Treffen wir uns in 70 Jahren (Allgemein)

Fee, Mittwoch, 29.03.2006, 02:13 (vor 5044 Tagen) @ Schutti
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 29.03.2006, 08:39

Oder wenn ein Wirkmodell gefunden wurde, aus dem reproduzierbar hervorgeht, warum manchen Menschen auf Elektrosmog reagieren, andere dagegen nicht.

NAch dem Wirkmodell kann man auch länger suchen, was mich stört ist dass es obwohl es doch angeblich eine Menge Leute gibt die auf EM Wellen reagieren es noch keine Versuche gibt die das im Doppelblindtest versuchen zu verifizieren. Wenn sich die Sympthome so sicher einstellen müsste das Vorhandensein von EM Wellen doch recht einfach von der Versuchsperson nachgewiesen werden können. Abweichungen und falsche Einzeltests wird es wohl geben, die Menge der gefahrenen Versuche würde solche ES aber doch schnell offenbaren. Wo sind solche Tests?

Schutti

Zwar bei Ihnen wohl Perlen vor die Säue geworfen, hier der Versuch einer Antwort:

Für die elektromagnetische Strahlung besitzt der Mensch kein Sinnesorgan (ausser im Bereich von ca. 1000 Terahertz, nämlich dem sichtbaren Licht). Der Mensch merkt die Strahlung also nie direkt, sondern nur indirekt und im Nachhinein über die von der Strahlung ausgelösten Wirkungen. Die Wirkungen geschehen in den miteinander eng verbundenen Bereichen des vegetativen Nervensystems und des endokrinen Hormonsystems. In diesen Bereichen sind die Symptome von EMISS (Elektromagnetisch induziertes Stresssyndrom) feststellbar. Da das vegetative und das endokrine System äusserst komplex sind, und da deren Zustände ständig ändern, trifft die elektromagnetische Einstrahlung auf stets andere Bedingungen im menschlichen Körper, und die Auswirkungen sind daher auch stets etwas unterschiedlich, nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern beim Einzelnen auch von Zeit zu Zeit. Dieses macht das Leben für die betroffenen Erkrankten nicht einfacher, denn die Symptome des EMISS sind wegen der variablen Ausgangslage im menschlichen Körper ebenfalls variabel.

Es macht aber das Leugnen von EMISS durch die Mobilfunkindustrie einfach. Diese bzw. die von ihr bezahlten Forscher gehen mit dem Begriff "elektrosensibel" oder "elektrosensitiv" so um, dass den Betroffenen unterstellt wird, sie würden direkt oder indirekt behaupten, sie hätten ein Sinnesorgan, mit welchem sie die Strahlung direkt fühlen können. Diese Haltung schafft immer wieder von neuem Gelegenheit, ein Scheinproblem zu lösen, nämlich etwas bereits Widerlegtes zu widerlegen, nämlich dass es eben kein solches Sinnesorgan gibt. Mit solcher und anderer Alibiforschung wird ganz gezielt vom eigentlichen Problem, nämlich vom erwähnten Syndrom, das bei vielen Personen Krankheitswert hat, abgelenkt. Neben- oder Hauptwirkung solcher Forschung ist, dass die Verursacher nicht haftpflichtig gemacht werden können, und - wenn sie überhaupt Haftpflichtdeckung von Dritten erhalten - Prämien in jährlich dreistelliger Millionenhöhe sparen können.
(Sunset, 20.3.06)


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