Mit E-Smog Energieriesen auf die Finger gucken (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.11.2005, 17:15 (vor 6239 Tagen)

Zur Abwechslung mal eine nützliche Anwendung für den Elektrosmog unter Hochspannungsleitungen, mit der sich den Preistreibern bei den Energieriesen ein Schnippchen schlagen lässt.

Der Unterhachinger Christian Kunze (37) hat ein Verfahren entwickelt, den Stromfluss an Kraftwerken zu messen und diese Daten interessierten Kunden - in der Regel Energiehändler - ohne Zeitverzögerung zur Verfügung zu stellen. Das würde Preismanipulationen, wie man sie immer wieder den vier Marktführern in Deutschland (RWE, Eon, EnBW und Vattenfall Europe) vorwirft, erschweren. "Wenn solche Informationen zu allen Stromhändlern gelangen, dann können die großen Netzbetreiber nicht mehr ihre Spielchen treiben", betont zum Beispiel Philip Schmid-Lossberg, Energiehändler der Ostelekta GmbH aus Oberhaching.

Auf die Idee, die Monopol-Strukturen zu durchbrechen, kam der Betriebswirtschaftler Kunze im Zuge seiner Doktorarbeit über "Competitive Intelligence" im Jahr 2000. In seiner Garage in Unterhaching tüftelte der 37-Jährige eineinhalb Jahre lang - und entwickelte eine Apparatur, die auf die aktuelle Erzeugung eines Kraftwerks schließen lässt, ohne mit dessen Leitungen verbunden zu sein. Das Prinzip: Unter Hochspannungsleitungen misst Kunze das Magnetfeld, also den Elektrosmog, sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit. All diese Mosaiksteine - eine weitere Variable ist die Art der Hochspannungsleitung - rechnet Kunze um in die aktuelle Leistung eines Kraftwerks. "In dieser Formel liegt das Geheimnis."

Quelle: http://www.ovb-online.de/news/bayern/oberbayern/art5859,615062.html?fCMS=13b10df37626745f1a28223f88aa4738

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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