EMF-Datenbank BNetzA: das verschwundene Datum (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 15.05.2013, 09:50 (vor 2381 Tagen)

Im Gigaherz-Forum schreibt ein Teilnehmer ...

falls es noch niemandem sonst aufgefallen ist:

in der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur ist seit Neuestem das Datum der Erteilung nicht mehr genannt.
Statt mehr und konkreterer Information (z.B. welcher Funkdienst genau verwendet wird) gibt es nun noch weniger und der Nutzen dieser angeblichen Transparenzbombe geht gegen Null.

Warum sowas wohl gerade in Zeiten massiver Aufrüstung passiert?
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt......

Wie bei Mobilfunkgegnern üblich, rastet auch dieser Teilnehmer ohne steinige Umwege zur Klärung zu nehmen bei der einfachsten aller Erklärungen ein: Er vermutet eine nicht näher benannte Verschwörung dergestalt, dass es kein Zufall sei, wenn das - ihm anscheinend extrem wichtige Datum - ausgerechnet jetzt nicht mehr genannt werde.

Wo da der Schaden für den Nutzer der Datenbank sein soll ist unklar, denn die Datumsangabe ist ohnehin eine der schwächsten Angaben in der Datenbank, sie nennt nämlich nur das Datum der zuletzt eingereichten (jüngsten) Standortbescheinigung. Das führt leicht zu Fehlinterpretationen wenn einer glaubt, es sähe das Datum der ersten Standortbescheinigung und könne so auf das Alter eines Standorts schließen.

Wer den Zugang zur EMF-Datenbank über die IZgMF-Leitseite nimmt (dort linke Portalsäule oben), der wird freilich die Datenbank in der gewohnten Form antreffen, nämlich mit Datumsangabe.

Faselt der Teilnehmer im Gigaherz-Forum nur Blödsinn?

Nein, denn er nennt eine Zugangsadresse für die EMF-Datenbank, die tatsächlich ein Exemplar ohne Datumsangabe auf den Bildschirm zaubert.

Den Unterschied machen die beiden www-Adressen des Zugangs:

Ohne Datum: http://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/Default.aspx
Mit Datum:. . http://emf2.bundesnetzagentur.de/karte.html

Auf der Website der BNetzA wird der Zugang ohne Datum angeboten.

Warum es zwei unterschiedliche Zugänge gibt ist mir nicht bekannt. Bekannt ist jedoch, dass es für Kommunen einen mit Passwort autorisierten Zugang gibt, bei dem die Datenbank merklich mehr Informationen über einen Standort preisgibt als bei der öffentlichen Version.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Standortdatenbank, BNetzA


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