Wettstreit der Wahnvorstellungen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 05.11.2012, 11:57 (vor 3681 Tagen)

Die drei Jesusse hatten wir schon einmal, jetzt bringt Der Spiegel dazu jedoch eine weitere Geschichte:

Im Jahr des Herrn 1663 lebte in Paris ein Mann namens Simon Morin, von dessen Schicksal viele Jahre später der große Philosoph Voltaire erzählt. Morin hatte Visionen und hielt sich für den Sohn Gottes. Sein Wahn galt als Ketzerei und er wurde ins Irrenhaus gesteckt. Dort wäre der Verwirrte wohl auch geblieben - hätte er dort nicht die Bekanntschaft eines anderen Patienten gemacht. Dieser hielt sich für Gott: "Simon Morin war so erschüttert vom Wahnsinn des Anderen", schreibt Voltaire, "dass er seinen eigenen anerkannte." Nach einer Weile jedoch fiel Morin in seinen alten Irrglauben zurück. Er wurde dafür auf dem Scheiterhaufen als Ketzer verbrannt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Wahrnehmungsverzerrung, Wahnvorstellung


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