Bald Funkstille in Stuttgart (Allgemein)

Gast, Mittwoch, 18.03.2015, 17:23 (vor 2457 Tagen)

Evangelische Kirche schaltet Handymasten ab

Die Evangelische Kirche will ihre Gotteshäuser nicht länger für Sendemasten hergeben. Die Verträge mit Mobilfunkunternehmen werden nicht verlängert. Sehr zum Ärger vieler Handy-Nutzer.

Funklöcher für Handys mitten in der High-Tech-Region Stuttgart? Die gibt es. Aber nicht alle sind der speziellen topographischen Lage der Landeshauptstadt geschuldet. So manches Funkloch hat auch mit der Kirche zu tun, die ihre Gebäude nicht länger als Funkmasten zur Verfügung stellen will – obwohl sie damit lange gutes Geld verdient hat.

"Viele Bürger halten die Strahlungen für gefährlich. Diese Ängste nehmen wir ernst, ob sie nun begründet sind oder nicht", sagt Hermann Beck, Verwaltungs- und Finanzchef der Evangelischen Kirche Stuttgart.

Die Gesamtkirchengemeinde will die bestehende Zusammenarbeit mit den Mobilfunkanbietern nicht fortsetzen. Und das, obwohl sie dadurch rund 10.000 Euro pro Jahr einnimmt. Für Funklöcher sei die Kirche nicht verantwortlich. "Wir sind nicht Schuld daran, dass an manchen Stellen ein Funkloch entstanden ist", sagt Beck. Das sei vielmehr ein Problem der Mobilfunkunternehmen. Mehr ...

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„Die Kirche will zwangsbeglücken“

Auf aktuelle Nachfragen zwei Jahre nach der Entscheidung hat ein Vertreter der Gesamtkirchengemeinde bestätigt, dass man die ständige Verfügbarkeit durch das Mobiltelefon nicht unbedingt gutheiße. Das löst Empörung aus: „Die Kirche will zwangsbeglücken. Das verträgt sich nicht mit dem hehren Postulat, ganz nah beim Menschen sein zu wollen“, sagt ein Schönberger. „Die Kirche kann nicht die Wirtschaft regulieren“, sagt sein Nachbar.

Tags:
Stuttgart, Kirche, Wutbürger, Gesamtkirchengemeinde, Beck, Bismarckstraße


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