Ländervergleich: 5G-Entwicklungsstand in Europa, USA, Asien (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 16.04.2019, 23:54 (vor 4 Tagen)

Das EU-Parlament wollte es genau wissen und beauftragte zwei Beratungsfirmen mit einem Bericht über den aktuellen 5G-Entwicklungsstand in Europa, USA und Asien. Im April 2019 wurde der 34-seitige Bericht vorgelegt (PDF, englisch), Lennart Hardell berichtete zuerst darüber in seinem Blog. Immerhin drei Absätze des lesenswerten Dokuments beschäftigen sich mit "5G Electromagnetic Radiation and Safety", wirklich Neues erfährt man dort jedoch nicht. Spannender ist, was über die Innenraumversorgung in China geschrieben wird:

China has significant problems with indoor coverage, as a result of the relatively low national RF EMF limits it has set. RF EMF maxima are set low for health reasons. Thus, it needs 5G for better indoor coverage and not just the business models put forward as the conventional 5G applications (faster multimedia, connected vehicles and IoT applications). 5G could meet this need if densification increased considerably over the current levels for LTE/UMTS. There are other impediments for China. For example, there is a lack of trained personnel in consideration of the magnitude of the rollout task. Chinese authorities are thus preparing large-scale training courses for a new generation of technicians for the small area base stations.

Speziell auf die EU bezogen gibt es detaillierte und aktuelle Ländervergleiche in den "5G Observatory Quarterly Reports" der EU-Kommission. Der gegenwärtig jüngste Report (Nummer 3) hat 78 Seiten und gilt für das erste Quartal 2019. Für jedes EU-Land wird der 5G-Entwicklungsstand mit Worten beschrieben und auf einer Zeitleiste grafisch schön übersichtlich dargestellt. Dort erfährt man z.B. wann in welchem Land 5G-Lizenzauktionen stattfinden oder stattgefunden haben. Keine Silbe verliert der Report 3 jedoch über die 5G-Tea-Party, das Thema Bevölkerungsaufstände wegen irrationaler Gesundheitsbedenken ist in diesem Report (noch) tabu, in der nächsten Ausgabe dürfte dies nicht mehr der Fall sein.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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