"Endlich mehr digitaler Unterricht" (Allgemein)

Gast, Mittwoch, 25.03.2020, 08:22 (vor 4 Tagen)

Das Corona-Virus legt an Schulen in ganz Deutschland den Unterricht lahm. Millionen Schüler müssen zu Hause bleiben und irgendwie weiter unterrichtet werden. Vor welchen Herausforderungen die Schulen und Lehrer jetzt stehen und inwiefern die Krise auch eine positive Seite hat, erklärt Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, im Interview mit ntv.de.

ntv.de: Herr Meidinger, die Schulen in Deutschland sind dicht. Wie kann Bildung trotzdem weiter funktionieren? Sind digitaler Unterricht oder E-Learning der einzige Weg?

Heinz-Peter Meidinger: Das ist natürlich die ganz entscheidende Frage, weil die Zeiträume so groß sind, dass man mit Sicherheit nicht einfach auf die Vermittlung von Unterricht und Schulstoff verzichten kann. Jede Schule muss die Wege gehen, die möglich sind, das ist eine große Palette. Digitale Lernplattformen gibt es nur in manchen Bundesländern, und unter dem großen Ansturm gehen die Server teilweise in die Knie. Manche Schulen arbeiten etwa mit Microsoft Teams, wo tatsächlich auch virtueller Unterricht mit Videokonferenzen möglich ist. Auch die gute alte E-Mail kommt jetzt wieder zu neuen Ehren. Es gibt die Möglichkeit, dass Lehrer einem Schüler eine E-Mail schicken, und der verbreitet das dann über Whatsapp. Und es gibt natürlich auch noch die ganz traditionellen Unterrichtsmethoden. Also dass man Arbeitsblätter zur Verfügung stellt, etwa auf den Homepages. Oder man könnte, wenn alle Stricke reißen, auch noch auf dem Postweg Arbeitsaufträge verteilen.Weiter ...

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