Neue Frequenzzuweisungen in Frankreich (Technik)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 16.04.2019, 14:40 (vor 4 Tagen)

Der französische Premierminister hat Änderungen am Frequenzzuweisungsplan des Landes genehmigt. So wird das Band 26,5 GHz bis 27,5 GHz für 5G freigegeben – wie von der EU im Juli 2018 beschlossen. Die Freigabe ermöglicht zum einen die Entwicklung von 5G-Diensten und zum anderen wissenschaftliche Dienste wie Erderkundung, Weltraumforschung, Verbindungen zwischen Satelliten und kommerzielle Satellitendienste (z.B. Eutelsat). Die Richtfunkanbindung von Mobilfunkbasisstationen wird in diesem Band nicht stattfinden, dies geschieht unterhalb von 26,5 GHz. Es ist Sache der EU-Mitgliedstaaten, die Bedingungen für die gemeinsame Nutzung des neuen Bandes mit 5G festzulegen.

Neu ist zudem die Zuweisung für Kurzstreckenfunk in den Bändern 874 MHz bis 876 MHz und 915 MHz bis 921 MHz, sie erfolgt aufgrund des Durchführungsbeschlusses (EU) 2018/1538 der Kommission vom 11. Oktober 2018 mit dem Ziel einer Harmonisierung der Funkfrequenzen für Geräte mit geringer Reichweite. Die GSM-R-Bänder (Eisenbahnfunk) knapp unterhalb der neu zugewiesenen Bänder bleiben von der neuen Frequenzzuweisung unangetastet. Für den Kurzstreckenfunk reserviert sind:

– Drei RFID-Kanäle, 4 W, im Band 915 MHz bis 919,4 MHz
– Drei Bänder 874-874,4; 917,3-917,7; 918,5-918,9) für LPWAN, 500 mW (LoRa, Sigfox ...)
– Ein Band (917,4-919,4) für WiFi-Hausautomation (802.11ah) und für LPWAN-Geräte geringer Reichweite (25 mW)

Quelle: ANFR-Presse-Information vom 15.04.2019

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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