Lobbyarbeit FGF und BR

KlaKla, Dienstag, 12.07.2005, 08:43 (vor 6357 Tagen) @ Starmail
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 12.07.2005, 09:33

Ich habe dazu einen Kommentar.
Der Bayerische Rundfunk ist eng verbunden mit dem Lobbyverein Forschungsgemeinschaft Funk (FGF).
Der Technische Direktor des Bayerischem Rundfunk (BR), Herbert Tillmann ist zugleich Vorstandsmitglied der FGF. Das die FGF ein Lobbyverein der Industrie ist, erklärt sich z.B. durch die Mitglieder des Vorstands.
hier: http://www.fgf.de/fgf/organisation/vorstand.html

Vor Jahren hat der Bayerische Rundfunk eine interne pro Mobilfunkveranstaltung für seine Journalisten veranstaltet. Die Auswahl der Referenten machte dies deutlich. Dr. Uwe Kullnik (Siemens), Ralf Grafe (Nokia),
Dr. Olaf Schulz (FGF), Dr. Peter Wiedemann (Forschungszentrum Jülich), Elke Hudel (Bayerisches Landesamt für Umweltschutz). Für diese Veranstaltung waren allein drei Vorstandsmitglieder der FGF mit von der Partie.

Nach Protesten von Seiten der Journalisten und der Öffentlichkeit, dass keine Kritiker zu Wort kämen, versprach Tillmann eine weitere Infoveranstaltung. Dann sollten die Kritiker das Wort haben. Bis heute gab es diese Veranstaltung nicht.

So liegt der Verdacht nahe, dass die Journalisten auf Linie gebracht werden sollten. Damit ist ein Strategiepunkt, den das Ecolog-Institut für die Bundesregierung ausgearbeitet hat, von der Industrie für Ihre Zwecke umgesetzt worden: Multiplikatoren finden und auf Linie bringen. Dazu passender Eintrag hier: Lobbyarbeit an Journalisten, Ärzte, Lehrer, Umweltverbände

Weiter Informationen zur Lobbyarbeit finden Sie auf der CD Risiko Mobilfunk. Die Lobbyarbeit der Mobilfunker reicht von Journalisten auf Linie bringen über Forschung am Geldtropf, Schiedsstelle, Nachhilfe für Justitia bis hin zu Ministerien mit ins Boot nehmen. Keine vertrauensbildende Sache. :-(

Wenn der BR vor Ausstrahlung einer Sendung Fragen sammelt, ist davon auszugehen, dass die Fragen gefiltert werden. Technisch wäre es möglich gewesen die Fragen wärend der Sendung einzuspielen. Dann würde eine Sendung aber eine Stunde dauern. So viel Zeit wollte man dem Thema aber nicht genehmigen. Nun ist das Nötigste getan um sich freizukaufen bzgl. des Vorwurfes der Nicht-Berichterstattung.
Was haben sie erwarten. So läuft es, wenn Seilschaften funktionieren.

Sammeln wir doch hier die Fragen, die gestellt wurden.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
FGF, Lobbyarbeit, Seilschaft, BR


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