Wie sich ein Krankenhaus gegen Bahnstrom wappnet (Allgemein)

Raylauncher @, Mittwoch, 16.03.2016, 19:15 (vor 1481 Tagen) @ H. Lamarr

2012 schrieb der KAV eine weitere geplante Schirmungsmaßnahme europaweit aus und vergab den Auftrag an ein Schweizer Unternehmen: Ein armdicker Kupferring sollte um das gesamte Gebäude gelegt werden. Im Abstand von 2,5 Metern sind an diesem Ring Kupferspieße angebracht, die 15 Meter in die Erde reichen. Diese sollen das elektromagnetische Feld in die Erde ableiten.

„Diesen Ring haben wir bisher nur zu einem Teil gebaut – die aktuellen Messungen ergeben, dass die Maßnahmen am Gebäude bisher so gut sind, dass das nicht notwendig ist“

Der letzte Satz ist bemerkenswert. Nach meiner Einschätzung ist der Reduktionsfaktor eines das Gebäude umschließenden Kupferrings (armstark mit kupfernen !! Erdspießen) selbst für Magnetfelder im Bahnstrombereich praktisch vernachlässigbar. Der Auftragnehmer wird sich bei einem derartigen Auftrag allerdings die Hände gerieben haben. Daß das Machwerk technisch und physikalisch sinnlos ist, darauf ist man dann irgend wann wohl gekommen und hat nach einer plausiblen Erklärung gesucht, das Vorhaben abzubrechen. Ein halber Ring ist dann ohnehin total sinnlos; denn die Funktion beruht ja auf einer Leiterschleife deren induzierte Ströme das Magnetfeld im Inneren kompensieren sollen. Das funktioniert mit einem Metallrohr um ein Kabel oder als niederohmige Leiterschleife um eine Baugruppe, aber kaum um ein ganzes Gebäude. Das einzige was dieser Ring bewirken kann, ist die Ableitung bzw. Umleitung von Streuströmen, die in der Erde in E-Bahnnähe gewöhnlich auftreten. Dazu wäre allerdings ein entsprechend niederohmiger Ringerder um das Gebäude ausreichend.

Raylauncher


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