Ioniesierende und nichtionisierende Strahlung (Allgemein)

dlsasv @, Sonntag, 11.06.2006, 22:42 (vor 5615 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Montag, 19.06.2006, 17:48

In "Mensch und Umwelt" habe ich einen Artikel gelesen "Strahlenwirkung - von der Dosis zum Risiko". U.a. ist darin zu lesen, dass es sich bei der elektromagnetischen Strahlung um "nicht ionisierende Strahlung" handelt. Bei Röntgenstrahlung handelt es sich um "ionisierende Strahlung". Da ich immer wieder unterschiedliche Aussagen höre zu Mobilfunkstrahlung, bitte ich um eine Antwort, was nun korrekt ist.

Ist korrekt.

Der Hintergrund meiner Frage ist die Aussage bei der großen Veranstaltung in Kempten, wo die Aussage gemacht wurde, dass so und soviele Stunden Telefonieren mit dem Handy gleichzusetzen ist mit so und so vielen Stunden Röntgenbestrahlung.

Ionisierende Strahlen können chemische Bindungen zerstören. Insbesondere solche in der DNA, wodurch Krebs entstehen kann.
Nicht-ionisierende Strahlen können chemische Bindungen jedenfalls nicht auf diese Weise zerstören, weshalb man Beides nicht gleichsetzen kann.
Dennoch zeigen einige Studien - darunter die Untersuchungen dreier Arbeitsgruppen des REFLEX-Projekts, dass auch Mikrowellen im Intensitätsbereich zwischen dem Grenzwert für Sendemasten (0,08 W/kg) und dem für Handys (2 W/kg) DNA-Schäden verursachen können. Dann kann man das durch Mikrowellen verursachte Ausmaß der Schäden mit dem durch ionisierende Strahlung verursachten vergleichen. Das hat die Berliner REFLEX-Gruppe gemacht:

[image]

... und irgendwer hat mal gesagt, dass jene 0,5 Gray (rechte Säule) tausend Röntgenaufnahmen entsprechen.

Tags:
Reflex, Bild, Röntgenstrahlung


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