, da sie sich dabei auf die Betreiberangaben verlassen und normalerweise nicht selbst prüfen.
Personell hat bei der Bundesnetzagentur eine starke Ausdünnung statt gefunden. Bei uns waren sie vor nicht allzu langer Zeit noch zwölf Leute, jetzt nur noch zwei. Deren Möglichkeiten sind also sehr begrenzt.

Kein Sendemast in Ochsenhausen

wahrnehmer, Freitag, 09.02.2007, 15:39 (vor 5841 Tagen) @ caro

Kommt wohl öfters vor, sagte mir die Bundesnetzagentur, da sie sich dabei auf die Betreiberangaben verlassen und normalerweise nicht selbst prüfen.

Danke für die Antwort!

Irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, als würde man hier den Bock zum Gärtner machen.

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Auf meiner Reise durch die "Geschichte der freiwilligen Vereinbarungen"
habe ich wahrgenommen, daß so gut wie nichts umgesetzt worden ist, was zur Erleicherung der Menschen beigetragen hätte. Wenn sie nicht wegziehen oder abschirmen, bleiben sie unter dem Einfluß von den Sendern die in ihre Wohnungen strahlen, und ihnen das Leben zur Hölle machen.

Es braucht auch nichts eingehalten werden, weil ja die Grenzwerte eingehalten werden und dieses "Betreiberschutzschild" trägt man wie ein Banner vor sich her.

Wenn aber keine Kontrollen sind, dann kommt ja auch gar nichts raus, wenn ein Anbieter über die Grenzen raus strahlt. Täusche ich mich?

Kann meine Wahnehmungen jemand bestätigen? oder habe ich mich da verrannt.

Ich bin lernfähig!


Wahrnehmer

Kein Sendemast in Ochsenhausen

Marianne, Freitag, 09.02.2007, 14:06 (vor 5841 Tagen) @ caro

Schön wäre es, wenn die Masten in so einem Fall mit geringerer Sendeleistung betrieben würden. ...

Meine Worte!

Recherche im Fall Caro

H. Lamarr @, München, Freitag, 09.02.2007, 15:41 (vor 5841 Tagen) @ caro

Bei uns gab es Interferenzen, weil zwei Standorte desselben Betreibers offenbar viel zu dicht aufeinander stehen. Statt die Leistung zu reduzieren, wurde der Downtilt (Neigungswinkel nach unten) der uns benachbarten Antennen massiv verstärkt. Die Folge: Der Hauptstrahl dieser Antennen prallt jetzt (mit voller, nicht reduzierter Sendeleistung) genau auf die benachbarten Häuser statt wie vorher darüber hinweg zu gehen.

Der Sache würde ich gerne mal nachgehen. Dazu brauche ich umgehend ein paar Informationen von Ihnen:

- Wer ist der Betreiber der beiden Stationen?
- Um welche beiden Standorte handelt es sich (am besten Navigationshilfe geben, damit ich mir die beiden Standorte in der EMF-Datenbank der BNetzA selber raussuchen kann. Nützlich wären für jeden Standort die Angaben: Ort, Strasse, Hausnummer.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Recherche im Fall Caro

Marianne, Freitag, 09.02.2007, 15:44 (vor 5841 Tagen) @ H. Lamarr

Der Sache würde ich gerne mal nachgehen. Dazu brauche ich umgehend ein paar Informationen von Ihnen:

- Wer ist der Betreiber der beiden Stationen?
- Um welche beiden Standorte handelt es sich (am besten Navigationshilfe geben, damit ich mir die beiden Standorte in der EMF-Datenbank der BNetzA selber raussuchen kann. Nützlich wären für jeden Standort die Angaben: Ort, Strasse, Hausnummer.

Hallo Spatenpauli,
Sie bekommen alle Informationen per eMail.

Kein Sendemast in Ochsenhausen

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 08.02.2007, 22:53 (vor 5841 Tagen) @ Doris

Nein, dazu kann ich gar nicht gratulieren. Denn telefonieren wollen die Leute in Ochsenhausen auch und dementsprechend müssen die Leute dort versorgt werden.

1 x Tapferkeitsmedaille für Doris :clap:

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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