Oberammergau: Brief ans Gesundheitsamt (Allgemein)

Gast, Donnerstag, 25.01.2007, 23:13 (vor 4440 Tagen)

Von Werner Funk, Oberammergau, an

Herrn Dr. med. Volker Juds im Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen Partnachstr. 26
82467 Garmisch-Partenkirchen

Oberammergau, den 20.01.07

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Dr. Juds,

seit nunmehr beinahe 100 Tagen hat sich die Mobilfunkbelastungssituation in Oberammergau und Umgebung so dramatisch zugespitzt, dass Betroffene wegen schwerer Gesundheitsschäden ihre Häuser zumindest über Nacht verlassen müssen, um andernorts (z. B. im Wald) beschwerdefreien Schlaf finden zu können.
Ist diese Situation behördlicherseits als Dauerzustand vorgesehen? Oder warum schreiten Sie nicht ein? Die Berufsordnung für Ärzte gilt doch auch für Ärzte des Gesundheitsamtes:

"Aufgabe von Ärztinnen und Ärzten ist es, das Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen, Leiden zu lindern....und an der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesundheit der Menschen mitzuwirken."(§1).

"Der Arzt übt seinen Beruf nach seinem Gewissen, den Geboten der ärztlichen Ethik und der Menschlichkeit aus. Er darf keine Grundsätze anerkennen und keine Vorschriften oder Anweisungen beachten, die mit seiner Aufgabe nicht vereinbar sind oder deren Befolgung er nicht verantworten kann...".
"Der Arzt darf hinsichtlich seiner ärztlichen Entscheidungen keine Weisungen von Nichtärzten entgegennehmen." (§2)

"Die Regeln dieser Berufsordnung gelten auch für Ärzte, welche ihre ärztliche Tätigkeit im Rahmen eines privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses oder öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses ausüben." (§23)
Die Betroffenen sind bereits in ihrer Gesundheit so massiv geschädigt, dass eine Heilung im medizinischen Sinne kaum mehr erfolgen kann:

Elektrosensibilität ist eine irreversible Umwelterkrankung, die jeden treffen kann. Geschäftliche und private Verpflichtungen der am Mikrowellensyndrom Erkrankten führen dazu, dass sich diese nicht dauerhaft in die Deexposition zurückziehen können, sondern sich immer wieder der Befeldung im Ort aussetzen müssen. Als Folge schreitet die Elektrosensibilität immer weiter voran. Vor diesem Hintergrund ist es unzumutbar, das Problem durch Warten auf weitere Studien vor sich herzuschieben bis sich dieses Problem von selber löst, z. B. durch Exitus.

Nach dem derzeitigen medizinischen Kenntnisstand ist daher Gefahr im Verzug und auch nach dem aktuellen physikalisch-technischen Kenntnisstand kann keinesfalls Entwarnung gegeben werden: Die diesbezügliche Pressemitteilung des LfU ist längst widerlegt, denn zwischenzeitlich durchgeführte Messungen von mehreren unabhängigen Sachverständigen aus dem In- und Ausland haben eindeutig ergeben, dass die biologisch-relevante niederfrequente Modulation tatsächlich von den Mobilfunksendeanlagen abgestrahlt wird.

Das Gesundheitsamt erschien zwar vor Ort, zu Messungen des LfU (18.12.06, 2.
Messtermin), weigert sich aber, die Erkrankten in ihrem häuslichen Umfeld zu besuchen, wodurch das Fortschreiten der Erkrankung bewusst in Kauf genommen wird.

Bei der Frage der gesundheitlichen Gefahren durch Mobilfunk handelt es sich nicht um einen Wissenschaftsstreit, sondern um einen Gegensatz zwischen wirtschaftlichen Interessen einer Industriebranche (Mobilfunkbetreiber) und gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung (erkrankte Anwohner von Mobilfunksendeanlagen). Als Leiter des Gesundheitsamtes und als Arzt haben Sie gemäß Ihres abgelegten Eides und in Befolgung der ärztlichen Berufsordnung zu handeln, d.h. Sie haben die Interessen der Bevölkerung und nicht die Interessen der Industrie zu vertreten.

"Bei konkretem Verdacht auf gesundheitliche Folgen neuer Techniken muss direkt reagiert und nicht abgewartet werden, bis die oft komplizierten Ursachen lückenlos nachzuweisen sind." (Regierungschefs bei der Umweltkonferenz in Rio de Janeiro 2000) Durch Ihr Nichthandeln wird die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger industriellen Interessen geopfert. Bis der wissenschaftliche Beweis erbracht sein wird, erfreuen Sie sich längst an Ihrem Ruhestand. Inhalten Ihrer Homepage (www.volkerjuds.de) zufolge wird der Mensch für sein Tun eines Tages zur Rechenschaft gezogen - also handeln Sie jetzt! Mit dem Gebot ärztlicher Pflichten ist Ihre Haltung jedenfalls nicht vereinbar:

StGB §323 Unterlassene Hilfeleistung
"Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigne Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."

Aus Sicht der Betroffenen ist der Straftatbestand "Unterlassene Hilfeleistung" gegeben: Durch Nichthandeln greifen Sie in das Rechtsgut "körperliche Unversehrtheit" ein und nehmen die Folgen (schwere gesundheitliche Schäden) billigend in Kauf. Die Geschädigten sehen sich daher gezwungen, entsprechend zu handeln, um weitere Schäden von Leib und Leben abzuwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Funk


Hinweis: Der Brief wurde aus Platzgründen um das Postscriptum mit bekannten allgemeinen Informationen über Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk gekürzt.

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Tags:
Enttäuschung, EHS-Geschichte, Mikrowellensyndrom, Brief, Deexposition, Menschlichkeit, Ethik, Funk, Gesundheitsamt

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KlaKla, Freitag, 26.01.2007, 09:26 (vor 4439 Tagen) @ Gast

Der offene Brief von Herrn W. Funk wirft bei mir viele Fragen auf.

seit nunmehr beinahe 100 Tagen hat sich die Mobilfunkbelastungssituation in Oberammergau und Umgebung so dramatisch zugespitzt, dass Betroffene wegen schwerer Gesundheitsschäden ihre Häuser zumindest über Nacht verlassen müssen, um andernorts (z. B. im Wald) beschwerdefreien Schlaf finden zu können. Ist diese Situation behördlicherseits als Dauerzustand vorgesehen? Oder warum schreiten Sie nicht ein?

[image]Das kann doch nicht sein, in Oberammergau ist Herr W. Funk seit 2004
(PDF, Seite 5) aktiv tätig zum Thema Gesundheitbelastung durch Elektrosmog. Die vorzeige Betroffene Frau Sohmer, ist nicht seit 100 Tagen krank. Und das vorzeige Ehepaar welches im Schuppen nächtigt, glaub ich nicht, das die erst seit 100 Tagen Probleme haben. So stellt sich mir die Fragen,
Was hat sich in Oberammergau dramatisches Ereignet in den letzten 100 Tagen?
Wie viele Bürger flüchten?
Wie viele ES-Betroffene gab es vor 100 Tagen in Oberammergau und wie viele sind dazu gekommen?
Wie viele Ärzte, aus Oberammergau stehen Herrn W. Funk zur Seite?
Herr W. Funk geht davon aus, dass die Mobilfunktechnik krank macht ok, aber wie kann er das beweisen?
Sind die Betroffenen auf ES getestet worden?
Wurde ausgeschlossen, dass die angeblichen ES-Betroffenen keiner anderen negativen Einflussnahme auf ihre Gesundheit ausgesetzt sind oder waren?

Die Geschädigten sehen sich daher gezwungen, entsprechend zu handeln, um weitere Schäden von Leib und Leben abzuwenden.

Wie sieht das Handeln der Geschädigten aus?

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--
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Tags:
Selbstdarstellung, Elektrosensible, Fallschilderung, Strahlenflüchter, Oberammergau, Brief, Mobilfunkgeschädigte, Vorzeige-EHS, Sohmer, Fallgeschichten, Funk, Bühne

Der Brief wirft Fragen auf

Fee, Freitag, 26.01.2007, 11:56 (vor 4439 Tagen) @ KlaKla

Der offene Brief von Herrn W. Funk wirft bei mir viele Fragen auf.

Weshalb stellen Sie Ihre Fragen nicht an Herrn Funk und/oder Frau Sohmer, statt in diesem Forum?

seit nunmehr beinahe 100 Tagen hat sich die Mobilfunkbelastungssituation in Oberammergau und Umgebung so dramatisch zugespitzt, dass Betroffene wegen schwerer Gesundheitsschäden ihre Häuser zumindest über Nacht verlassen müssen, um andernorts (z. B. im Wald) beschwerdefreien Schlaf finden zu können. Ist diese Situation behördlicherseits als Dauerzustand vorgesehen? Oder warum schreiten Sie nicht ein?

Das kann doch nicht sein, in Oberammergau ist Herr W. Funk seit 2004 (PDF, Seite 5) aktiv tätig zum Thema Gesundheitbelastung durch Elektrosmog. Die vorzeige Betroffene Frau Sohmer, ist nicht seit 100 Tagen krank.

Frau Sohmer war schon vorher elektrosensibel, man kann jedoch elektrosensibel sein und wennn man sich an einem "guten" elektrosmogarmen Ort aufhält, absolut beschwerdefrei sein. Die 100 Tage beziehen sich nicht auf die schon vorbestehende Elektrosensibilität, sondern auf Ausbruch von gesundheitlichen Beschwerden oder Verschlimmerung von solchen.

Und das vorzeige Ehepaar welches im Schuppen nächtigt, glaub ich nicht, das die erst seit 100 Tagen Probleme haben. So stellt sich mir die Fragen, Was hat sich in Oberammergau dramatisches Ereignet in den letzten 100 Tagen?

Umrüstung auf GPRS/EDGE? Es müsste nicht nur auf Erhöhung von Feldstärke hin geachtet werden, sondern auch Abklärungen auf Veränderung der Modulation.

Wie viele Bürger flüchten?

Jeder, der wegen Elektrosmog flüchten muss, ist einer zuviel. Auch Minderheiten haben ein Recht auf Schutz.

Wie viele ES-Betroffene gab es vor 100 Tagen in Oberammergau und wie viele sind dazu gekommen?
Wie viele Ärzte, aus Oberammergau stehen Herrn W. Funk zur Seite?
Herr W. Funk geht davon aus, dass die Mobilfunktechnik krank macht ok, aber wie kann er das beweisen?
Sind die Betroffenen auf ES getestet worden?

Leider lässt sich Elektrosensibilität bis jetzt weder beweisen noch gibt es eine entsprechende Testung. Und es sieht nicht so aus, dass die Scientic Communitiy an einer entsprechenden Forschung gross interessiert ist.

Wurde ausgeschlossen, dass die angeblichen ES-Betroffenen keiner anderen negativen Einflussnahme auf ihre Gesundheit ausgesetzt sind oder waren?

Bekanntes Befürworterargument für keinen Handlungsbedarf, irgendeine andere Ursache findet sich immer.

Die Geschädigten sehen sich daher gezwungen, entsprechend zu handeln, um weitere Schäden von Leib und Leben abzuwenden.

Wie sieht das Handeln der Geschädigten aus?

Wie hätten Sie's denn gerne, Flucht im Wohmobil in den Wald, Antennen schädigen wie im Saarland, Selbstmord aus Verzweiflung wegen der Ausweglosigkeit, wenn es einmal kein unverseuchten Ort mehr gibt...

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Der Brief wirft Fragen auf

Doris @, Freitag, 26.01.2007, 13:55 (vor 4439 Tagen) @ Fee

Weshalb stellen Sie Ihre Fragen nicht an Herrn Funk und/oder Frau Sohmer, statt in diesem Forum?

Das wäre tatsächlich interessant und einen Versuch wert. Allerdings wie im eingestellten Fall "Semmelweiss" zu sehen ist offensichtlich bis heute keine Stellungnahme von "Dr. Ahus" eingegangen, sonst wäre diese sicherlich eingestellt worden. Das spricht m.E. eigentlich nicht für ein verantwortungsvolles und vor allen Dingen glaubwürdiges Handeln der Akteure.

Wie viele Ärzte, aus Oberammergau stehen Herrn W. Funk zur Seite?

Diese Frage z.B. wäre ebenfalls interessant, zumal die Oberammergauer ja durch Presse und Rundfunk auf sich aufmerksam gemacht haben. Deshalb wäre es umso interessanter zu erfahren, wie sehen es die Ärzte dort.

Und es sieht nicht so aus, dass die Scientic Communitiy an einer entsprechenden Forschung gross interessiert ist.

Den Eindruck habe ich auch immer wieder. Bei der von mir vor kurzem geschilderten größeren Veranstaltung war u.a. ein ARzt vom Gesundheitsamt dabei, der offensichtlich schon bei einer früheren Veranstaltung stark angegriffen wurde, er würde die Meinung der Mobilfunkindustrie vertreten. Deshalb waren seine langen einleitenden Worte dahingehend, dass er das aussagt und vertritt, was seine ureigene Meinung sei. So meinte er u.A. wenn er nur ein einziges Kind erleben würde, das tatsächlich krank durch Mobilfunk sei, würde er seine Meinung ändern. Er hätte noch nie eines gesehen. Auf den Vorwurf von Dr. Schorpp, dass das Gesundheitsamt nie gekommen sei um vor Ort die Geschehnisse zu beurteilen, argumentierte er allerdings dahingehend, dass das Gesundheitsamt nie vor Ort gehen würde um Krankheitsgeschichten zu beurteilen, das sei nicht dessen Aufgabe. Wo sollen ihm dann evtl. durch Mobilfunk erkrankte Kinder begegnen, wenn nicht die Situation vor ORt untersucht wird :-(

Bekanntes Befürworterargument für keinen Handlungsbedarf, irgendeine andere Ursache findet sich immer.

Der Vorwurf gilt aber doch sicher nicht KlaKla? Wie er zu den typischen Befürworterargumenten eingestellt ist, hat er doch mehr als deutlich in den letzten Diskussionen deutlich gemacht.
Allerdings denke ich schon, dass nach anderen Ursachen gefragt werden muss. Was mich stört, ist, dass es - auch hier in Diskussionen immer zu beobachten - immer andere Ursachen sein müssen und dass die Mobilfunktechnologie es auf keinen Fall sein kann oder auch darf. Allerdings müssen alle möglichen Ursachen untersucht werden, und dazu gehört eben auch die Mobilfunktechnologie. Allerdings schließen manche ES andere Ursachen genauso rigoros aus, wie die Befürworter dies umgekehrt tun.
Auch wir haben einen sog. "Vorzeigelektrosensiblen" in unserer BI, der uns ganz ehrlich das Leben sehr schwer macht. Ich bestreite nicht, dass dieser Mann krank ist und vielleicht sogar tatsächlich elektrosensibel. Allerdings nimmt er sich die komplette Glaubwürdigkeit, denn seine Erkrankung kommt nur von den Sendern und sonst von nichts anderem. Und er fühlt sich gesundheitlich eingeschränkt durch Mobilfunksender, die 20 km entfernt sind und selbst von denen, die erst bewilligt und noch nicht mal errichtet sind.:-( Dieser Mann reist in ganz Deutschland herum von einer Veranstaltung zur anderen und hat auf jeden Fall das uneingeschränkte Mitleid aller anderer Elektrosensiblen.
Selbstverständlich fühlt er und seine Nachbarn sich durch GPRS/EDGE nun noch mehr beeinträchtigt, obwohl wir noch gar nicht wissen, ob dies hier bei uns schon installiert ist. Wir aus dem Vorstand haben ihm angeboten, er und mindestens 5 seiner Nachbarn, die sich beeinträchtigt fühlen, sollen ein Datenblatt (wie es Frau Dr. Waldmann-Selsam benutzt) ausfüllen und damit würden wir dann bei der STadt antreten um nachzufragen, was hier nun installiert sei. Das war Ende November. Im Januar erklärte er uns, dass er momentan soviele Termine hätte, dass er dafür keine Zeit hätte. Er hat einen weiteren Termin bekommen, den er 100 % auch nicht einhalten wird.
Und solche Leute gibt es leider mehr als genug. Verstehen Sie nicht, Fee, dass man da sauer wird auf genau diese LEute, die einem eigentlich mehr kaputt machen als sie der Sache nützen. Allerdings gibt es auch durchaus glaubwürdige Schilderungen, die uns in unserer ARbeit bestätigen.

Wie sieht das Handeln der Geschädigten aus?

Wie hätten Sie's denn gerne, Flucht im Wohmobil in den Wald, Antennen schädigen wie im Saarland, Selbstmord aus Verzweiflung wegen der Ausweglosigkeit, wenn es einmal kein unverseuchten Ort mehr gibt...

Wie sieht denn das Handeln nun tatsächlich aus? Wie es bei "unserem" ES aussieht, habe ich geschildert. Sind Sie nicht der Meinung, dass die Leute wirklich belastbare Argumente liefern müssen, eben weil sie (noch) in der Minderheit sind. Der Grat zwischen realistischer Erkrankung und Wahn ist hier so schmal und nichts schadet der Mobilfunkkritik mehr als Spinner und Wahnsinn.

Tags:
Verantwortungslos, Selbstmord

Der Brief wirft Fragen auf

charles ⌂ @, Freitag, 26.01.2007, 15:07 (vor 4439 Tagen) @ Doris

Hallo Doris,

Sie solten sich meine zwei Postings vom 28-12-2006, *Meine Sichtweise* noch mal genau durchlesen.

Sendemasten sind im Prinzip nicht krankmachend, wenn sie unterhalb von 10.000-20.000 uW/m² bleiben (für *gesunde* Menschen).

Menschen mit ein geschädigtes Immunsystem daentgegen können ab 200-2.000 uW/m² elektrosensibel werden.
Da wirkt der Elektrosmog als ein Beschleuniger und Katalysator für sämtliche Krankheitskeimen.

Und Elektrosensible können schon bei < 1 uW/m² Reaktionen zeigen.

Ich unterscheide hier drei Kategorien von Menschen.

Und die erste Kategorie kann (und will) nicht verstehen weshalb die dritte Kategorie schon beim winzigsten Elektrosmog harte Reaktionen bekommt.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Der Brief wirft Fragen auf

Doris @, Freitag, 26.01.2007, 17:50 (vor 4439 Tagen) @ charles

Hallo Charles,

Sie solten sich meine zwei Postings vom 28-12-2006, *Meine Sichtweise* noch mal genau durchlesen.

Sendemasten sind im Prinzip nicht krankmachend, wenn sie unterhalb von 10.000-20.000 uW/m² bleiben (für *gesunde* Menschen).

Menschen mit ein geschädigtes Immunsystem daentgegen können ab 200-2.000 uW/m² elektrosensibel werden. Da wirkt der Elektrosmog als ein Beschleuniger und Katalysator für sämtliche Krankheitskeimen.

Und Elektrosensible können schon bei < 1 uW/m² Reaktionen zeigen.

Ich kenne Ihre beiden Postings. Aber ich bin der Meinung, dass ein Mensch, der krank ist, alles unternimmt, dass seine Leiden gelindert werden. Und in diesem Fall kennt der von mir geschilderte Mann ja angeblich sogar der Auslöser seiner Erkrankung. Seit Jahren erzählt er auch, dass er nun unbedingt aus seinem Haus ausziehen wird und in ein weniger belastetes Gebiet ziehen wird. Er hat es nie getan und wird es nie tun. Ganz so sensibel, dass er bereits auf < 1 µW/m² reagiert, kann er m.E. deshalb nicht sein, weil er angeblich bei einem Aufenthalt in einem Hotel in größeren Städten deutlich besser schlafen kann als zuhause, da die Sender dort nicht so stark strahlen wie auf dem Land. Dies ist mir zwar so bekannt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in Städten allzu häufig eine Belastung in diesem niedrigen Bereich vorhanden ist.

Dieses ewige Herumreiten auf den Provokationstest für ES, sowohl von der Befürworterseite als auch von manchen Kritikern selber, das sehe ich allerdings anders. Da es, wie ich immer wieder lese und auch den Schilderungen entnehme, überhaupt keine einheitliche und allgemein gültige Reaktion gibt, halte ich so einen TEst nicht für sehr hilfreich. So höre ich immer wieder, dass manche ES zeitverzögert reagieren. Dies war auch der Fall bei der mir bekannten Person, die für mich persönlich am glaubwürdigsten ist. So hat sich diese Person auch für Tests zur Verfügung gestellt. Bei einem Test wurde sie 3 x 20 Minuten mit einem Handy befeldet, dazwischen lagen größere Pausen. Die massiven Beschwerden traten erst zwei Stunden später auf und zwar mit so einer Wucht, mit der sie nie gerechnet hat. Sie hat sich für den Test zur Verfügung gestellt, weil sie sich nicht für so empfindlich hielt. Die Beschwerden haben auch 1 - 2 Tage angehalten. Und obwohl sie eine sehr robuste Frau ist, die nichts fürchtet, wäre sie nach dem ERlebten nicht mehr bereit, sich sowas auszusetzen. Von daher verstehe ich die Abneigung der ES gegen solche Befeldungen.

Der Brief wirft Fragen auf

Fee, Freitag, 26.01.2007, 18:14 (vor 4439 Tagen) @ Doris

Ich kenne Ihre beiden Postings. Aber ich bin der Meinung, dass ein Mensch, der krank ist, alles unternimmt, dass seine Leiden gelindert werden. Und in diesem Fall kennt der von mir geschilderte Mann ja angeblich sogar der Auslöser seiner Erkrankung. Seit Jahren erzählt er auch, dass er nun unbedingt aus seinem Haus ausziehen wird und in ein weniger belastetes Gebiet ziehen wird. Er hat es nie getan und wird es nie tun.

Ich kenne einige ES, die bereits mehrmals umgezogen sind und erneut umziehen mussten, weil wieder eine Antenne aufgestellt werden sollte. Womöglich wohnt er noch in einem eigenen Haus. Man verliert seinen liebgewonnen Ort, sein vertrautes Umfeld, die bekannten Personen und zieht in eine ungewisse Zukunft. Ich selber möchte nichts mehr als in meinem Haus bis an mein Lebensende ohne Beschweden durch Elektrosmog wohnen zu können. Dass einem so etwas angetan werden kann, dass man keinen Tag weiss, ob morgen eine Antenne aufgestellt wird und man flüchten muss. Dass man nicht weiss, ob und wo man morgen überhaupt noch wohnen kann.

Ganz so sensibel, dass er bereits auf < 1 µW/m² reagiert, kann er m.E. deshalb nicht sein, weil er angeblich bei einem Aufenthalt in einem Hotel in größeren Städten deutlich besser schlafen kann als zuhause, da die Sender dort nicht so stark strahlen wie auf dem Land. Dies ist mir zwar so bekannt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in Städten allzu häufig eine Belastung in diesem niedrigen Bereich vorhanden ist.

Hierzu würden nur Vergleichsmessungen helfen. Ich war auch schon in vom Elektrosmog her erstaunlich guten Stadtwohnungen.

andere Gründe

Raylauncher @, Freitag, 26.01.2007, 18:52 (vor 4439 Tagen) @ Fee

Ich kenne einige ES, die bereits mehrmals umgezogen sind und erneut umziehen mussten, weil wieder eine Antenne aufgestellt werden sollte.

Es sind auch gänzlich andere Motivationen bzw. Gründe denkbar, weshalb jemand umzieht / umziehen muss. Einige dieser Gründe / Zwänge würde man seinen Bekannten nicht unbedingt nahe bringen wollen. Da kommt dann eine vorgebliche ES gerade recht, um das Ereignis plausibel zu machen.

Raylauncher

andere Gründe

Doris @, Freitag, 26.01.2007, 22:02 (vor 4439 Tagen) @ Raylauncher

Es sind auch gänzlich andere Motivationen bzw. Gründe denkbar, weshalb jemand umzieht / umziehen muss. Einige dieser Gründe / Zwänge würde man seinen Bekannten nicht unbedingt nahe bringen wollen. Da kommt dann eine vorgebliche ES gerade recht, um das Ereignis plausibel zu machen.

Raylauncher

Obwohl ich gegenüber manchen Menschen, die behaupten elektrosensibel zu sein, selbst als Kritiker sehr kritisch bin, sind es genau solche Äußerungen von Ihnen, die mich in meiner kritischen Haltung insofern bestärken, dass solche Leute wie Sie hier tatsächlich in die Ecke gehören, in die Sie KlaKla mit seinem Beitrag "Für alle Mitleser des Forums" stellt.
Es könnte allerdings auch ein Hobby aus einer gewissen Langeweile heraus sein, einfach abends mit dem Gefühl einzuschlafen, heute habe ich mal wieder ein paar Kritiker geärgert.
Die Pauschalurteile von Ihnen und Ihresgleichen bestärken mich in meiner Haltung tatsächlich immer mehr. Ich weiß ja nicht, wie Sie wohnen, aber Umziehen ist immer mit finanziellem und arbeitsmäßigem Zeitaufwand verbunden und wahrscheinlich macht das niemand wirklich aus Spaß an der Freude und wenn jemand dafür noch sein Haus verkaufen muss, ist das sowieso mit finanziellen EInbußen verbunden.
Der Mann von dem ich schrieb, hat zwar was Eigenes, aber das wäre bei ihm nicht das Problem, auch nicht das finanzielle, das könnte er sich auf jeden Fall leisten. Das ist das, was ihn persönlich sehr unglaubwürdig macht, zumal er diese Überlegung ja schon seit Jahren ständig verbreitet. Aber ich kenne diesen Mann und kann ihn deshalb beurteilen.
Aber wieso treten hier immer wieder Leute auf, die stereotyp solche Pauschalurteile bzw. Einwände verbreiten, sobald Schilderungen über persönlich bekannte Fälle hier eingestellt werden. Ich lese seit fast einem Jahr wirklich jeden Beitrag, der sowohl hier als auch im Nachbarforum eingestellt wird. Das kostet mich sehr viel Zeit, die ich eigentlich nicht habe. ABer die von der Gegenseite müssen sich diese Zeit auch nehmen, denn es kann doch kein Zufall sein, dass immer einer aus der Kiste springt, wenn es um rigoroses Verneinen eines Zusammenhanges zwischen Mobilfunk und Erkrankung geht (auch wenn Sie in Ihrem Beitrag schreiben "es kann auch...." D.h. es muss alles gelesen werden und gerade Sie Raylauncher, sind z.B. im Elektrosmognews Forum auch sehr stark vertreten.

Doris

andere Gründe

Karl, Freitag, 26.01.2007, 22:36 (vor 4439 Tagen) @ Doris

Obwohl ich gegenüber manchen Menschen, die behaupten elektrosensibel zu sein, selbst als Kritiker sehr kritisch bin, sind es genau solche Äußerungen von Ihnen, die mich in meiner kritischen Haltung insofern bestärken, dass solche Leute wie Sie hier tatsächlich in die Ecke gehören, in die Sie KlaKla mit seinem Beitrag "Für alle Mitleser des Forums" stellt.


auch hier ist Raylauncher stark vertreten
Verbraucherinitiative e.V.

könnte für ein System sprechen

andere Gründe

Doris @, Samstag, 27.01.2007, 00:22 (vor 4439 Tagen) @ Karl

auch hier ist Raylauncher stark vertreten
Verbraucherinitiative e.V.

könnte für ein System sprechen

Diese Seite habe ich in meinem letzten Satz auch gemeint. Ich lese da nicht so regelmäßig, habe aber gerade gesehen, dass in den letzten Tagen/Wochen doch noch mehr antwortende Personen (einschlägig bekannte Personen von beiden Seiten) dazugekommen sind. Bis vor kurzem hatte man tatsächlich noch den Eindruck, dass Raylauncher neben dem kritischen Moritz von Würselen der alleinige "Ansprechpartner" der Fragenden im dortigen Forum ist.
Ganz besonders aufgefallen ist mir übrigens der ARtikel vom 10.12.2006 über geplante DECT-Telefone in einem Krankenhaus. Sowohl von Raylauncher als auch von Frau Schall wird beides Mal das BfS zitiert, allerdings haben die beiden Beiträge doch recht unterschiedliche Aussagen zu dem Thema.

andere Gründe

KlaKla, Samstag, 27.01.2007, 10:23 (vor 4438 Tagen) @ Doris

auch hier ist Raylauncher stark vertreten

Verbraucherinitiative e.V.

Ganz besonders aufgefallen ist mir übrigens der ARtikel vom 10.12.2006 über geplante DECT-Telefone in einem Krankenhaus. Sowohl von Raylauncher als auch von Frau Schall wird beides Mal das BfS zitiert, allerdings haben die beiden Beiträge doch recht unterschiedliche Aussagen zu dem Thema.

Interessant finde ich, von wem diese Webseite Verbraucher Initiative gefördert wird. Aus Mitteln des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Strahlenschutz. Ist im Impressum nachzulesen.

--
Meine Meinungsäußerung

fristlose Kündigung

Raylauncher @, Samstag, 27.01.2007, 18:59 (vor 4438 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Raylauncher, Samstag, 27.01.2007, 19:17

Die Pauschalurteile von Ihnen und Ihresgleichen bestärken mich in meiner Haltung tatsächlich immer mehr. Ich weiß ja nicht, wie Sie wohnen, aber Umziehen ist immer mit finanziellem und arbeitsmäßigem Zeitaufwand verbunden und wahrscheinlich macht das niemand wirklich aus Spaß an der Freude und wenn jemand dafür noch sein Haus verkaufen muss, ist das sowieso mit finanziellen Einbußen verbunden.

Unter einem Pauschalurteil verstehe ich jedenfalls etwas anderes. Sie werden doch nicht bestreiten wollen, dass es unterschiedliche Gründe für einen Umzug gibt, sei er freiwillig oder aufgezwungen. Was würden denn Sie zu Ihren Bekannten als Begründung für einen aufgezwungenen Umzug angeben, wenn Ihnen beispielsweise wegen Mietrückständen fristlos gekündigt worden wäre? Ist da meine These so abwegig?

Aber die von der Gegenseite müssen sich diese Zeit auch nehmen, denn es kann doch kein Zufall sein, dass immer einer aus der Kiste springt, wenn es um rigoroses Verneinen eines Zusammenhanges zwischen Mobilfunk und Erkrankung geht (auch wenn Sie in Ihrem Beitrag schreiben "es kann auch...." D.h. es muss alles gelesen werden und gerade Sie Raylauncher, sind z.B. im Elektrosmognews Forum auch sehr stark vertreten.

Doris, Ihre Beiträge gehören zu den wenigen, die ich in der Regel noch gerne lese, da Sie sich bislang weitgehend positiv von der Masse abgehoben haben. Allerdings sollten auch Sie meine Formulierungen aufmerksam lesen: Sie werden in keinem meiner Beiträge ein rigoroses Verneinen eines Zusammenhanges zwischen Mobilfunk und Erkrankung finden. Allerdings werde ich jemandem, der mich - wo auch immer - um meine Expertise bittet, ihm diese nach bestem Wissen und Gewissen erteilen. Weiterhin muss jemand, der anderer Meinung als der wissenschaftlichen Mehrheitsmeinung ist und einen derartigen Zusammenhang behauptet, "verdammt gute" Beweise vorlegen, um die sog. Bayessche Schwelle zu überwinden.

http://bayes_theorem.know-library.net/

Raylauncher

fristlose Kündigung

caro, Sonntag, 28.01.2007, 10:45 (vor 4437 Tagen) @ Raylauncher

Was würden denn Sie

zu Ihren Bekannten als Begründung für einen aufgezwungenen Umzug angeben, wenn Ihnen beispielsweise wegen Mietrückständen fristlos gekündigt worden wäre? Ist da meine These so abwegig?

Super These! Sie machen AnKa so langsam Konkurrenz im Ablenken und "Wegdiskutieren". Mir sind drei Menschen / Familien persönlich bekannt, die wegen Problemen mit Mobilfunkanlagen ihre Eigentumswohnungen verkaufen und umziehen. Für alle drei sehr bitter, emotional und finanziell. Der Verlust beträgt in den drei Fällen unterm Strich jeweils zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Ja, das macht man doch gerne mal so aus Spaß.....

Kein Zwang

AnKa, Sonntag, 28.01.2007, 11:07 (vor 4437 Tagen) @ caro

Super These! Sie machen AnKa so langsam Konkurrenz im Ablenken und "Wegdiskutieren". Mir sind drei Menschen / Familien persönlich bekannt, die wegen Problemen mit Mobilfunkanlagen ihre Eigentumswohnungen verkaufen und umziehen. Für alle drei sehr bitter, emotional und finanziell. Der Verlust beträgt in den drei Fällen unterm Strich jeweils zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Ja, das macht man doch gerne mal so aus Spaß.....

Die Entscheidung ist subjektiv begründet, es besteht kein Zwang.

von Zwang und Leidensdruck

caro, Sonntag, 28.01.2007, 11:43 (vor 4437 Tagen) @ AnKa

Die Entscheidung ist subjektiv begründet, es besteht kein Zwang.

Sie lenken schon wieder ab. Raylauncher hatte angezweifelt, dass Probleme mit Mobilfunkanlagen tatsächlich Grund für einen Umzug sein können und über andere Gründe spekuliert.
Wenn dieses Ablenkungsmanöver nicht greift, dann ist es eben eine "subjektive Entscheidung ohne Zwang (von außen)". Sie denken offenbar in autoritären Strukturen.
Die von mir genannten Beispiele sind Entscheidungen aus einem großen Leidensdruck heraus. Immerhin setzt man nicht einfach so 50.000 - 100.000 Euro in den Sand.

Leidensdruck

AnKa, Sonntag, 28.01.2007, 16:03 (vor 4437 Tagen) @ caro

Sie lenken schon wieder ab. Raylauncher hatte angezweifelt, dass Probleme mit Mobilfunkanlagen tatsächlich Grund für einen Umzug sein können und über andere Gründe spekuliert. Wenn dieses Ablenkungsmanöver nicht greift, dann ist es eben eine "subjektive Entscheidung ohne Zwang (von außen)".

(seufz)

Das eine muss dem Anderen nicht widersprechen. Es gibt zum Beispiel Leute, die halten den Kinderlärm des nahen Spielplatzes nicht aus und ziehen weg. Ich würde in so einem Fall, einerseits, den tatsächlichen Grund für einen Umzug in einer allgemein lebensunfrohen Einstellung dieser Personen sehen, und weniger im Kinderlärm. Und ich würde, andererseits, rundheraus konstatieren, daß der Wegzug eine subjektive Entscheidung ohne äußeren Zwang darstellt.

Sie denken offenbar in autoritären Strukturen.

(abermals seufz)

Wenn Sie meinen. Aber, wo nur?

Die von mir genannten Beispiele sind Entscheidungen aus einem großen Leidensdruck heraus. Immerhin setzt man nicht einfach so 50.000 - 100.000 Euro in den Sand.

"Leidensdruck". Wieder so eine allkompatible Vokabel.

Manche Leute treffen, aus einem individuell empfundenen "Leidensdruck" heraus, mitunter noch sehr viel teurere Entscheidungen als nur eine über 50.000 Euro. Und auch wenn die Betroffenen es nicht wahr haben wollen: dafür ist nicht immer ihre Umgebung verantwortlich. Nicht selten sind (Beispiel) Probleme in der Ehe selbst ursächlich. Es gibt zum Beispiel das Phänomen von den Ehepaaren, die der Auseinandersetzung über die schwelende Krise ihrer Ehe durch Aktivismus ausweichen, zum Beispiel ein neues Haus bauen usw. Die also extragroße Projekte starten und sich neue Schulden auf den Hals laden, wo eigentlich das Bemühen um Klarheit angesagt wäre.

Tags:
Leidensdruck

Mangels Fakten, Brief nicht bedeutsam

KlaKla, Sonntag, 28.01.2007, 12:32 (vor 4437 Tagen) @ Raylauncher

Es sind auch gänzlich andere Motivationen bzw. Gründe denkbar, weshalb jemand umzieht / umziehen muss. Einige dieser Gründe / Zwänge würde man seinen Bekannten nicht unbedingt nahe bringen wollen. Da kommt dann eine vorgebliche ES gerade recht, um das Ereignis plausibel zu machen.

Raylauncher

Es gibt viele Gründe warum die Leute umziehen. Aber hier geht es nur darum, dass die Leute sagen, sie ziehen um weil sie krank durch die Mobilfunkstrahlung wurden. Also sie lenken nur ab.

Zurück zum Brief, der Fragen aufwirft.

Noch konnte keiner sagen, wie viele Leute ihre Wohnung in Oberammergau verlassen haben. Herr Funk stellt eine Behauptung auf und liefert keine Fakten.
Wenn Herr Funk keine Fakten liefert, ist die Glaubwürdigkeit seiner Geschichte nicht besonders hoch. Und auch der offene Brief, hat m.M.n. keine besondere Wirkung, weil Fakten fehlen. Besser wäre es, für Herrn W. Funk gewesen den Brief nicht öffentlich zu verfassen oder aber zumindest, jetzt hier zu den daraus folgernden Fragen Stellung zu nehmen.


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Meine Meinungsäußerung

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Funk, Rampensau

Der Brief wirft Fragen auf

charles ⌂ @, Freitag, 26.01.2007, 18:20 (vor 4439 Tagen) @ Doris

Und Elektrosensible können schon bei < 1 uW/m² Reaktionen zeigen.


Hallo Doris,

genau so ist es.
Die meiste Tests werden von Leuten durchgeführt, die von ES keine Ahnung haben und als Ausgangspunkt tätigen dass ES nicht existiert.
Und die verstehen auch nicht, das Elektrosmog eine grosse Familie ist, viel grösser als nur der Mobilfunk.

Magnetische Gleichfelder können den Eimer auch vollaufen lassen.
Ein bischen Mobilfunk dazu, und der Eimer platzt.

Elektrosensible können gleich grosse Beschwerden von einem Sendemast, als von einem DECT, oder von Leuchtstoffröhren-Lampen im Supermarkt bekommen.
Und dies alle direkt oder zeitverzögert. Oder gemischt.
Z.B. direkt von ein DECT aber zeitverzögert von einem Sendemast.

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Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Der Brief wirft Fragen auf

Fee, Freitag, 26.01.2007, 16:17 (vor 4439 Tagen) @ Doris

Wie sieht denn das Handeln nun tatsächlich aus? Wie es bei "unserem" ES aussieht, habe ich geschildert. Sind Sie nicht der Meinung, dass die Leute wirklich belastbare Argumente liefern müssen, eben weil sie (noch) in der Minderheit sind. Der Grat zwischen realistischer Erkrankung und Wahn ist hier so schmal und nichts schadet der Mobilfunkkritik mehr als Spinner und Wahnsinn.

So wie in der Normalbevölkerung kann es innerhalb der statistischen Wahrscheinlichkeit auch bei den Elektrosensiblen einen Anteil von Spinnern, mühsamen und komplizierten Leuten geben. Leider ist es so, dass die ES nicht automatisch zu vollkommenen Menschen werden nur weil sie ES sind.Von einem Arzt habe ich den Ausspruch gehört, Elektrosensibilität sei nicht psychosomatisch, könne sich jedoch somatopsychisch auswirken, bzw. gesundheitliche Beschwerden können sich auch auf die Psyche auswirken. Vollkommenheit wird bei andern Krankheiten wie Allergien zur Bestätigung der Glaubwürdigkeit auch nicht erwartet. Belastbare Argumente kann ich leider auch nicht liefern, da ich selber die biologischen Zusammenhänge zuwenig kenne, ich kann gewisse Beobachtungen geben, die evt. in Zusammenhang mit einer wissenschaftlichen Untersuchung bezüglich Erkenntnis weiterführen könnten. ES sollten faire Untersuchungsbedingungen ihrer Situation erhalten. Uebrigens habe ich den Eindruck, dass die Mobilfunkindustrie den gewünschten Eindruck von Wahn, Einbildung ua. im Zusammenhang mit Elektrosensiblen sorgfältig seit Jahren aufgebaut hat.

Der Brief wirft Fragen auf

KlaKla, Freitag, 26.01.2007, 15:33 (vor 4439 Tagen) @ Fee

Der offene Brief von Herrn W. Funk wirft bei mir viele Fragen auf.

Weshalb stellen Sie Ihre Fragen nicht an Herrn Funk und/oder Frau Sohmer, statt in diesem Forum?

Sie vergessen, dass es sich hier um einen offenen Brief handelt. Somit bin ich der Meinung, das ich hier auch offen Fragen stellen darf. Wer es wage, so einen Brief öffentlich im Internet zu verbreiten, der sollte auch so viel Mum aufbringen und die Fragen die durch seinen Brief entstehen öffentlich zu beantworten. Das wäre ein Schritt in Richtung offeneren Austausch. Andernfall naja, ...

Wie viele Bürger flüchten?

Jeder, der wegen Elektrosmog flüchten muss, ist einer zu viel. Auch Minderheiten haben ein Recht auf Schutz.

Das Problem ist die mangelnde Glaubwürdigkeit an manchen Geschichten.
Beim Thema Mobilfunk wird zu oft von Seiten der Mobilfunkgegner zu dick aufgetragen. Die Mobilfunkbefürworter können uns in vielen Fallen mit Leichtigkeit aus dem Sattel heben. All zu oft fehlt die Substanz. Und das Erklärt mir, warum manche Behörden so agieren, wie sie eben agieren. Eine Behörde darf nicht sagen, sie spinne doch, aufgrund dieser Sachlage können und dürfen wir nicht in ihrem Interesse handle. Die müssen sich anders ausdrücken. Wir nehmen die Sorgen der Bürger ernst bla, bla, bla.

Wie hätten Sie's denn gerne, ...

Gehen Sie der Ursache ES nach, anhand von Ausschlussverfahrens, anschließend durch Provokationtest. Ohne Provokationstests läuft da gar nichts.

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Meine Meinungsäußerung

Der Brief wirft Fragen auf

Fee, Freitag, 26.01.2007, 16:47 (vor 4439 Tagen) @ KlaKla

Der offene Brief von Herrn W. Funk wirft bei mir viele Fragen auf.

Weshalb stellen Sie Ihre Fragen nicht an Herrn Funk und/oder Frau Sohmer, statt in diesem Forum?

Sie vergessen, dass es sich hier um einen offenen Brief handelt. Somit bin ich der Meinung, das ich hier auch offen Fragen stellen darf. Wer es wage, so einen Brief öffentlich im Internet zu verbreiten, der sollte auch so viel Mum aufbringen und die Fragen die durch seinen Brief entstehen öffentlich zu beantworten. Das wäre ein Schritt in Richtung offeneren Austausch. Andernfall naja, ...

Haben Sie Herrn Funk oder Frau Sohmer in Kenntnis gesetzt über Ihre Fragen in diesem Forum? Vermutlich wissen sie gar nichts davon. Ausserdem wollen Herr Funk und Frau Sohmer vermutlich nicht Austausch wie auch immer, sondern Abhilfe für ihre Situation. Z.B. Dr. Ahus und Frau Semmelweis haben nichts öffentlich im Internet verbreitet und sind dennoch in diesem Forum durchgenommen worden. Ich halte nicht viel davon, alles und jedes im Interet öffentlich zu machen.

Wie viele Bürger flüchten?

Jeder, der wegen Elektrosmog flüchten muss, ist einer zu viel. Auch Minderheiten haben ein Recht auf Schutz.

Das Problem ist die mangelnde Glaubwürdigkeit an manchen Geschichten. Beim Thema Mobilfunk wird zu oft von Seiten der Mobilfunkgegner zu dick aufgetragen. Die Mobilfunkbefürworter können uns in vielen Fallen mit Leichtigkeit aus dem Sattel heben. All zu oft fehlt die Substanz. Und das Erklärt mir, warum manche Behörden so agieren, wie sie eben agieren. Eine Behörde darf nicht sagen, sie spinne doch, aufgrund dieser Sachlage können und dürfen wir nicht in ihrem Interesse handle. Die müssen sich anders ausdrücken. Wir nehmen die Sorgen der Bürger ernst bla, bla, bla.

Ich glaube nicht, dass das an der Glaubwürdigkeit der Elektrosmog-Betroffenen liegt. Solange die Regierung, die uns vor Elektrosmog schützen sollte, gleichzeitig Lizenzen (UMTS, WiMAX) verkauft, wird sich hier wenig ändern.

Wie hätten Sie's denn gerne, ...

Gehen Sie der Ursache ES nach, anhand von Ausschlussverfahrens, anschließend durch Provokationtest. Ohne Provokationstests läuft da gar nichts.

Dazu könnte Wuff etwas schreiben. Wir haben kein Organ zum Strahlenfühlen. Wenn man ES einige Minuten in mehreren Umgängen befeldet, haben sie vielleicht am Schluss Beschwerden, was sie kaum sagen können, ist wann Feld ein Feld aus. Wer ES mit Lichtschaltern vergleicht, sucht Eisbären in der Sahara. Einzelne Personen können wenn gar keine andern Einflüsse da sind als dieses bekannte Feld z.B. DECT, worauf sie negativ reagieren, nach längerer Zeit angeben, dass ein Feld da ist, müsste dann sofort abgebrochen werden, da ein Merken eines Feldes immer ein gesundheitlicher Kollaps ist mit möglicherweise bleibender Verschlechterung der gesundheitlichen Situation der Elektrosensiblen, ich habe mit einiger Mühe und entsprechenden Behandlungen meine ES ein wenig reduzieren können, und nach einer längeren Pause einen zweiten Versuch starten. Dann gibt es viele andere ES, denen es einfach mit der Zeit immer schlechter geht bei Befeldung und ganz langsam wieder besser, wenn sie da raus sind. Was es benötigen würde, wären biologische Untersuchungen der ES wenn es ihnen schlecht geht innerhalb ihrer gewohnten Befeldung und sie dann für längere Zeit an einen unbelasteten Ort verfrachten und wenn sie sich dort gut fühlen nach einiger Zeit die selben Parameter checken z.B. Nervensystem, Hormone, Stoffwechsel, Neurotransmiter, freie Radikale. Da würde ich mich übrigens auch zur Verfügung stellen, z.B. Blut usw. abzapfen lassen.

Der Brief wirft Fragen auf... die Antwort auch

I love HSDPA, Donnerstag, 10.04.2008, 12:56 (vor 3999 Tagen) @ Fee

...Selbstmord aus Verzweiflung wegen der
Ausweglosigkeit, wenn es einmal kein unverseuchten Ort mehr gibt...

Unser Leben baut auf verschiedene Säulen auf: Ehe, Partnerschaft, Kinder, soziale Kontakte, Arbeit, Einkommenssituation, Umwelteinflüsse.

Psychologisch betrachtet erfolgt ein "Selbstmord aus Verzweiflung wegen
Ausweglosigkeit..." erst dann, wenn alle anderen Lebenssäulen ebenfalls weggebrochen sind bzw. nicht mehr dem Selbstbild entsprechen. Daher ergibt sich aus psychologischer Sicht keine erhöhte Selbstmordrate allein durch Handystrahlung, wie es hier gerne suggeriert wird.

Selbsternannte Aktivisten sollten sich bitteschön einmal vor Augen führen, in welchem Medium sie gerade Ihre geistigen Ergüsse kundtun. Bestimmt nicht auf Tontafeln in Keilschrift.

Der Große Oberammergauer Marsch in den Wald

AnKa, Freitag, 26.01.2007, 15:56 (vor 4439 Tagen) @ Gast

Offensichtlich soll "Oberammergau" den nächsten Schlager abgeben in der nimmerendenwollenden Kette mobilfunkerner Ungeheuerlichkeiten:

Von Werner Funk, Oberammergau, an

Herrn Dr. med. Volker Juds im Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen Partnachstr. 26 82467 Garmisch-Partenkirchen

Die Intention und die dahinterstehende Grundeinstellung dieses selbstverständlich als "Offener Brief" geführten Schreibens an das Gesundheitsamt wird deutlich, wenn man dieses auf einige Kernaussagen herunterdekliniert, die da lauten:

"Die Betroffenen sind bereits in ihrer Gesundheit so massiv geschädigt, dass eine Heilung im medizinischen Sinne kaum mehr erfolgen kann"

Dies ist eine aus der Luft gegriffene Behauptung, die zunächst einmal bewiesen werden sollte.

Haben plötzlich alle Oberammergauer Krebs bekommen, oder was ist konkret passiert? Bis dato lassen sich zunächst einmal alle Zutaten einer typischen Massenhysterie konstatieren. Es ist nicht selten, sondern sogar typisch, dass sich HysterikerInnen krank fühlen können und überdies andere für diesen ihren Zustand bezichtigen.

"Elektrosensibilität ist eine irreversible Umwelterkrankung, die jeden treffen kann."

"Elektrosensibilität" ist kein belastbarer Begriff. Mancher meint, er fühle elektromagnetische Einflüsse. Mancher wiederum meint gar, er werde aufgrund seiner "Elektrosensibilität" krank. Bewiesen ist nichts. Eine Befindlichkeitsstörung namens "Elektrosensibilität" etwa, die als Konsequenz es so manchem erlauben würde, sich unter Berufung auf diese frühverrenten zu lassen, kann nicht zweifelsfrei diagnostiziert werden. Das machen noch nicht mal deutsche Ärzte, die an Mobilfunktagungen teilnehmen, mit.

Ebenso kann man die Bezeichnung "Umwelterkrankung" als wolkige Begrifflichkeit mit nur wenig Aussagekraft klassifizieren. Dieses Wort dient im gegebenen Zusammenhang der Stimmungsmache. Gerne werden z.B. Allergien populär als "Umwelterkankung" bezeichnet, was zwar bei den unbedarften Zuhörern ein "Aha!"-Erlebnis auslöst (nebst dem unbestimmten Gefühl, dass "Umwelt" ja überhaupt etwas Feindliches, Menschenunfreundliches darstellt), was aber die Untersuchung der oft komplizierten Ursache(n)-Wirkungs-Beziehung dennoch nicht erspart.

"Die diesbezügliche Pressemitteilung des LfU ist längst widerlegt, denn zwischenzeitlich durchgeführte Messungen von mehreren unabhängigen Sachverständigen aus dem In- und Ausland haben eindeutig ergeben, dass die biologisch-relevante niederfrequente Modulation tatsächlich von den Mobilfunksendeanlagen abgestrahlt wird."

Hier steht noch der wissenschaftlich belastbare Nachweis für die behauptete biologische Relevanz der niederfrequenten Modulation, und deren Konsequenz für den menschlichen Organismus aus. Solange die nicht dargestellt ist, kann von irgendeiner "Eindeutigkeit" überhaupt keine Rede sein.

"Bei der Frage der gesundheitlichen Gefahren durch Mobilfunk handelt es sich nicht um einen Wissenschaftsstreit, sondern um einen Gegensatz zwischen wirtschaftlichen Interessen einer Industriebranche (Mobilfunkbetreiber) und gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung (erkrankte Anwohner von Mobilfunksendeanlagen)."

Das wäre ja noch schöner.

Natürlich ist die Auseinandersetzung um angebliche gesundheitliche Gefahren durch Mobilfunk zuallererst eine Frage, die aus medizinischer Sicht und unter Zuhilfenahme physikalischer Aspekte betrachtet werden muss.

Indem nun ein Eiferer sich aus diesem Prozess des Erkenntnisgewinns einen "Gegensatz zwischen wirtschaftlichen Interessen einer Industriebranche ... und gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung" zusammenphantasiert, praktiziert er einen kleinen Schritt zurück in Richtung Mittelalter. Damals unterlag zum Beispiel die Beurteilung von Geisteskrankheiten der Einschätzung der Kurie - es wurde mitunter "Besessenheit" konstatiert, wo eigentlich Hilfe und Zuwendung angeraten gewesen wären.

Geht es nun nach dem Willen eines zeitgenössischen Eiferers, dann soll es den Einschätzungen einer Glaubensgemeinschaft sogenannter "Elektrosensibler" überlassen sein, was in welcher Weise gesundheitliche Gefahren auszulösen hat und was nicht.

Das kann niemandes Ernst sein. Wir haben zum Glück, Gottseidank, die voraufklärerischen Zeiten für immer hinter uns gelassen.

Aus Sicht der Betroffenen ist der Straftatbestand "Unterlassene Hilfeleistung" gegeben.

Nun wird der moralistische Drohton angeschlagen. Die Frage, inwieweit sich da einer überhaupt anmaßen kann, für die "Betroffenen" zu sprechen, wagt man da kaum noch zu stellen.

Die Geschädigten sehen sich daher gezwungen, entsprechend zu handeln, um weitere Schäden von Leib und Leben abzuwenden.

Man kann nur hoffen, dass es beim Großen Oberammergauer Marsch in den Wald bleibt, und dass nicht darüber hinaus noch irgendwelche weitere, ernstere "Handlungen" ins Auge gefasst sind. Vielleicht sollte man all den eigensüchtigen Oberammergauer Bürgern, die das Schlafen im gemütlichen Bett dem Campieren im Wald vorziehen (gibt's da eigentlich Fotos?), raten, nachts die Fenster zu schließen und die Autos in die Garage zu fahren. Man weiss ja nie.

Fazit: Ein anmaßendes Schreiben, über weite Strecken im autoritären Ton verfasst, durchdrungen von einer offensichtlich virulenten Verfolgungsphantasie. Wenn der wirre Spuk in einigen Wochen vorbei ist, werden sich wohl einige der Oberammergauer "Betroffenen" gar schämen für ihr Verhalten. Oder goa rein goa nix mea d'vo wiss'n wuin.
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Verwandter Artikel zu ähnlichem Thema:
Tock, tock, tock - Wie Handystrahlen das bayerische Oberammergau vergiften

Oberammergauer Stammtisch

helmut @, Nürnberg, Freitag, 26.01.2007, 17:03 (vor 4439 Tagen) @ AnKa

Verwandter Artikel zu ähnlichem Thema:
Tock, tock, tock - Wie Handystrahlen das bayerische Oberammergau vergiften

soll auch in Oberammergau vorkommen:

"Am Stammtisch aber gibt es auch noch eine andere Sicht der Dinge. >Wenn wir Kopfweh haben, dann vom Bier«, sagen sie da. Und dass der Pfarrer >halt auch mal in die Zeitung kommen« möchte."

--
In der Mobilfunk-BI und
"In der Abendsonne kann selbst ein kleiner Zwerg große Schatten werfen" (frei nach Volker Pispers)


Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

Oberammergauer Stammtisch

Fee, Freitag, 26.01.2007, 17:42 (vor 4439 Tagen) @ helmut

"Am Stammtisch aber gibt es auch noch eine andere Sicht der Dinge. >Wenn wir Kopfweh haben, dann vom Bier«, sagen sie da. Und dass der Pfarrer halt auch mal in die Zeitung kommen« möchte."

Primitive Leute gibt es überall. Als ob die Betroffenen den ganzen Tag Bier saufen würden. Leute, die keine Ahnung haben von ES sollen am besten schweigen.

Oberammergauer Stammtisch

charles ⌂ @, Freitag, 26.01.2007, 17:47 (vor 4439 Tagen) @ Fee

Primitive Leute gibt es überall. Als ob die Betroffenen den ganzen Tag Bier saufen würden. Leute, die keine Ahnung haben von ES sollen am besten schweigen.

Und so ist es !

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Der Große Oberammergauer Marsch in den Wald

Fee, Freitag, 26.01.2007, 17:25 (vor 4439 Tagen) @ AnKa

"Die Betroffenen sind bereits in ihrer Gesundheit so massiv geschädigt, dass eine Heilung im medizinischen Sinne kaum mehr erfolgen kann"

Dies ist eine aus der Luft gegriffene Behauptung, die zunächst einmal bewiesen werden sollte.

Leider dient die bisherige Forschung, ob ES ein Organ haben zum Strahlenfühlen, was leider auch nach der 31. Studie noch immer nicht der Fall ist, nicht für weitere Erkenntnis.

Haben plötzlich alle Oberammergauer Krebs bekommen, oder was ist konkret passiert?

Nicht einmal beim Tabak bekommen alle Krebs, es steigt nur das Risiko dazu an.

Bis dato lassen sich zunächst einmal alle Zutaten einer typischen Massenhysterie konstatieren. Es ist nicht selten, sondern sogar typisch, dass sich HysterikerInnen krank fühlen können und überdies andere für diesen ihren Zustand bezichtigen.

Diese Behauptung von Ihnen in Bezug auf Oberammergau angewendet, müsste auch zuerst bewiesen werden.

"Elektrosensibilität ist eine irreversible Umwelterkrankung, die jeden treffen kann."

"Elektrosensibilität" ist kein belastbarer Begriff. Mancher meint, er fühle elektromagnetische Einflüsse. Mancher wiederum meint gar, er werde aufgrund seiner "Elektrosensibilität" krank. Bewiesen ist nichts. Eine Befindlichkeitsstörung namens "Elektrosensibilität" etwa, die als Konsequenz es so manchem erlauben würde, sich unter Berufung auf diese frühverrenten zu lassen, kann nicht zweifelsfrei diagnostiziert werden. Das machen noch nicht mal deutsche Ärzte, die an Mobilfunktagungen teilnehmen, mit.

Leider wird es ES, die an einen unbelasteten Ort sehr wohl arbeitsfähig sind, immer schwerer gemacht, weil ihre Arbeitsplätze oft mit DECT, W-Lan ausgerüstet sind und nahe Mobilfunkantennen vorhanden sind. So werden diese ES dann halt wegen psychischen Erkrankungen berentet, die finanzielle Belastung für die Gesellschaft besteht trotzdem.

Ebenso kann man die Bezeichnung "Umwelterkrankung" als wolkige Begrifflichkeit mit nur wenig Aussagekraft klassifizieren. Dieses Wort dient im gegebenen Zusammenhang der Stimmungsmache. Gerne werden z.B. Allergien populär als "Umwelterkankung" bezeichnet, was zwar bei den unbedarften Zuhörern ein "Aha!"-Erlebnis auslöst (nebst dem unbestimmten Gefühl, dass "Umwelt" ja überhaupt etwas Feindliches, Menschenunfreundliches darstellt), was aber die Untersuchung der oft komplizierten Ursache(n)-Wirkungs-Beziehung dennoch nicht erspart.

"Die diesbezügliche Pressemitteilung des LfU ist längst widerlegt, denn zwischenzeitlich durchgeführte Messungen von mehreren unabhängigen Sachverständigen aus dem In- und Ausland haben eindeutig ergeben, dass die biologisch-relevante niederfrequente Modulation tatsächlich von den Mobilfunksendeanlagen abgestrahlt wird."

Hier steht noch der wissenschaftlich belastbare Nachweis für die behauptete biologische Relevanz der niederfrequenten Modulation, und deren Konsequenz für den menschlichen Organismus aus. Solange die nicht dargestellt ist, kann von irgendeiner "Eindeutigkeit" überhaupt keine Rede sein.

"Bei der Frage der gesundheitlichen Gefahren durch Mobilfunk handelt es sich nicht um einen Wissenschaftsstreit, sondern um einen Gegensatz zwischen wirtschaftlichen Interessen einer Industriebranche (Mobilfunkbetreiber) und gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung (erkrankte Anwohner von Mobilfunksendeanlagen)."

Das wäre ja noch schöner.

Natürlich ist die Auseinandersetzung um angebliche gesundheitliche Gefahren durch Mobilfunk zuallererst eine Frage, die aus medizinischer Sicht und unter Zuhilfenahme physikalischer Aspekte betrachtet werden muss.

Indem nun ein Eiferer sich aus diesem Prozess des Erkenntnisgewinns einen "Gegensatz zwischen wirtschaftlichen Interessen einer Industriebranche ... und gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung" zusammenphantasiert, praktiziert er einen kleinen Schritt zurück in Richtung Mittelalter. Damals unterlag zum Beispiel die Beurteilung von Geisteskrankheiten der Einschätzung der Kurie - es wurde mitunter "Besessenheit" konstatiert, wo eigentlich Hilfe und Zuwendung angeraten gewesen wären.

Dieser Vergleich gefällt mir nun sehr. Ïn Ihrem erwähnten Beispiel verkörperte die Kurie die Macht. Heutzutage handelt es sich um eine Geldmacht. Diese Geldmacht wozu die Mobilfunk-Industrie zählt konstatiert Wahn, Einbildung ua. bei den Mobilfunkbetroffenen, wo eigentlich Hilfe und Zuwndung angeraten wären.

Geht es nun nach dem Willen eines zeitgenössischen Eiferers, dann soll es den Einschätzungen einer Glaubensgemeinschaft sogenannter "Elektrosensibler" überlassen sein, was in welcher Weise gesundheitliche Gefahren auszulösen hat und was nicht.

Die Elektrosensiblen möchten nur an einem Ort ohne Elektrosmog beschwerdefrei leben. Wenn mir und andern ES ein bewohnbarer garantierter strahlenfreier Ort angeboten würde, wäre mancher bereit dort hinzuziehen. Ich möchte immer weniger in dieser masslosen hässlichen Strahlensuppe leben, ich nutze kein einziges Wireless-Gerät, die Bosheit gewisser Befürworter ist mir auch immer mehr zuwider.

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