"Kompetenzinitiative": Offener Brief an Klaus Buchner (Allgemein)
Begründung des Vereins: Die geltenden Vorschriften zum Schutz vor gesundheitlichen Gefahren durch die Mobilfunkstrahlung stellen lediglich darauf ab, zu hohe Wärmebelastungen des Körpers auszuschließen. Mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin soll erreicht werden, dass die bekannten athermischen Prozesse beim gesetzlichen Schutz der Bevölkerung berücksichtigt werden.
Mensch Klaus,
was soll denn dieser Blödsinn! Vor euch hat doch 2024 bis 2025 schon die Rechtsanwältin Sibylle Killinger versucht, die 26. BImSchV aus den Angeln zu heben, u.a. mit der Behauptung, die dort fixierten Grenzwerte seien unzureichend, weil athermische Effekte unberücksichtigt geblieben sind. Das ist genau die Schiene, die auch ihr fahren wollt. Sie hat sogar eure wackeligen Athem-3-Befunde vorgetragen und trotzdem eine vollendete Bauchlandung hingelegt – zuerst am Verwaltungsgericht Mainz und dann letztinstanzlich am OVG Koblenz. Wieso wollt ihr dieser Pleite nacheifern?
Wenn ihr wegen üppiger Spenden zu viel Geld habt, schmeißt es nicht zum Fenster hinaus. In eurem speziellen Fall könnte es allerdings durch die Tür woanders wieder hereinkommen. Damit meine ich die Verbindung der "Kompetenzinitiative" zu dem Hokuspokus-Laden Memon in Rosenheim. Bekanntlich will Rechtsanwalt Tilo Rößler, er leitet oder leitete bei Memon die Abteilung "Wissenschaft, Forschung und Ausbildung", eure Klagen vertreten. Darüber dürfte sich die Geschäftsleitung von Memon vor Freude auf die Schenkel klopfen und euch finanziell vielleicht etwas unter die Arme greifen. Dieses Spendengeld wäre nicht futsch. Es käme möglicherweise zum Spender zurück, sobald ihr Rößler für die Mühen seiner Klagevertretung entlohnt habt.
Unter diesen Umständen könntet ihr in Berlin tatsächlich munter klagen und munter scheitern, denn unterm Strich wäre es finanziell ein Nullsummenspiel. Der eigentliche Gewinn wäre kein Erkenntnisgewinn, sondern das übliche alarmierende Tam-Tam, mit dem ihr die Klage öffentlich begleiten wollt. Zweifel an der Unbedenklichkeit des Mobilfunks säen, das ist es doch, was euch antreibt und z.B. die Firma Memon zum Freund macht.
Was meinst du, das klingt doch gar nicht so abwegig. Oder isses doch nur eine Verschwörungstheorie ohne Hand und Fuß?
Viele Grüße
Stephan
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –