Pharma: Millionengeschäft mit Pseudo-Studien (Forschung)

Gast, Samstag, 04.06.2016, 23:26 (vor 2941 Tagen)

Wirkt ein Medikament? Vertragen es die Patienten? Diese Fragen nutzen Pharmafirmen für ein fragwürdiges Anreiz-System. Auszug aus einem Beitrag in der Süddeutschen vom 9. März 2016:

Mehr als 100 Millionen Euro haben Pharmafirmen demnach jedes Jahr an Deutschlands Ärzte bezahlt, damit diese beobachten, wie sich ihre Medikamente in der Praxis machen. Das Geld zahlt letztlich die Versichertengemeinschaft. Allein im Jahr 2014 nahmen 17'000 Ärzte an AWB teil - unter ihnen nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 12'000 niedergelassene Mediziner, was jedem zehnten Praxis-Arzt entspricht. Mehr als 1300 AWB kamen so zusammen, mit 1,7 Millionen Patienten. Und die Zahlen bilden nur die Untergrenze ab, denn es werden längst nicht alle AWB gemeldet. Ob das eigene Medikament betroffen ist, können Patienten auf correctiv.org nachlesen. Ob der eigene Arzt mitmacht, steht dort indes nicht. Bislang müssen Firmen in Deutschland - anders als in den USA - die Namen der Ärzte, die Zuwendungen erhalten, nicht preisgeben.

Tags:
Pharmaindustrie, Pseudo-Studien, Correctiv


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